Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Archiv-Organisation vom 15. Juli 2009:

Archiv Mai 2005 - August 2008 :

Die Beiträge zu diesem Thema - von September 2008 bis heute - erreichen Sie über das Thematische Inhaltsverzeichnis in den jeweiligen Monatsarchiven.


Aus der Geschichte des


Engl. Bulldogs in Deutschland


Mittwoch, August 13, 2008

Bulldog-Austellungen 1950 und 1975


Über und von Otti Heermann, die große Frau der deutschen Bulldogzucht, habe ich schon verschiedentlich Beiträge gebracht. Wer dies nachlesen möchte, dem empfehle ich ihren Namen in die bloginterne Suchmaschine (graue Spalte oben rechts) einzugeben. Otti Heermann rettete ihre Bulldogs unter schwersten Bedingungen durch den Krieg, und sie baute nach dem Krieg die Bulldogzucht und den Zuchtverein CEB (VDH) wieder auf.

Bulldog-Ausstellung (CEB/VDH/FCI) 1950

Am 6. August 1950 fand in Dortmund die erste Sonderausstellung des CEB nach dem Kriege statt. Neun englische Bulldogs stellten sich der Richterin Otti Heermann. Sie schrieb in ihrem Bericht:

"Unsere Zucht ist im Aufstieg begriffen und alle Mühe lohnt sich! Selbstverständlich sind noch Mängel und Fehler in der Zucht vorhanden, aber unsere Züchter werden sich bemühen diese herauszuzÜchten. Ich habe alle erschienenen Bulldogs freundlich beurteilt, denn Züchter und Besitzer sollen den Mut zum weiteren Aufbau unserer Zucht behalten. Ich bin von dem Resultat dieser ersten Sonderausstellung nach dem Krieg angenehm überrascht und muß meinen Dank aussprechen für die liebenswürdige und sportliche Art unserer Mitglieder. Ich bemerkte nirgends ein Zeichen von Mißfallen, auch wenn ich Mängel erwähnen mußte."

Nach Otti Heermanns Tod 1964 erlebte der Club leider einen Niedergang. Er lebte erst 1971 durch Frau Wolfsjäger wieder auf, allerdings nur für etwa 7 Jahre. Dann war Schluß. Als Nachfolgeverein des CEB im VDH wurde der ACEB gegründet.

Bulldog-Ausstellung (CEB/VDH/FCI) 1975

Als zunächst einmal letzten Beitrag zum Thema "Bulldogs früher" bringe ich heute persönliche Erinnerungen an die große Clubschau (CEB/VDH/FCI) 1975, also 25 Jahre später.

Ich selbst stellte meine 1. Bulldoggin Ziska aus. Diese Leichtigkeit in der Bewegung, die Mr. Westlake auf dieser Ausstellung Ziska attestierte, haben noch heute einige ihrer Nachkommen, wie zB Chilli und Käthchen. Über die Blog-Suchmaschine findet Ihr mehr über die Beiden :-)
Sieger in der Siegerklasse wurden, wie fast immer in dieser Zeit, die Cincinatti-Bulldogs :-).

Auch im "Kölner Stadtanzeiger" wurde über unser Bulldog-Wochenende berichtet.

Zu dieser Clubschau 1975 war der bekannte Hunde-Verhaltensforscher Eberhard Trummler eingeladen. Er hielt Samstagabend einen interessanten Vortrag über die Erforschung der Urnatur des Hundes, und er blieb auch Sonntag bei der Ausstellung dabei.
Um Eberhard Trummlers konsequent ursprünliche Hundehaltung persönlich kennenzulernen, besuchte ich ihn später einmal. Diese Art der Hundehaltung war für mich - als zu strikt Urzeit bezogen - aber kein Vorbild. Und Herr Trummler blieb den Bulldogs gegenüber - als zu zivilisatorisch gezüchtet - zurückhaltend. Interessant war die Begegnung allerdings für beide Seiten .-)

Ich erinnere mich insgesamt an diese Schau als eine riesige Bulldog-Wochenend-Party, einfach herrlich... Vielleicht liegt das auch daran, dass es wieder - wie 25 Jahre zuvor - um den Wiederaufbau guter Bulldogzuchten ging. Ich möchte hier zwei Zitate von Frau Wolfsjäger, der Cincinatti-Züchterin und Organisatorin der Ausstellung, bringen. Dieser Appell trug meiner Meinung nach mit dazu bei, die sportliche, gelassene und fröhliche Stimmung bei dieser Ausstellung zu erzeugen. Und noch dies Zitat:

"Wer seinen Hund nur der Schönheit wegen liebt, verdient es nicht, Besitzer eines Bulldogs zu sein!"


Montag, August 11, 2008

So kam Otti Heermann auf den Bulldog


Viele Jahre lang hatte ich nicht mehr in meine Unterlagen über die große Züchterin der Vor- und Nachkriegszeit, Otti Heermann, hinein gesehen. Als ich neulich alles wieder einmal sichtete, da fiel ich vor Überraschung fast um :

Ich hatte tatsächlich persönlich noch den Züchter als uralten Mann kennengelernt, von dem Otti Heermann ihren 1. Bulldog kaufte!
Im Blog-Beitrag vom 11. Juni 2005 schrieb ich über diese Begegnung - und über eine mehr als kuriose Deckgeschichte, die dieser alte Mann, Hans Drechsel, mir erzählte. Sie werden laut lachen, wenn Sie das lesen ;-))


Nun zu Otti Heermanns Bericht : "Bull, mein 1. Bulldog"

"Alle Bulldogs meiner Kindheit (Anfang 20. Jahrhundert) waren Isegrimme - gewiß hat mich niemals einer von ihnen bedroht oder angegriffen, dennoch betrat ich immer mit Herzklopfen, das ich mit erheucheltem Mut ableugnete, den Bulldogzwinger meines Onkels.

Viel wurde mir von ihm erzählt, von den Eigenschaften der Nationalhunde Englands, dem Adel dieser Rasse, dem - meines Onkels Meinung nach - grausamsten und wildestens Vertreter des ganzen Hundegeschlechtes. Schon als kleines Schulmädel imponierte mir kaum irgendeine andere Hunderasse, keine kam der markanten, charakteristischen Erscheinung des englischen Bulldogs nahe. Meine Eltern teilten meine Liebe zu dieser Rasse nicht, ich bekam Dackel, Bernhardiner, Foxe, mein Wunsch nach einem Bulldog wurde mit tausend Begründungen, welche alle dagegen sprachen, vielleicht konstruiert waren, abgetan.

Dann aber verwirklichte ich dennoch meinen Wunsch und schaffte mir 25 Jahre später (Anfang der 30er Jahre) Bulldogs an.

In meinen ganzen Vorstellungen war der Bulldog immer grimmig und respekteinflößend aussehend. Ich weiß es noch genau, wie ich voller Herzklopfen in einer Nacht um 2 Uhr am Kasseler Bahnhof meinen ersten Bulldog abholte, mit fast zittrigen Händen die Kiste öffnete, sozusagen beinahe den Tod vor Augen - man konnte ja nicht wissen - vielleicht war der eingesperrt gewesene Bulldog wütend und ablehnend zu mir.

Alle von meinem Onkel in mein Kindergehirn damals aufgeladenen wilden Ereignisse mit seinen Bulldogs kamen an die Oberfläche. Ich sagte mir, noch vor der geschlossenen Hundekiste stehend, "ich hätte es doch nicht riskieren sollen".

Die Beamten an der Expreßgüterabfertigung mochten wohl meine zögernden Handbewegungen bemerkt haben, sie halfen mir, und ich hielt vorerst mal meine Fleischreste, die ich als Lockmittel mitgebracht hatte, an die sich immer mehr öffnende Spalte der Hundekiste. Da kam er ganz gemächlich heraus, ich griff beherzt nach seinem Halsband, vielleicht würde er gleich mich oder die Männer der Güterabfertigung anfallen - wußte man es?

Und nun trat Beruhigung für mich ein. Was da an mir herumschnüffelte, war das gutmütigste, vertrauensseligste Hundevieh der Welt, das sich nicht allein von mir, sondern von den nun sämtlich herbeigelaufenen, bei der Güterabfertigung beschäftigten Männern streicheln und knutschen ließ, deren Schmalzstullen er genauso gern verschlang wie meine von besonders guter Qualität gewesenen Fleischreste.

Da hatte ich einen respekteinflößenden englischen Bull erwartet, und vor mir stand ein ganz außerordentlich freundlicher, gemütlicher Thüringer. (Mein Bull stammt aus dem Zwinger des Herrn Hans Drechsel, Pößneck, Thüringen.) Soviel war für mich jetzt schon feststehend, von diesem Bull bekam niemand eine Schreckneurose!

Glücklich und dankbar legte ich natürlich meinen Bull in einen Hundekorb, der neben meinem Schreibtisch stand. Nachts stand der Korb neben meinem Bett. Überall ging mein Bull mit, niemals war er ungezogen, niemals hat er mir irgend etwas zerrissen oder beschädigt, keinerlei Jugendfehler traten bei ihm auf.

Heute noch gibt es keinen Tag und keine Stunde, wo ich sagen könnte: jetzt war er unartig oder mißgelaunt!"


Samstag, August 9, 2008

Zucht-Probleme 1908 (1971 und) 2008


Kari Wolfsjäger, sicher die bedeutendste Züchterin in den 70er Jahren auf dem Kontinent ("Cincinatti"), schrieb 1973 in "Der Bulldog" :

"Der folgende Bericht, erschienen 1908 in der illustrierten kynologischen Zeitschrift "Der Hund", geschrieben von Herrn Pelzer, (Mit-Initiator des 1901 gegründeten "Kontinentaler Bulldog Club") weist viele Parallelen mit der Situation auf, mit der wir konfrontiert wurden, als wir im Spätsommer 1971 den Club reaktivierten."

Herr Pelzer schrieb 1908 in "Der Hund" :

"Wenn wir die Ausbreitung der Liebhaberei für den englischen Bulldog in Deutschland betrachten, so müssen wir sagen, daß diese in den letzten Jahren einen geradezu überraschenden Aufschwung genommen hat.

Noch vor acht oder zehn Jahren sah man nur selten auf deutschen Ausstellungen einen richtig guten Bulldog. Die Mehrzahl waren hochläufige, schlecht gebaute Hunde mit lustig getragenen langen Ruten, die Köpfe meistens im Schädel viel zu rund, aber sie waren bisweilen doch ganz passabel. Andererseits waren es stramme Burschen, welche wohl ihren Mann standen. Meistens war man aber nicht so sicher, ob man einen Boxer oder einen Bulldog vor sich hatte.

Nach und nach nahm das Verständnis immer mehr zu. Aus England wurde Material importiert, meistens hoch bezahlte aber minderwertige Bulldogs; die besten behielten die Engländer fÜr sich. Diese qualitativ schlechten, teils kranken Hunde mit verzerrten Schultern, wurden von uns als die echten Vertreter ihrer Rasse angesehen.

Daß sich unter solchen Umständen die Liebhaberei nicht ausbreiten konnte, ist verständlich. Gute Exemplare waren zu wenig vorhanden um für die Rasse Propaganda machen zu können."

Und die Zucht-Situation 2008 ?

Heute sieht es anders aus: Fans, die einen langlebigen und vitalen Bulldog wünschen, meiden mehr und mehr - wegen starker Überzüchtung - englische Linien .

Der wichtigste Unterschied zur Zeit vor 100 Jahren ist dieser: die über 100jährige Linieninzucht, die zum Standard hingeführt hat, überholte sich inzwischen selbst; sie führte hin zu Vitalitätsverlust und Krankheiten. Auskreuzungen sind das Gebot der Stunde. Leider stehen viele Züchter der Wissenschaft fern; und leider bestimmt kommerzielles Denken viel zu oft "züchterisches" Handeln. Aber darüber mehr in einem späterem Beitrag.

In Deutschland gibt es durchaus vitale Bulldogs, die man als "gebrauchsfähig" bezeichnen kann. Man muß zwar länger suchen, aber es gibt sie noch :-) Tipps zum Suchen finden Sie HIER !


Donnerstag, August 7, 2008

Ausstellungen in der Vor- und Kriegszeit

Nachdem ich Fotos von Bulldogs in Deutschland von 1912 zeigte, nun ein Bericht von Herrn L. Helbig über Bulldogs während der Vor- und Kriegszeit in Deutschland. Ich selbst lernte Herrn Helbig Anfang der 70er Jahre noch kennen und schätzen.


Herr Helbig schrieb 1972 : "Rückblick und Ausblick"

"Ein dickes Buch könnte ich über meine Erlebnisse mit den Vertretern Englands schreiben. Hierfür reicht aber heute der Raum nicht aus, und somit muss ich mich kürzer fassen. Eines ist jedenfalls erfreulicherweise heute festzustellen, dass Dank der Initiative von Frau und Herrn Wolfsjäger unsere Rasse auf Ausstellungen wieder vertreten ist.

Nun aber zurück ins Jahr 1909, wo ich den ersten "Englischen Bulldog" sehen und lieben lernte.

Aus meinen jahrzehntelangen Erfahrungen weiss ich, was für ein kinderlieber Hund er ist. Vielleicht haben sich meine Eltern damals gewundert, wie gern ich Einkäufe bei unserem Bäcker und Konditor in Thüringen machte: bis sie erfuhren, dass der "Dicke", so wurde er gerufen, die Ursache war.

Schon nach dem ersten Zusammentreffen war die Freude jedesmal auf beiden Seiten recht gross und stürmisch. Recht stolz war ich, als ich die Erlaubnis vom Besitzer bekam, mit dem "Dicken" zu seinen Eltern in deren großen, parkartigen Garten zu gehen.

Diese Freude konnte nur noch gesteigert werden, als meine Eltern mir meinen Wunsch erfüllten, einen Boxer zu schenken. Dann war das Kleeblatt vollständig: der Dicke, unser Flott, der Boxer und unsere Hexe, eine lustige und wenn es sein musste recht kämpferische Dackelhündin. Auf den weiten Wiesenflächen ging dann das Spiel los: immer animiert von dem Dicken, der, wenn er einmal verschnaufen wollte, sich lang auf den Boden legte und alle vier Beine von sich streckte. Diese Freundschaft hielt lange Jahre an, bis mich meine berufliche Ausbildung zu stark in Anspruch nahm. Als ich dann in den Krieg musste, nahm ich von allei herzlich Abschied. Es sollte für meine vierbeinigen Freunde ein Abschied für immer sein, denn keiner hat den Krieg überlebt.

Es ist nun immer so, wenn man erst einmal eine Rasse entdeckt hat, kommt man nicht wieder davon los, zumal, wenn man Tierliebe vom Elternhaus aus kannte und dort schon eine Reihe von Rassen kennen gelernt hatte. Es war nun eine besondere Freude für mich, auf der Weltausstellung vom 26. bis 28. April 1935 den damaligen Obmann Herrn Eugen Deter, Berlin, kennen zu lernen und Frau Otti Heermann, die ich schon des öfteren auf Ausstellungen begrüssen konnte.

Frau Heermann war damals Zuchtbuch- und Geschäftsstellen- Verantwortliche und machte unter Herrn Deter ihre Anwartschaft als Richter. (Siehe auch den besonders in diesem Zusammenhang wichtigen und interessanten Blog Beitrag vom 5. 10. 2005)

Unter den über 3300 Hunden wurden 17 Vertreter unserer Rasse vorgeführt. So zeigte Mr. William Damiral, London, "Detford Defiance - 8721" und "Deptford Duplicate - 8722". Ausserdem wurden von Mitgliedern der Gruppe Südwest Augsburg "Roseville Bizarre - 255o" vorgeführt. Weiter eine Reihe Hunde englischer Abstammung und den Rest bildeten Hunde aus deutschen Eltern. Wir waren also schon einmal recht weit gekommen. Ich hoffe, dass wir es bald wieder sind.
Es bleibt mir nun noch kurz über die letzte Reichssieger Ausstellung am 3o./31. August 1941 zu berichten. Sie war trotz des Krieges und der Bombenalarme mit fast 1.7oo Hunden recht gut beschickt. Unsere Engländer mit 9 Hunden, wobei den Rüden "Urkraft Exellenz - 2927 5.8.38 (Int. Champ, Aldoo of Din - 2769 R.S. Duska of Din - 2844 Züchter Max Lehmann, Hirschfelde, Besitzer Frau Otti Heermann den Sieger mit V1 machte. Bei den Hündinnen holte sich Astrid v. Willberg - 3ool 14.8.4o mit V1 den Sieger, Züchter und Besitzer Paul Wille, Berlin. (Anmerkung: Leider habe ich keine Fotos der genannten Bulldogs. C.S.D.)

Für mich war es eine Freude unter Herrn Deter bei dieser letzten Reichssieger Ausstellung meine erste Richter-Anwartschaft für Englische Bulldogs zu machen. Wie ich eingangs schon erwähnte, könnte ich aus diesen Jahren und Ausstellungen berichten, aber der Platz lässt es nicht zu.

Nur kurz darf ich Ihnen noch meinen "Butsch" vorstellen. "Britania Ambassadeur" 2o916/46 2.9.46 Züchter Reg. Boden. Über seine Ahnen und die drollige Geschichte, wie er nach Deutschland und zu mir kam, berichte ich später im UR unter unseren Seiten. (Anmerkung: leider habe ich diesen Text nicht. C.S.D.)
L. Helbig, Ziegelhausen, Juli 1972."


Wie Herr Helbig, siehe oben, 1972 schreibt:

"Eines ist jedenfalls erfreulicherweise heute festzustellen, dass Dank der Initiative von Frau und Herrn Wolfsjäger unsere Rasse auf Ausstellungen wieder vertreten ist."

Ricky (Fotos oben) war ein wunderschöner, gutmütiger und liebenswerter Rüde, und der große Erfolg der Cincinatti-Zucht ist besonders ihm zu verdanken. Er ist übrigens auch der Vater meiner Ziska.
Frau Wolfsjäger hatte es geschafft, wirklich schöne und gesunde Top-Bulldogs aus England zu importieren. (Damals waren die Bulldogs in England noch nicht so ins Extreme gezüchtet wie heute... Ich selbst würde heutzutage keinen Bulldog in England kaufen....) Nun noch ein Bild von Wolfsjägers damals ebenfalls importierter Zircon Red Rosina, genannt Rosie, einer Top-Hündin!

1973 schreibt Kari Wolfsjäger, damals 1. Vorsitzende des CEB (VDH), über Herrn Helbig:
Mein besonderer Dank gilt Herrn Dir. Helbig, der sich um den Wiederaufbau des Clubs (seit seiner Reaktivierung 1971) und um die Zucht sehr verdient gemacht hat. Er ist uns allen stets behilflich gewesen. Ich hoffe, dass er uns noch viele Jahre mit seiner außerordentlichen Erfahrung zur Seite stehen wird.


Dienstag, August 5, 2008

Bulldog-Ausstellung anno 1912

Hier einige Fotos, aufgenommen bei der Deutschen Bulldog-Ausstellung 1912. Wir sehen, wie sehr sich der Englische Bulldog von damals bis in die 70er Jahre gewandelt hat :

Anfang des 20. Jahrhunderts schlossen sich die wenigen deutschen Bulldogzüchter im "Kontinentaler Bulldogclub" zusammen. Wohl die bedeutentste Züchterin unter ihnen war Frau Dr. Berthold.
Dieser Verein wurde später in "Club Englischer Bulldogs" umbenannt und erlebte nach dem Tod von Otti Heermann (1964) seinen stetigen Niedergang. 1971 reaktivierten ihn dann Kari und Gert Wolfsjäger. Kari züchtete sehr erfolgreich über circa 7 Jahre die "Cincinatti" - Bulldogs. Auch meine so wundervolle und unvergessene 1. Bulldoggin Ziska (1972), und der Rüde Bully (1972) meiner Eltern, stammen daher.

Frau von Lingelsheim war noch 1973 Mitglied im CEB, den ihre Mutter Frau Dr. Berthold 1901 mit initiiert hatte, und sie schrieb in diesem Jahr an Frau Wolfsjäger:

"Seit Monaten freue ich mich auf die Berichte und Bilder des Clubs für Englische Bulldogs im Rassehund. Meine Mutter, Frau Dr. Bertold aus Hannover, hatte von 1905-1914 den bekannten Bulldogzwinger "Bonanza", und so bin ich mit Bulldogs groß geworden; meine ganze Liebe gehört den Bulldogs.

Zwischen den beiden Weltkriegen wurde nicht gezüchtet und auch später waren nur wenige Tiere vorhanden. Captain Wilbur, ein englicher Offizier, brachte nach Ende des Krieges einen sehr schönen Rüden mit. Trotz seiner Qualität war die Nachzucht nicht gut, vielleicht auch deshalb, weil keine gleichwertige Hündin vorhanden war. Ich kaufte zwei Welpen von ihm, diese wurden aber von Otti Heermann so bewertet, dass sie für mich zur Zucht nicht infrage kamen. Später gab ich sie als pets weg.

Als ich heute bei Ihnen war, war es für mich sehr interessant zu sehen, wie sich die Hunde in den letzten 60 Jahren verändert haben. Aus den hochbeinigen, schlanken Hunden sind sind stämmige, muskulöse Burschen geworden, nur der Kopf mit seinen sorgenvollen Falten und den bestechend treuen Augen ist derselbe geblieben, den ich damals liebte, und der mich wieder begeisterte.

Wie sie wissen trage ich mich mit dem Gedanken wieder einen Bulldog zu kaufen. Wenn mein Besuch bei Ihnen auch sehr kurz war, so war es doch für mich ein großes Erlebnis Ihre Bulldogs zu sehen. So viele Erinnerungen an unsere eigene Zucht wurden wach. Meine Familie protestiert zwar gegen die Anschaffung eines Bulldogwelpen, aber sie haben unsere Bulldogs auch nicht erlebt. Nun, wir werden sehen.... "

Wie wir sehen, bekam Frau von Lingelsheim wieder ihren Bulldog :-) Mona gefiel mir mit ihrer feinen Ausstrahlung ganz besonders gut :-)


Die Wandlung des Bulldogs in den letzten 30 Jahren

"Zurück zum Standard" ist nach Dr. Eichelberg das Postulat der Stunde.
Die Zucht des Bulldogs ist in den letzten Jahrzehnten eindeutig über das Ziel "Hin zum Standard" hinausgeschossen. Einzelne Merkmale (zB Kopfgröße und Beinkürze) sind ins Extreme, ja oft ins Monströse verzerrt (England und FCI), und das zu Lasten der Vitalität und Lebensfreude der Rasse. Jeder Züchter sollte sich deshalb dies Aufklärungsbuch über Vererbungsprozesse - das nichts beschönigt oder verschweigt - zu Herzen und zu Verstand nehmen: "Hundezucht" (VDH) von Dr. Helga Eichelberg.

Vergleichen Sie einmal diese top-fitte 8jährige FCI-Siegerhündin von 1973 mit dieser FCI-Siegerin (Jugendklasse!) von 2008, also nach 35 Jahren "FCI-Zuchtleistung :-(((" ....
Denken Sie über die Lauffähigkeit dieser beiden Bulldogs nach; stellen Sie sich vor, wie die Schultergelenke der Junghündin mit 8 Jahren nach mehreren Trächtigkeiten durchhängen werden.... ; dann wissen Sie worum es geht, wenn auch beim Bulldog gefordert wird "Zurück zum Standard" !


Sonntag, August 3, 2008

Eine Geschichte aus dem Ende des 19. Jahrhunderts:

"Die zwei Beleidigten"

Zunächst eine ganz kleine Einführung in den Stand der Bulldogzucht zum Ende des 19. Jahrhunderts, diesem Büchlein (von 1973) entnommem.

Ende des vorigen Jahrhunderts kauften sich wohlhabende Pferdeliebhaber ihre Reit und Wagenpferde in England. Es war üblich bei englischen Pferdegestüten, dass man einen englischen Bulldog sozusagen als vierbeinige Rabattmarke an auserwählte Käufer schenkte.

Meist lebten in jedem berühmten Pferdestall englische Bulldogs in Gemeinschaft mit den Pferden. Sie regten die Pferde nicht auf und bildeten eine nationale Ehre für jeden Pferdezüchter. Der alte Herr Krupp in Essen hatte auch bei einem solchen Pferdekauf eine englische Bulldogge als Zugabe erhalten. Solche Geschenke festigen auch geschäftliche Freundschaften.

Der englische Bulldog war natürlich in Essen eine Sehenswürdigkeit, und Krupp nahm ihn überall mit. Der Bulldog sass mit im herrlichen Kutschwagen, der bespannt war mit den englischen Pferden. Nach des Tages Last suchte Krupp Zerstreuung und Ausspannung an seinem Stammtisch. Dort ging es einfach her, weissgescheuerte Holztische, lange Bänke und einfache, schwere, geschnitzte Stühle. Da sass nun eine Reihe biederer Herren, die den Stammtischfreund Krupp immer mit grösster Herzlichkeit begrüssten nicht aber seinen englischen Bulldog!

Immer wieder hatte Krupp die guten Eigenschaften seines Bulldog geschildert, aber wenig Verständnis gefunden. Man liebte eben nicht diesen fremdländischen Hund und gönnte ihm auch nicht den Platz auf der Bank. Der Bulldog fühlte jede Abneigung und nahm im stillen auch eine feindliche Haltung ein, ohne dass die Anwesenden das sehr bemerkten. Der Bulldog liess keinen Blick von seinem Herrn, er lag immer ganz nahe bei ihm auf der Bank.

Die Stammtischbrüder rückten ein Stück von dem Bulldog ab, vielleicht aus Angst oder nur aus Abneigung. Mit der Zeit sahen die Herren ein, dass Krupp seinem Bulldog die Treue hielt und nie von seiner Liebe zu ihm abzubringen war. Nun begannen sie langsam und versteckt, den Bulldog zu ärgern. Er sollte am gemeinsamen Stammtisch verschwinden, das war ihr Ziel.

Krupp hatte wohl einige Male kleine Anrempelungen, welche seinem geliebten Bulldog galten, bemerkt und warnte! Die Herren lachten, denn was konnte der phlegmatisch scheinende Bulldog schon anrichten!

Eines Abends, als wieder alle beieinanderhockten und im lauten Bierbankgespräch über Zeit, Industrie und Politik ihre Bierkrüge schwenkten und hoben, da geschah es! Ein ganz besonderer, hartnäckiger Feind des Bulldogs, mit einer dicken schwarzen Zigarre im Mund, wollte ihm auf tückische Art eins auswischen. Er nahm seinen Mund voll Rauch und neigte sich leise von hinten über des Bulldogs Kopf, blies ihm eine Mundladung voll Rauch ins faltige Bulldoggesicht. In dieser Sekunde war alles verändert. Totenstille, der Rauchbläser hielt sein Gesicht mit beiden Händen, das Blut troff durch seine Finger! Der Bulldog legte sich gerade wieder bequem zurecht, schnaufte, als wollte er sagen: "So, das wäre geschafft".

Alle Stammtischbrüder waren entsetzt und erstaunt, wie der schwere Hund den Sprung und den Biss so schnell vollbracht hatte, er war doch schneller und gewandter, als man es ihm je zugetraut hatte. In einer Sekunde hatte sich der Bulldog eine grosse Achtung errungen!

Während man sich um den Verletzten kümmerte, erstaunt den ganzen Fall überlegte, stand Krupp auf, gefolgt von seinem Bulldog, und sagend: "Wer meinen Bulldog beleidigt, der hat mich beleidigt!", verliess er seinen Stammtisch.

Krupp und sein Bulldog kamen nie wieder an diesen Stammtisch.


Mittwoch, Juli 18, 2007

Kosmo´s und seiner Geschwister Vorfahren

und ein Bericht über "Marinbull´s All The Way"


Kosmo´s Züchterin Birgit Braum mailte mir gerade schöne Fotos von seinem Vater, Großvater und Urgroßvater.

Kosmo und Käthchen, Vater rechts, Mutter unten, alle im selben Alter fotographiert.

Erstaunliche Zusammenhänge

Friedas Zucht (Goomba) basiert auf einem Sohn des berühmtesten US-Bulldogs aller Zeiten: Marinbull´s All The Way. Und James´Zucht (Floral Garden) ist ebenso stark auf einen Nachkommen (Rusty) dieses "Marinbull´s All The Way" ausgerichtet gewesen. Vielleicht passen deshalb - wie es dieser so ausgeglichene und schöne K-Wurf von Floral Garden zeigt - die Zuchtlinien von Frieda und James so gut zusammen !

Beide Rüden, oben Robbie von "Floral Garden" (Großvater von James), rechts Macho von "Goomba" (Großvater von Frieda), sind Nachkommen des berühmtesten Bulldogs der USA: "Marinbull´s All The Way", genannt Goober. Er brach alle Rekorde, wurde von allen wegen seines freudlichen und lustigen Wesens geliebt und neidlos "Ausnahme-Bulldog" genannt. Er zeugte viele Champions, die so gesund und vital waren wie er selbst, und er wurde 12 Jahre alt.

Sein Nachkomme Robbie starb leider leider vor kurzem 10jährig an Krebs. Sein Nachkomme Macho ist 10jährig und zeugte gerade - auf natürlichem Weg - noch einmal ein vitales Sixpack :-)


Wer war "Marinbull´s All The Way" ?

HIER ist Seite 2, HIER ist Seite 3, und HIER ist Seite 4 des Berichtes.


Freitag, November 10, 2006

Ein Vorbild


So triste, wie im letzten und vielen vorherigen Beiträgen beschrieben, (siehe im "Inhaltsverzeichen Themen", unter "Zucht und Zuchtvereine") sah es für den Bulldog in Deutschland nicht immer aus. Hier nun ein Bericht des früheren VDH-Allgemeinrichtes, Karl F. Lohmann (Kaflo), den er 1982 für das damalige "Bulldogblatt" (Nr. 2, Mai 1982) des 1980 gegründeten "VdFEB" schrieb:


Otti Heermann

... gibt es Menschen, die sich einer Sache verschrieben haben,...
In jedem Klub, jedem Verein, der sich aus Gleichgesinnten, Idealisten, zusammensetzt gibt es Menschen, die sich einer Sache verschrieben haben, die sie wachhalten wollen, der sie neue Akzente setzen möchten. In diesen Kreis sind wiederum Menschen, die eben aus Idealismus Arbeiten übernehmen und Zeit opfern der Sache wegen. Nun, bei uns haben wir es nicht mit einer Sache zu tun sondern mit Wesen aus Fleisch und Blut, vielleicht sogar mit Seele, wenn man den Ausdruck oder den Blick unserer Lieblinge so deuten will.

Unsere uralte Hundrasse, auf die viele Menschen unwissend, abfällige ja sogar hin und wider mit Verachtung herabblicken, hatte es einer Frau, einer ganz außerordentlicben Frau, besonders angetan. Diese Frau, die in ihrem Leben soviel für leidende, kranke, behinderte oder auch in Not geratene Menschen und Tiere getan hat, das war Otti Heermann.

"Es ist unmöglich diese Frau nicht zu bewundern !"
Diese vitale, mit immer neuen Impulsen uns überraschende und überzeugende Frau war für mich die größte in unserem Klub. Ein Ausspruch von Harald Diekmann: "Es ist unmöglich diese Frau nicht zu bewundern !" Sie nur z. B. von 1911 bis 1019 Krankenschwester in Davos, Unfallschwester für Bergunfälle mit möchentlichen Besteigurgen von 3-4 Tausesendern, Oberin in einem Lungensanatorium im Odenwald und später Oberin des Nervensanatoriums in Kassel. Können Sie sich vorstellen mit welchen Menschen sie es zu tun hatte, wieviel Hilfe und Rat sie vielen Menschen geben konnte ? Sie hat das alles gemeistert mit Offenheit, mit Fröhlichkeit.

Und dabei war sie immer einfach geblieben, ...
Sie stellte sich etlichen Ehrenämtern zur Verfügung wie z.b. als 1.Vorsitzende unseres Vereins und des Tierschutzvereins in Kassel. Viele viele Aufsätze, Abhandlungen und Vorträge geben Aufschluß über ihre Bereitschaft immer da zu sein für Menschen, die sie brauchten. Und dabei war sie immer einfach geblieben, keine Spur von Großspurigkeit, im Gegenteil. Jahrelang hat sie im "UR" (Verbandszeitung des VDH) äußerst interessante Artikel geschrieben, die nicht nur Klubmitglieder lasen. Noch heute lese ich hin und wider nach in ihren Abhandlungen über die Rassekennzeichen unseres Englischen Bulldogs.

Als Zuchtrichterin war sie unbestechlich, stets tolerant, aber bestimmt. Dabei immer das Ziel der Verbesserung unserer Rasse im Auge.

... Vorbild für viele.
Ich selbst wurde durch meinen Vater auf sie aufmerksam gemacht. Den klaren freien Blick, der beim Vorstellen auf mir ruhte, werde ich nicht vergessen. Er war eine Forderung und Weisheit zugleich. Sie war mir auf zwei drei Ausstellungen schon aufgefallen, denn sie hatte immer einige Menschen um sich herum und meistens eine Zigarre an. Jeder, der sie kannte, verehrte sie. Sie war eben eine außergewöhnliche Frau, Vorbild für viele.

... unvergessen bleiben.
Viel zu früh schloss sie am 23.7.1964 für immer ihre Augen, die soviel Leid und Elend, aber auch Schönes gesehen hatten. Sie ist es wert und mir ist es eine Ehre etwas über sie zu schreiben, denn sie wird mir und vielen anderen wirklich unvergessen bleiben.


Im "Bulldog-Blog" findet Ihr eine bewegende Geschichte über Otti Heermanns Probleme - und Charakterstärke - als Zuchtrichterin während der Nazizeit, geschrieben von dem früheren Präsidenten des Holländischen Bulldog-Zuchtvereins:
"Ein Zeitgenosse spricht über Otti Heermann"
siehe: 5. Oktober 2005

Otti Heermann selbst schrieb oft humorvoll, und immer voller Liebe und Einsatz über ihre Bulldoggen. Unten sind Links zu Texten und Briefen von ihr, die ich schon im BB brachte. Einige weitere werden noch folgen.
"Ein gesalber Hintern ..." siehe: 28. November 2005
"Vor 60 Jahren Kriegsende" siehe: 15. Juni 2005


Samstag, September 23, 2006

"Das Europäische Hundemuseum"

und anderes aus der "WUFF 9/2006"


Im sehr zu empfehlenden Hundemagazin WUFF wird in der Ausgabe "September 2006" auf das "Europäische Hundemuseum" in Kloster Marienberg, Oberösterreich, hingewiesen.

Das Museum basiert auf den Sammlungen von Dr. Fleig und Dr. Hauck. Dieter Feig war Liebhaber speziell der Molosser-Rassen und der Autor mehrerer Bücher über diese, inklusive des Bulldogs. Unser Bulldog dürfte in dieser Sammlung deshalb gut vertreten sein. Im WUFF-Bericht sind, aus dem Besitz des Museums, zwei sehr schöne Zeichnungen von Elisabeth Peterlik abgebildet, die ich hier wiedergebe.

Einen Museumskatalog kann man kaufen!
Hier näheres darüber.

Bezugsadresse des Kataloges und weitere Infos zum Hundemuseum HIER.


"Hat der Rassehund noch Zukunft?"

Einleitung dieses guten Artikels, aus der gleichen WUFF-Ausgabe:
"Die Freude des Menschen an der Übertreibung körperlicher Merkmale in der Hundezucht ist im Laufe der Zeit etlichen Hunderassen zum Verhängnis geworden. Während die großen Rassezuchtverbände jahrzehntelang die Zeichen der Zeit nicht erkannten und tatenlos blieben, nimmt ihnen nun die Politik zunehmend das Gesetz des Handelns aus der Hand."


Und ein ungewolltes Bild-Rätsel

In "WUFF 9/2006" ist noch dieser lustige Schnappschuß eines pferdküssenden Bulldogs. In was für einem Bunker steckt hier bloß das Pferd ????
Meine Auflösung :-)))

Außerdem ist in dieser WUFF ein kleiner Bericht über den auch schon im "BB" erwähnten, skatebording
"Superstar Tyson". :-))


Zum Abschluß: mal wieder Werbung; aber nicht aus der WUFF :-)


Sonntag, Februar 19, 2006

Glückwünsche zum 87. Geburtstag


Heute, Sonntag der 19. 2. 06, wird mein Vater, Dr. Bernhard Deermann, 87 Jahre alt. Er ist ein Bulldogger aus ganzem Herzen. Ich erinnere mich gerne an die alten Zeiten, in denen ein Bulldogrüde in meinem Elternhaus mit meiner Bulldoghündin tobte, spielte und auch schmuste. "Das ist besser als Kino!", lachte meine Mutter dann.


Etwas aus dem "Bulldog-Leben" meines Vaters

Der erste Rüde meiner Eltern (1971) war Bully, (Foto links) ein sehr kluger, schwarz-weißer Rüde von Kari Wolfsjäger.

Bully und meine schneeweiße Ziska waren ein Traumpaar: sie wachte und er kämpfte! Er griff sogar den Donner himmelwärts springend an, wenn Ziska ihn mit aufgeregter Stimme anfeuerte. Meine Mutter hatte Bully wunderbar erzogen. Sie konnte mit ihm zum Metzger gehen - er blieb brav draußen sitzen und ließ sich durch nichts verführen, diesen Platz zu verlassen. Er konnte auch auf Kommando zittern. Das kam so: wenn er baden sollte zitterte er zunächst. "Der Bully zittert ja", sagte meine Mutter mit melodischer Stimme dann immer - und eines Tages zitterte er auf der Stelle los, wenn man genau diesen Satz zu ihm sagte :-) - auch ohne Bad :-(( im Hintergrund. Bully starb mit 6 Jahren den Heldentod: als ein Mofa meinen 91-jährigen Großvater rücksichtslos niedergefahren hatte, griff er dieses sofort voller Wut an. Meine Mutter konnte ihn kaum bändigen. Aber diese Aufregung war zu viel für ihn. Er bekam einen Herzinfarkt und starb. Ziska trauerte sehr um ihn - wie wir alle.

Ein kurzer Ausflug in die Bulldog-Vereinsgeschichte meines Vaters:

Mein Vater trat damals, als er Bully kaufte, in den "Club für Englische Bulldogs" (gegründet 1901) ein. 1976 wurde er dort 1. Vorsitzender. 1976 gründete sich parallel ein 2. Zuchtverein für Bulldogs im VDH, der DKEB. Unter Federführung des VDH gründeten mein Vater, Doris Ehrenstein und weitere Vorstandmitglieder des CEB, sowie einige Vorstandsmitglieder des DKEB 1977 den ACEB (Allgemeiner Club für Englische Bulldogs). Mein Vater wurde dort der erste 1. Vorsitzende. Die Vereine CEB und DKEB wurden aufgelöst. Der CEB allerdings wurde damals nicht im Vereinsregister Dortmund gelöscht.

Zunächst ließ sich die Arbeit im ACEB gut an. Mein Vater und Doris Ehrenstein erhielten für ihren Einsatz die Goldene Ehrennadel des ACEB. Ich selbst erhielt nach der Herausgabe des erfolgreichen 1. Jahrbuches des ACEB die Silberne Ehrennadel und die Mehrheit der Mitglieder wünschte mich daraufhin als Vorstandsmitglied in der Funktion der Schriftleiterin. Auch die bisherige Schriftleiterin war damit einverstanden.

Bald aber gab es ersten Streit im ACEB um die Verkaufs-Praktiken einiger Züchter (z.B. wurde ein Bulldog ohne Schließmuskel an eine alte Dame verkauft und vor Gericht dann gesagt, man habe kein Geld um den Kaufpreis zurückzuerstatten), und es gab Streit um die Richtung, in welche die züchterischen Bemühungen für den Bulldog gehen sollten. Die Verfechter der Massiv-Bulldog-Linie setzten sich (1980) durch; konkret: sie wählten den holländischen Züchter Herrn Steffens zum Zuchtleiter, den mein Vater, Doris Ehrenstein und andere aus dem ehemaligen CEB aber in dieser Funktion ablehnten.

Mein Vater, Stu und ich, Doris Ehrenstein und viele andere verließen nach dieser Zuchtleiter-Entscheidung (1980) den ACEB und gründeten den Verein der Freunde Englischer Bulldogs als NICHT-ZUCHT-VEREIN. Wir wollten unabhängig vom Zuchtgeschäft, unabhängig damit von finanziellen Gesichtspunkten, dem Bulldog als Lobby dienen. Mein Vater war der erste 1. Vorsitzende dieses Vereins, bis er aus Altersgründen dieses Amt abgab. Heute ist er Ehrenmitglied des VdFEB und ich möchte ihm an dieser Stelle für sein Engagement für den Bulldog und für unseren VdFEB von Herzen danken.
Sein erster Bulldog Bully ist übrigens das Modell meiner Schwester Gunda für die Zeichnungen gewesen, die heute noch das Logo des VdFEB bilden.

Dewrie, der letzte Bulldog meines Vaters

Meine Eltern hatten nach Bully für viele Jahre Bulldog Billy2. (Billy1 starb mit 16 Wochen am Wasserkopf-Syndrom). Später, nach dem Tod meiner Mutter, lebte mein Vater dann einige Jahre allein mit Bulldog Dewrie, dem letzten Bulldog meiner Eltern. Der war sehr krank: Gaumensegel zu lang, Gehörgänge ewig entzündet weil zu eng, schiefer Kiefer mit faulen Zähnen, Entropium an beiden Augen, Zwischenzehen-Geschwüre, Akne, Arthrose, Prostataprobleme ... Dewrie war ein trauriger Hund. Alma und später Wilma behandelten ihn wie ihren wehrlosen Prügelknaben :-((. Ich mußte immer eingreifen. Aber Dewrie war "Papas Liebling".

Mein Vater pflegte Dewrie hingebungsvoll und mit großer Liebe, obwohl er gehbehindert ist und damals schon krank war. Das haben wir alle sehr bewundert. Mit 9 Jahren wurde Dewrie zu Hause eingeschläfert; es ging nichts mehr mit ihm. Mein Vater war inzwischen auch selbst zu pflegebedürftig geworden, um noch einmal einen Bulldog zu halten. Er erfreute sich aber immer von ganzem Herzen an Wilma - und jetzt wieder an Frieda.

Also Pa, ganz liebe Glückwünsche von mir und unserer "Bulldog-Gemeinde " zu Deinem Geburtstag!
Und Küßchen von Frieda :-)


Donnerstag, Oktober 6, 2005

Ein Zeitgenosse spricht über Otti Heermann


In verschiedenen Rückmeldungen zu meinem Bulldog-Blog wurde gewünscht, daß ich noch mehr von Otti Heermann (siehe Eintrag 15. Juni 2005) und allgemein über die Vorkriegszeit informieren möge.

Aus dieser alten Bulldog-Zeit in Deutschland kenne ich nicht sehr viele Memories ;-) (Titel der Grafik) ; es gibt vermutlich auch nicht viele.

Von Otti Heermann selbst kann ich noch etwa 2-3 Geschichten bringen, was ich auch gerne tun werde. Vorher halte ich es aber für sinnvoll und wichtig, etwas mehr über die außerge- wöhnliche Persönlichkeit dieser deutschen Bulldog-Züchterin zu informieren.

1982 traf ich auf einer Bulldog-Austellung den damaligen Präsidenten des "Holländischen Bulldog Clubs", Herrn Dr. W.K.J.J. van Ommen Kloeke. Er war Zeitgenosse von Otti Heermann und schrieb mir auf meine Bitte hin den unten folgenden Bericht über sie.

Ich warne ungeduldige Blog-Besucher ;-) :
Der Text von Herrn Dr. van Ommen Kloeke ist ziemlich lang, und es sind keine Bilder dabei. Trotzdem - es lohnt ihn zu komplett zu lesen. (Übersetzung von Yvonne und Horst Autermann)


Erinnerungen an Otti Heermann

Dr. W.K.J.J. van Ommen Kloeke

Vor mir auf dem Tisch liegt eine seltsam geformte Brosche. Für einen Außenstehendenwird sie höchstens von geringem historischen Wert sein. Aber für mich ist sie sehr wertvoll. Weil sie eine Erinnerung an eine Frau herstellt, die sich in der Ausübung ihrer streng gezogenen Lebensprinzipien tapfer und streithaft für eine Hunderasse einsetzte, die ihre ganze Liebe war, die Englische Bulldogge.

"Continentaler Bulldog Club 1904"
Die Brosche besteht aus zwei Teilen. Das Oberteil ist ein emailliertes Dreieck, blau mit weißem Rand, innen mit den Buchstaben "RDH"; eine Abkürzung für den um den zweiten Weltkrieg aufgelösten "Reichsver-band für das Deutsche Hundewesen". Unter dem Dreieck hängtan zwei dünnen Kettchen eine silberne Münze, 22mm im Durchmesser, worauf in der Mitte der Kopf eines Englischen Bulldog abgebildet ist. Darum herum steht in kleinen Buchstaben "Continentaler Bulldog Club 1904". Diese Brosche wurde mir 1935 von der damaligen Sekretärin des Clubs, Frau Otti Heermann, geschenkt.

... 1935 bekam ich von der Familie Heermann eine Einladung ...
Unser Kontakt kam zu Beginn der dreißiger Jahre zustande. Ich schrieb für die kynologische Presse verschiedene Artikel über den Englischen Bulldog und Frau Heermann fragte mich, ob sie für ihren Club das eine oder andere daraus entnehmen dürfe. Ein Briefwechsel entstand, und 1935 bekam ich von der Familie Heermann eine Einladurg zu einem Besuch, um mein Urteil über die vorhandenen Bulldoggen abzugeben, vor allem auch, weil ich meine Kenntnisse hierüber in England erwerben konnte.

Wir lernten auch Mißtrauen und Verrat kennen, auch das Untertauchen.
Es wurde ein merkwürdiger Besuch. Nicht wegen der Hunde, sondern wegen der unheimlichen Atmosphäre, in der gelebt wurde. Denn ich wurde direkt nach meiner Ankunft mit Nachdruck ersucht, im eigenen Interesse nicht über Politik zu sprechen, wenn andere dabei wären, und vor allem kein Interesse für Uniformträger oder militärische Ausrüstung zu zeigen, die mir auf der Straße zufällig begegnen würden. Befremdent fand ich es auch, daß ich wiederholt feststellen mußte, daß wir bei Spaziergängen in Kassel beschattet wurden. Ich fragte dann wer das wäre, der sich immer verbergen würde, wenn ich das Haus der Heermanns betrat. Mir wurde geantwortet, ich solle darauf einfach nicht achten. - Erst viel später, als wir nach kurzem Krieg besetzt worden waren, begriff ich alles. Wir lernten auch Mißtrauen und Verrat kennen, auch das Untertauchen.

... ihre Englischen Bulldoggen nicht allein im Garten laufen lassen konnte, weil schon einer vergiftet worden war.
Dr. Kurt Heermann, Rechtsanwalt und Notar, erzählte mir, daß er es sehr schwierig habe, da er kein Mitglied der "Partei" sei. - Er ist dies auch nie geworden - und daß er darum stets Angeklagte zu verteidigen bekam, die gegen die neue "Ordnung" verstoßen hätten oder dessen verdächtigt würden. Eine unter diesen Umständen äußerst heikle Angelegenheit ! Schlimm fand ich es auch, daß Frau Heermann ihre Englischen Bulldoggen nicht allein im Garten laufen lassen konnte, weil schon einer vergiftet worden war. - Aus Haß gegen die Engländer !

... 1936 nach Köln zur Reichssieger- Ausstellung ...
Bei meinem Abschied versprach ich im nachsten Jahr am 23. und 26. April 1936 nach Köln zur Reichssiegerausstellung zu kommen. Frau Heermann würde dort die Englischen Bulldoggen richten und dann auch gerne meine Englische Bulldoghündin sehen, über die sie schon soviel gehört hatte. Das war "Christmas Snowball", die viel Reklame für diese Rasse machte, indem sie zweimal Beste der Ausstellung und auf zehn hintereinander folgenden Ausstellungen Beste der Doggenartigen Hunde geworden war.

... durch hereinfliegende Glasscherben verletzt würde.
Die Reise zur Reichssiegerausstellung 1936 verlief nicht besonders günstig. Mein Vater fand, daß sein gerade volljährig gewordener Sohn nicht alleine fahren sollte und hatte einen Freund mit Auto gechartert. So fuhren wir zu dritt mit einer Bulldogge nach Köln. Doch kurz vor der Stadt fuhr unser Fahrer unter äußertst ungünstigen Witterungsver-hältnissen auf einen großen Lastzug auf. - Ich konnte mich noch so eben über die Bulldogge beugen um zu vermeiden, daß das Tier durch hereinfliegende Glasscherben verletzt würde. Dadurch war glücklicherweise die Bulldogge unverletzt geblieben, außer, daß sie mit Blut verschmiert war. Ich hatte mir nämlich einige leichtere Verletzungen an den Händen zugezogen, zum Glück nichts Ernsthaftes. Unsere erste Handlung am Abend im Hotel war, die rotweiße Bulldogge wieder zu einer reinweißen zu machen, welches mit einiger Anstrengung im Badezimmer gelang.

... unter keinen Umständen den Reichstitel an einen Ausländer ...
Aber ein Unglück kommt seiten allein. An diesem Abend erzählte uns Frau Heermann, daß der "RDH" (Reichsverband für das Deutsche Hundewesen) ihr zur Bedinggung gemacht hätte, unter keinen Umständen den Reichstitel an einen Ausländer zu vergeben. Die Tränen standen ihr in den Augen, als sie uns dies mitteilte. Wir haben noch in Erwägung gezogen die Meldung zurückzuziehen aber dann doch beschlossen, "Snowball" in den Ring zu bringen.

... die Spannung wurde immer unerträglicher.
Es wurde das spannendste Richten, welches ich in meinem 48-jährigen Hundeleben jemals mitmachte. Es war eine stattliche Anzahl Bulldoggen gemeldet, neben unserem "Niederländischen Champion" auch noch zwei Champnions aus Skandinavien. Erst wurden die 'Rüden - und für unseren Geschmack - sehr langwierig, gerichtet. Ein deutscher Hund gewann. Wieder verging eine Zeit bis die Jugendklasse Hündinnen gerichtet wurde, die Spannung wurde immer unerträglicher. Dann kam endlich der Moment, in dem die die sechs Hündinnen der Offenen Klasse in den Ring gerufen wurden, "Snowball" hatte zum Glück ihren Autounfall vergessen. Sie ging mit locker rollendem Gangwerk ihre Runde und blieb auf mein Kommando unbeweglich stehen. Dies hatte ich ihr so beigebracht, und ich konnte auch die Leine neben sie auf den Boden legen, eine Übung, die immer Eindruck auf die Richter macht. Denn gut vorführen, das ist der halbe Gewinn ! Sie stand wie ein echter "John Bull", mit mächtigem, doch weiblichem Kopf, etwas erhoben, die kräfigen Vorderbeine neben der breiten Brust. Mit elegantem Karpfenrücken, gut gewölbten Rippen und einer schlanken Hinterhand, sie stand dort wie ein Standbild. Die Richterin ging mehrmals an den sechs Hunden vorbei, aber sie kam jedesmals zu "Snowball" zurück. Und dann brach die Spannung..., sie kam zuletzt auf uns zu und gratulierte mir. "Snowball" war Reichssieger 1936 geworden.

... einen offiziellen Brief vom "RDH".
Einige Wochen später bekam Otti Heermann einen offiziellen Brief vom "RDH". Ihre Erlaubnis zum Richten wurde eingezogen mit der Begründung, daß sie nicht das Wissen hätte um diese Rasse weiter zu richten....

... welch beinahe hoffnungslosen Kampf ...
Wir sind uns persönlich nie wieder begegnet. In den Kriegsjahren war dies natürlich ausgeschlossen, auch danach kamen alle verabredeten Treffen nicht mehr zustande. Wir hielten wohl den schriftlichen Kontakt aufrecht, wenn auch manchmal mit großen Zeitabständen. Bei diesem Briefwechsel wurde deutlich, welch beinahe hoffnungslosen Kampf Frau Heermann führen mußte, um die Rasse durch den Krieg zu erhalten und danach wieder aufzubauen. Es erscheint mir für die Geschichte der Rasse in ihrem Land von Bedeutung, daß ich hierüber das ein oder andere aus ihren sorgfältig aufbewahrten Briefen wiedergebe.

Diese Hunde schlafen nun in des Toten Bett...
Am 26. 11. 1940 schreibt Otti Heermann :
"Hunde habe ich 5 Stück, es geht ihnen sehr gut. Bull ist aber tot, er hatte ein Hodengewächs so dick wie ein Kopf Rotkohl. Er mußte getötet werden, es war schrecklich! Auf dem Kopf dieses Briefes ist sein Bild. Bonny ist auch tot, er hatte Magengeschwüre und war drei Jahre in ärztlicher Behandlung. Täglich erbrach er sein Essen. Nita hat mehrere Würfe gehabt und bei sechs Jungtieren waren immer drei Hunde "Vorzüglich" auf allen Ausstellungen ! - Herr Max Lehmann ist plötzlich gestorben, ich habe sehr gute und sehr teure Hunde aus seinem Zwinger gekauft. Zweijährig, ich werde damit züchten. Der Zwinger Lehmann ist aufgelöst. Später, so Gott will, sprechen wir darüber. Lehmanns Tod war eine Katastrophe. Ich habe geholfen den Zwinger aufzulösen. Es waren 17 Hunde! Die Witwe hat zwei davon behalten, die ältesten, die ersten Zuchthunde zum Andenken an ihren lieben Mann. Diese Hunde schlafen nun in des Toten Bett neben dem Bett von Frau Lehmann."

... wir haben nun alles vorloren, ...
Am 5.12.1946 schreibt Frau Heermann in den ersten Brief nach dem Krieg:
"Wir haben gewiß Furchtbares durchgemacht, wir haben nun alles vorloren, aber es ist mir möglich gewesen mich neu einzurichten. Wir haben wieder ein Heim, ich habe wie früher die Vereinstätigkeit. Wenn Sie einmal nach Deutschland kommen, hoffe ich, daß Sie uns einmal besuchen."

Die Nazis haben sie erschossen, ...
Und an anderer Stelle:
"Meine Bulldogrüden leben noch. Meine Hündin ist leider bei einem Angriff ums Leben gekommen. Meine Rüden sind Witwer und weinen nach einer Frau, die sie aber nicht bekommen. Es gibt in Deutschland nur noch drei oder vier Bulldoggen. Die Nazis haben sie erschossen, weil es eben englische Hunde waren !"

Im Frühjahr 1947 arbeitete sie mit an der großen internationalen Ausstellung in Köln.
Aber Frau Heermann setzte sich durch. Im Frühjahr 1947 arbeitete sie mit an der großen internationalen Ausstellung in Köln. Sie durfte auch wieder richten. Dann bekam ich das Angebot am 6.8.1950 nach Dortmund zu kommen, wo eine Clubschau abgehalten werden sollte. Otto Borner lud mich auch persönlich ein. Alle Vorbereitungen waren getroffen, doch im letzten Moment mußte ich absagen. - Dann kam die Einladung im Jahre 1950 in Osnabrück eine Anzahl Rassen zu richten, darunter auch die Englischen Bulldoggen. Ich nahm die Einladung in der Hoffnung an nun endlich, nach 17 Jahren, Otti Heermann wieder die Hand zu drücken. Es sollte nicht sein. Eine Krankheit machte ihr die Reise unmöglich.

Etwas später hörte ich, daß sie gestorben war ...
Meinen letzten Brief an sie schrieb ich als damaliger Sekretär des "Holländischen Bulldog Club" an Frau Otti Heermann als Sekretärin unserer deutschen Schwestervereinigung als Antwort auf ihre Anfrage, in welchem Alter frühestens eine Englische Bulldog Hündin gedeckt werden könnte. Aber darauf habe ich keine Antwort mehr erhalten. Etwas später hörte ich, daß sie gestorben war ...

Wir leben in der Hundewelt schnell und Namen werden bald vergessen. Darum bin ich Frau Cornelia Deermann dankbar, daß sie mich gebeten hat, etwas über Otti Heermann zu schreiben, eine tapfere und unerschrockene Frau, die für ihre Rasse buchstäblich durch´s Feuer ging. Wir haben sie nicht vergessen.


Sonntag, Juni 12, 2005

Vor 60 Jahren Kriegsende


Ich erwähnte im letzten Blog-Eintrag Otti Heermann. Sie schrieb wundervolle Geschichten über ihre Bulldoggen. Hier nun ein Ereignis, das direkt nach Kriegsende geschah :

Otti Heermann erzählt:

"Eifersüchtig war er wie ein Othello. Wollte mir jemand die Hand geben, so war er zur Stelle, um es zu verbieten. Niemand durfte mir in meinen Mantel helfen, in allem sah er Gefahren für mich. In der Gastwirtschaft mußte ich dem Kellner meinen Teller reichen, kein Kellner durfte ihn mir fortnehmen. Manchmal war es unangenehm, und ich hätte gerne gewünscht, er wäre friedlicher gewesen. Es war unmöglich Blackman zu verändern, und bis zu seinem Tod blieb er scharf und temperamentvoll. Er war einer meiner allertreuesten Bulldogs, und das will bei unserer Rasse etwas heißen.

Wieviel Angst habe ich ausgestanden, wenn wir Vollalarm hatten und Ex in aller Ruhe die Treppe zum Keller ging, ...
Ex war dagegen anders. Wieviel Angst habe ich ausgestanden, wenn wir Vollalarm hatten und Ex in aller Ruhe die Treppe zum Keller ging, das konnte man nur für einen Zeitlupenfilm verwenden. Kein Anfeuern half, er blickte mich höchstens an, als ob ich leicht verblödet wäre, meine Erregung war ihm unverständlich. Aus dem auf der Treppe stehenden Wasser-Reservoir goss ich Wasser hinter ihm her, aber auch das lief an ihm ab, ohne irgendwelche Veränderungen in seiner Gangart hervorzurufen. Eiche, seine Schwester, war etwas verständiger, jedenfalls war sie längst im Keller, bevor Ex erschien.

Aus allen Angriffen habe ich meine Hunde retten können, aus dem brennenden Haus in der Kaiserstraße holte ich sie heraus, schloss sie ein in ihre Reisekisten, welche eigentlich nur zum Besuch der Hundeausstellungen angeschafft waren. Eine ganz böse Nacht lang standen meine Hunde in ihren Kisten auf der Straße. Immer waren sie geduldig und folgsam, immer fügten sie sich in Unabänderliches, was ich auch von meinem temperamentvollen Blackman sagen konnte.

Dann bekamen wir Notquartiere...
Dann bekamen wir Notquartiere in einer kleinen Villa in der Schlossreichstraße. Alle drei Bulldogs fügten sich, nahmen auch zeitweise mit dem Aufenthalt in der Waschküche des Hauses vorlieb. Bei Regenwetter konnten sie nicht im Garten sein, und die zwei uns zugewiesenen Wohnräume waren teilweise Schlaf- und Büroraum. Die Küche wurde von anderen ausgebombten Familien mitbenutzt. Ich mußte auch alles verhüten, Mitbewohner zu verärgern. Wenn man Hunde hat, muß man immer den untersten Weg gehen.

Der Krieg war zu Ende, die Sieger zogen ein. Es mußte wohl bekannt geworden sein, daß ich Englische Bulldogs hatte - auch bei den Herren der Besatzung. Schon wenige Tage nach dem Einzug der Besatzung kam in der Frühe ein deutscher Offizier a.D. zu mir. Es war Herr von Beesten. Sehr offiziell teilte er mir mit, daß einige Herren von der Besatzung meine Englischen Bulldogs zu sehen wünschten. Er ermahnte mich, absolut zu gehorchen, meine Hunde vorzuführen, deren Papiere zu zeigen alles weitere würden die Herren dann entscheiden. Er selbst habe die Rolle des Dolmetschers übernommen.

... durch die furchtbaren Angriffe hatte ich sie gerettet, ...
Ich war wie gelähmt vor Schreck - denn sah das nicht aus wie eine Enteignung, sollte ich jetzt noch meine geliebten Bulldogs verlieren? Durch die Nationalsozialisten war mir nichts weiter geschehen, trotz allem Hass auf meine Auslandsrasse. Durch die furchtbaren Angriffe hatte ich sie gerettet, manche Nacht sie heimlich im Keller des Finanzamtes untergebracht, immer gezittert, daß man sie mir auf die Straße setzen würde, allem preisgegeben, sie dann wieder im eigenen Keller untergebracht, der starke Mauerrisse bekommen hatte und für Menschen untauglich als Luftschutzkeller erklärt worden war - immer wieder gerettet, und was kam nun?

Sicher war es für mich, jetzt mußten meine Bulldogs sich selber retten, jetzt mußten sie voller Wut gegen jeden fremden Menschen vorgehen, der ihnen Halsband und Leine anlegen wollte, um sie fortzuführen. Blackman unbesehen ja, der war zu Fremden wie ein reißender Löwe, da brauchte ich nur ein leises , 'Pass auf' zu flüstern, dann war alles gemacht, aber der phlegmatische Ex, der in aller Seelenruhe angelatscht kam und möglicherweise noch seine breite Patschpfote fremden Menschen hinhielt, Eiche war vielleicht nicht ganz so freundlich, aber sie war keine Kampfhatur. Ich wußte es, wenn man mir jetzt noch meine Hunde nehmen würde, die ich so unsagbar liebte, auf eine solche Art nehmen würde, das hätte ich nicht überstehen können, war ich doch durch das viele Erleiden in der Kriegs- und Bombenzeit gesundheitlich vollkommen erledigt.

... jetzt mußten meine Bulldogs sich selber retten, ...
Der Tag ging zu Ende, nichts geschah, also wohl am anderen Morgen? Die halbe Nacht probte ich mit meinen Hunden in der Waschküche: 'Gut aufpassen, fass an, jeden fasse, der kommt, Black, Ex, Eiche, fasst, fassen, passt auf..!' Alle meine Kommandos waren unter Tränen hervorgebracht, da saß ich bei meinen Hunden auf dem Steinboden in der Waschküche, ein Bild des Jammers. Meine Hunde hörten gut zu, Blackman wollte gleich los, seine rotunterlaufenen Augen zeigten mir schon seine ganze Wut. Ex und Eiche waren aufmerksam, sahen auch umher, fanden aber nichts Aufregendes, rollten sich wieder zusammen zum üblichen Schnarchkonzert. Das wußte ich bestimmt, Black war richtig, der hatte mich verstanden! Aber Ex und Eiche, die waren für mich verloren!

Der andere Morgen kam und mit ihm Herr von Beesten und drei amerikanische Offiziere. Gefasst ging ich ihnen entgegen. Ja, Englische Bulldogs vorführen mit ihren Papieren - ich hatte die Ahnentafeln alle gerettet, gehütet wie meine eigenen Papiere.

Ich holte Blackman, 'flüsterte' nochmal, weinte ihm in seine Ohren - und Black, vorsichtigerweise von mir angeleint, tobte wie ein Irrsinniger los, auf die Herren zu- Ich schrie: 'gehen Sie alle weg, ich kann den Hund nicht halten, er zerreißt Sie alle.' Black wirbelte mich nur so herum, tapfer hielt ich seinen Riemen. Die Schaumflocken seines Maules flogen umher, die Herren liefen zur Gartenpforte und machten sie von außen zu, riefen mir übers Gitter zu, ob der Hund immer so wäre, ob er sich nicht beruhigen ließe? Ich verneinte, sagte, daß nur ich mit ihm fertig würde, daß er ein schwerer Angreifer sei. Weiter sagte ich: 'Wenn Sie ihn anfassen wollen, müssen Sie ihn erst totschießen'. Man befahl mir, den Hund wegzubringen, die Türe zu ihm zu verschließen und die anderen Bulldogs zu holen! Schnell drückte ich Black an mich, vor Dankbarkeit, er hatte sich gerettet, er blieb bei mir, mein tapferer Black ... !

Und als ich in die Waschküche kam, traute ich meinen Augen nicht, da saßen Ex und Eiche wie zwei Wahnsinnige, brüllten vor Wut, waren nicht zu halten - was war denn das - die Veränderung durch das Wutgeschrei meines Black, wollten sie nun genau so tapfer sein, mir und sich helfen? Schnell leinte ich sie an und heraus mit ihnen, bevor die Zorneslust verrauschen würde.

Die Herren gingen und mir zitterten die Hände und Beine, ...
Friedlich standen die Herren wieder im Garten, aber als ich mit den beiden Wütenden kam, da liefen sie schnell wieder zum Gartentor hinaus und hielten den Griff von außen fest. Der eine Offizier meinte zu mir hingewendet: 'Haben Sie gemacht Pepper unter die Schwanzen wie bei Pferde?' Ich verneinte und sagte nur, daß meine Hunde immer so wären! (Frechheit hilf mir!) Die Herren wollten nicht mehr bleiben, ich hörte nur ihre abfälligen Worte. 'Nix got, slechte, falschen Dogs, nix got...' Die Herren gingen und mir zitterten die Hände und Beine, wir stolperten zur Waschküche, Ex und Eiche gingen rückwärts, immer die Augen noch zum Gartentor, ob nicht doch noch eine Gefahr vorhanden .....

Ja, also das waren Bulldogs, in der Not doch keine Phlegmatiker, sie hatten mich und Black verstanden, ich hätte sie alle drei totdrücken können vor Glück, alles war gut, da saß ich wieder auf dem Steinboden mit meinen Bulldogs, gelacht und geweint habe ich.

Liebe gute Bulldogs, konnte ich denn jemals zweifeln an eurem Verstand, an eurer Treue, wie habe ich euch Unrecht getan!"


Freitag, Juni 10, 2005

Noch einmal Vorkriegs-Bulldoggen


Nach der Wende 1989 lernte ich die Hobbyzüchterin Martina Schubert aus Schlettau im Erzgebirge kennen. (In der DDR gab es einige wenige English Bulldogs : gezüchtet mit staatlich importierten Hunden. Im Bild 'Kari von Yokeheighwood') Martina wiederum wußte von einem 89jährigen Herrn aus Thüringen, Hans Drechsel, der vor dem Krieg schon Englische Bulldogs gezüchtet hatte.

Martina und ich schrieben Herrn Drechsel an und besuchten ihn Anfang 1991 in Krölpa. Er starb im Oktober 1991; ich war froh die Gelegenheit gehabt zu haben, ihn über den Englischen Bulldog in den Vorkriegszeiten erzählen zu hören. Auf einem kleinen Diktiergerät nahm ich damals einige seiner Geschichten auf. Beim Aufräumen fand ich heute diese alte Diktierkassette wieder. Der Ton ist ziemlich schlecht, aber das meiste noch verstehbar.

Hans Drechsel wurde 1902 in Thüringen geboren. Er liebte den Bulldog schon als Kind und züchtete ihn auch später. In dem 30er Jahren lernte er die berühmte Züchterin Otti Heermann auf Ausstellungen kennen und schätzen. In diesem Zusammenhang nur am Rande : Otti Heermann baute nach dem Krieg mit ihren wenigen Bulldogs, die sie in ihrem Kasseler Zuhause unter riesigen Schwierigkeiten über die Kriegsjahre versteckt am Leben erhalten hatte, die Bulldogzucht in Deutschland und den Bulldog-Zuchtverein CEB wieder auf.


Hans Drechsel erzählt:

"Bulldoggen kenne ich seit meiner Schulzeit. Ich war 10 Jahre alt, da hatte der Pferdeschlächter aus Plauen eine Bulldogge. Ich durfte sie ausgeführen, und seitdem bin ich närrisch auf die Bulldoggen.... und 1917 war da ein verückter Kerl, der auch Rennfahrer war, der hatte eine Bulldogge.....

1929 kaufte ich meinen ersten Bulldog, 'Afra von der Alle' (jedenfalls klingt der Name auf dem Band so). Ich hatte annonciert, und sie wurde mir angeboten. In einem scheußlichen Zustand. Aber artgerecht gebaut. ...

'Da ging ich mit meiner (läufigen) Afra zur Polizei und fragte, ob die wüßten, wo es einen Bulldogrüden gäbe.'
Es war sehr schwer einen Rüden für sie zu finden. Ich schrieb an Behörden, aber niemand wußte, wo es einen Bulldog gab... Dann ein Zufall. Ich wurde nach Weimar zu einem Rüden bestellt, aber der war ein Boxer... Da ging ich mit meiner (läufigen) Afra zur Polizei und fragte, ob die wüßten, wo es einen Bulldogrüden gäbe. 'Ja, wir wissen einen. Aber wir wissen nicht, ob Sie mitgehen wollen.' Da bin ich mit denen losgegangen, und dann war ich im Bordell.

'Und gleich im Bordell hat der Bulldogrüde meine Bulldoghündin gedeckt.'
Ich wurde eine Treppe hochgeführt, eine wunderschöne Dame kam, und gleich kam der Hund mit. Die Bordellmutter war die Besitzerin des Bulldogs. Und gleich im Bordell hat der Bulldogrüde meine Bulldoghündin gedeckt. Ein solcher kleiner Bulle war das, ich hatte richtig Angst um meine 'Afra', sie war so schmal. Dann habe ich mich bei der Polizei bedankt.

Das hat einen schönen Wurf gegeben. Da hatte ich 4 Stück. Ich hab annonciert. Aber niemand wollte einen Welpen. Dann hab ich sie an einen Händler verkauft, das Stück für 50 Mark. Zum zweiten Decken fuhr ich nach Chemnitz zu einem Fabrikanten, der einen Rüden aus England hatte. Aber da hatte ich Pech damit. Die 4 Welpen sind nach der Geburt gleich eingegangen. Das war traurig. ..."


Mittwoch, Juni 8, 2005

Ein schönes altes Bulldog-Kinderbuch


Als Kind liebte ich ein Buch ganz besonders, 'Peter und sein Freund Bulli'. Es war mein einziges Buch über einen Hund, und der Hund war, wen wundert es, ein Bulldog!

Das Buch bekam ich 1954, ich war also neun Jahre alt. So einen Freund wie Bulli, den wünschte ich mir auch! Gemeinsam mit Peter rettete er Lerchenkinder im Feldnest vor der Heusense, ein Uhubaby wurde im Wald gefunden und aufgezogen, der Ziegenbock mußte nicht zum Metzger, die beiden befreiten einen armen Kettenhund, ... alles Geschichten so richtig für mein tierliebendes Kinderherz.

Später vergaß ich das Buch. Als meine Eltern dann 1971 ihren ersten Hund, einen Bulldog, kauften, verlor ich sofort mein Herz daran, völlig und endgültig, ohne mich dabei an dies Kinderbuch zu erinnern. Aber ich bin sicher, unbewußt wirkte die Prägung, die ich als Kind in Bezug auf Hunde durch dieses Buch erfahren hatte. Daher weht wohl auch der Wind, daß ich darauf bestand, diesen Bulldog Bully zu nenen. Originell fand ich den Namen damals selbst nicht, aber 'irgendwie' so passend...

Erst vor ein paar Jahren, als ich den Speicher in meinem Elternhaus nach meinen Kinderbüchern ganz allgemein durchwühlte, fiel mir dies Buch wieder ein. Aber es war verschwunden. Leider. Das machte mich richtig traurig. Und am letzten Wochenende, ich besuchte meine Schwestern und meinen alten Vater, da fand ich dies Buch zufällig unter ganz anderen Büchern in der elterlichen Bibliothek wieder. Ich freute mich riesig. In Kinderschrift steht mein Name, ganz bescheiden am Rand, hinein geschrieben.

Der wichtigste Satz (bestimmt schon damals für mich) in diesem Buch ist : 'Bulli ist nämlich ein sehr gescheiter Hund, von dem der alte Knecht Franz sagt : 'Der hat Menschenverstand!''

Die Geschichten insgesamt sind aus heutiger Sicht schrecklich aufdringlich pädagogisch 'zum Liebsein' und zu Harmonie hin ausgerichtet, aber die vielen Zeichnungen von Wolfgang Felten (das Titelbild ist nicht von ihm) sind zauberhaft. Dieser Bulli ist noch ein Vorkriegsbulldog mit geradem Schwänzchen und deutlicher Nase. Die massive Überzüchtung fing erst später an :-(((

In den 60/70er Jahren gab es diesen vitalen Typ des Englischen Bulldogs noch in England und auch in Deutschland : hier besonders in der Cincinatti-Zucht, die wesentlich auf dem mit 6 Monaten aus Wales importierten Welt-Champion Dewrie Drummer Boy basierte. Bully und meine erste Hündin Ziska waren seine Kinder. Deshalb liebe ich genau diesen Typ des Englischen Bulldogs auch heute noch so sehr. Frieda wird auch solch ein Typ Bulldog werden, denn das war ein Entscheidungskriterium für den US-Zwinger Goomba (Goomba ist ein Eingeborenenwort und heißt 'Freund'), in dem sie am 20. Mai 2005 geboren wurde :-))) Doris Ehrensteins Willie wurde im gleichen Zwinger genau ein Jahr vorher, am 20. Mai 2004, geboren : welch ein gutes Omen ! Denn, wie Ihr hier im Bulldog-Blog lesen könnt, Willie ist ein wirklich besonderer Hund ;-)

In Rußland überlebte dieser kernig gesunde 'Vorkriegs-Typ' des English Bulldog bis heute, wie ich im Mai-Blog (siehe Blog-Archiv) an Beispielen zeigte. BigJim, einer dieser bulldoggigen 'Ur-Typen ;-)' ist unten auf der Seite von seiner sanften Seite :-)) zu sehen. Ein weiteres Beispiel dieses früheren, vitalen Standard-Bulldog-Typs ist Bonzo . Er wurde in Wien im Hobby-Zwinger Charming Huge gezüchtet. Er gehört Gertrud Warner und bezauberte mich bei einem Besuch durch seinen Charme und seine ungebremste Lebendigkeit.


'Der hat Menschenverstand!'
Wie hieß es über den Bulldog-Verstand so treffend im Kinderbuch?
Das meinen die Werbeleute auch! Deshalb bleiben wir jetzt mit der Werbung beim Lesen ;-)


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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Update: 21. 3. 2008

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Cornelia Savory-Deermann


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