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Archiv: Beiträge 2026
Clara
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Montag, August 28, 2026
Die renaturierte Altenau in Henglarn
Clara rannte nach den Steilufern gleich los ins Wasser. Ich folgte ihr, wechselte in Wassersandalen - und balancierte vorsichtig auf den Steinen im Wasser auf sie zu.
Fasziniert betrachtete ich eine alte Weide bachaufwärts. Sie streckte einen ihrer dicken Äste wie einen Drachen über den Bach. Das letzte Stück zum "Drachen" mußte ich wieder durch Wasser gehen. Langsam und vorsichig schaffte ich es ohne auszurutschen.
Clara war an meiner Seite geblieben. Direkt hinter dem "Drachen" war ein tiefes Loch im Bachbett. Wir kehrten deshalb um, nachdem ich genug fotografiert hatte ;-). Wieder an Land und zurück auf dem Parkweg machte sich Clara über das satte Gras her.
Nicht nur Clara, auch ich war durch das kalte Bachwasser gut abgekühlt :-)
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Freitag, August 25, 2026
Die Altenau zwischen Husen und Henglarn
Wir spazierten dann bachaufwärts. Das Ufer war so zugewuchert, daß wir das Plätschern zwar gut hörten, aber keinen Blick auf Wasser hatten.
Wir gingen deshalb bald zurück zu Claras Badestelle am Steg. Eine Weide hatte hier einen mächtigen Ast verloren, er war knapp hinter dem Picknickplatz herunter gekracht. Ich zog meine Wassersandalen an, weil ich mir das näher ansehen wollte. Der abgebrochene Teilstamm war hohl gefault. Klar, das war die Bruchursache; einen Sturm hatten wir ja nicht gehabt.
Ich dachte es wäre schön für Clara, wenn ich mit ihr wasserwandern würde - ein klein wenig, weil ich mit meinem Rückenproblemen längst nicht mehr so sicher auf den Beinen wie früher bin.
Die Rückfahrt unterbrachen wir an der Attelner Brücke direkt neben der Bachschwinde (Schwalgloch) der Altenau. Alles Wasser vom Boden verschluckt und das Springkraut am Ufer schlaff vom Wassermangel!
Das nächste Dorf bachabwärts ist unser Heimatdorf Henglarn mit seinem Quellteich. Wir spazierten auch noch an ihm entlang. Das Quellwasser genügte, um die Altenau wieder fließen zu lassen :-)
Dienstag, August 22, 2026
Ein schöner Abendhimmel - Gutes Essen im Gartenlokal - An der Alme in Wewelsburg
Der Weg führte an Kornfeldern vorbei in den Wald. Er war geäumt, wie früher üblich, von Apfel - und Zwetschgenbäumen. Es lagen viele klein und grüne Äpfel auf dem Weg; Clara schnupperte nicht mal daran, was bei ihrer Vorliebe für Äpfel etwas heißt. Nun, wegen des bisherigen Regenmangels wunderte mich das frühe Abwerfen noch saurer Äpfel nicht.
Ich war überrascht und freute nich riesig, als ich plötzlich einen Sonnenuntergang vor mir sah. Eine Spalte war in der Wolkendecke direkt oberhalb der Waldkante aufgerissen: Aus meiner Perspektive genau vor dem hinter den Bäumen untergehenden Sonnenball!
Wir gingen von der Waldkante aus wieder zurück. Clara war gut gelaunt, sie warf sich direkt neben mir ins weiche Grasbett und rollte herum. Sie hatte aus ihrer Sicht genug gerollt, als ich die Kamera endlich auf Nahaufnahme eingestellt hatte. Nun, ein Versuch war es wert, ich sagte "Weiter!". Und sie warf sich hin und rollte sich tatsächlich noch einmal an derselben Stelle direkt neben mir ;-)
Wir fuhren nach Hause weiter runter ins Tal. Die Wolkendecke war schwerer und dunkler geworden. Es würde bald regnen und vielleicht gewittern. Ja, und da sah ich wieder ein Wolkenloch, diesmal ein wirklich kleines. Die Sonne lugte daraus auf uns herunter - als würde sie uns zublinzeln ;-)
Das Gewitter streifte unser Gebiet: ein einzelner Donner und etwas Regen. Aber ich habe wirklich keinen Grund insgesamt nicht dankbar zu sein :-)
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Also fuhren wir Richtung "Weg-von-Paderborn" nach Dalheim ins "Gasthaus am Königsweg", es hatte immerhin auf. Das Lokal ist nur wochenends in Betrieb und ist dann meist voll ausgebucht - aber diesmal hatte Libori für viele freie Tische gesorgt. Das Essen schmeckte (auch Clara ;-) wie immer richtig lecker und ein entspannter Spaziergang durch den kleinen Park des Gasthauses tat uns Dreien anschließend gut.
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In unseren 25 Fliegerjahren, die wir vor 20 Jahren beendeten, war das noch anders. Sonntags, wenn gutes Wetter war, flogen viele Piloten (PPL) ihre Runden oder auf eine der Nordseeinseln. Unsere Lieblingsinsel war Juist. Stu und ich schwärmte in Erinnerungen an unsere Abenteuer-Jahre. Auf dem Rückweg von der "Hangar Air" fuhren wir über Wewelsburg an der Alme.
Das Bachbett war leer, sogar knochentrocken. Clara stakste über die Steine, es wirkte als würde sie nach dem Wasser Ausschau halten ;-) Für einen Spaziergang war es uns Dreien zu warm. Die beste Wahl war direkt nach Zuhause zu fahren.
Samstag, August 19, 2026
Sehr schöner Weg durch alten und sich neu entwickelten Mischwald
Unweit des alten Bahndamms in der Nähe von Asseln steht unter einer alten Eiche ein Picknicktisch aus einer alten Steinplatte, sehr idyllisch (und schattig!).
Wir folgten von hier einem wirklich wunderschönen Waldweg durch einen manchmal alt, manchmal jung wirkenden Mischwald. Nur Vögel hörten wir in der abgelegenen Stille dort.
Clara untersuchte manche Duftspuren intensiver. Hier wird es reichlich Wild geben. Naja, sie würde zu dessen Schreck es zum Spielen auffordern ;-)
Der Wald war hier nicht durch Brombeerhecken abgeriegelt. An einer Stelle war der Boden eben und wir gingen, ich teilweise gebückt, ein wenig hinein.
Das Weideröschen und die Flockenblume dominierten hier die lichten Stellen. Ein Paradies für die Waldhummeln :-). Und nicht unwichtig: Keine Zecke belästigte uns!
Zu diesem so schönen, stillen Waldweg würde ich wiederkommen. Gaby wäre bestimmt begeistert, hier bei einem unserer gemeinsamen Spaziergänge mit uns zu picknicken. Ich beschloß die Rückfahrt über das alte Moortal "Eselsbett" zu machen. Ich hatte am Tag zuvor, wie im vorigen Beitrag geschrieben, den mittleren Höhenweg des nur ganz sanft ansteigenden Hanges gewählt. Diesmal nahm ich den etwas höheren, um an der Quelle des Moorbachs vorbei zu kommen. Die Quelle spendete Wasser, war aber nicht direkt einsehbar. Ich ließ Clara aus dem Auto raus, aber sie war nicht von dem Stacheldraht und den Kühen dahinter begeistert ;-). Wir fuhren nach Hause. Abends hatte ich Lust zum Sonnenuntergang noch einmal raus zu gehen. Der Höhenweg hinter unserem Haus führt strikt nach Westen und schenkt freie Sicht. Er ist also gut geeignet dies magisch anmutende Schauspiel zu beobachten.
Mittwoch, August 16, 2026
Spaziergang bei Zwielicht - Entlang eines traurigen Fichtenforstes - Eine charmante Bierwerbung
Clara frißt Queckengras, das zu den Süßgräser gehört, wie man sieht echt gerne. Hunde fressen es zur Darmreinigung von Würmern. Aus Instinkt: deshalb auch dann, wenn sie wurmfrei sind.
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Unschlüssig welchen Wanderweg ich mit Clara gehen sollte, bog ich kurz endlich entschlossen in einen Forstweg am Nonnenbusch ein. Auf der einen Seite hatten wir einen Fichtenforst, auf der anderen eine Wildnis verschiedenster junger Bäume auf einen älteren Kahlschlaggebiet.
An einer alten Treckerspur war es möglich in den Forst hinein zu gehen. Ich wollte es versuchen. Clara ist gehorsam, zeigt aber deutlich, wenn sie meine Aufforderung für unvernünftig hält. So auch hier.
Wir gingen weiter auf dem schnurgeraden Forstweg. Die Wildblumen an den Wegrändern waren manchmal größer als ich selbst; in ihrer Üppigkeit dufteten sie würzig und süß. In den Jungwald an der anderen Wegseite war kein Eindringen - ohne Machete - möglich.
Clara schnupperte rum, aber ohne Begeisterung: Kein Laubbett zum Rumrollen und auch sonst nichts los....
Ich freute mich wenigstens über die Blumenpracht. Clara sprang für die Rückfahrt gut gelaunt ins Auto. Zuhause würde es Futter geben! ![]()
Freunde aus unserer Motorradgruppe waren in Schweden unterwegs. Dort hatten sie auch ziemlich heißes Wetter, wie sie zum Foto einer Bierdose schrieben, die sie in Göteborg entdeckten. Das Bier war gut - nicht nur, weil ein "Sleepy Bulldog" das Etikett zierte :-). Übrigens ist "Ale" immer ein obergäriges Bier. Google informiert dazu: Gotlands Bryggeri: Ursprünglich von der Ostseeinsel Gotland, hat die Brauerei ihre Bulldog-Serie (z.B. Sleepy Bulldog Pale Ale oder Brutal Bulldog Double IPA) landesweit bekannt gemacht." Der Bulldog wird nicht als brutal-stark (wie immer noch oft in Erinnerung an seine längst vergangene Zeit als Kampfhund) sondern als gutmütig-schläfrig und verdrießlich-träge karrikiert. Das kommt seiner heutigen Natur - liebevoll, lustig, klug, wachsam, neugierig, mutig, selbstbestimmt - schon näher. (Leider kann man es bei Amazon nicht bestellen ;-)
Sonntag, August 13, 2026
Ein Eichenwald mit jungem Fichtenunterholz!
Der Wald zeigte sich hier als für mich sehr ungewöhnlich heraus: Überwiegend hochgewachsene Eichen mit Fichtennachwuchs als Unterholz! Ich vermutete, daß diese sich von der nahen, gegenüberliegenden Talseite aus hier ausgesät hatten. Meist alte Buchen und Lärchen fanden sich immer wieder dazwischen eingestreut.
Der Wald war hier oben überhaupt nicht durch Brombeerhecken und anderes Gesträuch vor (menschlichen) Eindringlingen geschützt. Der Boden war steiniger und trockener als in den Tälern. Clara fand schnell einen weichen Laubplatz zum Rückenrollen :-)
Unter den Eichen wuchen im Halbschatten Büsche von Blaubeeren, die aber noch keine Beeren trugen. Einige ganz kleine, aber gereifte Brombeeren entdeckte ich an einer Wegkante.
Clara weiß, daß mir ihr genüßliches Rückenrollen und die folgenden Faßrollen Spaß machen. Sie freut sich mit, wenn ich es tue - und umgekehrt.
Ich hatte ihr, als sie aufstehen wollte, "Weiter" zugerufen und meinen ausgestreckten Arm in der Luft gedreht. Sie tat es unmittelbar. Dabei fiel mir ein, daß ich ihr dies Kommando bei dieser Bewegung vor Jahr und Tag einmal im Nordholz beigebracht hatte, Sie hatte es offensichtlich, anders als ich, nicht vergessen. Oder sie versteht infach intuitiv und situativ, was gemeint ist. Oder sie will uns beiden eine Freude machen. Sie stöberte ein wenig herum - und wiederholte das (gemeinsame) Spiel :-)
Der Sommer war fortgeschritten: wir sahen noch einen fast ganz verblühten Fingerhut, aber viel blühendes Johanniskraut, die Blume des Hochsommers. Einen pink leuchtenden Schimmer legten die Weideröschen über die Grasinseln am Wegrand.
Zurück fuhren wir den Talweg über Hardehausen. Hier am zur Zeit leeren Zufluß zum Schwarzbach leuchteten die Ebereschenbeeren orange über dem sonnengelben Johanniskraut. Ich ließ Clara kurz aussteigen, aber der Schlamm im Bachbett interessierte sie nicht. Den gestauten Fischteich des trockenen Zulaufs fotografierte ich nur aus dem Autofenster. Wir wollten nach Hause zu Stu.
Donnerstag, August 10, 2026
Rauf auf die Nordhöhe beim Piepenteich und zu der Holtheimer gespaltenen Esche
Gleich hinter der Abbiegung des Wanderweges von der Kreisstraße sah ich steil unten einen alten Holzunterstand mit Sitzbänken. Vom Weg aus gab es keinen Zugang, und später sah ich auch keinen auf der Wander- und Geländekarte. Schade.
Ich hatte den Pfad steiler in Erinnerung, als er tatsächlich war. Das Licht der späten Nachmittagssonne beleuchtete den Waldhang gegenüber. Ein schöner Anblick.
Auf der Höhe hatte der Wald der Landwirtschaft weichen müssen. Ein Feld voller strohiger Rapshalme, mit Disteln durchsetzt und von Brennesseln begrenzt lag vor uns. Clara schnupperte daran herum und sofort landeten zwei Zecken auf ihr. Wir machten kehrt und freuten uns erneut über das von Licht überflutete Grün des Waldes auf der gegenüber liegenden Talseite.
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Die Imkerin kocht, im Wesentlichen für sich privat, jedes Jahr Marmelade aus Wildkirschen, die an eingen alten Wegen dort aus ebenso alten, großen Bäumen gepflückt werden müssen. Die mühsame Ernte der wirklich kleinen, hoch in den Bäumen wachsenden Kirschen war vorbei, sie war so lieb mir drei Gläser dieser so wohlschmeckenden, hoch aromatischen Marmelade zu verkaufen :-).
Da ich Clara dabei hatte machte ich mit ihr anschließend einen Spaziergang zu einigen dieser Wildkirschenbäumen. Dann spazierten wir weiter zu der Esche, aus deren auf dem Boden liegenden, abgerissenen Rindenteil des Stammes in Höhe der früheren Krone sich die oberseitig weiterwachsenden Äste im Laufe der letzten Jahre zu Stämmchen entwickelt hatten.
Auf dem Rückweg pflückte ich mir noch eine Sonnenblume vom Feld für Zuhause. Stu freute sich darüber :-)
Montag, August 7, 2026
Auf dem Mittelberg bei Atteln und bei der alten Eiche am Dalheimer Piepenbach
Dieser Pfad war schön, aber nur sehr kurz: Er endete vor Brombeergestrüpp hinter einer Jagdkanzel. Also zurück! Ich überlegte auf der Rückfahrt nach einer Möglichkeit Ausschau zu halten, in den Wald selbst hineinzukommen. Wir entdeckten schnell einen Wildwechsel, der geeignet war.
Die größen Bäume waren vor längerer Zeit "geerntet" worden, was kleine Lichtungen geschaffen hatte. Und die übrigen Bäume hatten daduch genug Licht, um ihererseits hoch zu wachsen. Der Forst hatte dadurch Waldcharakter entwickelt mit Unter- Mittel- und Oberholz. Clara lief neugierig-aufmerksam herum. Es gefiel ihr hier offensichtlich. Und sie überraschte mich!
Vor Kurzem (Beitrag 19. Juli 26) hatte Clara am Ende ihrer Rollerei mein "Weiter" richig verstanden: sie rollte sich weiter. Ich hatte das für ein intuitives Verstehen meiner Aufforderung gehalten. Daß sie diese Aufforderung richtig verinnerlicht hatte, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war begeistert über ihre Lernbereitschaft und Lernfähigkeit :-)
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Der Weg zu ihr hin führt zunächst den Hang hoch durch Gras, junges Gebüsch und knapp mannshohe Brennesseln etwas oberhalb des Bachs her, der hier nur ein Rinnsal war. Mein Anglerhöckerchen nutzte ich zusammengeklappt dazu, mir diese Brennesseln weg von den nackten Armen zu halten. Clara hat es da leichter :-)
Die urigen Bäume auf der anderen Wegseite regten die Phantasie an: so kamen wir sogar an einem Lindwurm vorbei ;-). Auf der Höhe endete der Wald und wir konnten weit ins Tal sehen. Clara war allerdings mehr von dem weichen, grünen Grasteppich angetan :-)
Wir sahen die alte Eiche vor uns. Sie stand allein in den Wiesen wie ein Naturdenkmal. Vor fünf Jahren waren wir zum ersten Mal hier gewesen. Ihr dicker Seitenast war als neuer Ersatzstamm deutlich gewachsen. "Selbstverjüngung" hatte ich das damals genannt, siehe Beitrag vom 7.9.2021. Um die Eiche herum war die Wiese nicht gemäht worden. Wir mußten uns durch meterhohes Gras mit Riesen-Disteln und Rankenpflanzen durchsetzt einen Weg bahnen. Eine Ranke hatte meinen Fuß wie eine Falle umfaßt und ich fiel hin. Gottseidank aber in keine Disteln sondern weich gepolstert in trockenes Gras.
Auf dem Rückweg überraschte mich Clara böse: sie verschwand, als wir wieder nah am Bachrinnsal vorbei kamen! Ich sah und hörte sie nicht mehr! Ich rief sie wirkungslos über Minuten hinweg laut zurück. Mir blieb nichts anderes übrig als zu warten. Nach vielleicht fünf Minuten hörte ich sie jenseits des Bachbettes. Sie kam unter dem Stacheldrahtzaun im Gebüsch hervor. Offensichtlich hatte sie sich in den weiten, gemähten Talwiesen dahinter ausgetobt. Ich dachte nur, hoffentlich wird sie in ihrem Alter (8 Jahre) nicht noch ein Wildfang! Ich beschloss dann diese Episode als Ausdruck purer Freude an diesem Ausflug abzuhaken.
Dienstag, August 4, 2026
Ein wundervoller Waldweg durch´s Bachtal bei Kloster Böddeken
Der Weg wurde beidseitig von mannshohen Brennesseln gesäumt. Wir fanden aber bald einen Wildwechsel, durch den wir unbeschadet bis zum Bachbett gehen konnten. Es war am Grunde schlammig, was mich erstaunte. Denn von unseren Spaziergängen jenseits der Straße durch dies Tal wußte ich, dass hier außer bei ungewöhnlich starken Regenphasen nie Wasser fließt.
Der Wald war bachseitig unberünrt geblieben, forstwirtschaftlich genutzt wurde er nur an der anderen Seite den Hang hoch. Doch am Wegrand hatte man dort riesige, wirklich extrem hoch gewachsene Fichten und Laubbäume stehen gelassen. Nach schon vielleicht hundert Metern war ich bezaubert von diesem Weg :-)
Die erste Glockenblume im Wald hatte ich noch für eine einsame Schöne gehalten. Je weiter wir gingen, um so mehr begleiteten sie uns an den Wegrändern. Ich liebe blaue Blumen besonders, da schlägt mein Herz noch im Zeitgeist der Romantik: Sehnsucht, Naturverbundenheit, Individualismus.
Die Bäume hier und ihr Miteinander regen wohl fast jede Phantasie an. Jeder Perspektivenwechseln läßt wieder neue Assoziationen und Gefühle entstehen. Nicht von ungefähr Haben die Worte "Wald" und "Welt" den gleichen Ursprung.
Der Weg verlief die meiste Zeit nah bis ganz nah am Bachbett entlang. Es begeisterte mich seine Windungen, Verwerfungen und die Gestaltungskraft des Wassers zu verfolgen.
Wir kamen irgendwann zu einer bachseitigen Lichtung. Und natürlich stand dort versteckt am Rand eine Jagdkanzel. Naja, ich lasse dann doch lieber diese allen Spezies nützende Nahrungsbalance Jäger als die gleiche Anzahl Wölfe herstellen. Sonst müßte, wie in meinem Lieblingsland Alaska, jeder Wanderer mit einer Waffe über der Schulter oder mit einem bewaffneten Begleiter in den Wald gehen. Dazu leben hier, anders als in Alaska, viel zu viele Menschen.
Wir bummelten zurück die Schönheit, Stille und Vielfalt des Waldes sowie seine vitalisierende Luft genießend. Und last not least: Clara hatte keine einzige Zecke im Fell!
Samstag, August 1, 2026
Am Durchbruch der Sauer zwischen Ebbinghausen und Grundsteinheim
Mitte Juli, bei erstaunenswerter angenem kühler Temperatur, fuhr ich mit Clara wieder einmal dorthin. Sie fraß begeistert das Queckengras in den Wiesen. Und ich konnte von den Blumen und dem sanften Tal nicht genug Fotos machen ;-)
Ich ließ Clara über die gemähten Wiesen donnern. Weicher Boden, freie Sicht, sie liebtes es sich mit Tempo auszutoben :-). Sie hatte sich dabei zwei Zecken eingefangen, die aber noch auf ihrem Fell rumkrochen. Das war hinnehmbar....
Der Weg führt dann sanft aufwärts in Wald hinein. Kurt bevor es auf einem Trampelpfad wieder abwärts ging, war bei einer Fortsthütte war ein wenig Platz für große Bäume direkt am Steilabhang. Dort lag viel Laub - und Clara, was tut sie in weichem Laub?
Ich hatte immer Angst um sie, wenn sie ihren "Bodensport" so nah am Abgrund genoß. Diesmal hatte ich irgendwie Vertrauen in ihre Einschätzung der Lage und ihrer selbst - zu Recht. Ich dachte, möglicherweise freut sie sich sogar über solch eine Verschärfung des Spiels! Wir gingen weiter den Trampelpfad abwärts zum Talgrund. Hier hatte die Sauer sich einen Durchbruch durchs Kalkgestein geschaffen. Wir hatten erst einmal vor Jahren diesen Wegteil erkundet
Der Bachverlauf war hier unten an der Menge der beeindruckenden Riesen-Pestwurz Pflanzen zu erkennen. Das eigentliche Bachbett war voll davon bedeckt.
Wir gingen nur bis zu den Talweiden der Grundsteinheimer Bauern. Da kehrten wir um. Auf diesem Pfad mußte ich alle fünf Meter einige Zecken von Claras Fell wegpflücken! Eine hatte auch mich (erfolglos) als Futterstelle gewählt :-(. Dieser Wegteil ist nur für die kalte Jahreszeit geeignet, beschloß ich.
Dienstag, Juli 28, 2026
An und in der Altenau bei Husen
Wir gingen bachaufwärts den Pfad zwischen Altenau und der Dorfhaupt- und Durchfahrtsstraße. Bänke säumten ihn, die wild bewachsenen Uferhänge ließen weiter unten das Wasser in der Sonne glänzen. Es rauschte leise plätschernd, als freue es sich. Aber Clara war ziemlich irritiert, daß der Dorf- und Durchfahrtsverkehr nur drei Meter neben ihr, wenn auch drei Meter höher, vorbeidonnerte. Als der Müllwagen auch noch direkt oberhalb von ihr zum Laden anhielt, sah sie mich vorwurfsvoll an ;-). Also gingen wir zurück, und dann beim Auto über einen Holzsteg um Weg auf der anderen Uferseite.
Ich hatte meine Schuhe beim Auto gewechselt: dort halte ich meine Wassersandalen jetzt im Sommer bereit. An dieser Bachseite war mit dicken Steinklötzen ein Einstieg in den Bach angelegt worden. Clara sprang kurz rein, wenn auch wenig begeistert. Sie bevorzugt einsame Wildbäche; und hier im kleinen Park ist oft etwas los.
Wir spazierten weiter zu einem kurzen Trampelpfad runter ans Wasser. Ich ging mit hinein, was Clara animierte im Bach weiterzuspazieren :-)
Die Steine im Wasser waren rutschig. Ich wagte mich nur ein/zwei Meter hinein. Clara ging weiter, kehrte bald aber um, weil ich stehen geblieben war. Wir gingen weiter und kamen bald an einer Sitznische bei einem mächtigen, vierstämmigen Ahorn vorbei, der zum Beten einlud. Das Christliche Abendland ist hier in Ostwestfalen besonders auf dem Land noch sehr lebendig.
Als der Weg rechtwinklig in die Felder abbog, kehrten wir um. Wir gingen an der gleichen Stelle wieder runter zum Wasser.
Clara war auf dieser Bachseite noch zu ihrem Spaß bekommen. Geteilte Freude ist doppelte Freude :-)
Samstag, Juli 25, 2026
Im Wald unterweg - aber bei schwüler Hitze lieber im Garten ruhen
Am Ende des Pfades gibt es einen meist sumpfigen Forstweg in den Wald hinein. Ich ging dort mit Clara bis zu einem Baum, der mir schon vor Jahren aufgefallen war: Im Spalt zwischen zwei Wurzeln hingen Spinnennetze voll von Holzmehl, das Insekten oder deren Larven im Stamm zermahlen hatten.
Als der Matsch begann, gaben Clara und ich nach ein paar Minuten auf, aber Gaby ging noch weiter bis weit in den Schlamm hinein. Sie hoffte vergeblich auf sein Ende. Da sie keine Outdoorschuhe an hatte, kam sie schließlich genervt zurück. Clara rannte ihr entgegen und sah danach bis zum Bauch wie eine Wildschwein aus ;-) Zurück umging ich den matschigen Wegteil, indem ich paralell durch den Wald ging. Die Bäume hatten den Boden entwässert.
Wir fuhren nach Hause. Ich setzte Gaby ab und fuhr weiter bis zu Claras Badestelle an der Altenau. Nach einem Badegang hatte sie keine Lust auf weitere. Wir fuhren nach Hause.
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Unser Walnußbaum trug seit Jahren einmal wieder Früchte. In den letzten Jahren hatte später Frost die Triebe zerstört. Dieses Jahr gab es keinen Frühjahrsfrost, also konnten die Nüsse reifen. Es sind allerdings nicht viele. Es ist, als hätte der Baum in Anbetracht des Wetterrisikos aufgegeben auf große Fruchtbarkeit zu setzen.
Stu erholte sich von seinem (Diabetes bedingten) Krankenhausaufenthalt. Wir hatten unseren Hochzeitstag bei tollem Mittagessen still für uns feiern können :-). Nun kam er auch in den Garten raus - mit Leckerlis für Clara in der Hand :-)
Ich legte mich in die erst in die Hängematte, schaukelte ein wenig und ließ Clara erfolglos versuchen, mich dabei an den Beinen festzuhalten ;-) Dann legte ich mich auf meinen neuen, echt rückenfreundlichen Adirondack Gartensessel in die Gartenlaube, genoß den Sommerduft, las etwas und beobachtete Clara. Vor unserem Bulldog-Friedhof schnupperte sie besonders rum, weil ich da schon mal ein Leckerli hinlege.
In die Laube kommt Clara nicht rein. Die ist klein und dunkel - da zieht sie den freien Himmel vor :-) Nachtrag: Einige Tage später fand ich eine grüne Walnuß in meinem Bett. Clara hatte sie rein getragen. Sie scheint verinnerlicht zu haben, daß ich diese grünen "Bälle" sammelte: Also mußten sie irgendeinen geheimnisvollen Wert haben.
Mittwoch, Juli 22, 2026
Wieder ein Stück sich selbst überlassenen Waldes entdeckt
Schon bald kamen wir an wilden Himbeerbüschen vorbei! Ich freute mich sehr, denn Himbeeren sind meine Lieblingsbeeren und sie sind hier weitgehend von Brombeerbüschen verdrängt worden.
Ich sah Huflattich erstmals bewußt als schöne Blattpflanze. Ich freue mich im frühen Frühling über seine gelben Blüten. Aber dann ist er noch blattlos, deshalb kannte seine Blätter gar nicht. Ein anderes Gewächs mit einem lila Stengel, der sich wie eine kleine Schlange am Boden wandt, konnte selbst Google Lens nicht identifizieren. Wir folgten einem Wildwechsel in den Wald hinein. Zu meiner Überraschung und zu Claras Freude kamen wir bald zu einer Lichtung.
Clara liebt an Wäldern, wie ich glaube, den weichen Laubboden ganz besonders. Er ist ihr Wellness-Erlebnis unterwegs ;-) Zurück zum Auto gingen wir wieder auf dem alten Forstpfad. An einer Stelle überraschte sie mich völlig: sie benahm sich wie ich es vom Man-Trailing bei ihr kenne! (Seit ich nicht mehr so gut und schnell gehen kann, machen wir diesen Sport nicht mehr.)
Zurück zum Auto gingen wir wieder auf dem halb zugewachsenen Forstweg. An einer Stelle überraschte sie mich völlig: sie benahm sich wie ich es vom Man-Trailing bei ihr kenne! (Seit ich nicht mehr so gut und schnell gehen kann, machen wir diesen Sport nicht mehr.)
Sie nahm Witterung aus der Luft. Irgendwas oder irgendjemand muß vor Kurzem hier gewesen sein. Auf unserem Hinweg hat sie ihrem Verhalten nach an dieser Stelle noch nichts Besonderes wahrgenommen. Ich vermute es muß ein größeres Tier gewesen sein. (Vielleicht sogar ein Wolf?)
Sonntag, Juli 19, 2026
Der Heggeweg war teilweise wieder offen und zum versteckten Teich im Altenautal
Aber zunächst spazierten Clara und ich auf seinem schönen Querweg durch den wilden Nachwuchs eines abgeholzten Fichtenforstes. Dieser Nachwuchs auf den hohen Wegrändern war Weideröschen und anderen von Blumen durchzogen. Der Holunder blühte noch dahinter und rote Vogelbeeren daneben zeigten den Hochsommer an. Gottseidank war das Wetter aber nicht heiß.
Wieder auf dem Heggeweg zurück fuhren wir bis zur Stelle, wo man von einem Querweg aus in den Rest-Nadelwald hinein gelangen kann. Der Grund: Hier finden Ausstellungen der Forstwirtschaft statt und dafür werden Plätze am Waldrand für die Aussteller mit Holzspänen trocken und die Waldränder von Brombeergestrüpp frei gehalten. Clara rannte vor, blickte sich kurz um, schmiß sich in die nächte Bodenkuhle und rollte sich begeistert darin herum! Als sie fertig damit war rief ich "Weiter" - und zu meiner Überraschung wußte sie, was ich meinte und rollte sich nochmal drin herum - Video :-)
Hier gab es mehrere Kuhlen, das sind von Wind und Wetter abgeflachte Wurzellöcher irgendwann mal gestürzter Bäume. Clara testete sie ;-)
Sie war zufrieden mit diesem Ausflug :-)
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Wir gingen abwärts zum Talgrund und kamen bald an den so idyllischen Teich. Nah kam man immer noch nicht heran; ein alter Stacheldrahtzaun schützt ihn nach wie vor. Wir gingen weiter und kamen bald an einem verwilderten Wehr vorbei, wo vor der Renaturierung entweder ein Seitenbach der Altenau abgezweigt oder diese selbst kanalisiert worden war. Die Altenau war nicht zu sehen, da ihr Tal hier breit ist. Sie fließt hinter dem sumpfigen Waldstreifen, an dem unser Weg entlang führte. Auf einen relativ sumpfigen Boden ließ neben dem Teich auch die Menge der ausgeschwemmten Bäume schließen. Direkt an unseren Pfad ragten talseitig große Wurzelteller hoch. Sie hatten mit ihrem Sturz zweimal Teile des Weges mit sich gerissen und riesige Löcher dabei aufgerissen.
Als der Weg wieder auf die Höhe anstieg, kehrten wie um. Als wir fast wieder auf der Höhe ankamen, wo wir parkten, sprang Clara ins Laub, um ihrer Freude und ihrer Lust am Rücken gekratzt zu werden nachgab.
Diesmal rollte sie nur hurz herum, überlegte - und forderte mich zum Kampfspiel auf! Ja, wenn sie das macht, dann ist sie ganz besonders gut drauf :-)
Donnerstag, Juli 16, 2026
Unterwegs auf einem altem Pilgerweg
Nahe an den dunklen Kapelleneingang in die Tiefe ging sie trotz hingeworfenem Leckerli nicht heran - das könnte möglicherweise eine Bären- oder Drachenhöhle sein ;-) Zu meiner Überraschung kam genau hier ein früherer Kollege und Motorradkumpel auf uns zu. Ich hatte ihn Jahre nicht mehr gesehen. Er war auf seiner täglichen (Fuß!-) Wanderung von 10+ km. Clara blieb zurückhaltend ;-)
Wir gingen noch zum Eier-Verkaufswagen. (Zwei Tage später machten Clara und ich mit Gaby diese gleiche Tour noch einmal. Ich hatte leider mein Handy vergessen. Gaby knipste mich vor "Wernys Wiesenei". Mehr zu erzählen gibt es über diese Wiederholungs-Tour auch nicht.) Dann beschloß ich ein Stück auf dem alten Pilgerpfad nach/von Paderborn ein wenig weiterzufahren und zwischendurch Spazier-Etappen einzulegen. Der Pilgerpfad entpuppte sich als kleine Allee, gesäumt von bewunderungswürdigem alten Bäumen. Wir stoppten am Bildstock der hl. Anna.
Wir fuhren weiter bis zum Haxtergrund. Der Weg belielt als alter Prozessionsweg seinen Allee-Charakter. Links am Weg alter Wald und rechts Äcker und Wiesen. Immer wieder schmückten Weideröschen den Wegrain. Einmal spazierte ein Huhn vor uns auf dem Weg - Clara beobachtete es, aber machte keine Anstalten es sich näher anzusehen. Es hatte sich von seiner Schar auf der weiten Wiese entfernt. Vermutlich stammen die "Wernys Wieseneier" an der Kapelle von diesen glücklichen Hühnern :-)
Am Ende des Haxtergrundes hielten wir wieder an und spazierten neben den direkt aus den Stämmen geschnitzten Skulpturen weiter.
Es war inzwischen später Freitag Nachmittag und deshalb viele Fahrradfahrer auf diesem beliebten Weg unterwegs. Wir gingen bald zurück und fuhren nach Hause.
Montag, Juli 13, 2026
Fingerhüte und wieder mal unterwegs im Nadelwald
Fingerhüte leben zwei Jahre, sie blühen erst in ihrem zweiten Jahr. Hier konnte die nächste Generation blühen, da noch nicht genug Unterholz und Buchen so hoch nachgewachsen waren, daß diese unter ihnen wegen Lichtmangels verkümmert wäre.
Dann fuhren wir hoch in die Egge. Am Wegrand standen in meist kleinen Gruppen noch viele Fingerhüte in Blüte. Gaby war begeistert.
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An den Wegrändern waren vielfach junge Bäume gesetzt worden, die hier sonst nicht wachsen, wie zum Beispiel die sehr schönen Seidenkiefern und Edelkastanien mit ihren leckeren Maronen im Herbst. Viele Vögel sangen und zwitscherten in der Stille. Eine Freude. Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara noch einmal hin. Ich wollte versuchen irgendwo in den Fichtenwald selbst hinein zu kommen. Wir wählten deshalb andere Wege als am Vortag.
Der Wald hatte einen Stachel-Zaun aus Brommbeerbüschen um sich herum. So erfreute ich mich erst einmal an den Blumenwiesen entlang der Wege. Viele Hummeln brummten darin herum.
Endlich fand ich einen "Eingang" in den Wald: von Forstarbeitern gemacht zum Auslichten des Bestandes. So würden die stehen gelassenen Fichten wohl nicht eingehen. Nun, im Augenblick war der Boden schlicht ein Holztrümmerlager.
Clara machte keine Anstalten rumzurennen, sich auf den Rücken zu rollen oder auch nur konzentriert herumzuschauen. Ich fühlte genauso. Also zurück auf den Weg und die wilde Blumenpracht genießen :-)
Freitag, Juli 10, 2026
Wo der Holtheimerbach sich durch wilden Wald schlängelt
Der schöne Weg in den Wald beginnt bei den Wiesen am Holzsteg. Wir hörten das Wasser leise rauschen. Den Versuch bis hin zu gehen brach ich ab, nachdem ich in ein überwachsenes tiefes Loch getreten und fast gefallen wäre.
Das Tal war erfüllt vom süßen Duft der weißen Doldenblumen an seinen Ufern. Ein Frauenmantel hatte vom nächtlichen Regen Tropfen gefangen. Sie strahlten in der Sonne. Als der Wald begann, freute sich besonders Gaby über zwei einsame Fingerhüte. Ich erzählte, ich hätte vor Jahren im Eselsbettwald auf einer Rodungsstelle sie dicht wie in einem Feld blühen gesehen. Da ihre Blühsaison zu Ende geht, beschlossen wir anschließend noch dort hin zu fahren. Im letzten Sommer blühten dort keine. Er ist eine zweijährige Pflanze, vielleicht blühten dort diesmal einige aus der Aussaat...
Wir hatten dieses sumpfige, geschützte Bachtal einmal von der anderen Seite aus erkundet und waren begeistert gewesen. Nun kamen wir auf dieser Seite zu einer Bachschleife, die zu wild gewesen war, um sie von der anderen Seite aus erreichen zu können.
Clara inspizierte den Bachlauf, kam zu uns hoch: "alles ok?", ich nickte ihr zu und sie sprang wieder runter ins Wasser. Wir spazierten weiter bis zur Furt. Unterwegs entdeckten wir erste Pilze. Von dort ging alt bekannter asphaltierter Weg weiter zur Annenkapelle. Wir kehrten hier um.
Wie beschlossen, fuhren wir weiter zum Wald am Eselsbett-Moor, um an der Stelle nach Fingerhüten zu sehen, wo sie vor zwei Jahren in unglaublicher Fülle blüten. (Siehe Beitrag vom 28.6.2024)
Ich fand einen offensichtlich Verwandten des Fliegenpilzes, einen Perlpilz. Aber keinen einzigen Fingerhut, so wie schon im letzten Jahr. Sie hätten auch nicht genug Licht gehabt: Der Kahlschlag am Rande eines toten Fichtenbestandes, wo sie geblüht hatten, war inzwischen unter gut zwei Metern hohen Jungbuchen, dicht an dicht, nicht mehr erkennbar. Dafür hatte Clara hier in ihrem Lieblingsspielplatz ihr Glück gefunden :-)
Wir würden durch die Egge zurückfahren und dort noch Fingerhüte finden, da war ich mir sicher. So war es auch: mehr darüber im nächsten Beitrag.
Dienstag, Juli 7, 2026
Ende der lähmenden Juni-Hitze
Dann regnete es eine Nacht, einige Wolken gaben vormittags noch Schatten die Temperatur war auf 20+ gefallen :-). Ich fuhr mit Clara zur Altenau beim Feenbrückenweg. Vielleicht kämen wir durch die hohen Wiesen zu ihrem dort noch kleinen Quellbach.
Das Gras zeigte sich für mich als nahezu undurchdringlich und Clara verschwand ganz darin: teilweise einen Meter hoch und so dicht, daß ich hinfiel, weil es meine Füße umschlungen hatte. Wir gingen zurück und dann zum versteckten Steg unweit der Straße.
Die Ufer auf beiden Seiten sind nur am Steg frei. Schon wenig weiter sind sie wild bewachsen und ich mußte aufpassen, nicht über Äste am Boden zu stolpern. Rumspazieren ging hier nur schlecht; deshalb warf ich Leckerli auf beide Ufer, damit sie sich am Suchen erfreute.
Es ist lustig Clara beim Suchen eines Leckerli zu beobachten: Einmal stand sie mit einer Pfote drauf und schnupperte aufgeregt darum herum :-)
Clara liebt es nach von mir geworfenen Leckerli im Laub zu suchen. Sie konzentriert sich dann mit langer Nase und gerunzelter Stirn ;-)
Nachdem ich vor Jahren hier im Sommer von dicken grauen Fliegen (Bremsen) geplagt und somit verjagt wurde, hatte ich diese Bachstelle sommertags gemieden. Damals weideten Kühe auf diesen Talwiesen - aber seit einigen Jahren nicht mehr. Und mit ihnen waren auch die Bremsen verschwunden. Gut zu wissen :-)
Samstag, Juli 4, 2026
Am Silberbach im Teutoburger Wald
Es war das letzte Juni-Wochenende. Ich beschloß schon früh am Morgen zum Silberbach im Teutoburger Wald zu fahren, denn ich wollte keinen Touristengruppen unterwegs begegnen. Dafür begegnete ich gleich am Parkplatz einem äußerst dicken Mann mit einem Deutsch-Drahthaar an der Leine. Ich fragte ihn, welchen Weg er nehmen wolle, ich würde dann wegen der Hunde einen anderen gehen. Er blökte mich an: "Ich will mich nicht mit Ihnen unterhalten! Unverschämt!" Sein Hund war friedlicher als er! Vielleicht war ihm auch die Hitze ins Gemüt gefahren... Er setzte sich auf einen Stamm. Wollte er etwa überhaupt nicht wandern und empfand meine Frge als Provokation?
Ich ließ Clara von der Leine, und sie ging gleich runter ans Wasser :-) Der Silberbach führt immer Wasser und schlängelt sich durch ein enges, waldiges Tal. Dicke Sandsteinblöcke liegen hier überall herum. Früher (1710) wurde kurzzeitig Silber aus dem Wasser gewaschen. Aber es lohnte sich nicht.
Der Pfad führt auf halber Höhe durch die Schlucht. Eigentlich ist er meistens eher ein Wildwechsel zu nennen. Ich liebe solche heimlichen Wege durch die Natur. Ein älteres, einheimisches Ehepaar kam uns entgegen. Sie freuten sich wie ich, daß auf der gegenüber liegenden Talwand seit dem Kahlschlag vor einigen Jahren wieder Bäume nachgewachsen waren. Und an Clara erfreuten sie auch :-)
Wir kamen an einem besonders mächtigem Felsbrocken vorbei. Clara interessierte sich nicht für ihn - bis ich Leckerli daraufwarf ;-)
Von diesem Pfad führten immer wieder mal noch kleinere Trampelpfade runter an den Bach, wo es ein etwas flacheres Ufer gab.
An einer dieser Uferstellen führte ein Holzsteg über den Bach und dann ziemlich steil hoch auf der dortigen, aufgeforsteten Talseite. Wir blieben auf unserer Seite mit den alten Bäumen und gelegentlichen "Wurzeltreppen", wenn es runter zum Wasser ging.
Ab ungefähr 10.30 Uhr hörten wir laute Stimmen vom Weg auf der anderen Talseite und auch vor uns. Das Tal war im Wochenendstatus. Wir kehrten langsam um.
Mittwoch, Juli 1, 2026
Die Hitzewelle dauerte an
Ich hatte Wassersandalen an und ging mit ins Wasser. Der Wasserstand war stellenweise höher als ich erwartet hatte - und der Strudel am dicken Wurzelstamm sowie die Strömung ab dort sah mir für Clara zu gefährlich aus: sie würde zwar schwimmen, aber wohl weiter bachabwärts zwischen den Steilufern getrieben werden. Deshalb hielt ich sie an der Leine nahe bei mir.
Diese Badestelle ist wegen ihres gestäuchfreien Zugangs zum Wasser allgemein beliebt. Wir blieben nicht lange für uns, also beschlossen Gaby und ich zur Henglarner Furt zu fahren. Durch die Zuflüsse des Henglarner Quellbeckens war der Wasserstand so hoch, dass wir den Übergang über die Wanderer-Brücke vorzogen.
Am Ufer graste eine Schafherde, deren Einzäunung ein Weitergehen dort am Wasser entlang versperrte. Wir setzten uns in den Schatten großer Bäume am nahen Picknickplatz hin. Während Gaby und ich uns unterhielten, beobachtete Clara die Schafe. Sie bewachte uns - und womöglich auch die ;-)
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Für den übernächsten Tag hatte ich mich mit Gaby für den immer etwas kühleren Morgen verabredet. Wir fuhren zum Kirchborchener Altenaupark, der Teil eines schönen Wohngebietes ist.
Wir kamen an einer Badestelle vorbei, wo Kinder an einer alten Weide ein Schwungseil angebracht hatten. Ein Glück für Clara, daß die morgens in der Schule sind. So konnte sie den Bach hier in aller Ruhe genauer inspizieren :-)
Gaby nahm zwischendurch eine der Fußgängerbrücken und sah sich ein Stück der anderen Uferseite an. Dort gab es ein Kneipp-Tretbecken, Sportplätze und Toiletten.
Zurück nahmen wir die Parkseite. Der Duft des blühenden Hollunder erfüllte die Luft. Ich genoß des Kneipp-Tretbecken sehr: das Wasser war eiskalt und belebte :-). Clara war nicht zu motivieren mit hinein zu gehen. Sowas "Unnatürliches" ist ihr tief suspekt.
Sonntag, Juni 28, 2026
Hitzewelle
Sie wählte eine der Erdkuhlen aus und rutschte, rollte sich selbstvergessen darin rum. Zufrieden schnupperte sie dann weiter herum, sah hoch, lief zurück und rutschte sich rollend erneut in dieser offensichtlich perfekten Kuhle :-) Dann rannte, witterte, sprang sie weiter begeistert vor uns her. Sie hechelte glücklich ausgelastet in den Pausen, in denen sie auf uns langsamere Menschen wartete :-)
Bei der Grabstätte (siehe vorvorigen Beitrag) verhielt sie sich wie der vorbildliche Begleithund :-)
Wir gingen zum Auto und fuhren bis zur Wiese mit dem Quellbach der Altenau. Clara rannte vor, und bevor ich mich versah stand sie unter im Wasser. Es war in den letzten Tagen gefallen, nur ein freundliche plätscherndes Mini-Bächlein war noch übrig. Immerhin, Clara genoß es :-)
Clara beschloß unten im Wasser - parallel zu uns oben am Steilufer - weiterzugehen.
Ich hatte gewisse Sorgen, ob sie es mit Sprüngen nach oben schaffen würde. Naja, ich unterschätzte ihre Kraft! Sie schaffte es locker!
Clara war höchst zufrieden mit dieser Fortsetzung unseres Ausflugs :-)))
Donnerstag, Juni 25, 2026
Satte Wiesen und schattige Wälder
Gelbe, glänzende Butterblumen und gelbe Schwertlilien am Ufer überzogen die saftigen Wiesen mit einen leichten, goldenen Hauch. Clara ignorierte das Wasser tief im Bachbett. noch kein heißes Badewetter, und durstig bin ich auch nicht, meinte sie.
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Vor über 30 Jahren spazierten Stu und ich ihn einmal mit unserer Alma (1981 - 1994).
Stu ging in Gedanken versunken zügig vor. Ich trödelte, mir manches seitlich des Weges ansehend, gemächlich hinterher. Irgendwann stupste Alma
mich immer wieder mal an. Als ich reagierte und auf den Weg zurück ging, sah ich, daß Stu schon ganz weit vor uns war. Der Weg war stellenweise fast zugewachsen. Zwischen alten Fahrtrinnen von Treckerreifen wuchsen Büsche und hohes Gras. An einer Stelle ragten Zweige junger Buchen in Kniehöhe über ihn hinweg.
Wir kamen an urigen, alten Eichen und kleinen Lichtungen vorbei. Clara und ich lieben solche der Natur überlassenen Waldstücke :-)
Clara liebt den weichen Laubboden. "Waldbaden" ist wie so vieles wohl auch den Tieren abgeguckt :-)
Clara war hochkonzentiert. Sie liest den Wald beneidenswert gut - verglichen mit mir :-)
Ich machte ihr das Aufspüren der sehr kleinen Leckerli etwas aufwendiger:
Dieser Waldweg ist besonsers schön. Damals hier unterwegs mit Alma war er weniger verwildert.
Montag, Juni 22, 2026
Kühles Sommerwetter und eine im Wald verborgene Familien-Grabstätte
Nun, der Weg war nicht gemäht: er war versteckt unter bis zu 1.5 Meter hohem Gras. Clara sah mich zweifend an, aber als sie sah, daß ich es ernst meinte, schlug sie sich ein paar Meter vor mir "blind" darauf durch. Dann Sie blieb sie stehen, drehte sich zu mir um und ihr Blick fragte, ob ich immer noch weitergehen wolle. Sie hatte eine Spur für mich gebahnt, aber mit sichtlichen Zweifeln an meiner Vernunft.
Der Wind war stürmisch hier auf der Höhe. Er trieb Regenwolken heran. Ich fuhr etwas weiter zu einem zwischen Feldern liegenden Asphaltweg.
Wir fuhren bald wieder ins Tal runter nach Hause.
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Die damals jungen Buchen bildeten jetzt eine Zweigwand, die wilden Himbeersträucher konnte ich dahinter nicht erkennen. Trotzdem parkte ich dort - wer weiß, was sich sonst noch finden läßt. Der Waldweg führte seitwärts nach oben, ich verließ ihn nach einer Weile um durch den hier lichten Wald zurück zu trödeln.
Irgendwann wurde der Wald wieder etwas dichter. Zu meiner großen Überraschung erblickte ich zwischen dem Laubwerk die Spitze eines Wegkreuzes, wie ich dachte. Ich ging darauf zu und sah, daß es eine Grabsteinspitze war.
Ich stand vor einer Familien-Grabstätte mitten im Wald! Sie war umzäunt und offensichtlich wurde sie sporadisch gepflegt.
Der hochragende Grabstein ist der älteste - der Begrabene lebte von 1768 bis 1868. Im jüngsten Grab ruht "die beste Oma der Welt" (1993 bis 2019) neben dem Opa (1950 bis 2022). Diese Familie Becker muß ihren Wald sehr geliebt haben. Im Wald endgültig zu ruhen ist auch für mich die denkbar schönste Grablösung.
Freitag, Juni 19, 2026
Im Wald hoch auf der Egge und hinterm Hexenplatz
Sie verfolgt Wildspuren nur ein paar Meter weit. Dann sieht sie fragend zu mir zurück und kommt zurück, wenn ich ein paar Schritte weiter in eine andere Richtung gehe. Wir vergrämen kein Wild.
Das letzte Mal hier waren die Bäume leer und ich konnte sie weit mit den Augen verfolgen. Jetzt sah ich sie zwischen all dem Blattwerk sehr schnell nicht mehr, wenn sie sich nicht oder nur sehr sachte bewegte. Sie spielte mit mir Versrecken :-)
Ein schöner, ganz verspielter Ausflug. Wir fuhren nach einer Weile zurück nach Hause. ![]()
Das Gras am Waldrand war sehr hoch gewachsen. Es führten häufig Wildwechsel hindurch. Und dann sah ich weit vor uns die Silhouette eines Rehs mitten auf dem Weg. Es stand dort eine Weile still, bevor es in Ruhe im Wald verschwand. Clara hatte es nicht sehen können - aber als wir an der Stelle ankamen, wo das Reh verhofft hatte, schnupperte Clara hoch neugierig am Gras und lief auf dem Wildwechsel in den Wald hinein, wo das Reh verschwunden war. Sie reagierte wohl so, weil die Duftspuren sehr frisch waren. Sie verschwand im Gebüsch, ich hörte wie Äste unter ihr knackten. Sie ging nicht weit, wie ich an den Bewegungen der Büsche sah. Nach einer Weile rief ich sie. Sie streckte den Kopf aus den Blättern raus und gab mir zu verstehen, dass sie etwas hoch spannendes entdeckt hatte und mit ihrer Untersuchung noch nicht fertig sei. Ich ließ sie gewähren, weil sie im näheren Gebüsch am Wegrand blieb.
Auf diesem mit hohem Gras bewachsenen Weg waren lange keine Trecker mehr gefahren, Wild hatte sich hierhin zurück gezogen, um Ruhe zu haben :-)
Dienstag, Juni 16, 2026
Unterwegs in einer lila Blumenpracht und ein Helden-Bulldog
Im giftigen, bleihaltigen Boden gab es grüne Inseln, die anzeigten, daß die Erde dort bleifrei ist. Es hatten sich dort lila Lupinen angesiedelt. Intensives Lila beherrschte die Szene - ich liebe diese Farbe :-)
Ich staune immer wieder, wie sich Pflanzen und Tiere auch an eine giftige Umwelt anpassen können - und dabei noch so etwas Schönes hervorbringen, wie diese tief-lila Veilchen :-)
Die Bleiwiesen endeten an einem Abhang runter ins Tal. Dort blüten nur noch einige versprengte Galmaiveilchen am Weg durch einen gesunden Wald. /b>
Wir fuhren nach Hause. Clara war zufrieden mit unserem Ausflug: Sie liebt es über die kleinen "Hürden" am Pfad durch die Bleiwiesen hin- und her zu springen :-). ![]()
"Bulldog Buddy bewachte den achtjährigen Jungen als sei dies sein Job. Er lief neben ihm her oder saß wachsam bei ihm im bergigen Gelände seines Zuhauses, als würde er auf etwas warten, das niemand außer ihm selbst sah. Dann fing die Kamera es ein: Ein Berglöwe (Puma) schlich aus dem Gebüsch auf die Veranda zu. Buddy griff ihn ohne zu zögern an. Er wurde im Zusammenprall verletzt, aber er verschaffte der Mutter damit genug Zeit, um ihren Sohn ins Haus zu ziehen. Ihr Sohn lebte, weil Buddy nie aufhörte ihn zu bewachen und zu beschützen." *** Wie man auf dem Bild sieht, trug Buddy nur Risse von den Pumakrallen im Hals und Gesicht davon. Der Puma ließ offensichtlich von dem für ihn wohl überrraschend zum Kampf entschlossen Bulldog ab. Außerdem hatte Buddy Reviervorteil. Ich habe es selbst erlebt, wie dieser dem Bulldog in Gefahrenlage völlig selbstverständliche Verteidigungswille auf Mensch wie Tier furchterregend wirkt und sie es vorziehen eine Konfrontation zu vermeiden. Seine vor Muskeln strotzende Gestalt spielt dabei sicher auch eine Rolle. Sogar unsere schüchterne Clara vertrieb einen Schlägertyp von Mann vom Waldweg in die Brombeeren, nicht durch Knurren, nur durch ihre Präsenz und völlige Klarheit, was ihm sonst passieren würde.
Samstag, Juni 13, 2026
Spaziergang zur Wüstung Blankenrode
Wir wanderten dann weiter auf dem alten Stadtwall am tiefen Schutzgraben, der teilweiße eine natürliche Schlucht war. Der Rundweg um die Wüstung führte nach einer Weile abwärts zu einem Bächlein. Hier rastete Clara mal wieder vor Freude aus. sie wurde richtig albern vor guter Laune ;-)
Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara noch einmal zum Wüstungsweg. Wir bogen diesmal aber bald ab in einen Seitenweg, den wir noch nie gegangenwaren, weil er meist ziemich vermatscht ist.
Wir kamen an einer lauschigen, bemoosten Bank vorbei. Clara witterte noch Essensreste, jedenfalls vermutete ich das. Aber ich sah keinen Müll :-)
Dieser Pfad führte duch verwilderten Wald, so wie wir es lieben.
Irgendwann wurde es uns zu matschig, wir kehrten um. In diesem Frühjahr hatte das Wetter nicht mit Wasser gespart, was uns für die Natur freute.
Donnerstag, Juni 4, 2026
Ausflug ins obere Bärlauchtal
Dieser Bach fließt als Wildbach aus der steinigen Höhe. Clara ging gleich hinein. Der Forst- und Wanderweg überquert ihn hier und führte ebenfalls auf die Höhe. Wir wollten in der Bärlauchpracht des Tals bleiben.
Je näher wir dem Bach kamen, um so sumpfiger wurde es. Man mußte als Mensch genauer hinsehen, wo man auftrat. Naja; ich war einmal unvorsichig und blieb in einer Brombeerranke mit dem Fuß hängen. Aber ich fiel weich :-) Gaby ging das Gelände erkundigend vor und Clara jagte hinter ihr her. Als ich sie rief, rannte sie zurück zu mir - sie nahm den Wasserweg als den einfacheren und schnelleren.
Wir gingen soweit, wie der Bach beidseitig durch Wald führte. Bis dorthin reichte auch die Bärlauchpracht. Das Steilufer, an dem der Weg entlang führte, blieb bewaldet, aber die anderen Uferseite war zu Weiden kultiviert worden und lag voll in der Sonne. Zu schwül für uns, entschieden wir.
Wir nahmen Bärlauchblätter für die Saltsauce nach Hause mit :-)
![]() Am Folgetag zogen nachmittags dunkle Wolken auf, ein Gewittersturm kam auf und zu. Ich freute mich für die Natur über den Regen. Und ich liebe Gewitter. Sie energetisieren mich. Kurz bevor das Unwetter losbrach fuhr ich mit Clara auf die Höhe hinter unserem Haus. Ein kleiner Spaziergang dort oben mußte diesmal reichen.
Clara und ich schafften es noch vor dem Regen wieder zuhause zu sein. Auch an den nächsten Tagen donnerte und regnete es immer wieder.
Montag, Juni 1, 2026
Gaby ist wieder im Land - Ausflug ins untere Bärlauchtal
Gaby liebt Bärlauch (und Knofi :-). Er blühte Ende Mai noch, deshalb fuhr (und führte) ich sie zum Bärlauchtal. Wir wanderten zuerst durch das Altenautal. Nur vereinzelte Bärlauchbüschel säumten hier den Weg.
Wir nennen diesen Weg den Feenbrückenweg, denn zwei Buchen sind über einen "Brückenast" miteinander verwachsen. Überhaupt säumen viele ganz individuell gewachsene und/oder verwitterte Bäume diesen Weg.
Dann ging ging es quer durch ursprünglichen Wald bis zum Regenwasserbach kurz vor seiner Mündung in die Altenau. Er entwässert das streckenweise sumpfige Bärlauchtal. Wir mußten uns hier selbst einen Weg bahnen. Clara sprang begeistert über querliegende Stämme, während Gaby und ich uns darüber hievten. Der Knoblauchgeruch verstärkte sich langsam. Clara zeigte keine Reaktion auf dessen zunehmende Dominanz.
Es war (für Menschen) etwas schwierig ans Wasser zu kommen: Bruchhölzer unter dem dichten Bärlauch-Blattwerk waren üble Stolperfallen. Wir gingen langsam und achtsam vorwärts. Clara sah das anders, sie rannte los und rein in den Bach! Und kurz raus, um nach Gaby und mir Ausschau zu halten - und wieder rein :-)
Wir schlugen uns ein Stück weit am Ufer durch. Clara nahm den einfacheren Wasserweg! Diesmal machte Gaby auch einige Aufnahmen. Ich freute mich zu sehen, wie Clara mich bei meinen Pausen auf meinem Höckerchen stets informierte, wie toll sie diesen Wasserspaß fand. Sie leckte mir kurz die Hand, und dann ging es weiter :-).
Clara war wirklich aufgedreht. Ausflüge mit Gaby dabei gehen in der Regel etwas weiter als mit mir alleine. Als wir auf unserem Rückweg wieder auf halber Höhe des Hangs runter zum Altenautal entlang gingen, schmiß sie sich irgendwann lustvoll auf den Rücken und rollte sich - wohl unabsichtlich - etwas über den Wegrand hinaus auf dem hier gebüschfreien Abhang runter. Sie bremste sich gleich ab. Er war nicht wirklich gefährlich steil, deshalb sagte ich nichts. Und was tat Clara?! Sie rollte sich erneut auf der Kante und ließ sich bewußt noch einen Meter weiter runter rutschen! Dann wieder hinauf und wiederum auf der Kante rumgerollt bis sie auf dem Rücken runter rutschte. Diesmal bremste sie sich erst nach zwei Metern ab. Sie testete dies Hangstück als Rutschbahn! Wir brachen ihr Experiment ab, indem wir einfach weiter gingen. Sie folgte, wie erwartet :-)
Das Wetter war heiß geworden, Clara hatte diese Abkühlung im Bach gebraucht. Als wir zurück beim Auto waren, war sie trocken, sauber und glücklich :-)
Donnerstag, Mai 28, 2026
Zwei Lieblingswege zeigten wir Ulrike - ansonsten mieden wir Zeckenwege
Wieder zuhause zeigten Clara und ich Ulrike einen meiner Lieblingswege, den Henglarner Nordhangweg, den sie noch nicht kannte.
Von diesem Nordhangweg hat man einen sehr schönen Blick auf Ulrikes Heimatdorf Atteln. Der Mohn blühte am Wiesenrand und rosa Lupinen versteckten sich im Gras. Leider auch richtig viele Zecken. Auf der Rückfahrt kamen wir an einer weidenden Galloway Herde vorbei - einschließlich Bulle! Sie waren alle zurückhaltend, hoben nur ihre dicken Köpfe an. Den Ulrike auch nicht bekannten Weg durchs Tal der "Dicken Buche" gingen Clara und ich am nächsten Tag mit ihr. Sie war bezaubert von der idyllichen, stillen Urtümlichkeit dieses kleinen Tals.
Der Tag war heiß, aber das hohe Gras hatte die Erde darunter kühl gehalten. Clara nutzte das; sie schmiß sich immer wieder mal hinein um ihren Bauch zu kühlen.
Dieses Tal hat einen großen Vorzug: solange ich es kenne gab und gibt es hier keine Zecken! Ulrike staunte. Am Talende machten sie und Clara einen kurzen Ausflug hoch in den bewaldeten Talhang. Ich blieb unten auf der Bank unter der Dicken Buche sitzen. Als die Beiden zurück kamen, hatte Ulrike eine und Clara drei fette Zecken auf sich sitzen! Der Wald war ein Zeckenparadies, aber das Tal mit den üppigen Wiesen war nach wie vor erstaunlicherweise frei von ihnen :-) ![]() Es wurde wieder heißer, deshalb fuhr ich mit Clara zu ihrer Badestelle in der Altnau bei Husen. Die Strömung war stark, deshalb ließ ich sie nicht von der Leine.
Die alten Kopfweiden waren neu beschnitten worden. Manche hatten jetzt einen "Krauskopf" ;-). Ein schöner Spaziergang mit der trocknenden Clara am rauschenden Bach entlang...
![]() Clara und ich fuhren zum Totengrund, dem wild gelassenen Tal am Ende unseres Dorfes. Wir parkten am schönen Weg abwärts in den Grund selbst. Dort unten ist das Klima immer angenehm kühl. Nur selten landet ein Zecke hier auf Clara.
Der Weg am Bachbett war feucht, wogegen der Bachgrund trocken aussah. Der Abstieg zum Bachbett war mir zu steil, wir spazierten auf dem Weg weiter. Clara fand das ok, sie rollte sich nach einer Weile wieder vor Freude im lockeren Laub :-)
Clara ist dem Geheimnis des Glücks auf der Spur :-)
Montag, Mai 25, 2026
Claras 8. Geburtstag :-) und zu den drei geretteten Tännchen
Wir sind Claudia Pagels, ihrer Züchterin, sehr dankbar für ihre Mühe, ihren Einsatz und ihre Konsequenz, aus der so völlig überzüchteten und dadurch um viel Lebensqualität gebrachten Rasse English Bulldog solch vitalen Nachwuchs hervorgebracht zu haben! Sie nimmt diese Mühen und Kosten auf sich, da "der Bullgog für´s Herz ist."
Das witzige Kissen im Bild schickten ihr unsere Bulldogfreunde Eva und Frank Schuchardt aus Bayern. Über ihren herrlichen Jungrüden Jonny Walker werde ich demnächst wieder Beiträge bringen. Danke Euch, Ihr beiden Lieben :-)) An ihrem Geburtstag War das Wetter regnerich bis heiter. ich wartete bis nachmittags die Wolkendecke aufriss. Ich führ in Richtung eines einsamen Wolkenlochs. Es lag über der Musteranlage einer traditionellen Streuobstwiese bei Husen.
Nebenbei: Ihr Geburtstag fiel dieses Jahr auf den Vatertag! Stu wußte das zu würdigen ;-)
![]() Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara hoch zum alten Lieblingsweg, wo ich im letzten Frühjahr und Sommer wegen Regenmangel drei frisch gesetzte Tannen mit Wasserflaschen vor dem Vertrocknen gerettet hatte.
Alle drei geretteten kleinen Tannen hatten neue Triebe enzwickelt. Ich freute mich sehr :-)
Wir spazierten bis zum Picknickplatz unter der alten Buche. Clara war gut gelaunt, sie schnupperte herum, was es hier zuletzt an Leckerem gab. ich freute mich, daß noch niemand seine Reste hier hatte rumliegen lassen :-)
Ich mußte ein paar wenige Zecken von Claras Fell auflesen. Mal sehen, welche Wege diesen Sommer relativ zeckenfrei sein werden....
Freitag, Mai 22, 2026
Clara im Glück und eine Hummel auf Wanderschaft
Die großen Inseln des Waldmeisters dufteten schon, obwohl er noch nicht welkte. Und das nur noch selten bei uns zu findende, rosa und hellblau blühende Lungenkraut bezauberte mich wieder. Clara folgte ihren eigenen Interessen :-)
In diesem Frühjahr fallen mir besonders die Hummeln auf. Schwerfällig und laut schwirrten sie immer wieder um mich herum. Aber hier beobachtete ich eine Hummel, die nur zu Fuß auf Wanderschft war! Ich folgte mit der Kamera und staunte. Sie kletterte Auf große Laubblätter herauf und wieder herunter! Viele Minuten beobachtete ich sie,... Definitiv eine Fußgängerin! Jetzt beim Schreiben habe ich Google KI befragt: Wandernde Hummeln sind sehr alt, unterkühlt, krank oder verletzt :-(
Clara wollte wissen, was ich da so ausdauernd am Boden beobachtete. Sie kam angelaufen, ich bekam Angst, sie würde diese Hummel näher untersuchen, und lief weg, da sie mir sofort folgen würde. Was sie auch tat :-) Sie lief bis zu einer kleinen Lichtung - und schmiß sich vor Wonne grunzend ins Laub und räkelte sich wie ein Baby.
Wir folgten dem Rand der Lichtung, ja, und Clara warf sich nach ausgiebigem Bodenschnuppern begeistert erneut auf den Rücken und rollschte (rollte/rutschte) sich lustvoll grunzend wieder hin und her. An den Stellen, die sie sich aussucht, liegt nie Aas oder Kot, was speziell für Jagdhunde verlockend zum Drinrumwälzen wäre. Ihre Entscheidungsgründe sind ihr Geheimnis. Ich bin immer glücklich, wenn sie ihren Spaß am Leben so selbstvergessen auslebt.
Wir hatten am Waldrand geparkt, Von dort sah man weit über das Altenautal hinweg auf die Felder der Hochebene. Am Weg runter ins Tal freute ich mich, daß unsere heimische Orchidee, das "Männliche Knabenkraut" an einem Hang wieder üppig blüte.
Dienstag, Mai 19, 2026
Im Nordholz und im Tal der Alten Buche
Wir genossen die frische Waldluft. Clara rannte gut gelaunt vor. Sie sah aber alle paar Meter zurück um sicher zu sein, daß ich ihr noch folgte. Wenn ich auf meinem Höckerchen eine Pause machte, blieb sie stehen und schupperte solange am Wegrand rum. Sie wirkte sehr angeregt von den Gerüchen dort ;-) Es war eine glückliche Stunde bei Vogelgesang und Krähengezanke als Contrapunkt.
![]() Am nächsten Tag war das Wetter etwas kühler, aber immer noch angenehm. Ich fuhr mit Clara zum Tal der Dicken Buche. Der Grund des Tals ist mit wildem, hoch wachsendem Gras bedeckt.
Beim Herumstreifen staunte ich wieder einmal über die Vielfalt der Gräser.
Bis zum letzten Jahr brachte ein Schäfer immer wieder mal seine Herde ins Tal. Sie hielten das Gras kurz. Aber immer mehr Schäfer geben auf, da es sich wirtschaftlich kaum lohnt. Daß hier das Gras jetzt so hoch wächst, ist diesem Umstand zu verdanken.
Dieses romantische kleine Tal hat viel seines Zaubers zurückgewonnen, seit der Kahlschlag des Hanges vor ein paar Jahren nicht mehr ins Auge fällt.
Clara beschnupperte einmal ausgiebig Sauerampfer, was mich erstaunte. Aber ihr Riechhirn bleibt ihr Geheimnis :-)
Samstag, Mai 16, 2026
Im Wiesental der Sauer
Ich fuhr mit Clara zum Feuchtwiesental der trocken gefallenen Sauer bei Ebbinghausen. Wir pausierten bei den höhen Hängen zugewachsen mit Bärlauch. Bald wird er blühen und die Hänge in Sternenzauber einhüllen.
Das Sauerbett schlängelt sich durch das sanfte Tal. In den Wiesen dominierte der gelbe Löwenzahn. Sie war noch nicht gemäht worden: Clara pflügte sich durch das hohe Gras. Es machte ihr Spaß :-)
Nach einiger Zeit machte die Sauer einen scharfen Bogen, und dort steht auf dem Bachgrund eine alte Weide. Wir stiegen ins tiefe Bachbett runter. Das Wasser hatte sich unten im Stamm der Weide einen Durchfluß geschaffen! An den vergibten Gräsern im Geäst der Weide sah man, wie erstaunlich hoch das Wasser der Sauer steigen kann. Während ich einige Pflanzen fotografierte nutzte Clara das Bachbett zum Rauf- und Runterrennen. Sie liebt das :-)
Nun wollte auch ich einfach durch die duftenden Wiesen streifen. Ich stieg aus dem Bachbett hoch, Clara folgte mir unternehmungslustig :-)
Vom Wiesenschaumkraut sammelte ich eine Portion für die Salatsauce. Es schmeckt zart süß und ein enig nach Senf. Eine kulinarische Delikatesse und optisch eine Zierde der Tafel :-)
Wir stöberten eine Weile ziellos-glücklich durch die weiten Wiesen. Dann ging es zurück nach Hause.
Mittwoch, Mai 13, 2026
Die Sauer und ihre Bachschwinde
Wir kamen an dem auf der Hangwiese liegenden Apfelbaum vorbei; er blühte auch dieses Jahr wieder :-) Das Bachbett war stellenweise noch voller als letztes Jahr von Bruchholz, das sich an einem Stein oder Stamm aufgestaut hatte. Wenn der Bach Wasser führt, müssen hier starke Strudel herrschen.
Wir spazierten bis zur Bank bei der einer alten, mächtigen Weide, die tief unten im Bachbett wurzelte. Der Weg endete hier in einer Wiese. Clara stöberte durch den wuchernden Girsch rund herum. Er ist ein altes Haudmittel gegen Gicht und wird wie Spinat zubereitet.
Wir gingen zurück zum Anfang des Weges. Dort kann man bequem bis zum Schwalgloch (Bachschwinde) an die Sauer herunter gelangen. Wir kamen vom trockenen Bachbett aus zur Bachschwinde. Man hätte das Wasser fast für eine Pfütze halten können, wenn es nicht sanft geflossen wäre. Clara lief hin und offensichtlich war es trinkbar ;-)
Die Gesteinsbrocken im Bett machten das Vorwärtskommen schwierig, wir ließen es bald sein. Die Sauer zeigte sich nur als Bächlein.
Der Mai begann mit all den Vorzügen, wegen denen man ihn so liebt - strahlend, grün, blumig und milde.
Sonntag, Mai 10, 2026
Auf besonders schönen Pfaden an der Altenau und am Schnittwasser
Vor der Altenaubrücke biegt dieser versteckte Pfad vom asphaltiereten Hauptweg nach oben ab. Clara rannte vor um gar nicht erst die Idee hochkommen zu lassen, auf dem "langweiligeren" Hauptweg weiter zu gehen ;-)
![]() Ich hatte versäumt die im März wachsenden Prachtbecherlinge zu bewundern, die an einer Wasserrinne ins Schmittwasser leben. Siehe Beitrag 7. 4. 2025. Schmitt war der Müller, der diesem Teil des Glasebachs den Namen gab. Die alte Mühle ist heute ein ein Gehöft, wo u.A. Wasserbüffel gehalten werden, die man im Sommer auf der weitläufigen Wiese beobachten kann. Ich fuhr mit Clara hin in der vagen Hoffnung, noch einen der knallroten Prachtbecherlinge bestaunen zu können. Aber ihre Saison war definitiv vorbei!
Das Rinnsal sah auch für Clara nicht gerade einladend aus. Ich warf trotzdem ein Leckerli rein um zu testen ob Clara es im Wasser finden würde. Sie ging am Rande einen Schritt rein, aber dann eher ziellos rumschnüffend wieder raus. Um erschnüffelt zu werden, müßte es sich wohl erst auflösen.
Clara kam mit schwarzen Pfoten und einem schwarzen Schlammkinn zu mir. Beim Weitergehen und Grasschnüffeln wurde sie ziemlich schnell wieder sauber :-)
Wir kamen an Inseln von Waldmeister vorbei, der jetzt schon schwach dufteten. Ich liebe seinen Geruch. Sauerampfer gab es hier auch reichlich.
Vor einer Holzbrücke hat das Schmittwasser eine gute Badestelle: der Grund ist aus Sand und Gestein, das Wasser reicht Clara in der Regel nur bis zum Bauch - so liebt sie es :-). Nach ihrem kurzen Wasserspaß gingen wir wieder zurück.
Donnerstag, Mai 7, 2026
Durch Frühlingswald und über Frühlingswiesen
Wir kamen zunächst hinter Husen an einem Waldweg vorbei - ich beschloß hier einen ersten Halt zu machen. Clara stürmte gleich los.
Das Waldinnere sah allerdings nicht wirklich einladend aus. Viel Bruchholz und gefällte Stämme lagen kreuz und quer herum. Wir gingen bald zurück und fuhren weiter zum Eselsbett.
In diesem Waldstück stehen alte Bäume, die Individualisten sind. Und es gibt Platz unter ihnen. Mich beeindruckte besonder einer, der eine Schlange als Vorbild gewählt hatte ;-) Ich warf Clara Leckerli ins Laub, sie liebt das "Such"-Spiel.
Ich schaue Clara gerne zu, wenn sie fast wie ein Bärchen über Stämme springt. Aber sie springt in der Regel nur, wenn eine Drunterherkriechen oder Drübersteigen nicht geht. Auf einen dicken Stamm legte ich ein Leckerli und wartete ab, was sie tun würde.
Wir schlenderten noch ein wenig im Wald rum, dann fuhren wir zufrieden nach Hause.
![]() Am nächsten Tag hatte ich größere Rückenprobleme als gewöhnlich. Ich fuhr Clara zu den Wiesen auf der Hegge und beobachtete sie nur, wie auf die Pirsch ging ;-)
![]() Am Folgetag blieb ich zuhause. Clara, Stu und ich lümmelten uns auf dem Sofa rum.
Gegen Abend dann stellte sie sich vor mich, wackelte mit dem Schwänzchen und bellte mich in kurzem Befehlston an! Klar, ich sollte auf allen Vieren auf den Teppich mit ihr kämpfen. Ich gehorchte, ich schuldete ihr einen Ersatz für den ausgefallenen Ausflug :-)
Montag, Mai 4, 2026
Rapsfelder, Löwenzahnwiesen und Auwald
Hier grasten die ersten Rinder auf den saftigen Weiden. Und eine "bunte" Schafherde mit ihren Lämmern sahen wir: braune, weiße, schwarze und schwarze mit weißen Schwanz- und Beinenden.
Wir bis zum Wald auf der Höhe. Die Blätter der Buchen und Birken wuchen sichtbar jeden Tag. Bald würden kaum noch Lichtstrahlen den Waldboden berühren.
Der Wald war hier an manchen Stellen noch urig. Clara liebt solchen ursprünglichen Wald genau wie ich :-). Sturmschaden war liegen gelassen worden. Eine wunderbare Chance für Kleintiere einen Schlaf- oder Brutplatz zu finden. ![]() Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zum Auwaldgebiet an der jungen Altenau. Der Wasserstand würde wegen des weitgehend trockenen Aprilwetters nur mäßig hoch sein.
Ich suchte mir einen möglichst trockenen Weg bis zu den Wasserinseln entlang der Altenau. Die ganz verschiedenen Gräser und Sumpfpflanzen waren meine Wegweiser.
Clara war zu einer der Wassersenken gelaufen und ging forsch hinein: sie sackte auf der Stelle bis zum Bauch ein, blieb aber völlig gelassen. "Das liegt ja noch ganz im Rahmen einer angenehmen Wasserhöhe", schien sie zu denken. Sie stapfte ein wenig im Wasser herum und kam dann bis zum Bauch von einer schwarzen Erdhüllle überzogen an Land. Sie spazierte schnüffelnd ein wenig herum und ging an einer anderen Stelle wieder hinein. :-)
Ich überlegte, wie ich sie wieder sauber bekommen würde. Zuhause im Keller unter der Dusche? Wenig verlockend, da sie dann zuerst wieder passiven Widerstand zeigen würde. Ich beschloß zu ihrer Badestelle an der Husener Altenau zu fahren und sie dort sich selbst säubern zu lassen!
Sie ging einmal rein, kam aber schon bald wieder raus. Sie war noch nicht ganz sauber gewaschen, aber sie wollte nicht mehr rein ins Wasser. Je mehr ich drängte, um so sturer wurde sie. Mein Gesicht sah sicher nicht nach Spielen aus - das machte sie mißtrauisch. Naja, weitgehend sauber reichte auch. Wir fuhren nach Hause. Sie legte sich gleich wohlig grunzend zu einem Schläfchen hin :-)
Samstag, Mai 1, 2026
Rapsfelder neben ergrünenden Wäldern
Ich fuhr mit Clara auf den Attelner Mittelberg. Dort oben grenzten Rapsfelder an den bis zum Tal abfallenden Buchenwald.
Es war Mitte April, der Wald war noch lichtdurchflutet, Anemonen sonnten sich immer noch. An feuchten Stellen hatten sich weiße und lila Lerchensporne breit gemacht. Die Felder wurden weiträumig vom grellen Gelb des Raps beherrscht. Clara würde von sich aus nicht hinein gehen. Nun, der intensive Geruch des Raps war auch für mich nicht anziehend. Ich lockte sie erfolgreich durch´s Reinwerfen kleiner Leckerlis hinein - klar, Futter ist begehrenswert, egal wie die Umstände sind ;-)
![]() Am nächsten Tag zogen immer wieder dunkle Wolken über den Himmel. Ich hoffte nicht wieder in Hagel zu geraten - wir gerieten nicht mal in Regen :-)
Wir spazierten beim Husener Feriendorf über die Hegge. Der Heggeweg war wegen Straßenbauarbeiten gesperrt. Clara fand deren brummenden Maschinenkrach besorgniserregend. Sie machte mir deutlich klar, daß wir besser in den schützenden Wald hinein gehen würden :-)
Als Clara alles erkundet hatte, warf einige kleine Leckerlis ins Laub. Eines fand sie nicht - beziehungweise sie gab auf, sah mich an und meinte "Wirf ein neues!" :-)
Wir durchstöberten den lichten Teil des Waldes und entdeckten einen abenteuerlichen Hochsitz. Die Leiter schien solide gebunden - aber durch das grobe Sitzgitter aus ein paar Ästen würde wirklich jeder durchfallen!
Ein dunkle Wolkenbank näherte sich uns bedrohlich. Nach den Hagel-Erfahrungen vor ein paar Tagen beschlossen wir rechtzeitig umzukehren.
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Cornelia
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