Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Archiv-Organisation vom 15. Juli 2009:

Welpen und Welpenkauf



Die Beiträge von:
September 2008 bis HEUTE

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Archiv Mai 2005 - August 2008 :


Dienstag, Juli 22, 2008

Heute ein Appell von Gastbloggerin Anke Teloudis :

Keine Händlerwelpen kaufen !


Ein knautschiges kleines Gesichtchen - ein Körperchen: knuffig - vielversprechend kräftig - ein Blick, der mitten ins Herz trifft - eine Idee, wie das Leben mit diesem kleinen Wesen sein könnte - eine Umgebung, die schreit: lass dieses kleine Leben nicht hier verkommen....

Ein Taschentuch, das viel zu schnell nass ist! Ein Herz, das sagt: komm mit mir, ich schütze Dich, will Dich lieben und alles für Dich tun !!! Und... ein Verstand, der sagt "Du leistest Beihilfe" ... Wenn Du nur eines dieser Kleinen hier rausholst, werden drei nachrücken... wird wieder eine Hündin gedeckt, mit Glück selbst gebären oder ihre Kleinen zum drittem, vierten Mal aus dem Leib geschnitten bekommen.... Bis ihre Kräfte erschöpft sind, und sie...?

NEIN, SCHLUSS ...., das will doch keiner hören oder lesen !
Hey, wir wollen doch einen kleinen Welpen glücklich spielen und aufwachsen sehen ! Lasst die Schwarzmalerei !?

N E I N !!!

Ich, Anke Teloudis, der Vorstand und hoffentlich auch alle Mitglieder des VdFEB können dazu nur NEIN sagen.
Wie könnten wir unseren Hunden in die Augen sehen, sie herzen und lieben, Treffen planen und die Spiele für sie - während wir hinnehmen, dass ihre entfernten Verwandten (vielleicht Cousins und Cousinen) leiden - weil: "das ist nun mal so" ????? NEIN !!!

Ich bitte Euch, die Leser dieses Blogs, seht Euch auf dieser Seite mal um : "Hinsehen statt Wegschauen". Stellt Euch vor, es wäre Eure Hündin, Euer Rüde - Euer geliebtes Hundekind...

Mit der Betreiberin dieser Seiten, Frau Kathrin Hansen, halte ich Kontakt und sie berichtete speziell über unsere Englischen Bulldogs :

"Englische Bulldogs sind leider sehr beliebt, und man findet sie in vielen Hundeläden. Sie sehen als Welpen so "knuffig" aus, passen einfach zu gut ins Baby-Schema mit ihren dicken Beinen und dem kräftigen Körper - leider!

Vielleicht haben Sie ja auch den Aufklärungsfilm, den ich mit dem ETN gedreht habe, gesehen? Sie finden diese 30-minütige Reportage (welche man sich kostenlos runterladen kann), auf meiner Projektseite, dort unter Reportage "Der Hund als Ware"...

Wir haben in einem schrecklichen Laden zwei Bulldoggen gefilmt, die ihre Wachstumszeit in diesen Glasboxen verbracht haben... die Knochendeformierungen waren mehr als deutlich zu sehen, die Hunde nicht in der Lage, überhaupt zu laufen - von den seelischen Folgen ganz abgesehen."

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Ich appelliere an Euch Bulldogger, an Euer Herz, Euer Gewissen ..... Eure Menschlichkeit

Nennt die Dinge beim Namen .... erzählt im Freundes- und Bekanntenkreis von diesen Bildern und Schicksalen. Verdammt, - ja ich meine es so! - verdammt diese Art von Handel, von Gier, von Macht,...
von Menschen, die "billig" und schnell an einen Rassehund kommen wollen.

Und - ich weiss, jetzt kommt das Schwerste: wenn Ihr so ein Elend seht - seid stark, weint, schreit , tobt, von mir aus prügelt auch - aber: Bitte - kauft nicht! Ihr schafft nur Platz für den Nächsten... Eure Anke Teloudis - gerade mal wieder mit Tränen der Wut....


Donnerstag, Juli 10, 2008

Welch süßer Welpe!!


Rafaela Schudas Fotos ihres kleinen Honky Tonk Hero begeistern mich. Über diese Fotos konnte ich sein Wachstum und seine Entwicklung wunderbar mitverfolgen.

Hier nun ein paar besonders schöne Fotos, die sich um das Wichtigste für einen Welpen drehen : FUTTER ;-)

Erste Ausflüge in die große weite Welt :-)


Montag, Mai 19, 2008

Hinweise zum Kaufvertrag eines Welpen


Wir fanden im Internet eine hervorragend verständlich geschriebene Seite zur Rechtslage beim Kauf eines Welpen. Der Herausgeben ist die Kanzelei Hecker.

Zwei rechtliche Kernpunkte aus Haltersicht

Aus Haltersicht ist bedeutsam, dass Werbe-Angaben in Verkäufer-Announcen über die Welpen - wie z.B. "gesund" oder "kinderlieb" - zu zweifelsfreier Haftungspflicht des Verkäufers führen, wenn diese Angaben nicht uneingeschränkt erfüllt sein sollten.

Ebenso bedeutsam aus Haltersicht ist, dass die 2jährige, gesetzliche Haftung des Verkäufers bei "Mängeln" (Krankheiten usw.) nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden kann.
Wenn solch ein Haftungs-Ausschluß im Kaufvertrag vereinbart sein sollte, ist er rechtsunwirksam, wenn der verkaufende Züchter als "Unternehmer im Sinne des § 14 BGB einzustufen ist."

Dazu ein Zitat aus der Seite der Kanzelei Hecker:

"Zuerst sei hier angemerkt, dass es bei der Beurteilung, ob es sich um einen Hobbyzüchter oder einen Unternehmer handelt, allein auf die Bewertung nach § 14 BGB ankommt. Einordnungen nach dem VDH oder steuerliche/gewerberechtliche Erwägungen oder des Tierschutzgesetzes stehen hier außen vor.

Als Unternehmer nach § 14 BGB gilt grundsätzlich jede natürliche oder juristische Person, die am Markt planmäßig und dauerhaft Leistungen gegen Entgelt anbietet. Dabei muss noch nicht einmal eine Gewinnerzielungsabsicht vorhanden sein. Die Gewinnerzielungsabsicht wird vermutet, wenn entgeltliche Geschäfte vorgenommen werden. Nach dieser weitreichenden Definition dürfte jeder Hundezüchter, der regelmäßig züchtet, als Unternehmer einzustufen sein."

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Die rechtliche Stellung des "Verbrauchers", (in diesem Fall des Welpenkäufers), ist gegenüber der Stellung des "Produzenten", (in diesem Fall des Züchters), seit 2002 deutlich gestärkt!


Freitag, März 28, 2008

Wolfsväter - Bulldogväter


Wunderschöne Fotos von Bulldog-Mamas mit ihren Welpen gibt es reichlich - aber kaum welche von Bulldog-Papas beim Erziehungsspiel mit ihren Welpen. Das holen wir heute einmal nach.

Bei den Wölfen kommen die Welpen erstmals mit circa 5 Wochen aus ihrer Wurfhöhle heraus und können dann Erfahrungen mit dem Leitwolf und anderen Rudelmitgliedern machen.

Bei den Hunden ist es ähnlich: nur gibt es eine Wurfkiste statt einer Wurfhöhle. Aber die Mutterhündin läßt (in aller Regel) auch erst andere Hunde in die Nähe ihrer Welpen, wenn diese circa 5 Wochen alt sind und entwöhnt werden.

Wie bei Eric Zimen und anderen Wolfsexperten nachzulesen ist, spielt der Leitwolf (der in aller Regel der Vater ist) mit den Welpen und sorgt dafür, daß diese sich nicht weit von der Wurfhöhle entfernen - ja mit einer Kopfbewegung weist er die Welpen am Ende der "Spielstunde" oft an, wieder in die Sicherheit ihrer Wurfhöhle zu krabbeln.

Wieder ist es bei Hunden ähnlich: Rafaela Schuda erzählt, daß Vater Beebob hingebungsvoll mit seinen Welpen spielt und ihnen den Gebrauch von Spielzeug beibringt; Mutter Wilma erlaubt ihm das großzügig :-) ab der 4./5. Woche.

Beebob gestattet (wie ein Wolf) den Welpen nicht, weit in den Garten wegzulaufen; er beschäftigt sie in der Nähe des Hauses, zur Not rollt er sie wie einen Ball zurück zum Gehege. Schafft er es nicht alleine die gesamte Rassebande in Hausnähe zu halten, dann bellt er tief und sehr speziell Mutter Wilma zur Hilfe herbei.

Erzieherische, autoritäre Maßnahmen zum Gehorsam-Erlernen unternimmt nur Mutter Wilma, Vater Beebob hält sich da zurück. Für das Einüben der später nötigen, Aggression regulierenden Rangordnungs-Disziplin ist es noch zu früh in diesem zarten Alter :-). Das erledigen beide Eltern, bzgw. das Wolfs- oder Menschenrudel, später.

Bei den Wölfen ist nicht jedes Rudelmitglied an Welpenspielen interessiert, da gibt es ganz individuelle Vorlieben oder eben auch nicht. Bei Hunden ist auch das ähnlich:

Rafaela warnt, daß manche Rüden sich durch Welpen nur belästigt fühlen und dann durchaus für die Welpen gefährlich werden können. Ein "Welpenschutzprogramm" ist nicht in jedem Rüden instinktiv angelegt...

Beebob (von Rafaela Schuda), Ozzy (von Marion Jackson) und Fero (von Stefan Köhn) sind jedenfalls liebevolle, geduldige Väter, wie die Fotos zeigen.


Montag, Dezember 31, 2007

Gedanken (und eine Info) zum Tierschutz


Was änderte sich im Tierschutz ?

Wenn wir auf 2007 zurückblicken, so war dies kein schlechtes Jahr für Hunde, zumindest in Österreich. Dort wurde das Tierschutzgesetz verschärft : in Österreich ist es ab 2008 verboten, im "öffentlichen Raum", also auch im Internet, mit Hunden zu handeln. Österreich ist hier ein gutes Vorbild, das hoffentlich in anderen Ländern Schule machen wird.

Unter meist qualvollen Bedingungen werden Welpen als Massenware produziert, ...
In Mitteleuropa hat sich eine ganze Szene etabliert, die gewerbsmäßig Hundehandel betreibt. Unter meist qualvollen Bedingungen werden Welpen massenhaft produziert, um dann über oft tausende Kilometer transportiert und dann in Deutschland vermarktet zu werden. Die Abnehmer können hiesige Hundehändler sein, aber uns wurde auch berichtet, dass unseriöse Züchter mit solchen Welpen oft ihre Würfe preisgünstig "vergrößern". Über Kleinanzeigen mit Handynummern kann man dann sein vermeintliches Schnäppchen, eben einen oft kranken Bulldog, erwerben.

Ich kenne Menschen, die so ihren Bulldog einkauften. Meistens waren diese Leute nur naiv und uninformiert über die betrügerischen Tricks dieses "Gewerbes". Daß hinter diesen Händlern oft Tierquälerei und Ausbeutung der Muttertiere steht, das war ihnen nicht klar. Aufklärung, Aufklärung, das ist im Grunde die Hauptaufgabe auch dieses Blogs.


Es gibt nicht nur "Qualzucht" - es gibt auch "Qualhaltung"

Es gibt aber auch Welpenkäufer, die nicht naiv oder leichtgläubig sind, sondern die einfach für wenig Geld einen Statushund wollen, und die deshalb beim "Schmuddelhändler" kaufen.

Persönlichkeitskrücke Statushund
Solche Menschen kenne ich auch. Es ist ihnen gleichgültig, ob ihr Hund viel oder wenig Bewegung, ob er viel oder wenig Aufmerksamkeit braucht. Sie versuchen nur ihre Bedürfnisse nach Anerkennung über einen "wertvollen" Besitz zu befriedigen : so soll ihnen z.B. ein Bulldog oder ein teures Auto als Persönlichkeits-Krücke dienen. Ist es ein Auto, dann ist das für diesen schmerzfrei. Ist es aber ein Bulldog oder ein anderer "wertvoller" Hund, dann ist die Haltung bei Menschen mit solchen Persönlichkeits-Schwächen oft grenzwertig zur Tierquälerei!

Für 2008 wünschen wir allen Bulldoggen und allen Bulldoggern Gutes und Freude!


Sonntag, Dezember 9, 2007

Heute antwortet Gastblogger(in Elsa) Emmanuel Müller

Ball ist nicht gleich Ball


7. Dezember: Liebe Lollo, mit besonderer Freude habe ich heute morgen deinen Beitrag im Bulldog-Blog gelesen. Ständig wird sich ja in Menschenkreisen darüber beschwert, dass wir Bullis so starrköpfig sind. Von den wahren Hintergründen dieser voreiligen und völlig unkorrekten Behauptung redet aber keiner.

Ich danke dir, dass du den Mut hattest gerade jetzt - wo die Menschen sich ja in Frage stellen sollen, über sich und ihre Handlungen nachdenken und gute Vorsätze fassen usw. - uns Leser auf eine Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen.

Es ist natürlich die Rede von der menschlichen Unkonsequenz gegenüber uns treuen Geschöpfen.

Wie oft haben sie uns hoffnungsvoll angegrinzt und einen bunten, quietschenden Ball in der ausgestreckten Hand gehalten ? Wie oft sind wir aus schönen Träumen plötzlich aufgeweckt worden, damit sie uns diesen Ball zeigen konnten, den sie dann dummerweise weg geworfen haben, und den wir dann, noch ganz schläfrig, für Frauchen oder Herrchen zurückholen mussten ? Natürlich haben wir die Lektion verstanden.

Wenn die dann aber eines Tages auf die schier wahnsinnige Idee kommen, sich einen kleinen Tannenbaum ins Haus zu holen, und dem dann auch noch zahlreiche solcher Bälle an die Äste hängen, darf man nicht mehr zeigen was man gelernt hat ? Dabei ist das doch pure Verschwendung. Haben die denn nicht verstanden, dass Bäume nicht spielen ? Bald werden die noch Steine auffordern ihnen hinterher zu rollen.

Also, mir hat ja mal ein alter Bulldog erzählt, er habe Menschen gesehen, die Hühnereier in einer Wiese versteckt haben, um später ihren eignen Kindern glaubhaft versichern zu können ein Hase (!) hätte die gebracht.
Naja, man muss auf alles gefasst sein. Deine Elsa


Mail an Cornelia: ... Ich weiss nicht, dieser Hund (Elsa) inspiriert mich ständig zu Kommentaren über alles und jeden. Das kommt womöglich davon, dass ein Bulldog-Blick nie "leer" scheint...




Stichwort "Kamerun" : Vorsicht Betrüger !


Abends am 8.12.07:
In dieser Woche erschien in der Internetseite des "Hamburger Abendblattes" eine Anzeige, in der unter dem Namen von Rafaela Schudas hervorragender Familienzucht Englischer Bulldogs - vom Georgshof - versucht wird, an Geld zu kommen. Sogar der genaue Text wurde von ihrer Web-Seite übernommen. Diese Anzeige kommt mit höchster Wahrscheinlichkeit von betrügerischen Trittbrettfahrern (oder Neidern?) der guten züchterischen Leistungen von Rafaela.

In Anbetracht des Preises von 300 Euro pro Welpe gehe ich davon aus, dass es sich hier um Händlerhunde aus Polen oder Rußland handelt. Also nicht darauf hereinfallen!
Auch in der Hundehändler-Szene gilt, was Elsa oben sagt: "Man muß auf alles gefaßt sein!"

Morgens am 9.12.07
Eine Freundin von Rafaela antwortete auf diese Anzeige im "Abendblatt" und erhielt die Antwort, die Bulldogs kämen aus Kamerun .... Diese 'Tierfreund-Antwort' ist einfach ekelhaft verlogen, wenn man weiß (siehe unten), dass es schlichte Bauernfängerei ist!

Stu googelte die Absenderadresse dieser Antwort und wurde fündig! Die englische Seite fraudwatchers (Betrugs-Wächter) nennt u.A. diese email-Adresse als Betrügern zugehörig, die weltweit Hunde aller Rassen aus Kamerun anbieten. Dort ist (danke!) auch eine Liste weiterer Betrüger-Emailadressen und Webseiten aufgeführt!
Wenn die Leute gezahlt haben, gibt es keinen Hund und auch sonst nichts mehr davon zu hören. Hätte man seine Kreditkarten-Nummer angegeben, kann man sich vorstellen, was dann geschehen wäre...

Betrugsopfer und auch ein Bulldog-Züchter, von dessen Webseite Welpenfotos gestohlen wurden, beschreiben auf dieser Seite ihren Ärger mit diesen Betrügern!
Ein Tipp für Welpensucher : Speichern Sie sich diese "Fraudwatchers"-Webadresse!



Donnerstag, November 29, 2007

Wie sich ein Bulldog-Kopf entwickeln sollte


Kosmos Portraits aus seiner Welpenzeit erscheinen ab diesem Monat anzahlmäßig reduziert in der grauen Spalte rechts, einfach weil es zu viele Bilder wurden. Deshalb hier jetzt noch einmal diese Gesamtübersicht der bisherigen Entwicklungsphasen seines schönen Kopfes :-)

Hinweise für den Welpenkäufer

1.) Die Kopfgröße

Der Bulldogkopf ist groß, größer als der Kopf anderer mittelgroßer Rassen. Der Bulldog-Welpenkopf sollte aber nicht von Anfang an sehr groß sein, sondern sich langsam auswachsen : das heißt ein Rüdenkopf kann bis zu 2 1/2 Jahren zur vollen Ausprägung brauchen. Hier ein Beispiel eines guten Bulldogkopfes. Großköpfigere Zuchtlinien sollten gemieden werden. Die Gründe :

  • Der Bulldog-Schädel ist zwar groß, das Gehirn darin ist aber nicht größer als bei Hunden vergleichbarer anderer Rassen. Der Rest ist Hirnwasser (Liquor).
  • Gehirnschäden durch zu viel Hirnwasser
  • Der Bulldogkopf hat wegen des Größenverhältnisses von Schädel zu Gehirn große Räume für das das Gehirn "polsternde" Hirnwasser. Daraus abzuleiten (wie es manche Züchter tun), dass sowieso jeder Bulldogkopf ein Wasserkopf sei, ist natürlich medizinischer Unsinn. Von einem Wasserkopf wird nur dann gesprochen, wenn mehr Hirnwasser produziert als resorbiert wird, wenn also im Schädel ein das Gehirn schädigender Druck besteht. Die Liquor-Produktion muß der Liquor-Resorption entsprechen. Diese Balance kann durch unterschiedliche Gründe gestört sein, z.B. manchmal durch einen schon riesigen Welpenkopf. Dann beeinträchtigt der Druck auf das noch unentwickelnde Gehirn dessen Entwicklung.
  • Defizite im Instinktbereich
  • Die Schäden durch den möglichen Druck von zu viel Liquor aufs Gehirn ausgesprochener "Großkopfwelpen" müssen nicht immer sehr auffallend sein. Sie können sich auch so äußern : die Welpen entwickeln sich zu etwas dümmeren, uninteressierteren Bulldogs oder zeigen Defizite im Instinktbereich wie dem Unvermögen zu Decken, oder sie haben Sauberkeitsprobleme und andere Verhaltens-Behinderungen. Außerdem ist in diesen Fällen meist auch die Adaptive Intelligenz, das Lernvermögen, beeinträchtigt.
  • Extreme Großköpfigkeit, also ein Riesenschädel, geht oft mit einem Teilverlust der gesunden Proportionen einher:

    zu enge Gehörgänge
  • Zu ausgeprägtes Schädelwachstum bewirkt häufig sehr enge - bis zu enge - Gehörgänge, die dann später wegen chronischer Entzündungen operativ vergrößert werden müssen.
  • zu große Augenhöhlen
  • Und dies gesteigerte Schädelwachstum bedingt oft auch Fehl-Proportionen bei den Augenhöhlen, die dann der Größe des Augapfels nicht mehr angemessen sind. Die Folge können z.B. Nickhautprobleme sowie das sogenannte "Cherry-Eye" sein.

2.) Die Nase:

Der Naserücken sollte kurz, aber nicht extrem kurz sein! Außerdem ist eine übergroße Nasenfalte von Übel.

die Atmung behindert
  • Schon bei neugeborenen Welpen sieht man Unterschiede bei der Nasenlänge, allerdings im mm-Bereich. Eine extrem kurze (überzüchtete) Bulldognase ist einer der Faktoren, die die Atmung behindert. Kommt ein sehr kurzer Hals hinzu, dann kann es kritisch werden. Mehr über die Atmungsbehinderung speziell im Nasenbereich kann nachgelesen werden im BB-Beitrag des Medizinischen Beirats des "VdFEB (1980-2009)", Peter Söhl, vom 3. Oktober 06.
  • Herd für chronische, oft juckende ...
  • Eine doppelte, feine Nasenfalte ist rasse-korrekt und gilt als schön, die übergroße Einzelnasenfalte dagegen ist unerwünscht und oft problematisch. Solch eine übergroße Nasenfalte ist meist schon beim Welpen erkennbar. Beim erwachsenen Bulldog reicht sie bis an den vorderen Nasenrand, drückt somit auf die Nasengänge und belastet die ohnehin oft kritische Atmungsfähigkeit zusätzlich. Sie ist zudem ein potentieller Herd für chronische, oft juckende und eiternde Entzündungen unterschiedlichster Genese. Häufig muß sie beim ausgewachsenen Bulldog operativ entfernt werden.

3.) Der Unterkiefer

Der Unterkiefer des Bullgogs soll hochgewölbt und die unteren Schneidezähne wie mit dem Lineal gezogen in einer Reihe stehen, so wie beim Wolf.

untertypisierter Ausdruck
  • Manche Bulldogs haben einen nach vorne zugespitzten Unterkiefer, was man an einem halbkreisförmigem Stand der unteren Schneidezähne erkennt. Das spielt aus Gesundheitssicht zwar keine Rolle, ist aber ein Schönheitsmangel : solch ein unerwünschter Unterkiefer verstärkt, wenn es sich insgesamt um einen Bulldog mit schmalerem Kopf und Körper handelt, den untertypisierten Ausdruck. Diese im Sinne des Standards unkorrekte Kieferausprägung zeigt sich schon ansatzweise bei den Milchzähnen.
  • die Elterntiere ansehen
  • Ob der Unterkiefer gerade bleibt oder sich schief entwickelt, das ist dem Welpen in aller Regel noch nicht anzusehen, da dies typischerweise erst mit dem Wachstum der 2. Zähne geschieht. Solch ein schiefer Unterkiefer ist aber vererblich; auch deshalb sollte man sich als Welpenkäufer die Elterntiere ansehen.

4.) Die Kopfform insgesamt

Der Welpen-Bulldogschädel sollte länglich sein und noch nicht so quadratisch, wie der ausgewachsene Bulldogschädel.

nicht kompetent in Geburtshilfe
  • Ein länglicher Schädel des Bulldogwelpen macht seine natürliche Geburt möglich (sofern die Mutterhündin kein unnatürlich enges Becken hat). Leider ist dies vielen Züchtern gleichgültig : sie sind oft nicht kompetent genug, um Geburtshilfe leisten zu können, und so befürchten sie, einen "geldwerten" Welpen durch die eigenen Inkompetenz oder durch Schicksal zu verlieren. Da ist es einfacher gleich einen Kaiserschnitt zu planen - der Kunde zahlt dann eben mehr...
  • widernatürliche Qualzucht
  • Es gibt tatsächlich Züchter, die ihre Kaiserschnitte dumm-dreist so rechtfertigen : "es ist Tierquälerei, beim Bulldog KEINEN Kaiserschnitt zu machen." Diese Züchter geben damit zu, dass IHRE PERSÖNLICHE Zucht eine widernatürliche Qualzucht ist....
    Diesem Mißbrauch von Hündinnen, denen riesenköpfige Welpen angetan werden (oder deren enges Becken sie von vornherein gebärunfähig macht), wird in Österreich z.Z. ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben. Deutschland dürfte früher oder später - im Rahmen der EU-Konvention über die Qualzucht - mit dieser und/oder ähnlichen Regelungen folgen.
    Unter "Neuigkeiten" (November) der Seiten des VdFEB sind die in Österreich gerade verschärften Gesetze gegen die Qualzucht zusammengefaßt. Züchtern von Bulldoggen und ähnlich belasteten Rassen ist eine Anpassungszeit von 10 Jahren gewährt.
  • Kopfform der Eltern und Großeltern
  • Ob sich der Welpenschädel zum guten, ziegelsteinförmigen Bulldogkopf entwickeln wird, das kann man nur aus der Kopfform seiner Eltern und Großeltern ableiten. Also nicht "blind" entscheiden :-)


Diese Welpen konnten natürlich geboren werden :-)

Friedas Züchterin Dianne Benham (USA) behält nur Hündinnen, die nach menschlichem Ermessen natürlich werfen können. Hier ein Foto natürlich geborenen Geschwister von Frieda. Ach ja, ihre prächtige Cousine Berta darf ich hier natürlich nicht vergessen :-)

Zum Foto links noch ein besonders schönes Foto von Mutter Wilma mit Tochter Fajita :-) aus dem F-Wurf von Rafaela Schudas Zucht vom Georgshof.

Und ein besonders schönes Foto aus dem G-Wurf vom Georgshof, auf dem man Vater Beebob mit Sohn Egon sieht. Auch dieser Wurf kam ohne Kaiserschnitt zur Welt! Beebobs Kopf ist ein guter, ziegelsteinförmiger Standard-Rüdenkopf, sein Sohn hat den noch etwas länglichen Welpenkopf. Wie schön - im Sinne des Standards - Egons Kopf geworden ist, das können wir HIER sehen :-)

Und dass diese Welpen viel Verstand in ihren Köpfen haben, das erzählen die Geschichten, die ihre begeisterten Besitzer über sie für diesen Bulldog-Blog schreiben :-)



Donnerstag, Oktober 14, 2007

Käthchen - oder manche Träume erfüllen sich :-)


Rafaela Schuda, die Züchterin vom Georgshof, hatte sich schon in Käthchen verliebt, als diese erst ein paar Tage alt war : Rafaela sah ihr Bild am Muttertag im Blog (siehe Beitrag 13. Mai 2007) und wußte tief im Herzen: "Das ist Meine :-))"

Solche Liebe auf den ersten Blick ist selten - und so geduldig wie beharrlich. Es dauerte lange, bis Birgit Braum, die Käthchen (Mutter: Frieda, Vater: James) gezüchtet hat, dem Bitten und Drängen Rafaelas nachgab. Jetzt ist Käthchen bei Rafaela, westlich von Berlin.

Rafaelas Liebe zu Käthchen beruht auf Gegenseitigkeit : Käthchen ist aufgeblüht, da sie nun IHREN Menschen hat, denn Rafaelas Rudel ist klein, sie hat nie mehr als 4 bis 5 Bulldogs im Haus, und keine weiteren zusätzlich außerhalb des Wohnhauses.

Käthchen ist sehr stark auf Menschen bezogen, und IHRE Menschen hat sie nun bekommen :-) Auch Papa Bernd liebt Käthchen sehr :-)

Rafaela verwöhnt ihr "Traum-Käthchen" mit riesengroßer Liebe - vergleichbar - natürlich nur so in etwa - mit diesem Superleckerli ! Und Käthchen läßt Rafaela aus Angst, sie und ihre Liebe wieder zu verlieren, kaum aus den Augen und heult wie ein Wolf, wenn Rafaela rausgeht.

Rafaela schmust und herzt sie aus lauter Glück, sie zu haben, auch wirklich viel. - Wie ein Wolf heult Käthchen übrigens auch, wenn sie raus muß zum Pippi machen :-)) Ihre Geschwister Chilli und Kosmo brummen dagegen in den verschiedensten Tonlagen, so wie kleine Bären :-)


Käthchen im Glück - bei Rafaela

Rafaela und Käthchen, das ist eine erstaunliche Liebesgeschichte, die ihr Happy End fand, als Käthchen 5 Monate alt war. Auch ich bin glücklich darüber :-) Und noch einmal Dank an Birgit Braum, dass sie dieser Liebe nachgab und Käthchen hergab.


Käthchen im Glück - bei Rafaela´s Nachbarinnen

Rafaelas ganze Nachbarschaft ist bezaubert von der Kleinen. Das liegt wohl auch daran, dass sie zu jedem so liebenswürdig ist, einfach weil sie Menschen sehr liebt - und braucht. "Sie hat Charisma", sagt Rafaela, "das ist ihr Geheimnis."


Käthchen im Glück - bei Rudelfreund Beebob

Beebob ist in Käthchen verliebt! Bei der 1. Begegnung der Beiden wieß sie ihn in seine Schranken: "Überfallen unerwünscht!" Das akzepierte er sofort und brachte ihr galant einen Kong als Begrüßungsgeschenk :-) Die Beiden sind ein herrliches Paar, und ich bin gespannt auf die zukünftigen Babys von ihnen.


Käthchen im Glück - bei Rudelchefin Wilma

Rafaela erzählte mir am Telefon, dass die 1. Begegnung zwischen der "Hausherrin Wilma" und Käthchen zeigte, wie intelligent und sozial angepaßt Käthchen ist. Nach ganz kurzem Bürstezeigen auf beiden Seiten habe sich Käthchen untergeordnet und somit waren alle zufrieden!


Noch etwas zum Namen Käthchen:

Es gab ein wunderschönes und hochprämiertes "Käthchen" in den 70er Jahren. Sie war die Tochter von Anka, der ebenfalls hoch prämierten Zuchthündin von Doris Ehrenstein. HIER ein Foto von diesem früheren Käthchen, seiner Mutter Anka und seiner Großmutter Pearl. (Das Foto stammt aus dem Jahrbuch 77/78, welches ich damals für den ACEB herausgab.) Alle 3 Hündinnen konnten natürlich gebären und wurden weit über 10 Jahre alt. Dieses Käthchen war der Liebling aller. Sie war mein Vorbild bei der Namensgebung für (Friedas und James´ Tochter) Käthchen, welches nun glücklich bei der es so sehr liebenden Rafaela lebt :-)


Dienstag, September 18, 2007

Heute spricht Gastbloggerin Jutta Nolte

Hundehandel, Bestellung per Internet!


Mit zu den schmutzigsten Geschäften gehört der Handel mit Hunden im großen Stil, mit Tieren jeglicher Art überhaupt.

Gemeint sind hiermit nicht seriöse Züchter (es gibt sie wirklich noch), sondern jene Hundevermehrer, die unter unvorstellbaren hygienischen Verhältnissen auf Teufel komm raus Welpen wie am Fließband in heruntergekommenen ausgedienten Kuh- oder Schweineställen auf Bestellung produzieren; sowie Hundehändler, die alles aus diesen sogenannten Züchtungen, was sich gerade gut verkaufen läßt, hauptsächlich aus dem osteuropäischen Ausland, aufkaufen.

... jedes Mittel recht!
Der "Modetrend Hund" ist zu einem einträglichen Geschäft geworden. Um an das schnelle Geld zu kommen ist diesen "Menschen" jedes Mittel recht. Wer versucht gegen diese Mißstände vorzugehen, sie öffentlich zu machen, der muss mit schlimmen Folgen rechnen. Wie man hört ist diese Palette groß und unerschöpflich. Von Anschlägen auf Häuser und Personen bis hin zu Morddrohungen ist alles vertreten.

Anzeigen werden diese Hundehandel-Mafia nicht von ihren gewalttätigen, kriminellen Methoden abhalten! Diese Täter tauchen einfach immer wieder ab.

Schuld an all dem großen Tierelend ist mal wieder der Mensch! Der Mensch unter uns, der ohne viel nachzudenken ein Tier für wenig Geld, ja fast zum Nulltarif, dafür aber mit "1 A Papieren" haben möchte. Der Mensch, der jedem nach außen hin zeigen muß, was er sich leisten kann...


"Geiz ist geil", aber nicht immer billig!

... schwerkrankes Tier eingehandelt ...
Dass man im Osteuropäischen Ausland an jeder Ecke für ein paar Euro die Papiere bekommt, die dem "Dummen Käufer" samt Hund mitgeliefert werden, darüber macht sich keiner Gedanken. Oft entwickelt sich das "Schnäppchen" als Faß ohne Boden, nämlich dann wenn man merkt, dass man sich ein schwerkrankes Tier eingehandelt hat, dessen Tierarztkosten den Welpenpreis eines verantwortungsvollen Züchters um ein vielfaches übersteigen, hinzu kommt das Bangen um das Leben des Tieres. (Siehe z.B. den Beitrag unten über die Demodikose.)


"Geiz ist geil", und oft auch dumm!

Als nichts mehr ging dann ins Tierheim ...
Mir selbst ist ein Fall bekannt, wo vor Jahren ein bestellter Welpe von Belgien in eine süddeutsche Großstadt per Fracht geschickt wurde. Unvorstellbar, aber dem Tierheim lag später bei der Abgabe des Hundes der Frachtbrief vor. Also verpackt wie eine Ware, in einer Kiste mutterseelen allein verschickt ging der kleine Kerl auf Reisen. Dieser Hund war dann schwer verhaltensgestört. Wurde von seinen Besitzern, weil sie nicht mit ihm fertig wurden, auf dem Balkon gehalten. Als nichts mehr ging dann ins Tierheim abgeschoben. Mehrere Vermittlungsversuche schlugen fehl.

... die dem "Dummen Käufer" samt Hund ...
Mitte März diesen Jahres wurde Dank eines aufmerksamen Menschen ein illegaler Hundehandel vorerst von der herbei gerufenen Polizei gestoppt. Man hatte beobachtet wie ein rumänisches "Züchterpaar" an einer Raststätte Bulldog-Welpen verkaufte. (Ein Handel, der per Internet zu Stande gekommen war) Im Kofferraum eines Kleinwagens (Seat Marbella) befanden sich 13 Welpen. Auf Grund Ihres Alters (unter acht Wochen) natürlich nicht geimpft. Dafür aber mit "besten" (gefälschten) Papieren ausgestattet. Der Preis 195 Euro pro Stück.

Übrigens kaufen auch manche "Züchter" solche Welpen auf, und verkaufen sie dann an den "Dummen Kunden" zum "preisgünstigen Züchterpreis" von 1000 bis 1500 Euro weiter. Der normale Züchterpreis liegt bei 1500-2000 Euro.

... naive oder verantwortungslose zukünftige Hundehalter ...
Die Tatsache, dass die Welpen bekanntermaßen nach nur wenigen Wochen von Mutter und Geschwistern getrennt wurden läßt auch darauf schließen, um welch naive oder verantwortungslose zukünftige Hundehalter es sich hier handeln würde : denn dass diese zu frühe Trennung später negative Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Tiere haben wird, das schien niemand wirklich zu interressieren.

Solange es einen Markt für diesen tierquälerischen "Geiz ist geil"-Hundehandel gibt, solange wird dieses Elend so weitergehen!

Soviel zum günstigen Kauf per Internet!
Vorerst wurden die Tiere in amtliche Verwahrung genommen und im hiesigem Tierheim unter Quarantäne gestellt. Es stellte sich heraus, dass in der Heimatregion der Welpen im Jahre 2005 insgesamt 27 Fälle von Tollwut registriert wurden. Sämtliche Hunde waren von Kopf bis Fuß total verwurmt. Der rumänische Tierarzt hatte dem Transport und der Abgabe der Tiere zugestimmt. Soviel zum günstigen Kauf per Internet!

"Geiz ist geil", und oft gewissenlos!

Tiernothilfen oder Tierheime sind gegenüber diesen "Geiz-Hundekäufern" immer noch die bessere Alternative für den Hund, denn von dort können sie von tatsächlichen Hunde-Freunden übernommen werden.

Als absolute Rottweilerfans kamen wir über eine Tierheim-Nothilfe Mitte der 90ger Jahre zu unserem ersten über alles geliebten Englischen Bulldog 'Gismo'.

Viele liebe Grüße, Jutta, Emma-Bella-Lola und der Rest vom Rudel


Anmerkung: Vor drei Tagen griff auch die "BILD" dieses Thema warnend auf: Elend durch die furchtbare Hundehändlermafia.

Tel.: 0561 516473


Sonntag, Mai 13, 2007

Heute ist Muttertag, Friedas Muttertag :-)


Friedas Welpen wurden im April geboren : 2 Rüden und 4 Hündinnen. Sie sehen sich alle ähnlich mit ihrer weißen "Flamme" in schwarzer Maske. Drei sind uni-löwenfarbig wie Vater James, und drei sind tigerfarbig gestromt wie Frieda. Wunderschön :-)))

Diese Welpen sind eine "Auskreuzung", d.h. zwei völlig fremde Zuchtlinien wurden gekreuzt. Frieda (Goomba) aus einer US-Zucht und James aus der alten Floral Garden -Linie. (Die Namen der Welpen sind aus der Athabasken-Sprache Alaskas, da ich es Doris Ehrenstein aus Alaska verdanke, daß ich Frieda kaufen und importieren konnte.) Es ist erstaunlich, wie gut diese zwei Zuchtlinien zueinander passen : es gibt keinen Welpen, der mit irgendeinem Merkmal aus der Reihe fiele. Alle 6 sind sich überaus ähnlich.
Wer sich mehr für die unterschiedlichen Zuchtmethoden interessiert, der kann daüber nachlesen im BB-Beitrag "Kleiner Ausflug in die Kunst des Züchtens" vom 6. April 2006.

Frieda ist eine vollendete Mutter, eine Traum-Zuchthündin, sagt Birgit Braum von Floral Garden. Und die muß es nach über 30jähriger Zuchterfahrung wissen!

Frieda verbringt die ersten 8 Wochen ihrer Welpen mit diesen bei Birgit (Zuchtmiete). Ich selbst war und bin nahezu Dauergast bei Birgit : einmal um bei Frieda zu sein, und zum anderen, weil es eine ungeheuer spannende Sache ist, wie sich die Welpen entwickeln.

Die 6 Babys von Frieda sind so lieb, ich kann es gar nicht sagen. Völlig ausgeglichen, jammern oder schreien nie, schmusen und spielen miteinander, mit Frieda und mit meiner Hand, wenn ich dort bin. Sie geben "Pfötchen", wenn sie Aufmerksamkeit wollen. (Pfotenarbeit ist ein Markenzeichen von Frieda :-).

Am 12. Tag konnten alle 6 Welpen schon auf ihren Hinterbeinchen stehen, um an die obere Zitzenreihe von Frieda heranzukommen; und mit 3 Wochen liefen alle 6 herum und begannen die Welt zu erkunden ;-)


Kleine Eigenheiten kann man schon sehr früh feststellen.

Keiner von Friedas und James´ Welpen ist "hyper" (hyperaktiv), alle haben ein ganz ausgeglichenes Wesen. Das werden sie auch ihr Leben lang behalten.

Ich konnte bei aller grundsätzlicher Verhaltensähnlichkeit der Welpen aber auch schon früh individuelle Eigenarten und kleine Unterschiede in ihrem jeweiligen Temperament beobachten.

In jedem dieser sechs Winzlinge sind schon die eigene Persönlichkeit und wahrscheinliche Vorlieben erahnbar!


Eindrücke aus der 2. und 3. Lebenswoche der Kleinen :

Frieda war bis Mitte der 3. Woche noch vorzugsweise die Milchbar. Ab dann begannen die Kleinen die ganze Frieda zu beschnuppern und ihre Ohren, Lefzen und Pfoten zu endecken und spielerisch zu lieben :-) - und menschliche Hände und Haare auch :-)

Unser Kenai Kosmo kam am 12. Tag zu mir angerobbt und steckte seinen Kopf in meinen Ausschnitt - rülpste und schlief ein. Keine Frage also, welcher der beiden Rüden unserer ist :-)) Kosmo ist ein lustiger Bulldog, er rollt sich gern wie ein Fäßchen herum und küßt und leckt seine Geschwister so gerne. Neulich schupste ihn eine Schwester von seiner Zitze weg, und da nahm er einfach die nächste : Warum einen Zank, wenn man auch anders satt wird? :-) Und er ist begeisterungsfähig : hört er meine Stimme, dann schmeißt er sich mit Elan an den Ausgang des "Welpen-Bettgeheges"!

Kashwitna, die Erstgeborene, robbte beim 1. mal gleich hinter Kosmo zu mir hin; sie ist sehr lebendig und verspielt, schmusig, und sie beachtet aufmerksam, was so um sie herum vorgeht. Grundsätzlich ist jede Zitze für sie interessant. Halbgesättigt geht sie oft zu Friedas Kopf und leckt und zwickt sie voller Freude. Dann geht sie zurück zu den Zitzen um weiterzutrinken. Sie animiert ihre Geschwister gerne zum Spielen :-) und sie liebt es hingebungsvoll meine Hände zu erkunden, so wie sie alles mit Hingabe macht.

Käthchen, Katmai Kate zeigte sehr schnell Muttergefühle und Verantwortung : als Klondike Goldie einmal wegen Blähungen weinte, robbte sie zu ihr hin und tröstete sie durch Anstupsen und Schmusen. Sie ist die "Soziale" im Rudel. Fiept einer, dann geht sie gleich hin um zu sehen, daß alles in Ordnung ist :-) Käthchen wurde schnell so nebenbei zur Schwersten : sie liegt immer still und genüßlich an einer der unteren Zitzen und schert sich nie darum, was die anderen für Zitzen haben. Das würde ja auch nur vom Trinken ablenken ;-) Sie schiebt sich nicht in den Vordergrund, sondern wartet erst mal ab, bis sie ihre Chance sieht.

Klondike Goldie ist eine durchsetzungstarke und weltoffene Persönlichkeit. Sie verteidigt ihre Zitze hitzig, aber läßt die anderen Zitzen dabei nicht aus den Augen. Wird eine frei, dann probiert sie diese blitzschnell aus ;-). Außerdem liebt sie das Klettern : oben auf Friedas Rücken kann sie die Milchbar bestens überblicken! Sie ist eine Schlaue :-). Und eine Schnelle ist sie auch : bemerkt sie mich am Eingang, dann robbt (2. Woche) später rennt (3. Woche) sie als eine der Ersten auf mich zu und will meine Hand schmusen, aber sie schubst kein Geschwisterchen weg dabei.

Ketchikan Kurt, der 2. Rüde, ist stark, gemütlich und schmust viel. Außer Hunger bringt ihn nichts aus der Ruhe. Hat er Hunger, dann trommelt er auf die Zitzen, daß die ganze Frieda wackelt ;-). In diesen Situationen merkt man, dass er ein kleiner "Herrscher" sein kann. Er wächst und gedeiht in Ruhe, und er ist souverain und freundlich zu seinen Geschwistern. Besonders nah scheint er sich seinen Bruder zu fühlen. Ist er satt, dann zeigt er Geduld in allen Situationen. Ich bin sicher : nichts wirft diesen so liebenswürdigen wie starken Kerl um - solange er geliebt wird!

Kivalina ist eine sehr wache und sportliche Bulldoggin. Sie scheint mir zäh und zierlich wie Frieda zu werden. Jedenfalls trainierte sie das Laufen als Erste mit viel Konzentration und Ehrgeiz. Einmal knirrte (Welpensprache für knurrte :-) sie entschlossen einen Plüschball an, als dieser in einer Ecke festklemmte, in die sie selbst den Ball mit ihrem Pfötchen gerollt hatte :-) Und sie hält gut Maß: nie mehr trinken als man zum Wachsen braucht, um fit zu bleiben fürs spielerische Welterkunden und glückliche Schmusen :-)

Und Frieda selbst ?

Frieda ist als Mutter ziemlich professionell :

  1. Geduldig alle 2 und später 3 Stunden, der inneren Uhr folgend, zum "Welpenbett" hingehen und säugen, dabei einen Kurzschlaf zur Entspannung genießen.
  2. Sauber lecken. Wenn sie jedes Baby gewissenhaft ableckt und dessen Bauch mit ihrer Zunge massiert, dann rollt sie die Kleinen zunächst mit der Pfote zurecht und hält sie dann mit der Pfote in der Position fest, die besonders massagegeeignet ist....

  3. Nach dieser Arbeit das Welpengehege verlassen und selbst essen. Sie ißt sich nach jeder Welpenfütterung sofort wieder satt für die nächste Milchproduktion. Das ist pro Tag bestimmt die 6fache Menge ihres normalen Futters. In der 1. Woche nahmen die Welpen insgesamt um 3,5 kg zu. So viel Kraftmilch muß erst mal erzeugt werden! Wir sagen (etwas pointiert) voller Mitgefühl und Bewunderung für ihre ihr so selbstverständliche Leistung : "Sie sieht aus wie ein Skelett mit Eutern!"
  4. Rausgehen und mindestens 1en Haufen machen. Jedesmal!
  5. Reingehen und viel Wasser trinken.
  6. Sich dem "normalen" Leben widmen : mit mir und Stu, Birgit oder Freund Gino spielen oder einfach schlafen; dabei immer ein Ohr bei den Welpen, um ggf. per Bauch-Massage einem verklemmten Pupser rauszuhelfen.
  7. das Gleiche wieder von vorne! (Bis die Welpen etwas größer sind. Mal sehen, wie sie dann ihre "Erziehungsarbeit" angeht :-)

Frieda bekam Glückwunschmails und richtige Fanpost:

Helen Babby aus Kalifornien mailte:
They (puppies) are magnificent. I'd fly there tonight and charter a plane to take one home but I bet every one is spoken for.
How is Frieda? She is so beautiful and she has passed her beautiful face and markings along to her dear puppies. And I bet their personalities are just as irresistible too. I am so happy for all of you! Helen

Bulldogfreundin Kathrin Gawlik und ihre Emma schickten Frieda nach der Geburt ihrer Sechslinge :-) die Empfehlung, etwas besonders Gutes zu sich zu nehmen:

Liebe Frieda,
da ich so gute Erfahrung mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) habe, empfehle ich Dir heute ein Rezept nach TCM : Hühnersuppe, Rezept von Frau Lammert.
(zur Stärkung nach Krankheiten, nach Trauer, Operationen, Geburten oder für ältere Tiere)
Liebe Grüße, Emma und Kathrin Gawlick

Liebe LeserInnen, die HP von Frau Lammert lohnt einen Besuch! Danke Kathrin für diesen Tipp!


Dienstag, April 3, 2007

Der Hundehandel ist aktiv und gefährlich!


Im Beitrag vom 18. März 2007 ging ich - unter Zollgesichtspunkten - auf diesen schrecklichen Fall von Hundewelpenhandel ein. Heute möchte ich einiges weitergehend dazu sagen.

Im engen Käfig hatten diese Bulldogwelpen schon eine lange Reise durch die Ukraine, ganz Polen und halb Deutschland hinter sich. Glücklicherweise waren die Welpen zusammengelassen worden, so war wenigstens zunächst ein Rudelgefühl geblieben in all diesem Schrecken, der für sie begonnen hatte. Was wird sie noch alles nach diesem (Rück-)Transport erwarten ???

... Marktwert bis zu 15.000 Euro
Ein Bulldogbesitzer informierte uns, dass eine Ladung Bulldog-Welpen einen Marktwert bis zu 15.000 Euro hat. Viel Geld und erst recht viel Geld, wenn man sich die Einkommenssituation in der Ukraine anschaut. Der Hundehandel blüht, gerade auch mit Rassen wie dem Bulldog, wo ein Welpe um die 1.500 Euro kosten kann. Die Profitgier führt Regie! Der Bulldogbesitzer informierte weiter:

In Deutschland werden allein offiziell 400 Mio. Euro pro Jahr mit der Hundezucht umgesetzt. Der inoffizielle Umsatz obendrauf ist wahrscheinlich noch einmal soviel. Und diese Leute sind gefährlich; eine Käuferin berichtete mir, dass sie massiv bedroht wurde, als sie entdeckte mit ihrem Welpen (er war ein Mischling) betrogen worden zu sein und klagen wollte.
Das Hundehändlermilieu geht auch in Deutschland mit einer mafiösen, gefährlichen Infrastruktur einher.

Der Kauf eines Bulldogs - auch direkt beim Züchter - ist Vertrauenssache! (Siehe auch "Tipps zum Welpenkauf", Link in der grauen Spalte rechts.)

Deshalb kann man immer nur warnen: Bitte kaufen Sie ihren Welpen nur DIREKT bei einem seriösen Züchter! Aber selbst wenn man dies tut, ist man vor Betrug mit Hundehandel nicht gefeit. Denn es gibt auch nicht wenige unseriöse Züchter. Ein beliebter Trick ist das Ergänzen von Würfen mit importierten Welpen. Oder gar das Erfinden ganzer Würfe samt vermeintlichem Muttertier - ohne Gesäuge. Und Zuchtverbände oder Zuchtvereine, die "Papiere" ausstellen, gibt es zu Hauf.

Es ist zu loben, dass der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. sich selbst verpflichtet hat, auf den Handel mit Hunden zu verzichten. Ein allgemeines Verbot des Hundehandels wäre sehr wünschenswert.


Mittwoch, November 8, 2006

Spielen, spielen und glücklich sein


Wie schön spielen Floral Garden´s "I´m Beauty" und "Jeeny" zusammen! Beauty ist hier 5 Monate und Jeenie gerade zwei Monate alt.

November-Medizin: eine alte Bulldogge inmitten junger Bulldoggen zu beobachten :-))


Entwicklungen beim Schweizer Bulldog-FCI-Zuchtverband

Im Schweizer FCI-Bulldog-Zuchtverband (SCEB) ist einiges in Bewegung geraten. Die Gesundheitsprobleme werden nicht mehr länger totgeschwiegen, und erste Anweisungen an Zuchtrichter, in Zukunft die Atmungs- und Bewegungsfähikeit bei ihren Bewertungen mehr zu beachten, sind schriftlich rausgegangen. Das ist ein erster Schritt in Richtung Hoffnung :-))) auf eine Zukunft für unseren Bulldog.


Dagegen TOTEN-Stille beim Deutschen FCI-Zuchtverband


Freitag, August 18, 2006

Besuch bei 1en Tag alten Bulldog-Babys :-)


In der letzten Juliwoche, dieser furchtbar heißen Woche, besuchte ich Birgit Braum um einmal die ersten Lebenstage von Bulldog-Babys zu erleben. Und ich freute mich auch bei dieser Gelegenheit Friedas wundervollen Vetter Gino (Goombas Dreamboy) wiederzusehen.

Während ich noch in der Eisenbahn saß kamen die Babys in einer Not-OP zur Welt : Shiny, die Mutter, hatte grünen Ausfluß, das hieß mindestens ein Baby war tot, also mußte schnell gehandelt werden.

Als ich im Floral Garden ankam begrüßte mich als Erster mein Liebling Gino überwältigend freudenvoll - ich liebe diesen Hund wirklich. Birgit sagt, jeder wolle ihn haben, das läge an seinem glücklichen Wesen und seinen großen, so intensiv strahlenden Augen.

Dann ging es ins Welpen-Haus zu den 6 Winzlingen, 4 Mädchen und 2 Rüden. Mama Shiny begrüßte mich freundlich und leckte mir gleich die nackten Füße, als wären diese auch pflegebedürftige Babys :-) Wir legten die Welpen an, Shiny war ganz still und geduldig dabei, es tat ihr offensichtlich gut. Und ich staunte sehr, wie unterschiedlich diese 3 Stunden alten Welpen sich dabei schon verhielten !!

Das dickste Mädchen näherte sich robbend, fast schon gehend, so zielsicher und gelassen der nächsten Zitze, als wisse sie bei allem "wo´s langgeht". Das kleinste Mädchen dagegen war eine Hektikerin, zappelig und von wild entschlossener Unsicherheit, wo denn nun die beste Zitze sei. Die beiden Rüden verhielten sich schlafmützig, einen davon neigte ich sogar für dumm zu halten - sie schienen nicht zu wissen, was überhaupt angesagt war. Birgit half ihnen und meinte : "Rüden sind oft Spätzünder wie Jungs auch. Mit denen muß man Geduld haben!" Das stimmte. Am 2. Tag waren sie dann genau so schlau wie ihre Schwestern ;-)

Die Welpen hatten große Nasenlöcher, aus denen manchmal etwas Milch wieder hinauslief. Aber sie verschluckten sich zu meinem Erstaunen nie daran!

Was mich aber am stärksten beeindruckte : sie wuchsen zusehens, wirklich, man konnte zusehen : abends waren sie schon deutlich größer als morgens - und das kleine hektische Mädchen hatte nach 4 Tagen sein Geburtsgewicht ver-doppelt und war etwas gelassener geworden - quirlig wird sie aber bleiben.

Birgit und ich schliefen im Welpenzimmer; es war bei diesem heißen Wetter auch dort schrecklich heiß. Ich habe Mama Shiny bewundert, wie unbelastet sie durch diese Hitze ihre Babys versorgte. Sie ist eine Tochter der brasilianischen Hündin mit der riesenbreiten Luftröhre und super fit. Der Vater dieses Wurfes ist nicht "Gino", sondern der alte "FloralGarden-Star" (und Wilmas jüngerer Halbbruder) Robbie. Birgit zieht sich auf diese Art zwei nicht zu nah verwandte Zuchtlinien heran. Eine dritte wird noch folgen.

Anmerkung 1.3.10:
Wie durch die Genetik und Medizin inzwischen belegt wurde, führt Linienzucht früher oder später zu Defekten in den körpereigenen Systemen (Immunsystem, Verdauungssystem, Fortpflanzungssystem usw.). Als Konsequenz daraus empfehlen der VDH und andere große Zuchtvereine, zumindest keinen Welpen aus enger Linienzucht zu kaufen. Seriöse und informierte Züchter distanzieren sich heutzutage von der Linienzucht und kreuzen mehr und mehr aus.


Das Leben in einem Rudel

Diese drei Tage lang waren die drei "Haushunde" Gino und die zwei alten Hündinnen Sunny (8) und Babsy (11) im Haus und Hof meine Begleiter; Gino sogar auf Schritt und Tritt. Abends lag meist Gino in meinem linken, Sunny in meinem rechten Arm und Babsy an meinen Füßen. Ich hatte nicht gewußt, welch starke, freudige innere Ruhe diese selbstverständliche, sprachlose Zusammengehörigkeit inmitten eines Rudels erzeugt. Diese Ruhe macht ganz stressfrei. Ich war den Bulldogs dankbar für diese wundervolle Erfahrung!
Es gab aber einen schweren Wermuthstropfen dort für mich: die vielen Zwingerbulldogs ....

Tagsüber im Garten tollte ich mit den zwingerhunden James, Beauty und Scarlett herum; einmal lagen alle drei rangelnd auf mir drauf - das gab blaue Flecken und kostete mich ein paar Haare. Der alte Robbie (9) spielte mehr auf die raue Art : er versuchte mich umzulegen, damit er mich sozusagen im Garten festhalten konnte :-) Dieser rumbalgende Aspekt des Rudelseins schenkte mir etwas, das ich lachendes Vertrauen nennen möchte. Vertrauen ins "Zusammenspiel" als einem Lebensprinzip.

Das WELPENrudel machte mir klar, daß Hunde mit einem dominant starken Bedürfnis nach Nähe geboren werden. Dieser innere Trieb, den anderen immer nah zu sein, erzeugte im Welpenrudel ganz offensichtlich als Nebenprodukt den Futterneid : dieses "nahe-sein-wollen" wurde in Bezug auf die Zitze des anderen als "daran-teilhaben-wollen" ausagiert. Da dieses Verhalten bei ausgewachsenen Hunden zu Beißereien führen würde, ist dort der Futterneid, das "Teil-haben-wollen", durch hierarchische Strukturen im Rudel neutralisiert...
Das stößt einige Gedanken über den Neid in menschlichen Gesellschaften an ...


Sonntag, Juli 9, 2006

Ein "Domino"-Baby ;-)


Ich bekam gerade süße Foto aus den USA geschickt : sie zeigen ein Geschwisterchen von Frieda, das ich einfach himmlich finde und zu dem mir ganz spontan der Name "Domino" einfällt :-))


Donnerstag, Juni 29, 2006

Babys .... :-)) ...

... Menschen- und Bulldog-Babys :-))


Bulldogfans Xenia und Joe Ramel haben ein Baby bekommen : "Sarah Cheyenne" :-)))

Xenia,
Dir und Joe ganz ganz herzliche Glückwünsche zur Geburt von
"Sarah Cheyenne".

Dies Foto links gefällt mir sooo sehr !!! Es scheint, als würde die kleine Sarah Dixie anlächeln; und als würde Dixie Sarah-Baby bewundern und bemuttern ! Dixie geht so wundervoll sanft und vorsichtig an den Menschen-Welpen ;-) heran - diese Liebe ist zauberhaft schön !

Dies Foto zeigt eine der innigsten Szenen zwischen Bulldog und Kind, die ich kenne :-)) Es heißt wirklich nicht umsonst : Bulldogs sind wahre Kinderfreu(n)de !


Sarah wird auch ein Bulldogfan, soviel ist jetzt schon klar :-)))

Xenias Kommentar zu den Fotos :

Kleine Anschleichstory und dann der fragende Blick (als ich Sarah weggenommen habe) "WO ist MEIN Baby!?!"
Das letzte Bild dieser Anschleich-Sequenz habe ich oben als "Blickfang" hingestellt.

Xenia schreibt :

Hallochen!
Es ist wirklich ganz erstaunlich! Yumi ist eher zurückhaltend, sie weiss halt was sich gehört. Wenn sie aber an der Kleinen riechen darf, freut sie sich wie eine Schneekönigin. Dixie hingegen kennt keine Zurückhaltung und will so nah wie möglich bei Sarah sein. Allerdings ist sie sehr vorsichtig...

Dixie hat ihn nun für sich entdeckt ;o) Im Kinderzimmer steht ein Ohrensessel. Auf ihm erzähle ich Carol ihre Gutenachtge-schichte und stille Sarah. Sie balanciert auf der Arm-lehne um von dort aus sehen zu können, was auf dem Wickeltisch geschieht... Oder wenn ich ihr den Stubenwa-gen hin schiebe, dann stellt sie die Vorder-pfoten auf den Rand und schaut hinein... Liebe Grüße Xenia

Im letzten Herbst, als Dixie noch ein Bulldog-Baby war, mailte Xenia diese wunderschöne Foto-Sequenz : Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4. Yacuma ließ Dixie in allem gewähren! :-)


Passende Baby-Kleidung für das Bulldog-Baby ;-))

Es ist wohl klar, wer hier ein Mädchen und wer ein Junge ist ;-))) Die Kleidung verrät es !

Mo(rticia) Wolf und Ceanu Kan;
Kleider machen Leute,
wie die beiden Fotos zeigen ... Bulldogs werden gerne angezogen - wohl wegen ihres humanoiden Gesichtes :-))

Und Schmuck, Tücher und Bänder machen auch "Leute" :-) Das blaue Geschirr von "MOs" Wurf-Schwesterchen "Emma Culbreth" wirkt hier wie feinster Seiden-Schmuck :-)


Dienstag, Juni 27, 2006

Alte Postkarte mit Bulldog-Welpen



Donnerstag, Juni 15, 2006

Ein gesunder, schöner Bulldog-Wurf :-)

Ich habe wieder Hoffnung seit der Weltsiegerausstellung :


"Modell-Show" zur Kür der Super-Brustumfänge :-(
Die VDH/FCI Weltsiegerausstellung 2003 in Dortmund war ein tiefgreifender Schock für uns Besucher vom VdFEB. Die meisten der Ausstellungsbulldogs hatten eine extrem breite und tief hängende Vorderfront; das heißt die Brust war etwa doppelt so breit wie ein Vorderbein lang war! Auf uns wirkten diese Ausstellungsbulldogs durch ihre Fehl-Proportionierung wie eine absurde Karikatur ihrerselbst.
(Vergleiche dagegen den gezeichneten Standard-Bulldog in der Spalte rechts.)
Und zu unserem Entsetzen zeigten viele Ausstellungs-Bulldogs größere Konstitutions- und Atmungprobleme. Wir fühlten Mitleid und Wut zugleich!

Uns wurde klar : bei dieser Ausstellung ging es nicht mehr um Zucht-Qualifikationen, sondern um eine "Super-Modell-Show" zur Kür der Super-Brustumfänge :-(((

Unsere Wilma würde nur noch wenige Jahre leben - woher um Gottes willen dann einen Bulldog nehmen, für den ich nicht nach ein paar Jahren Krankenschwester sein müßte, sondern mit dem ich auch als altem Hund wunderbar lebendig meine Tage würde teilen können ???

Woher einen Bulldog nehmen, mit dem ich mich auch sommertags in der Öffentlichkeit zeigen könnte, ohne wegen seiner Atemnot als Tierquälerin beschimpft zu werden??? Das nämlich war mir oft genug mit den zwei letzten (FCI/SKC-)Rüden meiner Eltern passiert :-((( Ich hatte mich geschämt, weil diese Leute Recht hatten...

... das Risiko eines gesundheitlich beeinträchtigten Hundes ...
Aus all den Zuchten, die in Dortmund ihre Bulldogs zeigten, würde ich nie einen Welpen nehmen, denn das Risiko eines gesundheitlich beeinträchtigten Hundes wäre mir viel zu hoch! Aus dem gleichen Grund würde ich natürlich auch keinen Bulldog-Welpen aus irgendwelchen Internet-Angeboten kaufen. Und die Zucht "Floral Garden", aus der unsere gesunde, frei atmende und auch mit 10 Jahren noch gut bewegliche und lebenslustige Wilma stammte, ruhte zu dieser Zeit leider.

... 10 % "gebrauchsfähige" Bulldogs :-(
Stu meinte damals lakonisch über die Bulldogs dieser Weltsiegerschau 2003: "Circa 10 % gebrauchsfähig!" Und ein damaliger Bulldog-Freund, der sich später von unserem Bulldog verabschiedete, spottete:
"Da können die gleich Steiff-Tiere ausstellen." Ich war tieftraurig. Mein Resume dieser Schau :"Ein ACEB-Bulldog kommt für uns nicht mehr in Frage!"

Damals schienen mir die Versuche von Frau Angehrns "Pickwick" - mit Einkreuzungen anderer Bulldogartiger die Rasse zu revitalisieren - vielversprechend. Leider scheiterten ihre Mühen an dem verbissenen Widerstand speziell der Englischen Zuchtverbände und mündeten stattdessen in der Gründung einer ganz neuen Rasse. In Anbetracht des ursprünglichen Zieles dieser Anstrengungen - eben den Englischen Bulldog zu revitalisieren - war das in meinen Augen ein tragisches Ergebnis, weil es am Ziel vorbei ging.

... nach diesem Schockerlebnis "Weltausstellung Dortmund 2003" ...
Meine Hoffung zielte nach diesem Schockerlebnis "Weltausstellung Dortmund 2003" mehr und mehr auf die USA. Genährt wurde diese Hoffnung konkret durch Berta, die 2003 geboren wurde und 1 Jahr später auch durch Willie: beide wurden von unserer Freundin Doris Ehrenstein in den USA gekauft. Beide sind von wunderbarem Wesen, im Sinne des Standards sehr schön (also nicht kurzbeinig und breit wie, pointiert gesagt, überfütterte Groß-Dackel à la Dortmund), sowie springlebendig in des Wortes Sinn.

Ich wünschte mir so sehr, ein deutscher Züchter würde solch einen US-Rüden kaufen. Und das geschah: Birgit Braum beschloß ihre jahrelange Zuchtpause zu beenden und kaufte in diesem Zusammenhang einen Vetter von Berta und Willie : "Goombas (Gino) Dreamboy" (AKC).
Und jetzt kann ich seine Puppys HIER in Deutschland bewundern. :-)))

Die Mutter des Wurfes, "Butterfly", ist super vital. Sie stammt väterlicherseits (wie Wilma) aus der wunderbaren, alten "Floral Garden"- Linie. Und ihre Mutter, Ilha, ist eine Bulldoghündin aus Brasilien, welche Birgit zur Erweiterung ihrer Zuchtbasis importierte, da Ilha überhaupt keine Atemprobleme hat: langer offener und freier Hals, gute Nasen-Luftdurchgänge. Ihr Becken ist allerdings eng, und sie ist insgesamt untertypisiert. Ihre wunderbar gute Atmung und Belastbarkeit war entscheidend, sie für die Zucht einzusetzen.

Dreamboy ist allerbester Standard und hat ein breites Becken. Er stammt aus einer Zucht, in der überwiegend natürlich geworfen wird, und in der kaum Atemprobleme auftreten. Diese Verbindung von Butterfly und Dreamboy dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach Nachtzucht mit "gebärfreudigem Becken :-)" und völlig freier Atmung hervorbringen!


Die Welpen von Butterfly und Dreamboy :-)))

Sieben kleine Zwerge, 4 Stunden alt, in "Floral Garden".

... machen Normalgeburten möglich.
Alle 7 Welpen wogen bei der Geburt zwischen 250 und 320 Gramm. Sie waren damit also eher klein, vergleicht man das mit Welpen so mancher anderer Linien, wo Welpen bei der Geburt sogar über 400 Gramm wiegen - und bei denen allein schon deshalb ein Kaiserschnitt nötig ist. Alle sieben hatten längliche Köpfe, so wie es z.B. auch auf dem Welpenfoto von Frieda (in der Spalte rechts oben) zu sehen ist. Solch optimales Geburtsgewicht und solch eine Welpen-Kopfform machen bei einer Bulldoghündin mit normal breitem Becken Normalgeburten möglich.

Sehr großköpfige Welpen haben oft "Wasserköpfe".
Schon beim ersten Anlegen saugten sich alle 7 Welpen an den Zitzen fest und "pumpten" mit den Vorderfüßchen. Riesenköpfige Welpen schaffen das oft erst nach 3 Tagen! Riesenköpfe beim kleinen Welpen ("Wasserköpfe" im Volksmund) sind gefüllt mit sehr viel Hirnwasser, das die Gehirne sozusagen mehr oder weniger "dumm" drückt. Ein sehr hohes Geburtsgewicht schadet auch den kleinen Gelenken. Solche Welpen brauchen oft wegen ihres Übergewichtes lange, bis sie auf die Beine kommen. DIESE Welpen konnten mit 1er Woche auf ihren Beinchen stehen, und mit 2 Wochen begannen sie zu laufen! Eine gesunde Entwicklung!!!

Es GIBT SIE NOCH, die KORREKTEN, von Übertypisierungen gesundheitlich unbelasteten Bulldogs. Man muß sie aber überwiegend von weit her importieren (z.B. wie beschrieben aus Brasilien oder den USA), will man HIER den Standard-Bulldog AUF DAUER erhalten!

Dabei muß natürlich beachtet werden, daß es auch in den USA und in Brasilien überzüchtete Extrembulldogs gibt. Um das zu erkennen braucht man nur im Internet zu surfen. Es gibt aber dort noch genug KORREKTE (d. h. nicht übertypisierte) Standard-Bulldogs - aber man muß sie in aller Regel jenseits von "FCI-(Super-Modell-)Shows" suchen!
In den USA ist das etwas anders, aber darüber in einem Juli-Blogbeitrag.


Anmerkung vom 28. 12. 2008: Aus heutiger Sicht würde ich keine Nachkommen von der brasilianischen Importhündin "Ilha" kaufen. Phänotypisch erschien sie mir wie ein Mischling, aber ihre gute Atmung hob das für mich auf. Heute weiß ich, dass einige ihrer Nachkommen ein bulldog-untypisches Wesen zeigen. Ich kann sie nur als "hyper", als Möbelzerreißer, bezeichenen... Und ihre unbehinderte Atmung zeigen leider nicht alle Nachkommen...



Freitag, Mai 5, 2006

Heute warnt Gastbloggerin Steffi Schmuck

Vorsicht beim Welpenkauf


Hallo Cornelia, mit meinem Bericht möchte ich unerfahrene Hundeliebhaber vor einem überstürztem Welpenkauf warnen.

Nachdem meine Zwillinge Tim und Luca ihren 4. Geburtstag feierten, beschloss ich, dass es nun an der Zeit war, mir meinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. Endlich einen eigenen Hund, und ein Englischer Bulldog sollte es sein.

Zusammen mit meinem Mann surften wir im Internet, und stießen so, wie es uns damals erschien, auf eine seriöse Züchterin. Nach telefonischer Anfrage waren auch zur Zeit Welpen im Alter von 14 Wochen zum Verkauf. Gesagt, getan......, also setzten wir uns ins Auto und fuhren ca. 80 km Richtung Koblenz.

... die Mutterhündin war nicht da ...
Ben wurde uns im Wohnzimmer der Dame präsentiert, und wir verliebten uns auf der ersten Blick in ihn. Die Zwingeranlage wurde uns nicht gezeigt, auch nicht die Mutterhündin.

... der Impfpaß war nicht aufzufinden ...
Als wir Ben 2 Tage später abholten, war der Impfpass nicht auffindbar und sollte nachge-schickt werden. 3 Wochen vergingen, ein Impfpass kam auch nach mehreren Telefonaten nicht bei. Da ich mit Ben in die Welpenspielstunde wollte, ließ ich ihn von unserem jetzigen Tierart impfen.

Ben benötigte bereits jetzt zwei künstliche Hüften.
Wir hatten Ben im November 2004 geholt. Im Januar 2005 fiel mir auf, dass Ben nie vor mir, sonder nur hinter mir hertrottete. Meine Tierärztin wusste auch keinen Rat und überwieß uns zu Dr. Hoehner nach Kreuznach. Ben war da gerade 6 Monate alt. Der Röntgen-Befund war niederschmetternd, Ben benötigte bereits jetzt zwei künstliche Hüften oder eine Femurkopfresektion. Dr. Hoehner meinte damals, wenn wir uns viel Leid ersparen wollten, sollten wir Ben zurück geben, was für mich jedoch auch in den weiteren schwierigen Monaten nie in Frage kam.

Mein Telefonat mit der Züchterin endete damit, dass ich schwere Schuldzuweisungen bekam, ich hätte Ben falsch gefüttert. Der Schweregrad der HD war jedoch eindeutig vererbt, und in den Papieren von Ben stand, dass die Eltern HD frei waren.

Unser mittlerweile eingeschalteter Rechtsanwalt empfahl uns Ben nochmals in der Giesener Tierklinik vorzustellen, da Ben mittlerweile auch vorne hinkte. Bei der Untersuchung in Giesen knirschten bereits die Hüftgelenke. Die Untersuchung ergab, daß wir zuerst die Knie und Schultern operieren müßten, bevor die Hüftgelenke gemacht werden könnten. Vom Rechtsanwalt der Angeklagten wurde uns der Vorschlag gemacht uns einen neuen Welpen zu holen, der Vorschlag wurde von unserer Seite natürlich abgelehnt.

Ben lag nur noch am Boden und jammerte,...
Mit Ben war mittlerweile nicht mehr gut "Kirschen essen", er wurde zusehendes agressiver und ich kam mit der Dosierung der Schmerzmittel nicht mehr nach. Also schnappte ich mir den Hund und ging zum Dominanztraining. Am Schluß lag Ben nur noch am Boden und jammerte, für eine Wegstrecke von nur 250 Metern benötigten wir gut und gerne 20 Minuten. Mein Sohn Tim sagte dann immer: "Mamma, ich glaube Ben hat Heimweh, er vermißt bestimmt seine Mamma".

Am Tag, als Ben eingeschläfert wurde, sagte ich zu meinen Jungs, daß ich Ben zu seiner Mamma bringe, weil Mammis so gut trösten können, wenn man krank ist. Tim und Luca drückten Ben nochmal ganz fest und sagten zu Ben er solle uns nicht vergessen.
Ben starb am 01.07.2005 im Alter von nur 11 Monaten.

Nach weiteren Recherchen im Internet fanden wir immer mehr Geschädigte. Komischerweise hatten unsere Hunde alle die selbe Mutter, obwohl wohl keine Hündin zwei Würfe im Abstand von nur 7 Wochen werfen kann.

Eine Sammelklage einreichen war leider nicht möglich, da viele der geschädigten Hundehalter keinen privaten Recht-schutz hatten. Jedoch machten einige eine Zeugenaussage beim Polizeipräsidium am jeweiligen Wohnort. Sobald der Prozess beendet ist, schalte ich den Tierschutz ein. Weiterhin sind viele Welpen- Besitzer der Meinung, dass die Welpen billig aus Polen importiert sind.
Dr. Hoehner empfahl uns damals Frau Birgit Braum als verantwortungsvolle Züchterin, und so kam Tigger zu uns. Er ist ein Bruder von Angus und Mini, die sich im März-Blog vorstellten.

Heute wissen wir, dass wir unter den gegebenen Umständen nie hätten Ben kaufen sollen, aber so was weiß man erst, wenn man mal bei einem Züchter wie Frau Braum war und sieht, wie es eigentlich sein soll.
Frau Braum stand uns auch in der schweren Zeit mit Ben bei, obwohl sie es nicht hätte tun müssen. Dafür und für die stets liebevolle Betreuung bei kleinen Problemchen sind wir ihr sehr dankbar. (Einen ganz dicken Kuß hiermit an Frau Braum.)

Übrigens viele liebe Grüße auch an Frieda, ich finde sie sieht ganz herzig aus.
Viele liebe Grüße Steffi


Dienstag, März 28, 2006

"Bullmina", ein bewegendes Jugend-Buch


Die dramatische Geschichte der mutigen Bulldoghündin Bullmina spielt in England zur Endzeit der Hundekämpfe. Es ist aber auch die Geschichte über Verantwortung und Liebe.
Das Buch gibt es nur in Englisch. Ich lasse die "Synopsis", die Zusammenfassung des Verlages, deshalb auch in Englisch stehen. Das Buch kann über Amazon Deutschland bestellt werden. Es wäre ein schönes Geschenk für etwas fortgeschrittenen Englisch-Schüler.

Lita Eitner-England's first children's novel about Bulldogs takes place in England during the 1830's. Taken away from an ideal life on the Duke of Chathamworthshire's estate, Bullmina is forced to breed champions for the greedy Fortie Billingsley. When Fortie's head trainer, Andrew Cameron is ordered to kill the Bulldog, he makes a heart-wrenching decision and sets her free.

Abandoned in London, Bullmina learns to live by her instincts. Bloody and near death, she is rescued by eleven-year old Lisette St. Germaine. Lisette falls in love with Bullmina only to have her heart broken when Bullmina is stolen by greedy thieves and forced to fight in the dogfight pits. Bullmina's triumph becomes the triumph of dogs everywhere because they will never be forced to fight in the dogfight pits again.

With rich, complex characters, Eitner-England paints a realistic picture of the miserable conditions dogs had to endure. The book is also about the decisions people make and the consequences of those decisions. Realizing that owning a dog can be expensive and time-consuming, Eitner-England has included a section at the end of the book with thoughtful questions about ownership and rescue should any of her readers decide to rescue a dog themselves.

Dies Buch schließt mit einem von Herzen kommenden Appell, keinen Hund von Hunde-Händlern oder Hinterhofzüchtern zu kaufen. Die Händler werden von "puppy mills", von Wurf-Fabriken beliefert, in denen die Hunde es so furchtbar oder sogar noch schlimmer haben, als was Bullmina bei den "Neemy Brothers" ertragen mußte.

Ja, das ganze Buch ist ein Plädoyer dafür, den Hunden mit Respekt und Verantwortung zu begegnen. Lita Eitner-England fordert im Sinne dieser so liebenswerten Geschöpfe, nicht aus eigenem Geiz oder aus Naivität heraus - als Käufer eines "Billig-Welpen" - die Raffgier eines Hundehändlers zu befriedigen und ihn damit zum Weitermachen zu ermutigen. Der Welpe ist nur deshalb billig, weil er und seine Mutter rücksichtslos als Geldmaschinen mißbraucht werden. Denn nur so ist noch ein Gewinn mit "Billig-Welpen" zu machen ...

Lita Eitner-England schließt ihr Buch mit zwei Beispielen grausam ausgebeuteter Bulldogs ab, die heute ein liebevolles Zuhause gefunden haben. Im Anhang sind Adressen von Bulldog-Rescue-Organisationen (USA) angegeben, an die auch ein Teil des Erlöses für dieses Buch fließt. Dann folgt noch als Abschluß eine kluge Liste von Fragen, die man beim Kauf eines Welpen an den Züchter stellen soll. Werden diese Fragen nicht umfassend beantwortet, so rät sie unbedingt vom Kauf Abstand zu nehmen, weil dann offensichtlich nur Geld, und nicht Tierliebe, den Verkauf diktiert.

Aktuell

Am Wochenende bekam Stu die Mail eines Mannes, der von einem polnischen "Züchter" von vorne bis hinten betrogen worden war.
Unsere Korrespondenz mit diesem so übel betrogenen Mann wurde anonymisiert in der Home Page des "Vereins der Freunde des Englischen Bulldogs e.V." unter der Rubrik -
"Bulldog Tipps / Welpenkauf" - zusammengestellt. Den Namen des Mannes geben wir nicht bekannt, um ihn nicht auch noch eventuell gewaltätigen Racheakten dieser Betrüger auszusetzten. Denn diese kennen in aller Regel keinerlei Skrupel, ihr "Geschäft" zu schützen.
Solche und sogar noch schlimmere Betrügereien sind in der Händler-/Züchterszene leider nicht selten :-(( Ähnliche Mails erhalten wir immer wieder.

Ich nahm diesen Betrugsfall, der mich wegen seiner Dreistigkeit besonders wütend machte, am Wochenende zum Anlaß einmal grundsätzlich ein paar Tips aufzuschreiben, wie man sich als Betrogener wehren kann, oder noch besser, wie man vermeiden kann, überhaupt erst betrogen zu werden. Diese Betrugswarnung ist hier zu lesen, und sie bleibt auch in der grauen Spalte rechts, unter "Züchter", auf Dauer verlinkt.


Samstag, Januar 14, 2006

Wie sieht ein guter Welpe aus ?


Der Kopf eines Bulldog-Welpen sollte schmalere und längere Proportionen haben als der Kopf eines erwachsenen Bulldogs. Auch seine Brust sollte noch relativ schmal sein.

Am 9. November brachte ich zu diesem Thema schon zwei Fotos von Bertas Kopf (AKC-Bulldog), die zeigen, wie sehr sich ein Welpenkopf vom erwachenen Bulldog-Kopf unterscheidet. Am 6. Januar (scrollen) zeigte ich Samson aus Kalifornien, der als Junghund auch ein "Berta-Typ" war, wie auf dem verlinkten Foto gut zu sehen ist. Und welch herrlichen Bulldogkopf hat er als erwachsener Rüde im Bild hinter dem Steuer.

Heute noch ein weiteres Beispiel : Delius (von Peter Koch-Weißgerber), ein russischer FCI-Bulldog, als Welpe - und als erwachsener Bulldog zu Hause in Köln und "in action" auf Sylt.

Links ist Delius als Welpe und unten als erwachsener Rüde zu sehen : kerngesund und sportlich, eben weil er NICHT übertriebene Rassemerkmale zeigt. Er ist korrekt.

Ich betone diesen Unterschied des Welpenkopfes zum Kopf des ausgewachsenen Hundes, damit "Bulldog-Neulinge" bei der Auswahl eines Welpen nicht auf schon ziemlich ausgeprägte Köpfe hereinfallen. Ist der Schädel beim Welpen sehr groß, so sind Schädigungen des Gehirn durch zu viel Hirnflüssigkeit zu befürchten.

Meine Eltern kauften vor vielen Jahren solch einen breitköpfigen Welpen aus Championzucht, der dann mit 16 Wochen am Wasserkopfsyndrom starb. Die Züchterin gab ihnen zwar einen neuen Welpen als Entschädigung, aber das Trauma bleibt :-((

Auch aus Tierschutzgründen ist es ratsam Bulldogs aus Zuchtlinien zu kaufen, in denen die neugeborenen Welpen noch einen relativ schmalen Kopf haben : solche Welpen können NORMAL GEBOREN werden! Nur im Ausnahmefall ist dann ein Kaiserschnitt nötig. Gut vorstellen kann man sich das auch als Laie, wenn man sich z.B. Friedas "schmalen Langkopf" ansieht, den sie mit 9 Wochen noch hatte. Mit sechs Monaten war ihr Schädel altersgemäß "bulldoggig dick" ;-) Vergleichsfotos siehe rechte Spalte Inhaltsverzeichnis.

Ein guter Bulldogwelpe braucht in aller Regel lange, bis er "fertig" ist. Zunächst wird er hoch und lang; er sieht dann lustig ungelenk aus. Der Kopf wächst sich oft erst mit einem Jahr zu seiner Standardgröße aus. Und seine bullige Breite erreicht ein Rüde häufig erst mit zwei Jahren.

Im verlinkten Foto ist der Jugend-Sieger einer amerikanischen Show in 2005 zu sehen ("Frodo" aus Kalifornien). Er hat eine altersgemäß normal entwickelte Brustbreite, er ist NICHT extrem.

Natürlich gibt es in den USA auch Extrembulldogs, die Show-Sieger sind. Aber eben : AUCH, und nicht ausschließlich! Jugendsieger "Frodo" (oben verlinktes Foto) ist korrekter Standard, und deshalb steht er AUF seinen Beinen, und nicht schon nahezu ZWISCHEN diesen. Der Kopf dagegen ist bereits ausgewachen. Zum Vergleich einen typischen deutschen Jugend-Sieger ("Dakota", gezüchtet in Holland), dessen Brust, dem Gesetz der Schwerkraft folgend mit zunehmendem Alter, unserer Erfahrung nach NOCH tiefer sacken wird, mit entsprechenden Konsquenzen z.B. für die Schultergelenke. Ansatz zu Spreizfüßen hat er bereits jetzt!

Am Rande: Spreizfüße sind eine Mit-Ursache für die elenden, immer chronischen Zwischenzehengeschwüre. Bei den vom Standard vorgeschriebenen "geschlossenen Füßen" kommen sie fast nie vor. Beim Welpenkauf auch darauf achten!

Diese beiden Jugendsieger sind ein anschauliches Beispiel dafür, wie INTERPRETATIONS-FÄHIG der Standard ist. Beim dem deutschen Jugend-Sieger aus Holland ist er eindeutig überinterpretiert zu Lasten des ja zwangsläufig älterwerdenden Hundes. Der kalifornische Jugend-Sieger dagegen wird aller Vorraussicht nach - bis ins Alter hinein - agil bleiben.

Deshalb : Einen Welpen mit ausgeprägt breiter Brust empfehlen wir genau so wenig wie einen Welpen mit sehr großem und breiten Kopf (siehe oben). Ab circa drei bis vier Jahren zeigen sich nämlich bei solchen breitbrüstigen Welpen häufig ausgeleierte, "lockere" Schultergelenke und auch oft Ellebogenprobleme; ja sogar schon Hüft-Arthrose.

Beim Welpenkauf sollte man NICHT von einem frühreifen Entwicklungsstand des Welpen auf dessen spätere "Qualität" schließen. Ein "Schmalhans" bleibt nur ein "Schmalhans", wenn seine Eltern welche sind. Ansonsten: --- Gut Ding will Weile haben! ---

Sehen Sie sich im Zwinger nicht nur die Welpen und deren Mutter an, sondern fragen Sie ausdrücklich nach den über 7jährigen Bulldogs.
Wie ist deren Zustand? Gibt es sie überhaupt noch? Wenn nein, warum nicht???


Dienstag, November 15, 2005

Heute erzählt Gast-Bloggerin Yacuma (Xenia) Ramel

Wie ich Mama wurde ...


Hallochen, ich bin's wieder mal, Eure Yumi!

Es gibt wieder eine Menge zu berichten seit dem letzten Mal. Ist ja auch schon eine Weile her! Dieses Jahr ist wirklich viel Menge passiert. Ich fange mal im Frühling an:

Stellt Euch vor, im März - es lag noch Schnee - durfte ich wieder mal zu meiner geliebten Züchterin in Urlaub. Weshalb mein Frauchen das lachend als "Liebes-Urlaub" bezeichnete, habe ich erst viel später begriffen. Ich werde Euch hier keine pikanten Details liefern; eine Dame genießt und sie schweigt! ;o) Meinen Liebsten kannte ich ja schon, von vorherigen Ferienaufenthalten. Er heißt "Goldengrove Charlie Chan" Und ist ein schöner (fast) weißer Bulldogmann. Wir verlebten eine tolle Woche und hatten viel Spaß. Auch mit meiner Schwägerin "Chelsea".

In den folgenden zwei Wochen hatte ich das starke Gefühl, dass Frauchen mich dauernd beobachtete. Das wurde fast lästig! Dauernd schaute sie sich meine Zitzen an und telefonierte mit meiner Züchterin. Nach drei Wochen gingen wir nochmals bei dieser vorbei, und beide schienen zufrieden zu sein. In der nächsten Zeit telefonierten die Beiden dauernd, und Frauchen interessierte sich immer mehr für meinen Bauch und meine Zitzen. Das wurde mir langsam fast peinlich! Besonders als sie auch noch Fotos davon machte! Also bitte! Schon mal was von Intim-Sphäre gehört!?! Aber es stimmte: ich wurde immer dicker und schwerfälliger. Gehen wurde anstrengend und ich hörte Frauchen lachend sagen "Wenn wir ihr eine Schnur anbinden, hält man sie für einen Ballon"! So ´ne Frechheit!!!

Und dauernd rätselte sie mit ihren Freundinnen "wie viel wohl drin sind"? WO DRIN BITTE??? Aber es stimmte schon, in mir drin schien sich tatsächlich was zu rühren. Frauchen tastete häufig meinen Bauch ab und schien sehr aufgeregt. Als ich schon fast nicht mehr gehen oder liegen konnte, durfte ich wieder zur "Tante Evelyn" meiner Züchterin in Urlaub. Das tat mir gut, dort fühlte ich mich wohl. Ich hörte wie sie meiner "Mama" erzählte, ich hätte jetzt 90cm Bauchumfang!!! Hilfe! Meine Figur kriege ich doch nie mehr hin!!! OK. Ab heute keine Leckerchen mehr! Ich sah aus wie ein Wal, oder ein Nilpferd; und genau so "leichtfüßig" fühlte ich mich auch!

Aber dies sollte -Gottlob- bald ein Ende haben!

Am Mittwoch dem 4. Mai brachte mich meine Züchterin am Morgen, nachdem ich einfach immer unruhiger ge-worden war zum "Onkel Müller", dem Tierarzt. Ich verspürte einen Pieks und was dann kam weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall fühlte ich mich viel leichter am Abend, als ich endlich wieder erwachte. Ich spürte ein Ziehen am Bauch, aber es war erträglich. Tante Evelyn ließ mich in den Garten, das war auch notwendig! Als ich endlich wieder in meine Kiste zurück durfte, brachte sie mir 4 kleine, gefleckte Fellbälle die sich auch gleich an meinen Zitzen zu schaffen machten. Erst mochte ich das nicht besonders, aber mit der Zeit merkte ich, dass mich dies erleichterte und ließ sie ohne zu Murren gewähren. Ich war also stolze Mama von drei Mädchen und einem Jungen geworden. Ich (und auch die Menschen um uns) fanden meinen Nachwuchs ausgesprochen hübsch. Sie waren auch groß und kräftig! Hatte ich das nicht prima gemacht?

Die Kleinen wuchsen schnell und begannen schon bald zu Krabbeln. Ich war froh, dass Tante Evelyn sie mir manchmal weg-nahm. So konnte ich ein Wenig verschnaufen. Wenn mal eines der Kleinen ein Würstchen in die Kiste machte, gab ich ihr schnell zu verstehen, dass ICH DAS ganz bestimmt NICHT WEGMACHEN werde! Tante Evelyn schien dafür Verständnis zu haben. Eben, wie gesagt, die Kleinen wuchsen kräftig, ich hatte auch genügend Milch. Nur "Farewell", der Rüde, machte uns etwas Sorgen. Er schien nicht genug Kraft zu haben, um richtig zu saugen. Also wurde noch mit dem Fläschchen nachgeholfen. Er holte schnell auf, als alle zu Fressen begannen.

Sie wurden schnell groß und unternehmungslustig. So durften sie auch bald raus in den Garten, wenn das Wetter es erlaubte. Am Anfang noch etwas schüchtern, lernten sie die Nachmittage in der warmen Juni-Sonne bald zu schätzen. Meine Babys, von links nach rechts, heißen "Funny Faye", "Follow Me", "Farewell" und "Fantastic Fame".

Im Juli war es dann soweit, ich durfte nach Hause zu meiner Familie und musste meine Kinder bei Tante Evelyn zurücklassen. Am Anfang fühlte ich mich schon noch etwas verloren, ohne sie und meine liebe Züchterin. Zumal meine Familie in der Zwischenzeit umgezogen war. Ich gewöhnte mich aber rasch wieder ein und war froh wieder die erste Geige zu spielen. Leider vernahmen wir schon bald, dass es meiner Züchterin sehr schlecht gehe und die Kleinen waren relativ schnell vermittelt. Meine Mama war etwas traurig, dass sie sie nicht mehr gesehen hatte und auch nicht genau wusste wo die Kleinen waren.

Die Besitzerin meiner leiblichen Mama, die für Welpenvermitt-lung zuständig ist, hat uns dann aber mit dem Besitzer von Faye in Kontakt gebracht. Er wohnt gleich im Nachbar-Ort und wir haben die beiden schon ein paar Mal ge-troffen. Sie ist groß, schlank und sehr wild! Als dann im Oktober unsere Clubshow stattfand, war zu unserer Freude auch noch eine weitere meiner Töchter dort anwesend. "Follow Me", die jetzt Scarlett heißt, ist auch zu einer hübschen jungen Hündin herangewachsen. Allerdings ist sie "bulldog-typischer". Nicht so schlank und lang wie Faye. Es wird ihr nachgesagt, sie sähe mir ähnlich.

Interessant war, dass sich die beiden Mädchen gar nicht zu mögen schienen und sich dauernd anzickten. Das hatte vielleicht aber auch damit zu tun, dass es ein langer Tag gewesen war. Scarlett war Dritte in der Baby-Klasse! Bravo! Ich war sehr stolz auf sie! Leider haben wir von Scarletts Besitzern erfahren, dass sie eine großes Geschwulst an der Brust hat. Sie wird dies wohl in der nächsten Zeit einem Tierarzt vorführen. Wir drücken ihr alle Daumen und Pfoten, dass sie bald wieder gesund wird. So, das war's für heute. Das nächste Mal erzähle ich Euch mein neuestes Abenteuer.

Frauchens Herrchen hat sich nämlich entschlossen, dass er jetzt auch reif für eine Bulldogge ist. Also hat er sich ein weißes Bulldog-Mädchen geholt.

ANGEL von den Black & White Bulldogs, alias DIXIE, wohnt nun schon seit zwei Wochen bei uns. Und ich sage Euch: Es geht rund!!!!! Dies aber beim nächsten Mal!

Bis bald, Eure Yacuma


Mittwoch, November 9, 2005

Bulldog - Babys


Frieda ist in den 3 Wochen, die ich in Südamerika war, nicht nur gewachsen, sie hat sich auch etwas verändert. (Unter anderem ist ihr Bäuchlein dicker geworden ;-). Ich staune immer wieder, wie sehr sich besonders der Kopf der Bulldog-Babys im ihrem ersten Lebensjahr ausprägt. Zwei Fotos von Doris´Berta, eines als Baby und das andere mit einem Jahr, zeigt diese Entwicklung sehr deutlich!


Dixie ist endlich da! :-)))

Für Bulldogfreundin Xenia Ramel hat jetzt zum zweiten Mal das "Abenteuer Bulldog-Baby" begonnen. Sie mailt:

Hallo Cornelia!
Es freut mich riesig zu lesen, dass Du wohlbehalten wieder zu Hause angekommen bist! Kann mir vorstellen, dass das ein tolles Abenteuer war! Abenteuer haben wir auch hier...

Dixie ist ein Teufelsbraten! Sie ist sowas von frech, dass sie sogar meinen (sehr dominan-ten) Mann anknurrt, wenn er mit ihr schimpft... Naja, das legt sich jetzt langsam. Sie ist ein dominantes kleines Persönchen, das immer die erste Geige spielen will. Man merkt, dass sie keine Geschwister hatte und nie eins "auf den Deckel" gekriegt hat... Trotzdem ist sie ein liebenswürdiger kleiner Hund, der einem immer wieder zum Lachen bringt.

Yumi gewöhnt sich langsam an sie und scheint sie auch sehr zu mögen. Sie lässt sich von ihr (fast) alles gefallen. Manchmal hängt ihr die Kleine knurrend an der Wamme und sie sitzt nur mit Leidensmiene da und "sagt" nichts...

Oder Dixie klaut ihr Essen... auch das scheint Yumi nicht zu stören. Sie ist viel zu gutmütig!
Liebe Grüße, Xenia


Meine Antwort : Frieda war genau solch ein Drachen !!!

Hallo Xenia,

Frieda war genau so - da bei uns keine Yumi da war, hing sie mir an der Wamme :-)))))

Jetzt ist sie schon ruhiger geworden - nur: weckt keine schlafenden Hunde !!!! Wenn Frieda abends selig schlummert (BISLANG schnarcht sie nicht :-) und noch mal raus soll, dann knurrt und schnappt sie empört herum! :-))) Wir lachen dann, und DAS macht sie richtig wach und sofort vernünftig, manchmal sogar gleich liebevoll. Knurren geht dann unmittelbar in Schmusen über. Mademoiselle möchte nicht beim Träumen gestört werden... (Es ist wunderbar, dass jeder Bulldog seine ganz eigene, individuelle Persönlichkeit hat!)

Stu meint jedenfalls, jetzt verstehe er endlich die Redensart : "Man soll keine schlafenden Hunde wecken!"
Liebe Grüße, Cornelia


Donnerstag, Juli 28, 2005

Ein Beitrag für Welpensucher

Wo und wie finde ich einen gesunden und standardgerechten Englischen Bulldogwelpen ?


Immer wieder kommen Mails bei uns an, in denen nach English Bulldogwelpen gefragt wird. Diese Fragen machen circa 80 % der Bulldog-Mails an uns aus. (Die anderen 20 % sind Fragen und Hilfegesuche wegen kranker Tiere. Das reicht vom Kugelherz bis zur Allergie.) Heute möchte ich auf die Fragen nach Welpen einmal ganz allgemein eingehen.

Der Englishe Bulldog ist in Deutschland durch die SAT1 Hündin Helga ziemlich bekannt und populär geworden. Unsere Wilma wurde oft angesprochen : 'Du bist ja eine HELGA !' Die Menschen sind vielfach bezaubert von dem schönen Aussehen, dem selbstbewußten Wesen und der (oft unfreiwilligen :-) Komik, die die SAT1-Helga zweifellos ausstrahlte. Sie wissen aber so gut wie nichts über die Gesundheits-Problematik in unserer Rasse und über ihre damit im Zusammenhang stehende Typologie.

Meiner Beobachtung nach teilt sich die English Bulldogszene in drei Unterszenen ein :

  • Der Typ English Bulldog, mit dem der Standard (in aller Regel zu Lasten der Gesundheit des Hundes) über-interpretiert wird.

    Diesen Bulldogtyp sah ich immer wieder in Dortmund auf den ganz großen, berühmten VDH/FCI Sieger-Ausstellungen, und er stellte dort regelmäßig die Gewinner.

    Sogar innerhalb des VDH selbst gibt es Widerstände gegen diesen Bulldog-Typ (siehe Blog Eintrag vom 15. Juli), der aber verpufft, da der ACEB als angeschlossener Zuchtverein in seiner Zuchtpolitik unabhängig vom VDH ist. Der VDH gilt rein rechtlich nur als eine Wirtschaftgesellschaft, die eben für die wirtschaftlichen Interessen der angeschlossenen Züchter (man kann auch sagen als ihre Marketing-Abteilung) tätig ist. Der Marktanteil dieses überinterpretierten Bulldogtyps liegt inzwischen in Deutschland nur noch bei geschätzten 25 %. Ich selbst lehne diesen Extrembulldog ab, da er der Rasse den Ruf der Qualzucht - teilweise leider zu Recht - eingebracht hat, und weil auch ich selbst diese oft um Luft ringenden Hunde, zumindest wie ich sie in Dortmund speziell aus deutscher und holländischer FCI-Zucht sah, als erbarmungswürdig empfinde.

    Dieser über-interpretierte Typus ist die teuerste English Bulldogvariante in Deutschland - nach der Marketing-Strategie: "teuer = wertvoll"

  • Der Typ English Bulldog, bei dem der Standard in gleich mehreren Merkmalen deutlich unter-interpretiert ist.

    Diesen Typ Bulldog findet man häufiger (aber natürlich nicht ausschließlich) in kleinen, Nicht-FCI-Zuchtvereinen und auch im Hundehandel.

    Diese Hunde haben selten Atemprobleme, da ihr Kopf kleiner, ihr Hals länger und ihre Brust schmaler ist als beim korrekten Standard-Bulldog. Sie sind ein klein wenig dem Boxer ähnlich. Ihnen fehlt nach meinem Gefühl leider aber etwas typisch Bulldoggiges, nämlich der Charme des 'dickköpfigen und standfesten Urgesteins :-)'. Deshalb ist dieser English Bulldogtyp nicht MEINE bevorzugte Wahl, aber ich finde ihn durchaus OK.

    Dieser unter-interpretierte Typus ist die (statistisch gesehen) billigste English Bulldogvariante in Deutschland - nach der Marketing-Strategie: "preiswert = fair"

  • Der mehr oder weniger korrekte Standard Bulldog, der zwar kleine Schönheitsfehler haben mag, der aber weder durch Überinterpretation noch durch Unterinterpretation wesentlicher Standardmerkmale auffällt.

    Dieser Bulldogtyp ist schwer zu finden, besonders bei uns in Deutschland. Aber es gibt ihn im Verborgenen, denn diese Hunde werden, wenn überhaupt, bei uns nur auf kleinen Shows ausgestellt, wenn Allgemeinrichter und nicht ACEB-geladene Richter urteilen. In Österreich (ich erwähnte 'Bonzo' im Mai-Blog als Beispiel), der Schweiz (seht im letzten Beitrag die geschlossenen Füße und die gerade Rute bei der 'wilden Yumi' :-) und auch in Deutschland ('Sportler Big Jim', seht im vorletzten Beitrag nach:-) gibt es hoffnungvolle Ansätze. Über weitere Zuchtbemühungen, von denen ich weiß, werde ich noch berichten.

    Dieser 'korrekte' Standard-Bulldog kann Atmungsprobleme haben, ist aber sehr häufig auch frei davon. Das hängt von seiner Zuchtlinie ab. Wurde z.B. mit am Gaumensegel operierten Hunden gezüchtet? Oder nur mit Hunden, deren Luftzugänge im Schädel dem Luftzufluß nur geringen Widerstand bieten? Die Größe des Kopfes und die Kürze der Schnauze definieren nämlich NICHT die Atmungsfreiheit, sondern die Ausprägung der inneren Luftwege ist entscheidend ! Und das ist wiederum auch erblich !

    Jeder Züchter hat manchmal auch kranke oder belastete Welpen in einem Wurf. Es handelt sich schließlich um Lebewesen und nicht um Maschinen. Dem Welpensucher rate ich zu seiner Risikominderung wenigstens die Elterntiere auf ihre Vitalität hin zu prüfen und zu beurteilen. Je mehr er sich VOR dem Kauf kundig macht, um so besser für ihn und seinen Bulldog.

    Möglicherweise liegt die relative Seltenheit des korrekten, des wie man sagen könnte 'mittelmäßigen' English Bulldogtyps auch daran, daß der Geschmack der Liebhaber sich ein wenig polarisiert hat zwischen über - und unterinterpretiertem Standard. In Südamerika, USA, Rußland und in anderen Regionen der Welt sind diese Bulldogs (FCI) aber noch relativ häufig zu finden. Und zwar mit Luftwegen, die nur geringen Luftwiderstand bieten ! Mehr darüber in einem späteren Blog Beitrag.

    Auf diesen 'mittelmäßigen' Typ English Bulldog bin ICH geprägt, denn ich hatte aus meiner Sicht das große Glück :-))), daß 3 von meinen 4 bisherigen Bulldogs ('Ziska von der Eisenschmelz', 'Pickwick Alma Joy', 'Floral Garden Quality Wilma Queen') diesem Typ entsprachen. (Bei VDH-Ausstellungen hätten sie deshalb wohl auch nie ein 'Vorzüglich" erreicht :-) 'Frieda', unsere neue Kleine, wird, wie ich hoffe und glaube, auch solch ein Typ Bulldog werden. (Unsere Hündin 'Pickwick Sarah Blue' war ein krankes Tier mit gestörtem Angstwesen.) Hier ein Foto meiner 1. Hündin Ziska, 1973, im Vergleich zu einer Skulptur des weder über- noch unterinterpretierten English Bulldogs.

Der 'Mittelmaß' Bulldog - sofern das Wort 'Mittelmaß' überhaupt auf unsere Rasse paßt ! ;-)


Zurück zum Welpensucher

Zunächst empfehle ich jedem sich genau darüber klar zu werden, welchen der drei heute üblichen Bulldog-Typen er FÜR SICH möchte, und welchem er am besten gerecht werden kann.

Auch Überinterpretierte Bulldogs sind nicht immer und zwangsläufig atmungsschwach und bewegungseingeschränkt, das möchte ich ausdrücklich sagen. Es besteht nur ein SEHR viel höheres Risiko durch ihre allgemeine schwere Konstitution, daß sie Behinderungen haben bzw. entwickeln. Unterinterpretierte Bulldogs können auch Atmungsprobleme haben, wenn sie z.B. ein zu langes Gaumensegel geerbt haben. Das Risiko dazu ist jedoch kleiner als beim Überinterpretierten Typus, wegen des längeren/großräumigeren Rachens. Die Aussagen hier zu Gesundheits-Erwartungen beim jeweiligen Bulldogtyp sind STATISTISCHE Aussagen, keine absoluten. Denn es handelt sich schließlich um Lebewesen und keine Roboter :-)

Der Welpensucher sollte sich folgende Fragen ehrlich beantworten :
Wieviel will und kann ich mit meinem Bulldog täglich laufen und wieviel Stunden muß er täglich allein sein können?

Allein durch diese zwei Antworten müßte dem Welpensucher klar werden, ob eher ein phlegmatischer Überinterpretierter oder ein bewegungslustiger Unterinpretierter zu seinem Lebenstil paßt. Oder - wie bei uns - so ein 'Mittelprächtiger' :-)))

Dann kommen Fragen der eigenen Natur ins Spiel : wie steht es mit meiner Geduld ?
Nur wenn ich wirklich geduldig und bereit zu längerer Suche bin (Andreas Riedel wartete 2 Jahre auf seinen wundervollen BigJim, und wir warten diesmal 5 Monate) dann kann ich einen tollen vitalen Bulldog-Nachwuchs finden, der einer möglichst korrekten Standardinterpretation entspricht, die, noch einmal gesagt, natürlich KLEINE Schönheitsfehler nicht ausschließt. (Oder ich bin der Glückspilz total und 'stolpere' direkt über solch einen Hund :-))

Die Kostenfrage sollte der Welpensucher zunächst hinten anstellen. Wobei hier die Faustregel gelten mag : die Ganzbilligen sind - genauso wie die Ganzteuren - der einen oder aber der anderen Fehlinterpretation des Standards verdächtig. ((Nicht nur beim Bulldog liegt das Gold in der Mitte :-))


Eine große Bitte

Diese Welpen sagen Euch : 'Bitte kauft uns nicht im Hundehandel. Unsere Mama leidet dort, weil sie immer nur mehr von uns machen muß. Und wir werden von ihr fortgenommen, wenn wir sie doch noch so brauchen. Bitte, seid gut zu uns und kauft uns nicht beim Händler.'


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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Unser Tierarzt und
Bulldog Spezialist

Tier-Gesundheitszentrum Peter Söhl
Lichtenau/Paderborn




Standard des English Bulldog, gültig seit Oktober 2009



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und von Zeit zu Zeit Vorstellung guter Würfe:

Update: 21. 3. 2008

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Cornelia Savory-Deermann


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