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Archiv: Beiträge 2026

Clara


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Samstag, Mai 16, 2026

Im Nordholz und im Tal der Alten Buche


Anfang Mai, der Tag wurde sonnig. Ich führ mit Clara zum Norholz. Trecker hatten einen Zugang in einen noch jungen Buchenforst geschaffen. Einige ältere Buchen waren von den Waldarbeitern stehen gelassen worden - so konnten wir uns in einem Wald fühlen.

Wir genossen die frische Waldluft. Clara rannte gut gelaunt vor. Sie sah aber alle paar Meter zurück um sicher zu sein, daß ich ihr noch folgte. Wenn ich auf meinem Höckerchen eine Pause machte, blieb sie stehen und schupperte solange am Wegrand rum. Sie wirkte sehr angeregt von den Gerüchen dort ;-)

Es war eine glückliche Stunde bei Vogelgesang und Krähengezanke als Contrapunkt.

Am nächsten Tag war das Wetter etwas kühler, aber immer noch angenehm. Ich fuhr mit Clara zum Tal der Alten Buche. Der Grund des Tals ist mit wildem, hoch wachsendem Gras bedeckt.

Beim Herumstreifen staunte ich wieder einmal über die Vielfalt der Gräser.

Bis zum letzten Jahr brachte ein Schäfer immer wieder mal seine Herde ins Tal. Sie hielten das Gras kurz. Aber immer mehr Schäfer geben auf, da es sich wirtschaftlich kaum lohnt. Daß hier das Gras jetzt so hoch wächst, ist diesem Umstand zu verdanken.

Dieses romantische kleine Tal hat viel seines Zaubers zurückgewonnen, seit der Kahlschlag des Hanges vor ein paar Jahren nicht mehr ins Auge fällt.

Clara beschnupperte einmal Sauerampfer, was mich erstaunte. Aber ihr Riechhirn bleibt ihr Geheimnis :-)


Mittwoch, Mai 13, 2026

Im Wiesental der Sauer


Der Mai wird vielfach als der Wonnemonat beschrieben. Das Wiesental der Sauer kann im Mai tatsächlich Wonnegefühle erwecken. Entzücken, Wohlbefinden, Freude.

Ich fuhr mit Clara zum Feuchtwiesental der trocken gefallenen Sauer bei Ebbinghausen. Wir pausierten bei den höhen Hängen zugewachsen mit Bärlauch. Bald wird er blühen und die Hänge in Sternenzauber einhüllen.

Das Sauerbett schlängelt sich durch das sanfte Tal. In den Wiesen dominierte der gelbe Löwenzahn. Sie war noch nicht gemäht worden: Clara pflügte sich durch das hohe Gras. Es machte ihr Spaß :-)

Nach einiger Zeit machte die Sauer einen scharfen Bogen, und dort steht auf dem Bachgrund eine alte Weide. Wir stiegen ins tiefe Bachbett runter. Das Wasser hatte sich unten im Stamm der Weide einen Durchfluß geschaffen! An den vergibten Gräsern im Geäst der Weide sah man, wie erstaunlich hoch das Wasser der Sauer steigen kann.

Während ich einige Pflanzen fotografierte nutzte Clara das Bachbett zum Rauf- und Runterrennen. Sie liebt das :-)

Nun wollte auch ich einfach durch die duftenden Wiesen streifen. Ich stieg aus dem Bachbett hoch, Clara folgte mir unternehmungslustig :-)

Vom Wiesenschaumkraut sammelte ich eine Portion für die Salatsauce. Es schmeckt zart süß und ein enig nach Senf. Eine kulinarische Delikatesse und optisch eine Zierde der Tafel :-)

Wir stöberten eine Weile ziellos-glücklich durch die weiten Wiesen. Dann ging es zurück nach Hause.


Sonntag, Mai 10, 2026

Auf besonders schönen Pfaden an der

Altenau und am Schnittwasser


Ende April war der gesamze Wald zart ergrünt. Diese große Vielfalt an Grüntönen sieht man nur im Frühling. Ich fuhr mit Clara zum renaturierten Teilstück der Altenau hinter Husen. Auf dem schmalen Pfad auf halber Höhe der Talwand folgten wir der sich windenden, herrlich in der Sonne glänzenden Altenau eine Weile.

Vor der Altenaubrücke biegt dieser versteckte Pfad vom asphaltiereten Hauptweg nach oben ab. Clara rannte vor um gar nicht erst die Idee hochkommen zu lassen, auf dem "langweiligeren" Hauptweg weiter zu gehen ;-)

Ich hatte versäumt die im März wachsenden Prachtbecherlinge zu bewundern, die an einer Wasserrinne ins Schmittwasser leben. Siehe Beitrag 7. 4. 2025.

Schmitt war der Müller, der diesem Teil des Glasebachs den Namen gab. Die alte Mühle ist heute ein ein Gehöft, wo u.A. Wasserbüffel gehalten werden, die man im Sommer auf der weitläufigen Wiese beobachten kann. Ich fuhr mit Clara hin in der vagen Hoffnung, noch einen der knallroten Prachtbecherlinge bestaunen zu können. Aber ihre Saison war definitiv vorbei!

Das Rinnsal sah auch für Clara nicht gerade einladend aus. Ich warf trotzdem ein Leckerli rein um zu testen ob Clara es im Wasser finden würde. Sie ging am Rande einen Schritt rein, aber dann eher ziellos rumschnüffend wieder raus. Um erschnüffelt zu werden, müßte es sich wohl erst auflösen.

Clara kam mit schwarzen Pfoten und einem schwarzen Schlammkinn zu mir. Beim Weitergehen und Grasschnüffeln wurde sie ziemlich schnell wieder sauber :-)

Wir kamen an Inseln von Waldmeister vorbei, der jetzt schon schwach dufteten. Ich liebe seinen Geruch. Sauerampfer gab es hier auch reichlich.

Vor einer Holzbrücke hat das Schmittwasser eine gute Badestelle: der Grund ist aus Sand und Gestein, das Wasser reicht Clara in der Regel nur bis zum Bauch - so liebt sie es :-). Nach ihrem kurzen Wasserspaß gingen wir wieder zurück.


Donnerstag, Mai 7, 2026

Durch Frühlingswald und über

Frühlingswiesen


Der Heggeweg war gesperrt, also nahm ich den Talweg nach Lichtenau. Mein Ziel war unser kleiner Streifen Lieblings-Naturwald beim Eselsbett hinter Lichtenau.

Wir kamen zunächst hinter Husen an einem Waldweg vorbei - ich beschloß hier einen ersten Halt zu machen. Clara stürmte gleich los.

Das Waldinnere sah allerdings nicht wirklich einladend aus. Viel Bruchholz und gefällte Stämme lagen kreuz und quer herum. Wir gingen bald zurück und fuhren weiter zum Eselsbett.

In diesem Waldstück stehen alte Bäume, die Individualisten sind. Und es gibt Platz unter ihnen. Mich beeindruckte besonder einer, der eine Schlange als Vorbild gewählt hatte ;-) Ich warf Clara Leckerli ins Laub, sie liebt das "Such"-Spiel.

Ich schaue Clara gerne zu, wenn sie fast wie ein Bärchen über Stämme springt. Aber sie springt in der Regel nur, wenn eine Drunterherkriechen oder Drübersteigen nicht geht. Auf einen dicken Stamm legte ich ein Leckerli und wartete ab, was sie tun würde.

Wir schlenderten noch ein wenig im Wald rum, dann fuhren wir zufrieden nach Hause.

Am nächsten Tag hatte ich größere Rückenprobleme als gewöhnlich. Ich fuhr Clara zu den Wiesen auf der Hegge und beobachtete sie nur, wie auf die Pirsch ging ;-)

Am Folgetag blieb ich zuhause. Clara, Stu und ich lümmelten uns auf dem Sofa rum.

Gegen Abend dann stellte sie sich vor mich, wackelte mit dem Schwänzchen und bellte mich in kurzem Befehlston an! Klar, ich sollte auf allen Vieren auf den Teppich mit ihr kämpfen. Ich gehorchte, ich schuldete ihr einen Ersatz für den ausgefallenen Ausflug :-)


Montag, Mai 4, 2026

Rapsfelder, Löwenzahnwiesen und Auwald


Die Rapsfelder standen im Höhepunkt ihre grell leuchtenden Blüte. Die Löwenzahnblüte auf Wiesen und Feldrainen begann sich langsam in Pusteblumen zu verwandeln. Ich fuhr mit Clara durch das Flauertwetetal bis zum Wald.

Hier grasten die ersten Rinder auf den saftigen Weiden. Und eine "bunte" Schafherde mit ihren Lämmern sahen wir: braune, weiße, schwarze und schwarze mit weißen Schwanz- und Beinenden.

Wir bis zum Wald auf der Höhe. Die Blätter der Buchen und Birken wuchen sichtbar jeden Tag. Bald würden kaum noch Lichtstrahlen den Waldboden berühren.

Der Wald war hier an manchen Stellen noch urig. Clara liebt solchen ursprünglichen Wald genau wie ich :-). Sturmschaden war liegen gelassen worden. Eine wunderbare Chance für Kleintiere einen Schlaf- oder Brutplatz zu finden.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zum Auwaldgebiet an der jungen Altenau. Der Wasserstand würde wegen des weitgehend trockenen Aprilwetters nur mäßig hoch sein.

Ich suchte mir einen möglichst trockenen Weg bis zu den Wasserinseln entlang der Altenau. Die ganz verschiedenen Gräser und Sumpfpflanzen waren meine Wegweiser.

Clara war zu einer der Wassersenken gelaufen und ging forsch hinein: sie sackte auf der Stelle bis zum Bauch ein, blieb aber völlig gelassen. "Das liegt ja noch ganz im Rahmen einer angenehmen Wasserhöhe", schien sie zu denken.

Sie stapfte ein wenig im Wasser herum und kam dann bis zum Bauch von einer schwarzen Erdhüllle überzogen an Land. Sie spazierte schnüffelnd ein wenig herum und ging an einer anderen Stelle wieder hinein. :-)

Ich überlegte, wie ich sie wieder sauber bekommen würde. Zuhause im Keller unter der Dusche? Wenig verlockend, da sie dann zuerst wieder passiven Widerstand zeigen würde. Ich beschloß zu ihrer Badestelle an der Husener Altenau zu fahren und sie dort sich selbst säubern zu lassen!

Sie ging einmal rein, kam aber schon bald wieder raus. Sie war noch nicht ganz sauber gewaschen, aber sie wollte nicht mehr rein ins Wasser. Je mehr ich drängte, um so sturer wurde sie. Mein Gesicht sah sicher nicht nach Spielen aus - das machte sie mißtrauisch.

Naja, weitgehend sauber reichte auch. Wir fuhren nach Hause. Sie legte sich gleich wohlig grunzend zu einem Schläfchen hin :-)


Samstag, Mai 1, 2026

Rapsfelder neben ergrünenden Wäldern


Im Wald zeigten die jungen, noch kleinen Buchen an allen Zweigen ihr zartes Grün. Und die älteren, großen Buchen holten auf: sie hatten inzwischen das für den Blattwuchs nötige Wasser in ihre hohen Kronen gepumt. Sie zeigten erste grüne Blatttriebe. Ich fand das Ende April etwas spät in diesem Jahr.

Ich fuhr mit Clara auf den Attelner Mittelberg. Dort oben grenzten Rapsfelder an den bis zum Tal abfallenden Buchenwald.

Es war Mitte April, der Wald war noch lichtdurchflutet, Anemonen sonnten sich immer noch. An feuchten Stellen hatten sich weiße und lila Lerchensporne breit gemacht.

Die Felder wurden weiträumig vom grellen Gelb des Raps beherrscht. Clara würde von sich aus nicht hinein gehen. Nun, der intensive Geruch des Raps war auch für mich nicht anziehend. Ich lockte sie erfolgreich durch´s Reinwerfen kleiner Leckerlis hinein - klar, Futter ist begehrenswert, egal wie die Umstände sind ;-)

Am nächsten Tag zogen immer wieder dunkle Wolken über den Himmel. Ich hoffte nicht wieder in Hagel zu geraten - wir gerieten nicht mal in Regen :-)

Wir spazierten beim Husener Feriendorf über die Hegge. Der Heggeweg war wegen Straßenbauarbeiten gesperrt. Clara fand deren brummenden Maschinenkrach besorgniserregend. Sie machte mir deutlich klar, daß wir besser in den schützenden Wald hinein gehen würden :-)

Als Clara alles erkundet hatte, warf einige kleine Leckerlis ins Laub. Eines fand sie nicht - beziehungweise sie gab auf, sah mich an und meinte "Wirf ein neues!" :-)

Wir durchstöberten den lichten Teil des Waldes und entdeckten einen abenteuerlichen Hochsitz. Die Leiter schien solide gebunden - aber durch das grobe Sitzgitter aus ein paar Ästen würde wirklich jeder durchfallen!

Ein dunkle Wolkenbank näherte sich uns bedrohlich. Nach den Hagel-Erfahrungen vor ein paar Tagen beschlossen wir rechtzeitig umzukehren.


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Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen mehr als 50 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)"

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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