Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Archiv-Organisation vom 15. Juli 2009:

Archiv Mai 2005 - August 2008 :

Die Beiträge zu diesem Thema - von September 2008 bis heute - erreichen Sie über das Thematische Inhaltsverzeichnis in den jeweiligen Monatsarchiven.


Der Bulldog weltweit


Montag, Januar 28, 2008

Der Bulldog in den USA :

Seit 75 Jahren wieder unter den TOP 10 !


Klaus Steigler, Herrchen von Berta und Willie aus Alaska/USA, schickte und diesen Link zu den CNN-Nachrichten in USA. Danke Klaus :-)

Die Nachricht "Der Bulldog ist wieder unter den TOP 10" wurde als Video gebracht. Die Sprecherin des AKC, Lisa Peterson, erzählte, das letztemal sei ein Bulldog 1935, also vor 75 Jahren, unter den TOP 10 gewesen. 1915 war er auf dem 5. Platz, und in 2007 ist er auf den 10. Platz hochgerutscht. Das freut uns sehr :-))

Lisa erzählt im Video etwas über das Wesen des Bulldogs: er ist anpassungsfähig an städtische sowie ländliche Wohnbedingungen, ist ein großer Schmuser, braucht nicht viel sportliche Betätigung, liebt Kinder. "Dann ist er ein glücklicher Hund :-)"

Die Rangliste der TOP 10 wird vom AKC, anhand der dort gemeldeten Hundebesitzer, ermittelt. Zum AKC informiert Lisa u.A., dass die Mitgliedsbeiträge Stiftungen und Forschungsinstituten zugute kommen, welche sie auch im Einzelnen nennt.
Der AKC ist in etwa dem VDH vergleichbar; er ist meiner Einschätzung nach aber für die Hundewelt in USA bedeutsamer, als der VDH es heutzutage für Deutschland (nur 20% Marktanteil in D) ist. Außerdem glaube ich nicht, dass der VDH Forschungseinrichtungen finanziell unterstützt. Sollte ich mich hier täuschen, bitte ich um Korrektur.


In Los Angeles steht der Bulldog auf Platz 2 der TOP 10 !

Los Angeles, das heißt auch Hollywood:

  • George Clooney hat einen 10 Jahre alten Bulldog Bulldog namens Lou. Er kaufte Lou und Bud Ende 1997, wie ich beim Googeln herausfand. Die Züchterin Boo (Michigan) sagt:
    "Er hatte immer schon Bulldogs. Lange Zeit suchte er jetzt, um die Richtigen für sich zu finden."
    In 2006 starb Bud. Clooney zu "USA Today":
    "It's strange how animals become a big part of your family. They really become a big issue with you." ..."I remember how sad I felt when my Bulldog George died. They are such wonderful characters and much more interesting than a lot of people."

  • Der Komiker und Autor Adam Sanders hat eine Webseite für seine Bulldogs Matzoball und Meatball eingerichtet, von der aus viele Bilder und auch viele lustige Videos über die Beiden angeklickt werden können.
    Rafaela Schuda erzählte mir: Zu seiner Hochzeit wollte Sanders seinen Bulldog in der Kirche dabei haben. Wegen der "Haarerei" wurde das nicht erlaubt. So ließ Sanders einen Bulldog-Frack maßschneidern, keine "Haarerei-Probleme" mehr, sein Bulldog durfte mit in die Kirche!
    Rafaela fand noch DIES in einem Forum. Sie schreibt: "Die Leute machen sich darüber lustig, wie er seine Tochter füttert : genau so "stark" wie seinen Bulldog."

Unten noch ein herrlich gelungener Schnappschuß, der gute Laune macht, weil er den Spaß im Umgang mit einem Bulldog zeigt :-). Er ziert eine Hauptseite der "Anchorage Daily News" im Dezember 07. Der auf diesem Bild-Ausschnitt "abgeschnittene" Text (oben rechts) dazu:

"Schauspielerin Drew Barrymore bekam einen Überraschungsbesuch von Hugo, dem Hund unseres Fotografen."
Danke Doris und Klaus für´s Zuschicken der Seite!



Bei Uli Stein "Notizbuch" ist Emma wieder abgebildet

am 26.01.! Liebe Cornelia,

Damit Du wieder was zum Kichern hast. Alles Liebe, Kathrin und Emma
Danke für Deinen Tipp, Kathrin :-))

Ein Fundstück: "Check-in am Lufthansa-Schalter in Mailand : Bald auch für Flüge in die USA ?"


Donnerstag, Dezember 13, 2007

Heute schreibt Gastbloggerin Doris Ehrenstein begeistert:

Eine ganz vitale, 13jährige Bulldoghündin !


Hallo Cornelia, heute Neuigkeiten aus Talkeetna, Alaska! Ich erfuhr, das seit Oktober in meiner Nachbarschaft eine ältere Dame mit 2 Bulldogs wohnt.

Zunächst war ich skeptisch und hielt dies für ein Gerücht. Ich ging jedoch der Sache nach und Du wirst es nicht glauben, ich erfuhr den Namen dieser Dame. Kurz, ich rief an und sie sagte, "ja ich habe eine 13 Jahre alte Englische Bulldoghündin (die nicht sabbert) und einen 2 1/2 jährigen Amerikanischen Bulldog."

Ich war ganz aufgeregt, ich wollte die alte "Hundedame" sehen. Bei dem Telefongespräch (nur über Bulldogs) verabredeten wir uns und ich durfte am nächsten Tag zur Besichtigung kommen. Mit Cookies und mit Fotos von Berta und Willie machte ich mich auf den Weg. Ich ging zur Haustüre und vor mir stand eine Englische Bulldogge.

Für mich war es nach über "40 Hunde-Erfahrungsjahren" das erste Mal, dass ich einen solch vitalen, immer noch springlebendigen alten Bulldog sah. Im Haus begrüßte sie mich stürmich, gab Pfötchen, holte ihr Spielzeug (Quietsch-Plüsch-Tier) und nahm meine Cookies.

Audrey, so heißt die Dame, liebt ihre Beebe, so heißt der Bulldog, sehr und pflegt sie außerordentlich gut. Alte Hunde riechen oft, besonders aus dem Mund. Jedoch Beebe nicht. Die Falten sind nicht feucht, und die Ohren sind sauber. Ihre Augen sind immer noch wunderbar klar und strahlen. Ich war beeindruckt.


Audrey holte alte Bilder und die Ahnentafel.

Mit 2 1/2 Jahren hatte Beebe einen Wurf. Es war eine Normalgeburt (9 Welpen: 5 Boys und 4 Girls), d.h. 2 Welpen wurden bei Audrey geboren, und da es nicht weiter ging bekam Audrey es mit der Angst, nahm Beebe und die beiden Welpen und fuhr zum Tierarzt. Dies alles ereignete sich auf dem Land (Texas), und nach einer schrecklich angsterfüllten Stunde war sie endlich beim Tierarzt angekommen. Und sie traute ihren Augen nicht, 2 weitere Welpen waren im Auto geboren. Die restlichlichen, es waren noch 5, kamen dann in aller Ruhe beim Tierarzt normal zur Welt.

Als sie meine Fotos von Berta und Willie sah, meinte sie, "die beiden sind wunderschön! Aber ich wollte keinen Show Dog und auch nicht züchten - vielleicht einen Wurf?! - den Deckrüden damals schlug mir Beebes Züchterin vor." ... "Für mich kam nur ein Kamerad infrage, d.h. ich wollte ein PET, und ich habe eine wundervolle Beebe, die in 13 Jahren nie krank war."

Die Fotos, die ich von den Welpen gesehen habe, begeisterten mich und auch die beiden Rüden, die Audrey behalten hat, waren extrem schön (auf den Fotos 2 und 3 Jahre alt). Ich hätte sie beide gekauft. Leider sind beide früh (mit 4 und 5 Jahren) an Krebs gestorben. Auf weiteren Fotos habe ich 4 andere von Beebes Welpen als Erwachsene gesehen. Kaum zu glauben, dass diese Hündin so schöne Nachkommen hat.

Nun noch mal zu Beebe, dem Anlass meines Besuches bei Audrey. Sie ist ein so vitaler Bulldog, sie läuft, nein rennt durch den Schnee, freut sich ihres Lebens, geht die Treppen rauf und runter, kein Humpeln, nichts. Sie hatte nie im Leben Atemprobleme, wie Audrey erzählt. Beebe ist auch klug und hört immer noch scharf. Sagt Audrey zu ihr "hol die Kissen", dann läuft sie los und holt alle Kissen von Sofa und baut sich damit ihre Höhle, d.h. sie setzt sich auf dem Boden mitten in die Kissen hinein.

Ein Spaziergang von 20 - 30 Minuten gehört zu Beebes und Audreys Tagesordnung, allerdings darf die Temperatur nicht unter -15 Grad sein.

Für mich ist das alles ein Phänomen. Beebe ist alles andere als schön, nichts stimmt (im Sinne des Standards) bei ihr. Ihr Kopf ist zu kein, die Ohren viel zu gross (Fledermaus) und die Beine zu dünn. Beinahe hätte ich vergessen, dass doch etwas korrekt ist : es ist der kurze Schwanz! Sie kann ihn anheben, damit wackeln, und er ist gerade.

Ich sah mir die Ahnentafel (AKC Papiere) genau an und zählte 20 Champions. Sie hat extrem gute Gene in sich - und diese weiter vererbt.

Ich wünsche mir, meine Bulldogs würden dieses Alter von Beebe erreichen!
Liebe Grüße, Deine Doris



Sonntag, Juli 22, 2007

Vaterschaftstest


In den USA steht in den AKC-Papieren von Welpen aus wirklich guten Zwingern ein Vermerk über den DNA-Test zur überprüfbaren Feststellung des Vaters des Welpen. Warum?

Zum einen geschieht diese DNA-Bestimmung beim Welpen einfach aus Qualitäts-Bewußtsein. Denn so ist ein Betrug mit "dazugelegten Welpen" (zumindest über den genannten Vater) beweisbar. Denn: billig aufgekaufte Welpen aus Hinterhofzuchten zu einem eigenen Wurf "dazuzulegen", das ist längst nicht so selten, wie man als "Normalbürger" meinen mag. Die Hundezüchter- und Hundehändlerszene ist vielfach von der gleichen miesen "Gewinn-Methodik" geprägt, wie z.B. mancher Gebrauchtwagenmarkt...

Es gibt aber noch einen weiteren Grund für DNA-Bestimmungen:
In den USA decken oft - vom Züchter gewollt - zwei (mehr oder weniger) gleichwertige Rüden eine läufige Hündin. Warum?

Decken mehrere Rüden eine Hündin, so wird sich der vitalere Samen durchsetzen; und damit der in mancher Hinsicht auch vitalere Rüde. Gut für den Fortbestand der Rasse - zumal man heute weiß, dass jahrelange Linieninzucht Vitalitätsverluste erzeugte, und zwar besonders bezüglich der Fruchtbarkeit der Hunde. In diesen Fällen ist ein DNA-Vaterschaftstest natürlich zwingend nötig.


Mittwoch, Juli 18, 2007

Kosmo´s und seiner Geschwister Vorfahren

und ein Bericht über "Marinbull´s All The Way"


Kosmo´s Züchterin Birgit Braum mailte mir gerade schöne Fotos von seinem Vater, Großvater und Urgroßvater.

Kosmo und Käthchen, Vater rechts, Mutter unten, alle im selben Alter fotographiert.

Erstaunliche Zusammenhänge

Friedas Zucht (Goomba) basiert auf einem Sohn des berühmtesten US-Bulldogs aller Zeiten: Marinbull´s All The Way. Und James´Zucht (Floral Garden) ist ebenso stark auf einen Nachkommen (Rusty) dieses "Marinbull´s All The Way" ausgerichtet gewesen. Vielleicht passen deshalb - wie es dieser so ausgeglichene und schöne K-Wurf von Floral Garden zeigt - die Zuchtlinien von Frieda und James so gut zusammen !

Beide Rüden, oben Robbie von "Floral Garden" (Großvater von James), rechts Macho von "Goomba" (Großvater von Frieda), sind Nachkommen des berühmtesten Bulldogs der USA: "Marinbull´s All The Way", genannt Goober. Er brach alle Rekorde, wurde von allen wegen seines freudlichen und lustigen Wesens geliebt und neidlos "Ausnahme-Bulldog" genannt. Er zeugte viele Champions, die so gesund und vital waren wie er selbst, und er wurde 12 Jahre alt.

Sein Nachkomme Robbie (D) starb leider leider vor kurzem 10jährig an Krebs. Sein Nachkomme Macho (USA) ist 10jährig und zeugte gerade - auf natürlichem Weg - noch einmal ein vitales Sixpack :-)


Wer war "Marinbull´s All The Way" ?

HIER ist Seite 2, HIER ist Seite 3, und HIER ist Seite 4 des Berichtes.


Sonntag, Mai 27, 2007

The incredibly ruff life of a mascot


Stu erklärte mir, "ruff" ist hier einerseits wie unser "wuff" zu verstehen, andererseits ist es ein Wortspiel auf "rough" = rauh.

Danke Doris für diesen Zeitungsausschnitt !


Sonntag, April 29, 2007

Bulldogs : verwöhnt, gekrönt, gerettet ;-)


Karin Wettstein, Brittas Frauchen, mailte am 12. Februar 2007:

Hallo Cornelia,
wie versprochen hier ein paar Bilder von Brittas neuem Pullover. Hat so lange gedauert, weil die erste Version aus Strick sich nicht bewährt hat. Das Material hat zu schnell seine Form verloren und rutscht nun. Doch gut wer eine Mutter hat. Sie hat für Britta aus einem Damenschal ein neues Stück gezaubert. Wichtig : man darf auf keinen Fall beim Messen die "Arme vergessen". Ist es nicht schick? Liebe Grüße, Karin


Der schönste Bulldog von Iowa (USA)

Da wir gerade bei "Mode für Bulldogs" sind, HIER ein Link zum Bericht über die Krönungschau (23. 4. 2007) des schönsten Bulldogs von Iowa (USA).

Danke Klaus für diesen Link!

In der Dia-Schau hinter dem Link (oben) sind noch mehr lustige Fotos zu finden.

Bitte beachtet, daß keiner dieser Bulldogs eine große, einzelne Nasenfalte hat! Die ist sowieso nicht standardgerecht, und zudem drückt sie auf die Luftkanäle der Nase. Auf den Profilbildern sieht man außerdem, daß die Nasen etwas länger sind, als bei den Schau-Bulldogs in England und bei uns üblich.

Ich rate sowieso von englischen Zuchtlinien ab, da mir dort das Gesundheitsrisiko erfahrungsgemäß besonders hoch erscheint : die Mode-Interpretation des Standards als "Extrembulldog" (siehe weiter unten) kommt schließlich aus England. In den USA dagegen findet man noch reichlich vitale, "normale" Standardbulldogs, die frei atmen können. Man muß nur danach suchen wollen !


Ein herzbewegender Rettungsakt

USA : Bulldogge Lucy wird von ihrem Herrchen, nachdem sie in einen eiskalten See gefallen, von ihrem Herrchen durch Mund-zu-Maul-Beatmung gerettet. Die BILD-Zeitung griff dies Ereignis am 12. März 2007 auf.

Wer von uns hätte das nicht auch getan????


Donnerstag, April 5, 2007

"Wells Fargo", die freundliche Bank


Vor ein paar Tagen kam diese Mail von Klaus Steigler aus Alaska, Herrchen von Berta und Willie. Manchmal schreibt Klaus in Englisch, so wie diesmal. Ich lasse es unübersetzt, da die meisten Deutschen etwas Englisch verstehen - die wenigsten Amerikaner aber Deutsch. Und wir haben viel amerikanische "BB-Leser / BB-Angucker" :-)

Die Amerikaner sind eine ganz ungewöhnlich hundeliebende Nation! Für sie bedeutet (kollektiv gesehen) "Hund=Lebensqualität".

Good morning Stu & Cornelia,
Today Doris did visit our house bank in Wasilla (Wells Fargo), she stopped at the DRIVE THROUGH (Autoschalter, der per Rohrpost und über Sprechanlage funktioniert). The teller (Bankangestellter) ask her "you have a pet in your car", after Doris did answer "yes, I have two" she was handed out two little packages with two cookies in it & a note (business card size) "a treat for our canine customers". Berta & Willie enjoyed the extra treats from Wells Fargo.
Have a nice day, Klaus

Anmerkung : "Wells Fargo" ist eine der größten Banken der USA. Autoschalter an Banken sind in Amerika - anders als bei uns - üblich.


Mittwoch, März 14, 2007

Eis in Alaska; und hier zuhause ?


In Alaska erlebte ich Eis und Schnee - und immer bei Sonne. Hier ein paar Bilder des Chena Hot Springs Resort am Polarkreis.

Doris und ich kurten hier: Baden im heißen Pool (Bild unten), und die besten Massagen der Welt genossen wir dort im Resort auch. Im grünen Himmels-Bogen der Aurora Borealis sah ich nachts eine Sternschnuppe fliegen...

Die Hotelanlage nimmt Hunde auf, was sehr ungewöhnlich für die USA ist. Wir hatten Berta und Willie aber trotzdem bei Klaus gelassen. Für Bulldogs halten wir es bei Fairbanks im Winter draußen für zu kalt. Allerdings wissen wir von einer Bulldoggerin aus der Gegend von Bremen, daß sie hier einige Jahre mit ihrem Bulldog Chester, der aus einer Alaska-Zucht stammte, lebte.

Als wir dort waren, passierten übrigens nachts 2 Teams des berühmten Yukon Quest diese Station Chena Hot Springs Resort!

Im "Chena Hot Springs Resort" gibt es auch ein Eishotel : innen konstant -5 Grad, außen im Winter -50 bis -30 Grad Celsius. Also richtig gemütlich ;-) in diesem Eishotel : die Bar, eines der Schlafzimmer, tatsächlich mit einer Eis-Toilette ausgestattet! Doris und ich zogen jedoch eine Holzhütte (Bild oben) vor :-))

(Wen es interessiert : hier noch der Link zur Eis-Skulpturen Weltmeisterschaft 2007 in Fairbanks: wir waren von diesen eisigen Gestalten und Szenen ganz ungeheuer beeindruckt! Klickt Euch einmal durch die Seiten, Ihr werdet staunen und staunen :-)
Und in Anchorage fand, als wir dort waren, der jährliche Wettbewerb von Schnee-Skulpturen statt. Hier ein Zeitungsbild darüber.)

Berta und Willie leben über 600 km südlich von Fairbanks in Talkeetna, und die bekannten Bulldogzüchter leben noch weiter südlich in Alaska. Die Bulldogs der Zucht Aurora Bulldogs gefallen mir ganz gut. Die Züchter sind verantwortungsvolle, noch jüngere Leute.


Und hier zuhause in dieser Zeit?

Stu besuchte mit Frieda in Lippstadt Bekannte mit ihren Bulldogs Connor und Hannibal. Das war wohl ein Riesenspaß :-) !

Aber jeder Riesenspaß geht zuende. Auch meiner in Alaska :


Frieda hilft beim Auspacken nach der Reise :-)


Sonntag, Januar 7, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Doris Ehrenstein :

Willie´s vermasselter Auftritt ;-)

Willie schreibt am 5. Dezember 2006


Guten Morgen Frieda, Cornelia und Stu,
ja, es war mal wieder soweit: Heute Morgen, es war noch dunkel, legte Doris dicke Decken ins Auto, Berta und ich wurden mit Avocado-Oel eingesprueht, Nasen eingerieben und dann ins Auto gesetzt. Wir fuhren los.

Doris sagte, wir müssen jetzt 1 1/2 bis 2 Stunden fahren, es ist glatt und kalt : -20 Grad! Das war uns egal. Wir lagen warm im Auto, und kaum waren wir auf der Hauptstrasse, machte Doris das Radio an und wir begannen zu schnarchen. Wir übertönten das Radio, bis es schließlich abgeschaltet wurde. So ein Krach am frühen Morgen!

Wo ging es hin, ich ahnte Schreckliches. Und ich hatte Recht : ins Dog Studio! Es ging um die nächsten Kalender 2008 und 2009.

Am Studio angekommen wurden wir schon herzlichst begrüßt. "Der Willie ist aber gross geworden! Und wie schön er aussieht." Alle guckten diesmal mich zuerst an, dann streichelten sie Berta. Randi (die Fotografin) sagte: "Dieses Mal fangen wir mit Willie an." Berta kam in den Kennel, da sie dauernd herumlief und alles beschnuffelte.

Ich wurde zwischen zwei Pumpkins gesetzt, die Scheinwerfer gingen an, und ich war auf und davon. Nach längerem Fangenspielen gaben Randi und die beiden Helfer auf, ich hatte gewonnen. Ich schüttelte die Stoffenten, dann kaute ich auf einer Plastikkuh, und Randi sagte: "Er soll sich erst etwas ausruhen, ich glaube er ist unter Stress und das darf nicht sein." So, dachte ich, sie versteht was von Bulldogs und legte mich auf den Boden und schnarchte.

"Also, fotografieren wir erst Berta." Berta kam an die Reihe, und ihr glaubt es kaum, sie tat alles was man ihr sagte. Ich war sauer, wir wollten doch so richtig toben bei den tollen Spielsachen.

Randi meinte: "Berta sieht einmalig aus, wir nennen sie "Little Princess." Berta genoss es. Dann gab es eine große Schüssel Doggie-Bisquits, ich schoss direkt darauf los, sie waren aber aus Plastik. Nun war ich endgültig beleidigt. Ich dachte mir, ich werde aber auch überhaupt nichts tun, was sie zu mir sagen. Und ich hielt Wort.

Berta war inzwischen fertig, 4 ganze Filmrollen wurden verbraucht. Genüsslich legte sie sich aufs Sofa. Nun sagte Randy: "Wir machen einen neuen Versuch mit Willie." Ich dachte, versuch's mal!!!

Sie setzte mich wieder auf so ein doofes Bettuch mit Herzen und Blumen, und als sie näher kam, um mich zurecht zu rücken, da habe ich ihr erstmal so richtig ins Gesicht genießt. Anschließend machte ich "Shake", damit sie nicht böse war. Aber Randi war unermüdlich, sie setzte mich doch wieder auf dieses fürchterliche Bettuch. Da habe ich mich rumgedreht und an die Wand geguckt. Sollte sie doch meinen Rücken fotografieren.

Sie meinte nach fast 5 Stunden fotografieren, Requisiten hin- und herräumen : "Hören wir für heute auf." Sie packte die Kamera ein und knipste die Scheinwerfer aus. Da habe ich mich rumgedreht und mich langgestreckt genüsslich auf das Bettuch gelegt.

Randi meinte : "Bulldogs sind was besonderes, ich soll tun was sie wollen, alle anderen Hunde tun was ich will."

Da sie aber unbedingt Bilder von mir machen will, muss ich im Januar wiederkommen, aber zu AUSSEN-AUFNAHMEN IM SCHNEE. Das gefällt mir schon besser. Ich werde mich auch dann ordentlich benehmen. Also, Ihr werdet von mir hören, wie der nächste Termin abläuft. Ich bin nun müde und will schlafen und schnarchen. Berta auch!
Liebe Grüße, Euer Willie

Willie schreibt am 6. Januar 2007

Guten Morgen Frieda, Cornelia und Stu,
jetzt ist es mir zu kalt für Außenaufnahmen! Doris sagt, es sind -41 Grad Celsius. Ich renne nur so schnell ich kann zwei Meter zum Pipimachen raus. Und sofort wieder rein. Die bunten Vögel beobachte ich lieber drinnen vom Sessel aus. Ich wandere dazu von Sessel zu Sessel.

Bei Euch ist es nicht so kalt, sagt Doris. Frieda, du kannst noch Eichhörnchen draußen jagen, das ist toll! Hier haben wir Erdhörnchen, und die bauen sich Tunnel und Höhlen mitten im Schnee. Ich glaube die machen das, weil es ihnen draußen auch zu kalt ist. Unter dem Schnee kann ich sie nicht mehr beobachten. Nur im Sommer kann ich das. Dafür habe ich jetzt so viele Vögel hier wie sonst nie, Doris sagt 50! Ich glaube, sie füttert die Vögel für mich!

Sonst ist es jetzt langweilig hier, so nur im Haus. Deshalb habe ich mir ein neues Ballspiel überlegt. Mit meinen Pfoten schupse ich den Ball weg. Dann springe ich mit allen 4en hoch und werfe mich drauf, um ihn zu erwischen. Doris sagt, ich bin geschickt wie eine Katze! Ich denke aber, ich bin geschickt wie ein Tiger!!
Liebe Grüße, Euer Willie


Samstag, Dezember 2, 2006

Hunde in der Türkei


Während Stu mit großer Begeisterung Frieda und Gino zu Hause hütete, (siehe BB-Beitrag 12. 11. 06) war ich für eine Woche auf (einer gewonnenen) Rundreise an der südlichen Mittelmeerküste der Türkei.

Auf Reisen begegnet mir immer ein Bulldog - und sei es einer aus Ton oder Holz. Aber in der Türkei ??? - dachte ich....

Bei dem weltweit einzigartigen Naturwunder der Sinterterrasen im Taurus bei Pamukkale, direkt neben der antiken Stadt Hierapolis (dt.: "Heilige Stadt"), da stöberte ich im Hotellädchen herum und fand meinen Bulldog : einen handgearbeiteten aus Meerschaum (Sepiolith), zwischen wundervoll schönen Meerschaumpfeifen sitzend! Übrigens wird Meerschaum-Gestein einzig in der Türkei, und da auch nur an einer einzigen Stelle, gefunden.

Meine Erwartungen an den Stellenwert der Hunde in der Türkei waren geprägt von der so oft elenden Situation der Hunde in Südspanien, Tunesien und anderen Mittelmeerländern. Aber zu meiner großen Überraschung sah ich überhaupt kein Hundeelend an der südlichen Mittelmeerküste und im noch wirklich wilden Taurusgebirge. Alle Hunde, die wir bei unseren Ausflügen am Strand oder in den Bergdörfern herumlaufen sahen, machten einen gesunden Eindruck. Sie waren schlank, aber nicht mager, mit dichtem gesundem Fell ausgestattet und von freundlichem, unaufdringlichem Wesen; einige Zecken waren alles, was wir an "Üblem" bei ihnen feststellen konnten. Sie gehörten alle mehr oder weniger zum Typ Anatolischer Hirtenhund.

Während einer Fluß-Schiffsfahrt legten wir an einer Sandbank zum Mittagessen an. Es gab Forelle (SEHR lecker zubereitet) - und der Kapitän gab den zwei Hunden am Ufer einige Fischköpfe ganz selbstverständlich ab. Ich tat es ihm gleich - die Hunde nahmen diese Leckerli völlig ruhig und vorsichtig aus meiner Hand. Sie waren es offensichtlich gewohnt, Reste des Essens per Hand zu bekommen.

Unsere charmante, türkische Reiseleiterin erklärte uns, diese Hunde hier wären Schutz- und Arbeitshunde für die Menschen. Mir fiel außerdem auf, daß nur relativ wenige Hunde in den Dörfern und bei den nomadenartigen Zelt-Hütten im Gebirge herum liefen. Unsere Reiseleiterin informierte uns wieder: in sehr vielen Gemeinden würden - offensichtlich besitzerlose - Hunde eingefangen, kastriert (auf Gemeindekosten) und dann wieder frei gelassen. Tierheime brauche man auch deshalb nicht so viele. Eine vorbildliche Regelung, dachte ich beeindruckt!

Noch kurz etwas zu Katzen: in allen (5Sterne) Hotels, in denen wir auf unserer Rundreise übernachteten, liefen mehrere Katzen im Restaurant frei herum. Irgendjemand meinte dazu wohlwollend lächelnd: "Ägyptisches Erbe hier, die Katzen sind wohl immer noch heilig ;-)"

Dienstag, November 14, 2006

Ungewöhnliche Begegnungen


Am Erntedankfest (1.Oktober) fand in Lichtenau ( in OWL !) ein kleiner Jahrmarkt statt.

Für uns war dort der Höhepunkt ein UHU, den ich auf dem Arm halten durfte, und der sich von mir streicheln und kraulen ließ. Für Frieda war das der Höhepunkt des Beleidigtseins : ein Vogel, der auch noch genau wie sie "gekleidet" war - grrrr. Und er stahl ihr JEDE Aufmerksamkeit - kkkrrrrrr.

Weiter die Dorfmeile entlang : Frieda wurde fotografiert und gestreichelt, wie sie es inzwischen von aller Welt erwartet :-)). Dann kam ein Stand, vor dem gesponnen und gefilzt wurde. Ich verschwand darin und kam mit einem Hut heraus, der eine Kreuzung zwischen "Harry Potter- und Wilddieb-Hut" genannt werden muß ;-)

Ab sofort sah niemand mehr Frieda an :-(((, obwohl sie doch so fein mit ihrer schußsicheren Bullyzei-Weste angezogen war! Ihr Freund und Tierarzt Peter hatte die für sie besorgt! Denn den Leuten fiel nur noch das Kinn herunter (wörtlich), als sie mich in diesem Hut sahen. Ich wurde gleich mehrfach um Fotoerlaubnis gebeten - und Friedachen stand unbeachtet am Rande des Geschehens...


Eine weitere ungewöhnliche Begegnung :

Am nächsten Morgen waren wir zum Frühstücken in ein schönes altes Renaissance-Hotel an den Paderquellen gefahren. Einige amerikanische Hotelgäste frühstückten auch gerade : eine der Damen sprach uns an, weil sie (welch Zufall :-) 2 Bulldogs zuhause hat! Einen aus Virginia und den anderen aus Kalifornien, wie sie erzählte; und sie selbst lebt mit ihren Bulldogs in Hawaii.

Sofort fragte Stu sie nach Jim und Lilly Gribbins, Bulldogzüchtern in Hawaii, die uns 1994, während unseres Urlaubs dort, zu einer Dinnerparty eingeladen hatten; (darüber erzähle ich ein andermal.) Ja, da trifft man mitten in Paderborn Bulldogger aus Hawaii, und hat als gemeinsamen Bekannten auch noch den Bulldogzüchter dort, der die Hunde der Serie "Der Dicke und ich" gezüchtet hatte.

Jim und Lilly sind inzwischen uralt, wenn sie überhaupt noch leben, erzählte die Dame, und ihre Zucht gibt es nicht mehr. Einer der früheren Bulldogs dieser Bulldoggerin war aus Gribbins Zucht. Diese Bulldogs waren tropenfest, das kann ich Euch sagen. Wunderbare typvolle Bulldogs - ohne Atemnot sogar im heißen und feuchten Klima dort!


Samstag, August 5, 2006

Heute erzählt Gastbloggerin Helen B. Abby

Winston Montana Brown


July 16 : Hi Stu and Cornelia,

I just visited your Bulldog Blog and it gives me such happiness to look at the photos. There seems to be a new one where the dear Bulldog is trying to get some tid bits from a plate on the table. His, her face is just wonderful. I have Wilma's picture right next to my computer, the one where she is rolling on her back laughing.

A friend came over and helped me scan and send these two photos to you.

They are both of the infinitely wonderful Winston Montana Brown, so name because he was born in a tiny town in the state of Montana called "Big Timber." This was about 40 years ago and he was my third of four wonderful Bulldogs.

Meeting Winston was kind of an amusing story because at the time I was living in Montana in a town about 25 miles away from Big Timber... I was working at a trucking company and earning $2.10 an hour - even a pittance then so I had little money to spend on a Bulldog without writing home to my dad for the money. He would have sent it gladly because he too loved Bulldogs and was just a generous man-- anyway. I took my last, $125.00 in my checking account and wrote a check for Winston, an 8 week old puppy.

We lived happily in Montana for a year or so and then missed home in San Francisco too much and moved back to the city. While in Montana though the owner of the trucking company was very enlightened. He permitted all the employees to bring their dogs to work and they did. Winston was the only puppy though and was just loved by everyone and as you can imagine he was very well socialized though I think Bulldogs "come that way" because they are just so sweet that people are attracted to them.

He lived to be 15 which is a very unusual long life for a Bulldog and was pretty healthy.

The Bulldog flower photo is of Winston in Montana at about one year old.

The Christmas picture was taken about 3 years later in my fathers house in San Rafael. Note the scarcity of ornaments on the low branches. Winston had removed them... We thought him so clever to do that and his strong jaws never broke one. As you can see he was very pampered and much loved like Wilma and Frieda.

Hope you like the photos. I will select some of the other wonderful four Bulldogs, Noel, Amy, and Oliver and send them along with brief stories.

Hope all is well. Helen

July 11: Hi Stu, Cornelia and dear Frieda too of course,

... The commemorative stamp is very interesting...
I bought two of them at a stamp show here in Marin many years ago. If I can find the second one, I will send it to you and Cornelia. The other one I framed and I'll try to get it xeroxed ...

... Hugs to beautiful Frieda. I think that photos of her as she conducts her daily activities, up and down the side margins of your blog would be a wonderful artistic addition. Ha!



Donnerstag, August 3, 2006

"Goomba´s Berta" - der Shooting-Star ;-)


Browntrout Publishers (USA) sind auf Tierfotographien spezialisiert. Sie bringen unter anderem jedes Jahr circa 7 verschiedene Bulldogkalender, in vielen Formaten, heraus. Daneben gibt es diverse Geschenkartikel für Hundefans.

Von 15 Hunderassen gibt es z.B. Notizblöcke mit dem kleinen Foto eines besonders typischen und freundlichen Hundes der jeweiligen Rasse : auf jedem Blatt oben links.

Eine dieser 15 Rassen ist unser Bulldog : gerade ist solch ein Notizblock ($ 5) herausgekommen. Das Tolle daran : ein Foto von "Goombas Alaska Queen" = "Berta Ehrenstein" ziert jedes einzelne Blatt!

Bertas Verwandschaft hier in Germany - Frieda, Dreamboy, Connor und Geschwister - ist besonders stolz auf ihre illustre Cousine, Schwester, Tante :-)))

Doris Ehrenstein kommt zum diesjährigen Herbsttreffen des "VdFEB (1980-2009)" aus Alaska angeflogen, leider OHNE Berta und Willie :-)). Sie bringt von diesen Notizblöcken einige mit. Berta ist AUCH in zweien der Bulldogkalender 2007 : einmal als Valentins-Girl (Februar) und einmal lustig auf einem Hocker sich drehend (April). Doris bringt ebenso einige dieser Kalender mit : Vorzugspreis und natürlich ohne Versandkosten :-). Über die Kalender - und über die Story, wie es zu diesen Fotos kam - werde ich auch noch bloggen.


Fotos für Kalender ...

sind humorvoll typisierende Sympathieträger für die jeweilige Rasse. Es geht nicht um deren gerade modische Standard-Interpretation, sondern um Akzente des gemeinsamen Lebens mit ihnen. Ihre Individualität wird betont. Deshalb sind die Kalender ja so beliebt.


Ausstellungsfotos dagegen ...

... der Hund als Kompensationsobjekt
zeigen fast immer erstarrte Modepuppen in immer gleicher Position. Allein schon diese so langweiligen "Ausstellungs-Siegerfotos" machen augenfällig, daß hier der Hund als Kompensationsobjekt persönlicher Bedeutungslosigkeit mißbraucht wird. Man kann daran erkennen : Status soll verkauft werden; der Hund als Status-Stütze für Status-Bedürftige ... wie beschämend !

Ein SEHR GUTER ARTIKEL zu diesem Thema steht in der aktuellen Ausgabe (7/8 2006) des Hundemagazins WUFF. Hier die Zusammenfassung des Verlages :


... Jahrmarkt der Eitelkeiten der Hundeaussteller ...
Hundeausstellungen: Lust oder Leid?
Der ursprüngliche Sinn von Hundeausstellungen war die Ermittlung der besten für die Zucht geeigneten Hunde. Heute werden Hundeausstellungen immer häufiger als abstoßender Jahrmarkt der Eitelkeiten der Hundeaussteller und Züchter kritisiert - und als Kniefall vor einer Nachfrage, die unsere vierbeinigen Freunde als gequälte Marionetten missbraucht.


Montag, Juli 17, 2006

Etwas vom "Bulldog Club of America"


Zwei Gemälde aus der Galerie der "Best of Breed" und eine besonders schöne Titelseite.

Der "Bulldog Club of America" (BCA) hat auf seinen Webseiten eine Gemäldegalerie der "Best of Breed" US-Bulldogs von 1949 bis 1998 veröffentlicht. Das obere Bild links ist der Sieger von 1949, das darunter des Siegers von 1998.

Es ist bewundernswert, wie sehr sich über diese 50 Jahre der Sieger-Typ des Bulldogs in den USA gleich geblieben ist. Er ist nicht wie z.B. in Deutschland (VDH/ACEB) in die Breite gegangen und kurzbeinig geworden. Der Sieger-Typ des BCA ist keine modische Massigkeits-Abweichung vom Standard geworden - wie auf den Bildern klar zu erkennen.

Das jährliche Bulldog-Welpenaufkommen liegt in den USA bei weit über 10.000. In 2005 wurden allein beim AKC (American Kennel Club) 8480 Bulldog-Welpen registriert.
In 2005 gab es in Deutschland dagegen nur 81 FCI/VDH -Bulldogwelpen. Die Tendenz ist seit 1994 deutlich sinkend, siehe VDH-Statistik.

Außerhalb des AKC - und des FCI/VDH bei uns - wird MINDESTENS noch einmal die gleiche Anzahl Welpen pro Jahr gezüchtet und/oder produziert. Aber darüber liegen nur Schätzwerte vor.

Rechnet man diese oben genannten offiziellen Zahlen auf die Einwohnerzahlen von den USA und Deutschland um, dann kaufte in den USA in einem Jahr (gerundet) jeder 50-Tausendste Einwohner einen Bulldogwelpen, und in Deutschland jeder Millionste! Dabei ist der Bulldog in den USA und auch in Deutschland sehr populär - wie man aus der vielen Werbung mit ihm als Star ableiten kann; aber er ist erstaunlicherweise BEI UNS trotzden kaum verbreitet!

Das hat mit Sicherheit seine Ursachen in der oft so miesen gesundheitlichen Verfassung des Bulldogs hier, die sich einfach rumgesprochen hat. Eine zweite Ursache dürfte in der oft größenwahnsinnigen Preispolitik vieler deutscher Züchter liegen. Dagegen sind die USA ja fast ein Bulldog Paradies ;-) zu nennen :-))) (Siehe dazu Blog-Beitrag vom 2. Juli 2005)

Wie diese obigen Zahlen dokumentieren, ist der Bulldog-Genpool - kollektiv betrachtet - in den USA groß und somit vielfältig genug, um gesunde UND schöne Bulldogs zu züchten! Der Bulldog-Genpool in Deutschland dagegen? Da braucht man wohl nichts mehr dazu zu sagen :-((( Jedenfalls wiederum kollektiv betrachtet nicht :-((

In den anderen westeuropäischen Ländern dürften die FCI-Zahlen ähnlich tief wie in Deutschland sein. Anders in Osteuropa : der legale und illegale Hundehandel hier bei uns wird sehr stark mit FCI-Welpen von dort beliefert :-((( Es wird oft berichtet, dort "kriegt ja jeder FCI-Papiere!" Wie dem auch sei, wegen dieses starken Exportes nach Westeuropa müßte das jährliche FCI-Welpenaufkommen dort deutlich höher liegen als bei uns! Die optische und gesundheitliche Qualität dieser Händler-FCI/Bulldogs ist sehr zweifelhaft, da es in dieser Szene - sowohl beim Verkäufer als auch beim Käufer - erstmal nur um Geld geht...

Natürlich gibt es in den USA auch Züchter der Überinterpretation des Standards in extreme Breite, Schwere und Tiefe. Sie gewinnen auch gelegentlich regionale Wettbewerbe bei Richtern, die dem derzeitigen Bulldog-Modetyp in England anhängen. Ebenso gibt es Züchter, die ins andere Extrem fallen und den Standard unterinterpretieren. ABER :

Extrem-Bulldogs wurden nie US-gesamt "Best of Breed" !

Vergleiche das Foto eines typischen Europäischen Champions (voriger Beitrag) mit den beiden US-Champions oben und dem korrekten Standard-Bulldog in der rechten Spalte! Diese US-Champions SIND korrekter Standard :-)))

Und zum Abschluß heute ein lustiges Goomba-Foto aus den USA : "Groß wie ein Turnschuh" ;-)), dieser Vetter "King Junior" von Frieda. Und so sieht Goombas King Junior heute aus :-)


Sonntag, April 23, 2006

Noch einmal Gastblogger Willie (Doris Ehrenstein ;-)

Meine neue Riesen-Freundin Diva


Ich muß Euch noch einmal was Tolles erzählen!

Vor ein paar Tagen habe ich eine schöne, langhaarige neue Freundin bekommen. Die ist erst 3 Monate alt und schon so groß wie ich. Aber ich weiß viel mehr als sie. Ich werde schließlich 2 Jahre alt!

Meine neue Freundin heißt "Diva". Ich finde sie sieht auch umwerfend wie eine Diva aus! (Richtig umwerfen kann sie mich natürlich nicht. Dazu bin ich viel zu stark!) Shanny, das ist Divas Frauchen, war ja schon immer meine Freundin. Shanny züchtet solche Riesen-Hunde ! Als Doris mich im vorigen Winter, da war ich noch VIEL jünger als jetzt und Doris ließ mich nicht den Elch hintern Haus verjagen :-(, also als Doris mich im letzten Winter auf einer Schau ausstellte, da hat Shanny mich vorgeführt. Ich wurde Sieger!

Diva kommt aus Rom, eigentlich ja aus Tibet, aber in Rom ist sie geboren. Ich glaube Diva ist sehr mutig, da sie so eine Flugreise gemacht hat. Mit Umsteigen!! Doris hat mir nämlich erzählt, daß ein Bulldog, sogar ein Namensvetter von mir, nach einem Flug von New York nach San Francisco im Airport gestorben ist. Das waren böse Menschen dort, die haben ihn einfach über 5 Stunden in einer Frachthalle vergessen! Und sein Herrchen belogen!

Aber Diva hat einen tollen Flug gehabt: von Rom nach Atlanta, dann nach Seattle, und dann zu uns nach Anchorage in Alaska. Shanny hat Diva in Seattle abgeholt und durfte im gar nicht ungemütlichen Spezial-Frachtraum sehen, wie diese kleine Diva standesgemäß untergebracht wurde.

Ich bin ja auch mit 3 Monaten über den Kontinent geflogen. Aber ich erinnere mich nur an Doris, die mich auf dem Schoß hatte. Der Pilot hat das erlaubt, weil ich so ein lieber Bulldog bin!

Euer guter Freund Willie.

Berta grüßt Euch auch. Das nächste Mal will SIE wieder schreiben.



Freitag, April 21, 2006

Heute schreibt uns Gastblogger Willie (Doris Ehrenstein ;-)

Eine Hunde-Geburtstagsfeier


Guten Morgen Cornelia, Stu und Frieda!
Heute muss ich, Euer guter Freund Willie, was ganz Tolles berichten. Ich war auf einer Hundegeburtstagsfeier eingeladen. Penny wurde 91 (13) Jahre.

Ich glaube Ihr kennt Penny und Doc Yates schon: im Winter tragen beide einen Bärenfell-Parka auf dem Snowmobil. Da hab auch ich gestaunt! Aber meine Pferdedecke gefällt mir besser!

Ihr müßt wissen, hier in den USA dürfen Hunde nicht in Restaurants oder Hotels, und deshalb war es besonders aufregend nicht privat, sondern in einem PUB zu feiern. Doc Yates hat deshalb gleich den ganzen Pub für uns gemietet. Und Kauknochen zwischen die Luftballons an die Decke gehängt. Das war dumm, denn da kam ich nicht dran !

Doris hatte eine Geburtstagstorte für Penny gebacken (das Rezept hierfür schreibt sie am Schluss), und wir fuhren zum WEST RIB PUB. Ich war so aufgeregt, dass ich mich ganz geduckt, wie ein Tiger, leise in den großen Raum schlich. Ich hatte Recht vorsichtig zu sein, denn ich bekam ein Hütchen aufgesetzt! Doris meinte auf meinen kritischen Blick, das sei in Amerika so. Und es stünde mir gut! Und Doris hat fast immer Recht!

Da waren viele Menschen und Hunde. Alle Hunde hatten so ein Hütchen auf. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich beschnüffelte Penny und sie bekam die Torte. Die Würstchen darauf schenkte sie ihrem Herrchen Doc Yates, alles andere teilte sie mit uns. Das war nett von ihr! Auf ihrem Halstuch stand geschrieben: "If you can read this, pet me!" Natürlich kann ich inzwischen mit meinen fast 2 Jahren lesen und schreiben! Also habe ich ihr noch ein Küßchen gegeben.

Dann guckten mich die Menschen an und tuschelten; ich konnte nichts verstehen. Aber Doris sagte, das ist "Pretty Boy Floyd", aber ihr könnt auch Willie zu ihm sagen. Und dann sah ich so viele Hunde, Labradore, Schäferhunde, Border Collies - um nur einige zu nennen. Jedenfalls hatten alle lange Schnauzen und ich dachte, so wie die aussehen, bin ich doch etwas Besonderes. Wir waren insgesamt 26 Hunde. Jeder bekam einen HOT DOG zu essen, einige bekamen 2, auch ich durfte 2 essen. Das war gut so, denn von Doris´ Kuchen sind wir 26 Hunde nicht ganz satt geworden. Bei mir ist das ja selbstverständlich, aber auch von den anderen Hunden hat keiner gebellt oder gezankt, um einen Hot Dog zu bekommen!

Anschließend habe ich jeden Menschen begrüßt und fast alle Hunde beschnüffelt. Doc Yates mag ich am liebsten, deshalb ging ich immer wieder zu ihm. Er sah mich lange und freundlich an und dann sagte er: "Ich weiß warum Willie immer zu mir kommt, ich sehe ihm ähnlich : klein und breit!" Alle lachten; ich auch, denn so hatte ich das noch nicht betrachtet.

Da wir alle friedlich waren und keiner von uns bellte, durften wir auch von der Leine. Ich habe auf dem Barstuhl an der Theke gesessen, Kopf an Kopf mit den Menschen, so eine Party ist jedoch sehr aufregend, und ich wollte wieder auf den Boden und mich ein wenig ausruhen. Das bedeutete laut schnarchen. Alle lachten, ich war wieder wach.

Wer wollte, durfte auch etwas Bier trinken, habe ich auch probiert, schmeckte mir aber nicht (die Langschnauzen-Hunde tranken alle Bier).

Inzwischen war es 22.30 Uhr und ich war seit 19 Uhr da. Doris meinte, wir müssen nun nach Hause fahren, denn Berta war ja zuhause bei Klaus geblieben. Nach diesem tollen Ereignis bin ich heute noch müde, habe fast den ganzen Tag geschlafen. Ich hätte niemals gedacht, daß eine Party so müde macht. Doris schimpft mit der Kamera, weil das Starbild von mir mit Penny nicht scharf ist. Wenn sie will, zerbeiße ich die Kamera sofort für sie !

Liebe Grüße, Euer Willie.
PS: Jetzt schreibt Doris Euch das Rezept für diesen tollen Geburtstagskuchen auf.

Zutaten: 500 gr Rindergehacktes (mager), 1 Ei, klein gehackte Petersilie, 2 Möhren geraspelt, Haferflocken. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen und den Teig in eine Springform füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 30 -35 Minuten backen. Erkalten lassen und dann aus der Form nehmen. Als Kerzenersatz den Kuchen mit Cocktailwürstchen bestücken - in der Anzahl der Geburtstagsjahre.


Montag, April 17, 2006

Zuchtgenehmigungen

beim "Bulldog Club of America"


Der Bulldog Club of America (BCA), gegründet 1890, hat über 2800 Mitglieder, die sich auf annähernd 60 lokale Einzel-Zuchtvereine verteilen.

Dies gelinkte Dokument mit allgemeinen Informationen zum Bulldog und zur Bulldog-Zucht (vom BCA) bekamen wir vom "American Kennel Club" (AKC) mit Friedas Papieren zugeschickt.

Auf der Rückseite steht, siehe auch Blog-Beitrag 2.7.2005, daß ein verantwortungsvoller Züchter Welpen, die zur Weiterzucht zu untypisch oder zu fehlerhaft sind, nicht zur Weiterzucht mit AKC-Papieren zuläßt - und zwar durch die Vergabe einer nur eingeschränkten Registrierung (limited registration) beim AKC. Gute Regelung!

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Die Kastration wird für solche Nicht-Zuchthunde vom AKC empfohlen. In der Regel wird in den USA schon ganz früh kastriert: für die Hündin bedeutet das vor der 1. Hitze. Europäische Tierärzte halten dies meist für verfrüht. Der als noch Jugendlicher kastrierte Hund wird nämlich - wenigstens statistisch gesehen - ein ewig Jugendlicher in seinem Wesen bleiben.

Wir vermuten, daß die amerikanische Empfehlung zu solch einer frühen Kastration mit den US-Versicherungspolicen zu tun hat : die Haftpflicht-Versicherungskosten sind dort für jugendlich kastrierte Hunde niedriger als für später kastrierte Hunde. Was aus meiner Sicht nur bestätigt, daß die als Jugendliche kastrierten Hunde ihr Leben lang - mehr oder weniger - unterwürfige Jungtiere bleiben. Deshalb ließen wir unsere Hündinnen immer erst nach der 2. Hitze kastrieren. Sie blieben "richtige Weibchen" und wurden auch nicht dick danach.


Mittwoch, Dezember 21, 2005

Bulldogger finden IMMER Bulldoggen ;-)


Die Fotoleiste mit australischen Bulldogs (siehe Blog-Beitrag vom 10. Dezember) läßt mich an unsere Australienreise (1985) denken. Mein Vater, auch Bulldogger, begleitete Stu und mich bei diesem Abenteuer.
Unsere Alma blieb bei ihrer Dogsitterin (Stu und ich arbeiteten damals beide, und so hatte Alma eine sie täglich ausführende - und sie beschmusende - Dogsitterin. Billy, der Rüde meiner Eltern, blieb bei meiner Mutter zuhause.

Ich schrieb über unsere australische Bulldog-Begegnung schon einmal im "Bulldog-Blatt", (Nr.48 in 1991) der Vereinszeitung des 'Verein der Freunde Englischer Bulldogs. e.V.'. Hier jetzt etwas ausführlicher ;-), damit es auch für damalige Leser noch interessant sein mag.

Mein Vater, Stu und ich hatten in Melbourne für eine Woche einen Trip ins Outback gebucht, ein durchtrainierter und überlebensgeübten Scout führte unsere kleine Gruppe durch völlig unerschlossene, wilde Buntsandsteinwüsten und Geröllsteppen, Holz für das Barbeque-Feuer sammelten wir selbst, und übernachtet wurde auf einsamen Farmen.

In einem kleinen Gelände-Bus ging es los von Alice Springs (bei Ayers Rock). Tankstellen sind im Inneren Australiens rar gesät und deshalb gibt es dort immer Warteschlangen. Wir hatten gerade in Curtin Springs Station vollgetankt (auch die Reservekanister) und wollten weiterfahren, da sah ich zwischen den vielen parkenden Wagen für einen kurzen Moment einen Bulldog vorbeigehen.

Ich schrie: "Haaalt! Da steht ein Bulldog, ich muß raus !!!"

Stu und mein Vater meinten, ich würde halluzinieren... Ich bestand darauf, rauszumüssen, und unser Scout glaubte mir. Er hielt wieder an. Ich lief dorthin, wo ich den Bulldog gesehen hatte, und da stand er!

Er ließ sich genüßlich streicheln, sein Fell fühlte sich sandig an, war aber toll in Ordnung, nur hatte er (wie viele Bulldogs auch hier) ein Zwischenzehengeschwür. Er war ein schöner, wohlproportionierter und schlanker Rüde! Es war dort Frühling und schon morgens 30 Grad Celsius heiß; diesem Bulldog machte das weniger aus als mir!

Dann ließ der Bulldog sich von mir zu unserem Geländebus führen : Stu und mein Vater bekamen den Mund vor Staunen kaum zu ;-)

Ich fragte im Tankstellenbüro nach dem Besitzer des Bulldogs. "Der ist beim Vieh draußen."

Man gab mir die Adresse dieses australischen Ranchers, und wir schrieben ihm später; natürlich war unser Brief voller Fragen nach seinem Bulldog und nach der Haltung eines Bulldogs in solch einem heißen Klima.

Seine von Stu übersetzte Antwort:

Curtin Springs Station, via Alice Springs, New Territorys, Australia 5751, 20.12.1985

Liebe Cornelia, ...
Liebe Cornelia, ich möchte mich zunächst entschuldogen, daß es so lange gedauert hat Deinen Brief zu beantworten. Ich bin weiß Gott kein Briefschreiber und neige dazu, dies vor mir herzuschieben. Zudem habe ich viel Zeit gebraucht, um alles für diese Antwort zur Hand zu haben.

Wir nennen ihn Alex,...
Wir nenen ihn Alex, aber sein voller Name ist "Shyola I´m Alexander", geboren September 1978. Sein Vater war "ChuringaHesajimmy of Mellea", importiert aus Großbritannien unter der Reg.Nr. 66085/75. Seine Mutter war "Wybong Houlahan", Reg.Nr. 408599. Züchter: Herr und Frau H.R.Barry, P.O.Box 132, Smithfield, 5114 South Australia.

... sind die Hitzeprobleme geringer, wenn man sein Tier gesund hält.
Zu Deinen Fragen nach dem hiesigen Wetter: Im Sommer (Dezember) steigt die Temperatur bis zu 45 Grad Celsius an. Aber normalerweise ist es sehr trocken, 5-6 % Luftfeuchtigkeit. Im Winter (Juli) wird es recht windig und kühlt nachts bis zu -8 Grad Celsius ab. Wie bei allen anderen Hunderassen (und anderen Tieren) sind die Hitzeprobleme geringer, wenn man sein Tier gesund hält. Dies bedeutet, daß man den Unterschied zwischen Rippen, Bauch und Hüften sehen kann. Als Du Alex sahst, war er leicht übergewichtig, aber es war ja gegen Winterende.

... stellt er sich draußen unter den Wassersprenkler ...
Wenn die Temperatur 40 Grad übersteigt, bringe ich ihn ins Haus hinein, das eine Klimanlage hat. Dies hilft ihm leichter zu atmen.. Sollte ich nicht da sein, stellt er sich draußen unter den Wasser-Sprenkler und legt sich abgekühlt in den Schatten.

... Normalerweise helfen dann ein paar Pfund gehacktes Rinderfett.
Zu Essen bekommt er nur rohes Rindfleisch, aber keine Innereien. Gelegentlich bekommt er vom Tisch Übriggebliebenes. Er ist phantastisch als Familienhund und hat nie die Kinder angeknurrt. Die einzigen Probleme, die er hat, ist eine Art Asthma, sowie Haut-probleme, die beide immer durch die Hitze und die trockene Luft dabei verursacht werden. Normalerweise helfen dann ein paar Pfund gehacktes Rinderfett. Es muß gehackt sein, sonst würgt er es hoch. Ebenso würgt er Eier und Milch wieder hoch. Dieses Problem hat nur Alex. Die Bulldoghündin, die ich vorher hatte, kannte all diese Probleme nicht. Leider starb sie vor 6 Jahren in Folge einer Blutvergiftung, nachdem sie 3 Wochen zu früh gebar. Sie wurde von Alex gedeckt; ich verlor sie und alle Welpen.

... zwei weitere Bulldogs ...
Es gibt zwar zwei weitere Bulldogs in der Umgebung von Alice Springs, aber leider kenne ich deren Adresse nicht. Ich hoffe das sind alle Informationen, die Du brauchst.
Frohe Weihnachten und alles Gute für 1986. Ashley Severin

Das war Weihnachten vor genau 20 Jahren :-)


Sonntag, Dezember 11, 2005

Hinweis von Gastblogger Stu Savory

Bulldogs in Australien


Webseiten-Tipp auf die andere Seite der Welt : "Deviant Art"

Meine australische Freundin Anna Pashen macht uns aufmerksam auf eine Foto-Datenbank mit einigen tollen Bulldog-Fotos. In Australien gibt es nämlich auch schöne Bulldoggen :-)

Ich habe hier aus 8 Bildern davon einen Dia-Streifen gemacht. Wenn man auf jedes der 8 Fotos klickt, kommt man zum jeweiligen (großen) Originalbild, wenn auch mit längeren Ladezeiten.


Sonntag, November 13, 2005

Hunde in Peru und in Bolivien


Hunde sieht man in Peru und Bolivien fast so viele wie Menschen. Sie laufen alle frei herum, und sie gehören so offensichtlich zu jeder Indianerfamilie, wie auch Kinder es tun.

Trotz dieser Unzahl von Hunden sahen Doris Ehrenstein und ich auf der ganzen Reise nur 4mal einen Haufen auf einer Straße liegen. Die Indianer (der Anteil der Indianer an der Gesamtbevölkerung liegt z.B. in Bolivien bei 80 %) halten Haus und Hof sowie ihre Dörfer ganz sauber. Der Abfall liegt dann immer außerhalb des Dorfes oder der Vorstadt an den Straßen herum, sofern es dort (noch :-( keine Müllabfuhr gibt. Beispielhaft, dieses Sauberhalten der Straßen von Hundekot, dachte ich laut!

Wir sahen übrigens keinen einzigen verwahrlosten oder halbverhungerten Hund, wohl aber waren sie alle sehr schlank. (Aber dicke Menschen sahen wir auch nicht!) Kinder hielten oft einen Welpen wie eine lebendige Puppe zärtlich an sich gedrückt. Das Meerschweinchen dagegen, beliebtes Kuscheltier hier, wird dort nur als Familien-Speisevorrat in einer Küchen- oder Hofecke gefüttert und gehalten. Meerschweinchen kommen dann gehäutet, aber ansonsten komplett in den Ofen ... Sollen wie Kaninchen schmecken - und sich noch schneller als diese vermehren ... praktische Nahrungssicherung ...

Die Hunde suchten sich Futter auf den Märkten und in den Straßen; nie waren sie aggressiv oder aufdringlich. Nun, wir bekamen so viel Fleisch - oft riesige Steaks - in den Hotels zu essen, daß Doris und ich die Tellerreste unserer Mitreisenden erbaten und am nächsten Tag Hunde damit fütterten. Sie nahmen alles sehr sanft und vorsichtig an. Die Kinder machten dann manchmal ihre Augen staunend riesenweit auf und wir gaben ihnen auch. Sie lächelten und teilten mit ihrem Welpen auf ihrem Schoß.

In Arequipa, der 2400 m hoch in einem fruchtbaren Tal gelegenen "Weißen Stadt" (das meint die Stadt der Weißen), sahen wir dann einen schönen, schneeweißen Bulldogrüden!

Wir standen auf der berühmten Brücke, die vom Erbauer des Pariser Eiffelturmes gebaut wurde, und sahen über die Häuser im grünen Flußtal unter uns, die "typisch für die hiesige obere Mittelschicht sind", wie unser hochkompetenter Reiseführer Egbert Ronnefeld ausführte. Wie alle Häuser dort in Peru hatten sie ein mehr oder weniger bewohntes Dach, von dem aus die Hunde oft ihre Straße überwachen :-) Und ich sah so über diese Hausdächer hinweg, da kam aus einer dieser Dachterrassentüren ein weißer Bulldog heraus. Doris sah ihn gleichzeitig. Er spazierte gemütlich herum und legte sich dann - mit dem Kopf zu uns hin, in die Sonne.

Leider hatte ich nur eine Kamera mit kleinem Teleobjektiv dabei - ich versuchte damit mein Bestes... Ihr werdet den Bulldog - weiß in gleißender Sonne - auf dem oben verlinkten Foto kaum finden. Mit bloßem Auge aber war er gut zu sehen, sogar sein Geschlecht ;-). Man erkennt auf der Ausschnittvergrößerung unten seine dunkle Nase und den Schatten seines rechten Ohres. Wären Doris und ich ohne Gruppe dort gewesen, wir hätten im Haus unter dieser Dachterrasse geschellt - und als "Ausweis" Fotos von Frieda, Berta und Willie gezeigt ;-)

Als unsere Gruppe nach ein paar Minuten weiterging - nachdem wir jeden begeistert auf den Bulldog aufmerksam gemacht hatten und von der wenig charmanten deutschen Reiseleiterin vor Ort hören mußten : "Ich dachte zuerst, das sei ein Schwein!" (Sie bekam kein Trinkgeld von uns!), da erhob sich auch der Bulldog und ging die Treppe wieder ins Haus hinunter. Ich hatte das Gefühl, er hatte sich Doris und mir nur zeigen wollen ...

Ein dem Bulldog sehr ähnliches Tier, (Doris fühlte sich stark an Willie erinnert :-), einen Seelöwen-Mann, hatten wir schon am Tag vorher erblickt : bei einem Schiffsausflug zu den streng geschützten Islas Ballestras im Pazifik. Er umwarb eine zierliche Seelöwin abseits der Herde. Herde, das meint 1000e von Seelöwen !!, die in vielen Durchbrüchen, Domen, Bänken und Tunneln der Inselfelsen ruhten und so laut brüllten, daß sie die tosende Brandung noch gewaltig übertönten. ... So, genug abgeschweift zu anderen Tieren :-)

Noch einmal zurück zum Thema "Hund" :

Wir überflogen die (spätestens seit Däniken) berühmten Linien in der Hochebene bei Nasca in einer kleinen Cessna - in einer Höhe von 300 Metern. Anders als aus der Luft waren diese riesenweiten, in den Boden gescharrten Tier-Umrisse wirklich nicht erkennbar. Äußerst rätelhaft! Jedenfalls stellte ich zu meiner Freude fest, daß nicht nur Kondor, Spinne, Wal, Affe usw. dort (von wem und warum auch immer) verewigt waren, sondern auch ein Hund! Dieser Hund sieht dem Schatten eines gewöhnlichen Indianerhundes durchaus ähnlich. Licht und Schattenwurf zu signifikanten Tagen, wie z.B. der Sonnenwende, waren den Früh-Amerikanischen Kulturen wichtigstes Planungselement auch ihrer Tempel. Und übrigens galt auch bei den frühen Indianern der Pazifik-Küste - wie z. B. auch bei den Ägyptern und Griechen - der Hund als Begleiter des Menschen ins Jenseits.

Zum Abschluß am Rande:
Doris und ich waren in Peru und im Hochland Boliviens mit Studiosus-Reisen unterwegs. Will man mehr als eine Besichtigungstour, nämlich eine richtige Studienreise mit umfassend kompetenter Reiseführung in Bezug auf Geschichte, aktuelle Politik, Kunst, Astronomie, Botanik, Zoologie, Geologie und noch mehr erleben, dann empfehle ich unbedingt "Studiosus". Ich werde in der nächsten Zeit einen bebilderten Reisebericht schreiben, der dann von www.savory.de aus unter dem Link Reisen aufgerufen werden kann.


Freitag, November 11, 2005


Montag, Juli 4, 2005

Bulldogs in den USA


Wenn man in den USA vom 'Bulldog' spricht, dann ist der Englische Bulldog gemeint. Er ist, wie ich schon schrieb, dort wirklich sehr beliebt. Das Welpenaufkommen pro Jahr liegt bei mehreren Tausend! Bei einer solch starken Population ist es viel einfacher - als bei unserer schmalen europäischen Zuchtbasis - gesunde Tiere zu züchten.

Vieles läuft in den USA anders ab als bei uns. Ich beginne einmal mit der Preispolitik :

Nicht alle Welpen eines Wurfes sollten gleich teuer sein...
In Deutschland wollen die Züchter in aller Regel den gleichen Preis für jeden Welpen eines Wurfes, gleichgültig wie robust oder wie 'gut im Sinne des Standards' der jeweilige Welpe ist. Das erzeugt bei Käufern oft die Illusion, daß jeder Welpe eines Wurfes mehr oder weniger gleich 'gut' sei, da gleich teuer. Ich habe auf Ausstellungen schon fassungslos enttäuschte Bulldogbesitzer erlebt, weil ihr Junghund z.B. nur ein 'gut' bekam, obwohl der Vater ein Champion war : genetische Vererbung und Vitalität geschieht eben nie 'gerecht' verteilt . Und eine Preispolitik, die diese Wirklichkeit nicht berücksichtigt, halte ich für unredlich!

Fotos : Nachdem ich gesunde und aus meiner Sicht sehr geeignete Zuchtrüden aus Rußland (BigJim und Delius), aus Tschechien (Fero), und aus Österreich (Bonzo) vorstellte, hier nun der USA-Rüde Dreamboy, im Bild oben 5 Monate, im Bild links 6 Monate alt. (... Mir fällt auf, so langsam sollte ich auch einmal Hündinnen vorstellen ;-) ... Der schöne, erfinderische (Foto oben) und so stürmisch verschmuste :-) 'Goombas Dreamboy' gehört Birgit Braum. Ich besuchte Birgit im April, speziell um Dreamboy persönlich kennenzulernen. Er bestätigte mir Stus und meinen Entschluß, daß es die Mühe und die Kosten lohnt, uns Frieda aus dem gleichen Zwinger in den USA zu holen. Der Besuch bei Birgit hat mir nach Wilmas Tod gut getan : er war - wie immer - ein Herzensbad in Bulldogs :-). Auch, daß sie so viele wirklich alte Bulldogs hat, rührte mich sehr.

Doris Ehrenstein, Birgit Braum und Stu und ich haben uns nicht nur für den Goomba-Zwinger entschieden, weil es dort gesunde und schöne 'klassische Bulldogs' gibt, sondern auch weil diese Hunde sehr klug und so ganz besonders lieb im Wesen sind ;-).
Zu Hotshot (Dreamboys und Bertas Vater und Friedas Großvater) sagte einmal ein Richter auf der Ausstellung : 'Du gewinnst ja allein schon durch deinen Charme!' :-))) ...

In den USA trennen viele Züchter die Welpen eines Wurfes in 'Pets' und in 'Showdogs' ein.

Nicht jeder will einen "Schau-Hund"!
'Pet' meint einfach 'Haustier' und die Bezeichnung 'Schau-Hund' heißt hier schlicht : typisch genug, um damit zu züchten. Der Preis zwischen diesen Kategorien innerhalb eines Wurfes ist oft enorm: $ 500 bis $ 1000 ! Wer also nicht züchten will, und wer auch nicht unbedingt eine 'Standard-Schönheit' im Haus haben möchte, der kann sich in voller Absicht und Klarheit ein Bulldog-Pet kaufen, ohne dafür einen Superpreis zahlen zu müssen. Das ist doch fair, oder?

Diese Preisdifferenzierung hat auch Vorteile für den soliden Züchter :

Nur die besten Welpen bekommen Zuchtpapiere, und das ist vernünftig.
'Pets' (also Hunde, die für die Zucht nicht typisch genug sind) werden von ihm oft nur verkauft unter der Vertragsbedingung, daß der neue Besitzer sie kastrieren läßt; oder sie bekommen von vorne herein nur eine Zuchtbuchregistrierung, aber keine Stammtafel. Ein auf seinen Ruf und sein Ansehen bedachter Züchter gibt auch einen 'im allgemeinen Sinne des Standards schönen' Welpen dann als 'Pet' ab, wenn dieser Welpe z.b. einen nach innen gedrehten Wirbelschwanz oder sonstige negative Extremprägungen, die die Lebensqualität beeinträchtigen, hat. Die Preise eines Bulldogwelpen aus einer AKC-Zucht - A(merican) K(ennel) C(lub) - entspricht bei uns einer FCI-Zucht - sind sehr unterschiedlich. Eine Faustregel: je konsequenter die gesundheitliche Auswahl der Zuchttiere, um so teurer die Welpen. Manche Zwinger machen DNA-Test der Welpen als Abstammungsgarantie, andere geben den Durchmesser der Luftröhre der Elterntiere an, manche lassen auf HD röntgen - und manche machen all dieses und noch mehr. Der potentielle Welpenkäufer kann sich in den USA wirklich schlau machen, bevor er sich für einen Zwinger und einen Welpen entscheidet.

Donnerstag, Mai 19, 2005

Englische Bulldogs aus Tschechien


Aus Tschechien kenne ich einen so gesunden wie schönen Bulldog: Fero Masahora. Er ist schlank, vital, lauffreudig bei guter Atmung und von sehr liebem, anpassungsbereitem Wesen. Sein Kopf ist breit, ohne zu extrem zu sein, und seine Brust erinnert an einen Ringer :-) Sein Herrchen, Stefan Köhn aus der Nähe von Schwerin, ist super stolz auf ihn und ließ ihn auch einmal 'Bulldog-Papa' werden.

Ansonsten weiß ich nur vom Hörensagen, daß es in Tschechien durchaus um Gesundheit bemühte Zuchtanstrengungen geben soll, die nicht nur auf aus England importierten Bulldogs basieren. (England hat es geschafft seinen Nationalhund 'kaputt zu züchten', wie der Mann auf der Straße es dort nennt. Über diese tragische Entwicklung dort ein andermal mehr.)

Nachtrag 11. 3. 2010: So gesund und schön Fero ist, so krank, behindert und in allem (bis auf den Hunger) reduzierter Bulldog war Willi aus Halle (SA), der in Tschechien gezüchtet wurde. Dieser Hund hatte so gut wie alles, was einen Bulldog leiden läßt: Krüppelrute, ewig schwerst entzündete Ohren und Augen, Übergewicht, Laufprobleme, Atemnot.... Es ist in jedem Fall Vorsicht geboten, wenn man sich dort einen Bulldogwelpen kaufen will.


Dienstag, Mai 17, 2005

Englische Bulldogs aus Polen und Tschechien


Anders als in Rußland, ich schrieb im letzten Blog-Eintrag darüber, gab es in Polen bis zum Fall des 'Eisernen Vorhangs' keinen eigenen Bestand an Englischen Bulldogs mehr. Ich erfuhr dies zufällig während eines Urlaubs dort in den Masuren. 1978 schrieb ich darüber :

Bulldog-Urlaub in den Masuren : Wald, immer wieder andersartiger Wald, und viel Wasser, große Seen, Kanäle, Bäche, kleine Seen. Selbst an wolkenlosen Sommertagen ist es in diesen Wäldern immer kühl. Unsere Bulldogs bekamen jeden Morgen erneut einen Freudenkoller. Mimi sprang gleich vom schwankenden Moosufer mit Kopfsprung los ins Wasser, um treibende Äste zu sammeln. Einmal brachte sie unter großer Anstrengung sogar einen mittleren Stamm zu uns ans Ufer. Sie entwickelte eine Bibernatur. Sarah drehte zuerst immer ein paar Platzrunden. 'Vorsicht, der Bomber kommt!' Man konnte nur rechtzeitig beiseits springen. Nach Bulldogart rammte sie mit Kopf und Brust alles nieder. Blieb sie trotzdem einmal zwischen zwei Bäumen stecken, dann zurück und mit Anlauf einen Bogen schlagend ging es erneut los. Bootfahren dagegen war ihr ruhigeres Vergnügen. Aufrecht wie ein Zweibeiner stand sie an der Bootswand, die Arme auf die Kante gestützt und beobachtete mit ernster Miene die vielen Wasservögel. Mimi aber war im Boot kaum zu halten. Sie heulte, weil sie ins Wasser wollte und es war ihr nicht klar zu machen, daß ein Ruder kein Stock ist, den sie aus dem Wasser ziehen darf.

Doch das ganz besondere Bulldogerlebnis des Urlaubs : Wir waren in den äußersten Nord-Osten Polens gefahren um Biber zu beobachten. Nach stundenlangen Irrfahrten über holperige Waldwege erreichten wir das kleine Dorf, fünf Bauernhäuser, im Herzen des Reservats. Plötzlich, zwischen Sträuchern in einem Garten, sahen wir auf einem Holztisch in majestätischer Ruhe einen wunderschönen Englischen Bulldog sitzen! Wir waren so verblüfft, daß wir nur an eine Porzellanfigur denken konnten. Doch als wir ausstiegen, sprang uns diese Statue freudig wackelnd entgegen! Die Verwunderung der Gartenbesitzerin, als sie neben ihrem Bulldog unvermittelt unsere zwei stehen sah, kann man nur Starre nennen. Sie stotterte etwas von 'Halluzinatation'! Wir waren in die tiefe Wildnis gefahren um Biber zu suchen und fanden - den einzigen Englischen Bulldog dort. Auf der Stelle verliebte er sich in Sarah, die ihm aber auch gleich ihr Hinterteil zugewandt hatte; nach ihrer Erfahrung mit unserem Bully die beste Methode, um Freundlichkeit von einem Rüden zu ernten.

Frau Oberländer, die Gartenbesitzerin, erzählte uns die Geschichte Loleks, ihres 1 ½ Jahre alten Bulldogs. Vor drei Monaten war er ihr in Warschau zugelaufen. Als sie sich daraufhin an den dortigen kynologischen Verband wandte, wurde er sofort als Lolek identifiziert. Er sei einer der drei Englischen Bulldogs, die es in Polen überhaupt gäbe! Er hat eine ordnungsgemäße englische Ahnentafel. Der Vorbesitzer wollte ihn nicht mehr haben und es wird davon ausgegangen, daß Lolek in Warschau von seinem Erstbesitzer, einem englischen Diplomaten, wegen der Quarantäne in England - im Interesse des Hundes - in Polen zurück- gelassen wurde.
Lolek ist wirklich ein schöner Rüde. Besonders der Kopf ist gut ausgeprägt, aber er hat starke Hautprobleme. Frau Oberländer sagte auch, es sei einfach nicht möglich einen Bulldog aus dem 'kapitalistischen Ausland' einzuführen. Lolek, zärtlich von ihr Lolusch genannt, sei ein 'diplomatischer Glücksfall' für sie. Wir schickten ihr später für Lolek von zuhause aus Vitamine und eine Lotion für seine Haut.

Um am nächsten Tag dann doch noch zu unseren Bibern zu kommen, übernachteten wir bei Frau Oberländers Nachbarn. Als wir vorsichtig anfragten, ob Mimi und Sarah mit im Zimmer schlafen könnten, kam die prompte Antwort: 'Die Hunde können im Bett schlafen, das kostet nur wenig mehr.'


Anders heute in Polen :

Es gibt 'Bulldog-Massenproduktionen' noch und noch.
Meine derzeitige Meinung über die Bulldogs aus Polen kann kaum tiefer sinken. Circa alle 8 Wochen bekommen wir (auf Grund der Bulldog-Homepage) eine Mail von dort, in gebrochenem Deutsch, ob wir nicht Welpen verkaufen wollen, die sie uns billig liefern würden. Ein Anbieter schrieb, er überführe jede Woche eine Welpenladung nach Belgien und könne dann auch bei uns Halt machen. Der Preis für einen Bulldog ohne Papiere sei 200 €, mit Papieren 300 €. Die Welpen seien bei Lieferung circa 5 Wochen alt.

Aber es kommt noch toller.
Eine Bulldog-Bekannte aus Luxemburg bekam das Angebot aus Polen (auch auf Grund einer Hunde-Homepage), unter anderem English Bulldog Welpen, ohne Papiere, für 15 &euro, zwecks Weiterverkauf zu erwerben. Zufall: gerade hatte sie bei einem luxemburgischen Hundehändler einen English Bulldog Welpen, auch ohne Papiere, für 1200 € erstanden. Ihr könnt Euch Ihre Fassungslosigkeit vorstellen!
Ein English Bulldog Welpe für 15 €, der ist in keinem Fall eine Kaiserschnittgeburt, so viel ist sicher. Daß ihm auch sinnvolle ärztliche Betreuung, wie z.B. Wurmkuren und Impfungen fehlen, liegt auf der Hand. Die Mutterhündinnen erbarmen mich :-( Solche Massenproduktions-Welpen haben sehr oft Staupe, Demodex-Räude und andere schlimme Krankheiten. Die Gewinnspannen im Hundehandel sind ganz enorm, wie dies Beispiel zeigt. Und 'Papiere', welche auch immer, können dort offensichtlich auf Wunsch leicht beschafft werden...

Die Bulldogs aus Polen, die ich heute kenne, sind alles Händlerhunde.
Im besten Fall haben sie nur kleine Köpfe und dadurch einen gewissen Vitalitätsvorteil gegenüber dem heute leider üblichen überzüchteten 'Standard-Bulldog' aus England. Um den Tierarzt bei den Geburten zu sparen muß es aber nicht zwangsläufig auf kleinköpfige Bulldogs hinauslaufen. Es geht auch anders, nämlich mit der Zucht auf breite, 'gebärfreudige' Becken der Hündinnen, wie es zum Teil in den USA geschieht. Aber darüber später.

Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet übrigens, Welpen unter 8 Wochen ohne die Mutter nach Deutschland einzuführen. Dieser ganze Hundehandel ist also nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch kriminell.


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Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Update: 21. 3. 2008

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