Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Archiv-Organisation vom 15. Juli 2009:

Archiv Mai 2005 - August 2008 :

Die Beiträge zu diesem Thema - von September 2008 bis heute - erreichen Sie über das Thematische Inhaltsverzeichnis in den jeweiligen Monatsarchiven.


Lieblings-Geschichten

Anfangsfolge (August 08 - März 08)


1. Fortsetzung (Februar 08 - Oktober 07): HIER!
2. Fortsetzung (September 07 - Juni 07): HIER!
3. Fortsetzung (Mai 07 - Januar 07): HIER!
4. Fortsetzung (Dezember 06 - August 06): HIER!
5. Fortsetzung (Juli 06 - Dezember 06): HIER!
6. Fortsetzung (Januar 05 - Mai 05): HIER!

Dienstag, August 19, 2008

Erdschatten und Schattenspiele


Es gibt Tage, da wirft die Erde Schatten - Schatten, die sogar den Mond verfinstern... am letzten Samstagabend, 16. August 2008 um 23.00, war solch ein finsteres Spektakel bei wolkenfreien Himmel über Ostwestfalen perfekt zu beobachten. Wer feierte hier eine schwarze Messe ? ;-)

Frieda und Kosmo waren von dem schnell schwindenden Vollmondlicht nicht beindruckt, sie wunderten sich nur über Stu und mich, was wir "da oben" bloß so aufregend fanden ;-) Das Unbehagen, welches solche Finsternisse bei manchen Menschen auslösen können, erreichte sie ganz und gar nicht. Stu und meine Faszination an der Beobachtung dieses Schattenspiels verstanden sie aber auch nicht! Sie sprangen an uns hoch und Kosmo brachte Stöckchen :-)

Überhaupt Stöckchen... es war ein herrlicher Tag gewesen, und wir waren das Silberbachtal durchwandert.

Kosmo entdeckte wieder einmal den Biber in sich... Er arbeitete richtig schwer!

Glückliche Seelen lassen sich nicht von Schatten verstören, das dachte ich abends, als ich Kosmo und Frieda - unter dem vom irdischem Schatten versteckten "Mann im Mond" - so unbeeindruckt herumspringen sah :-)))

Frieda und Kosmo haben Recht:
aus der Sonne und aus glücklicher Seelen Sicht sind auch Schattenspiele Spiele. :))


Montag, Juli 28, 2008

Besuch bei Chilli und Rudel


Mein Besuch beim Teloudis/Tansley- Rudel in Mecklenburg (mit Chilli im Mittelpunkt ;-) war eine Aneinanderreihung glücklicher Momente; glücklicher Momente wie es die Begrüßung duch Chilli gewesen war, die Anke Teloudis im vorletzten Beitrag beschrieb; glücklich aber auch im menschlichen Zusammensein :-)...

Chilli, Friedas Baby, ist eine selbstbewußte, ins Leben schier verliebte, vitale Hündin geworden. Sie ist wohlproportioniert (innerlich wie äußerlich ;-) und hat ein herrliches Muskelrelief entwickelt, so wie es bei einem Bulldog sein sollte. Sie hat mich sehr an meine Ziska erinnert, die Chillis Ur..großmutter in 9. Generation ist :-))) So etwas ist bewegend!

Zudem ist Chilli sehr wohlerzogen! Sie sitzt bei Tisch und rührt wirklich nichts an !!! (Und dabei kocht Anke wundervoll gut !! Danke Anke, es waren reine Schlemmertage (Lippenlecken ;-) bei Dir!)

Anke und Angelis, Tochter Ina und Schwiegersohn Rob, Retriever Anna, Hirtenhund Kimo und CHILLI wohnen in einem Paradies:

Ein 150 Jahre altes, so gemütliches wie herrschaftlich-weiträumig gebautes Forsthaus. Es liegt in einem mehrere 1000 qm großem Garten mit einer echten Brunnenanlage vorm Haus, mit uralten Bäumen in den Wiesen, und einem Urwald-Streifen am Rande... Der nächste Nachbar ist ein Storch... Chilli lernte hier das Brombeerenpflücken und : ein Bulldog traut sich, wie wir wissen, fast alles zu - Chilli lernte im Urwald sogar die Anfänge des Bäumekletterns... Es würde mich nicht wundern, wenn sie es eines Tages auch soweit bringt!

Vorab hatte ich meinen Aufenthalt hier in Zölkow bei Chillis Rudel "Besuch im Forsthaus" genannt, aber schon am ersten Abend fand ich nur noch die Formulierung "Urlaub im Forsthaus" passend.

Abends wurde endlos geklönt - und wie wir im Foto oben sehen, saß Chilli stundenlang auf "Menschenniveau" dabei - ohne sich zu mucksen oder sonstwie zu stören. Wurde das Gespräch erregter, so zeigte sie Zunge ;-) und Spannung; ebbte dann unsere Gesprächsintensität wieder ab, so ließ auch sie sich ein wenig zurücksacken in ihrem für sie bestimmt unbequemen Stuhl...

Die großen Hunde zogen den Eßzimmerstühlen den schönen Holzfußboden und das Sofa vor :-))

Anke und ich machten täglich auch einen "Kulturtrip" ohne Hund. Nun ja, zur Kultur gehört auch gutes Essen, aber nicht nur ;-)

Wismar ist ein zauberhaftes Hafenstädchen, ein Besuch lohnt sich.

Parchim ist dabei sich auch zu mausern, vieles ist schon renoviert, manches wird gerade. Wunderschöne Bachsteingotik auch hier!

Schwerins Schloß könnte Neuschwanstein den 1. Rang als Märchenschloß streitig machen.... Zum Träumen schön im Wasser gebaut...

Noch etwas Spezielles zu Schwerin :-)

In einem Vorort arbeitet Ina als Radio-Moderatorin für den Sender "Antenne Mecklenburg-Vorpommern". Anke und ich besuchten sie und ihren charmanten Kollegen Steffen Holz dort während ihrer Sendezeit. Steffen meinte, als er mich herzlich umarmend begrüßte: "Ich kenne Dich doch... aha, von cornelias-bulldog-blog, da habe ich das tägliche Zwangsvergnügen ;-))"

Das war irre im Studio: so viel Bildschirme, Mischpulte, Anrufe, Nachrichtenticker... alles muß im Blick gehalten, abgewägt, einsortiert werden, und das auch noch möglichst gleichzeitig. Kompliment Ina, wie Du das schaukelst! Und deinen spontanen Humor dabei auch noch so selbstverständlich einbringst!

Danke, von Herzen Dank, besonders Dir liebe Anke, für meinen wunderschönen kleinen Urlaub bei Euch in Mecklenburg!


Donnerstag, Juli 24, 2008

Heute freuen wir uns mit Gastbloggerin Anke Teloudis :-)

Wiedersehen macht Freude ...


"Es liegt etwas in der Luft..." schienen unsere Hunde zu ahnen, als ich nach einigen anderen Vorbereitungen noch frische Blumen in's Gästezimmer brachte. An solchen Tagen lassen sie weder die Haustür noch das Gartentor lange ohne "Aufsicht" und - so war es auch diesmal, als Cornelia für ein paar Tage ihre/unsere Chilli besuchen wollte.

Nun, wir kennen unsere Vierer-Bande und wissen um ihre, ich nenne es mal ganz verschämt "Eigenheiten", wenn es um die Begrüßung von Gästen geht:

Kimo MUSS als Hirtenhund Alarm schlagen, Anna, das ernsthafte Retrievermädchen hofft auf Gast-Unterstützung bei der Lösung aller Weltprobleme, Ronja als Retrievermama und Rudelchefin hält erfreut Hof - und CHILLI überschlägt sich regelmäßig in ihrer Begeisterung für ihre neuen "Entertainer" ! Grund genug also, die Begrüßung anfangs nur Chilli zu überlassen !

Und dann war es auch schon soweit : das knuddelige gelbe Auto hielt auf unserer Einfahrt - Auto - und Haustür gingen fast gleichzeitig auf, und ein 4beiniger Kugelblitz sauste in Richtung Cornelia um die übliche Begrüßungszeremonie (Ja ich weiss, eigentlich sollte Hund nicht anspringen... ;)) zu starten !

ABER - hier lief etwas ganz anderes ab ! Nach dem ersten Körperkontakt und dem offensichtlich gleichzeitigem ERKENNEN und ERINNERN verwandelte Chilli sich in einen WELPEN :o !!!

Über mehrere Minuten freudig winseln, sich wälzen, immer wieder "quietschen", Gesicht ablecken, in die Schuhe "beissen", Hände "auffressen" ... nur unterbrochen von Luftsprüngen und sich-vor-Cornelias-Füße-werfen, das wäre schon viel viel mehr, als selbst Ina und Rob nach ein paar Tagen Abwesenheit erwarten können !

Nur - Chilli's Freude liess sich damit allein offenbar nur unzulänglich ausdrücken ! Eine Welpenspezialität hatte sie noch in Reserve : DER SPRINGBRUNNEN !!!

Auf dem Rücken liegend, entzückt mit allen Vieren strampelnd hörte sie die Worte ihrer Babytage : "Wo ist Friedas schönes Kindchen?" .... und damit brach (wortwörtlich) der "letzte Damm". Chilli pieselte eine Fontäne - und Cornelia damit eine wahre "Freudendusche".

Dann, endlich konnten auch wir Menschen uns begrüßen - und ich registrierte (etwas verlegen), dass das Pfotenmuster auf Cornelia's T-Shirt sozusagen "druckfrisch" erdfarben war. In der ganzen Aufregung hatte ich völlig übersehen, dass es noch kurz vorher etwas geregnet hatte.

Später durften auch die übrigen Rudelmitglieder Cornelia begrüßen und sich anfreunden. Und selbst Kimo, der rassebedingt jeden für einen potentiellen Viehdieb hält ;), hat Vertrauen zu Cornelia gefasst.

Es waren schöne Tage, die wir sicher wiederholen werden, und ich denke, auch für Cornelia war es mehr als einmal erstaunlich und sehr schön, ihr Chilli-Baby in derem "natürlichem Umfeld" zu erleben.


Sonntag, Juli 6, 2008

Heute ein älterer Text von Gastblogger Stu Savory

Wesen des English Bulldog


Der Englische Bulldog (eigentlich und offiziell nur "Bulldog") ist ein ruhiger, zurückhaltender, aber durchaus spielerischer Hund, der an der Leine zieht wie eine Dampfmaschine.

Der Bulldog ist kein Hund für jedermann - manche sagen, er sei gar kein "richtiger" Hund.

Der Bulldog besticht durch seinen unkomplizierten, freundlichen (meist :-) und festen Charakter. Der Bulldog ist sehr intelligent, lernwillig und traut sich (fast) alles zu ;-). Diese imposanten Vierbeiner sind sehr kinderlieb, familienfreundlich, sehr tierlieb und daher ein idealer Begleiter für Sie und ihre Familie. Allerdings haben sie öfter Adelsallüren, bis hin zum Tragen von Juwelen. Sie sind reisefest aber lieben besonders kühlere Regionen (Alaska). Kennenlernen anderer Hunde ist problemlos; sie haben (meist) gute Tischmanieren :-), sie wissen auch, daß ihr Futter im Kühlschrank aufbewahrt ist, und zeigen auch im hohen Alter von 11 Jahren noch ungebremsten Appetit, ungeachtet des Standard-Gewichts ;-) Und netter als Katzen (siehe Beitrag 30. Juni 08) sind sie allemal ! Die meisten sind sehr freundlich, aber manch andere sind echte, tatowierte, 'Hell`s Angels', eben 'Bad to the Bone' , oder mögen mal ein Bier! Insofern werden sie Herrchen immer ähnlicher :-)
Es gelten, wie immer, einige Sicherheitsregeln für den Umgang mit Hunden, auch mit (bewaffneten) Bulldoggen!


Freitag, Juli 4, 2008

Die Dame am Tisch :-)


Zur folgenden Geschichte über unsere Wilma (1994-2005) inspirierte mich vor Jahren der Bericht "Der Herrn am Tich", siehe letzter Beitrag :-)

Madame kennt unsere morgendlichen Rituale sehr gut. Sie weiß, alles strebt diesem wundervollen Höhepunkt "Frühstück" zu.

Wenn wir uns nur etwas länger, als ihrer Meinung nach unbedingt notwendig, zunächst zu diesen absurden Wasser- und Naßmachquälereien im Badezimmer aufhalten, dann beschleunigt sie das Geschehen zielstrebig:

Sie schließt sich selbst (per Schnappschloß) in der Gästetoilette ein - damit wir sie unverzüglich befreien müssen, oder sie rennt bellend und grollend zur Terrassentür - damit wir sie eiligst im Abwehrkampf gegen Räuber unterstützen müssen, oder, genügen diese Maßnahmen immer noch nicht, dann schleppt sie ihren Kauknochen an und plaziert ihn inmitten unserer Hosen und Hemden, legt sich darauf und beginnt an diesem Kauknochen in für unsere Sachen bestandsbedrohender Art und Weise herumzureißen. Wir beeilen uns dann.....

Jetzt gehen wir in die Küche - und Wilma legt sich geduldig wartend auf ihre Decke am Eßzimmertisch, die zwischen unseren Stühlen (als ihre "Serviette") ausgebreitet ist. Jetzt treibt sie nicht mehr. Vielmehr scheint sie diese Küchengeschehnisse als Vorspiel, als Vorfreude durchaus zu genießen. Soviel plötzliche Geduld ist einfach nicht anders zu erklären.

Am Tisch. Ein drittes Brettchen liegt zwischen Stu und mir auf dem Tisch. Wilmas Augen werden naß. Sie kann weinen vor Lust in diesen Momenten. Sabbern tut sie nicht, aber weinen, das liegt wohl daran, daß ihre Tränenkanäle zu eng sind, um alles Wasser über die Nase abfließen zu lassen. Diese in Wasser schwimmenden Augen, groß und dunkel und intensiv, rühren uns an.

Zuerst, sogar vor dem ersten Schluck Kaffee, mache ich ihr ein "Bütterchen", wie wir im Rheinland sagen. Kleingeschnittene Stückchen Brot mit Wurst, manchmal auch mit Roastbeef oder anderen Schleckereien darauf. Sie soll doch nicht "leben wie ein Hund", unser Herzensliebling, nicht wahr? Solange sie das Messer in meiner Hand in Bewegung sieht, solange wartet sie selbst bewegungslos, ruhig, voller Vertrauen alles zu bekommen, was sie sich so sehr wünscht. Sie springt nicht hoch, sie nervt nicht, sie grapscht nicht, gesittet und sattsam nimmt sie jedes Stückchen aus meiner Hand. Dann darf ich essen. Eine halbes Brötchen läßt sie mich nun ungestört genießen, denn nun ist Stu an der Reihe, ihr Liebe und Nahrung zu erweisen.....

Ist der Tisch leer von allem Essen, dann ist sie zufrieden. Sie räkelt sich ein bißchen, wackelt mit dem Schwänzchen als sei es ein Propeller und schläft leicht und entspannt ein. Das Ritual ist vorbei. Jetzt können wir Zeitung lesen oder sonstwie unsere eigenen Wege gehen, ohne weiter angetrieben oder "angeweint" zu werden. Wir lieben dieses morgentliche Ritual mit Wilma. Nie haben wir so gerne gefrühstückt wie seit der Zeit, daß sie daran teilnimmt.......

Wird im Sommer der Tisch auf der Terrasse gedeckt, dann springt Wilma auf die Sitzbank und wartet geduldig, bis alles aufgetragen ist. Sie geht an keine Fleischplatte, an garnichts geht sie ran, während wir immer mal wieder in der Küche sind. Sie wartet brav bis wir sitzen und ihr ihre Portion nach und nach in kleinen Stückchen reichen.

Doris meinte bei einem Ihrer Besuche bei uns : "So etwas gab es nie und wird es nie wieder geben: ein Bulldog, der völlig brav und still auf seinem Sitz bei gedecktem Tisch wartet, bis alle anderen auch sitzen!" Wir haben ihr das nicht etwa beigebracht - es ist ihre Art mit allem auf uns zu warten.

Gehen wir ins Restaurant, dann benimmt sich Wilma wie eine Lady. Sie bettelt nicht und weint nicht. Andere Hunde, die dann auch noch meistens bellen, wenn sie sie sehen, werden souverain ignoriert. Viele Kellner lieben sie ob ihres wunderbar wohlerzogenen Verhaltens. Wir staunen dann immer - denn wir haben sie nicht erzogen - sie ist einfach von sich aus so anständig in der Öffentlichkeit. Insgeheim - mehr oder weniger insgeheim - halten wir sie für außerordentlich klug: gelegentlich reicht ihr nämlich ein Kellner, weil sie so schön und sanft und unaufdringlich ist, einen ganzen Teller mit Fleischresten herunter auf den Boden. Haben diese Kellner sie also vielleicht „erzogen"??? Denn schließlich: der Erfolg zählt, mit Essen verwöhnt zu werden, und das heißt: geliebt zu werden ;-)


Mittwoch, Juli 2, 2008

Der Herr am Tisch :-)


Im kleinem Büchlein "Der englische Bulldog" (2. Ausgabe 1976) veröffentlichte die Herausgeberin Kari Wolfsjäger diese zauberhaft geschriebene Geschichte "Der Herr am Tisch". Der Autor selbst ist unbekannt. Der Bulldog vom Titelbild dieses alten Büchleins ist "Chincinatti Bel Ami", der in die USA exportiert wurde und dort Ausstellungs-Karriere machte. Die Bilder unten sind die Orginal-Illustrationen zu dieser Geschichte.

Wir hatten ihn nie eingeladen. Es war gerade, als ob der Wind es ihm zutrüge.

Wenn wir uns an den Tisch setzten und tatkräftig Messer und Gabel heben wollten, bewegte sich der Türvorhang, und er kam. Ungerufen, uneingeladen. Mit wichtiger Miene schob er sich in seine kraftvollen Schultern und nahm etwas schwerfällig Platz. Natürlich im Sessel.

Wir saßen auf Stühlen. Gewiß gönnte man ihm das Essen, aber uneingeladene Gäste - na, man wollte ein Auge zudrücken, schließlich hat jeder mal Hunger; wir reichten ihm Essen. Fragen, ob er dieses oder jenes lieber möchte erübrigten sich, er war ein sogenannter Allesesser.

Irgendein Verständnis für Ungeschicklichkeit schien er nicht zu haben - trotz seines adeligen Namens - denn sein Benehmen bei Tisch überstieg alles je Dagewesene.

Wenn er den einen Bissen noch in der Backe hatte und Kauen und Schlucken sich zu eigennützigen Bestrebungen zusammen abspielten, schmatzte er schon nach dem nächsten. Das ihm gereichte genügte ihm nie. Wenn wir uns gestatteten, von einer Speise zu nehmen - wir taten es wirklich mit Anstand und Bescheidenheit - sahen wir den Flackerschein der Hölle über seine Züge ziehen und seine Zähne, eigentümlich grausam die fettigen Lippen zerteilend, bedeutungsvoll zum Vorschein kommen.

Er war eine Herrennatur. Warten konnte er nicht. Er befahl uns mit dem schmatzenden Geräusch seiner Zunge und Zuhilfenahme des Überflusses der Absonderungen seiner zu Überproduktion neigenden Speicheldrüsen, weitere Nahrung zu reichen.

In uns verhärtete sich immer mehr der Gedanke, daß das ästhetische Gefühl es verbiete, noch weitere Mahlzeiten mit ihm einzunehmen. Wir faßten Entschlüsse, die alle zu dem Endergebnis führten, daß wir von nun an alleine speisen wollten. Ja, bestimmt, das wollten wir tun, und wir sagten es ihm; ganz energisch sagten wir es!

Er schaute uns aufmerksam an, vielleicht schon wissend, daß wir uns für eine sinnlose Sache ereiferten und ahnungsvoll wahrnehmend, daß er doch der unsÜberlegene war. Seine Augen gingen suchend über den Tisch, auf dem jetzt nichts Eßbares mehr zu sehen war. Langsam verließ er seinen Sessel, wir polterten ihn an, daß es bestimmt das letzte Mal gewesen wäre, und daß er morgen nur ja nicht wieder erscheinen solle.

Als er hinausgegangen war, kämpften wir mit einem kleinen Reuegefühl und überlegten nochmals unsere Handlungs-weise. Gewiß, vielleicht hatten wir ihn eben beleidigt, wir liebten ihn, er war ja doch ein netter Kerl, auch anständig, bis auf sein Benehmen bei Tisch. Schließlich hatte jeder seine Fehler und Schwächen. Wir auch.

Ich ging hinaus, zurückrufen wollte ich ihn ja nicht, aber mal sehen, ob er beleidigt war, vielleicht traurig - ja, er stand noch in der Diele. Seine schönen braunen Bulldogaugen fragten mich - ich weiß nicht was - ich fühlte mich bedrückt, ich bedauerte jede Härte, gewiß, das ästhetische Gefühl war auch noch da und wollte berücksichtigt werden, ja, gewiß - aber schließlich hatte man ihn doch sehr lieb - und das war die Brücke.

Ich verhieß ihm dann die Möglichkeit des Wiederkommendürfens - nach einer gewissen Zeitspanne natürlich - ja, und dann war am nächsten Mittag wieder pünktlich zur Stelle am gewohnten Platz.

Samstag, Juni 14, 2008

Heute erzählt Gastbloggerin (Berta) Doris Ehrenstein

Ein toller Fang!


7. 6. 2008, Talkeetna, Alaska
Wie in jedem Jahr (Anfang Juni) warten Angler (Einheimische und Touristen) auf die ersten Königslachse. Und heute ging auch Klaus angeln. Er kam nachmittags zurück mit einem Königslachs von 35 Pfund.

Berta schreibt uns :

Liebe Freunde, die letzten Tage war nichts los. Ich hatte meine gewünschte Ruhe, aber Willie war es langweilig. Dann überlegt er immer wie er mich zanken kann! Ich kenne ihn: meine Ruhestörung nennt er spielen!

Heute dann:
Irgend etwas Aufregendes war im Garten. Willie lief an der Terrassentüre hin und her. Na, mal sehen was los ist. Ich schicke Willie immer zuerst los in den Garten. Willie hat nie Angst. Ich bin etwas vorsichtiger und nähere mich allem Unbekannten sehr zögernd.

Doris machte die Türe auf. Willie stürmte hinaus, ich hinterher.

Im Garten lag ein großes Tier; es war ein Fisch.

So etwas hatte ich noch nie gesehen und gerochen. Kurz, ich überholte Willie (was sonst nicht meine Art ist) und war als erster dort. Sofort schnupperte ich und gab dem Fisch Küßchen. Willie biss ihn in den Schwanz.

Wir waren beide sehr aufgeregt und liefen immer um den Fisch herum. Aber wir mussten dann ins Haus und später bekamen wir auch gebratenen Lachs.
Liebe WauWau Grüße, Eure Berta


Freitag, Juni 6, 2008

Kosmo liebt Brillen ;-)


In seinem (englischen) Blogbeitrag vom 18. September 07 beschreibt mein lieber Mann Stu sehr lebensnah ;-), wie Kosmo seine Brille knirschend zermalmte und verspeiste....

Freund und TA Peter verhalf in einer sofortigen Notmaßnahme allen Einzelteilen wieder rückwärts ans Tageslicht, und eine Puzzle-Runde ergab die zerbrochene Vollständigkeit des Objektes! Und Kosmo, so glaubten wir, hat die "Nase voll" von diesem einem, übel-machendem Brillen-Erlebnis ;-))

Dachten wir auch nur! Einige Wochen später vermißte Stu eine Lesebrille. Wir suchten den Teppich ab und fanden das einseitig entglaste Gestellt. Jetzt ging die rote Alarmlampe in unserem Gehirn an: wir suchten sofort in Kosmos Maul weiter - und fanden das Glas in den Lefzen, liebevoll wie ein Bonbon umleckt!

Vorige Woche nun fand ich meine Fernsehbrille nicht mehr. So im Spaß meinte ich:
"Kosmo wird sie finden!"
Am nächsten Morgen, ich lag in der Badewanne, kam Kosmo stolz mit der entbügelten Brille im Maul ins Bad gestürmt und grinste mich an! Er hatte sie gefunden! Er hatte sich kurz damit amüsiert! Er hatte getan, was ich so locker meinte...


Mittwoch, Juni 4, 2008

Heute setzt Gastblogger Klaus Fink Otto´s Geschichte fort:

Otto kommt in sein neues Zuhause


Wie im letzten Beitrag (Beitrag 10. März 08) beschrieben, verlief der Abschied aus Berlin tränenreich. Wir waren immer noch aufgeregt, hatten wir doch das erste Mal unsren Otto im Auto und waren gespannt, wie sich das alles entwickeln würde.

Die Fahrt verlief ruhig, Otto sass in seinem Körbchen, blickte neugierig umher und war sicher genauso aufgeregt wie wir. In den Pausen haben wir ihn kurz ausgeführt und er machte sein Häuflein, als wäre er schon stubenrein. Schliesslich schlief er ein und schnarchte leise vor sich hin.

Zuhause angekommen war er wieder putzmunter und nahm erst mal alles in Augenschein. Wir hatten ihm eine Grundausstattung Spielzeug gekauft (... waas, sie wollen einen Bulldog, da müssen sie alles in Vollgummi kaufen, die nehmen alles auseinander). Zuerst nahm Otto sein neues Spielzeug in Beschlag, d.h. er sammelte alles ein und brachte es unverzüglich in sein Körbchen, setzte sich dann dazu, schaute uns mit hoch erhobenem Kopf an und machte uns damit deutlich ...alles mir... das ist mein Spielzeug!!!

Am nächsten Tag kamen Nachbarn zu Besuch, um das neue Familienmitglied zu begrüssen, und brachten ein Plüschschwein so gross wie er, als Geschenk mit. (Er hat es heute noch und benutzt es vornehmlich als Kopfkissen, zwar mehrmals von Frauchen geflickt und weder zusammengenäht, aber es existiert noch) Es musste sofort seiner Sammlung einverleibt werden, die er in seinem Körbchen hütete. Dummerweise passte es nicht durch den Eingang seines Körbchens. Er stiess und schob und zerrte so lange, der Korb war schon mehrmals umgefallen, bis er es letztendlich geschafft hatte und sass dann sichtlich stolz über seine Leistung mit Schwein im Korb, in dem es zunehmend enger wurde. Man kann es nur schwer beschreiben, aber es war wie Kintopp, wir haben Tränen gelacht.

Was wir sehr beruhigend fanden, war die Tatsache, dass es kein Weinen und Winseln gab, am ersten Morgen nach seiner Ankunft sass er in seinem Körbchen neben dem Bett und freute sich unheimlich, als wir wach wurden und uns mit ihm beschäftigten.

Stubenrein.... eine Aufgabe

Vollgepackt mir guten Ratschlägen zum Thema (wenn er hektisch umherläuft mit der Nase am Boden, dann wird es höchste Zeit (Häufchen!)... immer, wenn er aufwacht, sofort reagieren und raus ins Freie (Pieselchen!)...

In dieser Zeit, es war Herbst, wirklich fieses Wetter bei dem man bekannterweise nicht seinen Hund vor die Tür schickt, musste Otto "stubenrein" lernen. Jedes mal, wenn er aufwachte, Jacke und Schuhe anziehen, den Kleinen auf den Arm nehmen und raus in Wind und Regen... das fand er gar nicht lustig (ich übrigens auch nicht, aber das nahm er nicht zur Kenntnis, offensichtlich hielt er mich für einen üblen Schleifer).

Die vorwurfsvollen Blicke sprachen Bände, er nahm es uns schlicht übel! Also sann er nach Abhilfe:

1. Versuch...
er wacht auf, sieht, wie sich Herrchen die Jacke anzieht, und macht schnell die Augen wieder zu. Ich beugte mich über ihn und starrte ihn an, bis er ein Auge wieder aufmachte um zu schauen, ob seine List gewirkt hat. Mist, hat nichts genutzt. Der Kerl steht immer noch da und hat die Jacke noch an.

2. Versuch...
er wacht auf, Herrchen zieht wieder die vermaledeite Jacke an... also runter vom Sofa und unter das Sofa, schnell verstecken! So ein Sch... , Herrchen hebt das Sofa zur Seite, ein Griff und aus war´s mit der neuen Masche.

3. Versuch...
er wacht auf, Herrchen usw. usw... schnell runter vom Sofa, man hat ja schliesslich was gelernt und pieselt dementsprechend schnell mal auf den Teppich, denn dann hat ja Herrchen, was er will und man muss nicht in dieses Regenwetter. Tja, zu kurz gedacht, man hat dem armen Otto seine Enttäuschung deutlich angesehen, als er trotzdem raus musste, obwohl er doch schon sein Geschäft verrichtet hatte. Irgendwie ergab er sich danach in sein Schicksal und das Thema stubenrein war erstaunlich schnell erledigt.

Wirklich lustig war, als er nach einiger Zeit den für ihn unverständlichen Drang verspürte, beim Pieseln das Bein zu heben. Bislang ging das alles im "Sitzen". Er fiel am Anfang fast um, und als das Gleichgewicht kein Problem mehr war, kam es vor, dass er schnell auf einen Baum zulief, sich daneben stellte, das "verkehrte" Bein hob und in die falsche Richtung pinkelte. Es verging (bis heute) einfach kein Tag, an dem man nicht mindestens einmal herzlich über ihn lachen musste.

Trauma!!

Als er neun Wochen alt war, gingen wir mit ihm in Königstein spazieren. Man kam keine zehn Meter weit ohne angesprochen zu werden... ach wie süüüüß, darf man den mal streicheln, ooohhh wie goldig, nein wie knuffig usw usw. (Man muss sagen, dass Otto mittlerweile hier "bekannt wie ein bunter Hund" ist und viele Fans hat, die sich immer freuen, wenn sie ihn sehen.).

Als wir an einem kleinen Geschäft vorbeigingen, stürzte eine Westi mit lautem Getöse aus der Tür und überfiel unseren armen Kleinen. Wie waren selbst überrascht und konnten nicht schnell genug eingreifen. Otto war zu Tode erschrocken und schlotterte am ganzen Körper.

Diesen Vorfall hat er tief in seinem dicken Kopf gespeichert und bis heute ist jeder Westi, den er erblickt, ein potentieller Tierklinkpatient. Unser ruhig dahintrottender Bulldog verwandelt sich von einer Sekunde zur nächsten in eine knurrende Rakete.

Gerade neulich, wir waren auf dem Weg nach Hause, kam hinter einer kleinen Kurve, die man nicht einsehen konnte, eine Frau mit ihrem Westi an der Leine des Weges. Otto war müde vom Laufen und schlurfte schnüffelnd neben mir her. Es war, als hätte man eine Lunte angezündet, so schnell konnte ich nicht nach unten fassen, wie er losraste. Nach Bulldogart rannte er den armen Westi über den Haufen, dieser flog fast zwei Meter weg, und ehe Otto erneut zufassen konnte (mit bremsen haben´s die Bullys nicht so) war ich zur Stelle und konnte ihn an die Leine nehmen. Diesmal schlotterte ein Westi ob dieser Brachialgewalt, und seitdem werden wir von lautem Kläffen begleitet, wenn wir am Heim des armen unschuldigen Terriers vorbeigehen.

Der Schuldige selbst lebt allerdings immer noch gefährlich und wenn wir heute an besagtem Geschäft vorbeigehen (niemals ohne Leine) hängt Otto waagrecht im Geschirr und ich höre ihn förmlich knurren: Du Drecksack ... wenn ich dich erwische!!!

So, liebe Freunde, das soll´s erst mal gewesen sein. Das nächste mal werde ich von seiner Freundschaft mit Lucy und Sally, beides liebe Bulldogdamen, berichten.
Liebe Grüsse aus dem Taunus, Otto und Familie


Dienstag, Mai 27, 2008

Der Kampf mit dem Rasenmäher ;-)

Heute wieder eine lustige Fotosequenz von Rafaela Schuda :-)

Was will das laute Ding überhaupt??? Naja, Buddha stärkt in jedem Fall den Rücken :-)

Mein Lieblingsbild: Satchmo ist ein weiser Mann, er kehrt der Arbeit den Rücken und überläßt die Verteidigung der Frau ;-))))


Donnerstag, April 17, 2008

Schöne Fotos von zwei Freunden :-)


Käthchen und Satchmo von Rafaela Schuda (vom Georgshof)


Mittwoch, April 9, 2008

Heute stellt Gastbloggerin Xenia Ramel ihren Harley vor :-))

"Mein Name ist Harley"


Mail vom 1. März: "Hallo! So hier also die ersten Bilder...

Dem Zwerg geht es sehr gut. Bis jetzt hat er noch kein einziges mal reingemacht, frisst mit gesundem Appetit und findet vor allem Sarah ganz toll. Gestern lag er lange bei Carol und die Beiden haben gekuschelt.

Er wird aber auch schon frech und bellt einem an... oder knurrt das Rüebli (die Katze) an. Bei Begegnungen der Beiden passe ich sehr auf, da Rüebli ja noch keine Hunde kennt. Timmi (der Kater) nimmt das Ganze locker, er kennt Bulldoggen ja schon. Aber Harley hat (noch) Respekt vor den Beiden, und das ist gut so.

Beim "Bisi-Machen" hat er es eilig wieder ins Haus zu kommen. Kein Wunder, es stürmt bei uns nämlich schrecklich! Also bis jetzt ist alles super und er scheint die Trennung von seiner gewohnten Umgebung den Umständen entsprechend gut zu verkraften.

Gestern ist er sogar das erste Mal 30m an der Leine gegangen. Er macht das ganz gut, man muss einfach aufpassen, weil er einem dauernd vor die Füsse läuft. Ich hatte ganz vergessen, wie es ist einen kleinen Welpen zu haben... ES IST SOOOO SCHÖN!!!!!!
Schönes Wochenende an alle von allen, Xenja und ihre Bande"


Mail vom 2. April, diesmal von Harley selbst!

Soooo, meine Mami meinte es sei nun endlich an der Zeit, dass ich mich Euch vorstelle. Also gut, dann wollen wir mal: Mein Name ist Harley und ich bin der "Neue Mann" im Leben von Xenja und ihren Mädchen. Aber für die, die meine Mami nicht kennen, hole ich etwas weiter aus...

Meine Mami Xenja war das Frauchen von Yacuma, die letztes Jahr auf so tragische Weise gestorben ist. (Siehe Beitrag vom 5. August 2007) Es war ein Riesenschlag für die ganze Familie - Yumi muss wirklich eine ganz spezielle Bulldog-Dame gewesen sein (sie war übrigens eine Grosstante von mir).

Nach Yacuma's Tod war für die Familie klar, dass sie nicht ohne Bulldog leben konnte und wollte. Aber es war gar nicht so einfach. Eigentlich wünschte sich meine Familie nämlich wieder ein Mädchen. Aber erstens waren die Bulldog-Geburten seit Yumi's Tode dünn gesät (mit einer hohen Sterberate - es war wie verflucht) und es gab keine Mädchen... Also haben sich Mami und die Mädchen mit dem Gedanken angefreundet einen "Buben" in die Familie zu holen. Und so kam ich ins Spiel.

Wir waren zwei Buben, die am 21. Dezember 2007 das Licht der Welt erblickten. Unsere Mama Kiddy war die personifizierte Fürsorge und unsere Ziehmama wachte mit Argusaugen über uns. Als wir 2 ½ Wochen jung waren, kamen Mami und Carol uns das erste Mal besuchen. Und was soll ich sagen? Mein natürlicher Charme und alles überscheinendes Charisma haben die Beiden sofort betört. Also war es entschieden, ICH war der Auserkorene.

Von dem Moment an kamen Mami und die Mädchen mich alle zwei Wochen besuchen. Sie staunten jedes Mal, wie sehr mein Bruder Churchill (eigentlich sind wir beide "Sirs" da wir in einem "S-Wurf" geboren wurden) und ich uns wieder verändert hatten. Es stellte sich bald heraus, das Churchill - obwohl kleiner und zierlicher als ich - der Frechere von uns beiden war. Darüber war Mami eigentlich ganz froh.

Ab unserer 6ten Lebenswoche zogen wir um ins Wohnzimmer unserer Ziehmama und der "Ziehpapa" installierte eine "Webcam". Keine Ahnung was das ist, aber meine Mami fand es megatoll. Sie sagte, so könne sie uns jeden Tag beobachten. Wie gut, dass ich nicht paranoid bin... "Big Brother's watching you"... oder eben Frauchen.

Die Zeit verging dann doch schneller als wir alle gedacht hatten, und so rückte der 29. Februar immer näher. An diesem Tag wurden wir 10 Wochen alt, und Mami und Carol kamen um mich abzuholen. Mein Bruder sollte sich am nächsten Tag auf die lange Reise an den Gardasee machen, wo er mit einem Terrier und zwei Katzen in einer netten Familie lebt. Mami steht in regelmässigem Kontakt mit seinem Frauchen.

Seit ich hier eingezogen bin, ist für meine Mami und ihre Mädchen wieder die Sonne aufgegangen; (so drückt SIE das auf jeden Fall aus). Die sechs Monate ohne Bulldog in der Familie waren lang und traurig, und auch wenn ich jetzt hier bin, so ist Yumi nicht vergessen.

Nun halte ich alle schön auf Trab, damit es Mami ja nicht langweilig wird. Ich bin schon ziemlich frech, aber ich habe auch schon ein paar Sachen gelernt. Ich kann (wenn ich will) an der Leine gehen. Ich mache "Sitz", wenn ein Leckerli in Aussicht steht und kann schon hervorragend "Ohren knutschen". Auch schaffe ich es immer wieder alle zum Lachen zu bringen... Ich weiss bloss nicht warum...?

Ich habe mich hier schon gut eingelebt und fühle mich auch wohl. Ich habe auch eine Freundin: Phönix ist eine 7 Monate alte Französische Bulldogge, die meine Mami ab und zu hütet. Wenn wir zusammen sind, dann geht es ordentlich rund. Manchmal treiben wir es so wild, dass Mami uns trennen muss. Das finden wir dann ziemlich doof.

Meine besondere Freundin ist Sarah, die "Kleine" der Familie. Wenn wir zusammen sind, dann sagt Mami immer: 'Babys unter sich...' Ich weiss gar nicht, was sie damit sagen will...

Ich bin ja auch zu müde um zu sehr darüber nachzudenken. Ich habe Euch ja so viel erzählt und schliesslich bin ich noch klein... Jetzt muss ich erst mal wieder in mein schönes Bettchen und eine Runde ratzen. Bis bald, Euer "Sir Harley"


Sonntag, Mai 11, 2008

Frühling, Pfingsten, Muttertag :-)


Endlich ist es Frühling! Elsa schickte sogleich einen Blumengruß aus Luxemburg. Danke Elsa und Emmanuel!
Chilli grüßte ihre Mutter Frieda auch mit Blumenbildern. Danke Chilli und Ina!

Löwenzahn für Mama Frieda auch vom löwenzahnigen Kosmo!

Soweit zum Frühling... und heute ist ja auch Pfingsten...

Im Freilichtmuseum Kloster Dahlheim gibt es ein Frühlings- und Gartenfest. Kosmo schreibt über seinen Besuch dort:

"Der Nachmittag war sehr schön: Ich bekam beim Essen sogar Garnelen und Salami ab; hmmm. Viele Leute waren da, und einige wollten mich streicheln und sogar mit mir und Frieda fotografiert werden. Frieda war das unverständlicher weise lästig! Ich finde es dagegen immer schön, wenn ich schön gefunden werde!! Stu hat dann mal mit uns Mauerblümchen gespielt, das war eher Friedas Ding!

Neli hat Leckerli gekauft, so französichen Käse und Bio-Sachen.... das duftete vielleicht gut! Und einen Hut hat sie sich gekauft, der ist wirklich besser zu ertragen als der schreckliche Motorradhelm, meint Frieda. Leider hat Neli von den glänzenden und so schön tönenden Futtertöpfen keinen mitgenommen; das wäre die richtige Portionsgröße für mich, habe ich ihr gesagt. Aber sie war in diesem Punkt stur. Sie nennt mich "Nimmersatt", als wäre das was Besonderes für einen Bulldog! Naja, meine Mutter Frieda denkt weniger ans Essen, das stimmt.... Also, ein toller Nachmittag, der mir neue Fans gebracht hat!"

Soweit zu Pfingsten... und heute ist ja auch Muttertag !


Montag, März 24, 2008

...wie Weihnachten und Ostern zusammen...


Hi Freunde, da habe ich, Kosmo, Euch vorgestern Frühlings-Ostern gewünscht - und gekommen ist ein Weihnachten-Ostern! IRRE!!! Mein erster Schnee!!!

Zunächst war nur Schnee unter meinen Pfoten, das war lustig. Aber dann war Schnee überall, und das war einfach aufregend toll : Schnee tief untersuchen und darin rumtoben!

Frieda kannte ja schon Schnee. Sie meinte, der sei trinkbar!!! Naja, ich weiß nicht, eher eßbar, würde ich sagen! Und Neli freute sich auch wie verrückt über den Schnee; sie lachte laut und sang tatsächlich: "...north to Alaska..." Da wären Frieda und ich auch mal gerne: da gibt es nämlich ein halbes Jahr lang Schnee! ...

Natürlich habe ich auch heute wieder versucht, Frieda auszuziehen. Aber diese Pferdedecke war noch schwieriger über ihren Körper wegzukriegen als ein Geschirr. Halb ist es mir gelungen - aber ein Vorderbein von Frieda klemmte dann im Halsloch fest und sie kam deshalb nicht mehr aus einer Schneewehe raus... Stu mußte ihr helfen.... er rutsche aus und kam auch nicht mehr hoch! Bei mir klemmte nichts, ich konnte aus dem Schneeloch rausklettern und begann sofort alles zu regeln, damit Neli nicht auch noch bei Hilfeversuchen hinfliegt.

Ich stupste Stu ganz heftig von allen Seiten an, damit er aufsteht und nicht erfriert. Ich schaffte es endlich, nachdem er (ungeschickt!) bei meinen Rettungsversuchen - über mich - noch mal ausgerutscht war!

Um Neli konnte ich mich in der Zeit natürlich nicht kümmern. So fiel die Arme auch auf dem Po! Sie wollte Stu und Frieda ebenfalls helfen, dabei schaffe ich sowas doch alleine! Also mußte ich jetzt auch noch Neli auf die Beine helfen. Und damit sie nicht auch über mich - wie Stu - stolpert, habe ich sie nur ermutigend geküßt und nicht angestupst. Das war toll, sagte sie mir dann :-)))

Neli zog Frieda wieder die Pferdedecke richtig an, und gleich stapfte Frieda zurück in den Tiefschnee... meine Mutter ist eine tolle Bulldogge!!!

Nach einer Stunde Schneespaß für uns alleine kamen mehr und mehr Leute hierhin auf den "Kahlen Asten". Frieda und ich sprangen einige Wanderer vor lauter Freude an. Niemand schimpfte, alle fanden uns "süß... lieb... herrlich". Stu meinte: "Hunde, die so angezogen sind, die hält niemand für gefährlich!" Ich habe den Verdacht, Frieda und ich sahen wie bunte Ostereier aus. Und das in Weihnachtsschnee!

Das war noch nicht alles, der Schnee-Spaß ging gestern, am Ostersonntag, noch weiter:

Agility im wilden Wald - bei uns ganz nah zuhause! Besonders hat mir die Mutprobe gefallen, über eine verrottete Brücke zu laufen. Frieda war stolz auf mich, ihren Indianer-Sohn!

Also, ich wünsche Euch - nach diesen außergewöhnlichen Oster-Erfahrungen - jetzt schon ein schönes weißes Weihnachtsfest! Euer glücklicher Kosmo Savory


Sonntag, März 16, 2008

"Käthchen ist mein 6er im Lotto!"


"Käthchen ist mein 6er im Lotto!", das sagt Rafaela Schuda immer wieder, seit sie Käthchen hat. Und das ist heute auf den Tag genau ein halbes Jahr her: mehr über den Beginn dieser Liebesgeschichte zwischen Rafaela und Käthchen könnt Ihr im Beitrag vom 14. Oktober 2007 lesen. Er hat den bezeichnenden Titel "Manche Träume erfüllen sich!"

"Zuckerwatte", so wird Käthchen mit verliebtem Blick von Rafaela charakterisiert. Jetzt einige Geschichten über die 'Zuckerwatte', wie Rafaela sie mir erzählte:


Käthchen: eine Bulldogge voll Charme und Charisma ;-)

Kommt Besuch, so fragen alle zuallererst nach Käthchen. Jeder liebt sie, jeder will sie anfassen, jeder will von ihr immer wieder um den Finger gewickelt werden.

Rafaela sagt: "Sie kann Mensch und Tier verzaubern - ganz besonders mit ihren Augen. Wer sich ihr zuwendet, der schmilzt in ihrem Blick wie Zuckerwatte im Mund :-))"

Käthchen läßt sich durch nichts abhalten, Herzen zu gewinnen. Mit Engelsgeduld nimmt sie sich alle Zeit, bis z.B. ängstliche Menschen vergessen, daß sie ängstlich vor ihr sind. Oder bis knöterjanige Einzelgänger wie Satchmo sich hingebungsvoll um ihre Gunst bemühen.

Rafaela kann nicht mit ihr schimpfen, das ginge einfach nicht, sagt sie. "Käthchen sieht mich an, zwinkert mit den Augen, und dann muß ich sie küssen, egal was sie angestellt hat!" und "Käthchen schafft alles, was sie will mit Geduld, mit Charme und mit unerschütterlicher, aufmerksamer Freundlichkeit!"

Käthchen: eine Bulldogge voller Spielfreude :-)

Käthchen spielt, sie spielt für ihr Leben gern - mit Spielzeug genau so, wie ihr auch einfaches Rumtoben mit ihren Rudelfreunden Freude macht.

Rafaela sagt: "Was Käthchen auch tut, es ist Spiel!" Satchmo, der als Einzelkind aufwuchs und nie spielen lernte, ja der ist bei ihr "in einen Jungbrunnen gefallen." "Er holt jetzt seine Kindheit nach!"

Derzeitiges Lieblings-Spielzeug ist übrigens ein Riesenschnuller!

Käthchen will auch immer mit Rafaela spielen. Wenn diese auf Anwackeln und Spielzeug-Bringen einmal nicht reagiert, weil sie was zu tun hat, dann packt Käthchen sie (mit ihrem Zähnen) an der Hand und zieht sie zu sich runter auf den Boden um sie abzuküssen. Wen wundert es, dass sie damit oft Erfolg hat ? ;-)

Käthchen erlaubt auch jedem alles: sie z.B. vom Hundebett zu schupsen oder ihr den Schnuller zu klauen. Wie Rafaela sagt: "Alles ist Spiel für sie!"


Käthchen: eine kluge "Schmeckleckerin" ;-)

Wie kommt man an viele Leckerli, und das möglichst oft? Darüber hat Käthchen nachgedacht!

Der Schlüssel zu solchem Erfolg liegt bei Rafaela, das war ihr schnell klar ;-) Also morgens freundlich 10 Sekunden Rafaela begrüßen, dann diese zum Kaffeekochen gehen lassen - aber nur, weil der Weg dorthin an der Brötchentüte vorbei führt.

In Höhe dieser Tüte stellt Käthchen sich dann mit vollem Gewicht auf Rafaelas Füße, damit diese nicht einfach an der Tüte vorbeigehen kann zur Kaffemaschine dahinter. Erst wenn Rafaela ein Brötchen als Wegezoll in Käthchens Maul gegeben hat, gibt Käthchen als "Gegenleistung" die Füße wieder frei und is(s)t zufrieden!

Satchmo hat von Käthchen nicht nur das Spielen gelernt: seit kurzem versucht er auch Rafaela auf die Füße zu treten, um Leckerli zu "erpressen" ;-)))


Käthchen: die große Schmuserin :-)

"Wen ich liebe, der ist mir nah!" : das könnte man Käthchens Liebes-Motto nennen!

Käthchen lebt mit Wilma, Beebob und Satchmo zusammen mit Rafaela und Bernd Schuda in einem schönes Haus auf riesigem Grundstück am Rande eines wilden Naturschutzgebietes in der Nähe von Potsdam. (Zucht vom Georgshof)

Je nach Hormonspiegel von Wilma und Käthchen leben die beiden mit dem kastrierten Satchmo oder dem Zuchtrüden Beebob in "Wohngemeinschaft Wohnzimmer" oder "Wohngemeinschaft Küche+Büro".

Käthchen liebt beide Rüden gleichermaßen, zieht aber aus naheliegenden Gründen die Wohngemeinschaft mit der Küche vor ;-).

Auch Wilma und Käthchen verstehen sich übrigens gut. Zeigt Wilma als die ältere Hündin Dominanz, so legt sich Käthchen sofort ergeben hin :-)

Käthchens Lieblings-Schmusepartner ist ununstritten Rafaela. Sie küßt, sie bepfotet, sie umarmt Rafaela sobald sie sie nur sieht und "zu fassen kriegt" ;-))))....


Mein Wiedersehen mit Käthchen :-)

Gestern machte mir Rafaela eine Riesenfreude: sie gab Käthchen Bernd mit auf eine Geschäftstour, weil diese in unserer Nähe vorbeiführte. So konnte ich Friedas Tochter Käthchen wiedersehen!

Käthchen ist nun 11 Monate alt, und ich sah sie zuletzt mit 9 Wochen. Ich war sicher, sie würde mich an meiner Stimme wiedererkennnen, denn ein Welpe vergißt die erste Menschenstimme seines Lebens nie.

Meinen Singsang in den ersten Wochen nach der Geburt der Welpen: "Wo sind Friedas schöne Kinder? Wo sind Friedas schöne Kinder?", ja den hatte sie schon neulich am Telefon wiedererkannt - Rafaela sagte, sie küßte das Telefon so leidenschaftlich, als säße ich leibhaftig darin :-)

Meine ganz besondere Erinnerung an Baby-Käthchen: Sie war gerade 4 Wochen alt. Ich streckte meine Hand in die Wurfkiste, und Käthchen wackelte (als erste) zum ersten Mal in ihrem Leben heftig mit ihrem Schwänzchen! So schwanzwackelnd lief sie schnurstraks zu meiner Hand hin und leckte selig daran. Ihr könnt Euch meine Freude vorstellen ???!!!:-)))

Käthchen ist eine Zuchthündin geworden, wie ich sie mir nur erträumen kann. Alles an und in ihr ist in Balance. Nichts an ihr ist über- oder untertypisiert. Ihr Becken ist breit, sie wird sicherlich wie Frieda natürlich werfen können. Sie ist Standard ohne jede Übertreibung. Und ihre Augen sind leuchtendes Leben. Überhaupt wirkt sie so gegenwärtig, so aufmerksam allem Großem und Kleinem gegenüber, dass es aufregend und eine riesige Freude ist, sie zu beobachten und mit ihr zu schmusen.

Rafaela sagt zu Recht: "Käthchen ist mein 6er im Lotto!" :-))


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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V." (1970-2010).

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Update: 21. 3. 2008

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