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Archiv: Beiträge 2026
Clara
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Beiträge "Clara": September, Oktober, November, Dezember 2026 Link HIER
Montag, Februar 16, 2026
Im Schmittwassertal bei Asseln
Vom Talhang flossen volle Regenwasserrinnen runter zum Bach. Wir folgten einem Wildwechsel runter ans Wasser. Voll ist dies Schmittwasser nur bei Hochwasser, das Schmelzwasser füllte das Bett vielleicht zur Hälfte.
Clara sprang nicht ins Wasser runter. Das tut sie nie: sie testet das Wasser immer erst mal mit den Vorderpfoten auf Beschaffenheit seines Grundes; und geht das wegen des Geländes nicht, bleibt sie eben an Land ;-) Wieder zurück auf dem Pfad, schmiß sie sich nach einer Weile unerwartet auf den Rücken und rollte sich über den harten Boden. Kein weicher Laub- Gras- oder Schneeteppich, das war für mich überraschend. Sie wägt meist kurz ab, bevor sie entscheidet, aber dieser Lustausbruch schien völlig spontan zu sein.
Der Pfad führte bis zur Bachbrücke talabwärts weiter. Zuletzt wurde der Wald bachseitig sehr sumpfig. Im Frühjahr schwimmt hier ein Amphibiengelege neben dem anderen.
An der Brücke machte ich auf einer Bank Pause. Gaby exlorierte den jetzt wieder langsam bergaufwärts und dem Bach verlassenden Weg noch ein Stückchen weiter; Clara freue sich darüber, denn so konnte sie Gaby zur Brücke "zurücktreiben".
Der Bach selbst wurde weiter bachabwärts so dicht und wild, daß sogar ein Wildschwein kaum dadurch gekommen wäre. So undurchdringlich wurde es hier erst nach dem Wintersturm vor drei Jahren. Das viele Bruchholz förderte diese Zuwilderung.
Im Wald verändert sich die Gegend fast so schnell wie in Neubaugebieten. Wasser ist dabei die am stärksten wirkende Kraft - außer dem Menschen.
Freitag, Februar 13, 2026
Besuch von Chanelle und Spazieren im Meerhofer Wald
Clara und Chanelle kennen sich aus der Praxis seit Claras Jugend. Bei der ersten Begegnung der Beiden führte Chanelle unsere unsichere Clara bis in den Behandlungsraum - was Clara entspannte. (Siehe Beitrag vom 20.5.2020 :-)
Wir ließen Clara und Chanelle sich im Garten begrüßen. Dann setzten wir Menschen uns zu Kaffee und Kuchen ins Eßzimmer und überließen Clara und Chanelle den Rest des Hauses. Yvonne war überrascht von meiner Sorglosigkeit die beiden unbeaufsichtigt durchs Haus laufen zu lassen. Hunde konnen ja schon mal was anstellen. Und Chanelle war das erste mal bei uns zuhause. Aber mein Vertrauen besonders in Claras Rolle als liebenswürdige "Gastgeberin" war richtig: Kein Gezanke um Claras Markknochen auf dem Sofa oder sonst irgendwas. Ich freude mich für Clara, daß sie Besuch von der so lieben Chanelle hatte.
![]() Die Temperatur pendelte nun um die 0 Grad herum. Das Tauwetter hielt an, aber auf den Höhen würde noch viel Schnee liegen.
Ich fuhr mit Clara und Gaby zum Bruchwaldteil im Meerhofer "Erlebniswald". Zu zweit konnten wir Clara durch immer wieder variierenden Abstand zwichen uns sich durch viel Rennen auspowern lassen :-)
An einigen Stellen lag der Weg im Wasser, aber es gelang uns dort am Wegrand über höhere Grasbüschel trockenen Fußes weiter zu komen.
Wir spazierten dann auf dem breiten, festen Hauptweg weiter. Gelegentlich sind an ihm Spielmöglichkeiten für Kinder angelegt worden.
Tauwetter ist ja allgemein betrachtet nicht das attraktivste, aber hier bot es wegen übervoller Bodenkuhlen und rutschiger Stellen dazwischen durchaus kleine Herausforderungen :-)
Dienstag, Februar 10, 2026
Tauwetter - im Totengrund
Ein Geländewagen hatte eine Spur gelegt, der ich folgte. Nun, die Spur des Geländewagens zeigte Rutschspuren - und ich schlidderte auch einmal weit zur Seite weg. Clara - auf der Hinterbank aufrecht stehend - wunderte sich über mein Slalom-Fahren ;-). Als wir parkten rannte sie gleich vor Freude den Seitenweg hoch, den wir hier meistens gehen.
Wir spazieren hier sonst immer auf Seitenwegen, denn auf dem Hauptweg muß man mit großen oder kleinen Treckern und bei anderem Wetter besonders mit Fahrrädern rechnen. Clara und ich lieben es in der Natur der Stille zu lauschen.
Ein kleines holzartiges Teil fast direkt neben mir interessierte Clara besonders - und zu meiner Überrascheung schmiß sie sich hin und rubbelte ihren Rücken kurz daran. Das ging über in ein pures Genuß-Umrollen :-)
Ich überlegte, ob das Kot gewesen sein könnte und untersuchte es anschließend mit einem Stock. War es aber nicht, es war ein Brocken von verrottetem Holz, so wie es alte Baumstümpfe zeigen. Ich bin immer glücklich, wenn Clara sich so wohlig auf der Erde rollt. Dann fühlt sie sich sicher, frei und Teil des Ganzen.
Ich machte aus dem nassen Schnee einen Ball und warf ihn ihr zu. Nun, sie wich aus und fand im Schnee nur kleine Eisbrocken von ihm - kein Leckerli! Sie sah mich an mit diesem Ausdruck an: "Wie kannst du mich so enttäuschen!" Ich lachte und sie hüpfte wieder vor.
Ich sah die Sonne kurz durch all die Wolkenschichten tief über dem Hang im Südwesten. Dann kehrten wir um zum Auto. Die Rückfahrt zur Dorfstraße schaffte ich ohne zu schliddern :-)
Sonntag, Februar 1, 2026
Zwei Wochen lang herrschte echter Winter
Die Straßen waren zum Teil frei, zum Teil auf festem Schnee befahrbar. In Husen konnten wir am kleinen Altenaupark parken. Mal sehen, wie weit sie vereist war. Es war Sonntag, Schneespaziergang und Schlittenfahrt lockte besonders Leute mit Kindern und Hunden heraus. Es war Mittagsessenzeit, also vergleichsweise noch wenige Spaziergänger zu erwarten. Ich konnte Clara die meiste Zeit frei laufen lassen.
Clara vermeidet Tiefschnee, solange sie einen festen Weg als Alternative hat. Also ging ich alleine bis direkt an den Bach heran. Abhängig vom Bachbett und damit von der Strömung war die Vereisung dick, dünn, zackig, löcherig oder fehlte ganz.
Wildtiere und auch Schlittenhunde wissen die Festigkeit von Eis und Schnee gut einzuschätzen. In Alaska erzählte mir vor Jahren ein Masher (Schlittenhundeführer), daß sein Leithund riecht, wie tief und wie fest Schneewehen sind. Danach entscheidet er, wie er das Rudel führt, auch damit der Schlitten nicht umkippt.
Die immer wieder anders gestaltenen Eis-in-Wasser Formationen faszinierten mich. Welche Varianz und Schönheit :-). Clara und ich spazierten entlang der Altenau, bis der Weg den Bach verläßt und sanft ansteigt. Hier kam uns von oben ein Elternpaar mit aus Claras Sicht schreienden und unkalkulierbar rumzappelnden Kleinkindern entgegen. Sie blieb stur stehen - wie eben ein Bulldog das tut, wenn er etwas partout nicht will. Geschrei mag sie nicht... man weiß ja nie... besser die Situation vermeiden. Ich nahm sie an die Leine und wir gingen zurück. Der Schnee glitzerte in Millionen Lichtpünktchen in der gleißenden Sonne. Diese besondere, lichte Stimmung verführte mich, noch die schmale Straße nach Dalheim zu fahren, um auf einen Seitenweg durch diese leuchtenden Schneefelder zu gehen.
Kurz hinter Husen war diese Einspurstraße von einer Schneedecke bedeckt, die vom Verkehr fest gedrückt und für Winterreifen sicher war. Ja, und dann kam uns nach ein paar Minuten ein schwerer SUV entgegen. Es war Sonntag, dann fahren auf diesem Einspursträßchen viele zum Essen ins Gasthaus am Königsweg kurz vor Dalheim. Durch den am hangseitigen Straßenrand aufgehäuften Schnee war mir ein Ausweichen nur schwer möglich. Ich versuchte es und fuhr mit der Beifahrerseite auf (oder in) den Schneewall in der Hoffnung, dass er fest genug sei, mich zu tragen. War er aber nicht! Ich steckte fest! Der SUV-Fahrer hielt und stieg aus. Er war so groß und stark wie sein Auto. Nach zweimal unseren kleinen Fiat anschieben hatte er mich aus dem Schneewall befreit :-). Er war mit seiner Familie auch dort (erfolglos) unterwegs, um eine Parkmöglichkeit zu finden, über die weiten Schneewiesen zu wandern :-)
![]() Am nächsten Tag hatte ich einen Termin bei unserem Freud und Tierarzt Kim Söhl, um den jährlichen Gesundheitscheck machen zu lassen. Clara wird im Mai ja schon 8 Jahre alt! Clara zeigte im Wartezimmer einen erstaunlichen Sinn für Gemütlichkeit ;-)
Alle ihre Blutwerte sind optimal :-). Sie hat auch keine Gelenk- oder sonstige Beschwerden. Ein Gruß an ihre Züchterin Claudia Pagels bei Berlin :-)))
Mittwoch, Januar 28, 2026
Ein Sonnentag im Schnee
Ich kam mittags von der Physiotherapie aus Bad Wünnenberg zurück und fuhr über den in der Sonne strahlenden, sanften Südhang in unser Dorf herunter. Endlich begegneten mir Schneemänner - über einen mußte ich herzlich lachen :-)
Die Sonne verwandelte die Eiswelt in eine strahlende und funkelnde Kristallwelt. Ich packte Clara ins Auto und fuhr mit ihr das weitgehend schneefrei gehaltene Serpentinen-Sträßchen von der Dorfmitte aus hoch auf den steilen Nordhang. Wir kamen an Ziegen vorbei, und diesmal auch an drei Pferden, die hungrig am Schnee auf ihren noch geschlossenen Futterballen knabberten.
Oben folgten wir dem Weg nach Osten, vor ein paar Tagen (siehe vorletzten Beitrag) spazierten wir auf ihm Richtung Westen.
Clara hatte gute Laune und war geduldig mit meinem langsamen Vorwärtskommen. Ja, und dann warf sie sich auf den Rücken und nutzte Zeit und Wetter zu wohligem Sich-im-Schnee-Rollen :-)))
Hier oben sahen/rochen wir nur Hasen- und Vogelspuren. Ich weiß, daß hier Füchse leben - aber keiner war am Morgen schon auf dem Feld umher geschnürt.
Nach einer Weile kehrten wir zufrieden und heiter gestimmt wieder um.
Sonntag, Januar 25, 2026
Immer noch SNOW-TIME
Als ich Clara morgens in den Garten ließ, löste sich an einem dieser Tage die Sonne zu meiner Freude für eine kleine Weile aus dem Dunst herhaus. Am frühen Mittag packte ich Clara ins Auto, wir holten Gaby ab und fuhren zum Schwarzbach in den Eggewald. Der Schnee lag fast 30 cm hoch, für unsere Gegend ist das viel. Auf dem Weg nah am Schwarzbach entlang ging Gaby immer wieder mal ein Stück vor.
Clara liebt es dann zwischen uns hin und her zu rennen. Mit mir alleine unterwegs bleibt sie immer neben mir, und das bedeutet weniger Action - und sie liebt es ihre Kraft zu spüren und sich zu verausgaben.
An einer Stelle macht der Bach eine Windung zum Weg hin, wo man gut durch das Gestrüpp hindurch kann. Jetzt im Schnee sahen wir an frischen Spuren, daß morgens viel Rehwild hier zum Bach gewechselt war.
Wieder auf dem Weg ging unser Spiel "Treib das Rudel zusammen" weiter. Sie war so intensiv bei der Sache, ihr Blick so konzentriert, daß Gaby und ich erwarteten, sie würde sich vor Freude wieder im Schnee wälzen. Tat sie aber nicht! Ich glaube sie war zu beschäftigt dafür ;-)
Die Sonne wurde von den Wolken nicht mehr völlig verdeckt. Ihr Licht leutete gedämpft durch die Baumstämme hindurch. Etwas blauer Himmel zeigte sich. Solch eine weitgehend unberührte Schneelandschaft bezaubert.
Als wir ein Flugzeug hörten fiel uns auf, welche Stille hier herrschte. Wir hörten keine Autos, keine Vögel - nur unseren leisen Atem und unsere knirschenden Schritte. Schnee bedeutet tatsächlich auch Stille.
Donnerstag, Januar 22, 2026
* SCHNEE * lag bis ins Tal hinein
Nachmittags fuhr ich mit ihr hoch auf den Nordhang. Der Weg war nicht mehr glatt und der Schnee nicht zu tief für das Auto.
Wir gingen dem Wind entgegen nach Norden. Am Himmel rauschten viele mächtige Schneewolken über uns hinweg. Clara hatte sich morgens im Garten nicht auffällig über den Schnee gefreut. Aber hier oben im freien Feld jubelte sie gleich begeistert vorrasend.
Besondere Freude machte mir der schmale Pfad direkt entlang des Steilhanges runter zum Dorf. Die kahlen Bäume ermöglichten den Blick auf die beschneiten Häuser und Höfe des Dorfkerns.
Dann begann es wieder zu schneien und wir fuhren zurück. Am nächsten Tag lag der Schnee sogar noch ein paar Zentimeter höher. Ich fuhr nachmittags mit Clara zum unteren Ende des Totengrundes, wo er neben dem Felssporn mit der Vienenburg auf der Spitze ins Altenautal mündet. Zunächst führt der Weg direkt am Talbach vorbei. Den entwurzelten Baum sah ich wegen des Schnees erst auf den zweiten Blick.
Ein Trecker hatte Spuren wie eine Skipiste hinterlassen; es war bequem in ihnen zu gehen. Meinte auch Clara! Der Weg stieg hier nur langsam an. Clara schnupperte intensiv an den Wegrändern herum. Jetzt im Schnee entdeckten auch ich Hasenspuren.
Das Bachbett reichte, je höher wir kamen, näher an den Weg heran. Es lag wie ein schwarzer Erdstreifen im Grund. Der Hang zum Bachbett runter war hier am unteren Talweg noch nicht richtig steil - nur, unter Schnee erkenne ich all die Stolperfallen von Brucholz und Baumstümpfen nicht immer. Ich ging deshalb nur zwei, drei Meter vom Weg ab, um die manchmal sehr imposanten, ausgewaschenen Wurzeln am Steilrand des trockenen Bachbettes in ihrer Funktionalität zu bestaunen.
Auf dem Rückweg blickte ich auf den gegenüber liegenden Nordhang des Altenautales oberhalb von Henglarn. Dort oben waren wir am Vortag gewesen. Er kam mir trotz der feuchten Luft sehr nah vor. Es begann zu schneien. Also zurück nach Hause. Ich erinnere mich nicht den Unteren Totengrund schon einmal so im Schnee gesehen zu haben.
Montag, Januar 19, 2026
Eine für uns unzugängliche :-( Bachschwinde der Sauer und zuhause die Altenau
Ich wollte mit Clara einmal wieder das Schauspiel genießen, wie die Erde den ganzen Bach wegschluckt. Wir fuhren zum einzigen Zugang zum Bachbett, um so wie früher im leeren Bachbett selbst dieses aufwärts bis zum "Schluckloch" zu gelangen.
Aber das Bachbett war bachaufwärts noch deutlich weiter als sonst völlig trocken. Es mußte eine neue Bachschwinde entstanden sein. Typischerweise sind das unterirdische Kalkhöhlen, deren Dach eingebrochen ist. Ich schlug mich gebückt durch tiefhänges Dornengestrüpp durch, das mir die Haare aus meinem Stirnband riß. Den Rahmen meines Höckerchens nutzte ich als Stütze auf den Felsklötzen im Bachgrund. Dies Bemühen bis ans Wasser vorwärts zu kommen brachte mich an meine körperliche Grenze. Als ich das Höckerchen auf einem Steinbrocken aufstellte um wieder zu Atem zu kommen, rutschte es ab und ich landete auf dem Po. Clara lief sogleich zu mir und stupste mich an um sicherzustellen, daß ich ok war. Was ich war :-). Sie selbst hatte keine Probleme in dieser dornigen Wildnis vorwärts zu kommen. Ich brach das Unternehmen ab. Ich hatte beim Hof mit den freundlichen Ziegen und den dicken, neugieren Schweinen geparkt. Glückliche Schweine, "Glücksschweine" dachte ich, als wir zurückfahren wollten. Ich fotografierte sie noch für einen humorvollen Neujahrsgruß :-).
Es ist reizvoll in einer Karstlandschaft zu leben ;-) ![]() Auch unser Heimatdorf Henglarn ist vom Karst geprägt: unsere Quellen füllten die Altenau, nachdem sie 1 km vorher in dem großen Attelner Schwalgloch verschwunden war. Am Neujahrstag spazierte ich mit Clara direkt unterhalb unseres Hauses - es liegt nur 200 Meter von der Altenau entfernt am Südhang - bis zur Dorfmitte. Zunächst kamen wir an zum Teil längeren Pfützen im Bachbett vorbei, die sich durch aus den Talhängen abfließendem Regenwasser gebildet hatten. Möglicherweise gibt es auch kleine Quellen im Bachbett. Für Clara jedenfalls gab es viel zu erschnuppern, denn hier laufen oft Dorfbewohner mit ihren Hunden vorbei.
Eine uralte Weide ist meine Augenweide: Einer ihrer Äste windet sich imposant über den Bach. Sie war markiert, gefällt zu werden. Traurig.
An der Stelle, wo die Pötte - der Ablaufbach unseres Quellteiches - in das Altenaubett mündet, lief Clara zum Ufer herunter.
Bei diesem kleinen Spaziergang beließ ich es. Ich wollte nicht autofahren, denn die Forst- und Landwirtschaftwege waren immer noch mehr oder weniger bedeckt mit Glatteis.
Freitag, Januar 16, 2026
Wetterwechsel bringt Glatteis
Nachmittags rang ich mich dazu durch, mit Clara auf den Querhang des Nordhangs vom Altenautal zu fahren. Wieder Nebel.
Erst einmal dort freute ich mich. Die Köpfe der Windräder waren im Nebel verschwunden. Clara rannte gut gelaunt herum. Sie ist unempfindlich gegenüber dem, was wir "Schlechtes Wetter" nennen. Eine vernünftige, ja weise Haltung :-) Wir spazierten bis zur Uraltweide. Seit über 30 Jahren, die wir hier wohnen. läßt sich Jahr für Jahr ihr weiteres Auseinanderbrechen beobachten. Und trotzdem lebt sie in manchen Ästen immer noch.
Zu meiner Überraschung lief Clara auf die Wiese unter der zerbrochenen Weide und warf sich auf den Rücken, um sich vor Freude auf den eisumrandeten Grasbüscheln zu räkeln :-)
![]() Das nebelig-nieselige Wetter zwischen -2 und +2 Grad brachte Glatteis. Die asphaltierten Forst- und Landwirtschaftswege waren nicht gesalzen und somit unbefahrbar. Ich war auf die wenigen Wanderwege angewiesen, die direkt an den Landstraßen begannen.
Der mittlere Grasstreifen des Weges war völlig rutschfest. Aber das Schottergestein am Miniparkplatz und in den Fahrspuren war leicht rutschig. Eine gespensterhafte Stimmung, nur das Moos strahlte in grüner Vitalität. Nach 10 Minuten gingen wir zum Auto zurück, ich befürchtete weitergehende Vereisung. ![]() In den letzten Tagen von 2025 herrschte bei uns in Ostwestfalen fast durchgehend Glatteis. An einem dieser Tage zeigte sich die Sonne für eine Weile. Sie taute und trocknete die Asphaltwege von Glatteis frei, so konnte ich zur Edeka in Lichtenau durch die Hegge fahren. Ich nahm Clara mit. An einem unserer Lieblingsquerwege, auf dessen Rändern noch der Belag aus geschreddertem Holz lag, der für die Messe der Forstwirtschaft im Herbst dort verteilt worden war, hielt ich für einen kleinen Spaziergang an.
Ich ging am Waldsaum entlang. Der frühmorgendliche Reif war in den Fichten zu Wassertropfen getaut, die am Ende der Nadelzweige hingen und das Sonnenlicht wundervoll als blitzende Strahlpünktchen reflektierten.
Clara wußte durch meinen Einkaufskorb im Auto, daß sie keinen Abenteuer-Spaziergang vor sich hatte. Sie stapfte leicht lustlos (oder enttäuscht?) über die trockenen und weichen Teppiche aus geschreddertem Holz. Wir gingen bald zum Auto zurück, Clara widersprach mir nicht. Sie zeigt sich nur selten eigen- bis widerwillig. Naja, das ist ja auch nicht nötig, wenn man wie sie verwöhnt wird ;-)
Dienstag, Januar 13, 2026
Kristalle aus Raureif, Clara spaziert im kalten Quellbach und ein Himmelsbesen :-)
Vom Steilhang waren erneut alte Bäumen abgerutscht. Sie hatten den Bach und den Weg daneben überlagert und waren säuberlich zerteilt und beiseite geschoben worden.
Die Gräser und Kräuter auf dem Boden waren mit feinen Eiskristallen umkränzt. Sie brachen immer wieder für Augenblicke das Licht wie Diamanten, bevor sie in der Sonne schmolzen. Zauberhaft und wunderschön.
![]() Am 2. Weihnachtstag fuhr ich mit Clara zum Quellbachtal der Altenau bei Blankenrode. Nach dem trockenen Bachbett der Sauer wollte sehen, wie ein ein kleiner, fließender Bach sich bei diesem sonnigen Frostwetter umformt. Bei der Buche mit ihrer schön ausgeprägten Feenbrücke kann man leicht in den Wiesengrund runtergehen. Je näher man dem Quellbach kommt, um so sumpfiger wird sie allerdings. Aber es herrschte Frost, also stapften wir zwischen Sumpfgras auf festem Boden voran. Aber schon nach vielleicht 5 Metern warf sich Clara auf den Rücken und rollte sich grunzend vor Freude auf den eisbedeckten Grasbüscheln herum. Sie war ganz ihr Jetzt. Ich schmunzelte.
Ich ging vorsichtig über Löcher und Huckel weiter zum Quellbach. Clara schnupperte noch herum. Und dann warf sie sich zu einer zweiten Roll- und Rutschenrunde auf ihren Rücken. Ich setzte mich auf mein Höckerchen und sah ihr voll Freude zu :-))
Am Ufer des schmalen Quellbachs mußte ich mich durch trockenes Schilf schlagen. Clara überholte mich, hatte einen Wildwechsel entdeckt und stand am munter fließenden Bächlein. Sie ging zu meinem Erstaunen rein! Ging wie selbstverständlich einige Meter darin bachaufwärts!
Dann beschloß sie zu mir auf meine Uferseite zurück zu kommen - suchte gar nicht erst eine schilffreie Stelle, sondern brach sich nach Bulldogart dadurch hoch :-) Ich weiß oft nicht, wann und warum sie manchmal Lust auf Wasser hat. Vielleicht einfach nur Abenteuertum oder gute Laune. Langsam wurde es dunkler und die Schatten noch länger. Ich beschloß nach Hause zu fahren. Über unserem Dorf bewegte sich eine seltsame Wolke: tatsächlich wie von einem Hexenbesen war der Himmel blank geputzt!
Nur im Licht der untergehenden Sonne leuchteten Wolken rotgold tief am Horizont.
Samstag, Januar 10, 2026
Ab Weihnachten wurden die Tage sonnig :-)
![]() Ab dem 24. Dezember wurden die Tage noch kälter und der Himmel zeigte sich blau, die Sonne tauchte das Land in strahlendes Licht. Welche Freude :-) Ich suchte mir meine alten Jagdhandschuhe im Keller heraus. Sie haben nicht nur ein Fäustlingsteil, das man über die Fingerlinge ziehen kann. Der rechte Zeigefingerling hat eine Schlitz am obersten Glied: für den Schießfinger, um sicher zu treffen! Um bei wirklich kaltem Wetter gut fotografieren zu können, kann man so mit dem "Schießfinger" das Handy mit seinem Fingerabdruck bequem und in Wärme einschalten - zum Fotoschießen :-)
Diese Handschuhe sind circa 55 Jahre alt und ich habe sie irgendwann mal an zwei Stellen gestopft; ich nutze sie bei deulichen Minusgraden. In diesem herrlich strahlendem Weihnachtswetter fuhr ich mit Clara am Nachmittag des Heiligabend zum nahe gelegenen Fercheltal.
Unsere Welt war nicht mehr naßdüster, sie war genau an Weihnachten wieder hell und trocken geworden. Das tat auch meinem geschädigten Rücken gut :-). Ich ging mit Clara den ganzen Weg bis auf die in der Sonne liegenden Höhe.
Oben stapften wir ein Stück über die in Büscheln überwinternden Weidengräser. Clara hüpfte gut gelaunt herum - und warf sich ins Gras, rollte und rutschte selig auf dem Rücken darin herum.
Die Sonnenschein auf dem Bauch schenkte ihr offensichtlich Freude :-)
Mittwoch, Januar 7, 2026
Nebel, Kälte, und ein amerikanischer Nikolaus für Clara
Von den drei Wegen nahmen wir den relativ festgrundigen durch einen Wald, der mit Fichten und Birken noch Reste der typischen borealen Vegetation zeigt.
Im Wald hob sich meine Stimmung. Wie immer faszinierten mich die so verschiedenen Ausprägungen auch kleinster Biotop-Flecken. Die Natur ist eine Künstlerin :-)
Wir blieben auf dem Weg, denn der Waldboden war ganz uneben. Ich wollte nicht stolpern. Clara zeigte auch kein Interesse sich wie ein Urhund zu fühlen :-)
![]() Das Wetter wurde trockener und kälter. Am kürzesten Tag des Jahres (21.12.) gelang mir ein düster-feuriges Foto des Sonnenuntergangs. Meine Freundin Udalrike Hamelmann war von einem Kurzbesuch aus den USA zum traditionellen Truthahn-Erntedankfest bei ihrer Tochter zurück. Sie hatte Clara einen amerikanischen Santa Claus als Hundespielzeug mitgebracht. Clara schleppte ihn gleich aufs Bett und ließ nicht mehr von ihm ab. Stu bemerkte spöttisch: man sieht an seiner Figur, daß er aus den USA ist ;-))
Am nächsten Tag herrschten Frost und scharfer Wind. Ich fuhr mit Clara nur die drei Kilometer bis zur Sauer in Atteln. Das Bachbett und das Wasserrückhaltebecken waren knochentrocken. Die kahle, kalte Natur lud uns nicht wirklich zu sich ein. Ich hoffte auf Schnee, am liebsten bei Sonne.
Sonntag, Januar 4, 2026
Im Tal der Dicken Buche, auf dem Blissenberg und "Clara Sturkopf"
Die Nachmittagssonne stand so tief, daß man sie im Tal nicht mehr sah. Die Äste der Bäume auf der Steilkante wirkten wie riesige Scherenschnitte. Clara lief ein wenig rum, aber nicht so begeistert wie beim Einfangen eines zweiten Rudelmitgliedes. Als wir nach einer Stunde zurück über die Hochebene nach Hause fuhren, erlebten wir einen grandiosen Sonnenuntergang :-)
![]() Am nächsten Tag fuhren wir wieder zum Blissenberg, auf dessen weiten Wiesen sie vor einigen Tagen (Beitrag 22.12.25), vor Freude ausgerastet war. Diesmal nahmen wir Gaby mit und nahmen den kurzen Weg über die Weiden zum Steilhang. Dann gingen wir entlang des dortigen Waldrands weiter.
Clara rannte gut gelaunt zwischen Gaby und mir hin und her, aber im Laub rollte sie sich diesmal nicht rum. Im Gras auch nicht. Vielleicht lag es am Wetter :-)
![]() Am nächsten Tag, als wir sie mittags in den Garten gelassen hatte, weigerte sie sich wieder ins Haus zu kommen! Stu versuchte es in allen Tonlagen von freundlich bis autoritär - ohne Erfolg! Dann rief er mich um Hilfe. Ich versuchte es genauso erfolglos...
Sie stand bewegungslos frontal vor mir, mich ohne mit den Augen zu blinzeln fixierend. Als ich einen Schritt auf sie zuging sprang sie den Kopf hochwerfend im Halbkreis - zum Spiel lockend - beiseite. Klar, sie wollte nicht zu mir ins Haus, sondern ich sollte zu ihr in den Garten kommen! Action war angesagt! Ich gab auf und schloß die Terrassentür, weil es draßen ziemlich kalt war. Nach 10 Minuten ein erneuter Versuch, nach 30 Minuten wieder einer: Clara blieb mich stur anstarrend wie gemeißelt stehen! Ok, ich gab auf und rief "Clara kommt mit". Sie sprang ins Haus, Schwänzchen hoch erhoben und ging gleich zur Vordertür. Ich zog meinen Parka an, sie tanzte so glückselig um mich herum, daß ich kaum ihr kaum ihr Halsband umlegen konnte. Ich vermute Teil ihrer Freude war auch ihr Erfolg, sich durchgesetzt zu haben. Stu und ich lachten. Irgendwie bezauberte uns ihr Bulldog-Sturkopf - sie ist ihre eigene Persönlichkeit :-) Ich fuhr mit ihr zum flachen Wiesental bei Böddeken.
Sie lief über die Wiesen zum Bachbett an der hinteren Steilwand des Tals. In diesem Bach hatte ich noch nie Wasser gesehen. Abgerutschte Bäume und abgebrochenes Astwerk lagen kreuz und quer im breiten Grund. Ein Absteigen war nicht drin. Wir spazierten am Baumsaum des Bauchbettes weiter.
Clara lief zu meiner Überraschung nicht besonders ausgelassen auf der Wiese herum. Sie war zufrieden einfach nur unterwegs zu sein :-)
Donnerstag, Januar 1, 2026
Ein glückliches Neues Jahr - und ein leuchtender Wald
![]() Clara und ich nahmen Gaby an einem strahlenden Dezembertag mit in den Bürener Wald zu einer "Naturwaldzone". Wie starteten bei den "Drei Kreuzen", worum sich eine mittelalterliche Legende rankt.
Die tiefstehende Mittagssonne ließ das Braun des Laubs wie frisch geputzte Bronze leuchten und das nasse Moos strahlte sein Grün regelrecht aus. Die bemoosten Stämme vieler Alter Eichen bedeckten viel Waldboden. Nur wenige waren gestürzt und mit ihrem Wurzelteller verbunden. Die meisten waren gefällt und dann liegen gelassen worden, wahrscheinlich um die Entwicklungszeit hin zu einem Naturwald zu verkürzen.
Das Licht wirkte in dieser Mittagsstunde ganz besonders. Ein Wald kann düster und unheimlich wirken, aber in dieser Stunde erschienen manche seiner Gestalten als leuchteten sie still und friedlich aus sich selbst heraus.
Ich brauchte wie üblich meine Sitzpausen wegen meines Rückenschadens. Gaby ging weiter, Clara wartete bei mir bis Gaby sich umdrehte und ich sie aufforderte "Hol Gaby !" Dann rannte sie los, das zu tun :-)
Als der Weg schlammig wurde, kehrten wir um. Zu dieser weiträumigen "Naturwaldzone" werde ich noch häufiger fahren :-)
Fortsetzung HIER!
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Cornelia
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