Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Archiv-Organisation vom 15. Juli 2009:

Archiv Mai 2005 - August 2008 :

Die Beiträge September 2008 bis heute erreichen Sie über das Thematische Inhaltsverzeichnis.


Pflegetipps und Wohlbefinden


Montag, August 25, 2008

Heute erzählt Gastblogger Stu Savory Lustiges ;-)

"Ich auch! Ich auch!"


Neulich mußte Kosmo wiederholt zum Tierarzt wegen Laserbehandlungen eines entzündeten Mückenstichs. Da Cornelia weg war, legte ich nur ihm sein Halsband an und nahm ihn dorthin. Frieda wirkte sehr traurig, daß sie nicht mitdurfte.

Am nächsten Tag ging es los zur nächsten Behandlung; Frieda drängelte sich bei der Haustür schnell an mir vorbei und lief zur Gartentür, als ob zu sagen, daß sie unbedingt mit zum Tierarzt wollte. Ich trug sie aber wieder ins Haus, ein Bild des Elends, weil sie sich benachteiligt fühlte :-(

Am dritten Tag, Cornelia war wieder da, bestand Frieda wieder darauf mit zum Tierarzt zu kommen und war höchst zufrieden, als sie ein Halsband anbekam und mit durfte. Als sie dort im Warteraum den Peter persönlich (ihren Lieblings-TA) sah, jaulte sie vor Freude laut los und bestand darauf den Kosmo zu seiner Behandlung zu begleiten. Dort wartete sie ungeduldig am Behandlungstisch.

Kaum war der Kosmo behandelt und betätschelt worden, versuchte Frieda auf den Behandlungstisch zu springen, laut bellend "Ich auch! Ich auch!" :-) Also hievte ich sie hoch, Peter steckte ihr seine Hand ins Maul und kraulte ihre Ohren, es fehlte ihr ja nichts, außer daß sie sich nur gegenüber ihrem Sohnemann benachteiligt fühle -
und Peter krabbelte sie wohlwissend auf dem Behandlungstisch wie auf der Psychocouch ;-)

Freudestrahlend und höchst zufrieden verließ unsere Frieda dann die Praxis, glücklich daß nicht nur der Sohnemann wieder bevorzugt "behandelt" wurde. Sind Bulldogpaare nicht niedlich :-) ?


Samstag, August 23, 2008

Heute erzählt Gastbloggerin Anke Teloudis

Impf(s)pass für Chilli ;-)

... und eines Tages war es soweit : der Termin für die Auffrischungs-Impfung war da !

Ina und Rob mussten arbeiten, und so fuhren wir, Angelis und ich eben mit Chilli zum Tierarzt im Nachbardorf. Den anderen Hunden kurz erklärt, dass diesmal nur Chilli mit uns Autofahren darf - und sie in der Zwischenzeit Haus, Hof und Katzen beschützen sollen.

Chilli ins Auto gelassen und los ging's - wenigstens so lange bis mir einfiel, dass Chilli's Impfpass noch auf dem Schreibtisch lag. Alles zurück - Impfpass einstecken und den Hunden wieder einen Kurzvortrag über ihre Aufgabe halten...

Endlich auf dem Parkplatz angekommen erkannte Chilli wohin die kurze Reise ging. Zu ihrer allerliebsten Lieblingspraxis, denn : Tierärzte und deren Einrichtung sind ausschliesslich zu ihrem Vergnügen da !!!

Wir waren der letzte Patient für den Abend - Wartezimmer leer - a b e r der letzte Hund noch in der Behandlung. Dem (vermutlich Rotti-Mix) war alles unheimlich und schrecklich - er hätte auch ´ne ganze Tonne aus der Praxis gezogen, nur um rauszukommen.

Dann hatte Chilli IHREN AUFTRITT !

Madame war ja angemeldet und der diensthabende Tierarzt sagte aus dem Behandlungszimmer : "Ist die CHILLI schon da ???" Da gab es kein Halten und Bremsen mehr, sie stürmte mit "Leine los", schubste die Tür zum Behandlungszimmer auf, ich hinterher - sie musste den Tierarzt begrüßen und knutschen ....... ich glaube, er liebt sie auch (obwohl - zu Hause hat er Frau, Kind und Jack Russel !!!) Nun denn, Chilli wollte unbedingt - und zwar SOFORT auf den Behandlungstisch !

"HALLOOOO wir sind nur zum Impfen hier, Fräulein Tansley - bitte ruhig bleiben! Du wirst nicht operiert, nicht 'in letzter Sekunde gerettet' nein, nur kurz untersucht, abgehört und dann geimpft."

Wäre es ihr möglich gewesen - sie wäre vor dem Tierarzt dahingeschmolzen : kein Halbgott in Weiss, aber immerhin in Grün und damit anbetungswürdig für sie ;)

OK ich fass mich kurz - auch wenn es schwerfällt ---- Chilli ist komplett geimpft !
UND ES HAT ALLEN BETEILIGTEN SPASS GEMACHT!

Mail vom 19. 8. 2008: Hallo Cornelia,

Fotos beim Tierarzt habe ich ja nicht gemacht. Und Fotos auf dem Tisch hier zuhause - leider hat es gar nicht funktioniert - Madam ist immer runtergesprungen, und dann dachte ich, "versuch's mal mit Leckerli" ...... und ausgerechnet dann hat die "gute Erziehung" nicht versagt. Nicht mal die Pfoten hat sie auf den Tisch genommen :o !!!

Aber, ein paar neue Bilder gibt's trotzdem ;) Liebe Grüße, Anke


Donnerstag, August 21, 2008

Heute lächeln wir mit Gastblogger Emmanuel Müller :-)

Steine, Laute, Schlemmereien ...


28. 6. 2008 Hallo Cornelia,
.... Ich bin gerade dabei mir Gedanken zu machen, was ich mit Elsa falsch gemacht habe: sie findet, dass sie nie Aufmerksamkeit genug bekommt ;-)

Wenn ich mit ihr im Garten bin und sie 10 Minuten nicht beachte, hat sie sich seit kurzem dummerweise angewöhnt Kieselsteinchen zu verschlingen! Rege ich mich auf und will ihr die Steinchen aus dem Maul nehmen, fordert sie mich zur Verfolgungsjagd auf. Achte ich nicht auf sie (Taktik "Was du da machst ist uninteressant"), frisst sie trotzdem Steine, verbiete ich es ihr, wird es gerade interessant...

Mich zu ärgern ist nämlich ihre Leidenschaft, womöglich weil ich ihr nie wirklich böse sein kann, und das weiß sie natürlich. Was soll man da machen?

Sie scheidet die Steinchen zwar immer wieder aus, aber es ist trotzdem gefährlich. Ich werde wohl alle Steine aus dem Garten entfernen müssen... Nun halte ich die Dicke bei schönem Wetter im Haus.

Der Bericht über Emmas Prüfung (siehe Blog-Beitrag vom 24. Mai 2008) war sehr witzig (wieder einmal ein Bulldog-Klischee widerlegt!) und ich lese natürlich auch die wichtigen Hinweise zu Genetik und Zucht. Mit solchen Berichten, besonders wenn das Schule macht, kann gerade für Bulldogs viel erreicht werden. Noch ein schönes Wochenende, Emmanuel & Elsa

PS: Das Foto zeigt den Blick von meinem Büro aus ins Treppenhaus. Hier liegt Elsa taktisch wieder gut plaziert ... wie das sich für ein Schweinsteiger-Fan gehört! Denn so kann ich mich nicht runter in den Garten schleichen, ohne dass sie es mitbekommt...


15. 7. 2008 Hallo!
... Elsa hat übrigens jetzt schon viele Tage keine Steinchen mehr geschluckt, bekommt aber trotzdem täglich ihre Nahrungsergänzung (Vermiculite-Pulver), und wenn sie im Garten brav ist (also keine Steine schluckt oder freundliche Nachbarn anbellt) gibt's auch mehr Kekse.

Trotzdem hat sie aber mittlerweile einen neuen Fimmel: Parmesan-Käse.
Jetzt ißt sie Trockenfutter nur noch wenn ich geraspelten Parmesan drüber streue. Auch Sushi können wir, seit sie mal ein Röllchen gekostet hat, nicht mehr in Ruhe essen. Da wird das Gekreische unerträglich.

An ihrem Gekreische merkt man genau wie gerne sie etwas mag! Bei Nudelgerichten oder Salat zum Beispiel gibt Elsa Ruhe, den Verzehr von Vollkornbrot mit Rosinen begleitet Elsa mit einem leichten Lamento, bis sie ihre Ecke abbekommt, Putenschnitzel, Mango (!?) und Sushi führen zu höchst emotionsgeladenen Szenen wie man sie aus Hollywood-Melodramen kennt :-))
Mit kulinarischen Grüßen, Emmanuel


17. 7. 2008 Hallo Cornelia,
... Mit Elsie wird es wirklich nie langweilig, gerade heute ist mir bei ihr wieder diese typische Mischung aus äußerster Vorsicht und Dreistigkeit aufgefallen.

Die harmlosesten Dinge (z.B. ein Stück Alu-Folie, ein Schal, eine Gabel) erschreckt sie, versetzt sie in Angst und Schrecken, während Buba, ein besonders in der Nachbarschaft gefürchteter Rottweiler (dem auch ich nicht unbedingt ohne sein Herrchen begegnen möchte) sie kein bisschen beeindruckt! Sie schnuppert nicht nur unverschämt an diesem grimmigen Kerl herum, als einziger Hund im Umkreis von 10 qkm traut sich Elsa auch knurrend an ihm hoch zu springen! Sie zeigt sich dann ganz als selbstsicherer Bulldog ;-)

Vielleicht ist sie aber auch nur von ihren guten Erfahrungen mit Rüden älteren Jahrgangs geprägt: Vater Beebob war da sicher sehr geduldig mit dem Nesthäkchen (Elsa ist ja erst spät bei Rafaela ausgezogen) und auch Onkel Louis, der 8 Jahre alte Labrador meiner Eltern, freut sich über jeden Besuch der jungen Dame, er liegt ihr förmlich zu... Pfoten.

Auch mit Weibchen verträgt sie sich eigentlich gut. Ist eine Hündin mal nicht so entgegen kommend, dann ignoriert Elsa sie ausgesprochen fürstlich (eben nach Bulldog-Manier). Nur einer Artgesellin begegnete sie bis jetzt auf die sie offensichtlich eifersüchtig ist, die junge Labrador-Hünden eines Freundes. Tina heißt sie, und sie war mal notgedrungen einige Wochen bei uns zu Besuch. Von Anfang an durfte ich Tina nicht die geringste Sympathie zeigen! Obwohl ich meinem Freund ja versprochen hatte mich gut um seinen Hund zu bekümmern. Gerade erst gestern besuchte ich diesen Freund und spielte auch mit der berüchtigten Tina. Na, das sollte mir noch Leid tun! Ich hab nämlich ein blaues Wunder erlebt als ich wieder zu Hause war.

Elsa hat mich bei meiner Ankunft lange und ausgiebig beschnuppert und zwischendurch Laute von sich gegeben, wie sie nur ein Bulldog produzieren kann: eine Art entsetztes Niesen, ein In-Sich-Hinein-Knurren. Danach wurden mir (nicht aber meiner Freundin Carole) eine Stunde lang böse Blicke zugeworfen, ich musste alleine auf dem Sofa verweilen, während Elsa sich in den Garten zurückzog. Es kostete mich schlussendlich ein Viertel von meinem Käsebrot und 3 Rinti-Kekse um ihr Herz zurück zu gewinnen. Ist wohl noch mal gut gegangen ;-) Herzliche Grüße, Emmanuel

3. 8. 2008 Hallo!
... Elsa stört die Hitze der letzten Tage zwar kaum, wenn man es an ihrer Spiellust misst. Allerdings hat sie jetzt nach einige besonders anstrengende Tage mit Onkel Louis vor sich (wenn Carole und ich Freunde in Brüssel besuchen).

Bei meinen Eltern ist sie nämlich gleichzeitig damit beschäftigt dem Labrador zu zeigen, wo es beim Spielen lang geht, die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich zu lenken und ihre Privilegien zu verteidigen: sie darf auf Bett und Sofa liegen, Onkelchen Labrador Louis aber nicht. Das genießt Elsa ungeheuer.

Mir tut der große Bursche fast leid: er ist meiner Mutter so ergeben und diese erlaubt der frechen Kleinen trotzdem mehr als ihm.
Das Leben ist ungerecht, aber nur für Elsa nicht ;-)
Noch einen schönen Sonntag wünschen Emmanuel, Carole & Elsa


Sonntag, Juli 20, 2008

Ein Schönheits- und ein Gesundheits-Tipp


Schönheitstipp gegen Tränenspuren :

Besonders bei weißen Bulldog-Gesichtern sind diese dunkelroten Tränenspuren oft auffallend und häßlich. Nur sehr wenige Bulldogs haben "trockene Augen", das heißt bei den meisten Bulldogs fließt die Tränenflüssigkeit wegen zu enger oder verstopfter Tränenkanäle nicht durch in Nase ab, sondern läuft neben der Nase außen herunter. Die kurzköpfigen Rassen haben alle diese Probleme mit den Tränenkanälen.

Diese dunklen Tränenspuren lassen sich mit einer 3%igen Wasserstoffperoxyd-Lösung entfernen, die man in der Apotheke kaufen kann. Ansonsten vorbeugen durch Einreiben mit Penaten-Creme, die hält die Tränenflüssigkeit von Haut und Haaren ab.


Gesundheitstipp bei Mandelentzündungen :

Bulldogs neigen manchmal wegen der Enge ihres Rachen- und Gaumenraumes zu Mandelentzündungen. Meistens wird "Angin HEEL" als homöopathisches Mittel empfohlen, wenn die Mandel-Entzündung noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass eine antibiotische Behandlung zwingend angebracht ist.

Meiner eigenen und auch anderer Bulldogger Erfahrung nach hilft "Angin HEEL" aber nicht, wenn es um die Mandeln (Tonsillen) speziell geht.
Durchschlagenden und sehr schnellen Erfolg bringt dagegen "Tonsiotren"!

Dieses Mittel kenne ich schon aus meiner Kindheit: 2/3 Tabletten lutschen - und der Hals tat nicht mehr weh :-)) Tonsiotren gibt es in jeder Apotheke.


Freitag, März 14, 2008

Kastrieren lassen? Wenn ja, dann wann?


Die Frage der Kastration wird oft emotional behandelt, (besonders bei Rüden ;-).

  • Die Einen sagen: "Alles lassen, wie die Natur es macht!"
  • Die Anderen meinen: "Unsere Hunden leben nicht mehr in der Natur. Also an die nicht mehr naturbezogenen Lebensbedingungen anpassen!"

Ich selbst gehöre der 2. Gruppe an. Warum?

Hormonstörungen, Hormongaben: alles nicht ungefährlich.
Meine 1. Hündin, Ziska, wurde nicht kastriert, da ich sie 1972 (mit 11 Monaten) von ihrer Züchterin aus ihrem tristen Zwinger übernommen hatte mit der Verpflichtung, sie bei dieser Züchterin zweimal werfen zu lassen... Nach ihrem 2. Wurf starb Ziska an einer Gebärmuttervereiterung, mitverursacht durch Hormongaben, die eine nächste Läufigkeit verschieben sollten und die als ungefährlich galten... Das alles habe ich nie ganz verwunden...

Unsere späteren Bulldoghündinnen Sarah, Alma und Wilma wurden kastriert, da sie alle nach ihrer 1. Läufigkeit hormonell bedingte Scheiden-Infekte hatten. Ich wollte kein Risiko gynäkologischer Art mehr eingehen. Friedas Hormone arbeiten korrekt. Trotzdem wurde sie (nach ihrem einen Wurf) - ebenso wie Kosmo inzwischen auch - kastriert, da ich nie vorhatte selbst zu züchten, und damit wäre der hormonell diktierte Fortpflanzungstrieb - für beide - zu mehr Last als Lust geworden.
Übrigens wurde keiner unserer Bulldogs nach der Kastration fett oder träge.

Was heißt überhaupt "Kastration" ?

Dazu zunächst eine Begriffsklärung, denn sogar eine (an der Anzahl ihrer Würfe gemessen) erfahrene Züchterin überraschte mich damit, dass sie nicht wußte, was eine Kastration genau ist. Sie behauptete eine ihrer Hündinnen sei kastriert, habe aber natürlich ihre Eierstöcke noch. NUR die Gebärmutter sei entfernt worden, und deshalb sei sie auch nicht wesensverändert. Ich klärte diese Züchterin auf, dass ihre Hündin dann nicht kastriert, sondern nur sterilisiert sei... Nun, die Hündin war kastriert und hatte keine Eierstöcke mehr, wie die Nachfrage beim behandelnden Tierarzt ergab :-((...

  • Kastration ist die Entfernung der Keimdrüsen, also der Eierstöcke oder der Hoden.
  • Sterilisation ist die Teilentfernung, Unterbindung oder Herausnahme der Samen- oder Eier weiterleitenden Wege oder der Gebärmutter.


Medizinische Argumente für eine Kastration der Hündin

  • Eine zu starke Läufigkeit

    Eine länger als 3 Wochen dauernde Läufigkeit ist ein Alarmsignal, das sehr ernst genommen werden muß! Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von Flöckchen, wie im letzten Beitrag beschrieben.

    Eierstockzysten sind eine häufige Ursache solch einer Fehlfunktion. Dieses Foto einer Eierstockzyste schickte uns Chillis Frauchen Ina Tansley. Chillis Läufigkeit zog sich (wie bei Flöckchen) in die Länge, ihre Gebärmutter war aufgeschwollen, und sie wurde sogleich kastriert. Jetzt ist sie, wie Flöckchen, wieder quietschfidel und aus jeder gynäkologischen Gefahrenzone heraus!

  • Eine zu schwache Läufigkeit

    Eine seltener als circa alle 6 Monate auftretende Läufigkeit, zumal wenn diese auch noch sehr schwach augeprägt ist, ist ebenfalls ein Alarmsignal. Ich rate in solchen Fällen zur Kastration, denn die verursachenden Hormonstörungen können lebensbedrohlich werden, so wie wir es jetzt gerade bei Emma Nolte erlebten. Sie ist 6 Jahre alt, und ihre sonst immer viel zu schwache Läufigkeit war diesmal extrem stark. Als ihre Dauer-Blutung nach 5 Tagen lebensbedrohlich stark wurde, fuhr Jutta Nolte mit ihr zu Peter Söhl, dem Medizinischen Beirat des VdFEB. Sie wäre fast auf dem OP-Tisch verblutet, und zwar aus einer Zyste in der Gebärmutter heraus. Es war eine Meisterleistung von Peter, wie er Emma noch rettete....

  • Entzündungen im Scheidenbereich

    Scheidenentzündungen können immer in eine Gebärmutterentzündung umschlagen. Dies geschieht oft unmerklich, da die Gebärmutter lange geschlossen bleibt und der Eiter deshalb nicht nach außen abfließen kann. Das Desaster wird deshalb oft erst dann bemerkt wird, wenn es (fast) schon zu spät ist.... Ein Hinweis: die Hündinnen entwickeln in dieser schlimmen Situation immer einen auffallend starken Durst.

  • Minderung des Krebsrisikos

    Es gibt Hormonmittel, die eine Läufigkeit verschieben. Diese Mittel sind nicht unbedenklich zu nehmen. Sie können den Hormonhaushalt nachhaltig stören und zu Entzündungen und sogar zu Krebs führen.

    Nicht kastrierte Hündinnen entwickeln im Alter häufig Tumore, besonders an den Milchleisten. Und dann als nötige Konsequenz eine alte Hündin am Tumor operieren und als Therapie auch kastrieren zu müssen, das ist viel risikoreicher als eine junge Hündin zu kastrieren.

  • Die Frage des Zeitpunktes

    Liegt kein medizinisch zwingender Grund für eine sofortige Kastration vor, dann immer in der Mitte zwischen zwei Zyklen die Eierstöcke entfernen. Eine nicht auffällige Gebärmutter wird von einem verantwortungsvollen Arzt dagegen nicht entfernt. Es gilt das Motto: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich." Ich selbst empfehle beim Bulldog eine Kastration nach der Pubertät, also nach der 1. Läufigkeit. So wird die Hündin ein richtiges Weibchen :-) und bleibt nicht partiell infantil. Aber diese Frage der vor- oder nachpubertären Kastration ist unter Medizinern umstritten.


  • Medizinische Argumente für eine Kastration des Rüden

    • Ein zu ausgeprägter Sexualtrieb

      Manche Rüden sind "oversexed", sie kommen über Stunden nicht zur Ruhe, wenn eine Hündin, die nicht einmal läufig sein muß, in der Nähe ist. Sie leiden selbst unter ihrem Getriebensein, besonders unter der damit verbundenen langandauernden Atmungs- und Kreislaufbelastung.

      Manche "oversexed" Rüden sind zudem leicht und schnell aggressiv zu anderen Rüden. In diesen Fällen rate ich immer zur Kastration. Ist der Rüde allerdings schon ein paar Jahre alt, vermindert eine Kastration aggressives Verhalten oft nicht mehr, weil es durch jahrelange "Einübung" fest im Gehirn verankert ist.

    • Lebenserwartung allgemein

      Einer Statistik nach leben kastrierte Rüden im Durchschnitt zwei Jahre länger als unkastrierte, da sie weniger anfällig gegenüber stressbedingten Herzkrankheiten sind.

    • Minderung des Krebsrisikos

      Alte Rüden entwickeln häufiger Hodenkrebs und/oder Circumanal-Tumore. Auch hier gilt: es ist risikoreicher einen alten Hund zu operieren und zu kastrieren als einen jungen Hund.

    • Starker, entzündlicher Ausfluß

      Viele Rüden leiden an starkem, gelblich-weißem, dicken Ausfluß aus dem Penis. Es handelt sich dabei um ein Sekret, dass eigentlich die Gleitfähigkeit des Penis sichern soll. Im Übermaß produziert und von entzündlichen Prozessen begleitet ist es aber sehr unangenehm. In der Regel helfen Spülungen und Antibiotika nur wenig und nur kurzfristig, da hormonelle Prozesse beteiligt sind. Nach einer Kastration verschwindet dieser Ausfluß.

    • Die Frage des Zeitpunktes

      Liegt kein medizinisch zwingender Grund für eine ganz frühe Kastration vor, dann empfehle ich diese erst nach der Pubertät, also beim Bulldog erst nach circa 7 Monaten, vorzunehmen. So wird der Rüde mental ein richtiger "Hund" und bleibt nicht partiell infantil. Aber diese Frage der vor- oder nachpubertären Kastration ist unter Medizinern umstritten.


    Donnerstag, März 6, 2008

    Heute erfreut uns Gastbloggerin Nicole Borheier

    Emma lernt Reiki (kennen)


    Hallo, ich bin Emma, eine fünf Jahre alte Bulldogge. Zu meiner jetzigen Besitzerin Kathrin Gawlik kam ich, als ich ein Jahr alt war. (Siehe Beitrag vom 17. Januar 2007.)

    Bei meiner ersten Besitzerin wurde ich nicht gut behandelt und habe aus dieser Zeit einige seelische Wunden zurückbehalten. Dazu gehört auch, dass ich große Angst vor lauten Geräuschen habe. Wie Kathrins Chef Uli Stein so schön sagt: "Unser Emmchen fällt schon in Ohnmacht, wenn im Nachbargarten jemand ein Buch zuklappt." (Haha, Uli. Dafür zerreiße ich dir bei Gelegenheit einen Karton! Aber er hat leider recht.)

    Außerdem habe ich oft Schmerzen in der Hüfte, vor allem bei nasskaltem Wetter - und eine merkwürdige Neigung, mir beim Spazieren gehen die Augen zu verletzen. Das passiert öfter. Kathrin pflegt mich dann immer aufopfernd und das genieße ich trotz der Schmerzen sehr.

    Über Uli haben sich Kathrin und Nicole kennen gelernt. Nicole wohnt in Worms, praktiziert Reiki und Pranaheilung und hat mir mit beidem schon sehr geholfen. Und da Kathrin alles tut, damit es mir gut geht, hat sie sich bei Nicole erkundigt, ob die mir nicht helfen kann.

    Bei den Hüftschmerzen hat Nicole mir mit Reiki geholfen, das geht auch per Fernbehandlung ganz prima und hat gute Wirkung gezeigt. Bei meiner Angst vor lauten Geräuschen ist sie dann aber lieber mit Pranaheilung rangegangen - Silvester ist nämlich für mich der schlimmste Tag des Jahres. Kathrin fährt dann schon immer mit mir raus in die Pampa, aber man hört die Knaller doch überall und für mich ist das einfach nur schrecklich.

    Silvester 2007 haben Kathrin und Nicole verabredet, dass sie mir helfen wollen. Nicole hat gegen 21.30 Uhr mit einer Prana-Fernbehandlung angefangen. Tja, was soll ich sagen? Was immer sie da gemacht hat, mir ging es prima! Ich war entspannt, die Knaller gingen mir an meinem kleinen Hundehintern vorbei und ich hab den Abend für ein gemütliches Schläfchen genutzt. Meine Angst ist viel besser geworden, aber wir werden da trotzdem noch dran arbeiten.

    Leider habe ich ein paar Tage später beim Laufen im Wald mein Auge an einem Ast verletzt. Damit hab ich Kathrin ganz schön in Sorge versetzt. Mehrmals sind wir beim Tierarzt aufgetaucht und Kathrin hat mir das Auge täglich mit Antibiotikasalbe eingerieben. Uli hat sich auch ganz schöne Sorgen um mich gemacht.

    Nicole hat dann davon erfahren und mir abends eine "Turbo-Notfall-Fernpranabehandlung" gemacht. Das war gut, am nächsten Morgen sagte der Arzt, ich bräuchte die Salbe nicht mehr. Ich konnte wieder gucken und das Auge war abgeschwollen.

    Nicole machte dann Kathrin den Vorschlag, dass sie doch selbst Reiki lernen sollte, damit sie unabhängig ist und mich jederzeit selbst behandeln kann. Ist ja umständlich, wenn Kathrin erst mailen oder telefonieren muss. Kathrin fand die Idee prima und so nutzte Nicole ihren Urlaub in Niedersachsen, um einen Tag bei uns zu verbringen und Kathrin und mir Reiki zu beizubringen.

    Wir haben jetzt den ersten Reikigrad, Kathrin und ich. Klar, ich auch, ich war ja maßgeblich beteiligt!

    Zwar haben die beiden Frauen ziemlich viel zusammen besprochen und geübt, aber hinterher war ich das eigentliche Lernobjekt für Kathrin. Es geht hier ja schließlich um mich! Nicole hat ihr gezeigt, wie und wo sie mir Reiki geben kann und hat ihr erklärt, was "Chakren" sind und wie man die reinigt - keine Ahnung, was das sein soll, tut aber saugut. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich brumme wie ein Akku vor lauter Energie und musste erst mal in den Garten. (Schnee! Eisregen! Bäh!)

    Seitdem gibt Kathrin mir jeden Tag Reiki. Es fühlt sich klasse an und ich habe viel mehr Energie. Bin immer zu Späßen bereit und kann längere Strecken laufen. So macht das Leben einfach mehr Spaß - und Kathrin freut sich an mir.

    Wenn ihr euch mit Reiki helfen lassen wollt: hier ist Nicoles Homepage. Eure Emma!


    Freitag, Februar 29, 2008

    Zungen-Alarm ;-)


    Unsere Freundin Katherina Tansley mailte:

    Hallo Ihr Lieben! Ich hoffe Euch und den beiden Süßen geht's gut! Ich wollte Euch nur sensationelle Bilder von gestern Abend schicken. Wir hatten einen ernsthaften Zungenzwischenfall :o) Danach... legte sich dann noch Kitty zu uns... Und ein Bild von Ronja, das beweist, dass auch Golden Retriever manchmal merkwürdige Ansichten haben...
    Liebe Grüße und Umarmung! Ina

    Vom wem Chilli ihre lange Zunge geerbt hat, ist offensichtlich: von Mutter Frieda, wie wir unten sehen :-) Ihr Bruder Kosmo kommt da "zu kurz"; wie sein Vater ist er auch entsprechend rau-nasig. Aber darüber lasen wir schon etwas im letzten Beitrag.

    Noch ein wichtiger Zungen-Hinweis von Doris Ehrenstein:

    Manche Bulldogs rollen ihre Zungen seitlich ein, wie zu einer Längsrinne.

    Dr. Bob Sept, der Tierarzt von Berta und Willie Ehrenstein (in Alaska/USA), erklärte zu seitlich hochgerollten Zungen, dass sie ein Indiz für Atemnot oder Stress seien. Der benötigte Luftstrom würde somit instinktiv beschleunigt und verstärkt! - Atemnot heißt: z.B. ein zu langes Gaumensegel, eine Nasen-Stenose oder auch ein Herzproblem, durch welches sich Wasser in der Lunge sammelt.

    Also Achtung. Bei seitlich eingerollten Zungen muß oft wirklich von Zungen-ALARM gesprochen werden! Dazu das Foto eines bedauernswerten Extrembulldogs auf einer Schau.


    Mittwoch, Februar 27, 2008

    Die trockene Bulldog-Nase


    Jede Haut - nicht nur die menschliche - trocknet mit dem Älterwerden früher oder später zunehmend aus. Menschen bekommen dadurch Falten, und der Bulldog (da er die Falten schon hat ;-)), bekommt eine vertrocknete Hornhaut-Nase.

    1. Bedeutung der Erbanlagen

    Wie schnell eine Haut altert, das hängt (wie auch beim Menschen) wesentlich von den Erbanlagen ab. Unsere Alma entwickelte erst mit 11 Jahren die typische trockene, blass-bräunliche Hornhaut-Nase, unsere Wilma schon mit 6 Jahren, und unser Kosmo wird sie bestimmt noch früher entwickeln, denn seine Nase ist sozusagen von Anbeginn ziemlich trocken und körnig. Friedas Nase dagegen ist ganz glatt, kaum gekörnt und glänzt wie Seide. Sie ist auch immer feucht. Frieda wird wegen ihrer glatten Nasen-Oberfläche vermulich (wie unsere Alma) lange jung aussehen :-)

    2. Bedeutung der Pflege

    Neben der geerbten Nasenhaut-Struktur spielt die Haut-Pflege - wie beim Menschen - eine große Rolle. Diese Nasenhautpflege übernimmt beim Bulldog in erster Linie seine Zunge!

    Frieda zum Beispiel hat eine fast endlos;-) lange Zunge, mit der sie sich oft und bis über die Oberkante hinaus ihr Näschen leckt, pflegt und geschmeidig hält. Da die Bulldognase (verglichen mit den Nasen anderer Rassen) zurückgesetzt ist, braucht es eine ziemlich lange Zunge (wie links bei Gloria gut erkennbar), um die Nase bis oben hin einzufeuchten. Kosmo hat die etwas kürzere Zunge seines Vaters geerbt und auch die körnige Nasenhautstruktur. Er braucht deshalb schon jetzt, mit 10 Monaten, alle paar Tage Nasenpflege mit feuchtigkeithaltender Salbe.

    Geeignet ist z.B. Vaseline. Manche Bulldogger nehmen auch Melkfett oder Bepanthen-Salbe. Aber den besten Tipp hat Rafaela Schuda auf Lager - siehe weiter unten. Ein alter Hund, wie unsere Wilma in ihren letzten Jahren, bekam ihre Nase bis zu 4mal täglich eingerieben, damit nicht immer wieder Risse bis ins tiefere Fleisch hinein entstanden, die dann auch etwas bluteten.

    3. Bedeutung der Umwelt

    Neben der Vererbung und der Haut-Pflege spielt noch das Klima eine Rolle. Lebt ein Bulldog in sehr trockenem Klima, dann verdunstet die Feuchtigkeit der Nasenhaut schneller, als sie auf Dauer nachgeliefert werden kann.

    So geht es z.B. den Bulldogs von Doris Ehrenstein im Alaska-Winter, denn ab -15 Grad Celsius ist kein einziges Wassermolekül mehr in der Luft. (Eine natürliche Gefrier-Trocknung, kann man sagen. Potty-Gänge dauern bei morgendlichen Temperaturen unter -20 Grad nur Sekunden ;-))

    Doris nahm bislang einfach Olivenöl, mit einem Backpinsel aufgetragen, für die Nasenpflege von (der widerstrebenden) Berta und (dem willigen) Tierfreund Willie.


    Doris mailte zu Rafaela Schuda´s Tipp : "nimm Kokos-Öl"

    Hallo Rafaela, danke für den Tip - über Cornelia - für die Nasen meiner Doggies. Heute habe ich erstmals Kokos-Öl drauf getan.

    Willie liebt es, er leckt und leckt. Berta wusste nicht, was es war, da es auch keinen Geruch hat, und so konnte ich sie überlisten.

    Den üblichen Kopfstand (nach jeder Nasenpflege) auf dem Sofa, um den "Nasen-Belag" am Polster wieder anzuwischen, veranstaltete sie aber trotzdem. Und Willie macht ihr alles nach - hier in seinem Bett :-)

    Also, ich denke es wird helfen. Aber die kleinste Dose, die ich hier bekommen konnte, ist 1000 mg. Na, da kann ich viele Nasen einreiben. Ich werde es auch zum Braten brauchen und auch für meine doch im Winter sehr trockene Haut; (nicht für meine Nase :-). Liebe Grüße, Doris

    Doris schrieb diese Mail vor circa 2 Monaten. Gestern sagte sie am Telefon, dank Kokosöl behielten Berta und Willie eine geschmeidig-schwarze, feuchte "Winter-Nase"!


    Donnerstag, Juli 12, 2007

    Hilfe, Zecken !


    Die Zecken können mehrere Infektionskrankheiten übertragen, auch lebensgefährliche. Wie schützen wir unseren Hund - und uns - davor?

    Welche Krankheiten werden von Zecken übertragen?

    • Die bekannteste durch Zeckenbisse übertragene Krankheit ist die Borreliose.
      Diese Erreger sind mit den Syphillis-Bakterien verwandt, und sie erzeugen ebensolche schlimmste Spätschäden. HIER alles Nähere zum Nachlesen darüber.

      Borreliose-Impfungen für Menschen gibt es nicht, wohl aber für Hunde. Diese Impfungen sind aber sehr umstritten, da eine Wirkung für Europa so gut wie nicht gegeben ist, denn der Impfstoff wurde in den USA entwickelt und zielt auf dort - aber nicht bei uns - vorkommende Borreliose-Stämme. Wir lassen Frieda und Kosmo deswegen NICHT dagegen impfen. HIER Näheres zur Immunisierungs-Problematik.

    • Eine durch die Klimaerwärmung bei uns eingeschleppte Krankheit ist die Babesiose.
      Hier handelt es sich nicht um Bakterien, sondern um Parasiten. Der komplizierte Fortpfanzungszyklus dieser Parasiten kann HIER nachgelesen werden. Impungen gibt es dagegen nicht. Die Parasiten zerstören in einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung die Blutplättchen und führen so zu Fieber, Anämie und Gelbsucht.
    • Eine für Menschen sehr - für Hunde weniger - gefährliche Viruserkrankung durch einen Zeckenbiss ist die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
      HIER kann man sich genau darüber informieren. Stu und ich haben uns gegen FSME impfen lassen. Eine Impfung für Hunde gibt es nicht.

      Dieser Virus tritt nur bei Zecken in bestimmten Risiko-Gebieten auf. HIER Näheres dazu.

    Vorbeugungsmaßnahmen

    Das Beste ist zweifellos, die Zecke beißt garnicht erst zu! Dabei helfen 2 Möglichkeiten:

    • Chemische Hilfe
      Es gibt chemische Zeckenabweiser, die alle 4 Wochen auf die Rückenhaut des Hundes gegeben werden müssen. Diese Stoffe gehen in sein Blut über. Sie vertreiben die Zecken durch einen Geruchsstoff; sollten diese aber doch einmal zubeißen, so werden sie abgetötet durch diese Mittel im Blut.

      Gängige Mittel sind "Frontline" und "Exspot". Beide Mittel wehren übrigens auch Flöhe ab. Speziell gegen Zecken soll "Exspot" etwas wirksamer sein.

    • Vermeidungsstrategie und Flohkamm
      Wir haben im Sommer immer einen Flohkamm bei uns, um nach jedem Spaziergang eventuelle Zecken herauszukämmen. Das funktioniert gut, da Zecken immer zuerst einmal langsam und langdauernd durch und über das Fell krabbeln, um eine für sie optimale Biss-Stelle zu suchen. Außerdem vermeiden wir im Sommer Wanderwege, von denen wir aus Erfahrung wissen, daß sie ein "Nest" für Zecken sind.

      Mit den "Chemischen Keulen" gehen wir behutsam um, da sie immerhin Gift sind und den Hundeorganismus belasten. Wir geben sie nur, wenn wir mit den Hunden in uns unbekannte Gegenden Richtung Süden oder Osten verreisen. Kosmo bekommt jetzt als Welpe noch in keinem Fall diese Mittel auf seinen Pelz :-).


    Dienstag, Juli 10, 2007

    Monatsbild und: Hilfe, Sommerhitze!!!

    Wie helfen wir unserem Bulldog durch die Sommerhitze?


    Ein paar Tipps dazu:

    • Genau solchen Urlaub sich unbedingt verkneifen !

    • Ein Urlaub, wie Gabi ihn im letzten Beitrag beschreibt, ist dagegen eine Herzensfreude für unseren Bulldog.

    • Längere Spaziergänge, wenn überhaupt, nur in der Morgenfrühe unternehmen.
    • Ein Hund kann sich nicht über die Verdunstungkälte beim Schwitzen abkühlen, da er (anders als z.B. Menschen oder Pferde) keine Schweißzellen in seiner Haut hat. Er kühlt sich nur über seine Zunge, über das Hecheln und über den Luftstrom im Nasen- und Rachenbereich ab. Als kurzköpfige Rasse hat der Bulldog deutlich kürzere Luftwege - zur Abkühlung über den Luftstrom - zur Verfügung als andere Rassen. Das bedeutet, daß er schneller als andere einen Hitzschlag erleiden kann. Deshalb nicht nur Wasser zum Trinken, sondern auch zum Pfotenkühlen oder Plantschen bereit halten. Ein nasser Bauch kühlt den Bulldog gut ab!
    • Dem schon älteren Bulldog sollte man Autofahrten ersparen, denn auch das Aussteigen aus einem klimatisierten Wagen in sengende Hitze ist eine Kreislaufbelastung.
    • Für Extrembulldogs (übertypisierte Bulldogs) sind spezielle Kühl-Unterlagen zu empfehlen. Auch sollte man für sie Rescue-Tropfen und nasse Handtücher bereit halten, sowie jede Aufregung vermeiden.
    • Ansonsten den Bulldog selbst entscheiden lassen, wo er wie lange liegen oder spielen möchte.

    HIER noch sinnige Bemerkungen zum Thema Sommerhitze von Henry Tetzlaff in seinem Blog.


    Samstag, Dezember 16, 2006

    Weihnachtsgeschenke ;-)))


    Weihnachten: natürlich gibt es auch Geschenke für unsere Bulldoggen!

    Doris Ehrenstein schickte uns einen US-Katalog für Hundeartikel, dessen Titelbild ein Bulldog ziert. Danke Doris!
    Und hier, Doris, Dein herrliches Schmunzel-Foto: Bulldogs im Winterschlaf ;-)

    Aus diesem Katalog zeige ich jetzt hier diejenigen Artikel, welche ein Bulldog-Model vorführt :-)

    Eine Hundereise- und Transporttasche, besonders für´s Autofahren geeignet. Es gibt sie in verschiedenen Größen.

    Eine superweiche, in Finnland entworfene Luxusliege, auf der es sich ein Bulldog sehr gemütlich machen kann. Die Umhüllung ist waschmaschinengeeignet.

    Eine Kühlunterlage für Extrembulldogs, da diese oft unter Hitzestau leiden.

    Und Individueller Tannenbaumschmuck, mit Bild und Name des eigenen Bulldogs ;-))

    Jetzt noch eine spezielle Leinen-Gehilfe für Bulldogs, die HD oder sonstige Veränderungen an Hüfte, Knie oder Lendenwirbelsäule haben. Dieser Artikel wird zwar von einem Labrador vorgeführt, aber das Problem gibt es leider auch bei den Bulldoggen!

    Und natürlich dürfen Leckerlis an Weihnachten nicht fehlen! Wer von Euch LeserInnen keine solch extravaganten kaufen mag, der möge bei Hannibal´s oder Henry´s Frauchen wegen Rezepten nachfragen : beide sind nämlich "Sterne-Hundekuchenbäckerinnen"!

    Gestern hatte sich eine Werbung durch unseren Spam-Filter durchgeschlichen, und das sollte so sein :-), denn es waren dort Bulldog-Halsbänder announciert! Die Web-Adresse seht Ihr oben auf dem Bild!


    Weihnachtsgeschenke für Bulldogger :

    In der grauen Spalte rechts findet Ihr eine Bücherauswahl über Bulldoggen - von ernst bis heiter. Jedes genannte Buch dort halte ich für lesenswert und als Geschenk geeignet :-)

    Bulldogfreundin und Gastbloggerin Helen B. Abby schickte uns ein Link (USA) zu gestickten Bulldogkissen, die man auch von hier aus bestellen kann. Die Web-Adresse ist HIER zu sehen, sowie 2 der circa 15 angebotenen Bulldog-Kissen.
    Thank you Helen, and a Merry Xmas from all German Bulldoggers :-)

    Und heute morgen, beim Friseur, fand ich in der Zeitschrift "Gala" einen Weihnachtsmann-Bulldog, und Mode-Werbung (als Tipp für teure Weihnachtsgeschenke) mit ihm, siehe oben. Gerade noch rechtzeitig um ihn in diesen Geschenke-Beitrag einzubinden ;-)


    Und dies schenkt uns unser Bulldog jeden Tag :

    "Dutzende von Studien haben belegt, daß bei den meisten Menschen 1 Stunde täglicher Beschäftigung mit einem geliebten Haustier (im zum Text gehörenden Bild ist das ein BULLDOG :-) genügt, um negative, traurige Stimmungen (blues) aufzuhellen."


    Dienstag, Dezember 12, 2006

    Winter-Garderobe und Winter-Spiele

    Willie und Berta an Henry, 31. Oktober 2006:


    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag wünschen Dir Berta und Willie.
    Wir haben Deinen Bericht im Blog (29. Oktober 2006) gelesen und er hat uns so gut gefallen. Nur, dass Du nur Henry genannt wirst, das finden wir nicht in Ordnung. Aber so ist das nun mal. Mich nennt auch niemand bei meinem richtigen Namen, nämlich "Pretty Boy Floyd", und Berta heißt "Alaskas Queen Berta." Wir haben uns nun daran gewöhnt.

    Hoffentlich hattest Du eine tolle Geburtstagsfeier. Wir waren bei einem Old English Sheepdog zum 91. (13.) Geburtstag eingeladen (siehe Beitrag vom 21. April 2006.) Es gab Hot Dogs und jeder hatte einen Papierhut an. Einfach toll.

    Hier hat es bereits geschneit, wir haben -10 Grad und allmählich müssen wir unsere Ausgehmäntel anziehen. Hast Du auch? Wenn Du Lust hast, kannst Du Dich ja mal melden. Liebe Grüße und Wau Wau, Willie und Berta !


    Henry an Berta und Willie, 31. Oktober 2006:

    Liebe Berta, lieber Willie,
    ich hab mich ganz doll über Eure Glückwünsche gefreut - Gratulationen aus Alaska bekommt ja schließlich nicht jeder :o)

    Mein Geburtstag war sehr schön. Ich habe einen Kauknochen und ein neues Plüschtier bekommen. Aber keinen Mantel, das mag ich nicht. Frauchen hat mir mal sowas geschenkt, er war blau, wasserdicht und innen mit Fleece gefüttert. Sie fand, dass ich umwerfend aussah. Ich bin tagelang nur im Gebüsch herumgekrochen und habe mich an Stromkästen geworfen, um dieses Teil wieder loszuwerden!!!!! Da ich mich auch hartnäckig weigerte, irgendwelche Geschäftchen mit diesem Mantel zu machen, hat Frauchen es aufgegeben, und ich darf wieder oben ohne spazierengehen.

    Hier ist es noch nicht so kalt, aber bald soll es Frost geben und hoffentlich auch Schnee!! Ich liebe Schnee und beneide Euch darum! Man kann herrlich darin toben und Herrchens Schneekugeln kaputt beissen! Ich schicke Euch zwei Fotos vom letzten Winter mit!

    So, Ihr beiden, ich muss mich noch etwas vom vielen Besuch gestern erholen und werde ein gemütliches Büroschläfchen einlegen!!
    Ich grüße Euch herzlich, Eurer Sir Henry (aber was sind schon Titel???)


    Ein Tipp : Pferdedecken - in Bulldoggrößen !!!

    Solch schöne, warme "Bulldog-Decken", wie sie oben Berta und Willie tragen, hatte unsere Wilma in leuchtendem Rot. Sie trug sie gerne bei Eis- und Schneewetter. Diese schöne Decke (Wilma wog 27kg) ist Frieda (sie wiegt 23kg) zu groß. Deshalb ließen wir jetzt eine in Blau mit grüner Schrift für sie arbeiten, weil Blau ihr wundervoll gut steht :-) Hier eine Nahaufnahme der gestickten Inschriften.

    Diese Winter- und Regendecken kann man bestellen beim "Horse and Hound Tack Shop" in Paderborn : Frau Dr. vet. Gabriele Kehl berät Euch gerne über Material, Zuschnitt und Kosten. Tel: 0170 - 47 38 195


    Montag, November 20, 2006

    Heute berät uns Gastblogger Jan Peters

    Tipp bei Falten- und Ohren-Entzündungen


    Liebe Blog-Leser und Bulldogfreunde,
    Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um euch auf ein Mittel aufmerksam zu machen, welches auch euch eventuell bei der Behandlung von entzündeten Ohren und Gesichtsfalten helfen könnte.

    Oskar ist zwar vom körperlichen Zustand her ein recht fittes Kerlchen, (besonders nach seiner OP in Leipzig, siehe Beitrag vom 2. Oktober), hat aber bei genauerem Hinsehen auch des öfteren kleine Problemchen.

    Ein ständiges Problem sind seine Falten. Trotz täglicher Reinigung haben wir es nicht geschafft Entzündungen vorzubeugen. Oskar hat sich in Abständen immer wieder die Falten blutig gekratzt. Wenn wir dachten, wir hätten die Entzündungen und den Juckreiz gestoppt, belehrte uns Oskar mit seinen Kratzattacken wieder eines Besseren. Wir probierten alle möglichen Präparate, in der Hoffnung auf eine Besserung. Als wir wegen einem anderen (akuteren) Problem in der Tierklinik Potsdam waren, sprachen wir den Doktor vor Ort auch auf Oskars Problem mit Ohren und Falten an. Er guckte sich die entzündeten Ohren und Falten genau an und gab uns 2 Fläschchen Ohrentropfen namens "Aurizon" mit. Herr Dr. Hahnisch meinte, dass es auch sehr gut für die entzündeten Falten wäre. Wir geben Oskar dieses Mittel seit ca. Anfang August und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir geben Oskar die Tropfen immer Abends, damit er nach dem Verabreichen immer unter unser Beobachtung steht. Seine Falten sehen seit dem sehr vital und gesund aus. Auch Haare wachsen seit langem wieder um das Ohr und auf den Falten.

    Kombinationspräparat gegen Bakterien, Pilze, Schmerzen und Juckreiz
    Falls ihr noch weitere Infos braucht, kann ich euch nur die WEB-Seite des Herstellers empfehlen, auf der auch noch genauer (mit Bildern) auf die Anwendung eingegangen wird. Ich hoffe, dass ihr nie in die Situation kommt, dieses Mittel nutzen zu müssen. Falls doch, wisst ihr jetzt, was helfen könnte.

    Anwendungseinschränkungen
    Nicht anwenden bei Hunden mit perforiertem Trommelfell. Nicht anwenden bei tragenden oder säugenden Hündinnen. Nicht anwenden bei Hunden mit Morbus Cushing oder Diabetes mellitus.

    Zusammensetzung
    1 ml enthält :
    Marbofloxacinum 3.0 mg; Clotrimazolum 10.0 mg; Dexamethasonum acetas 1.0 mg; (Dexamethasonum 0.9 mg) Antiox. E310

    Weitere Infos HIER.



    Montag, 20. November 2006 05:11

    Hi Cornelia and Stu.

    Heute Nacht schon ein weiterer Tipp von Helen aus Kalifornien
    Just a quick note re Oskar's skin problem. Three of my four Bulldogs had similar skin problems and my Vet prescribed two medicines which were pretty effective: Neopredef Powder and Panalog Creme.
    I want to be really clear and say that I am NOT AT ALL UP TO DATE on the latest meds. I'm just suggesting that Oskar's owner consider asking his vet about these meds. They can be googled and might help Oskar. Hope all is well with you both and darling Frieda! Helen


    Sonntag, Mai 21, 2006

    Das Geheimnis der Petersilie

    Die Petersilie ist ein wunderbares Heilkraut.


    Im Mittelalter wurde die Petersilie als Abtreibungsmittel genutzt. Das Hochzeitsliedchen "Petersilie Suppenkraut wächst in unserem Garten. Unser Liesel ist die Braut, soll nicht länger warten..." erinnert noch an diese Zeit.

    Seit uralten Zeiten wird Petersilie aber vor allem bei Blasenschwäche eingesetzt.

    Ich lernte die Wirkung von Petersilie 1984 kennen:
    Unsere Alma Joy wurde in diesem Jahr wegen eines Zwischenzehengeschwüres, das schon die Knochen anfraß, operiert. ((Auf diese Geschwüre gehe ich ein anderes Mal ein. OP´s sind nämlich nur kurzzeitige Hilfen; es gibt, wie ich damals von unserem Tierarzt Hartmut Kluge lernte, wirksamere Behandlungsmethoden.))

    Alma erwachte aus der Narkose und sie war völlig ok - bis auf den überraschenden Fakt, daß sich ihre Blase unwillkürlich entleerte, sobald sie schlief. War sie wach, so meldete sie sich zum Pipimachen wie immer, aber im Schlaf hatte sie keine Kontrolle mehr darüber.

    Unser damaliger wundervoller Tierarzt Hartmut Kluge (wir wohnten zu der Zeit in seiner Nähe) meinte, solche Blasenlähmungen gäbe es in seltenen Fällen als Nachwirkung einer Narkose. Wir warteten ein paar Tage auf eine Selbstheilung, die setzte aber leider nicht ein.

    Hartmut war ein Freund der Naturheilkunde und riet uns, ihr direkt nach dem Einschlafen Petroselinum D6 in die Lefze zu träufeln. Auf meine Frage, was das für ein Mittel sei, meinte er lachend: "homöopathische Petersilie". Vermutlich habe ich dumm geguckt - aber ich folgte seinem Rat sofort. Mit durchschlagender Wirkung!!! Nur einmal beim Einschlafen gegeben, und die Blasenlähmung war SOFORT fort - auf Nimmerwiedersehen.

    Nach diese Erfahrung kaufte ich mir Bücher über die Hömöopathie; für Hunde das Buch:
    "Unsere Hunde gesund durch Homöopathie" von H.G.Wolff (siehe bei Büchertipps in der Spalte rechts). Und hier fand ich auch Hartmut Kluges so erfolgreiche Therapie empfohlen.

    Meine nächste Erfahrung mit Petersilie als Blasenmittel machte ich erst wieder 2005: Berta und Willie von Doris Ehrenstein hatten sich zuhause in Alaska eine Blasenentzündung geholt; kein Wunder bei morgendlichen Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius, grrrr! Da gefriert der Pipistrahl ja fast in der Luft ;-) Nach der Antibiotika Behandlung war bei Berta alles vorbei, bei Willie aber noch nicht. Wie damals Alma Joy hielt er nachts nicht dicht. Eine erneute Untersuchung zeigte aber, daß keinerlei Entzündungsprozess mehr vorlag. Ich erzählte Doris von Alma Joy und der Petersilie :-)).

    In den USA gibt es keine homöopathischen Mittel zu kaufen; also gab Doris ihrem Willie kurzerhand jeden Abend eine ziemliche Menge kleingehackte frische Petersilie aus dem Supermarkt ins Futter. Sie wirkte, wenn auch langsamer. Willie blieb zunächst ungefähr jede 2. Nacht sauber, und nach ein bis zwei Wochen war das Problem (als mein Päckchen mit Petrosinum D6 endlich bei Doris ankam) schon komplett erledigt!

    Inzwischen habe ich mir ein weiteres Buch zum Thema gekauft: "Homöopathie für Hunde" von A.H.Westerhuis (siehe bei Büchertipps in der Spalte rechts). Auch hier wird Petersilie als das Mittel der Wahl in Fällen von Blasenschwäche oder Reizblase empfohlen.

    Eine Lähmung der Blasenwandmuskulatur kann dieser Quelle nach also auch durch Harnzurückhaltung ausgelöst werden. Rüden halten oft Harn zurück, um immer genug Vorrat zum Markieren parat zu haben :-). Petersilie stärkt speziell die Muskulatur der Blasenwand. Das erklärt auch, warum gerade junge Rüden oft eine Blasentzündung zeigen: die Blasenmuskulatur ist noch relativ schwach entwickelt (wie alle Muskulatur) und beim geschlechtstypischen Einhalten von Restharn kann das eben zu den beschriebenen kleinen Schwächen :-) führen.

    Wird ein Welpe nur schwer sauber (siehe letzten Blog-Beitrag), so sollte man es einfach auch mal mit (homöopathischer) Petersilie versuchen :-) !


    Dienstag, April 11, 2006

    Praktische Produkte für den Hund


    Verglichen mit hiesigen Geschäften für Tier-Zubehör sind die Pet-Marts in den USA eine Schatztruhe. So viel gut durchdachtes Spielzeug, Liegen, Pflegeartikel u.s.w., speziell für Hunde, sah ich hier noch nie. Die Amerikaner lieben ihre Haustiere sehr und geben viel Geld für sie aus.

    Doris Ehrenstein schickt mir immer aus den USA Katalogseiten mit Produkten für die Hundehaltung, in denen ein Bulldog Modell ist :-) Diese beiden Produkte möchte ich hier weiter zeigen.

    Katalog Hunde : Firma "sahalie" Portland, OR


    Diesen blauen Topf oben, mit nach innen geschwungener Lippe, finde ich sehr praktisch, denn in der Regel ist um einen normalen Topf herum alles vollgeschlabbert :-)

    Und für solch einen Tarnfarben-Hund wie Frieda, da ist eine Halsband-Taschenlampe sinnvoll. Jedenfalls sinnvoller als mit einer Taschenlampe in der Hand bei Nacht in Gebüsch und Gestrüpp nach ihr zu suchen ;-) ...... Wo ist Frieda im Foto unten ???
    Hier noch ein tolles 'Bulldog-Nest :-)'. Der online Katalog dieser Firma "in the company of dogs" ist von wirklich beeindruckender Vielfalt!


    Sonntag, Februar 5, 2006

    Oversexed ?


    Frieda ist zum ersten Mal läufig. Ich verstehe jetzt, warum es "läufig" heißt ;-) - sie würde am liebsten zu Rüden hinlaufen! Ja, wenn wir sie nicht immer an der Leine und abseits jeder (hündischen:-) Bevölkerung hielten. Oversexed ist Frieda nicht, aber auch nicht unter...

    Im Haus trägt sie ihr Höschen mit Fassung. Ich habe den Eindruck Frieda war zunächst verwirrt ;-) darüber, was mit ihr los ist. Sie hält seitdem fast ständig Körperkontakt mit uns - außer wenn sie (hoffnungsvolles :-) Bellen irgendwo im Dorf hört ... er könnte ...

    Rüdenbesitzer haben in der Regel mehr unter einem (bei Anlaß ;-) oversexed Hund zu leiden. Viele Bulldog-Rüden, die ich kenne, sind gemäßigt in ihrem Trieb. Manche davon - längst nicht alle - wohl auch einfach aus Atemnot und Konstitutions-Schwäche, wie z.B. damals Billy und Dewrie meiner Eltern :-((.

    In diesem Sinn : Wenn ich mir so manche übertypisierte VDH-Bulldog-Champions ansehe, dann verstehe ich, warum so viele Bulldogs nicht mehr natürlich decken (können) ...

    Ich kenne aber auch ganz schön triebstarke ;-) Bulldog-Rüden. Im Zwinger von Dianne Benham z.B., aus dem die Rüden Dreamboy und Alaska-Willie stammen, wird ausschließlich natürlich gedeckt - und das merkt man den Rüden an. Sie sind ganz "schön drauf", wie man so sagt :-) Doris hat richtig Probleme mit ihrem starken Willie, wenn Berta gelegentlich "wie der Himmel duftet ;-)". Und Berta selbst setzt sich in diesen Phasen sofort unverrückbar fest auf ihren Hintern, wenn Willie ihr nahe kommt; nur hilft ihr das wenig!


    Warum ich dies alles schreibe:

    Es gibt sehr wirksame homöopatische Mittel gegen einen zu starken Sexualtrieb. Der Tierarzt H. G. Wolff schreibt in seinem Buch "Unsere Hunde gesund durch Homöopathie" (siehe Spalte rechts unter Buchtipps) folgendes über dies Problem. Im zweiten von mir empfohlenen Buch von A. H. Westerhuis stehen die gleichen Empfehlungen für diese Fälle. Ich persönlich bevorzuge das Buch von Wolff, da es für mich als Laien einfacher zu lesen ist. Aber als gute Ergänzung empfehlen möchte ich auch das Buch von Westerhuis.

    Im Fall von Willie stellte sich heraus, daß er seltener "Platinum" braucht, als angegeben. Doris sagt, seine Überfälle auf Berta wären seit der Gabe dieser Mittel SEHR viel seltener geworden. Die beiden spielen jetzt Ball statt Sex :-)


    Mittwoch, Januar 4, 2006

    Schnee und Katzenstreu


    Doris erzählte mir gestern am Telefon:

    Wir haben -20 Grad in Alaska, da zog ich Willie seine Pferdedecke zum Wandern über. Berta "Stubenhockerin" wollte heute mal wieder nicht mit :-). Aber Willie läuft ja richtig gern und stolz in seiner Thermo-Pferdedecke herum. Er findet sich dann schön :-).

    Der Fußweg am Parks-Highway ist vom Schnee frei geräumt. Also ging es darauf entlang, an den inzwischen schon meterhohen Wällen von beiseite geschaufeltem Schnee vorbei. Diese Schnee-Wälle sind nur von den Abzweigungen der durch den Busch führenden Privatstraßen unterbrochen, die zu abgelegenen Häusern führen.

    Ein Trooper-Wagen (Polizei), der uns gerade überholt hatte, wendete plötzlich und hielt hinter uns an. Ich drehte mich um und fragte: "Kann ich Ihnen helfen?"
    Der Trooper lachte: "Ich hab noch nie so ein kleines Pferd gesehen; das gibt es doch gar nicht, sagte ich mir! Das Pferd wollte ich mir ansehen !?! ---
    Ein wunderschöner Bulldog ist das. Wo haben Sie seine tolle kleine Pferdedecke her?" "Aus Deutschland, Geschenk von meiner Freundin",
    erklärte ich auch lachend.

    Der Trooper hatte nur Willies Beine unter der Pferdedecke beim Vorbeifahren gesehen. Ich hatte mit ihm gerade eine abzweigende Privatstraße überquert, und sein Kopf wurde von dem auf der gegenüber liegenden Seite weiter geführten Schneewall gerade schon wieder verborgen.

    Anschließend Siesta! :-) Verwirrende Perspektive: von der Galerie obenhalb des Zimmers ;-)

    Tipp der Alaskaner: Katzenstreu gegen Glätte

    Jede Familie in Alaska hat Hunde und viel Schneeglätte. Salz schadet den Hundepfoten, kommt also nicht in Frage. Was dann? Katzenstreu saugt Nässe auf und gefriert nicht so schnell. Vor allen Dingen ist sie pfotenverträglich! Auch wir werden jetzt welche für unseren Fußweg zur Straße kaufen.


    Foto von einem alaskanischen Winter-Unikum ;-)

    Kein Bulldog, aber Hund!

    Dr. Yates, der Arzt in Talkeetna, wo Doris lebt, fährt im Winter - in einen bärenfellgefütterten Parka eingehüllt - mit seinem Motorschlitten durch die Kälte. Und sein Hund Penny fährt mit, auch in einen Bärenfell-Parka gehüllt. Berta und Willie waren zuerst ganz von der Rolle, was das für ein Bärenhund wohl sei :-). Nicht weniger von der Rolle sind alle Leute, die dies "Gespann" zum ersten Mal sehen, auch ich :-))).



    Mittwoch, Dezember 7, 2005

    Flöhe :-(und eine Internet-Hunde-Zeitung:-)


    Beim Stöbern im Internet fand ich Seiten einer kostenlosen 'Internet-HundeZeitung'. Schon die Übersicht der Themen auf der ersten Seite gefiel mir so gut, daß ich mich gleich unter "Newsletter abonnieren" eintrug.

    Der Herausgeber : "Rainer Brinks, Jahrgang 45, studierte Psychologie, Zoologie und vergleichende Verhaltensforschung. Brinks gehört aus guten Gründen keinem Rassehundeverein oder -verband an, fühlt sich nur Hunden, verantwortungsvollen Hundefreunden und Züchtern verpflichtet."

    Die Rubriken dieser Zeitung behandeln das Thema "Hund" nahezu umfassend. Neben den in allen Hundemagazinen üblichen Rubriken wie Storys, Notfälle, Medizinisches, Geschichtliches, Fotogalerie, Satire usw. gibt es sogar den Themenbereich "Hunde-Erbkrankheiten-Netzwerk"!

    An einigen Stellen erscheint mir die Haltung des Herausgebers zwar ein wenig fundamentalistisch, aber insgesamt ist diese Zeitung aus meiner Sicht ein Info-Gewinn. Ein Beispiel, was ich mit "fundamentalistich" meine : Er führt aus, warum das Kommando "sitz" aus Hundeverhaltens-Sicht völlig sinnlos sei; es wäre nur ein unangemessener menschlicher Wunsch nach Dominanz über das Tier. Da komme ich aus zwangsläufiger Menschensicht und kulturbedingten Notwendigkeiten, die ich für gleichberechtigt im Verhältnis "Mensch-Hund" halte :-), zu einer anderen Bewertung.

    Unter der Rubrik "Gesundheit" fand ich einen Artikel, der über eine neue Pille danach ;-) informiert. Es ist eine Pille gegen Flohbefall! Hat der Hund z.B. Kontakt mit einem von Flöhen befallenen anderen Hund gehabt, so kann man ihm diese Pille geben - und die Flöhe sterben an dem Blut, das sie dann von ihm saugen. Ich werde Freund und Tierarzt Peter Söhl danach befragen.

    In der aktuellen "Internet-HundeZeitung" wird darauf hingewiesen, daß gerade zu Anfang des Winters der Flohbefall der Hunde zunimmt, da diese wegen der Kälte ein "inhouse"-Überwinterungsquartier suchen - und im Hundekorb finden können. Weil wir nun Winteranfang haben, gerade jetzt dieser Hinweis über Flöhe.

    Von Bulldogfreundin Gabi erfuhr ich etwas über die Gefährlichkeit von Igel-Flöhen. Fängt sich ein Hund solch einen Floh ein, kann dieser ihm einen speziellen Bandwurm übertragen. Ab einer gewissen Größe verursacht dieser Wurm beim Hund eine starke Augenentzündung!

    Die toxischen Ausscheidungen dieses speziellen Bandwurms verursachen diese schwere Entzündungsreaktion der Bindehäute und der Augen selbst. Sollte Euer Bulldog eine schwer beherrschbare Augenentzündung haben, also auch an diese Möglichkeit denken! Zur Beruhigung: dieser Bandwurm geht NICHT auf Menschen.


    Montag, Dezember 5, 2005

    Dieses Buch schon gekauft?

    "Englische Bulldogge, Praxis Ratgeber"


    Vor ein paar Tagen fiel mir dieses Buch im "Fressnapf" auf; ich durchblätterte es und die Bebilderung, sowie die übersichtliche Block- und Tabellengestaltung auf vielen Seiten, sprach mich sehr an. Schlägt man die Hardcover Titelseite auf, so hat man gleich auf den ersten Blick eine auf das Wesentliche beschränkte Standard-Übersicht.

    Meine erste Frage an dieses Buch war : ist es ein verführendes Jubelbuch? Oder bringt es auch kritische Ansätze? Also sah ich gleich unter dem Stichwort "Überlegungen zur Gesundheit Ihrer Englischen Bulldoge" nach. Die Hinweise auf typische Krankheiten, verursacht durch Übertreibung der Rasse-Merkmale, sind leider nur unauffällig eingebettet in das Kapitel: "Charakter". Aber immerhin gibt es sie !

    Einerseits sagt der Autor ganz unkritisch in diesem Absatz: "Generell sind Englische Bulldoggen sehr gesunde Hunde..."

    Andererseits weist er aber dezent darauf hin, daß ein guter Tierarzt eine herausgetretene Nickhautdrüse, Entropium und Extropium leicht operieren könne! ---
    Ebenso könne ein zu langes Gaumensegel den Atem blockieren, was aber auch leicht zu operieren sei! ---
    Ellebogendysplasie und Kniescheiben-Verrenkung seien beim Bulldog bekannt und genetisch bedingt; dies sei aber schwierig zu behandeln und verursache starke Schmerzen! ---
    Und der Kopf sei - sagt er an anderer Stelle - oft zu groß gezüchtet. Eine nicht seltene Konsequenz daraus, wie z.B. Tod durch Wasserkopf, erwähnt er aber leider nicht. ---

    Der aufmerksame Leser wird aus diesem Absatz lernen können, daß ein solider und ehrlicher Züchter beim Kauf eines Bulldogs entscheidend ist und wird sich - hoffentlich - intensiv über die unterschiedlichen Zucht-Szenen und Zuchtvereine informieren.

    In diesem Kapitel "Charakter" gibt der Autor aber zunächst wichtige Hinweise, was ein Bulldog braucht. Hier nur Stichworte:
    Keine Außerhaushaltung, sondern sehr viel Nähe zum Menschen.---
    Bulldogs sind gesellig, also auch geeignet zur Haltung mit ganz anderen Haustieren.---
    Sie bellen selten, schnarchen und rülpsen dafür aber oft.---
    Sie haben eine starke Willenskraft, geben nicht schnell nach, sind zu Kindern und Schwächeren aber sehr tolerant.---
    Sie sind keine sportlichen Jogger, aber verlangen viel Aufmerksamkeit von ihren Menschen.---

    Der aufmerksame Leser dieses Kapitels kann die Folgekapitel über Spielzeug, Erziehung, Verhalten unter dem Gesichtspunkt des aufgeführten "bulldogtypischen" Charakters ganz gut bewerten : z.B. weniger Bälle, dafür viel mehr Seile, um mit ihm gemeinsam z. B. "wer ist der Stärkere?" oder "der Klügere gibt nach!" zu spielen ;-)

    Das Kapitel "Gesundheitsvorsorge" geht auf Impfungen, Parasiten, Allergien usw. ziemlich ausführlich und übersichtlich ein. Hier sage ich wieder: wer das Kapitel "Charakter" und die kleinen Hinweise auf die bulldogspezifischen Gesundheitsprobleme verinnerlicht hat, der kann besondere Vorsichtsmaßnahmen daraus ableiten. Wie z.B. beim Humpeln eines erwachsenen Bulldogs besser vorsorglich röntgen lassen, ob der Ellebogen oder die Hüfte fehlentwickelt sind. Gegebenfalls sollte dann über eine OP nachgedacht werden.

    Den Standard (eigenes Kapitel) sollte sich der Leser auch genau ansehen, bevor er einen Welpen kauft. Z.B. ist ein gedrehter und festgeklemmter Korkenzieherschwanz nicht im Standard vorgesehen und macht nur Probleme bis hin zur Amputation. Auch ist z.B. eine zu breite Front eine Gefährdung für die Schulter- und Ellebogengelenke.
    Der Autor sagt es nicht, deshalb tue ich es hier: Alle Übertreibungen des Standards bringen dem Hund nichts Gutes; sie haben ihm nur den Ruf der Qualzucht eingebracht!

    Das Kapitel "Ihre ältere Englische Bulldogge" spricht ehrlich aus, daß ein Bulldog in der Regel nur 8 bis 10 Jahre alt wird. Solch ein Kapitel ist wichtig für jeden Hundehalter - denn jeder Hund wird älter. So gesehen kann dieses Buch den Bulldog-Freund von der Auswahl seines Welpen bis zu dessen späterem Tod begleiten.

    Der Autor geht auch auf das Procedere bei FCI/VDH-Ausstellungen ein. Das macht Sinn, da der Bulldog nicht nur ein "Pet", also ein Liebling ist, sondern manche dem Standard gerecht werdendende, GESUNDE Bulldogs ausgestellt und zur Zucht eingesetzt werden sollten. Auf Probleme der Überinterpretation des Standards bei Züchtern und Richtern geht der Autor leider nicht ein; auch nicht auf die Unterinterpretation des Standards, die sich als Gegenbewegung in einigen FCI-unabhängigen Zuchtvereinen entwickelte.

    Gut finde ich, daß das Thema "wie züchte ich?" gar nicht angesprochen wird: so stellt es keine Verführung dar, mal einen Wurf - nur so - zu machen. Denn die Rasse ist genetisch zu belastet, um ohne Kenntnis wichtiger genetischer Regeln und Wahrscheinlichkeiten einfach mal drauf los zu züchten.

    Zum Schluß kehre ich zurück zum Anfang des Buches: es gibt einen guten, bebilderten Überblick über die Geschichte des Englischen Bulldogs. Als zweites Kapitel folgt dann gleich der "Charakter" mit den Hinweisen auf gesundheitliche und genetische Risiken. Wer dieses 2. Kapitel aufmerksam und kritisch liest - für den ist dieses Buch eine nicht schlechte Hilfe bei der Welpenwahl und dem Leben mit seinem Bulldog.

    Ich habe dieses Buch nach einigem Durchblättern und Anlesen - besonders wegen seiner wirklich sehr schönen und übersichlichen Gestaltung - gekauft.
    Preis : 24, 80 Euro, Verlag "bede", Autor: Michael Dickerson, ISBN 3-89860-008-4

    Sonntag, November 27, 2005

    "Ein gesalber Hintern ..." ;-)


    Das Problem mit einem eng anliegenden Bulldog-Schwanz gab es schon Anfang des vorigen Jahrhunderts. Die (damals und bis heute) berühmte Bulldogzüchterin Otti Heermann schrieb seinerzeit einen Artikel über die Pflege des Bulldogs, insbesondere auch seiner Schwanz-Unterseite. Daraufhin erhielt sie diesen Brief, der einfach zum lauten Lachen animiert:


    Brief an Otti Heermann

    Also, das haben Sie herrlich geschrieben, so etwas muß man als Neuling doch wissen. Ich habe gleich alles befolgt: für 2 Mark Vaseline gekauft und zu salben angefangen. Wie hat sich mein Bulldog gefreut, als ich an ihm herumarbeitete.

    "unterm Schwänzchen"
    Sie haben tatsächlich richtig behauptet: "unterm Schwänzchen", da hat es richtig gestunken. Das war aber bestimmt schon so bei dem Vorbesitzer, das hat mein Hund nicht von mir - das ist sicher! Alles habe ich eingefettet, alle Falten und die Augen und Ohren. Acht Geschirrtücher habe ich verbraucht. Meine Frau war zu einer Einladung, da hörte ich ihr Gezeter nicht. Ich habe Ihnen doch schon mal geschrieben, daß sie von meiner Neuerwerbung nicht erbaut ist - sie liebt nur Rehpinscher.

    ... wie hat ihm sein gesalbter Hintern gut getan.
    Ach, wie war mein Bulldog glücklich, weil ich so an ihm herum-geputzt habe. Und wie hat ihm sein gesalbter Hintern gut getan. Er ist durch alle Zimmer "schiebkarren" gefahren. Er hat mir immer wieder sein Hinterteil hingehalten, und ich habe immer wieder etwas draufgeschmiert. Warum sollte ich auch nicht - wo Sie es doch vom Club aus empfohlen haben. Der Hund war ja so lustig! Und ich habe immer lachen müssen, wie er so durch alle Zimmer "Schlitten fuhr".

    Der Bulldog muß weg, oder sie läßt sich scheiden.
    Aber dann kam meine Frau nach Hause. Wenn Sie wüßten, was die für einen Stunk gemacht hat. Sie schrie, ich hätte ihr das ganze Parkett versaut. Nun werden Sie einen groben Brief erhalten; denn sie hat eine Wut auf Sie - Sie hätten empfehlen müssen, diese Salberei nur in einer Waschküche zu machen. Der Bulldog muß weg oder sie läßt sich sofort scheiden. Nun wissen Sie Bescheid ...

    ... wie einen aussichtslosen Fall.
    Aber der Bulldog bleibt - dann geht eben die Frau! Lassen Sie sich auf nichts ein, ich gebe den Bulldog nicht mehr her. Ich salbe auch weiter so - wo es dem armen Kerl doch so gut tut und es ihn so glücklich macht. Behandeln Sie meine Frau ganz kalt, wie einen aussichtslosen Fall. Als ob ein Bulldog mit einem gesalbten Hintern ein Scheidungsgrund sei? Was sollte ich denn nehmen? Es waren ja nur die Geschirrtücher in der Küchenschublade. Sollte ich vielleicht den Smoking nehmen?

    Irgendwo mußte ich mich aussprechen ...
    Wenn es zur Scheidung kommt - und das tut es - müßten Sie, beste Frau Heermann, mir bezeugen, was vom Club angeordnet war. Entschuldigen Sie bitte diesen langen Brief. Irgendwo mußte ich mich aussprechen und alles klarlegen. Woran eine glückliche Ehe doch scheitern kann, man sollte es nicht für möglich halten. Aber mein Hund bleibt!!

    Halten Sie fest zu mir, stehen Sie zu Ihrem Wort in der Rassehundzeitung, und stellen Sie mir jetzt schon eine Mitgliedskarte aus. Dann hat meine Frau mehr Respekt vor mir.


    "Ein gesalber Hintern ..."

    ... und seine Folgen, wie oben beschrieben :-))), ist heutzutage weniger zu befürchten. Zum Beispiel Yacuma von Bulldogfreundin Xenia hat eine pflegeleichte, gerade Rute.

    Die Korkenzieherruten werden - Gottseidank - aus den Bulldogs wieder herausgezüchtet. Diese Ruten machten "Hinternsalbungen" nötig; nicht selten auch Amputationen.

    Ein nur mäßig gedrehter Korkenzieherschwanz macht selten Probleme; aber es wurden - bis vor kurzem, und in einigen Ländern auch heute noch - leider auch Bulldogs mit nach innen ins Fleisch gedrehten Korkenzieher-oder Knopf-Ruten zur Zucht eingesetzt! Die Mutter meiner 2. Hündin Sarah z.B. mußte eingeschläfert werden, weil ihre extreme Knopfrute inoperabel entzündet war. Sarah selbst hatte auch schwere Probleme mit ihrer sogenannten "Rosenrute"!

    .. damit wackeln :-)
    Frieda hat einen leicht gedrehten Schwanz, der aber nicht festklemmt. Sie kann etwas damit wackeln :-). Ihre Wurfschwester hatte die bessere, gerade abstehende Rute. Ich habe mich trotzdem für Frieda entschieden, da sie einen wirklich langen Hals und ziemlich viel Nase hat, und das ist für eine gute Atmung so sehr wichtig. Außerdem war sie die witzigere und klügere der beiden ;-))) Doris und Dianne meinten zudem, Frieda würde einen wunderschönen Kopf bekommen, so wie ihr Cousin Willie und ihre Cousine Berta in Alaska, sowie ihr Cousin Dreamboy, der Birgit Braum gehört und in Schweppenhausen bei Bad Kreuznach lebt. - Warten wir es ab :-) -

    Den "perfekten Bulldog" gibt es genau so wenig wie den "perfekten Menschen" ;-)


    Mittwoch, Juni 2, 2005

    Mücken und Gänseblümchen


    Mit dem Sommer kommt nicht nur der Urlaub, sondern kommen auch die Mücken - besonders in Alaska, wo Berta und Willie leben (Fotos von Randi Hirschmann).

    Kopfstand

    Doris rief heute morgen an und erzählte vom Kopfstand der Beiden : Gestern war wieder 'Adventix' (Antimückenmittel von Bayer, hoch wirksam!) fällig, alle 4 Wochen muß das dort sein. Berta haßt ja Medizin, besonders wenn diese nach Chemie stinkt:-( . Sie rennt weg, sobald Doris nur die Schublade aufmacht. Willie dagegen genießt alles, wenn er dabei nur im Mittelpunkt von Doris´ Aufmerksamkeit steht :-)

    Also Berta austricksen! Sie ist verfressen, das ist ihr Schwachpunkt. Und den mußte Doris ausnutzen. Die Flasche mit Adventix also schon eine Stunde vorher rausgeholt, geöffnet und neben der Spülmaschine griffbereit versteckt. Dann Teller, mit ganz viel Fleischsauce drauf, mehr hinten in die Spülmaschine gestellt - und schwups war Berta halb darin im Gerät und mit Ablecken abgelenkt. Sofort und blitzschnell bekam sie in dieser fluchtungünstigen Lage ihre Portion Adventix über den Rücken. Dann ging es los: sie rannte wie eine Wilde herum, zitterte, wütete, warf sich auf den Rücken um all dies Stinketeufelszeug abzurubbeln ...

    Dann kam Willie dran: der staunte über Berta, normalerweise rennt er mit, wenn sie so drauf ist. Aber er hielt still, denn Rückenmassage - und sei es mit Adventix - ist doch schließlich sooo schön. Als Doris fertig war, beschloß er Bertas Rasespiel mitzumachen.

    ...Berta sprang nun auf das Sofa und machte dort einen Kopfstand : alle vier Beine in der Luft...
    Berta sprang nun auf das Sofa und machte dort einen Kopfstand : alle vier Beine in der Luft, den Rücken dabei an der Sofalehne abreibend. Und, Doris glaubte es kaum, Willie fand das eine spannende artistische Herausforderung! Er sprang auf das andere Sofaende, machte auch einen Kopfstand, hielt auch alle Viere in die Luft, rieb auch den Rücken an der Lehne... Doris konnte nur staunen und bedauern, daß kein Fotoapparat griffbereit lag.

    Ich fragte Doris, ob Berta ihr denn diesen medizinischen Angriff verziehen hätte.
    Doris lachte: 'Sie ist ganz stolz, ... daß sie nicht gestorben ist!'


    Beim Thema Medizin bleibe ich heute:

    Das Geheimnis des Gänseblümchens

    Birgit Braum hat sich viel mit Pflanzenheilkunde für Hunde beschäftigt. Sie hat inzwischen auch große praktische Erfahrung damit sammeln können. Hier einer ihrer Tipps:

    Doris´ Willie war gegen Ende des Winters im Rachen häufiger verschleimt. Sein Tierarzt Bob stellte fest, daß keine Entzündung vorlag, das Gaumensegel auch nicht behindernd lang sei, daß die Verschleimung einfach eine Folge der trockenen Heizungsluft im Winter ist.

    Doris und ich telefonierten mit Birgit darüber, und sie wußte gleich Rat:
    Getrocknete Gänseblümchen, bis zu 10 Stück am Tag, ins Futter tun.
    Es war April: hier in Deutschland blüten die ersten Gänseblümchen schon. Ich erntete jeden Tag ein paar Blüten und trocknete sie in einer Schale im Schatten. Doris war Ende April ja zu meinem Geburtstag hier, und ich gab ihr meine Ernte für Willie mit. Der bekam es gleich, als sie wieder zu Hause war, ins Futter. Drei Stunden später erbrach der gute Willie sein Futter - und einen riesengroßen Klumpen Schleim. Die Gänseblümchen hatten gewirkt. Willies Schnarchen war danach sehr viel leiser :-))).

    Ich selbst neige im Winter auch zu Verschleimung meiner Nasennebenhöhlen. Also nahm ich 30 Gänseblümchen (bin ja deutlich schwerer als Willie ;-) - und auch mein Rachen wurde auf Anhieb von Schleim befreit. Ich erbrach mich aber nicht :-) dabei.

    Jutta Nolte hat auch gute Erfahrungen mit der entschleimenden Wirkung des Gänseblümchens gemacht, wie sie mir auf unserem Mai-Treffen erzählte. Sie lieh mir inzwischen das Kräuterbuch (siehe graue Spalte rechts), es ist billig, praktisch und gut; lohnt sich zu kaufen.


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    Cornelia
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    , geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

    Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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