Cornelias Bulldog Blog
www.cornelias-bulldog-blog.de
English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Mittwoch, September 28, 2022

Wasserspiele gerne, wenn

ein Mitspieler da ist!


Zu der Brücken-Wasserstelle der Altenau bei Atteln ging ich in den heißen August-Tagen häufiger mit Clara. Eines Mittags begenete uns eine junge Frau mit einem kleinen, freundlichen Hund. Wir ließen beide unangeleint in den Bach zum Spielen.

Pepino, wie Frauchen Claudia erzählte ein Nothund aus Südeuropa, sah zwar einem Terrier ähnlich, hatte aber rein gar nichts von deren oft reizbarem Charakter.

Clara erkannte sein liebenswürdiges Wesen sofort und umwarb ihn freundlich. Er ließ sich schnell auf sie ein :-)

Claudia warf nun Pepino ein Stöckchen zu. Clara freute sich, sie dachte jetzt gäbe es ihr Lieblingsspiel (wie mit Teddy, siehe unten) um gemeinsame Beute.

Aber Pepino hatte wohl ein hartes Leben hinter sich, Beute mußte dort um jeden Preis vertreidigt werden! Claudia tadelte sein Knurren. Und Clara ließ von ihm ab. Konflikte, darauf verzichtet sie gerne. Pepino ging zu Claudia um diese wieder gut zu stimmen.

Clara war enttäuscht, das sah ich ihr an. Sie überlegte, ob sie irgendwie doch noch zu ihrem Stöckchenspiel käme.

Also ging sie auch zu Claudia, umschmeichelte sie und machte Pepino klar, dass sie eine völlig friedliche Mitspielerin ist.... Vielleicht überlegte sie auch, wenn Claudia ihr ein Stöckchen zuwerfen würde, ob sie dann Pepino das Stöckchenjagen als Spiel beibringen könne ??

Claudia warf keine Stöckchen mehr. Ich dachte, dass Beutedenken nicht nur Hunde entzweien kann, sondern ganze Nationen... Aber Hunde, Wölfe und Tiger sind meist klügere Konfliktlöser....

Clara hat sich so über Pepino gefreut, dass sie sich nicht nur im Wasser kühlte, sondern darin spielte. Wie schön :-))


Sonntag, September 25, 2022

Happy mit Teddy


Clara und Teddy haben wöchentlich ein Date in unserem Garten. Wie die Beiden spielen macht nicht nur sie selbst, sondern auch uns glücklich. Das Highlight ist jedesmal das Stöckchenspiel.

An heißen Tagen gibt es allerdings gemächliche Verschnauf- und Saufpausen zwischendurch :-)

Im Laufe der Zeit veränderten sie dies Spiel: es ging zuerst um den unumstrittenen Besitz des Stöckchens, dann irgendwann um´s stetige Abjagen und wieder Abjagen lassen, um es wieder erjagen zu können.

Es ist wie bei einem menschlichen Ballspiel: der immer wieder neue Jagderfolg begeistert.

Inzwischen ist das Spiel wieder in eine neue Phase eingetreten: es hat sich zu einem Mannschaftssport entwickelt, wobei beide in der gleichen Mannschaft sind!

Sie kauen beide an einem Ende des Stöckchen genüßlich rum, um freuen sich am gemeinsamen Besitz!

Damit das nicht langweilig wird, rennt dann immer mal sie oder er mit dem Stöckchen weg, der jeweils andere muß es zu packen kriegen, und das gemeinsame Rumkauen geht weiter :-)

Wir sind beeindruckt von dieser Entwicklung. Die Beiden zeigen mehr Lebenstalent als "Homo Sapiens".


Donnerstag, September 22, 2022

Den Bauch kalt baden :-)


Ende August spazierte ich bei Tageshitze mit Clara zu einer Wasserstelle an der Altenau, an der das Bachbett steiniger als an der Henglarner Furt ist. Clara mag die Stelle, sie geht mit den Pfoten ganz gern hinein.

Aber diesmal rannte sie über die schmale Fußgängerbrücke vor, am Picknicktisch vorbei und den kleinen Abhang runter gleich ins Wasser rein! Ihr war sehr warm.

Ich zog meine Wassersandalen an und ging mit hinein ins flache, aber noch fleißende Wasser.

Bachabwärts hatten Kinder einen kleinen Damm gebaut, an einer Seite floß das Wasser durch, und dahinter war es denn auch tiefer. Clara begriff das sofort und hielt sich an die flache Bachseite. Eine unkontrollierte nasse Bauchkühlung - geschweige denn Gesamtkühlung - war unerwünscht!

Nach einer Weile spazierten wir den Weg direkt an der Altenau entlang weiter. Brennesseln und anderes Gestrüpp war abgemäht worden, so kamen wir an zwei weiteren Stellen zwischen hohen Erlen, Weiden, Eschen, einem Pflaumenbaum und Buchen ans Bachbett heran.

Besonders schön ist es, wo ein kleiner Zufluß in die Altenau mündet. Er führte mehr Wasser als diese selbst und füllte sie etwas auf.

Je weiter wir bachaufwärts gingen, um so weniger Wasser. Es wurde so wenig, dass man quasi "auf dem Wasser gehen" konnte :-)

Also gingen wir bachabwärts wieder zurück zur Badestelle an der Brücke. Aber eine zweite Bauchkühlung verlockte Clara nicht mehr dazu ans Wasser runter zu gehen :-)


Montag, September 19, 2022

Lilo und Toffee hatten Bulldog-Besuch :-)


Bei Familie Nas in Borken lag etwas in der Luft, Lilo und Toffee spürten das. Sie tobten ungeduldig herum: es wurde auf Bulldog-Besuch gewartet!

Ich liebe den robusten Vollkörpereinsatz der Bulldoggen: statt Ringkampf möchte ich es bei ihnen einen Maulkampf nennen, sie schließen dabei ihr Gebiß aber nie - aus Sicherheitsgründen :-)

Aud Belgien kam am Nachmittag Lilo´s und Toffee´s Züchterin mit der 8jährigen Skyla, einer Tante der beiden, und ihrer in Süddeutschland gekauften 8monatigen Junghündin Maicie zu Besuch. Maicie trat selbstbewußt auf. Sie ist jetzt schon ziemlich groß, und Größe gibt nicht nur Kindern Selbstsicherheit ;-)

Die Begrüßung war der Vier war herzlich, nachdem es Test-Küsse auf Freundlichkeit gegeben hatte :-)

Wasserspiele waren an diesem heißen Augustsonntag aus Lilo´s und Toffee´s Sicht unerlässlich. Toffee führte Maicie stolz ihre Anlage vor, und Maicie war nicht sicher, was aus einem Zaun aus Wasserstrahlen zu halten sei ;-)

Susanne schrieb, es war für Menschen und Bulldoggen ein fröhlicher, entspannter Gute-Laune-Sonntag-Nachmittag :-)
Mehr über die Bulldogen von Frank und Susanne Nas ist im Archiv zu lesen.


Freitag, September 16, 2022

Hunde entstressen Kinder - und:

besonders kleine Kinder lieben Bulldoggen

Quelle: ScienceDaily (June 15, 2022)


Laut einer neuen Studie, die diese Woche im Open-Access-Journal PLOS ONE von Kerstin Meints von der University of Lincoln, UK, veröffentlicht wurde, können hundegestützte Interventionen zu deutlich weniger Stress bei Kindern mit und ohne besondere Bedürfnisse führen Kollegen.

Eine längere Exposition gegenüber Stressoren kann negative Auswirkungen auf das Lernen, Verhalten, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern im Laufe ihres Lebens haben. In Schulen wurden verschiedene Ansätze zur Stresslinderung untersucht, darunter Yoga, Achtsamkeit, Meditation, körperliche Aktivität, Interventionen im Unterrichtsstil und tiergestützte Interventionen.

In der neuen Studie verfolgten die Forscher den Spiegel des Stresshormons Cortisol im Speichel von 105 acht- bis neunjährigen Kindern in vier Regelschulen im Vereinigten Königreich sowie von 44 gleichaltrigen Kindern aus sieben Sonderschulen im Vereinigten Königreich. Die Kinder wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt: eine Hundegruppe, eine Entspannungsgruppe und eine Kontrollgruppe. In der Hundegruppe interagierten die Teilnehmer 20 Minuten lang mit einem ausgebildeten Hund und Hundeführer; Die Meditationsgruppe beinhaltete eine 20-minütige Entspannungssitzung. Die drei Gruppen-Treffen wurden vier Wochen lang zweimal wöchentlich durchgeführt.

Hundeinterventionen führen zu signifikant niedrigeren Cortisolspiegeln bei Kindern sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen. In den Regelschulen wiesen die Kinder der Kontroll- und der Entspannungsgruppe im Laufe des Schuljahres einen Anstieg des mittleren Cortisolspiegels im Speichel auf. Kinder, die entweder an Gruppen- oder Einzelsitzungen mit Hunden teilnahmen, hatten jedoch im Laufe des Schuljahres keinen statistisch signifikanten Anstieg des Cortisolspiegels. Darüber hinaus waren ihre Cortisolspiegel unmittelbar nach jeder Hundesitzung im Durchschnitt niedriger. Bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden ähnliche Muster beobachtet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Hundeinterventionen das Stressniveau bei Schulkindern erfolgreich dämpfen können, weisen jedoch darauf hin, dass zusätzliche Forschung in Bezug auf die ideale Zeit und den Kontakt mit Hunden für eine optimale Wirkung erforderlich ist.

Der Umgang mit Tieren und der Aufenthalt in der Natur hat nicht nur bei Kindern, sondern nach neueren Forschungen einen generellen Heilungseffekt; es wird dabei vom Biophilia-Effekt gsprochen.

Er gilt als angeboren allein schon aus dem Grunde, dass ohne ihn die Menschheit nicht auf der Erde hätte überleben können. Ich möchte dazu die Bücher des Biologen Clemens Arvay empfehlen, insbesondere den Band "Der Heilungscode der Natur: Die verborgenen Kräfte von Pflanzen und Tieren entdecken".

Der Begriff Biophilie (altgriech. bios „Leben“ und philia „Liebe“) wurde von Erich Fromm in "Die Seele des Menschen: Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen" (1964) eingeführt und bedeutet „Liebe zum Leben“ oder „Liebe zu Lebendigem“.

Stu und ich haben die Erfahrung gemacht, dass besonders kleine Kinder speziell die Bulldogge lieben. Ich erzählte im Blog immer wieder mal davon, wie sie spontan auf unsere Bulldogge zuliefen und sie liebhaben wollten. Wir erklären uns das durch ihren leicht humanoiden Kopf: kurzer Kiefer und die Augen frontal nach vorne ausgerichtet. So gesehen erinnert er auch an einen Kuschel-Teddy :-)

Vor Kurzem erlebten wir wieder solch eine herzerfrischende Episode. Wir saßen mit Freunden in einem besonders bei Hundemenschen beliebten Gartenrestaurant. Es grenzt unmittelbar an einem wunderschönen Waldpark, ideal geeignet für einen anschließenden Spazierganz mit Hund.

Ein circa vierjähriger Knirps mit großer runder Brille auf der Nase kam - an anderen Hunden schnurstracks vorbei - auf Clara zu, kniete sich vor sie hin und fragte, ob er sie streicheln dürfe.

"Klar", sagten wir, als auch schon seine Mutter laufend hinterher kam und das verhindern wollte. Wir besänftigten sie, aber sie erklärte uns freundlich "ich habe selbst Angst vor Hunden, nur nicht vor so ganz kleinen" und zeigte auf zwei Mini-Hunde unterm Nachbartisch. Aber ihr Junge hatte nur Clara im Sinn, und weil diese sich nicht rührte, also völlig "brav" blieb, gab sie ihrem Sohn etwas nach. Der setzte sich vor Clara hin und meinte zu uns: "Ich setzte meine Brille ab, damit sie mich besser küssen kann!"

Die Mutter wußte nicht, ob sie schreien oder mit uns lachen sollte - sie entschied sich für´s Lachen, nahm Sohnemann an die Hand und sie gingen zurück zu ihrem Tisch.

Ein paar Erlebnisse "Kinder lieben die Bulldogge" im Archiv. Viel Spaß beim Lesen :-)


Dienstag, September 13, 2022

Am Wegesrand


Heiße, bei manchmal wolkenbedecktem Himmel schwüle Tage beherrschten die zweite Augusthälfte. Wir erlebten im ganzen Monat nur drei Regentage.

Weder Clara noch ich fühlten Abenteuerlust in uns aufsteigen. Kleine Gänge am Tagesrand, und Augen - wie Nase - gerichtet zum Wegesrand.

Herrlich reife Brombeeren aß ich unterwegs an Waldwegrändern und Kahlschlaghängen.

Auf dem Waldweg durch die Vienenburghöhe überquerte seit dem Frühsommer jetzt schon zum dritten Mal eine Riesenraupe unseren Weg. Die war bestimmt 8 cm lang und dick wie mein kleiner Finger. Am Kopf trug sie vier Hörner wie Scheinaugen! Außer Kohlweißlingen, Zitronenfaltern und Pfauenaugen hatte ich hier noch keinen Schmetterling gesehen...

Ich fand diese Raupe in Wikipedie; aus ihr entwicklet sich der "Mittlere Weinschwärmer", ein wunderschöner, pink-brauner Nachtfalter. Naja, nachts spaziere ich nicht hier rum...

Ich wunderte mich etwas, dass Clara diese sich ziemlich schnell vorwärts robbende Raupe komplett ignorierte. Sie beschnupperte statt dessen unbeirrt eine einsame Kamille mitten im Weg. Da hatte wohl jemand Bedeutender sein Revier markiert.

Erleichtert bin ich, dass sie sich auch nie für den von Kirsch- und anderen Kernen durchsetzten Kot von Waschbären und Mardern interessiert, sie wendet nicht mal den Kopf hin. Anders ist das mit Kot von Wiederkäuern wie Rehen, Hirschen usw. - und Menschen !

Feldwege mieden wir wegen der andauernden Hitze weitgehend. Und auf den Weiden stehen ja noch die Rinder, die wir nicht beim Durchwandern aufmischen wollten.

In unseren Wäldern dominieren die Buchen, Eichen dagegen sehen wir hier immer wieder mal einzeln stehend an Wegesrändern von Weiden. Sie sind alt und gewaltig ausladend. Sie geben dem Vieh viel Schatten.

An den Wegen durch weitgehend natürlich belassenen Wald, in dem deshalb Unterholz wachsen kann, sind die Brombeerdornenranken oft undurchdringlich dicht, sie ließen uns vielerorts nicht in den Wald selbst hinein. Und Ansammlungen mannshoher Brennesseln schreckten uns ebenso oft ab. Neben Dornenkratzern hatte ich auch schon reichlich Mückenstiche.... aber keine Zeckenbisse, weil wir die mit ihnen verseuchten Wege im Sommer konsequent meiden.

Es gibt gute Gründe für uns, sich auf den Herbst zu freuen :-)


Samstag, September 10, 2022

Clara stürmt in die Altenau


Der August war schon für mich als Kind ein ziemlich ungeliebter Monat, er war mir zu heiß. Jetzt im Alter fühle ich das noch stärker. Die Schwüle an manchen Tagen dämpfte meine Freude an der Natur. Auch Clara war träger als gewohnt.

So empfanden wir es als Glück, dass die Altenau im Dorf immer noch Wasser führte, denn die Quellen im Dorfteich sprudelten hinreichend um sie aufzufüllen. Statt mit Clara im Waldschatten zu spazieren, ging ich an manchen Abenden mit ihr nur zur Holzbrücke am Dorfende.

Zu meiner Überraschung stürmte sie gleich ins Wasser hinein! Es war also auch ihr unangenehm warm.... Es machte ihr sogar nichts aus, dass ihr Rücken und Hals dabei naß gespritzt wurden, das vermeidet sie sonst nach Möglichkeit :-)

Bei der Brücke verläuft eine alte Furt, wegen ihrer Steinränder ist das Wasser hier so gut zugänglich. Ich folgte dem Ufer ein wenig, aber es ist sehr schlammig und verwildert. Ich gab bald auf.

Clara mag trübes Wasser nicht, denn sie sieht gern den Grund unter ihren Pfoten. Sie wirbelte den Schlamm natürlich auf, aber sie und stapfte weiter darin herum, allerdings nicht mehr so stürmisch wie in den ersten Minuten.

Es ging ihr an diesen heißen Tagen klar nur um die Abkühlung. Spielen und Abenteuern sieht bei ihr sie ganz ist anders aus - und hat nicht unbedingt mit Wasser zu tun :-)


Mittwoch, September 7, 2022

Lilo und Toffee: Wasserspaß im Garten


Lilo und Toffee Nas leben im westlichen Münsterland. Holland und das Meer sind nah, aber wie Susanne bedauernd sagt, leider nicht nah genug für einen Nachmittagstripp. Also wird Wasserspaß im Garten veranstaltet!

Anfang des Sommers genügte den Beiden ein kleiner Spielzeug-Wassersprüher zur Abkühlung und zum Durstlöschen. Zum Hochsommer gab es dann ein stärkeres Gerät :-)

Susanne schrieb zu den Fotos, dass die Beiden wie die Verrückten im Wasser rumtoben, planschen, Balljagden und Rennen veranstalten.

Unsere Clara tobt - auch bei Hitze ein wenig - mit Teddy rum, aber beide gehen dabei nicht mal an die Wassermuschel ran - Teddy plantscht nur mit den Pfoten die Trinkschale rumspritzend leer. Nur Kosmo schmiss sich von allen unseren Bulldogs in die Wassermuschel, "eben ein Rüde", sagen wir lachend.

Aber offensichtlich gibt es auch weibliche Wasserfans unter den Bulldogs, so wie Lilo und Toffee!

Susanne erzählt, ihre Beiden spielen so lange mit und im Wasser rum, bis sie ans Futter denken - oder einschlafen :-)

Unsere Clara liebt auch Wasser, aber nicht aus einem Schlauch oder in Plastikbecken. Es muß schon ein Bach sein - das macht es etwas schwieriger :-)


Sonntag, September 4, 2022

Neue Zusammenhänge zwischen Geruch-

und Sehvermögen von Hunden gefunden

Quelle: ScienceDaily (July 18, 2022)


Forscher der Cornell University haben erstmals dokumentiert, dass der Geruchssinn von Hunden mit ihrem Sehvermögen und anderen einzigartigen Teilen des Gehirns integriert ist, was ein neues Licht darauf wirft, wie Hunde die Welt erleben und sich darin zurechtfinden.

Ergänzende Anmerkungen

Dieses Phänomen gibt es auch bei Menschen, es wird Synästhesie genannt und "bezeichnet hauptsächlich die Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Modalitäten der Wahrnehmung."

„Synästhesie ist ein Luxus; eine Spielart der Evolution, die es dem Bewusstsein erlaubt, durch die Verknüpfung der Sinne und die Kopplung mit Gefühlen mehr Informationen zu generieren. Wissenschaftliche Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren haben nachgewiesen, dass Synästhetiker ein komplexer vernetztes Gehirn haben.“
Quelle Wikipedia

„Wir haben diese Verbindung zwischen der Nase und dem Okzipitallappen, funktionell dem visuellen Kortex, bei Hunden bislang noch nie gesehen, bei keiner Spezies“, sagte Pip Johnson, Assistenzprofessor für klinische Wissenschaften und leitender Autor von „Extensive Connections of the Canine Olfactory Pathway Revealed“. durch Traktographie und Dissektion."

„Wenn wir einen Raum betreten, verwenden wir hauptsächlich unsere Sicht, um herauszufinden, wo die Tür ist, wer im Raum ist, wo der Tisch steht“, sagte sie. „Bei Hunden hingegen zeigt diese Studie, dass der Geruchssinn wirklich mit dem Sehen verbunden ist, wenn es darum geht, wie sie ihre Umgebung kennenlernen und sich darin orientieren.“

Johnson und ihr Team fanden Verbindungen, bei denen das Gehirn Erinnerungen und Emotionen verarbeitet, die denen beim Menschen ähneln, sowie nie dokumentierte Verbindungen zum Rückenmark und zum Okzipitallappen, die beim Menschen nicht zu finden sind.

Die Forschung bestätigt ihre klinischen Erfahrungen mit blinden Hunden, die bemerkenswert gut funktionieren. "Sie können immer noch Apportieren spielen und sich viel besser in ihrer Umgebung zurechtfinden als Menschen mit der gleichen Erkrankung", sagte Johnson. "Zu wissen, dass zwischen diesen beiden Gebieten eine Informationsautobahn verläuft, könnte für Besitzer von Hunden mit unheilbaren Augenkrankheiten sehr beruhigend sein."

Im engeren Sinne ist Synästhesie die Wahrnehmung von Sinnesreizen durch miterregte Verarbeitungszentren eines Sinnesorgans im Gehirn, wenn ein anderes Sinnesorgan gereizt wird.

Faszinierende Erkenntnis: als Synästhetiker riecht mein Hund mich tatsächlich auch, wenn er mich faktisch auf Grund der Umstände nur sehen kann - und umgekehrt!

-
Die Identifizierung neuer Verbindungen im Gehirn eröffnet auch neue Fragestellungen. „Diese Variation im Gehirn zu sehen, erlaubt uns zu sehen, was im Gehirn von Säugetieren möglich ist, und uns zu fragen – vielleicht haben wir eine rudimentäre Verbindung zwischen diesen beiden Bereichen aus der Zeit, als wir mehr affenähnlich und geruchsorientiert waren, oder vielleicht andere Arten haben signifikante Variationen, die wir nicht untersucht haben", sagte Johnson.


Donnerstag, September 1, 2022

Helle Mondnächte, kühle Talgründe, süße

Brombeeren und zufriedenes Nichtstun


Die Augusthitze machte glücklicherweise nicht nur mich träge, sondern auch Clara. Sie war zufrieden mit Mini-Spaziergängen am Tagesrand. Wir erkundeten auch keine neuen Wege, blieben im nahen Umkreis von Zuhause.

Nachts zeigte der Himmel seine Milliarden Sterne und zum Vollmond weckte er Ahnungen des nur Fühlbaren. Ich legte mich häufig eine Weile träumend in die Hängematte und Clara hielt treu Wache.

Auf den Wiesen dominiert im Hochsommer das Gelb der Sonnenblumen, aber das Gelb des Johanneskrautes als Symbol des Mittsommers verblasst, welkt dahin. Die so schöne, kühl-blau und sanft wirkende Wegwarte ziert statt seiner die Feldraine.

Freude an offenen Feldwegen hatten wir nur abends. Tagsüber suchten wir die kühlen Waldgründe in der Nähe auf. Sie schenken frische Luft, einfach pure Erholung !

Der Totengrund am Dorfrand war unter den hohen Buchen in der Taltiefe kühl und so dunkel, dass ich die Kamera auf 'Nacht' einstellte. Ich atmete mit Freude durch! Clara zeigte hier Interesse nicht nur am Gras, sondern am Rundherum - so wie zu (aus ihrer und meiner Sicht) angenehmeren Jahreszeiten. Ich summte das romantische Lied "In einem Kühlen Grunde" und dachte an die alten Gasthäuser meiner Kindheit, die nicht nur "Im Kühlen Grund" hießen, sondern dort auch standen.

Der Totengrund ist bei Hitze unser Standard-Morgenweg: Ein Kühler Grund ist der Kontrapunkt, den der Sommer braucht um genießbar zu sein!

Der renaturierte Piepenbach in unserer Nähe läuft ein Stückweit durch ein verwildertes Waldtal. Leider liegt zwischen Talweg und Bach mit Stacheldraht eingezäuntes Weideland. Und der Höhenweg ist für mich kein Sommervergnügen, deshalb waren wir im August nur einmal dort um zu sehen, ob der Bach noch Wasser führt. Ich freute mich, er war nicht ausgetrocknet. Wir hatten schon wasserärmere Sommer hier.

Eine große Freude ist das Tal der Dicken Buche und an seinem Ende die von Brombeeren umsäumte Waldhöhe. Clara und ich waren auch mit Hannelore dort.

In den letzten Jahren vertrockneten die wilden Brombeeren schon kurz nach der Blüte. Aber dieses Jahr sind sie wegen des wenigen Regens zwar klein, aber zuckersüß und hoch aromatisch. Es war für sie Regen genug. Und die Süße ermöglichte ihnen der ständige Sonnenschein.

Nach dem morgendlichen Rundgang über das Plateau oberhalb vom Dicke-Buche-Tal setzten wir uns unter diese und genossen eine Stunde des ziellosen Nichtstuns - im Sinne von Benjamin Franklin: "Zufriedenheit ist der Stein der Weisen, der alles in Gold verwandelt, das er berührt."

Wir erzählten uns besondere Erlebnisse und beleuchteten die Welt- und Seelenlage dieser Zeit von vielen Seiten. Clara indes freute sich ihre Kraft einmal wieder beim Rauf- und Runterrennen des Hanges hinter der Buche zu spüren :-)

An ihrer Rückseite bildet diese Buche eine so große Höhle, dass ich mich hätte reinhocken können. Wir versuchten Clara für ein Foto hinein zu locken. "Unsinn", meinte sie, "da würde ich nur bei Sturm, Hagel, Krieg oder Meteoritenregen reingehen".

Manchmal ist sie sehr rational !



-


Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

-


Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

-

LINK HIER! --- Auch in diesem Blog finden Sie wundervolle English Bulldogs fit for function :-)


Blog-interne Suchmaschine HIER




English Bulldog
Treffen
NRW
Infos + Berichte



Impressum

Tel.: 05292 1291

Stus Blog

Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'



Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



Blog Leser-Spiegel

Herkunft der Blog Leser
Herkunft der Blog Leser




Blog Index

BLOG GESAMT-
INHALTSVERZEICHNIS
chronologisch und mit Vorschau: HIER

Neue Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite.
Danach kommen die wichtigen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv:

Wir und unser Engl. Bulldog: INHALTSVERZEICHNIS --> HIER !

Pflege und Nahrung:
INHALTSVERZEICHNIS
--> HIER !

Krankheiten:
INHALTSVERZEICHNIS
--> HIER !
Zuchtfragen, Vereine und Welpen:
INHALTSVERZEICHNIS
--> HIER !

Verschiedenes rund um den Engl. Bulldog: INHALTSVERZEICHNIS --> HIER !

Zuchtgeschichte(n):
INHALTSVERZEICHNIS
--> HIER !




GESCHICHTEN über Cornelia´s Bulldogs:




Geschichten von GastbloggerInnen




Über Wölfe




Engl. Bulldog
Standard


Standard des English Bulldog, gültig seit Oktober 2009

Mit Skizze: HIER




Cornelias heutiger Engl. Bulldog

"Clara Lee Savory"


















Alle Engl. Bulldogs von Cornelia aus Künstler-Sicht:






Lese-Stoff


Buchtipps
Unterhaltung, Gefühl, Kultur und Kunst

Eine Auswahl aus unserer Bibliothek

LINK: Zelda Wisdoms "Tag für Tag Dogma"


Buchtipps
Haltung, Zucht und Gesundheit

Eine Auswahl aus unserer Bibliothek




Für alle Seiten, die auf dieser Website verlinkt sind, möchte ich betonen, daß ich keinerlei Einfluß auf deren Gestaltung und Inhalte habe. Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten und mache mir ihre Inhalte nicht zu eigen!

Die Beiträge der Gastblogger müssen nicht immer meiner eigenen Meinung entsprechen; deshalb schreibt jeder Gastblogger unter seinem eigenen Copyright.

Cornelia Savory-Deermann


Site Meter