Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Dienstag, August 30, 2011

Auf der Henglarner Dorfwiese


Am Rande unseres Dorfes Henglarn gibt es eine große Wiese neben der Altenau. Dort ist auch ein Spielplatz und ein Kneipp´sches Tretbecken. Das alles gefällt Frieda und Kosmo!

Zuerst führt unser Weg immer zu den Schaukeln; die machen auch mir Spaß, ich muß darauf aber sofort meine Füße nach oben "retten," weil Kosmo und Frieda sie packen wollen, um mein "gefährliches" Spiel zu beenden - (oder vielleicht um mit zu schaukeln? ;-) Besonders Kosmo versucht todernst, wenn er unsere Füße oben in der Luft micht erreicht, die ganze Schaukel zu packen und sich dran zu hängen, um das Ding zum Stillstand zu bringen - (oder um mit darauf zu steigen? ;-)

Dann schlendern wir weiter zum Kletterturm. Die Rutschbahn verlockt Kosmo schon, aber aufgrund gesunder Selbsteinschätzung läßt er sie links liegen und nimmt sich lieber den Stock ;-) Auf den glatten Brettern des Kletterturms schafft er es dagegen immer im Eiltempo nach oben... und dann fühlt er sich wie im alten Kinderlied: "I´m the king of the castle, you are the dirty rascal..."

Nach genug "rauf und runter" geht´s weiter zum Tretbecken, das direkt von einer Quelle gespeist wird. Kosmo fiel einmal als Welpe aus kindlichem Übermut in ein Kneippbecken. Seitdem prüft er stets die Wassertiefe, bevor er in ein Becken steigt :-)

Frieda ist kein Wasser-Fan, ihr ist es aber auch sehr selten zu warm. Wasser ist einfach nicht ihr Element - es sei denn zum Trinken :-)

Neben dem überdachten Tretbecken mit Bänken am Rande hat die Henglarner "Rentnerband" (Rentner, die ganz in Eigenleistung unser Dorf verschönern :-) auch einen Springbrunnen-Kegel gebaut, der aber nicht immer angestellt ist. Ja, Kosmo ist ein kleiner Klettermax - da mußte er also auch hinauf :-)

Wir wohnen hier in Henglarn in einem schönen Dorf!


Sonntag, August 28, 2011

Heute erzählt Gastbloggerin Sabrina Schmidt

Wochenendausflug an die Nordsee


Bulldog Fero schreibt uns: Am 23.07.2011 ist unser Frauchen mit mir und Joker an die Nordsee gefahren. Sie meinte, dass Joker auch mal das Watt sehen soll. Sie war früher schon ganz oft mit Charly und mir da.

Nach zwei Stunden Autofahrt sind wir in St. Peter Ording angekommen, dann ging's gleich an den Strand - schön im Sand rumlaufen und sich die Füße massieren lassen.

Kaum hat Joker den Strand gesehen ist er wie ein Wilder im Kreis gelaufen und hat den Sand immer gefressen und sich darin hin und her gedreht. Nach einem (für mich) langen Spaziergang sind wir dann in unserem Häuschen angekommen. Erst mal was essen und dann schlafen. Frauchen meinte wir müssen für morgen ausgeruht sein.

"Wattwanderung" stand auf dem Zettel. Ich hoffte ja immer noch, dass wir Flut haben. Am nächsten Morgen also ging's los nach Westerhever. Wir hatten Ebbe. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, sah ich sie auch schon - die Schafe waren immer noch da - die kann man so toll anbellen, und dann laufen sie weg. Also habe ich erst mal den Weg freigebellt. Schließlich wollten wir ja ins Watt.

Joker ist, wie schon am Tag zuvor, wie ein Irrer im Watt hin und her gelaufen, und hat alles ins Maul genommen, was irgendwie nach Stöckchen aussah. Es hat Joker richtig gut gefallen, schön im Matsch rumtoben.

Mir hat es eigentlich auch ganz gut gefallen, wenn nicht immer diese ganze Lauferei wäre. Nach einer halben Stunde entschloss ich mich, meinen eigenen Weg zugehen - war, glaub ich, ein kleiner Fehler. Frauchen hatte ja immer aufgepasst, wo man langlaufen muss und darf. Nach kurzer Zeit rief mein Frauchen mich, was ich aber nicht hörte, weil der Wind so laut war - also ich weiter. Auf einmal ging es dann nicht mehr weiter. Ich hab mich immer vor und zurück bewegt, keine Chance, ich steckte fest. Aber da man mich ja nie aus den Augen lässt, kam Frauchen auch schon angelaufen. "Flatsch", auch sie steckte bis zu den Knien im Matsch. Sie konnte sich dann aber rausziehen und holte auch mich aus dem Matsch raus. Mann, war das eine Sauerei.

Joker lief immer schön brav hinter her, ha ha, und dann machte es auch bei ihm "Flatsch". Das war echt lustig. Aber die Rache kam 10 Minuten später: wieder am Ufer angekommen, mussten wir gleich unter die Dusche - wir haben ganz schön gestunken, und dreckig waren wir ja auch. Aber das war der Spass wert. Nach dem Duschen hieß es dann erst mal, relaxen auf der Wiese und Schafe angucken.

Das war echt ein super schönes Wochenende und Frauchen hat versprochen, dass wir da bald wieder hinfahren. Wir freuen uns schon drauf. Joker ist schon ein toller Kumpel, bin echt froh, dass ich ihn habe. Also dann, bis bald mal wieder. Ganz viele Grüße, Fero und Joker.


Freitag, August 26, 2011

Heute eine Mail von Gastbloggerin Doris Ehrenstein

Willie spielt Model...

für einen Kurzschnauzen-Maulkorb :-)


Hallo Cornelia, Stu, Frieda und Kosmo, heute will ich Euch mal kurz schreiben.

Ich mußte zum Tierarzt, nichts Besonderes, aber ich sollte geimpft werden. Berta's Impfung war schon einige Wochen her. Nun, wir fuhren nach Anchorage, ca 2 1/2 Stunden. Es war herrlich, denn ich fahre ja so gerne Auto.

Beim Tierarzt (Dr. Paula, eine sehr nette Dame, die ich schon vor 4 Jahren kennengelernt habe), angekommen wurde ich freundlich begrüßt. Also, Lunge und Herz abgehört, etwas zum Fiebermessen in meien Popo geschoben, dann meine Ohren und Augen konrolliert und natürlich musste ich auch auf die Waage. Ich habe etwas zugelegt, bin jetzt 27 kg. Dr. Paula meinte ich wäre sehr schön. Nun gut, ich wurde geimpft, 1 Spritze in den Po und eine in mein schönes Fell am Hals. Nun war ich fertig.

Eigentlich konnte ich jetzt nach Hause fahren, aber in der Praxis hatte man einen Maulkorb entwickelt für alle Hunde mit kurzer Nase (Engl. Bulldogs, Franz. Bulldogs, Moepse, usw.) Ich sollte Modell stehen, weil Cornelia ein Foto davon für ihren Blog haben wollte. Eigentlich war ich sehr stolz auch endlich einmal fotographiert zu werden, denn Berta kommt jedes Jahr in den Bulldogkalender (sie sitzt eben still und ist auch ein Mädchen).

Man zog mir etwas Schwarzes um meinen Mund unter meine Nase und machte es oben am Kopf hinter meinen Ohren zu. Nun, auf dem Bild könnt ihr es ein bisschen sehen. Dann wurden ein paar Bilder gemacht. Mir gefiel das natürlich nicht, denn ich dachte das dauert so lange wie bei den Fotos für die Kalender. Schließlich bekam ich ein Cookie und durfte nach Hause. Liebe Grüße, Euer Willie


Mittwoch, August 24, 2011

WDR-TV: "Viel Rasse, wenig Klasse"


Ein kurzer Rückblick - mit dem Bulldog im Fokus - auf diese richtig gute, aufrüttelnde Sendung und einige Gedanken von mir dazu.

WDR Fernsehen: in der Sendereihe "die story":
Montag, 22.08.2011, 22.00 - 22.45 Uhr und
Donnerstag, 25.08.2011, 14.15 - 15.00 Uhr
Viel Rasse, wenig Klasse - Das Geschäft mit der Hundezucht

Ein Film von Philip Hampl Das Geschäft mit den Rassehunden boomt. Zuchtwelpen sind begehrt und teuer. Vor allem, wenn sie aus anerkannten Zuchtbetrieben stammen. Über die "Reinheit" der Rasse wachen entsprechende Vereine und über allem thront der Verband für das Deutsche Hundewesen als Lordsiegelbewahrer des Rassehundes. Die Rassestandards sind klar definiert und werden erreicht über ständige Inzucht. "Rassenwahn" meinen die Tierschützer und kämpfen gegen die "Zuchtlobby". Die wiederum sehen in den nichtorganisierten "Hobbyzüchtern" die Übeltäter. Denn eins steht fest: Die Zahl der erkrankten Rassehunde nimmt zu. Inzwischen geht man von 480 Erbkrankheiten bei Zuchthunden aus. Epilepsie zum Beispiel, Taubheit, Hirnhautentzündung oder Arthrose. Manche Rassen kommen nur noch mit Kaiserschnitt auf die Welt oder mit künstlicher Befruchtung. Strafbar macht sich jeder laut Tierschutzgesetz, der wissentlich kranke Hunde züchtet. Die Qualität wird unter anderem auf der Zuchtschau bestimmt, wenn Rassehunde sich dem Wettbewerb stellen, um Schönheit, Klugheit, Gelehrigkeit. Von Gesundheit ist dabei nicht die Rede. Der Rassehund, ein erbkranker Krüppel? (Quelle: WDR)
Ergänzung: die Sendung befaßt sich besonders mit den Problemen des English Bulldog; mehr HIER

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"Sie werden gehandelt wie eine Ware im Supermarkt. Abweichungen sind beim Kunden nicht erwünscht. Erreicht wird die Ähnlichkeit durch strenge Zuchtstandards: DER RASSEHUND".

Eine Doggenzüchterin (VDH) bringt es auf den Punkt: man arbeite ein Leben lang daran, seine Vision des perfekt gestalteten Rassehundes zu erreichen.

"Zucht ist die Ideologie des idealen Hundes". Das Risiko dabei sei die Natur.

Dieses Züchter-Bekenntnis und der Wunsch seiner Kunden nach dem "Traum-Hund" spiegeln sich gegenseitig. Und sie halten sich gegenseitig am Leben, egal um welchen Preis - sowohl moralisch als auch finanziell. Der "Ideale Hund" wird von Züchter und Kunde gleichermaßen nur auf das äußere Erscheinungsbild bezogen, wie es die "(VDH-) Schönheitsschaus" und ihre "Richter" beweisen. Gesundheit und Wesen sind so nachrangig, dass viele Züchter diese Probleme nicht einmal wahrnehmen, oder sie zu Gunsten des Geschäfts leugnen.

Ist der Wunsch nach Beherrschbarkeit des Lebendigen kollektiv gesehen so groß, dass wir die Natur nur noch als Risiko betrachten? Können wir sie nicht mehr als ein "sich selbst erhaltendes und heilendes System" wahrnehmen, obwohl allein schon unser Körper uns dies tagtäglich zeigt?

Alexander Däuber, ein ehemaliger (VDH) Troller-Züchter; führt uns im Film durch die wider die Natur gezüchtete "Qualzucht-Pracht" der ausstellenden VDH-Züchter. Kranke Hunde als Goldesel...
(Däuber trat aus dem VDH aus, da dieser "unerfüllbare Bedingungen" dafür stellte, die genetisch durch Engzucht lebensbedrohlich verarmte, nicht mehr überlebensfähige Kleinst-Population des "Trollers" durch Hybridzucht zu retten.)

Er erläutert die gezeigten Leiden der Schauhunde: Atemnot, Gebär- und Deckunfähigkeit, Fettsuch, Hirne, die nicht mehr in den Schädel passen....

Ich hatte das Gefühl, diese VDH-Hundeschau war eine perverse Zurschaustellung von Monstrositäten; der Mensch als Schöpfer absurder, leidender Kreatur. Der die Sendung begleitende Tierarzt sprach bei den gezeigten Schaubulldogs von einer "Tierschutz-Katastrophe". Wer ist hier das wahre Risiko: die NATUR oder der MENSCH???

Die Genetikerin Prof. Dr. Sommerfeld-Stur weist darauf hin, dass Züchter ganz allgemein in Fragen der Genetik Dilletanten seien. Das stimmt meiner Erfahrung nach unbedingt. Es ist zum Lachen und Weinen gleichzeitig, wie dumm auf Webseiten (auch von Nicht-VDH-Bulldogzüchtern) z.B. das Festhalten an der Linienzucht begründet wird.

Frau Prof. Dr. Sommerfeld-Stur sieht die zukünfige Entwicklung des VDH-Rassehundes in Deutschland sehr skeptisch: In den letzten 30 Jahren habe die Qualzucht mehr und mehr zugenommen. Woher solle der Wandel kommen?

Das Wort "Qualzucht" fiel in der Sendung bestimmt 50mal. Besonders der English Bulldog stand dabei im Focus. Die Bulldogs, welche auf der VDH-Ausstellung gefilmt wurden, waren alles Extrembulldogs, die Bilder ließen mich die Atem- und Bewegungsnot dieser armen Wesen regelrecht mitfühlen.

In der Sendung wurde auch über den Streit im (VDH/)ACEB informiert: Antonio Kopp (1. Vorsitzender des (VDH-)ACEB-Zuchtvereins bis 31.12.2010) wurde als 1. Vorsitzender abgewählt, weil er die Zucht gesünderer Bulldogs erreichen wollte - aber die Mehrheit im ACEB wollte das nicht!!!!

Es wurde auch deutlich, wie Antonio Kopp gemobbt wurde: Auf der Ausstellung wurde er interviewt und sprach u.A. offen über Fälschungen von Zuchtzulassungs-Dokumenten usw. "Die Käufer müssen die Wahrheit wissen." (Siehe mehr dazu unter "bulldog-nachrichten.de") Wir sahen nun im Film, wie er sogar öffentlich auf der Ausstellung zumindest von zwei Züchtern häßlich angekeift und geschmäht wurde... (In Bezug auf den ACEB hat der VDH inzwischen durchgegriffen und ihn aus seinem Verband rausgeworfen.)

Der VDH wurde in der Sendung so gezeigt, wie er AGIERT, und nicht wie er REDET und SCHREIBT. Diese gekonnte Regie brachte dem Zuschauer haarscharf zu Bewußtsein, dass der VDH - hinter dem schönen Schein - nur stur gewinnorientierte Ziele verfolgt.

Überhaupt war ich erstaunt, um welche Summen es bei manchen VDH-Züchtern geht: ein prämierter Deckrüde beliebter Rassen kann bis zu 100000 Euro kosten. Und wenn der bis zu 90mal im Jahr deckt, bei Einnahme pro Deckakt von bis zu 3000 Euro, dann ist dies Geschäft mit dem Rassehund sehr erträglich! Und die Zuchtbasis wird durch diese "Vieldecker" weiter und weiter um die zum Überleben notwendige Vielfalt der Gene beraubt. Im Film wurde auch einmal von "mafiösen Methoden" gesprochen, mit denen dieses Zucht-Geschäft "geschützt" wird....

Mir wurde in dieser Sendung bestätigt, dass der einzige Weg, aus diesem Elend der bisherigen VDH-Rassehundezucht herauszukommen - genau so wie aus dem Händlerhundeelend herauszukommen - die Aufklärung der Menschen ist. Das Leid der Händlerhunde wurde in der Presse inzwischen häufiger aufgegriffen; es wurde endlich Zeit genau so das Elend der Extrem-Rassehundezucht, wie im VDH gern praktiziert und vertuscht, ins Licht der Öffenlichkeit zu holen !

Als Bulldogfreunde müssen wir immer wieder darauf hinweisen, dass es (meist) außerhalb des VDH viele, nicht übertypisierte Bulldogs gibt. HIER noch einmal unsere Tipps, woran man diese verantwortungsvollen Züchter erkennen kann.

Weltweit betrachtet ist die "Nicht übertypisierte Bulldog-Population" sogar richtig groß! Ein AUS für die Linienzucht - d.h. Kreuzung nicht verwandter Bulldogs - ist die Wahl der Stunde. Auch der Englische Kennel Club zwang seine Zuchtvereine erst zu einer Zucht "fit for function, fit for life", nachdem die BBC eine Dokumentation über das Elend der heutigen FCI/UK-Rassehundzucht ausstrahlte. Die Bevölkerung wurde dadurch landesweit aufklärt und mobilisiert! Dem WDR sei Dank, dass er den gleichen Weg wie die BBC zu gehen beginnt!

So gesehen machen wir Bulldog-Netzwerker das Richtige mit diesem "Bulldog B(log)"; und früher das Richtige mit der Aufklärungsarbeit über die Vereins-Info "Bulldog B(latt)" des Nicht-Zuchtvereins VdFEB (1980-2009). Wir erreichten über die Jahre mit den "BBs" mehr und mehr Menschen. Und das wird zunehmend leichter, denn die Gesellschaft wandelt sich: diese Ideologie der "Herrschaft des Menschen über die Natur" wird gerade von der Natur selbst als gefährliche Traumtänzerei entlarvt! (Beispiel Atomenergie, Klimawandel usw.) Die Natur ist ein RISIKO, aber sie ist auch unsere CHANCE zu lernen, wie wir - und unsere Rassehunde - überleben können.

Auch der VDH wird sich von der Ideologie des "Züchters=Schöpfers" verabschieden, wenn er in dieser sich wandelnden Gesellschaft überleben will. Wandelt er sich nicht, so wird sich früher oder später ein anderer Dachverband herausbilden, der eine - den "Grünen" vergleichbare - Karriere machen wird. Der VDH hat jetzt noch die Würfel seines Schicksals in seiner Hand. Aber sicher nicht mehr lange!

Zur Gesundung unserer Rassehunde wäre es nötig sich mit der hoch-komplexen Welt der Genetik/ Populationsgenetik auseinander zu setzen. Darin liegen alle Schlüssel, wie die Rassehunde wieder gesunden können. Und der Wunsch nach dem Ideal-Typ einer Rasse muß dem Wunsch nach Individualität innerhalb einer Rasse weichen.

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Wer die Sendung verpaßt hat, der sollte sie sich als Video im Netz ansehen, (LINK).
Ich danke Philipp Hampl für diese Sendung sehr!
Literatur:

  • Prof. Dr. Sommerfeld-Stur: Qualzucht
  • Prof. Dr. Sommerfeld-Stur: Inzucht und genetische Varianz

  • Montag, August 22, 2011

    "Dominanz" wird oft mißverstanden


    Im immer wieder zu empfehlenden "Hundemagazin WUFF" (Ausgabe 07-08/11) steht ein hervorragender Artikel von Sophie Strodtbeck:
    "Kein Häuptling ohne Indianer - oder: Dominanz fängt unten an".

    Zunächst klärt die Autorin darüber auf, dass die gängigen Erklärungen über Dominanz und Rangordnung aus Studien über Affen stammen. Sie wurden dann einfach fälschlicherweise auf das Verhältnis Mensch-Hund und Hund-Hund übertragen.
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    Die daraus abgeleiteten Empfehlungen zur Hundeerziehung, schreibt die Autorin, sind damit ebenso verfehlt und würden Probleme eher noch verschärfen als mindern. Zunächst legt sie in ihrem Artikel dar, wie komplex sich "Dominanz" zeigt. Dann räumt sie in ihren weiteren Ausführungen (auf humorvolle Art) mit einigen "Alten Zöpfen" auf:

    Was ist Dominanz?

    Die überwiegende Mehrheit der Verhaltensbiologen ist sich einig, dass Dominanz keine Eigenschaft ist, sondern eine komplexe Beziehung zwischen mindestens zwei Lebewesen.

    Eine Dominanzbeziehung liegt vor, wenn einer der Beteiligten "regelmäßig und vorhersagbar seine Interessen gegen den anderen durchsetzen kann, ohne dafür körperliche Gewalt einsetzen zu müssen." Seine Dominanz hängt also auch davon ab, dass der(die) andere(n) diese akzeptiert (akzeptieren). "Ohne Indianer keine Häuptlinge".

    Wie jede Beziehung bildet sich auch eine Dominanzbeziehung - über eine kürzere oder längere Zeitspanne - als Folge vieler kleiner Verhaltensaktionen und Reaktionen, sowie auch in Abhängigkeit von Randbedingungen heraus.

    Was ist eine Rangordnung?

    Es gibt verschiedene Formen von Rangordnungen: Einmal ist eine lineare Rangordnung möglich, in der jeder unter jeweils einem anderen angesiedelt ist. Eine despotische Rangordnung definiert sich darüber, dass einer alleine über alle anderen herrscht. Militärische Rangordnungen zeichnen sich dadurch aus, dass sowohl hierarchische Rangordnungen bestehen, als dass auch die einzelnen Gruppen untereinander auf jeweils gleicher Dominanzstufe stehen.

    Um die jeweils herrschende Rangordnung zu verstehen, bedarf es also genauer Beobachtungen und einiger Berechnungsverfahren. Am Ende nahezu aller Berechnungen kommt derjenige als Chef heraus, "der nie eine Auseinandersetzung beginnt, aber jede gewinnt, in die er von jemand anderem verwickelt wurde."

    Auf unsere Hunde bezogen heißt das, wer Rangeleien beginnt ist nicht dominant, sondern ein "kleiner Stänkerer". Damit wird klar: Dominanz ist nicht Aggression! Wer wirklich dominant ist, hat Aggression nämlich nicht nötig.
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    Dominanz und das Futter

    Der Zugang zu Futter ist, wie in vielen Studien nachgewiesen wurde, bei Hundeartigen nicht an die Rangposition gekoppelt. Im Gegenteil: wer am lautesten und glaubwürdigsten "Hunger" schreit, der bekommt es auch zuerst.

    Mit diesem sogenannte "motivations-/ bedarfsabhängigen System" ist es möglich, ohne Rangstreitereien schnell die Nahrungsquelle zu nutzen. Das ist biologisch sinnvoll, denn als Rudeljäger muß jeder einzelne fit und nicht mangelernährt sein, auch wenn er der Rangniedrigste ist.

    Das heißt für uns Hundehalter, dass wir uns keinen Zacken aus der Krone brechen und uns auch keineswegs unterordnen, wenn wir dem Hund von unserem Essen bei Tisch abgeben.

    Die Erziehungsempfehlung, dem Hund erst dann einen Keks zu geben, wenn wir selbst einen gegessen haben, damit wir nicht unsere Dominanz ihm gegenüber verlieren, wäre nur dann sinnvoll, wenn wir einen Affen statt eines Hundes hätten - denn bei Affen darf der Oberboss sich ständig am Futter der Rangniederen bereichern.

    Die meisten erfahrenen Hundetrainer bestätigen zudem, dass nur zwischen 0-5% der ihnen bekannten Hunde versuchen, über den Menschen zu dominieren.

    Langzeit-Dominanz und situative Dominanz

    Für Hundehalter ist es wichtig, Langzeit-Dominanz von situativer Dominanz unterscheiden zu können. Die Langzeit-Dominanz zeigt sich in gerader und aufrechter Körperhaltung. Sie ist nicht zu verwechseln mit Kopf- oder Pfotenauflegen und mit Scheinattacken, denn diese sind Gesten einer situativen Dominanz: sie zeigen an, dass der Hund sich gerne in genau diesem Moment mit etwas durchsetzen möchte. Je nach Situation kann das ein Spielzeug sein oder ein Leckerli oder sonst etwas.

    Der Ranghöchste zeigt diese Verhaltensweisen gleichermaßen wie der Rangniedrigste, wenn er in einem bestimmten Moment etwas Bestimmtes möchte oder nicht mehr möchte; z.B. kann das auch heißen "du nervst". Man spricht dann von "Abbruchsignalen".

    Die Langzeit-Dominanz und die situative Dominanz sind also nicht aneinander gekoppelt!

    Führungskompetenz

    Dominant-sein bedeutet bei Hundeartigen Pflichten zu haben und Führungskompetenz zeigen zu können. Dazu gehört Gefahrenerkennung- und Vermeidung, den Alltag befriedigend zu strukturieren und, ganz wichtig, das Vertrauen der Rangniederen gewinnen und halten zu können.

    Situative Führungskompetenz muß ein Hund gegenüber einem Menschen z.B. dann zeigen können, wenn er als Rettungshund die Führung in einem Trümmerfeld übernimmt. Das hat mit der Langzeitdominanz (= formale Dominanz) seines Hundeführes nichts zu tun.

    Dominanz und Stress

    Es stresst Hunde, wenn ihre Menschen keine souveraine Führungskompetenz zeigen, d.h. wenn der Hund dem Menschen aus Erfahrung nicht zutraut, den Alltag für beide befriedigend zu regeln. Dann nimmt zwangsläufig der Hund dies "in seine Pfoten". Solche Zusammenhänge muß ein Trainer unsicheren Hundehaltern klarmachen und Änderungen einüber, damit der Hund diese stressbedingte Verhaltensweisen ablegen kann.

    Fazit

    Zunächst sollte man sehr vorsichtig sein, einem Hundehalter einzureden, sein Hund sei dominant. In der Regel handelt es sich bei Beziehungsproblemen zwischen Hund und Mensch nur um Gesten situativer Dominanz. Ein Konfliktmanagement durch Abbruchsignale des Menschen, die der Hund versteht, muß eingeübt werden. Danach ist es wichtig, wie viele Studien zeigen, dem Hund ein Versöhnungssignal zu geben, damit er sich als willkommenes Gruppenmitglied bestätigt sieht.

    Problematisch ist es - besonders in der Pubertät des Hundes - mit zu rigorosen oder auch gewaltbereiten Dominanz-Konzepten zu arbeiten. Wer in dieser Zeit mit dem berüchtigten "auf den Rücken Wurf" den Hund zu disziplinieren versucht, bewirkt das genaue Gegenteil: denn wer zu Gewalt greift, zeigt damit in Hundeaugen seine Nicht-Souveränität. Das ermuntert gerade junge Hunde, die Führung selbst "in die Pfoten zu nehmen".

    Es gibt ihn also nicht, den dominanten Hund. Es gibt nur wenige, die ein ausgesprägtes Dominanzstreben haben.

    "Es gibt aber sehr viele Hundehalter/innen, die dem Hund nicht die notwendige Vorbild- und Leitfunktion bieten, sodass dieser ihre formale Dominanz nicht problemlos anerkennen kann. Und es gibt Konflikte, die mit den Signalen der situativen Dominanz ausgetragen werden müssen." Und diese Konflikte muß der Mensch sich eingestehen, er darf sie nicht ignorieren. Dann muß "er sie - für den Hund erkennbar - regeln."
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    Samstag, August 20, 2011

    Heute berichtet Gastbloggerin Alexandra Bombek

    Besuch auf einer Straußenfarm


    Hallo liebe Leser, heute berichten Stanley und ich von unserem Sonntagsausflug zur Straußenfarm.

    Ich wuste schon seit längerem das es in Wermelskirchen eine Straußenfarm gibt... also googlete ich und wurde schnell fündig. Dort werden kostenlose Führungen angeboten. Man sieht die ganze Straußenzucht, und es wird einiges über die Tiere erzählt.

    Leider war der Nachwuchs noch nicht geschlüpft, so dass es nur einige Jungtiere gab und die Erwachsene Strauße, die bis zu 2,40 Meter groß werden können.

    Die Zäune sind teilweise dreifach gebaut, da ein brünftiger Strauß auch locker aus dem Stand 2 Meter hoch springen kann!

    Mit seinen starken Beinen kann er einen Löwen mit einem Tritt töten und weglaufen bringt leider auch nichts, da sie bis zu 70 km/h schnell sind, und das Tempo sogar eine halbe Stunde halten können. Wenn man vom Strauß verfolgt wird, legt man sich am besten auf den Boden, dann fühlt er sich als Sieger und läßt von einem ab.

    Aufgeregt waren die Strauße, als sie Stanley gesehen haben, da haben sie sich ein wenig aufgebauscht und warfen ihn neugierige Blicke zu.

    Im Anschluß an den Rundgang konnte man noch im Shop einkaufen. Es gibt Straußen-Fleisch und Straußen-Eier zu kaufen, sowie Staubwedel aus Straußenfedern und Deko-Eier. Die Veranstaltung dauerte ca. 1 Stunde, und für einen verregneten Tag war es genau das Richtige, sonst wären wir wohl gar nicht vor die Tür gegangen ;-) Bis dahin... Alex und Stanley


    Donnerstag, August 18, 2011

    Die unheilvolle Verbindung von Züchtern

    und Ausstellungs-Richtern


    Nicht der Bulldog steht vor dem "aus" :-)

    Vor dem "aus" steht der qualgezüchtete Extrembulldog, oft gezeigt auf FCI- (VDH/ACEB)-Austellungen!

    Carsten Thierfelder schrieb einen SEHR berechtigten Artikel darüber, dass der Bulldog NICHT generell vor dem "AUS" steht: LINK. Nach der Standard-Änderung des Englischen Kennel-Club - wieder hin zu "fit for function" - steht nur der extreme "Ausstellungs-Bulldog" vor dem "Aus". Und das gottseidank!

    Dass es überhaupt zu dieser Qualzucht "Extrembulldog" kam, liegt wesentlich an der unglückseligen Allianz zwischen zu "titelgeilen" Züchtern und den ihnen geneigten Schau-Richtern - die allzu oft selbst "titelgeile" Züchter sind. Genau deshalb haben wir Bulldog-Netzwerker immer wieder darauf hingewiesen, dass man bloß nicht auf Werbung mit "Champion-Titeln" beim Welpenkauf hereinfallen soll, (wobei Ausnahmen die Regel bestätigen.). Siehe auch HIER unsere Tipps für den Welpenkäufer. Zur Ehrenrettung des VDH: auch in seinen Reihen gibt es Kritiker der immer mehr kommerzialisierten Entwicklung hin zu Extrem-Rassehunden. Als Beispiel möchte ich dies Buch nenen: "Hundezucht" (Herausgeberin Dr. Eichelberg, 2006). Mehr darüber im Beitrag vom 21. 2. 2008.

    Carsten Thierfelder weist mit völligem Recht darauf hin, dass es genug Bulldogzüchter gibt und gab (sogar einige innerhalb des ACEB), die nicht auf den "Extrembulldog" gesetzt haben! Sie woll(t)en aus Tierliebe keinen leidenden Hund "erzeugen", und sie haben nicht wegen Geld oder zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes gezüchtet!

    ... Diese wundervollen Züchter blieben meist im Stillen, denn Schönheitsausstellungen "a la VDH" stieß sie wegen der oft zänkischen, eitlen Gewinnsucht nicht weniger Aussteller ab...
    Sehen Sie sich, liebe Leser(innen) nur die topfitten Bulldogs an, über die Sie in diesem Blog - inzwischen seit über 6 Jahren - lesen konnten! Diese tollen Bulldogs stammen fast alle von Züchtern, die ihren eigenen Weg gingen, die nicht im geschäftsorientierten Schau-Geschehen des VDH drinhängen wollten. Es gibt und gab immer Bulldogzüchter, die ihre Zuchthunde lieb(t)en und wie Familienmitglieder behandel(t)en. Diese hundeverliebten Züchter blieben meist im Stillen. Sie kannten in der Regel die häßliche Seite des Geschäfts mit dem Rassehund, wie es der VDH durch sein glattgebügeltes Marketing förderte. Damit wollten sie nicht in eine Schublade gesteckt werden.

    Es gibt einiges, was ein neuer (VDH)-Bulldogzuchtverein tun könnte, um diesen verantwortungsvollen Züchtern, die nie Extrembulldogs züchteten, zu ihren Recht zu verhelfen:

    • Wie Carsten Thierfelder treffend schreibt: "Was nützt die beste, überarbeitete Zuchtordnung, wenn die Umsetzung durch den Herausgeber weder kontrolliert, noch Verstöße dagegen geahndet werden?!" Lesen Sie dazu auch entsprechende Vorschläge: Link HIER.

    Das gesamte Konzept der "Schönheits-Ausstellungen" müßte geändert werden!

    • Die Richterausbildung müßte - statt mit Fokus auf "Körpermerkmale" - auf den Fokus "fit for function" ausgerichtet werden. Dazu gehören Lauf- und sonstige Fitness-Übungen. Am Besten wäre noch eine Doping-Kontrolle der Hunde, denn es werden immer mal wieder lahme Hunde "lauffreudig" gespritzt....
    • Der Wesenstest müßte endlich mal ernst genommen werden! Es gibt Schauhunde, die hypernervös und ängstlich geboren und/oder gemacht wurden. Wie immer wieder erzählt wird, ist es nicht ungewöhnlich, dass solche armen Hunde mit Pillen für die Schau ruhig gestellt werden....
    • Jedem Richter müßten zwei "Beirichter" (wie bei einem Schöffengericht) zur Seite gestellt werden. Das könnten z.B. Tierärzte sein, oder auch vom jeweiligen Verein anerkannte Kenner der Rasse. Und dann fällt unter den Richtern eine Mehrheitsentscheidung!
    • Die teilnehmenden Hunde MÜSSEN aus mehreren Vereinen kommen dürfen, um eine Vereins-Inzucht "per System" zu vermeiden!

    Das Schlagwort "Rettung des Bulldogs" ist - wenn es nicht aus Unkenntnis der Bulldog-Szene entstanden ist - eine populistische, finanzorientierte Werbung für genau diejenigen Züchter (oft gewerbliche Massenzüchter), die bislang die jetzt nicht mehr gewünschten Extrembulldogs züchteten! Ich vermute, wer diesen Spruch bringt, denkt zunächst einmal an seine eigene Rettung!

    Carsten Thierfelder hat gegen den VDH-Hauptgeschäftsführer Bernhard Meyer wegen "vorsätzlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetzt und Förderung der Qualzucht" Anzeige erstattet.
    Der VDH hat meines Wissens in den letzten Jahren nichts gegen seine Zuchtvereine unternommen, die Qual- und/oder Massenzucht betrieben. Obwohl ihm vieles davon bekannt war...

    Die Zeit ist reif, dieser unglückseligen Entwicklung innerhalb des VDH ein Ende zu setzten. Ich glaube Carsten Thierfelder ist der "richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort", um dieses Ende einzuleiten.


    Nachtrag vom 19.8.2011:

    Der VDH scheint über seinen Hauptgeschäftsführer Bernhard Meyer selbst in übelste Intigen in Bezug auf die Bulldogzucht verwickelt - oder von allen guten Geistern verlassen zu sein! Lesen Sie unbedingt den Offenen Brief, den Antonio Kopp (1. Vorsitzende des ACEB bis zum 31.12.2010) gestern an den VDH schrieb. Mir fällt inzwischen zum VDH nur noch das Wort "ekelige Schmierenkomödie" ein!

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    Dienstag, August 16, 2011

    Bulldogs in den USA ;-)... und

    eine unglaubliche Intelligenzleistung!


    Doris Ehrenstein schickte uns diese Reiseempfehlung für einen USA-Besuch: Der Bulldog ist eine der beliebtesten Hunderassen in den USA, beliebter als z.B. in seinem Mutterland England. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass es in den USA viele Bulldogs zu finden gibt, deren Züchter die Exzesse der Merkmalübertreibung nicht mitgemacht haben.

    Superhirn Gus :-)

    Klaus Steigler schickte uns ein Video aus den USA (YouTube), das die phantastische Intelligenzleistung eines Bulldogs - Gus - zeigt. Ich weiß ja wie klug unsere Bulldogs sind, aber Gus realisierte seinen Wunsch ein "indoor" Schwimmbecken zu bekommen genau so, wie ich es als Mensch auch getan hätte :-)))

    Der Link zu Gus´ Meisterleistung: HIER

    Supersportler Tillman :-)

    Klaus Steigler schickte uns noch den Link zu einem neuen Tillman-Video.

    Tillman liebt ein Skate Board einfach über alles, es ist seine Leidenschaft, egal ob auf Land, Wasser oder Schnee :-)))

    Und noch etwas Reisewerbung mit Bulldog:

    Hier wirbt die australische Fluggesellschaft "Qantas" mit einer Bulldoggrafik "round the world" ;-)
    Die Flugwerbung "Amsterdam-Kanada" sieht den Bulldog sogar "on top of the world" ;-)


    Sonntag, August 14, 2011

    Mißtrauen gegenüber dem "VDH"

    ist mehr als angebracht!


    Der VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) ist nicht nur ein Verein, sondern auch ein Wirtschaftsunternehmen; er wird wesentlich von seinen Zuchtvereinen über deren Welpenverkauf finanziert. Das heißt: je mehr Verkauf, um so mehr Geld... Erinnert das nicht an "Heuschreckenkapitalismus" auf Kosten der Hunde und der Welpen-Käufer?!

    Ich denke es hängt stark von der Persönlichkeit der jeweiligen Geschäftsführer des VDH ab, ob die Lebensqualität der gezüchteten Hunde im Focus steht, oder das Geld, das möglichst viele Welpen einbringen sollen.

    Wenn die VDH-Werbung "Gut für den Hund. Gut für Sie." tatsächlich die VDH-Wirklichkeit wäre, dann hätte der VDH schon viel früher den Bulldogzuchtverein ACEB rausschmeißen müssen, denn es war ihm bekannt, wie es in diesem Verein:-( zuging! Mehr darüber HIER.

    Der Präsident des VDH, Prof. Friedrich, griff aber erst durch, nachdem Carsten Thierfelder - als Verteidiger der Hunde und der Welpenkäufer - ihm die relevanten Dokumente über und aus dem ACEB nach Hause geschickt hatte. Zusätzlichen Öffentlichkeitsdruck erzeugte Carsten Thierfelder, indem er auf bulldog-nachrichten.de die Zucht-Fälschungen und abstoßenden Verleumdungs-Intrigen im ACEB offenlegte und die relevanten Dokumente der Fernsehproduktionsfirma "H&H" übergab. Mehr darüber erfahren Sie HIER!

    Vermutlich ist der Präsident des VDH, Prof. Friedrich, ein integerer Mann. Aber was ist mit der Charge unter ihm los?

    • Wieweit wird Prof. Friedrich von diesen Personen überhaupt vollständig und korrekt unterrichtet?
    • Welche Zielvorgaben hat (oder macht) der Geschäftsführer in Bezug auf Marktanteilen, Umsätze und Gewinn?
    • Wer kennt die Geschäftsbilanzen des VDH???

    Der Satz aus der VDH-Selbstbeschreibung macht mich in seinem maßlosen Anspruch so sprachlos wie wütend:

    "Der VDH ist die Interessenvertretung aller Hundehalter in Deutschland."

    Der VDH agiert als Marketing-Organisation der ihm angeschlossenen Züchter! Nicht mehr und nicht weniger. Siehe dazu auch den Beitrag "Gewerbliche Hundezucht: Die Doppelzüngigkeit des VDH" vom 6. April 2011.

    -

    Warten wir ab, ob sich unter der derzeitigen VDH-Regieführung tatsächlich etwas zu Gunsten überzüchteter Rassen und ihrer arglosen Käufer ändert. Carsten Thierfelder wird am Ball bleiben :-) (Siehe auch Beitrag vom 10.8.2011 unten)


    Freitag, August 12, 2011

    Warum der Bulldog seine "zu große"

    Zunge dringend braucht


    Ein Hund kann nicht wie der Mensch über seine Haut schwitzen. Er "schwitzt" - das heißt er baut Hitze ab - über seine Zunge, seinen Rachen und seine Nasengänge.

    Der Vollständigkeit halber: der Hund schwitzt auch über seine Fußballen: aber damit legt er seine Spur, zum Hitzeabbau reicht der Fußschweiß nicht.

    Beim Bulldog kommt nun zusammen, dass er wegen seines kompakten Körperbaus besonders hitzeempfindlich ist - und gleichzeitig weniger "schwitzen", also Hitze abbauen kann, da er dafür nur einen verkürzten Nasen- und Rachenbereich zur Verfügung hat.

    Um dieses Manko an Verdunstungskälte zu kompensieren, haben frühe Bulldogzüchter richtigerweise beim Bulldog auf eine breite und große Zunge - die offiziell so genannte "Rosenblattzunge" - Wert gelegt.

    Ein Bulldog, der nur eine schmale und kurze Zunge hat, ist bei Bewegung besonders in heißem Wetter deutlich schlimmer dran, als einer mit der Standard-Rosenblattzunge. Gottseidank gibt es nicht viele Bulldogs, denen die große Zunge als wichtigstes Verdunstungsorgan fehlt.

    Vor einiger Zeit sagten Besitzer eines schwerst atmungsbehinderten Händler-Bulldogs aus der Ukraine, dass seine schlanke und kurze Zunge ein besonders gutes Zuchtergebnis sei....

    Was alles beim Welpenkauf beachtet werden sollte, siehe HIER!
    Einerseits machten mich diese Leute mit ihrer Behauptung ziemlich fassungslos: ihre Unbedarftheit an Wissen über die spezifischen, rassebedingten Funktionsabläufe bei einem Bulldog waren schon krass. Andererseits mußte ich laut lachen, was die sich "zusammengebastelt" hatten, um sich vormachen zu können, ihr Händler-Bulldog sei, trotz der schweren Atmungsbehinderung, das Ergebnis einer irgendwie doch nicht so schlechten "Zucht".... (Siehe auch Beitrag "Das Elend hinter den Welpen-Händlern..." vom 29. Juli 2011)

    Ich schreibe diesen Beitrag um allen Welpeninteressenten nahezulegen, sich vor dem Kauf möglichst gut über den English Bulldog zu informieren. Das geht z.B. über diesen Blog und sein thematisches Inhaltsverzeichnis in der Referenzspalte rechts sehr gut. In dieser Spalte werden auch viele Bücher über den Bulldog genannt, die sich zu kaufen lohnen.

    Ich schreibe diesen Beitrag aber auch um wieder und wieder alle Welpeninteressenten zu bitten, nicht des niedrigeren Preises wegen einen Händlerhund zu kaufen: sie würden sich damit so gut wie immer auch selbst bestrafen; die Tierarztkosten sind nur ein Aspekt dabei...


    Mittwoch, August 10, 2011

    Dank an Carsten Thierfelder!


    Der VDH hat endlich beschlossen, den Bulldog-Zuchtverein ACEB aus seinem Verband auszuschließen. Dieser eigentlich längst überfällige Beschluß ist in besonderem Maße Cartsten Thierfelder zu verdanken.

    Lesen Sie seine beiden offenen Briefe (1. offener Brief und 2. offener Brief) an den VDH, die sicherlich dessen Entscheidungsfindung beschleunigten.

    Die Gründe für die "Liquidierung" des ACEB liegen in den Zuchtvergehen und dem Lug und Trug mancher seiner Züchter und deren "Förderer". Ihre üblen Aktionen verraten: Ihnen ging und geht es um finanziellen Gewinn, und nicht um ein gesundes Leben und eine gute Zukunft für unseren wunderbaren English Bulldog!
    -

    Carsten Thierfelder sammelte und sicherte Beschwerden verzweifelter Welpenkäufer, gefälschte Zucht-Dokumente und Hetz-Texte vom selbsternanntem Steigbügelhalter gewisser "Hobby"-Züchter. Diese Dokumente übergab er Prof. Friedrich, dem Präsidenten des VDH, und der zog nach Überprüfung die Konsequenz: Ausschluß des ACEB aus dem VDH!

    Auch der Firma "Hampl&Hampl", deren Fernseh-Dokumentation "Viel Rasse, wenig Klasse" am 22. und 25. August im WDR gesendet wird, übergab Carsten Thierfelder eine Kopie seiner Dokumentation über die Lug-und-Trug-Mißstände im und um den ACEB.

    Carsten Thierfelder trägt eine unerschütterliche Entschlossenheit in sich, den Mißbrauch des Bulldogs - wenigstens innerhalb des VDH - als kranken und leidenden "Goldesel" zu beenden. Ich habe hohen Respekt vor ihm, da sein Verhalten zeigt, wie sehr er die Rasse des English Bulldogs - und damit auch die Welpenkäufer - vor Leid schützen will. Seine Strategie dabei ist, dass er öffentliche Gerichtsverfahren zu erzwingen sucht: dann wird alles, was er gesammelt hat, als Beweismittel bekannt werden - wichtig: auch der Presse.

    Besonders dankenswert ist, dass Carsten Thierfelder neben seiner unbedingten Entschlossenheit auch den Mut und die Kraft hatte, dieses Unrecht am Bulldog, an Welpenkäufern und am früheren ACEB-Vorstand, das manche ACEB-Züchter und deren "kompetenter" Strippenzieher praktizierten, öffentlich zu machen! Und das trotz Drohungen und eines Erpressungsversuches.

    Über Carsten Thierfelders pointiert ironischen Stil mag man streiten, mir gefällt er. Jedenfalls mußten die Fakten - zum Schutz von Welpenkäufern und zur Rehablitierung des alten ACEB-Vorstandes - öffentlich gemacht werden. Am Rande eine Erinnerung zur Bedeutung der Öffentlichkeit: nur der öffentliche Druck hat in England bewirkt, dass der Standard des Bulldogs geändert wurde, wieder hin zu "fit for function".

    Ich halte Carsten Thierfelder für einen persönlich bescheidenen Menschen, denn er dankt seinerseits den Bulldoggern, die ihm während seines Kampfges gegen die ACEB-Bulldog-Ausbeuter und ihres "kompetenten Beraters" den Rücken gestärkt haben.

    Mein Vater Dr. Bernhard Deermann war 1977 Gründungsmitglied und erster 1. Vorsitzender des ACEB. Nach nur 2 Jahren verließen u.A. er, ich und unsere Gastbloggerin Doris Ehrenstein den ACEB, weil die Profitorientierung einiger Züchter den Verein zu dominieren begonnen hatte. Ich bin deshalb auch im Namen meines Vaters froh, dass ich jetzt ein klein wenig Carsten Thierfelder dabei unterstützen konnte, wenigstens im VDH dem Bulldog wieder sein Recht und seine Vorrangstellung gegenüber rücksichstlosesten finanziellen Interessen zurück zu geben.

    Wen es genauer interessiert, der kann in Carsten Thierfelders Bulldog-Nachrichten erfahren, wer genau welche schäbige Rolle in diesem Drama um den Niedergang der Bulldogzucht im VDH/ACEB spielte.

    Lesen Sie auch die Gedanken, die von Cartsen Thierfelder als Vorschläge gesammelt werden, um eine Wiederholung dieser üblen Maschenschaften innerhalb des VDH - zu Lasten unseres Bulldogs - zumindest zu erschweren. Diese Vorschläge werden den Verantwortlichen eines neuen VDH-Bulldogzuchtvereins als Arbeitsvorlage dienen.
    -

    Wir bilden uns nicht ein, dass mit dem VDH-Rauswurf des ACEB schon alles vorbei ist; ich fühle mich sehr an die Auflösung des ACEB-Vorgängervereins "CEB" erinnert: die Züchterin, die damals die ganze Misere auf dem Rücken der Bulldogs auslöste, suchte erfolglos ihr Heil in Rechtsstreitereien. Vermutlich wird es diesmal - für einige "Hobby"züchter und deren Steigbügelhalter - genau so ablaufen... wieder erfolglos, aber ätzend.


    Nachtrag vom 21. 8. 2011:

    Am 21. 8. 2011 gab es im Zusammenhang mit der Leipziger VDH-Ausstellung ein Treffen von English Bulldog-Züchter, nicht nur aus dem ACEB, mit dem Präsidenten des VDH, Prof. Friedrich. Dieser gab dort unter anderem bekannt:

    • Per einstweiliger Vergügung ging die Zuchthohheit und die Führung des Zuchtbuches der English Bulldogs an den VDH über. Sollte der bisherige Zuchtbuchführer, der ACEB e.V., trotzdem Ahnentafeln ausstellen, so werden diese von VDH/FCI nicht anerkannt.
    • Alle English Bulldog-Züchter - aus dem ACEB, aus anderen Zuchtvereinen oder gar nicht vereingebunden - sind jetzt eingeladen, ihre Vorstellungen über eine neue Zuchtregelung beim VDH einzubringen. Denn so wie bisher würde es nicht weiter gehen können.

    Prof. Friedrich greift offensichtlich durch! Ich bin sehr dankbar darüber! Endlich können wir auch innerhalb des VDH, und nicht nur außerhalb von diesem - auf Bulldogs "fit for function, fit for live" hoffen. Und mit der systembedingten "Vereins-Inzucht" scheint auch Schluß gemacht zu werden!

    Danke Carsten, dass Du diesen Stein ins Rollen gebracht hast!

    -


    Montag, August 8, 2011

    Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

    "Mein böses Überbein" und mehr...


    28.7.2011, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

    Saublöder Hund und dämlicher Köter... das sind nur zwei der Begriffe, deren ich mir vor Frauchen die letzten Tage erwehren musste... und dabei hatte sie Recht, denn ich war gemein, hinterhältig und böse... richtig böse!

    ICH HABE NACH MEINEN FREUND DUGGY GESCHNAPPT UND IHN HALB TOT GEBISSEN!!!

    Mir ist eben einfach der Kragen geplatzt, denn mir tut mein Bein weh, und außerdem spiele ich wirklich nur eine untergeordnete Rolle... finde ich eben!

    Frauchen wollte mich weggeben - genau genommen hat sie sich vorgestellt, meinen dicken Körper in eine Rakete zu stopfen und auf den Mond zu schießen! Duggy jedenfalls musste Sonntag zum Notarzt, Frauchen hat nur geheult, Duggy hat aus Nase, Augen und Rücken geblutet und seine Beinchen sind gelähmt.

    Nachdem Frauchen sich, Herrchen und den Erpel beruhigt hatte, hat sie sich mit mir beschäftigt, denn irgendwie muss es ja einen Grund gegeben haben, dass ich so reagiert habe: Und beim Streicheln stellt sie fest, dass mein Handgelenk ganz dick war!

    Am Dienstag sind wir dann alle zum Tierarzt, und dann kam der nächste Schock für Frauchen: Mein Lieblingsarzt war nicht da, und ich musste unter das Röntgengerät; die Tierärztin war sich nicht sicher, ob ich Knochenkrebs oder irgendwas anderes habe.

    Ich habe dann spontan über mein Leben nachgedacht und Frauchen darüber, dass sie mich vielleicht doch etwas zu hart ran nimmt. Wenn Pine etwas falsch macht, dann redet keiner drüber - ich dagegen bekomme immer Ärger. Dann habe ich kaum noch einen Platz im Haus, wo ich ungefragt hin darf: Pine meint wirklich, sie müsse mich ständig erziehen. Und Frauchen unterstützt das!

    Dieser Zustand der grenzenlosen Zuneigung hielt genau einen Tag, dann kam der Befund: Eine ganz seltene Art von Knochenzubildung - beim Menschen nennt man das Überbein! Da sind wir aber alle froh. Der Nebenbefund von meinen Schultergelenken ist übrigens super. Trotz meines vielen Sports und meines Alters habe ich keinerlei Arthose sondern darf weiter Agility machen.

    Mein Überbein wird mit Stoßwellen behandelt.

    Herrchen ist mit Duggy jeden Tag zum Tierarzt gefahren, um ihm Schmerzschmittel, Cortison und Antibiotika spritzen zu lassen. Die Ärzte haben alle gesagt, dass er vielleicht doch sein Auge behalten kann, da er sich erstaunlich gut erholt. Seine Lähmung in den Beinchen kommt von einem Biss, der ein riesen Hämatom verursacht hat, welches die Nerven im Rückenmark quetscht. Ist das weg, wird er wieder laufen können. Frauchen macht mit ihm jeden Tag Schwimmgymnastik und mittlerweile kann er sich mit den Flügeln vorwärts bewegen. Mich faucht er ständig an; den Freund habe ich verloren...!!

    Wenn ich ihm doch begreiflich machen könnte, dass ich das so nicht wollte... Ich habe Willy gesagt, er solle sich um ihn kümmern, was er auch tut! Ach so: Mein Willy wird immer frecher! Er klaut den Hühnern das Futter und den Hasen genauso! Nun wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Euer Dicki

    29.7.2011, Erpel Duggy mailt:

    Quack, hier schnattert Duggy...Wenngleich ich auch deutlich zerbeult und kaputt aussehe, so gibt es jeden Tag kleine Fortschritte meiner Genesung!

    Heute war Entenwetter! Ja, es hat eigentlich nur geregnet, und da Frauchen sowieso schon nass war, habe ich meine Schwimmtherapie im Garten bekommen. Da meine Wunden jetzt geschlossen sind, durfte ich heute sogar in meine Lieblingspfütze, damit ich das wieder mache, was Enten so normal machen - Gründeln nach Würmern u.a. Getier. Denkt nicht, dass ich nicht hinter Frauchen herkomme - ich kann auf den Flügeln Laufen - und wie.... Danach habe ich mein Frauchen erstmal trocken gemacht.

    Mittlerweile kann ich wieder ordentlich sitzen und falle nicht zur Seite. Fressen mit dem kaputten Schnabel geht auch problemlos, denn der ist gut verheilt. Und Frauchen sorgt dafür, dass die Flügel im Training bleiben, oder besser, die Muskulatur! Was wäre denn ein echter Duggy, wenn er nicht wieder gesund wird? Ausser Vitamin B brauche ich nun keine Spritzen mehr und Frauchen meinte heute sogar, dass eines meiner krummen Beinchen etwas gepaddelt ist im Wasser.

    Für die Tierärzte bin ich echtes Anschauungsmaterial, denn welche Ente wird mit so einem Krankheitsbild behandelt? So ist es ganz wichtig für den Heilungsprozess, dass ich nichts verlerne, was ich an Bewegung so kenne, z.B. Schwimmen - na und deswegen gibt es jeden Tag Schwimmunterricht, denn im Moment gehe ich noch unter, wenn Frauchen mich nicht unter dem Bauch stützt. Ich wünsche Euch jedenfalls ein schönes Wochenende und denkt dran: Nicht unterkriegen lassen! Euer Duggy Borgert

    31.7.2011, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

    Oh oh, bei uns war die Hölle los! Unsere Familie ist ja immer gut für Unruhe, aber dieses Wochenende war das ganze Dorf in Aufregung! Es war Bulldog-Treffen in Friedrichsaue - Leute, ich meine die Traktoren "Lance-Bulldog", nicht uns! Egal, ich kam jedenfalls ganz groß raus, denn so einer wie ich ziert einen echten Lance-Bulldog!

    Es ging um 10.00 Uhr mit einer riesigen Parade durchs Dorf los - tja, und Ihr habt sicher davon gehört, dass wir hier im Osten in Regenwasser ertrunken sind, so sah also das Festgelände und meine Dorfstrasse aus... hui - schön matschepatsche! Seit Freitag habe ich aus meinem Auto die Anreise beobachtet - cool - und dann durfte ich mit zum Festplatz! Das war mal wieder Dickies Welt.

    Pine, ekelte sich schon vor Regen, erst recht vor Dreck - halt Mädchen! Die hatte eigentlich nur Panik, denn die Bässe von der Musikbühne haben uns ganz schön durchgeschüttelt. Ich war begeistert und total lieb - mal keine Menschen in Angst und Schrecken versetzt...hihi!

    Dann bin ich mit Herrchen zur Jagd, und abends sind Herrchen und Frauchen zur Disko gegangen, - in Gummistiefeln, denn die Tanzfläche ist ebenfalls im Schlamm untergegangen. Und dann kam das große Feuerwerk! Ich durfte im Kofferraum liegen und alles beobachten. Ein Glück kam Frauchen, denn die Schafe und Willy sind wie die Wahnsinnigen durch den Garten gerannt. Pine heulte vor sich hin - irgendwie können die alle nichts mehr ab.

    Als Frauchen aber da war, kam Willy an und war beruhigt, und auch die Schafe haben sich in die Hütte verzogen. Ich bin dann mit Frauchen zum Festplatzt und habe Herrchen und meine Freunde Carmen und Manfred abgeholt, denn ohne Taschenlampe war keiner meiner Lieben mehr in der Lage, etwas zu sehen.

    Frauchen hat nur gekichert und Herrchen und Manni sind beinahe im Stromzaun hängen geblieben. Jedenfalls soll Frauchen mit Herrchen und Slawek im Wechsel tierisch abgetanzt haben... Ich will das alles eigentlich gar nicht wissen. Heute Früh haben sogar die Schafe verschlafen - erst um halb 07.00 Uhr haben sie Frauchen geweckt. Tja, und nach einem weiteren Jagdeinsatz mit Herrchen (Frauchen und Pine haben auf dem Sofa das Wochenende verarbeitet) haben wir nun endlich alle versorgt.

    Duggy konnte heute zum ersten Mal wieder alleine in seinem Becken Schwimmen ohne unterzugehen. Wenn auch die Beinchen noch gelähmt sind, so arbeitet die Rückenmuskulatur wieder.

    Nun Euch allen wieder eine schöne Woche - Herrchen hat Urlaub und so freue ich mich auf den morgigen Jagdeinsatz... Euer Dicki (anbei ein Foto mit meinen Hühnern, damit Ihr alle seht, dass ich doch nicht so böse bin, wie alle immer denken! )


    Samstag, August 6, 2011

    Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

    Isa reitet

    und Caligula wird vom Pony gekrault :-)


    9.7.2011, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

    Endlich ist unser Herrchen wieder da - mit den Weibern alleine hält es ja kein normaler Hundejunge aus... Zur Unterstützung draußen habe ich wenigstens meinen Willy, aber wenn es drauf ankommt, dann frißt auch der mir alles vor der Nase weg...

    Wird ein schrecklich anstrengendes Wochenende... Wildschweinjagd! Ein dicker Keiler meint das Maisfeld zerstören zu müssen. Heute Nacht gehe ich mit Herrchen um 2 Uhr zur Jagd- muss mich also noch ausruhen! Frauchen hat mit mir schon genau die Fährte von diesem riesigen Tier bestimmt. Ein bischen Angst hatte sogar Frauchen, denn wenn so einer wütend wird, dann gilt es die Hufe zu schwingen! Nun denn, Euch allen ein schönes Wochenende von uns! Euer Dicki Borgert

    10.7.2011, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

    Willy ist der einzige Mensch - pardon - das einzige Pferd, was mich hier versteht.
    ICH HABE IHN SOOOO LIEB!

    Kein anderer versteht mich, und kein anderer versteht es, mich so schön am Rücken zu kraulen.

    Frauchen ist heute glatt ohne mich mit Willy ausgeritten - gemein! Da hatte ich schon schlechte Laune... und dann kommt sie mit Slawek an meinem Auto vorbei, indem ich tief und fest schlafe - und - ich habe einen meiner bewährten Angriffe gestartet. Dafür gab´s ordentlich Ärger und Frauchen ist mit mir mal kurz "in-sich" gegangen (Au Backe, die war aber wütend). Ok, darf man ja auch nicht, aber mein Willy war in Gefahr! Und mein Auto! Und überhaupt - wer passt denn hier auf alles auf? Na gut, ich habe Frauchen versprochen, beim Autoputzen zu helfen und habe Willy gleich in die Technik des Staubsaugers eingewiesen!

    Eins steht jedenfalls fest: Holt Euch ein Pony, wenn Ihr einen echten Freund sucht! Hundemädel können so einen nie ersetzen... die zicken oft rum! Ich frage mal Frauchen, ob Willy mit ins Haus darf.... er darf auch in mein Körbchen! Eine schöne Woche - müssen Herrchens Auto auch noch putzen!! Euer Dicki


    Donnerstag, August 4, 2011

    Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

    Willy Zwo stellt sich vor

    und Pine kann schwimmen !


    26.6.2011, Pony Willi, genannt Willy II, mailt:

    My name is Willy............ genauer gesagt: WillY-Zwo!

    Ich bin der Neue, und Frauchen hat mir gesagt, dass ich mich mal kurz vorstellen soll: Ich bin ein Shettlandpony-Junge, obwohl eigentlich jeder, der mich sieht sagt, ich sei dafür ganz schön groß - egal, ist eben so! Dann soll ich 12 Jahre alt sein - irritiert ist der eine oder andere allerdings von meinen hellen Haaren am Kopf - Frau´chen ist sich auch nicht so ganz sicher, ob es grau oder weiß ist, denn ich habe auch am Rücken weiße Flecken. Mich kann man auch reiten, und Frauchen konnte meinen Dickkopp schon spüren, denn ich bin mit ihr auf meinem Rücken nach Hause galoppiert. Ich soll eigentlich langsam lernen, mich zu bewegen, dazu gehört auch etwas "Benimm von oben" - tja, auch sie muss wieder lernen, auf so etwas wie mir zu sitzen.

    Heute durfte ich mit im Garten helfen - Herrchen hat Grill vorbereitet, und ich habe heimlich die Eimer untersucht; Dicki hat mich nicht verraten... überhaupt ist Dicki echt toll. Die andere Trulla mag mich nicht und ist wahnsinnig eifersüchtig. Sie hat sich ihre Pfoten wund geleckt aus Protest und ihren Protestpipi-Bach hat sie auch schon abgelassen! Sie hat halt immer Angst, weil sie denkt, sie muss wieder weg. Ich kann das verstehen, denn auch ich werde mich hier nie wieder weg bewegen...

    Ich habe einen eigenen Stall. Noch nie in meinem Leben hatte ich einen eigenen Stall. Ist zwar ein Hundezwinger, aber ich finde ihn soooo toll. Ich hatte noch nie eine richtige Wiese - doch, als ich jung war, aber die letzten Jahre lebte ich in einem alten Verschlag und wurde zum Fressen an eine Leine gebunden.

    Heute Nacht musste ich mich einfach mal lang hinlegen - in die Sägespäne... mhh, das duftet. Frauchen hatte Sorge, dass ich was hätte. Seit Elsas Krankheit ist sie da etwas übertrieben, sagt Dicki! Ich habe mich nur wohl gefühlt... Morgen kommt ein Paket für mich. Ich bekomme ein Reithalfter und ein Sattelkissen, dazu Putzzeug. Ach so, meine Hufe waren krumm und schief; Herrchen und Frauchen haben mir die Hufe erstmal gerade geschnitten. Ich war so lieb und Herrchen war darüber begeistert.

    Nun aber muss ich schlafen. Dicki und Herrchen sind zur Jagd und Frauchen guckt Pferdefilm im TV.
    Gute Nacht, der Willy-Zwo

    30.6.2011, Bulldogge Agrippina, genannt Pine oder Emmy, mailt:

    Da unser Dicki am Ende mit seinen Kräften ist, muss ich heute mal schreiben!

    Dieser Willy ist neu eingekleidet worden - oder wie man das auch nennen mag! Jedenfalls hat er nun Sattel und Reithalfter. Herrchen hat Fotos gemacht vor lauter Begeisterung, wie "unser Pferd" nun aussieht... Und ich? Ich traue dem Typen nicht und bin im Grunde von Dicki schon enttäuscht, denn er liebt seinen Willy über alles. Abends geht´s zu dritt ums Dorf rum, während ich zuhause warten muss. Irgendwie gemein, oder? Jedenfalls reitet Frauchen mit Willy los, Dicki rennt nebenher, als hätte er nie was anderes gemacht.

    Willy läuft ungern ohne Dicki vom Haus weg und Dicki will hinter Willy her. Tja, heute ist Frauchen mitten im Galopp von Willy gefallen. Man, der kann aber auch loslegen - traut man ihm nicht zu! Ich bevorzuge lieber meinen Oderstrand. So lange ich dort jeden Abend bei der Hitze hingefahren werde, ist mir das andere egal. Ich kann übrigens Schwimmen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Hat zwar etwas gedauert, aber immerhin! Nun bin ich auch eine Wasser-Ratte oder besser Wasser-Pine. Herrchen hockt gerade da, wo er immer hockt - auf seinem Hochsitz. Gibt jetzt übrigens ein neues Ehestreitthema zwischen Herrchen und Frauchen: Herrchen meint immer da ansitzen zu müssen, wo Frauchen mit Willy und Caligula durchreiten will. Gestern haben die Drei Herrchens Abschuss vereitelt.... Reh hat eben Glück gehabt!

    Ein Kommen und Gehen ist bei uns neuerdings, und wenn Ruhe ist, dann kommt das Pony still und leise zur Haustür rein. Gestern musste man ihn aus dem Hasengehege befreien, heute hat er wieder der Ente aus ihrem Gehege die Flusskrebse geklaut, und den geöffneten Kofferraum von unserem Auto hat er mit Dicki genutzt, die Frolics zu verspeisen.

    Sind Ponys eigentlich Fleischfresser? Ich warte mal ab, bis Willy in mein Körbchen stapft, dann gibt es allerdings gewaltig Ärger von mir. Eine gute Nacht, Eure Pine

    3.7.2011, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

    Warum geht es mir so schlecht? Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr so richtig... welche Rolle spiele ich hier eigentlich noch? Es gab Zeiten, da gab es fast nur mich auf dieser Welt, und nun bin ich umringt von diesen anderen Viechern, die mich total in den Hintergrund drängen.

    Verdient habe ich das alles nicht, denn eigentlich war ich doch der super-Dicki.... Heute durfte ich nicht mit zum Ausritt - unglaublich! Zu warm sei es, zu viel für meine Gelenke; Dabei will Willy ohne mich gar nicht los... Dann sind wir zum Reitturnier im Nachbardorf gefahren. War cool und Frauchen ist wieder auf den Geschmack gekommen... aber mit meinem Willy? Ein Bekannter meinte doch glatt, sie solle nächstes Jahr mit starten - Willy würde ja noch wachsen!! Haha!

    Duggy hat endlich mal wieder verstanden, dass er eine Ente ist, und das von Frauchen mit viel Liebe, Erde, Flusskrebsen und Würmern angereicherte Wannenwasser durchgeseiert.

    Die Hühner hatten den Auftrag, das Erdbeerbeet von Unkraut zu befreien. Dieses funktionierte dann auch mit einer Anreicherung von Mehlwürmern, die Frauchen gestreut hat. Crazy-Horse macht einen auf Super-Hahn und Herrchen erklärt ihm auch ständig, dass er der Beste sei - gemein, oder? Dabei habe ich ihn zu dem gemacht, was er ist - ohne mich wäre er nie so groß geworden, denn wer hat ihn als 5 Tage altes Küken gepflegt? Ich!

    Ha, dafür habe ich aber heute einen nach gelegt. Wir waren im Revier, und ich habe plötzlich eine Fährte in meine Nase bekommen. Frauchen hat mich losgemacht und nach 50 Metern habe ich einen toten Fuchswelpen gefunden - mitten im Weizen. Da war ich plötzlich wieder der ganze Stolz von Frauchen.

    Nun lass die anderen mal machen - ich lege mich in mein Auto und beobachte die Einfahrt. Einen schönen Wochenstart, Euer Dicki

    Letzer Bericht von Caligula: 7. Juli 2011


    Dienstag, August 2, 2011

    Ein Kommentar von Gastbloggerin Alexandra Bombek:

    "Danke für den tollen Bericht

    über Tillmann!"


    Hallo Cornelia, danke für den tollen Bericht über Tillmann! (Siehe Beitrag vom 1. Juli 2011)

    Ich finde es sehr richtig, mal zu erwähnen, das Bulldogs auch schlank, sportlich und fit sein können, und dass es nicht immer Krankheiten bei ihnen gibt.

    Mich ärgert es auch ein wenig, dass meistens Bulldoggen abgebildet sind, wenn es in Zeitschriften und Büchern um Ernährung und Diät geht. Schließlich gibt es bei allen Hunderassen übergewichtige Hunde. Sogar in Diätbüchern für Menschen findet man oft den Bulldog...

    Stanley hat keine Probleme mal eine längere Strecke spazieren zu gehen. Er schwimmt für sein Leben gern, und das Tauchen liebt er auch. Wir haben Spaß bei den Hunderennen, und im eigenen Garten machen wir leichtes Agility. Auch Frisbee und Schneebälle fangen gehören zu Stanleys Lieblingsspielen.

    Egal ob Mensch oder Hund, jeder wird träge und fett, wenn er nur auf der Couch liegt, es sollte halt das richtige Mittelmaß gefunden werden.

    Liebe Grüße, Alexandra und Stanley


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    , geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 39 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

    Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.




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    Unser Tierarzt und
    Bulldog Spezialist

    Tier-Gesundheitszentrum Peter Söhl
    Lichtenau/Paderborn




    Engl. Bulldog
    Standard


    Standard des English Bulldog, gültig seit Oktober 2009

    Mit Skizze: HIER




    Engl. Bulldog
    Welpen

    Wichtige Hinweise zur Welpensuche
    und von Zeit zu Zeit Vorstellung guter Würfe:

    Update: 9. 7. 2011

    Allgemeiner Hinweis:
    Betrugswarnung

    Rechtsberatung Tierrecht
    Kanzlei Fries




    Engl. Bulldog
    Rescue


    English Bulldog Rescue Germany




    Cornelias Engl. Bulldogs

    "Frieda Fay Happy Day"













    "Kosmo Key Feeling Free"










    Aus Künstler-Sicht:







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    Cornelia Savory-Deermann


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