Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Dienstag, Januar 31, 2012

Bulldogtapete und ein Wand-Tatoo


Diese Tapete mit riesengroßem Bulldog-Motiv fand Rafaela Schuda neulich bei ebay.

Und ich fand ein richtig tolles Wand-Tatoo per Zufall im Netz. Adresse HIER!


Sonntag, Januar 29, 2012

Heute lacht Gastblogger Stu Savory

Das Konto des Hundes ;-)


Zur Zeit läuft in England ein Prozeß gegen den bekannten britischen Fußball-Manager Harry Redknapp (sein Club ist Tottenham Hotspur) wegen mehrfacher Steuerhinterziehungs-Vorwürfe. LINK HIER

Er hat - wie er selber zugibt - ein Bankkonto in Monaco eingerichtet, worauf angeblich geheime Zahlungen für erfolgreiche Transfer-Vermittlungen von Spielern eingingen. An dem UK Finanzamt vorbei?

Die englische Gossenpresse benutzt den abwertende Slangbegriff 'bung', nicht im Sinne des Substantivs für 'Stöpsel', sondern eher im Sinne des Verbs 'Wirf (das Geld) mal rüber!', denke ich.

Der Prozeß soll noch etwa eins bis zwei Wochen laufen; es ist bislang nichts bewiesen. Deshalb gilt noch die Annahme seiner Unschuld. Aber ihm wird mächtig Druck gemacht, und die gesamte britische Boulevard-Presse hält nicht mit Schmähvorwürfen zurück.

Interessanterweise wurde das Konto unter dem Namen einer seiner Bulldoggen und mit seinem eigenen Geburtsjahr angelegt "Rosie 47". Gar nicht auffällig ;-)

Update 8-2-2012 : Redknapp wurde vom Gericht von alles freigesprochen. UNSCHULDIG.


Freitag, Januar 27, 2012

"Bullig, bulliger - Bulldogge"


22. 1. 2012, "BILD" thematisierte das Übergewicht vieler Haustiere wieder einmal: "Rund die Hälfte aller in Deutschland lebenden Hunde und Katzen sind zu dick." Das ist eine erschreckend hohe Zahl.

Es ist so traurig wie wahr: der Bulldog ist so oft überfettet, dass er sich als "Model" für dieses Thema anbietet. Schuld ist "das andere Ende der Leine"... der Halter.

Einen Grund der Überfettung so vieler Hunde sehe ich in der Faulheit ihrer Besitzer. Sie bewegen ihren Hund - und sich selbst - einfach zu wenig, nach dem Motto: Lieber den Hund durch ewige Leckerli ruhigstellen, als ihm genug Bewegung zu verschaffen.

Ein anderer Grund der Überfütterung könnte sein, dass der Bulldog wie ein Baby "überbemuttert" wird, das heißt seine Besitzer können nicht in seine bettelnden Augen sehen, ohne ihm nachzugeben... Häufiger scheint diese spezielle Kategorie der Hundehalter auch selbst eine Eß-Problematik zu haben.... und deshalb fällt es ihnen so schwer, ihre Hunde auf Schmalkost zu setzen...

Abnehmen läßt sich nur durch Kalorien-Reduktion. Und damit statt Fett nicht nur Muskelmaske abgebaut wird, muß gleichzeitig für mehr Bewegung gesorgt werden.


Mittwoch, Januar 25, 2012

Homöopathische Therapie-Erfolge gegen

multiresistente Keime


Immer wieder kommen Anfragen bei uns an, wie man chronische Zwischenzehen-Geschwüre beim Hund behandeln sollte. Ich habe schon häufiger darüber informiert, wie man im Thematischen Inhaltsverzeichnis (siehe Referenzspalte) nachsehen kann. Vor einiger Zeit gab mir nun unser Tierarzt Peter Söhl einen Bericht über neue Behandlungsmöglichkeiten aus dem Magazin "Biologische Tiermedizin". Darauf möchte ich kurz eingehen.

Der Hund war, außer diesem Zwischenzehen-Geschwür, völlig gesund. Es wurden mehrere Bakterienstämme im Geschwür festgestellt, von denen sich der Pseudomonas-Stamm als multiresistent erwies. Auch die 4wöchige Gabe hochdosierter, spezieller Antibiotika-Kombinationen, die bei multiresistenten Stämmen noch erfolgreich sein kann, blieb bei dieser Hündin erfolglos.

Der betroffene Zeh wurde daraufhin amputiert. Zwei Wochen nach dieser Operation entzündete sich die Wunde erneut mit dem gleichen multiresistenten Pseudomonas-Stamm. Jetzt wurde die Antibiose komplett abgesetzt und statt dessen ein biologisches (homöopatisches) Behandlungskonzept nach diesem Muster verordnet.

Die Auswahl der homöopatischen Präparate erfolgte individuell für diesen Fall. Schon nach 10 Tagen zeigten sich keine Entzündungsanzeichen mehr. Sicherheitshalber wurde die Behandlung noch einige Wochen weiter durchgeführt und dann ausgeschlichen.

Die Autoren empfehlen, mit einer homöopathischen Behandlung multiresistenter Keime schon paralell zur Behandlung mit allopathischen Mitteln (z.B. Antibiotika) zu beginnen.


Montag, Januar 23, 2012

Hundemeute bellt 'Star Wars' Musik ;-)

Englische Bulldogge als basso profundo . . .


Dies wird die (autolose!) VW Werbung im US Fernsehen während der "2012 Superbowl" sein. Die Hunde bellen die Imperiale Aufmarsch Musik (von John Williams komponiert) aus den Filmen 'Krieg der Sterne', selbstverständlich mit einer Englischen Bulldogge als Basso Profundo.

Das gesamte Gebell ist als Video hier auf YouTube zu sehen :-)

Die einzelnen Hunde spielen (teils) identifizierbare Krieg-der-Sterne Rollen:

der grosse schwarze Hund rechts is klar Darth Vader, der zottelige links von der Bulldogge ist Chewbacca, vorn mitte Yoda, links von Yoda - mit dem Laserschwert - ist Luke Skywalker, vorne links dürfte Prinzess Leia sein, mit den anderen müßt ihr mich helfen...

I think the whole thing is called . . . the bark side of The Force ;-)


Samstag, Januar 21, 2012

Wieder einmal Bulldog-Postkarten


Unter den Postkarten-Stars ist der Mops zur harten Bulldog-Konkurrenz geworden, aber man findet ihn immer noch, weil sein Gesicht einfach einzigartig ist :-)

Nicht nur sein Gesicht ist einzigartig ;-)....


Freitag, Januar 19, 2012

Gelenke wie "geschmiert"


Nicht alle Bulldogs können sich so gut und so gerne bewegen wie die in den vielen Beiträgen hier im Blog.

Hüftgelenks-Dysplasie ist gerade beim Bulldog weit verbreitet, und duch die Überzüchtung zum Extrembulldog werden viele weitere Gelenke zwangsläufig falsch belastet, wodurch sich dort sehr früh eine Arthrose herausbildet. Das bedeutet Schmerzen für den Bulldog...

Unser Tierarzt und Bulldogspezialist Peter Söhl empfiehlt als Futterzusatz dieses Mittel bei Gelenkbeschwerden im Alter, nach Operationen und bei einer genetischen- oder verletzungsbedingten Gelenk-Problematik. In solchen Problemfällen kommt es zu einer Nährstoffunterversorgung mit immer weiterreichenden Knorpelschädigungen als Folge. Dies gilt es zu vermeiden :

Die "Gelenkschmiere" im Mittel ist die Hyaluronsäure. Warum und wie, das können Sie ausführlich HIER bei "Tante Wiki" nachlesen. Siehe zu diesem Thema auch den Beitrag vom 21. Februar 2011 sowie im thematischen Inhaltsverzeichnis "Gesundheit".

Am Rande: wegen ihrer hoch feuchtigkeitsbindenden Wirkung wird die Hyaluronsäure von der Kosmetikindustrie zunehmend in Anti-Faltenmitteln angeboten.

WICHTIG: Entscheidend zur Funktions-Erhaltung eines Gelenkes ist auch regelmäßige, angemessene Bewegung.


Dienstag, Januar 17, 2012

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Neujahr, dann Krankheit,

eine wilde Pine und der kleine Prinz


1.1.2012, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Euch allen ein frohes neues Jahr!

Ich bin total erschlagen, zuerst Weihnachten, und dann hat Frauchen mit uns und Herrchen eine kleine Privat-Party veranstaltet... auf den Bildern seht Ihr uns während und nach der Party.... War aber echt ganz nett. Frauchen war von der Bowle relativ schnell duselig und hat mit mir getanzt!

Mitternacht war ich dann mit unseren lieben Nachbarn Manni und Carmen und natürlich mit Herrchen bei Willy im Stall.

Der kleine Kerl hat sich tapfer gehalten, allerdings durfte Frauchen nicht das Gehege verlassen, dann drehte er durch und schoss in Panik durch die Gegend. Und als Herrchen mal kurz weg ging, hat er laut hinter ihm her gewiehert vor lauter Angst. Jedenfalls war er wirklich tapfer und hat sich hinter Frauchen versteckt und ein Leckerli nach dem anderen bekommen bis alles vorbei war. Pine saß total verstört derweil im Wohnzimmer - eben ein echtes Mädchen...

Frauchen hat mit den guten Vorsätzen gleich begonnen und hat Herrchen zum Joggen mitgenommen - ich sollte zuhause aufpassen... nicht mit mir; der Dicki hat sich durch den Zaun gedrängelt und ist durch das ganze Dorf hinter den beiden hergelaufen... haben die gar nicht bemerkt - hihi! Herrchen hat getobt und sich überlegt, wen ich alles hätte auffressen können unterwegs - so ein Blödsinn, hatte doch die Zunge am Boden hängen von der Rennerei - ich konnte nicht mehr!

Ihr seht, bei uns geht es turbulent los im neuen Jahr! Wir wünschen Euch allen eine schöne erste Jahreswoche -
in diesem Sinne viele Grüße, der Dicki aus Friedrichsaue

13.1.2012, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Wir waren krank, echt krank! Letzte Woche Freitag fing Pine an, dann kam Frauchen und am Sonntag kam der Dicki nicht mehr aus seinem Busch....

Angeblich ein Magen/Darm Virus, der aber dazu führte, dass wir mit Frauchen viel viel Zeit zum Kuscheln hatten. Heute nun sind alle so langsam wieder wohlauf, und Willy und ich haben Frauchen beim Ausmisten geholfen.

Vorgestern haben Willy und ich uns gebissen - genaugenommen habe ich mich geärgert, dass er mir ständig die Leckerlies streitig machen wollte. Ich habe mal kurz meinen berühmten Dicki-Angriff gestartet - aber oh Schreck - der Dicki bekam einen Biss zurück! Ich blickte in das riesige Pferdemaul - HILFE!!! Keinen Meter ist er von mir gewichen... Frauchen hat sich raus gehalten und sich diebisch gefreut, dass ich endlich mal die Grenzen erfahren habe, sagt sie jedenfalls!

Heute sind wir wieder gute Freunde - ist ja auch ein echt cooler Typ, mein Willy! Kein Weichei, der Angst hat! Am schönsten ist es, wenn wir alle gemeinsam Spazieren gehen - das ist toll. Willy rennt mit mir um die Wette oder springt mit mir über Baumstämme.

Pine ist mir manchmal schon zu lebhaft - entweder die steht unter Drogen, oder sonstwas! Die tobt hier manchmal durchs Haus, springt einfach so im Kreis, oder krabbelt in irgendeinen Hasenstall.

Jetzt fängt die auch noch an, mir meine Fährtenarbeit streitig zu machen - kein Wunder, die Dicke bekommt strenge Diät. Während ich mir die 3-fache Fleischration reinziehe, nagt sie an irgend so einem light-food-Zeug mit magerem Pansen rum.

Gut, dass ich kein Mädchen bin, sagt auch Herrchen! Ich persönlich finde allerdings, dass der gute Willy auch ein paar Kilo zu viel auf den Hüften hat... NEIN, nicht das Herrchen.... das PONY, natürlich! Wie auch immer - morgen fahren wir nach Berlin ins Theater: "Der kleine Prinz" wird aufgeführt! Ich glaube, die Geschichte handelt von mir...
Ein schönes Wochenende an Euch alle, Euer Dicki


Sonntag, Januar 15, 2012

ZDF: Welpenhändlerbanden


Am Mittwoch, 11. 1. 2012, lief im ZDF eine Reportage über Welpen-Massenproduktionen und Welpenmärkte speziell in Polen.

Damit es hier in Deutschland zu einem Verkaufsgewinn bis zu 400 % - bei einem Welpenpreis von 300 bis 800 Euro - kommen kann, müssen die Hundemütter und ihre Welpen aus Kostenersparnis unter den elendsten Bedingungen gehalten werden. Und der Transport der oft erst 5 Wochen alten Welpen wird wiederrum aus Gewinnsucht in dreckigen, stinkenden und überfüllten Boxen abgewickelt :-(

Hier der Link zum Video von der Sendung.

Es wird in der Reportage ein Fall gezeigt, in dem (bei einer Haus-und-Hof-Durchsuchung) bei einem Welpenhändler 200 Blanko-Impfpässe eines bestimmten Tierarztes gefunden wurden! Der Händler konnte also Alter, Rasse usw. in diese Impfpässe - passend zu seinen jeweiligen illegal eingeführten Welpen - eintragen. Wobei viele dieser, den Papieren nach "Reinrassigen", wie ich es selbst habe beobachten können, offensichtlich Mischlinge sind.

Die Käufer entscheiden sich typischerweise für einen Kauf beim Welpenhändler, weil die Welpenpreise bei einem Züchter viel höher sind als bei diesem. Sie glauben, der hohe Preis würde einfach der "Papiere" wegen verlangt. Das ist ein Irrtum!

Der höhere Preis bei einem Züchter spiegelt den Aufwand des Züchters bei der Auswahl der Elterntiere sowie die Sorgfalt und Mühe bei der Aufzucht der Welpen. Diese Kosten hat ein tierschutzverachtender Welpen-Massenproduzent nicht; deshalb kann er bei vergleichsweise niedrigen Preisen noch fetten Gewinn machen... :-(

In der Reportage kommt immer wieder ein Mopskäufer zu Wort, der des niedrigen Preises wegen bei einem betrügerischen Welpenhändler gekauft hatte. Seine anschließenden Tierarztkosten waren hoch. Er sagte, diese Erfahrung wolle er nie mehr mitmachen, er würde in Zukunft sich nur noch bei seriösen Züchtern umsehen.

Jeder Zuschauer der Sendung und jeder Leser dieses Blogs hat die Chance, aus den Erfahrungen dieses Mannes mit zu lernen.

Wer diese schlimme Erfahrung mit einem Händlerwelpen gemacht hat, ja der brauchte diesen harten Weg, um zur Einsicht zu gelangen. Um ihn tut es mir nicht leid. Doch der Hund bleibt dabei auf der Strecke, und das tut mir in der Seele weh...

Es ist wirklich schwer in Deutschland einen gesunden (Bulldog-) Welpen zu erwerben. Aus einer VDH-Zucht zu kaufen wäre nach meiner Erfahrung ein hoch risikoreicher Entschluß. Der VDH und die entsprechenden FCI-Verbände im Ausland sind nämlich - über ihr Ausstellungs- und Zuchtrichter (Un)Wesen - die Verursacher und immer noch der Nutznießer des heutigen miserablen Gesundheits-Zustandes der Rassehunde. HIER noch einmal ein Link, hinter dem Sie dies in Bildern dokumentiert sehen.

Suchen Sie bei einem kleinen Züchter nach einem Welpen, achten Sie darauf, ob er seine Zuchthunde liebt und im Haus hält. Es gibt sie, die verantwortungsvollen Züchter, denen es um die Hunde geht und nicht ums leicht verdiente Geld. Kaufen Sie bei einem Hobbyzüchter, der sich durch keine Vereins-Verkaufspolitik verführen oder verlocken läßt. Mehr HIER !

Unterschreiben auch Sie bitte diese Petition gegen Händlerwelpen: ... Link hier


Freitag, Januar 13, 2012

Herrliche Bewegungsstudien


Carsten Thierfelders großes Hobby ist - nach den Bulldogs :-) - die Fotografie.
(Copyright der Fotos: Carsten Thierfelder)

Hier eine besonders schöne Auswahl von "Bulldogs in Bewegung"

Modell "standen" - besser gesagt sprangen und rannten - seine Bulldogs Spike, Kim und Ally.

Anmerkung von Stu Savory

Nachdem es zu moralisch unmöglichen Belästigungen eines Gastbloggers durch einen hier unerwünschten Blogleser gekommen ist, möchte Carsten Thierfelder, daß wir den Link zu seinem weiterhin interessanten Nachrichtenblog aus der Sidebar nehmen, um dadurch andere Gastblogger vor solchen widerlichen Angriffen zu schützen. Ohne Aufgabe einer Rechtsposition, gehen wir Carsten Thierfelders Wunsch - zumindest vorübergehend - nach.


Mittwoch, Januar 11, 2012

Die schöne CEB-Clubschau 1974

und Erinnerungen an Ricky


Kari Wolfsjäger (Cincinatti Bulldogs) schrieb in "Der Bulldog, 1974":

"Diese Clubzeitung soll den Mitgliedern, die am 12. Mai bei unserer Kölner Clubshow nicht dabei sein konnten, einen Eindruck vermitteln. Für diejenigen, die dabei waren, hoffen wir, daß dieses Heft eine schöne Erinnerung bedeutet. Es war in jeder Hinsicht eine gelungene Ausstellung!

Das Ausstellen, auch die Bewertungen, waren weniger wichtig. Natürlich haben sich die Besitzer der bestplacierten Hunde gefreut - wie konnte es auch anders sein - , aber das Primäre war diesmal nicht das Gewinnen, sondern das Zusammentreffen vieler Bulldogenthusiasten. Ich möchte allen Mitgliedern danken, die dazu beigetragen haben, unsere Clubshow 1974 so erfolgreich zu gestalten!

Ein besonderer Dank geht an die Sonderleiter Herr Wagener und Herr Mugrauer, ebenso Frau Ehrenstein, die viel Arbeit hatte, sowie an Frau de Arias, die besonders schöne Preise mitgebracht hatte. Auch Herr Dr. Spieth, Herr Dr. Sann, Frau Angehrn, Frau Hartmann und Fam. Ehrenstein hatten uns Preise gespendet. Nochmals herzlichen Dank Herrn Frieder Burda, der uns wieder einmal finanziell unterstützte. Ohne ihre Hilfe wäre diese Ausstellung zweifellos nicht so gut gelungen!

Ich möchte ebenfalls den Ausstellern danken, denn viele kamen von weit her. Frau Angehrn aus der Schweiz, Herr Leblond aus Frankreich, Dr. Engels aus München, Fam. Schinke aus Kiel, Herr Wrede aus Hamburg und Fam. Spahr von Sylt. Wir haben uns ebenfalls über die Teilnahme von vier holländischen Bulldogbesitzern sehr gefreut.. Der "Dewrie Drummer Boy Wanderpreis" und der von Herrn Dr. Spieth gespendete Pokal für den besten Bulldog der Ausstellung ging an die von Mr. Westlake gezüchtete Baytor the Proud. Der Pickwick Wanderpreis für den besten Junghund ging an Fam. Ehrensteins Cincinatti Nicole.

Unser englischer Richter, Mr. John Davies, hat folgenden Bericht von dieser Ausstellung geschrieben:

"Es war für mich eine Ehre, bei dieser schönen Show als Richter zu fungieren. Außer den Damen Angehrn und Wolfsjäger, die ith von England kannte, hatte ich keinen der Aussteller oder deren Hunde vorher gesehen. Ein Katalog wurde mir erst am Abend nach der Ausstellung ausgehändigt.

Als ich am Sonntagabend meinen Rapport schrieb und nach den Nummern aus dem Katalog die Namen der Siegerhunde aussuchte, machte ich die gleiche Feststellung wie voriges Jahr unser 2. Vorsitzender, Mr. Saunders, der damals die Kölner Clubahow richtete: die Majorität der Siegerhunde stammte von Dewrie Drummer Boy oder seinen Nachkommen. Diese Tatsache hat mich besonders gefreut, da, wie die meisten wissen, Ricky von meiner Frau und mir gezüchtet wurde. Als ich ihn am Tag nach der Ausstellung nach fast 4 1/2 Jahren wiedersah,konnte ich kaum glauben, daß dieser aktive, lebhafte Bulldog inzwischen über 8 Jahre alt geworden ist. So wurde diese Ausstellung in zweifacher Hinsicht für mich zu einem Erlebnis.

Der Ort war sehr geeignet für eine Ausstellung, das Wetter war zauberhaft und wir hatten genügend Schatten unter den vielen Bäumen, die Atmosphäre war freundschaftlich. Natürlich ist das Richten etwas anders als in England, vor allem fiel mir auf, daß viele Aussteller wenig Erfahrung im Herzeigen ihrer Hunde hatten. Trotzdem möchte ich betonen, daß die Qualität eines Hunden wichtiger ist als seine Ausstellungsroutinel Die Aussteller waren sehr interessiert, haben viele Fragen gestellt und meine Kritik sportlich akzeptiert.

In England ist es nicht üblich, den Richter direkt zu fragen, aber mir gefällt diese Methode durchaus. Die Qualität der Hunde war genau so gut wie bei einer englischen Ausstellung dieser Größenordnung. Wenn ich bedenke, was man in England früher über kontinentale Bulldogs gesagt hat, muß ich zugeben, daß diese Meinung längst überholt ist. Allgemein gesehen scheint mir momentan in Deutschland die Qualität der Hündinnen noch besser als die der Rüden zu sein.

Ich möchte dem deutschen Bulldogclub und seinen Mitgliedern herzlich für die Gastfreundschaft danken und möchte nochmals betonen, wie sehr mir dieser Ausflug zu den deutschen Bulldogs gefallen hat. Ich werde mit Interesse die Weiterentwicklung der vielen hübschen Junghunde, die ich hier gesehen habe, verfolgen.
gez. John Davies."

Berichte aus "alten Zeiten"

Die meisten meiner Bulldogfreunde sind deutlich jünger als ich. Sie kennen die "alten Zeiten" nicht, lieben es aber Geschichten daraus zu hören. Deshalb bringe ich auch diesen Bericht von der CEB-Clubschau 1974 im Blog.

Ricky (Dewrie Drummer Boy), der absolute Schau- und Zucht-Star der End-60er und Anfang-70er Jahre, war mein besonderer Liebling. Und er ist nach wie vor mein Traum-Bulldogrüde: freundlich, klug, souverain, gesund, lebhaft, vital, von überaus wohl proportionierter Gestalt und mit großen runden Augen... Überhaupt nichts an ihm war schwammig oder fett, sein herrliches Muskelspiel konnte bei jeder Bewegung bewundert werden.

Er wurde viel zum Decken eingesetzt, denn er war auch ein sehr guter Vererber. Meine Ziska z.B. hat seine starke, muskulöse Gestalt und seine tiefdunklen großen Augen geerbt.

Rickys Besitzerin Kari Wolfsjäger verstand wirklich viel vom Bulldog, sie hatte einen ziemlich sicheren Blick, wie sich Welpen und Junghunde entwickeln würden. Um nicht allein auf Linienzucht angewiesen zu sein, kaufte sie immer wieder in England junge Bulldogs von unterschiedlichen Züchtern, die sich allesamt zu prächtigen Zuchthunden entwickelten. Das spätere Problem des CEB, das zu seiner Auflösung führte, war (genau wie beim kürzlich eingeleiteten Ende des ACEB) zwischenmenschliches Fehlverhalten, welches auch "Lug und Trug" in der Zucht und Aufzucht betraf.

Ricky wurde, wie Doris und ich uns erinnern, circa 12 Jahre alt. Zuletzt war er altersschwach und etwas taub. Er lebte mit einigen Hündinnen in einem größeren Zwinger-Gehege, und diese Hündinnen nutzten seine Schwäche aus und mobbten ihn... (das geht alten Wölfen auch so.) Er mußte deshalb in ein separates Gehege umziehen, um bis zu seinem Tod seine Ruhe als abgedankter Rudelchef zu haben.

Rickys Nachkommen heute

Käthchen, die Mutter der letzten zwei Würfe "vom Georgshof", stammt (über mehrere Generationen) von Ricky ab. Wir hoffen auf einen neuen Wurf von ihr (im März :-)


Montag, Januar 9, 2012

Vegas und Frieda: Kinder lieben sie :-)


Ende Oktober traf ich Kathrin mit Vegas bei Peter Söhl. (Vegas war wegen eines allgemeinen Checks dort. Peter lobte sozusagen alles an ihm :-). Besondere Freude hatte ein kleines Mädchen aus Kassel im Warteraum an Vegas. Sie war mit ihrer Familie und der 9jährigen, sehr schwer kranken Emmie zur Behandlung dort.

Vegas ist nicht ganz so achtsam zu Kindern wie Frieda, seine Großmutter. So ein Draufgänger wie Kosmo ist er aber auch nicht ;-) Das Mädchen ging völlig locker und spielerisch mit ihm um. Er gefiel ihr - und umgekehrt :-)

Es freut mich immer, wenn Kinder keine grundsätzliche Angst vor Hunden zeigen, aber auch nicht arglos aufdringlich zu ihnen sind. Jedenfalls verkürzte uns das Spiel von Vegas und diesem zauberhaftem Mädchen die Wartezeit (Emmie war als akuter Schmerz-Notfall dazwischen gekommen) auf eine sehr schöne Art :-)

Der Spruch des Jahres :-)

Am 1. Weihnachtstag tafelten Stu und ich (Frieda und Kosmo tafelten unter der Tafel mit ;-) bei Frau Brand üppig und genüßlich zu Mittag.

Ein jüngeres Paar mit ihrem vielleicht 10jährigen Sohn kam an unserem Tisch vorbei, als sie das Restaurant verlassen wollten. Der aufmerksame Junge sagte plötzlich: "Da sind zwei Bulldoggen unter dem Tisch!" Frieda gab gleich sanft ihr Pfötchen und Kosmo etwas stürmischer seine Pranke. Der Junge streichelte beide mit verzaubertem Blick. Dann stand er auf und rief laut durch den ganzen Saal: "BULLDOGGEN SIND TOLL!" Stu und ich strahlten sofort genau so, wie dieser Junge es tat :-)


Samstag, Januar 7, 2012

Heute erzählt Gastbloggerin Zsuzsa Feldenkirchen

Sherlock schreibt seinen Eltern


23. 12. 2011: Guten Morgen liebe Papa und Mama, es ist wieder Zeit kurz von den Neuigkeiten zu berichten. Wie Ihr wißt, gestern wurde ich 9 Monate alt.

Leider kam mein Ehrentag viel zu kurz: ich bekam extra Streicheleinheiten, dann ging Mami sofort weiter, weil sie Omi verarzten musste, die Omi Csöpke ist nämlich sehr krank. Sie hatte eine Geschwulst in ihrer Hornhaut. Leider hat die konventionelle Methode (Salbe, Tropfen und Medikamente) nicht geholfen, so musste ihr Auge operiert werden.

Jetzt ist es zugenäht, und sie muss diesen blöden Kragen tragen, und wir sind von einander getrennt.

(Die Frau Doktor sagte, wahrscheinlich habe ich Omi's Auge auch geleckt, deswegen die Trennung. Ich muss Euch sagen, ich mag die Frau Doktor überhaupt nicht. Stellt Euch mal vor, sie hatte mit einer Pinzette meine Augenwimpern gezupft!!!! Juiii, das hat aber wehgetan. Na gut, seitdem kann ich auch klarer sehen und die Tränen fliessen auch nicht mehr.)

Die Fäden werden erst nach 2 Wochen gezogen, so lange müssen wir getrennt bleiben, schade, sehr schade, ich langweile mich sehr.

Die Schule ist auch zu, meine Prüfung war auch nicht sehr erfolgreich (ehrlich gesagt, ich bin sitzen geblieben, weil ich "nicht ruhig an einem Platz sitzen bleiben kann", wie der blöde Mann mir sagte.) Die Menschen sind merkwürdige Wesen: erstmal wollen sie, dass wir Hunde sofort zu ihnen rennen, wenn sie rufen, dann sollen wir liegen bleiben, wenn sie sich anderweitig beschäftigen. Papa, Du bist sehr klug, sag mir bitte, verstehts Du das?

Okay, Mami war auch nicht böse, sie hat gelacht und sagte mir, dass ich es noch lernen werde, es ist halb so schlimm. Aber die Kumpels fehlen mir, da war eine schöne AmStaff-Dame, die Bella, die habe ich sehr lieb gehabt.

Was ich noch sagen wollte, bei uns ist alles weiss gestrichen: mein Garten, mein Wald. Und dieses komische Weiss ist kalt, sehr kalt, ich habe es gekostet, schmeckt nicht nach Eis.

Das Foto meines Schwesterherz Tahila ist wunderschön, danke Tante Rafaela. Mami sagte mir, ich soll ein Frohes Fest und Guten Rutsch wünschen. Was das ist, weiss ich nicht, muss irgendwie mit dem Baum zusammenhängen, den Mami nach Hause gebracht hat, und ich darf ihn nicht (!) bepinkeln. Unerhört, in meinem Garten ein Baum, den ich nicht markieren darf.

So ich werde Euch weiterhin berichten, jetzt muss ich mich um mein Frühstück kümmern. Liebe Grüsse, Euer Sohn: Sherlock

27. Dezember 2011: Guten Morgen liebe Papa und Mama, wie ich schon bellte, hier sind meine Erlebnissen von Weihnachten.

Also der Reihe nach: den Baum (ihr wisst schon, den ich nicht bepinkeln darf), steht jetzt im Wohnzimmer und hat viele bunte Kugeln und Kerzen. Ich habe diese Kugeln schon probiert, nichts besonderes, schmecken nach nichts; Ball spielen kann man mit dem auch nicht.

Aber Mami hat für uns viiiiiiiele Fleischtörtchen gebacken und wir durften so viel essen, wie wir wollten, dass heisst wir hatten am Abend ganz schöne kugelrunde Bäuchlein, es war schön.

Am Abend haben wir noch schöne Musik gehört, dann bin ich aber eingeschlafen, was weiter passierte, weiss ich nicht. Am nächsten Morgen hat Omi Csöpke die ganze Familie wach gebellt, ihr Auge juckte ganz doll. Mami behandelte sie und dann war es wieder besser.

Am Vormittag sind wir wandern gegangen, ich wusste noch nicht was "Hund-sein" heisst: dass ich im Wald laufen, schnüffeln und spielen darf. Und ich durfte ohne Leine im Wald laufen!!! Na gut, Mami hat mich immer im Auge gehabt und ich war auch sehr brav, auf Zuruf bin ich immer zu ihr gelaufen, es war sehr aufregend!

Nach zweistündigem Wandern waren wir wieder zu Hause, dann bekamen wir wieder leckeres Mittagessen (nicht dieses öde Trockenfutter, und das auch noch in nicht ausreichenden Mengen! Ich bin in der Überlegung so ein Amt für einen Hundebeauftragten zu gründen, der sich um ständig hungernde Vierbeiner kümmert.)

Ich habe jetzt entschieden, dass es ab heute nur noch Weihnachten gibt, und dann kümmert Mami sich nicht um mein Gewicht und, ich darf soviel essen wie ICH will. So in diesem Sinne: es lebe Weihnachten. Liebe Grüsse Euer Sohn Sherlock.

(Ach ja, und wenn ab heute nicht immer Weihnachten ist, kann ich auch selbst als geprüfter Aktenvernichter für mein Futter Geld verdienen. Aufträge nehme ich gerne unter der e-mail adresse "sherlockbulli@gmail.com" entgegen.)

2. Januar 2012: Liebe Verwandte, Tanten und Onkels, ich wünsche Euch ein frohes schöne Neues Jahr 2012.

Und ich bin verliebt, von der Nase bis zur Schwanzspitze! Ich habe mich heute mit einer süßen, 5 Monate alten Bulldogmaus getroffen, und sie hat mit mir gespielt und getobt, ganz tapfer das Mädchen.

Von dem "Rutsch" ist nicht viel zu berichten: Diese fürchterliche Knallerei war schlimm, aber irgendwann war es auch vorbei, und dann konnte ich schlafen.

Und heute war ich bei diesem Bulldogtreff, ein französischer Kollege und ein alter Englischer Onkel (10 Jahren) waren noch dabei. Puuh, der Onkel war riesig: 40 kilo schwer, wie ein Sumoringer sagte Mami. Aber er war sehr lieb zu mir, nur laufen konnte er kaum. Mami sagte, wenn ich artig bin, dann werden wir regelmäßig zum Bulldogtreff gehen. (Wenn ich wüsste, wie ich artig sein sollte? Habt ihr eine Ahnung davon?)

Tante Rafaela, ich freue mich, dass unsere Eltern wieder Hundekinder bekommen, wir drücken alle die Daumen und Pfötchen. Und dann werde ich von Tahilas Babys der grosse Onkel sein!!! Ein schönen Tag noch und alles-alles Gute fürs 2012. Sherlock und Zsuzsa und Martin


Donnerstag, Januar 5, 2012

Besuch bei Sonia

und der Essener Weihnachtsmarkt


Sonia und Andre schwärmten jeden Dezember wieder von einem Stand auf dem Essener Weihnachtsmarkt, an dem Peruaner eine Kartoffelspezialität zubereiten und verkaufen. Diesmal fuhr ich mit dorthin, und diese Spezialität war wirklich die Reise wert :-)

Sonias Indianerblick entdeckte sofort (und noch vor mir ;-) Bulldoggiges auf dem Markt.

Sonias Wohnung ist (wie unsere) voller Bulldog-Sammlerstücke. Den tollsten Platz fand ich allerdings denjenigen IM Ofen!

Caress und Renato haben hier ein richtig gutes Leben! Und, die Wohnung hat 2 Terrassen, und der Wald beginnt unmittelbar gegenüber.

Danke Sonia und Andre, es war ein sehr schöner Nachmittag mit Euch!


Dienstag, Januar 3, 2012

Etwas Besonderes:

Der Bulldogger und sein Bulldog


Eine Vorbemerkumg: Zum Jahresanfang neigen wir Menschen dazu, über das kommende Jahr oder auch über einige unserer Lebensaspekte zu reflektieren. In diesem Sinne nehme ich diesen Jahresanfang zum Anlass etwas Allgemeines, man könnte auch sagen Grundsätzliches, über das besondere Verhältnis zwischen dem Bulldog und seinem Liebhaber, dem Bulldogger, zu schreiben.

"Mensch und Hund", darüber ist schon viel geschrieben worden. "Bulldogger und Bulldog", über diese ganz besondere Beziehung fand ich außer dem Satz "Once a bulldog, always a bulldog" aber noch nichts zu lesen. Deshalb versuche ich heute einige Aspekte dieser speziellen Liebe zu beschreiben.

Als Einstiegshilfe in dieses Beziehungs-Thema erscheint mir eine Studie der Universität Bonn über Hundehaltertypen sehr geeignet, denn es gibt nicht nur viele Hundetypen, wie die Klassifizierungen "Jagdhund", "Windhund", "Hütehund", ... "Kampfhund" zeigen, sondern es gibt auch sehr verschiedene Hundehaltertypen. Welche Zusammenhänge könnten sich zwischen Hundetyp und Hundehaltertyp finden lassen?

An der Universität Bonn wurde neulich die interessante Studie mit der Bezeichnung "Mensch und Hund. Beziehungsqualität und Beziehungsverhalten" veröffentlicht. Aus ihren Forschungen kristallisierten die Forscher diese drei Typen von Hundehaltern heraus:

  • Typ 1: Der prestigeorientierte Hundehalter will mit dem Hund u.a. sein eigenes Selbstbewusstsein stärken und sein Ansehen bei anderen Menschen verbessern. Die arteigenen Bedürfnissen seines Hundes beschäftigen ihn weniger.
  • Typ 2: Diese Hundehalter sind sehr stark auf ihren Hund fixiert. Er ist sein ein und alles, seine volle Aufmerksamkeit gilt seinem Wohlbefinden, allerdings ohne den Hund zu vermenschlichen.
  • Typ 3: Der dritte Typ der Hundehalter wird in der Studie als naturverbunden und sozial beschrieben. Er beschäftigt sich aktiv mit dem Tier, ist kontaktfreudig und freut sich, über den Hund neue Menschen kennenzulernen.
  • An der Studie haben sich über 6000 Hundehalter beteiligt, von denen 2789 die methodischen Anforderungen erfüllten und in der Auswertung berücksichtigt werden konnten. Das Eregbniss der Studie kann man als Kurzzusammenfassung im PDF-Format lesen oder als soeben erschienenes Taschenbuch mit dem Titel "Mensch und Hund: Beziehungsqualität und Beziehungsverhalten" (Roderer Verlag, 429 Seiten).

    Natürlich gibt es alle drei Typen (siehe Kasten rechts) von Hundehaltern bei jeder Hunderasse. Aber wie ist die Verteilung gerade bei uns Bulldoghaltern? Hierzu gibt es keine Studien, deshalb versuche ich heute einige Zusammenhänge aus meiner inzwischen 40jährigen Beobachtung und Erfahrung abzuleiten.

    Die allermeisten Bulldoghalter, die ich kannte und kenne, gehören zum Typ 2. Sie lieben ihren Bulldog über alles, sprechen mit ihm und gerne über ihn, spielen mit ihm, und das miteinander Schmusen und Sichandrücken ist sozusagen lebensnotwendig :-) Ihr inneres Wohlbefinden hängt davon ab, wie es ihrem Bulldog geht.

    Dieser Bulldoghalter (Typ 2) kommt allerdings seltener in Reinkultur vor. Meistens sind Tendenzen der beiden anderen Typen beigemischt:
    Es gibt zum einen viele Bulldogliebhaber, denen es sehr wichtig ist, wie schön und unerschrocken ihr Liebling ist, dass er einen im doppelten Sinn "starken Eindruck" macht. (Auch ich kenne diese Tendenzen in mir ;-) Es gibt auch (zunehmend) viele Bulldogliebhaber, die gerne mit ihrem Bulldog Hundeschulen besuchen, und die Fans vom Agility-Sport und von Bulldog- und allgemein Hunde-Geselligkeiten sind.

    Ich möchte heute der Frage nachgehen, warum wir gerade unter den Bulldoggern so viele Menschen finden, für die ihr Hund ihr Ein-und-Alles ist.

    Ich glaube, es liegt zum einen am humanoiden Gesichtsausdruck des Bulldogs. Es entspricht in hohem Maße, auch beim ausgewachsenen Bulldog, dem "Kindchenschema": Große Augen, die nach vorne sehen, und der Schädel bleibt "rund", er streckt sich nicht in die Länge. Tatsächlich sprechen Bulldogger auch oft ungeniert von ihrem "Baby" oder ihrem "Kind", wenn sie ihren Bulldog meinen. Aber trotzdem ist der Bulldog für sie nicht nur ein Kindersatz.

    Eine Bulldoggerin antwortete einmal auf diese "Kindersatz"-Kritik einer Mutter:
    "Welches Kind könnte mir einen Bulldog ersetzen?!" Der Bulldog ist eben viel mehr als nur ein "Ersatz-Kind", das gefüttert und umsorgt werden kann, und das dafür gehorsam sein muß.

    Bulldogs sind individueller als andere Hunderassen - schon in ihrem Erscheinungsbild. Neugeborene Welpen unterscheiden sich mindestens in ihrer Fellzeichnung, und erwachsene Bulldogs zudem auch noch in ihrem Gesichtsausdruck. Die Befaltelung ihrer Gesichter ist nie ganz gleich ausgebildet, ihre Mimik deshalb immer eine persönliche, so wie bei uns Menschen auch. So befriedigen sie unsere Sehnsucht nach Einmaligkeit, - schon auf den ersten Blick - durch ihre eigene Einmaligkeit.

    Gleichermaßen individuell wie ihr Erscheinungsbild ist auch ihr Wesen. Bulldogs sind genetisch nicht festgelegt auf bestimmte Talente wie es z.B. der Windhund, der Jagdhund oder der Hütehund ist. Man kann mit ihnen weite Strecken laufen, muß es aber nicht. Man kann mit ihnen im Wald Spuren verfolgen oder sie Hühner hüten lassen, muß so etwas aber nicht machen. Man kann mit ihnen auch ein Schutzhundetraining absolvieren, aber es ist für ihr Wohlbefinden nicht erforderlich. Bulldogs brauchen nur, dass wir irgendetwas gemeinsam mit ihnen machen.

    Bulldogs können beim Fußball im Tor stehen, begeistert mit uns auf Berge klettern oder in Seen schwimmen, uns ruhig im Fahrradanhänger begleiten oder (wie unsere Alma Joy) einem Geschwindigkeits- und Kraftrauch erliegen, wenn sie eine Weile neben unserem Fahrrad herjagen. Bulldogs fliegen mit uns, sie begleiten uns begeistert in Booten, sie versuchen mit Leidenschaft einfach alles mitzumachen, was wir selbst bevorzugen. Und sie können mit Hingabe unsere Kinder lieben und schützen :-)

    Die typischen Hundelehrer vermitteln Gehorsam und definieren die Klugheit von Hunden über ihre Lernfähigkeit, Vorgegebenes zu behalten und korrekt auszuführen.

    Bulldogs zeichnen sich aber durch eine andere Art von Klugheit aus, man nennt sie "adaptive Intelligenz". Das heißt sie können in besonders hohem Maße aus beliebigen Gegebenheiten für sich sinnvolle Konsequenzen oder Lösungsmöglichkeiten ableiten. So begreifen sie z.B. beim Fußballspielen nach und nach von ganz alleine, dass ein Torwart andere Aufgaben hat als ein Stürmer. Daher kommt es denn auch, dass sie manchmal jeden Gehorsam verweigern, solange sie den Sinn des Befehls nicht einsehen können (oder wollen ;-) Der typische Bulldog gleicht uns Menschen mehr als der typische Hund ganz allgemein. "Kadavergehorsam" kennt er nicht, er folgt - im Zweifel - aus Liebe; so wie wir :-)

    Der Hund verbindet uns mit der ursprünglichen Natur, ja sogar noch mit Wildnis - auch in uns selbst. Der Bulldog verbindet uns darüber hinaus mit viel positiver Menschlichkeit. Wir lieben ihn so speziell und über alles, weil er uns Eigenschaften widerspiegelt, die wir als ganz besonders schätzenswert erfahren, und die wir nicht missen wollen: Individualität, Urteils- und gleichzeitig Anpassungsfähigkeit, Mut und Leidenschaft aber auch große Gelassenheit, wenn sie sinnvoll erscheint. Und Treue, die nicht blind ist.


    Sonntag, Januar 1, 2012

    Wie die Großmutter :-)


    Stu und ich hoffen, Ihr alle hattet einen "Guten Rutsch" in dieses Jahr. Wegen der Knallerei an Silvester blieben wir an diesem Abend zuhause bei Frieda und Kosmo. Wie jedes Jahr feierten wir den "Rutsch" einen Tag vorher ;-)

    Frieda und wir wünschen uns für dieses Jahr wieder wunderschöne Frieda-Enkel. (Und zum 1. Mal Urenkel: die schöne Tahila ist so alt, dass sie ihren 1. Wurf wird haben können.) Es ist erstaunlich wie Friedas Gene sich in einigen Enkeln durchsetzten. Und das ohne jede Linien-Inzucht, denn "fit for function" zu züchten ist das Wichtigste :-)

    Liebe Rafaela, wir wünschen Dir alles Glück für Deine beiden in 2012 geplanten Würfe :-)

    "Jacky" (Jacima vom Georgshof) sieht auf den beiden Bürobildern mit Frauchen Andrea Paatsch unserer Frieda, ihrer Großmutter, verblüffend ähnlich :-)

    "Luna" (Jacaranda vom Georgshof) sieht Großmutter Frieda noch verblüffender ähnlich als Jacky. Die Fotos unten entstanden beim NRW-Herbsttreffen. Frieda sah ihre Enkel Luna und Rocco dort zum 1. mal - und gleich wurde ihr Mutterinstinkt wach: sie küßte sie, um sie dann zu putzen :-) Mehr über das schöne Treffen am 5./6. November siehe HIER.


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    Cornelia
    Savory-Deermann
    , geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 41 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

    Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.




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