Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Samstag, August 17, 2019

Vegane Hundeernährung?


Der Neuro-Wissenschaftler Dan Robitzsky schreibt über die Domestikation des Wolfes zum Hund:
"Die anfängliche Domestizierung hatte eine Reihe von physischen Auswirkungen, unter Anderem dass Hunde die Fähigkeit entwickelten, die Stärke und Fette zu verdauen, die in menschlichen Nahrungsmitteln so häufig vorkommen. Diese genetischen Veränderungen ermöglichten es Hunden, sich von landwirtschaftlichen Abfällen und dem Fleisch zu ernähren, das bei der gemeinsamen Jagd von Menschen und Hunden übrig geblieben war." Das heißt, Hunde lernten im Zuge ihre Domestikation Pflanzliches zu verdauen.

Ich las zudem, dass es Hunde gibt, die allergisch auf alle tierischen Proteine reagieren, auf manche Arten mehr, auf andere weniger stark.

Stanley Bombek gehörte dazu: immer wieder mußte Frauchen Alex von Pferd auf Wild, dann auf Huhn, dann auf Rind und erneut auf Pferd wechseln, weil er nach einiger Zeit auf das jeweils gefütterte Protein allergisch reagierte. Der Grad der allergischen Reaktion war nach jedem Wechsel gleich Null, steigerte sich dann aber wieder. Ein stetiger Wechsel war deshalb nötig.

Es sieht so aus, dass sich Hunde wie Menschen im Laufe ihrer Ko-Evolution und bedingt durch ihr gemeinsames ökologisches, immer naturferneres Umfeld tendenziell hin zu Pflanzenfressern entwickeln. Mit verursachend dafür dürfte sein, dass auch die "Nutztiere" durch künstlich erzeugte Futterzusatzstoffe und überdüngte Pflanzennahrung Allergien erzeugende Substanzen in ihrem Fleisch eingelagert haben.

Inzwischen halte ich es für erwiesen, dass im Einzelfall Hunde, vegan ernährt, gut überleben können. Haben Sie einen hochgradig futter-allergischen Hund, so wie im Beitrag unten beschrieben, probieren Sie es einmal mit verganer Fütterung.


Mittwoch, August 14, 2019

Die krankgezüchtete Ooby -

eine Geschichte über die Liebe

Quelle: Life With(out) You, Emily Moran Barwick, December 11, 2015


Um zu verstehen, warum ein Leben ohne dich so unmöglich ist, musst du zuerst verstehen, wie das Leben mit dir war. Und andere Leute sollten es auch hören. Weil du, meine Liebe, ein Lebensveränderer warst.

Du wurdest am 6. April 2007 geboren, einen Tag vor meinem 23. Geburtstag und einige Monate, bevor ich das College abschloss. Deine Mutter und dein Vater lebten auf einer Bulldog-Zuchtfarm in Iowa und verbrachten die meiste Zeit ihrer Tage in kleinen Gehegen. Du hast fünf Brüder und Schwestern, aber vier von ihnen sind an einer mysteriösen Infektion gestorben, und nur du und dein Bruder haben überlebt. Sie waren von Anfang an Kämpfer.

Und du musstest sein. Weil es von Anfang an schwierig war. Du konntest dich nicht mit deinen Hinterbeinen abstützen, also wurden sie getaped, um dir beim Aufbau deiner Muskeln zu helfen. Das Atmen war vom ersten Tag an schwer und dein kleiner Bauch hatte rote Tupfen von einer Grasallergie. Bald rollten deine Augenlider sich ein, kratzten an den Augen und ließen dich immer wieder erschöpft aussehen. Ohne eine Operation hätten sie dich letztendlich durch die Verletzungen geblendet.

Da warst du also, brandneu und bereits mit mehr besattelt, als irgendjemand ertragen sollte. Du wurdest so von Menschen gemacht. Sie sehen, wir züchten Hunde wie sie, um in einer bestimmten Art und Weise auszusehen. Dies bedeutet normalerweise, dass sie so aussehen, wie sie aussehen sollen, aber sie zahlen den Preis mit ihrer Gesundheit.

Und du, Boo, sahst einfach perfekt aus. Wie eine Bulldogge aussehen soll. Und deswegen hast du gelitten. Und das war nicht fair für dich.

Ich habe gescherzt, dass du ein Zitronenhund warst. Du weißt, Züchter haben eine einjährige Rücknahmepolitik, darüber können sie bei Welpen mit zu vielen Problemen verhandeln. Genau wie fehlerhafte Produkte. Und du, meine Liebe, hattest zu viele Probleme. Aber nicht für mich.

In dem Moment, als ich dein kleines Gesicht sah, wusste ich, dass du in meinem Leben sein solltest. Ich fuhr 5 ½ Stunden durch den Bundesstaat, um dich zu treffen, und hielt deinen kleinen runden Körper in meinen Armen. Du warst damals so winzig, wogst aber immer noch mehr als ich erwartet hatte. Die Körperdichte der Bulldogge ist immer wieder überraschend.

Die Heimfahrt war lang, aber ich musste warten, bis ich meinen Abschluss gemacht hatte und ein Zuhause für dich hatte. In der Zwischenzeit habe ich dir alles gekauft, was du brauchst. Ich habe dein kleines Bett gerichtet und konnte einfach nicht glauben, dass du bald drinnen zusammengerollt bist, endlich zu Hause und für immer sicher.

Der Tag kam und ich konnte es kaum erwarten. Ich raste durch Iowa. Und du warst so gewachsen! Du stütztest dich endlich mit deinen Beinen und stürztest dich mit deinen messerscharfen Welpenzähnen auf mich. Ich habe einen Freund mitgebracht, damit du den ganzen Weg nach Hause auf meinem Schoß sitzen kannst. Das war deine einzige Autofahrt ohne Sicherheitsgurt. Ich habe versucht, dich sofort an deinen Autogurt zu gewöhnen. Du warst sicherlich kein Auto-Fan der ersten Stunde, aber irgendwann hast du dich sicher gefühlt und würdest einschlafen, sobald es soweit war. Außer natürlich, wenn du eine Belohnung wolltest. Ich werde nie vergessen, als ich zum ersten Mal hörte, dass du eine Belohnung forderst.

Du siehst schon jetzt, dass du ein Lächeln auf mein Gesicht ziehst. Habe dich noch nie angesehen und nicht gelächelt. Was für ein Geschenk. Weil ich nicht einfach lächle und nicht oft lächle.

Wir haben viel zusammen durchgemacht, Boo. Dein erstes Jahr war chaotisch. Fünf Operationen, bevor du ein Jahr geworden warst, Tierarztreisen ein- zwei Mal jede Woche, mehrere Notaufnahmen und das ständige Anziehen der Halskrause der Schande. Du warst ein Soldat.

Für deine Operationen fuhren wir erneut 5 ½ Stunden zu einem auf Bulldoggen spezialisierten Tierarzt. Sie sehen, Bulldoggen unter Narkose zu setzen ist ein großes Risiko wegen ihrer eingeschränkten Atmung. Also wollte ich das Beste. Wir fuhren zweimal für zwei Operationsrunden raus. Sie hatten einen Teil deines weichen Gaumens entfernt, um besser atmen zu können. Deine Augenlider wurden verkleinert, damit du sehen und diese dich nicht bis zur Erblindung verletzten konnten. Deine Gebärmutter wurde entfernt, weil sie infiziert war und die fünffache Größe hatte, die sie haben sollte. Zwei Vaginoplastiken zur Korrektur einer Inversion, die wiederkehrende Blaseninfektionen verursachte. Ich habe immer gescherzt, dass du eine Designer-Vagina hast.

Mit Ausnahme deiner Gebärmutter sollten alle diese Operationen Probleme beheben, die wir Menschen verursacht haben, indem wir dich so aussehen ließen, wie wir es wollten. Und das tut mir für immer leid.

Aber du hast dich gesammelt. Wie du immer hast. Du hast dich nie beschwert. Du machtest einfach weiter. Halskragen und alles.

Und alle haben dich geliebt, Boo. Du wurdest so sehr geliebt. Du hast dich überall angefreundet. Und wenn Menschen oder andere Tiere nicht unbedingt dein Freund sein wollten, hast du dich noch mehr angestrengt. Ich erinnere mich an lange Touren im Hundepark. Du würdest stundenlang ringen, in einem Loch campen und gleich nach dem Tod eines anderen Hundes aufspringen, dich durch den Park wagen und neue Familien adoptieren, denen du folgst.

Als du älter wurdest, hast du weniger gespielt und bist stattdessen wie das komische Kind auf dem Spielplatz über den Zaun gesprungen. Du hast es vorgezogen wegweisend zu sein. Wir gingen auf Naturlehrpfade und du wolltest schon immer abkehren und deinen eigenen Weg gehen, durch hohes Gras, in Wälder, über Flüsse und Bäche. Und segne dein Herz, du hattest keine Ahnung, wohin du gehst. Und du hast es nie gemocht, dich zurückzuziehen. Alles musste die ganze Zeit neu sein.

Als du ungefähr 2½ Jahre alt warst, traf ich eine sehr wichtige Entscheidung. Du warst fast dein ganzes Leben in der Halskrause. Deine Allergien waren trotz meiner Bemühungen und des Rates zahlreicher Tierärzte und Spezialisten aus dem ganzen Staat außer Kontrolle. Ich hatte alle Diäten ausprobiert, die sie von dir wollten, obwohl ich wusste, dass ich dir die Leichen unschuldiger Tiere fütterte. Und nichts davon hatte geholfen. In der Tat hat das neueste Rezept hypoallergener Lebensmittel dazu geführt, dass du Büschel von Haaren verlorst.

Ich entschied, dass es genug war, und dass ich dich in Übereinstimmung mit dem füttern würde, was ich für richtig hielt. Also, meine Liebe, du bist vegan geworden. Und alles hat sich geändert. Dein Haar ist glänzend und voll nach hinten gewachsen. Deine Allergien besserten sich zusammen mit deiner Energie. Der Tierazt lobte, und die Halskrause der Schande wurde weggelegt, abgesehen von Schüben.

Bei all unseren Problemen mit deiner Gesundheit war dies die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Und jeder nachfolgende Tierarzt sagte, du seiest die gesündeste englische Bulldogge, die sie jemals gesehen haben, obwohl sie einer veganen Ernährung misstrauisch gegenüberstehen, wollten sie nichts daran ändern.

Ich fürchte, ich bin herumgesprungen und habe dir viel von dem erzählt, was du bereits weißt. Und doch habe ich so viel ausgelassen. Zum Beispiel, wie du zu meiner Arbeit mitgekommen bist, als ich als Berater für Menschen mit Behinderungen gearbeitet habe. Wie bist du in diesem Haus aufgewachsen, als ich 80-90 Stunden pro Woche gearbeitet habe? Wie einer der Bewohner, der bis auf ein paar Worte nonverbal war, anfing, vollständige Sätze mit dir zu sprechen. Ihr beiden würdet zusammen einschlafen und einen Schnarchwettbewerb haben. Sie hat dich angebetet, Boo, und sie hat mit dir gesprochen. So unglaublich war sie.

Es gibt so viele Geschichten und so viele Kämpfe und so viele Siege. Du bist immer stoisch, bezaubernd und verdammt stur geblieben.

Als ich mit "Bite Size Vegan" anfing, hast du es sogar toleriert, vor der Kamera zu stehen, und mir erlaubt, dich auf lächerliche Weise zu posieren, wenn auch mit Unbehagen. Und du hast angefangen, Freunde auf der ganzen Welt zu finden. So geliebt warst du.

Aber natürlich weißt du das alles. Und ich werde nie jede Geschichte erreichen, also lass mich dir etwas sagen, von dem ich wünschte, ich hätte es dir häufiger erzählt. Du warst mein Alles. Und du hast mich öfter gerettet, als ich sagen kann. Mein Leben war kein freudiges, aber du hast mir echte Momente der Freude beschert. Während ich ständig übermäßig gestresst bin, hast du genommen, was dir das Leben gegeben hat, und das Beste daraus gemacht ... oder durchgeschlafen. Du hast mir einen Grund zum Leben und einen Grund zum Kämpfen gegeben. Du warst mein Baby, meine Familie, mein Herz, meine Seele, mein Leben. Und ich liebe dich mit jedem Gramm meines Seins.

Das Ende kam zu früh, Boo. Ich bin mir sicher, dass du dich lange bevor ich es wusste schlecht gefühlt habst. So bist du jedoch. Stoisch bis zum Ende.

Alles begann mit einem winzigen schwarzen Fleck in der Nähe deines Schwanzes. Und bald gab es Läsionen und eine Infektion. Dies war nicht das erste Mal, und wie man es bei Bulldoggen erwarten kann, obwohl es schon Jahre her war. Aber mit der Behandlung wurde es nicht besser. Und bald begann deine Nackenhaut aufzubrechen. Und egal was wir getan haben, es wurde immer schlimmer. Du musstest wieder eine Biopsie auf dich nehmen und ich hatte Angst, dass du es nicht schaffen würdest. Du warst nicht mehr 9 Monate alt, jetzt über 8½ Jahre alt, mehr als ein halbes Jahr älter als die statistische Lebensdauer einer Bulldogge. Aber du hast es geschafft. Und wir haben die Ursache für deinen Hautzustand herausgefunden. Die Behandlung war lang und anstrengend und unangenehm. Aber selbst nach einer unserer morgendlichen Sitzungen gab es eine solche Verbesserung.

Aber du hast nicht gegessen. Du, der Hund, der auf einmal eine ganze Tüte Futter konsumieren würde, hätte ich es zugelassen. Der Hund, der normalerweise zum Küchenninja wurde, wenn auch nur das kleinste Stückchen Futter auf den Boden fiel.

Sie sind sich immer noch nicht sicher, was passiert ist, aber es gibt viele Möglichkeiten. Im Wesentlichen hat dein Körper nachgegeben. Du hast so lange so hart gekämpft. Und was wir Menschen dir antaten hat dich endlich eingeholt. Es war nicht richtig und es war nicht fair.

Dein letzter Tag wurde damit verbracht, in die Notaufnahme zu eilen, und ich wünschte immer, ich hätte mehr Zeit mit dir verbracht und wäre nie von deiner Seite gegangen. Kurz bevor sie dich zum letzten Mal zurückbrachten, um deine Infusion anzulegen und deinen kalten, blassen Körper aufzuwärmen, hast du dich zu mir gezogen und dein Gesicht in meinen Schoß gelegt. Dein ganzer kleiner Körper hatte hinein gepasst, als ich dich zum ersten Mal hielt, so klein und doch so schwer.

Ich habe dir gesagt, dass ich dich liebe und dass ich zurück sein würde. Dass sie versuchen würden, dir zu helfen und ich nicht mitkommen durfte. Aber ich würde wiederkommen. Ich bin immer für dich zurückgekommen. Ich bekam ein Hotel in der Nähe und als ich eincheckte, bekam ich den Anruf. Ich raste dorthin und bat dich, dran zu bleiben, bitte dran, ich komme. Ich eilte hinein und sah dich dort auf dem Tisch, um reanimiert zu werden. Ich schrie deinen Namen und rannte zu dir. Ich hielt deinen Körper, nahm dein Gesicht in meine Hände und weinte laut, wie leid es mir tat, dass ich nicht für dich da war. Dass es mir so leid tat. Oh, tut mir so leid. Ich war nicht da.

Sie gaben uns ein Zimmer und ich hielt dich weinend und entschuldigend fest und verstand immer noch nicht, wie du gehen könntest. Wie konnte ein Teil von mir weg sein? Nach einer Weile legte ich uns auf den Boden, streichelte dein süßes Gesicht und hielt dich nah an mich. Ich blieb stundenlang dort. Ich weiß nicht, wie ich jemals gegangen bin. Ich bin letzte Nacht fast zurückgefahren, um dich zu sehen, bevor sie dich losgeschickt haben. Ich kann nicht glauben, dass ich dich nie wieder halten werde.

Ich wünschte, dieses Video wäre besser. Es ist lustig, dass ich alle Arten von Videos mache, einige davon eher poetisch, aber dieses fühlt sich klobig, umständlich und unwürdig an. Natürlich glaube ich nicht, dass ich jemals mit einer Hommage an dich zufrieden sein würde. Weil nichts jemals genug sein würde.

Ooby, du bist mein Alles. Du hast mein Leben tief berührt und durch "Bite Size Vegan" das Leben von Menschen auf der ganzen Welt berührt. Du hast Freude gebracht, wo es Traurigkeit gab, einen Willen zu leben, wo es keinen gab. Du warst das liebevollste, vergebendste und einzigartigste Wesen, das ich je gekannt habe. Ich bin für immer durch dich verändert. Und obwohl ich nicht immer die Mutter war, die ich für dich sein wollte, warst du immer die Begleiterin, Freundin und Familie, die ich brauchte. Und deshalb, meine Liebe, ist ein Leben ohne dich unmöglich.

Vielen Dank fürs Zuschauen, Lesen und für all Ihre Unterstützung. Zu Ehren von Ooby und all den reinrassigen Hunden, die mit ihren von Menschen verursachten medizinischen Problemen zu kämpfen haben, sowie all den verlassenen und obdachlosen Hunden da draußen, adoptieren Sie bitte, kaufen Sie nicht bei Züchtern und Tierhandlungen. A Playlist Of Ooby Videos

Bitte behalten Sie sie in Ihren Erinnerungen und in Ihren Herzen. Sie wird für immer in meiner sein. - Emily Moran Barwick


Samstag, August 10, 2019

Konkret: die typischen Leiden

der Extrembulldogs


Atmungsprobleme

Sie treten bei extrem kurzer Nase und extrem kurzem Hals auf.

In den Niederlanden wurde (2019) die Zucht von Hunden verboten, deren Naselänge kürzer als 1/3 der Schädellänge ist, denn dies gilt dort als Qualzucht. Nun, die Sache ist viel komplexer, als Aktivisten und in deren Folge Politiker sie begreifen.

Eine kurze knöcherne Nase allein macht noch keinen Röchler, sonst wären wir mit unseren kurzen Menschennasen alle solche armen Röchler. Es kommt vielmehr auf die Größe der Schleimhäute IN der Nase an.
Wir Menschen riechen im Vergleich mit Hunden nur wenig, weil mit unserer kurzen Nase auch die sie auskleidenden Nasenschleimhäute mit den Riechzellen entsprechend kleinflächiger geworden sind. Und das ist meistens beim English Bulldog und anderen Kurznasen anders:

Die Größe der Nasenschleimhaut hat sich in der Regel nicht entsprechend der Nasenknochen verkleinert.

Bei den Kurznasenrassen falten sich oder verdicken miteinander die nach wie vor großflächig angelegten Schleimhäute in Nase, Rachen und Gaumen, um Platz zu finden. Damit bleibt zwangsläufig etwas weniger Platz für den Atemstrom frei. Die Frage ist, wann der Punkt der Qualzucht erreicht ist, dass heißt wann zu wenig Platz für die Atemluft da ist, um Lebensfreude zu erfahren. Ja, der English Bulldog darf nicht durch solche Luftwegsverengung zum "Steifftier" verkümmern, egal ob manche Kunden das lieben - aber er muß auch kein typischer Langlaufhund sein wie ein Jagdhund.

Die Größe der äußeren Gesichtsfalten entspricht in der Regel der der inneren Schleimhautfalten.

Die äußere Haut um Kiefer und im Gesicht der Kurznasenhunde hat ebenso wie die inneren Schleimhäute den Verkürzungsprozess der Nasenknochen in der Regel nicht mitgemacht. Der English Bulldog schnüffelt und riecht nach wie vor ziemlich gut. Es gibt aber tatsächlich einige wirklich sehr kurznasige English Bulldogs, die gut atmen können - das geht dann zu Lasten von deren Riechvermögen, denn die Riechfäche in der Nase ist dann auch kleiner, das heißt weniger raumfordernd gefaltet. Dies ist aber die große Ausnahme!

Fatal ist zudem, dass unwissende Züchter die Faltenbildung auf des English Bulldogs Nase ZUSÄTZLICH - und gegen den Standard! - größer gezüchtet haben. Die feine Doppelfalte auf der Nase wurde zum dicken Fleischlappen, der sie oft bis zur Spitze bedeckt. Und innen in der Nase sieht es dann mehr oder weniger entsprechend aus :-(

Die Länge des Halses ist mit entscheidend.

Die Atmung wird bei manchen English Bulldogs auch durch einen zu kurzen Hals beeinträchtigt. Die Luftröhre wird dadurch gestaucht, gebogen oder bildet sich von vorne herein leicht degeneriert. Die Bedeutung der Halslänge wird tragischer Weise oft übersehen, solange der English Bulldog nur ja extrem "kompakt und kurz gebaut" sein soll.


Gehirnprobleme

Sie hängen mit einem extrem großem Kopf zusammen.

Der English Bulldog hat in Relation zu seinem Körper einen großen Kopf mit großen runden Augen. Wir Fans lieben das. Aber auch hier gilt es Maß zu wahren.

Manche English Bulldogs haben einen regelrechten "Melonenkopf" - von innen ist der das, was man bei Menschen einen Wasserkopf nennt, denn das Gehirn vergrößert sich ja nicht entsprechend mit dem Schädel. In solchen Riesenschädeln kann es manchmal zu einer Störung der Balance zwischen Zu- und Ablauf des Hirnwassers kommen, Epilepsie ist dann eine typische Folge.


Augenprobleme

Sie hängen mit einem zu breiten Schädel sowie übertrieben lockerer Befaltelung zusammen, sind aber vergleichsweise harmlos.

Bei Junghunden kommt das "Cherry Eye" vor. Was wie eine Kirsche im Auge aussieht ist die Nickhautdrüse, die aus der eher flachen Augenhöhle herausrutschen kann. Oft löst sich das Problem mit dem Schädelwachstum. Ansonsten wird die Drüse in einer Mini-OP festgenäht.

Eine zu lockere Befaltelung im Gesicht kann zu einem Extropium oder Entropium führen. Im ersten Fall ist typischer Weise das Unterlid wegen zu geringer Gewebespannung nach außen mehr oder weniger offen; im zweiten Fall ist es aus dem gleichen Grund nach innen eingerollt. Das kann zu Entzündungen führen und sollte dann in einer kleinen OP behoben werden, um sie nicht chronisch werden zu lassen.


Gelenk- und Herzprobleme

Sie hängen oft mit einem zu breitem und zu tiefem Brustkasten zusammen.

Ist der Brustkasten im Verhältnis zum Gesamtkörper extrem breit, so werden Schultern und Hüften über Gebühr belastet. Das bedeutet eine frühe Entwicklung arthotrischischer Beschwerden.

Auch das Herz ist betroffen: Hier muß speziell das sogenannte Kugelherz und das vergrößerte Herz erwähnt werden. Das Herz vergrößert sich in den Freiraum des Brustraumes hinein. Seine Pumpleistung sinkt dadurch! Hunde mit solchen Herzen sterben jung. Es muß beachtet werden, dass der Rippenbogen in Herzhöhe nicht zu tief nach unten gewölbt ist, das heißt "durchhängt" und das Herz so nicht "in Form gehalten" wird. Mehr darüber im Archiv, Beitrag vom 13, Juli 2006.


Ein Zuviel ist nie gut

Ein English Bulldog soll typvoll sein, aber nicht übertypisiert bis zur Karrikatur. Eine stärkere Merkmaleauspägung als im Bild oben ist fatal. Es ist wie mit dem Schminken: zuviel ist "dämlich" und zieht nur bei simplen Naturen...


Mittwoch, August 7, 2019

Der English Bulldog und der Zeiten Geist

im ewigen Wandel, Teil III


Das niederländische Zuchtverbot für alle Hunde, deren Nase kürzer als 1/3 der Schädellänge ist - und dazu gehört der English Bulldog - hat die "Modestandard" gewordene Merkmalübertreibung ins Extreme hinein auch in Deutschland wieder zum heißen Thema gemacht. Vor 5 Jahren, 2014, schrieb ich zwei Beiträge zu diesem Thema: LINK HIER.

Was hat sich seitdem geändert?


Tierschutz in der Zucht wird ernster genommen

Leider seitens der FCI und ihrer nationalen Engl.-Bulldog-Zuchtverbände hat sich nichts wirklich Ernsthaftes zur Rückführung der extremen Merkmal-Ausbildung geändert.
ABER: Geändert hat sich die Toleranz der Gesellschaft und damit auch der Politik gegenüber unnatürlichen, modebezogenen Zuchtauswüchsen, die den Hunden das Leben zur Qual machen. Natur- und Tierschutz ist ein mächtiger Main-Stream geworden!

Ein großes Übel ist das bisherige Ausstellungswesen, denn in aller Regel spielen Züchter hier den Richter: so wird der Bock zum Gärtner gemacht! Wir kritisieren diese Praxis vehement schon seit Anbeginn dieses Blogs vor 14 Jahren.

Die deutsche Politik greift diesen Punkt jetzt auf, indem sie Ausstellungen solcher Hunderassen, die Qualzuchtelemente trotz eines entsprechenden Verbotes in den Tierschutzgesetzen zeigen, verbieten will. Rechtlich ist das zwar schwierig, da sich nicht jeder Hund einer qualzuchtverdächtigen Rasse tatsächlich durch sein Leben quält; wir müssen abwarten, ob jetzt als Überreaktion versucht wird, das "Kind mit dem Bade" auszuschütten...

Quelle NTV, 5.8.19: "Viele Hundezüchter nehmen bei ihren Tieren gesundheitliche Probleme in Kauf, um auf Ausstellungen Preise zu erhalten. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will gegen diese Praxis nun vorgehen, räumt bei dem Vorhaben aber Schwierigkeiten ein.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will Ausstellungen von Hunden mit Merkmalen verbotener Qualzuchten untersagen, wie sie etwa bei Mops und Bulldogge vorkommen. "Tierärzte berichten von vielen Tieren mit gesundheitlichen Problemen aufgrund von Qualzuchtmerkmalen", sagte Klöckner der "Rheinischen Post". "Das lässt darauf schließen, dass viele Züchter gegen das Verbot verstoßen."

Die Kontrolle solcher Gesetzesverstöße sei schwierig. Der Ministerin zufolge muss das zuständige Veterinäramt im Einzelfall feststellen, ob bei der Zucht zu erwarten war, dass Welpen Körperteile oder Organe fehlen oder sie kein gesundes Hundeleben zu erwarten hätten.

"Wir werden deshalb die Ausstellung solcher Tiere verbieten und damit auch den Anreiz für solche Züchtungen nehmen - es ist doch absurd, dass diese Tiere auch noch prämiert werden, obwohl ihre Zucht gesetzeswidrig ist", sagte die CDU-Politikerin.

Es sei nicht vertretbar, dass ein Tier leiden müsse, "um den ästhetischen Ansprüchen seines Herrchens oder Frauchens zu entsprechen". Manche betroffene Hunde könnten nur schwer atmen. "Das geht bis zum Kreislaufkollaps mit Ohnmacht."

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Für den English Bulldog heißt das Alles zumindest auf Europa bezogen:

die Beharrer auf dem Extrembulldog werden ihn dadurch langfristig im Zuge der sich ausbreitenden "Grüne Welle", die auch den Tierschutz in der Zucht einschließt, genau so zum Verschwinden bringen (siehe die Niederlande) wie die "Erneuerer", die die Welt mit Bulldog-Mischungen überschwemmen.


Wachsendes Verantwortungsgefühl

Die Schattenseiten der menschenabhängigen Existenz letztendlich aller Tiere sind mehr und mehr ins menschliche Bewußtsein gedrungen. Und diese Bürde der Verantwortung wird - weltweit betrachtet zwar langsam - von der Menschheit wieder angenommen.

Die Geringachtung der Natur im Vorderen Orient und Westen wird von Kulturwissenschaflern im Wesentlichen zurück geführt auf die Aufforderung des Mosaischen Gottes: "Machet euch die Erde untertan" (Gen 1,28). Der Hebräische Urtext benutzt das Wort "Kabasch", es kann aber auch mit "Fürsorge ausüben" statt mit "Herrschaft ausüben" übersetzt werden.

Übersetzungen sind immer auch Ausdruck des jeweiligen Zeitgeistes: im Lateinischen, das heißt im späten Rom wurde dieser Satz mit "Dominium Terrae" übersetzt; der Römische Zeitgeist war (wie der Kleinasiatische) erfüllt vom Herrschafts- und Unterdrückungsdenken, und er wirkt noch bis heute nach.

Unser heutiger westlicher Zeitgeist sieht Macht unabdingbar mit Verantwortung verknüpft: "... meine Schöpfung in eure Obhut..." wäre eine heutige, zeitgemäße Übersetzung, die sogar wieder der ganz ursprünglichen Aufforderung Gottes gleicht.

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Zunehmend im Fokus: Qualität statt Quantität

Ein dritter Trend: "Qualität statt Quantität" hat sich meiner Beobachtung nach in allen wichtigen Lebensbereichen verstärkt.

In der Welt polarisieren sich ganz allgemein immer ausgeprägter diejenigen, die VIEL (für wenig Geld) wollen, und diejenigen, die GUTES wichtiger nehmen. Als Beispiel nenne ich nur die Nahrungsmittel, den Energieverbrauch und den gestiegenen Wert freier Zeit. Noch sind die VIEL-WOLLER in der Mehrheit. Aber die Verknappung aller Recourcen wird dies zwangsläufig (zur Not mit Gewalt und Krieg) verändern.

Auf den Bulldog bezogen hießt das: Immer MEHR Falten im Gesicht, immer MEHR Brustbreite, immer MEHR Wamme, immer MEHR Kopf... Heute wird gottseidank dieses "immer mehr" von verantwortungsvollen Züchtern wieder zurückgefahren hin zu Lebensqualität und Lebensfreude. Seht Euch zum Beispiel unsere Clara (Elisa vom Urstromtal) an :-)

Einige der Gastblogger/regelmäßigen Leser seit nun 14 Jahren - und vorher der Leser des "Bulldog Blatt" vom alten Verein - haben sich vom Bulldog abgewandt: wegen der gesundheitlichen Einschränkungen durch die immer extremer werdenden Merkmal-Ausprägung und die Genpoolverarmung durch über 100 Jahre Linieninzucht. Der alte Satz "Once a Bulldog, always a Bulldog" ist nicht mehr die Regel. Und das alles macht mich traurig und läßt mich seit Jahren um diese so einzigartige Rasse in ihrem Fortbestand bangen. Und ich will mir ein Leben ohne solch ein liebes Gesicht an der Seite gar nicht erst vorstellen….

Ein Appell: Klärt in Eurer Umgebung über Zuchtmißstände und die Qualfolgen der Extremzucht und Linieninzucht auf! Es liegt an der Nachfrage der Welpensucher, ob der English Bulldog sich revitalisiert oder untergeht...

Auf spezielle Überzüchtungsprobleme in Bezug auf den Bulldogkopf gehe ich in einem nächsten Beitrag ein. Über dieses Inhaltsverzeichnis kommen Sie zu ALLEN Beiträgen zum Thema "Zucht und Genetik".


Samstag, August 3, 2019

Clara findet Dinos langweilig,

aber Neandertaler gefährlich ;-)


Unsere Rückfahrt von der Lüneburger Heide (siehe unten) nach Hause unterbrachen wir in Münchehagen für einen Besuch des Dinosaurierparks. Es gibt dort für Kinder Dino-Grabungs - und andere dinobezogene Spielplätze, aber ein Rummelplatz ist der Park nicht. Er ist nach wissenschaftlichen Kriterien mit den Erdzeitaltern als Leitfaden konzipiert.

Alle Modelle sind im Maßstab 1:1 gebaut.

Clara ignorierte die Papp-Saurier, sie rochen nicht lebendig, und außerdem waren ihr zu viele Leute im Park; ja, es war Wochenende und auch Stu und mir war es zu überfüllt dort, um in Ruhe die Infos bei jedem dieser Ungeheuer und in der riesigen Ausgrabungshalle zu lesen.

Clara ging brav den ganzen Weg neben uns her. Nur bei den Neandertalern protestierte sie: solche "Typen" waren ihr nicht geheuer, wenigstens nicht aus der Nähe :-)

Es gab viele Familien mit Hund unter den Besuchern, aber die waren alle so wie sie an der kurzen Leine und nicht zum Spielen aufgelegt, sie übrigens auch nicht wirklich, zu viel Stress in dem häufigen Gedrängel an den Spielbuchten...

Zum Fotografieren warteten wir auf Lücken im Besucherstrom, oft wurde aber auch freundlich aus dem Blickwinkel gegangen, wenn jemand fotografierte.

Clara und wir entschieden uns für einen ziemlich schnellen Durchgang - denn zu Essen gab es leider außer Fast Food nichts ;-)


Mittwoch, Juli 31, 2019

Die Entwicklung des

Welpenaugen-Ausdrucks

Quelle: ScienceDaily (Juni 17, 2019)


Hunde haben neue Muskeln um die Augen entwickelt, um besser mit Menschen zu kommunizieren. Neue Forschungen, die die Anatomie und das Verhalten von Hunden und Wölfen vergleichen, legen nahe, dass sich die Gesichtsanatomie von Hunden im Laufe von Tausenden von Jahren speziell geändert hat, um eine bessere Kommunikation mit Menschen zu ermöglichen.

Das Forschungsteam unter der Leitung der vergleichenden Psychologin Dr. Juliane Kaminski an der Universität von Portsmouth bestand aus einem Team von Verhaltens- und Anatomieexperten in Großbritannien und den USA. In der ersten detaillierten Analyse, in der Anatomie und Verhalten von Hunden und Wölfen verglichen wurden, stellten die Forscher fest, dass die Gesichtsmuskulatur beider Arten bis auf die Augen ähnlich war. Hunde haben einen kleinen Muskel, der es ihnen ermöglicht, ihre innere Augenbraue stark anzuheben, was Wölfe nicht tun.

Dr. Kaminski sagte: "Der Beweis ist zwingend, dass Hunde einen Muskel entwickelt haben, um die innere Augenbraue zu heben, nachdem sie von Wölfen zu Hunden domestiziert wurden. "Wir haben auch das Verhalten von Hunden und Wölfen untersucht. Wenn Hunde zwei Minuten lang einem Menschen ausgesetzt waren, hoben sie ihre inneren Augenbrauen stärker und intensiver als Wölfe.

Die Ergebnisse legen nahe, dass ausdrucksstarke Augenbrauen bei Hunden auf unbewusste Vorlieben des Menschen zurückzuführen sind, die die Selektion während der Domestizierung beeinflussten. Wenn Hunde ihre Augenbrauen heben, scheint dies beim Menschen einen starken Wunsch nach Pflege hervorzurufen. Es ist ein Selektionsvorteil gegenüber anderen und verstärkt das Merkmal "Hündchenaugen" für zukünftige Generationen." Dr. Kaminskis frühere Untersuchungen zeigten, dass Hunde ihre Augenbrauen beim Betrachten signifikant stärker bewegten als beim Nicht-Betrachten.

Die leitende Anatomin Professorin Anne Burrows von der Duquesne Universität in Pittsburgh, USA, sagte: "Um festzustellen, ob diese Augenbrauenbewegung ein Ergebnis der Evolution ist, haben wir die Anatomie und das Verhalten dieser beiden Arten im Gesicht verglichen und die gefunden Muskel, der das Heben der Augenbrauen bei Hunden ermöglicht, war bei Wölfen eine spärliche, unregelmäßige Ansammlung von Fasern. "Die Bewegung der hochgezogenen inneren Augenbrauen bei Hunden wird von einem Muskel angetrieben, der bei ihrem nächsten lebenden Verwandten, dem Wolf, nicht immer vorhanden ist.

"Dies ist ein bemerkenswerter Unterschied für Arten, die erst vor 33.000 Jahren getrennt wurden, und wir glauben, dass die bemerkenswert schnellen Veränderungen der Gesichtsmuskulatur direkt mit der verbesserten sozialen Interaktion der Hunde mit dem Menschen zusammenhängen können." Professor Waller sagte: "Diese Bewegung lässt die Augen eines Hundes größer erscheinen, was ihnen ein kindliches Aussehen verleiht. Sie könnte auch die Gesichtsbewegung nachahmen, die Menschen machen, wenn sie traurig sind. "Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig Gesichter sein können, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen, und wie kraftvoll der Gesichtsausdruck in der sozialen Interaktion sein kann."

Der Koautor und Anatom Adam Hartstone-Rose von der North Carolina State University, USA, sagte: "Diese Muskeln sind so dünn, dass man sie buchstäblich durchschauen kann - und doch scheint die Bewegung, die sie zulassen, einen so starken Effekt zu haben, dass es scheint sie entwickelten sich unter erheblichem evolutionären Druck. Es ist wirklich bemerkenswert, dass diese einfachen Unterschiede im Gesichtsausdruck dazu beigetragen haben, die Beziehung zwischen frühen Hunden und Menschen zu definieren." Weichteile, einschließlich Muskeln, können im Fossilienbestand nicht überleben, was das Studium dieser Art von Evolution erschwert. Die einzige Hundeart in der Studie, bei der der Muskel nicht vorhanden war, war der Siberian Husky, einer der ältesten Hunderassen.

Es ist nicht bekannt, warum oder wann der Mensch zum ersten Mal Wölfe aus der Kälte hereinbrachte und die Entwicklung vom Wolf zum Hund begann, aber diese Forschung hilft uns, einige der wahrscheinlichen Mechanismen zu verstehen, die der Domestizierung von Hunden zugrunde liegen.


Samstag, Juli 27, 201

Eine Kutschenfahrt durch die Heide


Da das Wetter immer noch angenehm frisch war, beschlossen wir die Rückreise noch für einen Tag in der Lüneburger Heide zu unterbrechen. Und unser Lieblingshotel dort, mitten im Naturschutzgebieit in einem alten Heidehof und dem Naturschutzbund gehörend, hatte gerade noch ein Zimmer im Nebenhaus direkt am Wald frei :-)

Vor knapp zwei Jahren waren wir dort mit unserem alten Kosmo schon zu Gast (Siehe Beitrag vom 15. November 2017) gewesen. Ich dachte hier nicht mehr mit Trauer an ihn, sondern mit großer Freude, wie schön es mit ihm gewesen war!

Vorm Hotel stand unser damaliger Kutscher Rolf mit Stute Nele und Wallach Peter bereit zum Losfahren, genau wie vor zwei Jahren. Wir freuten uns sehr, denn Rolf ist ein Mann voller Witz und Wissen. Aber Clara freute sich nicht, im Gegenteil! Wir mußten die Widerstrebende auf dieses "gefährliche Gefährt" hochhieven ;-)

Nach einer Viertelstunde hatte in Clara ihre Neugier ihre Unsicherheit ob ihrer Position dort oben hinter den Pferden besiegt ;-) Sie schnupperte, guckte, durchschnupperte wieder und wieder jeden Luftzug gründlich. Es schien ihr jetzt auch da oben in der freien Luft zu gefallen. Die Kutsche schaukelte zwar auf den unebenen Wegen ganz gehörig, aber wir wissen ja, sie wird nicht seekrank :-)

Wir fuhren mit Rolf den ganzen Nachmittag, 4 Stunden lang, durch Wald, Wiese und Heide. Im urtümlichen Heidedorf Wilsede machten wir eine Pause. Zum ersten Mal sah ich übrigens ein Buchweizenfeld, sieht aus wie Gras und ist eigentlich auch ein Gras. Abends im Restaurant stellte ich fest, es schmeckt richtig gut!

Irgendwann wurde Clara müde die Landschaft zu "erfahren" :-) Sie döste zufrieden ein.

Clara´s Résumé über die ganze Woche: Dabeisein ist wichtig :-)



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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LINK HIER! --- Auch in diesem Blog finden Sie wundervolle English Bulldogs fit for function :-)


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Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'


Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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Mit Skizze: HIER




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Cornelia Savory-Deermann


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