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Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Archiv-Organisation vom 15. Juli 2009:
Archiv Mai 2005 - August 2008 : Die Beiträge September 2008 bis heute erreichen Sie über das Thematische Inhaltsverzeichnis.
Montag, April 21, 2008
Heute aus dem Alltag von Oskar und Gastblogger Jan Peters Oskar und der Volkspark
Nach ca. einer halben Stunde hat Oskar dann meist alles erledigt und ich muss mich sputen es rechtzeitig zur Arbeit zu schaffen. Oskar nutzt die Zeit, während ich arbeite, um sich noch einmal ordentlich auszupennen. Nach der Arbeit beginnt Spaziergang Nummer zwei. Meist mit Spielzeug bewaffnet geht es wieder Richtung Park. Gegen 15 Uhr ist dann aber im Park bereits die Hölle los. Jogger, Skater, Radfahrer, Familien mit Kindern - und mittendrin Oskar!
Oft dauert es jedoch nicht einmal eine Viertel Stunde bis Oskar mit langer Zunge zu mir zurück kommt. Völlig erschöpft geht es dann wieder zurück nach Hause um Kraft zu tanken für den 3. Akt. So gegen 20 Uhr haben wir die gleichen Bedingungen wie morgens. Kaum Leute, wenig andere Hunde, kein Lärm, einfach nur Ruhe. Das ist wieder der Moment an dem ich mich freue mit Oskar in Ruhe gehen zu können. Ich merke ihm abends auch an, dass er auch nicht wirklich böse darüber ist. Schließlich liegt ein anstrengender Tag hinter und vor ihm. Seit wir so regelmäßig in den Park gehen träumt Oskar auch wieder viel öfter. Dann bellt und quiekt er im Schlaf, als würde er immer noch im Park sein.
Zusätzlich zu unserem Bulldog-Treffen im Grunewald (siehe Bericht vom 8.4.2008) fand am 6. 4. 2008 im Messezentrum ICC in Berlin die jährliche FCI-Rassehundeausstellung statt. Neben vielen anderen Rassen wurde am Sonntag auch der English Bulldog ausgestellt. Positiv zu erwähnen ist, dass der Großteil der dort ausgestellten Bulldogs wesentlich besser aussah, als es noch vor 2 Jahren der Fall war. Es war auffallend, dass weniger tiefgelegte und massige Bulldogs ausgestellt wurden. Im Gegenteil, es war zwar auch so manch ein Bulldog mit sehr kurzen Beinen, aber dafür umso mehr Bullys mit förderlicher Statur dabei. Es wäre wünschenswert wenn wenn sich dieser Trend auf den Ausstellungen fortsetzen würde, damit man in Zukunft nicht nur mit Vorfreude zu den Ausstellungen geht, sondern auch mit Freude die Ausstellungen wieder verlässt.
Montag, April 7, 2008
Welchen Wert hat eine "ZTP" ??? (Zucht-Tauglichkeits-Prüfung / Ankörung)
Inflation von Titeln und von züchterischer Verantwortung
Zusätzlich zu den etwa 12 speziellen Bulldog-Zuchtvereinen gibt es noch allgemeine Hundezuchtvereine,
in denen man natürlich
auch Bulldogs züchten und in konkurrenzlosen Einzelvorstellungen zu "Weltsiegern" oder "Besten der Rasse"
erklären lassen kann. Eine ernstzunehmende Konkurrenz tritt nur bei den VDH/FCI-Ausstellungen an, deshalb sind auch
nur diese Austellungen von nationaler und internationaler Bedeutung.
Wir sehen, es gibt so viele Zuchtvereine, dass jeder "Züchter", jeder Titelsüchtige und jeder Pokalsammler sich einen Zuchtverein aussuchen kann, der zu seinen ganz persönlichen Bedürfnissen oder Ambitionen paßt. Und reicht das immer noch nicht, so gründet man einfach einen weiteren neuen "e.V." und druckt mit dessen Logo seine eigenen Ahnentafeln ...
Eine Zuchttauglichkeitsbescheinigung ("ZTP") sagt zunächst einmal garnichts aus: Welche Rolle spielt dabei ein Dachverband? Meines Wissens gibt nur der VDH Vorgaben: z.B. die Pflicht auf HD zu röntgen. (Sollten auch andere Dachverbände Pflicht-Untersuchungen verlangen, dann bitte ich um entsprechende Infos.) Beachten Sie im eigenen Interesse diese Zusammenhänge, wenn Sie auf einer Züchterseite lesen : "ZTP bestanden."
Viele Bulldogs sterben jung...
Suchen Sie einen Welpen, dann verlangen Sie Gesundheitszeugnisse der Elterntiere: Besonders wichtig ist z.B. die
Luftdurchlässigkeit der Nasengänge. Bekommt der Bulldog nur sehr schlecht Luft, dann
überbelastet er sein Herz mit der andauernden Anstrengung den Körper immer noch hinreichend mit
Sauerstoff zu versorgen. Die Herzwände verdicken sich dadurch, und der Bulldog stirbt an Herzproblemen
(Kugelherz), bevor er 4 oder 5 Jahre alt ist...
Hauptsache viele Welpen verkaufen...
Eine Züchterin antwortete mir einmal auf meine erstaunte Frage, warum sie eine ganz bestimmte
Hündin gedeckt habe: diese Hündin habe zwar eine starke Nasenstenose
(Nasenverengung) und sei gebärunfähig.... aber sie habe einen längeren Rücken, könne also gut viele Welpen
austragen... Diese Züchterin verlor meine Unterstützung!
Mehr zu den Daten - die Sie sich zur Minderung von Gesundheitsrisiken beim Welpen -
vorlegen lassen sollten, finden
Sie HIER, wenn Sie etwas nach unten scrolen.
Stressempfindlichkeit ist nicht erfreulich!
Bei Zwingerhaltung weiß der Betreiber oft gar nicht, ob sein Hund eine zu geringe Toleranz gegenüber Stress hat
und deshalb ängstlich oder aggressiv - auf Artgenossen oder einfach Fremdes - reagiert. Meistens werden Wesensprobleme
aber schlicht geleugnet und es wird drauflos gedeckt... Umso wichtiger, dass man als Welpensucher die Chance hat,
mit den Elterntieren eines Welpen zu spielen um ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob sie freundlich offen, ängstlich
oder hyperaktiv sind!
Wesensprobleme werden geleugnet...
Ich kenne eine Hündin, die u.A.
einen Welpen schwer zerbissen hat, und die einen Wesenstest im Rahmen einer "ZTP"
bestand - denn der Test war nur eine Formalie. Diese Hündin rastet einfach
gelegentlich unkontrolliert aus...Danke ans Schicksal: diese deutlich wesensgestörte Hündin erwies sich bislang als unfruchtbar! Neben der Gesundheit muß zwingend auch das Wesen der Zuchttiere berücksichtigt werden. Wird es aber oft nicht! Hauptsache man kann Welpen verkaufen....
... und nicht wie ein runder Bulldog-Dackel oder wie ein
schmaler Bulldog-Boxer. Es erstaunt mich immer wieder,
wie schamlos Zwingerbetreiber (die sich selbst "Züchter" nennen) solche Standard-Abweichungen schönreden.... Es gibt viele wundervolle, gesunde Bulldogs !
Das alles oben heißt natürlich nicht, dass es keine
Bulldog-Züchter gäbe, die im Herzen Bulldog-Halter geblieben sind, und die nach bestem Wissen und Gewissen erfolgreich
züchten. Außerdem spielt auch immer das Glück eine Rolle ;-) Vermeiden Sie es auf gewinnorientierte Züchter hereinzufallen: diese erkennen Sie am ehesten daran, dass sie Zwingerhaltung "in Ordnung finden", klug über "Erfahrung" daherreden und mit Pokalen und Titeln werben... Noch einmal: bleiben Sie kritisch, lassen Sie sich nicht blenden!
Samstag, Dezember 29, 2007
Zur Arbeit des VdFEB in 2007
Der im November verstorbene Mitbegünder und erste Vorsitzender des VdFEB, mein Vater Dr. Bernhard Deermann, trat aus diesem Grund - ebenso wie Stu, ich und viele andere - 1980 aus dem ACEB (VDH) aus. Wir konnten die Gleichgültigkeit, mit der das körperliche Wohlbefinden der Bulldogs mehr und mehr durch Extremzucht eingeschränkt wurde, nicht mehr mit ansehen. Wir gründeten deshalb unseren 'Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.'. (Nachruf siehe unter Neuigkeiten des VdFEB, 7.11.2007)
Dazu für 2007: Mittlerweile gibt es in Berlin, München, Westfalen Bulldog-Treffen, die von dort ansässigen Mitgliedern veranstaltet werden. Auch viele Nicht-Mitglieder des VdFEB nahmen daran mit Freude teil. (Siehe Links in der grauen Spalte rechts : )
Sonntag, November 11, 2007
Kritische Anmerkungen zum WUFF-Interview mit Angehrn : Bulldog am Ende ?
Angehrns Begründung ihrer Abwendung vom Englischen Bulldog:
Allerdings fuhr Angehrn zumindest eine Zeitlang zweigleisig: Ich selbst kaufte 1981 unsere AlmaJoy von ihr - aber mit der Maßgabe, ich würde NUR einen Welpen aus einer NICHT-Champion-Linie kaufen, da ich einen Bulldog zum "Damit-leben" brauche, und keinen für Shows. Alma war typvoll und gesund, eben nicht extrem wie die Pickwick-Champion-"Comic-Zucht". Mit einem solchen Welpen hatten meine Eltern sich leider schon schlimmes Unglück gekauft :-( Wir unterstützen es unbedingt, wenn offen auf die gesundheitlichen Probleme in der Bulldogzucht hingewiesen wird. Aber die Feststellung Angehrns, der Bulldog sei am Ende, schüttet ihr eigenes Kind (nach 35 Jahren) mit dem Bade aus. Frau Angehrn sagt zur FCI-Schönheitszucht: "Das hat nichts mehr damit zu tun, wie es der Standard eigentlich beschreibt." (Wuff 11/07, S.24) Richtig! Der Standard beschreibt einen gesunden Englischen Bulldog! Warum hat sie dann nicht den Weg "zurück zum Standard" beschritten und gesunde Bulldogs gezüchtet? Weil sie dann keine Titel mehr in der FCI-Szene gewonnen hätte?
Leider hat das offizielle VDH Zucht- und Ausstellungswesen - auch durch dachverbandsbedingte Hilflosigkeit den einzelnen Zuchtvereinen gegenüber - Extrementwicklungen und damit gesundheitliche Probleme beim Bulldog nicht verhindert. Während die entsprechenden FCI-Zuchtvereine in der Schweiz und in Österrreich mittlerweile weniger extrem vorgehen, ist das Thema Gesundheit beim ACEB eine regelrechtes Tabu-Thema :-( Es gibt weltweit ein oft noch gesundes Gen-Potenzial des Bulldogs. Wir hoffen, dass sich Züchter auch in Deutschland finden werden, die dieses Gen-Potenzial nutzen. Unsere Unterstützung hätten sie voll und ganz!
Donnerstag, August 3, 2006
"Goomba´s Berta" - der Shooting-Star ;-)
Von 15 Hunderassen gibt es z.B. Notizblöcke mit dem kleinen Foto eines besonders typischen und freundlichen Hundes der jeweiligen Rasse : auf jedem Blatt oben links. Eine dieser 15 Rassen ist unser Bulldog : gerade ist solch ein Notizblock ($ 5) herausgekommen. Das Tolle daran : ein Foto von "Goombas Alaska Queen" = "Berta Ehrenstein" ziert jedes einzelne Blatt! Bertas Verwandschaft hier in Germany - Frieda, Dreamboy, Connor und Geschwister - ist besonders stolz auf ihre illustre Cousine, Schwester, Tante :-))) Doris Ehrenstein kommt zum diesjährigen Herbsttreffen des Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. aus Alaska angeflogen, leider OHNE Berta und Willie :-)). Sie bringt von diesen Notizblöcken einige mit. Berta ist AUCH in zweien der Bulldogkalender 2007 : einmal als Valentins-Girl (Februar) und einmal lustig auf einem Hocker sich drehend (April). Doris bringt ebenso einige dieser Kalender mit : Vorzugspreis und natürlich ohne Versandkosten :-). Über die Kalender - und über die Story, wie es zu diesen Fotos kam - werde ich auch noch bloggen.
sind humorvoll typisierende Sympathieträger für die jeweilige Rasse. Es geht nicht um deren gerade modische Standard-Interpretation, sondern um Akzente des gemeinsamen Lebens mit ihnen. Ihre Individualität wird betont. Deshalb sind die Kalender ja so beliebt.
... der Hund als Kompensationsobjekt
zeigen fast immer erstarrte Modepuppen in immer gleicher Position. Allein schon diese
so langweiligen "Ausstellungs-Siegerfotos" machen augenfällig, daß hier der Hund
als Kompensationsobjekt persönlicher Bedeutungslosigkeit mißbraucht wird. Man kann daran
erkennen : Status soll verkauft werden; der Hund als Status-Stütze für Status-Bedürftige
... wie beschämend ! Ein SEHR GUTER ARTIKEL zu diesem Thema steht in der aktuellen Ausgabe (7/8 2006) des Hundemagazins WUFF. Hier die Zusammenfassung des Verlages :
... Jahrmarkt der Eitelkeiten der Hundeaussteller ...
Hundeausstellungen: Lust oder Leid?Der ursprüngliche Sinn von Hundeausstellungen war die Ermittlung der besten für die Zucht geeigneten Hunde. Heute werden Hundeausstellungen immer häufiger als abstoßender Jahrmarkt der Eitelkeiten der Hundeaussteller und Züchter kritisiert - und als Kniefall vor einer Nachfrage, die unsere vierbeinigen Freunde als gequälte Marionetten missbraucht.
Sonntag, Juli 16, 2006
Etwas vom "Bulldog Club of America"
Es ist bewundernswert, wie sehr sich über diese 50 Jahre der Sieger-Typ des Bulldogs
in den USA gleich geblieben ist. Er ist nicht wie z.B.
in Deutschland (VDH/ACEB) in die Breite gegangen und kurzbeinig geworden. Der Sieger-Typ
des BCA ist keine modische Massigkeits-Abweichung vom Standard geworden -
wie auf den Bildern klar zu erkennen.
Außerhalb des AKC - und des FCI/VDH bei uns - wird MINDESTENS noch einmal die gleiche Anzahl Welpen pro Jahr gezüchtet und/oder produziert. Aber darüber liegen nur Schätzwerte vor.
Rechnet man diese oben genannten offiziellen Zahlen auf die Einwohnerzahlen von den
USA und Deutschland um, dann kaufte
in den USA in einem Jahr (gerundet) jeder 50-Tausendste
Einwohner einen Bulldogwelpen, und in
Deutschland jeder Millionste!
Dabei ist der Bulldog in den USA und auch in Deutschland sehr populär
- wie man aus der vielen Werbung mit ihm als Star ableiten kann;
aber er ist erstaunlicherweise BEI UNS trotzden kaum verbreitet!
Das hat mit Sicherheit seine Ursachen in
der oft so miesen gesundheitlichen Verfassung des Bulldogs hier, die sich einfach rumgesprochen hat.
Eine zweite Ursache dürfte in der oft
größenwahnsinnigen Preispolitik vieler deutscher Züchter liegen. Dagegen sind die USA
ja fast ein
Bulldog Paradies ;-) zu nennen :-))) (Siehe dazu Blog-Beitrag vom
2. Juli 2005)
In den anderen westeuropäischen Ländern dürften die FCI-Zahlen ähnlich tief wie
in Deutschland sein.
Anders in Osteuropa : der legale und illegale Hundehandel hier bei uns
wird sehr stark mit FCI-Welpen von dort
beliefert :-((( Es wird oft berichtet, dort "kriegt ja jeder FCI-Papiere!"
Wie dem auch sei, wegen dieses starken Exportes nach Westeuropa müßte das jährliche
FCI-Welpenaufkommen dort deutlich höher liegen als bei uns! Die optische und
gesundheitliche Qualität dieser Händler-FCI/Bulldogs
ist sehr zweifelhaft, da es in dieser Szene - sowohl beim Verkäufer als auch beim Käufer -
erstmal nur um Geld geht...
Natürlich gibt es in den USA auch Züchter der
Überinterpretation des Standards in extreme Breite,
Schwere und Tiefe. Sie gewinnen auch gelegentlich regionale Wettbewerbe bei Richtern, die
dem derzeitigen Bulldog-Modetyp in England anhängen. Ebenso gibt es Züchter, die
ins andere Extrem fallen und
den Standard unterinterpretieren. ABER :
Und zum Abschluß heute ein lustiges Goomba-Foto aus den USA : "Groß wie ein Turnschuh" ;-)), dieser Vetter "King Junior" von Frieda. Und so sieht Goombas King Junior heute aus :-)
Dienstag, April 25, 2006
Heute erzählt Gastblogger Jan Peters Sonntage mit Oskar :-)))
Sein Verhalten ändert sich schlagartig in der Nacht von Samstag zu Sonntag. Er ist morgens nicht aus dem Bett zu bekommen, denn er weiß genau, dass er ausgeruht sein muss. Sein Instinkt sagt ihm, dass es raus geht in die Natur und er liebt das Grüne zu sehr, um dann nicht zu spielen. Nach einem langen erholsamen Schlaf und einem noch ausgedehnterem Frühstück geht es dann los. Neulich am Wochenende musste sich Oskar noch etwas gedulden. In Berlin lud der VDH zur Ausstellung. Obwohl die Welt der Ausstellungen nicht unsere Welt ist, machten wir uns auf den Weg, denn es war ja direkt vor der Haustür. Das Wetter war gestern einfach zu schön, um den ganzen Tag auf der Ausstellung herum zu laufen. Wir waren pünktlich um 10.00 Uhr dort und haben uns kurz die Bullis angeguckt. Als wir aber gesehen haben, wie sich viele quälten, bei der drückenden Luft in der Halle im Ring - und am Rande davon - zu laufen, haben wir uns noch ein wenig bei den Leonbergern vergnügt und sind dann wieder 12.00 Uhr nach Hause.
Nur schnell Oskar an die Leine und dann ab mit der S-Bahn in den Humboldthain, einem sehr schönen grünen Park direkt im Wedding.
Während Luke und Oskar miteinander spielten, unterhielten wir uns mit den anderen Haltern über Bulldogs und die Welpenzeit, da Luke erst 4 Monate alt war und noch nicht sehr lange bei seinen neuen Eltern. Es war wirklich niedlich anzusehen, wie die beiden Kraftpakete 2 Stunden lang durch den Hain liefen und sich keine Pausen gönnten. Beide waren ziemlich geknickt, als wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten, aber als wir zu Hause ankamen, war Oskar doch froh wieder in seinem Körbchen zu liegen. Er schlief ohne Unterbrechung bis zum nächsten Morgen durch.
Sonntage mit Oskar
sind schön. Sie zeigen einem, wie Bulldoggen die Freiheit und die Natur
lieben. Manchmal wünscht man sich, es wäre jeden Tag Sonntag.
Bully und meine schneeweiße
Ziska waren ein
Traumpaar:
sie wachte und er kämpfte! Er griff
sogar den Donner himmelwärts springend an, wenn Ziska ihn mit aufgeregter Stimme anfeuerte.
Meine Mutter hatte Bully wunderbar erzogen. Sie konnte mit ihm zum Metzger gehen - er blieb brav
draußen sitzen und ließ sich durch nichts verführen, diesen Platz zu verlassen. Er konnte
auch auf Kommando zittern. Das kam so: wenn er baden sollte zitterte er zunächst. "Der Bully zittert ja",
sagte meine Mutter mit melodischer Stimme dann immer - und eines Tages zitterte er auf der Stelle
los, wenn man
genau diesen Satz zu ihm sagte :-) - auch ohne Bad :-(( im Hintergrund. Bully starb mit 6 Jahren den Heldentod: als
ein Mofa meinen 91-jährigen Großvater rücksichtslos niedergefahren hatte, griff er dieses
sofort voller Wut an. Meine Mutter konnte ihn kaum bändigen.
Aber diese Aufregung war zu viel für ihn. Er bekam einen Herzinfarkt und starb.
Ziska trauerte sehr um ihn - wie wir alle.
Ein kurzer Ausflug in die Bulldog-Vereinsgeschichte meines Vaters:
Mein Vater trat damals, als er Bully kaufte, in den "Club für Englische Bulldogs"
(gegründet 1901) ein.
1976 wurde er dort 1. Vorsitzender. 1976 gründete sich parallel
ein 2. Zuchtverein für Bulldogs im VDH, der DKEB.
Unter Federführung des VDH gründeten mein Vater, Doris Ehrenstein und weitere
Vorstandmitglieder des
CEB, sowie einige Vorstandsmitglieder des DKEB 1977 den ACEB (Allgemeiner Club für Englische Bulldogs). Mein Vater wurde
dort der erste 1. Vorsitzende. Die Vereine CEB und DKEB wurden aufgelöst.
Der CEB allerdings wurde damals nicht im Vereinsregister Dortmund gelöscht.
Zunächst ließ sich die Arbeit im ACEB
gut an. Mein Vater und Doris Ehrenstein erhielten
für ihren Einsatz die Goldene Ehrennadel des ACEB. Ich selbst erhielt nach der
Herausgabe des erfolgreichen
1. Jahrbuches des ACEB die Silberne Ehrennadel
und die Mehrheit der Mitglieder wünschte mich daraufhin als Vorstandsmitglied in der
Funktion der Schriftleiterin. Auch die bisherige Schriftleiterin war damit einverstanden.
Bald aber gab es ersten Streit im ACEB um die Verkaufs-Praktiken einiger Züchter
(z.B. wurde
ein Bulldog ohne Schließmuskel an eine alte Dame verkauft und vor Gericht dann gesagt, man habe
kein Geld um den Kaufpreis zurückzuerstatten), und es gab Streit um
die Richtung, in welche die züchterischen Bemühungen
für den Bulldog gehen sollten. Die Verfechter der Massiv-Bulldog-Linie
setzten sich (1980) durch; konkret: sie wählten den
holländischen Züchter Herrn Steffens zum Zuchtleiter,
den mein Vater, Doris Ehrenstein
und andere aus dem ehemaligen CEB aber in dieser Funktion ablehnten.
Mein Vater, Stu und ich, Doris Ehrenstein und viele andere
verließen nach dieser Zuchtleiter-Entscheidung (1980) den ACEB und gründeten den
Verein der Freunde Englischer Bulldogs
als NICHT-ZUCHT-VEREIN. Wir wollten unabhängig vom Zuchtgeschäft, unabhängig damit von finanziellen Gesichtspunkten,
dem Bulldog als Lobby dienen. Mein Vater war der erste 1. Vorsitzende dieses Vereins,
bis er aus Altersgründen dieses Amt abgab. Heute ist er Ehrenmitglied des VdFEB und ich
möchte ihm an dieser Stelle für sein Engagement für den Bulldog und für unseren VdFEB
von Herzen danken.
Meine Eltern
hatten nach Bully für viele Jahre Bulldog Billy2. (Billy1 starb mit 16 Wochen am
Wasserkopf-Syndrom).
Später, nach dem Tod meiner Mutter, lebte mein Vater dann einige Jahre allein mit
Bulldog Dewrie, dem letzten Bulldog meiner Eltern. Der war sehr krank: Gaumensegel zu
lang, Gehörgänge ewig entzündet weil zu eng,
schiefer Kiefer mit faulen Zähnen, Entropium an beiden Augen, Zwischenzehen-Geschwüre, Akne,
Arthrose, Prostataprobleme ...
Dewrie war ein trauriger Hund. Alma und
später Wilma
behandelten ihn wie ihren wehrlosen
Prügelknaben :-((. Ich mußte immer eingreifen. Aber Dewrie war "Papas Liebling".
Mein Vater pflegte Dewrie
hingebungsvoll und mit großer Liebe, obwohl er gehbehindert ist und damals schon krank
war. Das haben wir alle sehr bewundert. Mit 9 Jahren wurde Dewrie zu Hause eingeschläfert;
es ging nichts mehr mit ihm.
Mein Vater war inzwischen auch selbst zu pflegebedürftig geworden, um noch einmal einen
Bulldog zu halten. Er erfreute sich aber immer von ganzem Herzen an Wilma -
und jetzt wieder an Frieda.
Also Pa, ganz liebe Glückwünsche von mir und unserer "Bulldog-Gemeinde " zu Deinem Geburtstag!
Krieg der Welten oder warum Bulldog-Freude nicht käuflich ist
Darüber hinaus gibt es Zeitgenossen,
nennen wir sie der Einfachheit halber "Desperate Idiots", die meinen der Weisheit
letzter Schluss zu sein und mit persönlichen Angriffen auf verdiente Mitglieder
unseres VdFEB "losschießen" zu müssen. Euch möchte ich gerne
Wollt Ihr Euch nicht langsam mal um die Hunde kümmern ???
Wollt Ihr nicht anfangen gesunde, frei atmende Bulldogs zu züchten ???
Unseren Verein gibt es seit über 25 Jahren,
Allen Freunden unseres Vereins
möchte ich eine Weisheit meines Lieblingssängers
Randy Newman mit auf den Weg geben :
Es gibt Vereine die machen Sinn!!!
Dass dies leider nicht immer die offiziellen Vereine sind,
weiß jeder, der sich in Deutschland ernsthaft mit
English Bulldogs beschäftigt !!!
Allen wahren Bulldogfreunden brauche ich nicht zu erklären, dass Bulldog-Freude
nicht käuflich ist !!!
Wir haben uns von Mitgliedern getrennt und haben potentielle "Freunde"
nicht aufge-nommen. Das gefällt natürlich nicht jedem, aber : Das muss es doch auch gar
nicht !!!
Alles in allem ist unser "Verein der Freunde Englischer Bulldogs" eben ein Verein,
der Charakter beweist und sich auch tatsächlich für Verbesserungen
der Rasse einsetzt - und der nicht einfach nur selbstgefällig vor sich hinvegetiert !
Andreas Riedel - Februar 2006
Die FCI erlaubt pro Land nur einen Verein als Mitglied. In Deutschland ist das der VDH,
der z.Z. wiederum nur einen Zuchtverein für Bulldogs zuläßt, den "ACEB".
Ein gesunder Wettbewerb ist wegen dieser Verbandspolitik also nicht möglich. Warum geht das zu Lasten unseres
Bulldogs ?
Ein Beispiel:
Auf der
ACEB-Austellung
am 11.12. 2005 wurden von der Richterin, Frau Hassi A.-Feyel,
durchgängig Bulldogs zu "Siegern" erklärt, die extrem kurze und extrem auseinander stehende
Vorderbeine und dadurch extrem tieffallende Brustkörbe hatten. Knochenstärke der Vorderbeine wurde
zum Teil nur vorgetäuscht durch Wamme, die in dicken Rollen um die Beine
"aufgewickelt" war. Der Kopf hing durch diese Verzerrung des Standards
tief wie bei einem Basset.
Es muß einen Grund für die Bevorzugung dieses Extrem-Bulldogs geben. Mir fällt hier fast
nur die Begründung hoher Preise ein: Je MEHR Typus,
je MEHR Euros ...,
Viele Menschen wollen aber den Punkt, an dem
diese "Kraftdemonstration;-)" in ihr Gegenteil - nämlich in Schwäche der
Gesamtkonstitution - umkippt, um nichts in der Welt überschreiten.
Wir im "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V."
jedenfalls nicht ;-). Wir kämpfen,
soweit es uns als Nicht-Züchter möglich ist, um einen so GESUNDEN wie prächtigen Bulldog, AUCH
damit er nicht in absehbarer Zeit als Qualzucht verboten wird.
Unser so starkes wie einfaches Motiv : die große Liebe zu diesen Hunden.
Der unerfahrenen Bulldogkäufer weiß oft nicht um die gesundheitliche Problematik
der Extremausprägungen von Kopf und
Front, und daß die Bezeichnung "Qualzucht" für den Bulldog (und andere Rassen)
- in einer von Deutschland unterzeichneten EU-Konvention - genau hierin begründet
ist. Er vertraut dem SCHEINBAREN Qualitätssiegel VDH.
Der VDH und der ihm angeschlossene ACEB bilden -- wie man aus den Entscheidungen der allermeisten
dort eingeladenen Richter zwangsläufig schließen muß --
eine Marketing und Verkaufs-Gemeinschaft für den "Extrem-Bulldog",
und nicht mehr für den "English-Bulldog"; so jedenfalls sagte es mir
neulich ein Neu-Bulldogger am Telefon. Er kaufte zwar einen FCI-Bulldog, aber
einen aus einer Züchtergemeinschaft mit Züchtern aus dem europäischen Ausland.
Wollen Sie einen Bulldog-Gefährten für den Alltag,
dann fragen Sie nach einem "Gebrauchs-Bulldog".
Wollen Sie dagegen auf VDH/ACEB-Schauen (aus meiner Sicht oft fragwürdige)
Lorbeeren ernten, dann fragen Sie nach einem "Schau-Bulldog".
Wollen Sie einen "Billig-Bulldog" OHNE Papiere, der gesund ist, dann sind Sie ein Spieler
- und die verlieren am Ende so gut wie immer.
Zuerst geht es um GESUNDHEIT im Sinne des Standards, und dann erst kann man über
möglichst wenig Fehler im Sinne des Standards reden. Und nicht umgekehrt!
Schauen Sie als Welpenkäufer nicht zuerst auf die Papiere, sondern auf die Atmung und die
Bewegungsfreudigkeit der Elterntiere.
Viel Glück bei der Suche! ...
Der amerikanische Rüde:
"Goombas Dreamboy",
Bes. Birgit Braum aus D55444 Schweppenhausen,
email: floralgarden@web.de , Züchterin: D. Benham.
Das entspricht so nicht dem Standard, wohl aber offensichtlich einem speziellem
modischen Verständnis von Kraft und Mächtigkeit. Dieser Bulldog (früher oben Foto) wirkte nicht mehr stark,
sondern nur noch zu schwer für sich selbst. Traurige Gesamterscheinung,
alles hing schwer(mütig)
nach unten. Zusatz: Am 23. 2. 2006 tauschte ich das Foto durch die
obige Karikatur aus. Der Züchter
befürchtete durch das Hundefoto identifiziert zu werden. Was soll man davon halten???
Stellt seinen Hund öffentlich zur Schau, verträgt aber keine Kritik aus eben dieser
Öffentlichkeit???
Nun, jeder kann auf den VDH-Seiten die Sieger aller Ausstellungen nachlesen...
Alle frontbetonten Tiere in der Natur, wie z.B. der Büffel, tragen ihren schweren Kopf
auf starken, hohen Vorderbeinen. Nur das macht STARKEN Eindruck ;-)
Eine junge Frau sah Big Jim auf dem Boden liegen und fragte gleich begeistert: "Züchten Sie mit
diesem Bulldog?"
Andreas Riedel, "stolzer Kumpel" von Big Jim ;-),
meinte: "Nein." Die junge Frau war sehr enttäuscht :
"Warum denn nicht? Er ist doch sooo gut, mal endlich kein Extremer!"
Alle Leute drumherum stimmten zu! (Big Jim ist ein russischer FCI-Bulldog)
Die Ausstellung als Treffen von Bulldog-Freunden zu gestalten war eine schöne Sache.
Auch zu sehen, daß ein paar vitale Standardbulldogs ausgestellt waren
(die im Mittelfeld plaziert wurden), das tat gut.
Ich sage wieder, wer einen Welpen sucht soll nicht nach
"Sieger"titeln schauen, sondern sich vielmehr die Elterntiere kritisch auf
Bewegungsfreude, Atmung und Wesen ansehen. Denn:
"Weniger extrem ist mehr
Lebensfreude," das gilt auch hier!
Teil 2
Wer sich einlesen möchte : Teil 1 steht im Blog-Beitrag vom 12.
Juli 2005
Wer sich vitale, nicht den Standard überinterpretierenden Bulldogs wünscht, der
kann privat natürlich ohne Rücksicht auf irgendwelche 'Papiere' mit Elterntieren zu züchten,
die ihm gefallen, oder die er subjektiv für gesund hält, oder oder ... Solche Zuchten
bzgw. Würfe helfen der Rasse insgesamt aber nicht weiter, selbst wenn sie bestens
ausgesucht wurden. Sie haben mehr oder weniger nur eine persönliche Auswirkungen.
Will man die Rasse an sich langfristig wieder zu weniger Extremausprägung
- und das heißt zu mehr Vitalität - zurückführen, dann kommt man an den Verbänden nicht
vorbei, denn nur über die Verbände erreicht man eine gewisse Massenwirkung.
Und der FCI als einzigem international bedeutenden Zuchtverband fällt damit
LEIDER eine Monopolstellung zu.
Übrigens ist es einer
(von mehreren) Gründen, warum z.B. die USA oder auch Brittanien NICHT der FCI beitreten :
sie wollen sich nicht in Bezug auf Zuchtverbände sozusagen 'entdemokratisieren' lassen.
Um sich nicht selbst zu isolieren, erkennt die FCI im eigenen Interesse die
nationalen Papiere dieser Länder an.
Der Englische Bulldog aus Deutschland, der international eine Rolle spielt, ist also ein
ACEB-Hund, da der ACEB als Mitglied im VDH/FCI eine Monopolstellung hat. Will jemand in
Deutschland mit einem FCI-Bulldog (oder z.B. einem amerikanischen AKC-Bulldog) züchten, ohne Mitglied des ACEB´s
werden zu wollen, so muß er sich trotzdem den Zuchtbestimmungen des zuchtbuchführenden
ACEB beugen, auch wenn er die Maßstäbe, nach denen der ACEB Zuchtzulassungen
erteilt, persönlich als Förderung der Extremzucht ablehnt. Wäre ich selbst Bulldogzüchter,
dann würde ich mich nach Wegen umsehen z.B. über die USA zu züchten.
Es gibt Hoffnung gegen dieses VDH/FCI-Monopolunwesen in der deutschen Hundezucht !!
Frieda entdeckt ihr eigenes 'Outhouse' ('Außen-Haus' = Plumpsklo).
Gelernt hat sie nun, daß das 'Big Business' außer Haus zu geschehen hat. Heute morgen ging
sie also raus und strikt auf das einbruchgesicherte Gitter über dem
Schacht des Kellerfensters zu.
Nach kurzem Innehalten dort entschied sie, diesen Schacht zu ihrem Plumpsklo,
zu ihrem 'Outhouse = außer Haus Plumpsklo' zu machen. Wir lachten, grinsten ... hmmm:
kluger Hund :-), versteht sie etwa Wortspiele ? ...:-)
Für Frieda ist das wundervoll,
so eine tolle Patentante, die fast täglich hingebungsvoll mit ihr Raufen, Jagen oder Ball
spielt.
'Happy Miss Frieda' ist gar nicht wasserscheu :
Regen, Blitz und Donner gehören zum Leben, (lernte sie schließlich bei
'Mama Goomba' in Pennsylvania :-), und
ins Baby-Schwimmbad zu springen ist schlicht 'fun' ;-)))
Vieles läuft in den USA anders ab als bei uns. Ich beginne einmal mit der Preispolitik :
Doris Ehrenstein, Birgit Braum und Stu und ich haben uns nicht nur für den Goomba-Zwinger
entschieden, weil es dort gesunde und schöne 'klassische Bulldogs' gibt, sondern auch
weil diese Hunde sehr klug und so ganz besonders lieb im Wesen sind ;-).
In den USA trennen viele Züchter die Welpen eines Wurfes in 'Pets' und in 'Showdogs'
ein.
Diese Preisdifferenzierung hat auch Vorteile für den soliden Züchter :
Prost (mit Grappa) auf Dich !
Naja, hoffentlich schützt Dich das Alter auch weiterhin vor Torheit;-))) nicht.
Las Vegas oder so ...
Tolles Fliegen, große Lachse und dicke Bulldogliebe wünschen Dir weiterhin Cornelia und Stu.
Noch ein Geburtstag - diesmal einer der Bulldogart
Lieben Gruß,
Alexandra Nolte
Vom 29. - 31. Juli findet im Schloss Greifenberg das '1. große Hunde-Lifestil Festival'
statt.
Tolles Programm und schöne Gewinne zeigt der
Bulldog von und bei Adel :-); diesen Hinweis fand ich
im Magazin 'Partner Hund'. Alles Nähere findet Ihr
hier im Internet.
Situation der Hundezucht, besonders des Englischen Bulldogs :
Stichwort FCI (Federation Cynologique International) :
Es gibt so viele Typen des Englischen Bulldogs, wie es
menschliche Typen gibt.
Bei einem Treffen von Bulldog-Freunden und Bulldog-Freundinnen lernte
ich Big Jim
kennen, der mich mit seiner Vitalität wirklich sehr beeindruckte.
Er lief als einziger Bulldog in der heißen Mittagssonne (29 Grad im Schatten) eine
Strecke von circa 1km mit, ohne mehr zu hecheln als ich es tat :-). Er ist auch
schlank gehalten und offensichtlich durchtrainiert. Das ist gerade bei einem
Bulldog sehr wichtig, da sich Fett auch an Herz und Luftröhre einbettet.
Big Jim kommt aus dem
Zwinger 'Brave Heart', ich glaube Nähe Magdeburg. Er stammt aus einer
russischen Linie und hat russische FCI-Papiere.
Ich möchte ausdrücklich sagen, daß ich diesen Zwinger nicht kenne und ihn
deshalb auch nicht grundsätzlich empfehle. Aber Big Jim regt an, bei einer
Welpenauswahl diesen Zwinger zumindest einmal auf einen 1. Blick in Betracht
zu ziehen - obwohl ich auch kranke Tiere aus diesem Zwinger kenne.
Nähere Prüfungen, besonders die der Zuchtlinien der jeweiligen Elterntiere,
wären bei einer Welpen-Auswahl aus diesem Zwinger deshalb natürlich sehr wichtig.
(Nachtrag vom 25. 10. 07:
Mit etwas über 2 Jahren entwickelte Big Jim leider doch gewisse Atmungs-Schwierigkeiten,
wie ich auf Spaziergängen an seinem Atmen hören konnte.
Nach allem, was ich bis heute über diesen Zwinger von den unterschiedlichsten
Menschen hörte, würde ich dort keinen Welpen kaufen.)
Rußlands Zuchten überraschen mich damit zum zweitenmal. Delius ist der '1. Russe',
den ich kennen lernte. Er stammt aus Moskau und hat neben russischen Linien
auch eine US-Linie in seinem Blut. Er ist ebenfalls schlank und topfit. Außerdem
benimmt er sich gelegentlich wie - fast - ein
ins Meer verliebter Seehund ;-).
Unten steht eine
Anekdote über ihn, die ihn auch noch als einen hochsensiblen Stimmungs-Erfasser
ausweist ;-).
Eine der Erklärungen der russischen Zuchterfolge dürfte sein, daß bis zum Ende des
kalten Krieges keine, oder so gut wie keine Importe des Bulldogs aus England
erfolgten, die durch
ihre dortige Überzüchtung die Rasse auch in Rußland zumindest geschwächt hätten. In der UdSSR
wurde im Wesentlichen mit dem alten, gesunden Bulldogtyp aus vorkommunistischer
Zeit gezüchtet: und das ist heute der so wertvolle genetische Fond, aus dem
die Zuchten dort noch immer schöpfen können.
Ähnlich, aber nicht gleich, ist die Zuchtsituation in Tschechien und Polen.
Darüber, und über sehr vitale und gleichzeitig schöne Bulldogs aus Nord- und
Süd-Amerika, in einem späteren Blog-Eintrag. Ich habe übrigens gehört, auch in
Italien soll es inzwischen - im Sinne der Gesundheit 'bessere' - Bulldogs geben.
Möglicherweise hängt das mit dem politischen Druck gegen Qualzucht zusammen,
siehe oben. Da muß ich aber selbst erst noch Genaueres erfahren.
Ich möchte Euch Freunden und Freundinnen des Englischen Bulldogs zeigen, daß es
gesunde und wirklich hochvitale Englische Bulldogs gibt. Man muß sie nur
vorwiegend (natürlich nicht ausschließlich) außerhalb West-Mittel-Europas suchen.
Und einige deutsche Bulldog-Züchter (ich hoffe es werden immer mehr) kaufen dort
Zucht-Bulldogs zur Bereicherung und Revitalisierung ihres Bestandes.
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