Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Dienstag, Juni 22, 2021

Wasser, Wiesen und lichte Buchenwälder


Ende Mai schoß alles Grün hoch aus dem Boden - das Wetter war wachstumsfreundlich heiter bis wolkig, manchmal nass und dabei oft sonnig. Trotz des Regens der letzten Wochen war der Wasserspiegel in den Senken nicht mehr hoch.

Clara versank im Gras, eine reine Freude fand sie das nicht. Es war so hoch, dass sie es nicht einmal zu fressen begann ;-)

Zurück zum Weg aus dem Husener Becken kamen wir an alten, stolzen Baumgiganten vorbei, die mich immer wieder Staunen machen. Und Clara mußte jetzt durch jungen Giersch stapfen. Ich sagte ihr, der sei gesund wie Spinat, aber das beeindruckte sie nicht ;-)

Ich meinte zu Clara: "Wenigstens sind hier keine Brennesseln.... Das dauert aber nicht mehr lang, dann bleiben wir lieber auf den Wegen!"

Ein paar Tage später wanderte ich mit ihr durch die Almeschlucht. Der neue schärfere Geruch, das wären die Brennesseln, erklärte ich Clara, als sie so wie ich intensiv in den Wind schnupperte. Am Quellteich beherrschte dagegen Blumenduft die Wege und die Stimmung. Eine stille Stelle dort war sogar mit dem Schild "Seelenplatz" ausgezeichnet: hier ging Clara ins Wasser hinein und ich entspannte auf der Liegebank :-)

Der Weg kreuzte zwei Tunnel einer längst stillgelegten Eisenbahnstrecke. Ich rief darin des Echos wegen "Clara". Sie staunte, wie nachhallend und laut ich rief, sah mich fragend an - und ging weiter. Einen Höhlenspalt an einer Steilwand passierten wir auch. Clara hielt lieber Abstand von dem Eingang... man weiß ja nie, vielleicht trägt sie noch Erinnerungen an Höhlenbären in ihren Genen ;-)

Ein uralter Weißdorn-Baumriese am Wegrand fiel besonders ins Auge; er hatte solch bizarre Stammverästelungen entwickelt, wie ich sie in dieser Ausgeprägtheit zuvor noch nicht sah.

Clara war dagegen mit einem Ärgernis beschäftigt: Hier gab es im Weg einige große Pfützen. Darüber schwirrten - auch noch konzentriert in ihrer Kopfhöhe - dunkle Wolken aus Mücken herum. So dicht, dass ich sie mit der Hand massenhaft greifen konnte, umsurrten sie auch noch mein Gesicht. Das plötzliche warme Wetter hatte die Mücken zur "Hochzeit" heraus gelockt. Clara kniff die Augen zusammen und schüttelte ihren Kopf wie wild. Nichts wie durch - das war unser beider Motto hier.

Ein paar Tage später gingen Stu und ich - nach einem kurzen Spaziergang dort mit Clara - in die für "Geimpfte usw." wieder geöffnete Schlossmühle im Dorf Alme nach langer Zeit wieder essen. Erstaunlich, wie viel Wasser die Alme hier nur 2/3 km nach ihrem Quellteich hier schon führte.

In den ersten Junitagen wanderten wir mit großer Freude durch die lichten Hainbuchenwälder. An der jungen Altenau bei Blankenrode wachsen ganz besondere, wunderbar alte Buchen am Wegrain; ich habe über ihren "Familienverbund" schon einmal berichtet (Beitrag 13.1.20).

In diesem leicht verwildertem Buchenwald auf den Hügeln bildet sich bei längerem Regen ein Bächlein ab ins Tal. Und jetzt im späten Frühling wächst dort Bärlauch noch und noch.

Clara ging nur mit den Beinen in den Bach hinein... bis zum Hals macht sie das nur bei heißem Sonnerwetter. Noch vermied sie etwas tiefere Stellen, die es hier durchaus gibt. Ich glaube sie schätzt Bäche ganz pragmatisch und maßvoll als nur nützlich ein ;-)

Bis Ende Juni werden alle Weiden abgemäht sein, dann sind sie nur noch Wiesen. Clara freut sich darüber: wieder freies Rennen ist dann angesagt. Ich selbst werde eher traurig sein, dass all die satte Frühlingspracht der Weiden verschwunden sein wird.


Samstag, Juni 19, 2021

Welpen sind genetisch darauf angelegt

mit Menschen zu kommunizieren

Quelle: ScienceDaily (Juni 3, 2021)


Hunde haben sich möglicherweise den Titel "bester Freund des Menschen" verdient, weil sie gut mit Menschen umgehen können. Diese sozialen Fähigkeiten können kurz nach der Geburt vorhanden sein, anstatt sie erst erlernen zu müssen, legt eine neue Studie von Forschern der University of Arizona nahe.

Die am 3. Juni 21 in der Zeitschrift Current Biology veröffentlichte Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass die Genetik dazu beitragen kann, zu erklären, warum einige Hunde bei sozialen Aufgaben, wie dem Befolgen von Zeigegesten, besser abschneiden als andere. „Es gab Beweise dafür, dass diese Art von sozialen Fähigkeiten im Erwachsenenalter vorhanden waren, aber hier finden wir Beweise dafür, dass Welpen – ähnlich wie Menschen – biologisch darauf vorbereitet sind, auf diese soziale Weise zu interagieren“, sagte die leitende Studienautorin Emily Bray, eine Postdoktorandin wissenschaftlicher Mitarbeiter an der UArizona School of Anthropology am College of Social and Behavioral Sciences.

Bray hat das letzte Jahrzehnt damit verbracht, in Zusammenarbeit mit Canine Companions aus Kalifornien, einer Diensthundeorganisation, die Kunden mit körperlichen Behinderungen betreut, an Hunden zu forschen. Sie und ihre Kollegen hoffen, besser verstehen zu können, wie Hunde denken und Probleme lösen, was Auswirkungen auf die Identifizierung von Hunden haben könnte, die gute Diensttiere abgeben würden. Um die Rolle der Biologie bei der Fähigkeit von Hunden, mit Menschen zu kommunizieren, besser zu verstehen, untersuchten Bray und ihre Mitarbeiter, wie 375 der 8 Wochen alten angehenden Diensthunde der Organisation, die zuvor kaum persönliche Interaktionen mit Menschen hatten, auf eine Reihe von Aufgaben reagierten, die darauf abzielen, ihre sozialen Kommunikationsfähigkeiten zu messen.

Da die Forscher den Stammbaum jedes Welpen kannten – und damit auch, wie verwandt sie miteinander waren – konnten sie auch untersuchen, ob vererbte Gene die Unterschiede in den Fähigkeiten der Hunde erklären. Die Genetik erklärt mehr als 40% der Variationen in der Fähigkeit von Welpen, menschlichen Zeigegesten zu folgen, sowie die Variation, wie lange sie während einer Aufgabe, die darauf abzielte, ihr Interesse an Menschen zu messen, Augenkontakt mit Menschen hatten.

"Menschen interessieren sich schon seit langem für die Fähigkeiten von Hunden, solche Dinge zu tun, aber es gab immer Diskussionen darüber, inwieweit dies wirklich in der Biologie von Hunden liegt, im Vergleich zu etwas, das sie durch das Herumspielen mit Menschen lernen", sagte Studienkoautor Evan MacLean, Assistenzprofessor für Anthropologie und Direktor des Arizona Canine Cognition Center an der University of Arizona. "Wir haben festgestellt, dass es definitiv eine starke genetische Komponente gibt, und sie tun es definitiv von Anfang an."

Zum Zeitpunkt der Studie lebten die Welpen noch bei ihren Wurfgeschwistern und wurden noch nicht zu einer freiwilligen Welpenaufzucht geschickt. Daher waren ihre Interaktionen mit Menschen begrenzt, was es unwahrscheinlich machte, dass die Verhaltensweisen erlernt wurden, sagte Bray. Die Forscher beschäftigten die Welpen mit vier verschiedenen Aufgaben. Bei einer Aufgabe versteckte ein Experimentator ein Leckerli unter einem von zwei umgedrehten Bechern und zeigte darauf, um zu sehen, ob der Welpe der Geste folgen konnte. Damit die Welpen nicht nur ihrer Nase folgten, wurde zusätzlich ein Leckerli auf die Innenseite der beiden Körbchen geklebt. In einer anderen Version der Aufgabe sahen die Welpen zu, wie die Forscher einen gelben Block neben den richtigen Becher legten, anstatt darauf zu zeigen, wo der Welpe nach dem Futter suchen sollte.

Die anderen beiden Aufgaben wurden entwickelt, um die Neigung von Welpen zu beobachten, menschliche Gesichter zu betrachten. In einer Aufgabe sprachen die Forscher mit den Welpen in "hundegerichteter Sprache", indem sie ein Skript in der Art von hoher Stimme rezitierten, die Menschen manchmal verwenden, wenn sie mit einem Baby sprechen. Dann maßen sie, wie lange der Welpe den Menschen ansah. In der letzten Aufgabe – einer sogenannten „unlösbaren Aufgabe“ – versiegelten die Forscher ein Leckerli in einem geschlossenen Behälter und präsentierten es dem Welpen.

Während viele der Welpen auf die körperlichen und verbalen Signale des Menschen reagierten, suchten nur wenige Menschenhilfe bei der unlösbaren Aufgabe. Das deutet darauf hin, dass Welpen zwar mit dem Wissen geboren werden, wie sie auf vom Menschen initiierte Kommunikation reagieren sollen, die Fähigkeit, die Kommunikation selbst zu initiieren, jedoch später auftreten kann.

"In Studien mit erwachsenen Hunden haben wir eine Tendenz festgestellt, dass sie Menschen um Hilfe bitten, besonders wenn man erwachsene Hunde im Vergleich zu Wölfen betrachtet. Wölfe werden hartnäckig bleiben und versuchen, selbstständig Probleme zu lösen, während Hunde eher nach dem Sozialpartner suchen um um Hilfe zu bitten", sagte Bray. "Bei Welpen schien dieses Hilfesuchverhalten noch nicht wirklich Teil ihres Repertoires zu sein."

In vielerlei Hinsicht spiegelt dies das wider, was wir in der Entwicklung menschlicher Kinder sehen, sagte Bray. „Wenn Sie über das Sprachenlernen nachdenken, können Kinder verstehen, was wir ihnen sagen, bevor sie die Wörter physisch produzieren können“, sagte sie. "Bei Welpen ist es möglicherweise eine ähnliche Geschichte; sie verstehen, was ihnen sozial vermittelt wird, aber die Produktion an ihrer Seite wird wahrscheinlich entwicklungsbedingt etwas länger dauern." MacLean sagte, der nächste Schritt werde darin bestehen, zu sehen, ob die Forscher das Spezifische identifizieren können.


Mittwoch, Juni 16, 2021

Verstecken spielen mit Teddy


Welpe Teddy besuchte Clara nach einer Woche wieder (siehe Beitrag unten vom 7. Juni 21). Frank und Ulrike spielten mit beiden. Stu und ich saßen auf der Terrasse oder fotografierten. "Spannender als Kino", meinten wir :-)

Clara liebt Ulrike, sie fremdelte nie mit ihr wie mit Frank früher. (Frauen scheinen ihr grundsätzlich die sanferen Menschen zu sein :-) Ulrike ging auch jeden Tag mit ihr spazieren, als ich Ende Februar im Krankenhaus lag (Beitrag vom 20. März 21) - sowas vergißt hund nicht!

Teddy-Baby wußte von seinem ersten Besuch her, dass Clara so stark wie lieb ist, und haute ihr mit seinen Pfötchen entzückt auf ihren Lefzen herum - so wie er Wasser zu plantschen pflegt. Clara gefiel sein Stil, und uns gefiel sein mit Mut gepaartes, so liebenswürdiges Wesen!

Teddy meinte nach einer Weile, genug rumgetobt zu haben und widmete sich seinem Lieblingssport, dem Wasserplantschen im Trinktopf. Nun, Clara findet Wassertöpfe ziemlich uninteressant... und sein Wasserschlagen spritzte sie auch noch nass. Nein!

Sie überlegte sich also, wie sie Teddy von der Plantscherei ablenken könne. Sie versuchte es erfolgreich mit "Beute abjagen" ;-)

Clara hatte noch mehr im Sinn! Plötzlich sprang sie ins Blumenbeet und versteckte sich im Gebüsch dahinter. Lustig, wie sie vorsichtig nach Teddy Ausschau haltend nur noch Kopf zeigte. Teddy suchte sie tatsächlich!

Dies Spiel wiederholte sie einige Male, aber leider schaffte es Klein-Teddy kein Mal über die Beetabgrenzung rüber, um sie weiter zu jagen. Deshalb versteckte sie sich nach einer Weile hinter den großen Tannen am anderen Gartenende, denn dort gibt es keine "Sperren".

Wir waren erstaunt, dass Hunde sich Kinderspiele wie Verstecken beibringen. Naja, bei Wölfen würde man das als Jagdtraining erwarten... Es war ein schöner Frühlings-Nachmittag.


Sonntag, Juni 13, 2021

Die Wallanlage der ehemaligen Vienenburg

und zwei Tipps für Wanderfreunde


Am Westende unseres Dorfes Henglarn - zwischen dem Menthal und dem Totengrund - zieht sich ein ziemlich steiler Höhenzug quer zum Altenautal hin. Er heißt "Vienenburg". Auf seinem Ende am Altenautal stand früher eine Wehrburg, startegisch also gut plaziert.

Mich interessiert immer die ursprüngliche Bedeutung von Namen/Worten, denn darüber läßt sich fast immer ein alter Sinnzusammenhang ableiten.
In der Umgangssprache, wie sie ein inzwischen verstorbener Alt-Henglarner nutzte, wurde von der "Finenburg" gesprochen. Die protogermanische Bedeutung von "fin, vin" ist "spitz". Überlebt hat diese Silbe in ihrer alten Bedeutung als "Pinn" und als "finn" z.B. in der "Finne", der Rückenflosse von Walen. Die Vienenburg stand tatsächlich auf dem steilen und spitzen Ende des Höhenzugs am Bachtal der Altenau. Dieser Felsen (Vien="Finn/Spitze") bildet exakt das Eck eines Dreiecks, ausgewaschen von den Wassern des Mentals und des Totengrundes. Am Fuß dieses spitzen Endes sind heute noch die letzten Reste eines circa 4000 Jahre alten Steinkistengrabes zu sehen. Bewohnt ist Henglarn also schon sehr lange.

Von der Menthalseite aus war ich mit Clara zwei Wochen zuvor dort unterwegs gewesen (Beitrag unten vom 10. Juni 21). Diesmal stiegen wir, Freundin Gaby war auch dabei, vom Totengrund aus auf steilen, offensichtlich selten genutzten Pfaden hoch.

Clara hatte ihre Freude an diesem Aufstieg. Sie wälzte sich sogar vor Lust und Laune in trockenen (nie in nassen!) Laublöchern im jetzt voll in Grün leuchtenden Buchenwald herum.

Auf dem Kamm gingen wir nach den Burgruinen Ausschau haltend weiter. Ein Wanderer überholte uns, wir fragten, ob er auch die Burgreste suche. "Ja. Aber da soll kaum noch was von vorhanden sein.... Wenn ich sie gefunden habe, führe ich sie hin." Der so freundliche Mann ging weiter; er war deutlich schneller als wir zu Fuß.

Nach einiger Zeit kam er uns auf seinem Rückweg entgegen: "Wirklich schwer zu finden. Ruinen sind es gar nicht, es ist nur noch der Burgwall dort. Ich bring Sie hin." Wir waren dankbar, dass er für uns den Scout spielte :-)

Durch all das Laub war es mir nicht möglich, die Tiefe des Burggrabens vom Wall aus sowie die Tiefe des Abhangs unmittelbar dahinter gut erkennbar zu fotografieren :-(

Wäre diese Burg aus Stein gebaut gewesen, hätten noch irgendwelche Fundamentstücke dort liegen müssen. Aber außer dem Burgringwall war nichts mehr da. Außerdem war der Durchmesser des ganz runden Walls nur vielleicht 50 Meter groß. Ich vermute, dort stand vielleicht einmal ein hölzerner, spitzer Wehrturm, eine "Vienenburg" eben.


Zwei Tipps für Wanderfreunde

1.) Im Netz gibt es eine Flurkarte von Brandenburg und von Nordrhein-Westfalen. Sie läßt sich so weit vergrößern, dass ich sogar unser Haus lokalisieren konnte. HIER DER LINK

Jeder Feldweg ist aufgezeichnet. Ich drucke mir die gewünschten Vergrößerungen aus und nehme sie mit, wenn ich mir eigene Rundwege mit Hilfe dieser Flurkarten zusammenstelle. HIER zum Beispiel mögliche Wege zur Vienenburg, um die es im Beitrag geht. Außerdem werden die geografischen Daten jedes Punktes angezeigt, der einen interessiert. Das ist sinnvoll für GPS-Nutzer.

2.) Es gibt ein Baumregister für ganz Deutschland: eine Datenbank für alte Bäume (Baumveteranen), Naturdenkmäler und bemerkenswerte Bäume. HIER DER LINK

Die Übersicht ist auf Kreis- Stadtebene gegliedert, sofern es dort überhaupt bemerkenswerte Bäume gibt. Die Geo-Koordinaten der Bäume sind jeweils angegeben. Ich bin sehr beeindruckt, ja begeistert von dieser Dokumention. Für unser Dorf Henglarn sind z.B. drei besondere Bäume aufgeführt, und die sind wirklich bestaunenswert. Probiert das Register für Eure Umgebung einmal aus.


Donnerstag, Juni 10, 2021

Das Silberbachtal am Velmerstot


Nach vielleicht zwei Jahren besuchten Clara und ich mit Freundin Gaby einmal wieder das wilde, schöne Silberbachtal. Aber leider: es war nicht mehr schön, es war kahl geschlagen wie nach einer Schlacht.

Seine vergangene, verzaubernde Schönheit könnt Ihr noch in alten Beiträgen sehen, wenn Ihr "Silberbachtal" in die blogeigene Suchmaschine (oben rechts) eingebt...

Der Himmel war verhangen, aber es regnete während unserer zwei Stunden unterwegs nicht. Der Weg am Bach entlang ging über Stein und Schlamm. Gaby trug leider Strassenschuhe und rutschte damit in der eingeweichten Erde herum. Im Ergebnis waren ihre Füsse so eingematscht wie Clara´s auch. Also ab ins Bachwasser damit ;-)

Erstaunlicherweise hatte Clara keine Angst über einen brüchigen Brückensteg zu gehen. Vielleicht lag das daran, dass dieser kaum Höhe hatte. Und er wackelte nicht!

Vorsichtig hatte sie bei der ersten Überquerung jedes Loch beachtete und untersucht. Nach ein paar Mal hin und her schaute sie nicht mal mehr auf die Bretter - wo die Löcher waren hatte sie wirklich schnell sozusagen im Kopf und in den Beinen drin.

Für Clara war Gaby´s Füße- und Schuhewaschen ein großer und längerer Spaß! Aber dann wollte sie bald auch wieder weiter, sie lief an mir vorbei und voraus.

Nach diesem Silberbach-Erlebnis stiegen wir noch bis zur Vermerstot hoch, der Steilwand, die dem Doppelgipfel (dem Vermerstot) den Namen gab. Er ist der höchste Punkt im Eggegebirge.

Am Grund der Steilwand befindet sich ein natürlicherweise fast kreisrundes Wiesenstück. Vermutlich wurde dieser heute versteckt liegende Platz wegen dieser Auffälligkeit immer schon als ein besonderer, möglicherweise "heiliger Ort" betrachtet.

Vor mehreren Jahren jedenfalls wurde hier eine Trojaburg angelegt; von wem konnte ich nicht erkunden. Als ich das letzte Mal dort war (2017), da war sie noch intakt.

Jetzt ist sie, ganz ordentlich, auf die knappe Hälfte ihres Durchmessers zusammengelegt worden, weil den Spuren nach die Trecker der Baumfäller den Platz zum Aufladen, Abschleppen und zum Wenden brauchen. Clara genoß den dadurch breit gewordenen, nun steinfreien Rundweg zum Runden Rennen :-)

Ich hoffe, dass nach Beendigung der Waldarbeiten die Erbauer dieser Trojaburg sie wieder nach dem Originalmuster erneuern.


Montag, Juni 7, 2021

Der Höhenzug "Vienenburg"


Ich war es wegen der ziemlich verwüsteten Wälder satt auf mehr oder weniger ebenem Gelände weiter durch Forste, fälschlicher Weise immer noch "Wald" genannt, zu wandern.

Durch all das liegen gelassene Totholz mitten im Forst steigt zudem die Waldbrandgefahr. Wo sollen dann die Waldtiere hin fliehen? Die Holzlagerplätze sind dagegen leer... alles schon (meist in die USA und nach China) verkauft.

Steile Abhänge sind forstwirtschaftlich schwer zu bewirtschaften, daher wurden diese häufiger zu Naturschutzgebieten erklärt. An einigen solcher Höhenzügen und ihren Ausläufern haben wir hier im östlichen Paderborner Land noch alten Buchenwald, die ursprüngliche Vegetationsform Mitteleuropas. Im "Nationalpark Hainich" (Thüringen) ist der Buchenwald sogar zu seinem Schutz zum "UNESCO-Weltnaturerbe Buchenurwälder" erklärt worden.

Ich beschloß, mich nach über 20 Jahren einmal wieder auf den anstrengend ansteigenden Weg zum Kamm des Höhenzuges, "Vienenburg" genannt, zwischen Menthal und Totengrund zu machen. Vom Tal aus sah der dort steil bis nach oben reichende Buchenwald gesund und dicht aus. Mein Rücken meinte es seit Tagen gut mit mir, also los. Clara würde begeistert mitlaufen und mich dadurch zusätzlich motivieren :-)

Anfang Mai begann der Buchenwald in zartem, hellem Grün zu leuchten; er war sicherlich Vorbild der Wälder von Tolkiens Elfenreich "Lothlórien". (Kleine Elfen gibt es auch bei uns ;-)

Ich hoffe die Forstwirtschaft wird unter dem Druck des wärmeren Klimas und des zunehmenden Wassermangels zurückkehren zu ökologischen Grundsätzen und robusteren, heimischen Baumsorten. Die Rodungen schaffen ja Freiraum dafür.

Zunächst stieg der Weg nur sanft an, talseitig passierten wir zu Beginn Streuobstwiesen, bald wurde der Weg beidseitig steiler und der Wind hatte so einige Bäume entwurzelt...

Talseitig hörten wir irgendwann Schafe blöken. Bie Buchen hatten gerade erst begonnen auszuschlagen, und ich konnte deshalb die Herde unten mit Tele gerade noch fotografieren. Den alten Pferdestall, wohin wir häufiger wandern, erkannte ich dort auch (Bild unten).

Wie steil dieser Berghang ist, das bezeugen zwei Wegkreuze zur Erinnerung an abgestürzte Kleinflugzeuge: ein Hubschrauber und ein britischer Militärflieger (RAF). Sie hatten sich zu tief gewagt, sagt Stu als ehemaliger ehrenamtlicher Fluglehrer (PPL).

Vom höchsten Punkt des Höhenzuges aus sah man durch die Bäume durch gerade noch das auf der Höhe jenseits des Menthales liegende Dorf Helmern. Wir wanderten von hier aus quer über das schmale Höhenplateau weiter zum "Wandererpilz" am Abstieg zum Totengrund.

Vor vielleicht 30 Jahren, wir wohnten erst ein paar Jahre hier, stand an dieser Stelle ein alter, leicht verrotteter Wanderpilz etwas abseits von dem damals schmaleren Wanderweg mitten im noch gesunden Fichtenwald. Ganz um diesen Schutzplatz herun wuchs ein geschlossener Kreis von prächtigen Fliegenpilzen, ein "Hexenring", wie diese seltene Formation genannt wird. Ich war damals fassungslos verzaubert von diesem völlig unerwartetem Anblick, den ich später auch nirgendwo sonst mehr sah.

Nun, heute sind die Fichten tot und weg, es wird demnach auch keine Fliegenpilze, keinen Zauber und keine Verzauberung mehr hier geben. Aber schönen Buchenwald :-)


Freitag, Juni 4, 2021

Erster Besuch von Teddy


Unsere Freunde Frank und Ulrike bekamen im Mai ihren Teddy. Er ist wie die verstorbene Rosie ein Bichon Frisee, und war 12 Wochen alt, als er uns zum ersten Mal besuchte.

Welpenschule fiel ja wegen Corona immer noch aus, also war es um so wichtiger, dass er andere Hunde kennen lernt und die Grundregeln angemessenen Verhaltens erfährt :-)

Ich glaube unsere Clara wirkte auf Teddy wie ein Sumo-Ringer auf uns. Jedenfalls suchte er nach Clara´s Annäherung lieber weiterhin Schutz unter Herrchen Franks Stuhl - zunächst!

Clara lockte ihn weiter geduldig auf die Spielwiese. Sie hatte beschlossen "Der wird mein Freund!" Teddy ließ sich vorsichtig-fröhlich darauf ein. :-)

Gut, als Bulldog spielt man mit einem Freund auf Bulldoggenart: Vollkörperkontakt wie z.B. ein Ringer. Teddy war das bald zu heftig, er suchte das Weite. Aber Clara war in Rumtobe-Stimmung. Teddy war zu zart dazu, das hatte er klar gemacht, also was tun?

Sie sah sich um und stürmte plötzlich auf Frank los. Erstens war der stark und zweitens gehörte er zu Teddy, also ein guter Teddy-Ersatz! Sie hatte zuvor noch nie mit Frank rumgebalgt. Ich war erstaunt und begeistert: welch kluge Lösung hatte Clara für sich gefunden, ihrer freudigen Teddy-Laune - "bulldogartig rumzumachen" - weiter zu frönen :-)

Stu nahm den abgedrängten Teddy auf den Arm. Clara verließ Frank sogleich und kam dazu, sie gönnte Teddy diese bevorzugte Position! Sie kam nur um festzustellen: "Lieber Stu, ich rieche er gehört zu Frank. Er ist unser Gast." ... und sie lief wieder zu Frank um ihn weiter vergnügt anzurempeln, bis Frank keine Lust mehr hatte. Also wandte sie sich wieder Teddy zu :-)

Erste Lektion: Haltung zeigen.

Zweite Lektion: Interesse zeigen. Dritte Lektion: Sympathie zeigen.

Frank füllte später auf die Terrasse eine Wasserschale für die Beiden: "Teddy liebt Wasser!" Wozu er Wasser nutzt, zeigte Teddy uns sofort und mit Leidenschaft: zum Verspritzen!

Clara ging gelassen auf Abstand: "Na, er ist noch ein Welpe. Er darf das." Ich meinte nur lakonisch: "Rüden sind so. Hündinnen benehmen sich gesitteter (in der Regel ;-)"


Dienstag, Juni 1, 2021

Die Altenau im Dorfverbund

"Stadt Lichtenau"


Reisen ist wegen der durch Corona bedingten Reisebeschränkungen kaum möglich. Das heißt für uns: weniger die Welt erkunden, aber um so mehr das direkte Umland.

Wir wohnen im Altenautal, und wir haben uns die Altenau im April und Mai einmal nicht nur spaziergangmäßig punktuell angesehen, was für ein Bach sie überhaupt ist: Hier der Link dazu. Seit einigen Jahren wird die früher überall begradigte und einmal gestaute Altenau zu unserer großen Freude renaturiert. Wen solch ein Prozess interessiert, hier ein weiterer Link.

Die Stadt Lichtenau investiert viel in Wegeausbau, Parks und Picknickplätze, in Dorfnähe sogar mit naturnahen Spielplätzen, um unsere Dörfer und das nahe Umland attraktiver für Familien und Naturfreunde zu machen.

Kürzlich wurden sogar einige neue Skulpturen als Wege- und Parkschmuck aufgestellt.

Bachaufwärts vor diesem Teich, dem ehemaligen Überlaufbecken, wurde die Altenau aus ihrem begradigtem Schnelllaufbett befreit und darf wieder meandrieren und so Lurchen, Kröten, Fröschen, Fischen und Wasservögeln wieder Heimat bieten.

Weiter bachabwärts vor unserem Nachbardorf Atteln, unweit des leider durch frühere Restaurierung mit und durch Beton verhunztem Steinkammergrabes befindet sich eine von Clara´s und meinen Lieblings-Uferstellen an einer alten Holzbrücke.

Die Füchsin (Fähe) mit Welpe beim Steinkammergrab ist aus unserer Sicht genau so wenig ein Highlight wie dieses Attelner Steinkammergrab selbst. Es gibt hier wirklich authentischere solcher Bronzezeitgräber, z.B. zwei Dörfer weiter bachaufwärts. Ich schrieb schon darüber, siehe Beitag von 8.8.2020.

Jedenfalls, hier im Tal leben viele Füchse, wir sehen gelegentlich mal einen im Gebüsch weghuschen. Clara schnuppert ihnen dann mit vibrierenden Nüstern nach, nicht mehr. Und diese künstlichen ignorierte sie völlig, sie wollte nur weiter zum Bachufer laufen.

Sie geht bei diesem kühlen Wetter noch nicht in einen sichtbar strudeligen oder stärker strömenden Bach. Hier zeigt sich wieder ihre vorsichtig abwägende Natur. Diese stille Stelle, in der sie den Grund sehen kann, ist ihr sehr recht :-)

Ich werde mit Clara über den wahrscheinlich heißen Sommer hin noch weiter die Altenau und ihre Nebenbäche erkunden. Dann gehe ich mit hinein, das macht Spaß :-)

Der wegen seiner natürlich belassenen bzgw. renaturierten Quellzuflüsse attraktivste Abschnitt der Altenau führt durch unser Dorf Henglarn.

Als wir vor 33 Jahren herzogen, war der Quellbereich um den Paddel(=Kröten)teich ein verwildertes Entenjagdgebiet. Nur an einem dieser Quelltöpfe und seinem sumpfigen Ablauf ist diese ursprüngliche Pflanzenwildnis erhalten geblieben.

Die Rotbauchunke sah ich damals noch häufig am Quellenufer, Salamander und Blindschleiche selten. Ich glaube inzwischen sind diese Tiere dort ausgestorben, denn im Laufe der Jahre versackerten die einzelnen Quellen, "Pötte" genannt, immer mehr.

Die Stadt Lichtenau investierte im Laufe der letzten paar Jahre viel, um durch tiefe Pumpen den Sommer über den "Paddel"(=Kröten)teich nicht völlig austrocknen zu lassen, die Kneippanlage wurde grunderneuert, der Spielplatz vergrößert, kurz gesagt gestaltete die Stadt mit dem Wasseramt einen sehr schönen kleinen Park mit der ursprünglichen Vegetation um dieses kleine, zum Naturschutzgebiet erklärte Quellgebiet herum.

Eine mannsgroße Rotmilanskulptur kam gerade zur Froschskulptur als Parkschmuck hinzu. Dieser Altenaupark ist sehr beliebt, wir treffen dort immer Menschen mit Kindern und/oder Hunden. Sie kommen oft auch auf dem Fahrrad auch aus den Nachbardörfern hier her.

Bachaufwärts mitten im übernächsten Dorf Husen gibt es noch eine sehr kleine, aber schöne Picknick- und Spielanlage direkt am Bachlauf.

Der Wanderweg von dort aus führt zunächst direkt am ziemlich steilen Ufer vorbei und wird von alten, skurrilen Bäumen gesäumt.

Oberhalb des Dorfes liegt am flach ansteigenden Hang eine als lebendiges Museum angelegte Streuobstwiese. Und neu sitzt ein Sperling am Zugang. Clara mag ihn nicht!

Stu geht gerne mit auf diese Wiese, da es hier für ihn als Rückenkranken reichlich Bänke gibt. Clara vergnügt sie alldieweil mit Rennrunden über die Wiese :-)

Ich pflückte hier das erste Wiesenschaumkraut des Jahres für die Salatsauce zum Abendessen :-)


Freitag, Mai 28, 2021

"Alles neu, macht der Mai" ;-)


Dieses Jahr zeigte der Mai noch April-Charakter: kühl und sehr wechselhaft. Die Obstbäume und auch der Raps blüten später als sonst. Nun, Clara und mir ist kühleres Wetter willkommen!

Der Weg auf dem naturgeschützten, steilen Nordhang und der auf dem flach abfallendem, landwirtschaftlich genutzten Südhang oberhalb unseres Heimatdorfes Henglarn sind unsere meist genutzten Spazierwege. Grün und Gelb beherrschten jetzt wieder das Ackerland. Clara und ich gehen diese beiden Wege auch gerne mal kurz noch abends, einfach um vor dem Dunkelwerden eine Brise erfrischenden Höhenwind zu genießen :-)

Auf dem Kamm des Nordhangs laufen wir bis zum Bildstock, einem guten Aussichtspunkt vor einem beeindruckendem, gewaltig knorrigen Baumungestüm. Es ist, wie gesagt, einer unserer Alltagswege, aber die Jahreszeiten, das Wetter und der "Zufall" lassen doch immer etwas Neues oder Überraschendes entdecken.

Auf dem Südhang, er ist Luftlinie nur wenige hundert Meter hinter unserem Haus, beherrschte in diesem Mai Gelb und der Rapsduft die Felder. Letztes Jahr grünte hier junger Roggen.

Der nur ganz sanft abfallende Südhang ist bedeckt von Feldern und Weiden. Dazwischen ziehen sich immer wieder schmale, regengeformte Senken. In diesen wachsen unbehindert von der Forstwirtschaft Bäume und Gebüsch.

Clara weiß, wer sich darin gerne versteckt: Rehe, Füchse, Waschbären... Es gibt hier aber auch aufdringlichere Zeitgenossen: ...

Die Wiesen und Weiden glänzen jetzt im Mai in gelber Löwenzahnpracht. Sie betonten das viel grellere Gelb der Rapsfelder neben sich noch zusätzlich.

Im Wald gab es außer ein paar Löwenzahnblüten an einzelnen Wegrändern kein Gelb; hier blüten die Wilden Kirschen sowie der Schwarzdorn in Weiß und Wilde Apfelbäume in Rosa.

Der Waldboden zeigte weiße, lila, blaue Blüteninseln aus von Hummeln und Bienen umsummten Taubnesseln und aus kurzstieligen anderen Nesseln und weiteren Bodendeckern. Welche Freude, wieder wilde Blumen zu sehen und ihren Duft zu riechen! Mitte Mai zeigten sich auch die ersten Galmeiveilchen auf den giftigen Schwermetallböden bei Blankenrode. Die weit verbreiteten, kleineren Waldveilchen blüten schon seit Anfang April.

Ab Muttertag wurde das Wetter wärmer, Clara genießt und durchstöbert, oder besser gesagt kontrolliert nun wieder ausgiebiger als den Winter über routinemäßig ihren Garten, ob alles in Ordnung ist. Und wenn sie nichts Ärgerliches entdecken kann, blafft sie wenigstens eine nach Würmern pickende Amsel an :-)

Einmal beobachtete ich sie dabei von oben aus dem Schlafzimmerfenster. Als ich sie rief, schaute sie mich an, machte aber keinerlei Anstalten zu mir hoch zu kommen. Sie erwartete, dass ich zu ihr runter kam. War ja noch keine Schlafenszeit ;-)


Dienstag, Mai 25, 2021

Im von uns so genannten Rabental


Ein Tal hinter Dalheim nennen wir das "Rabental", weil dort vor ein paar Jahren Kolkraben lebten. Als dann Waldarbeiter die "Holzernte" dort begannen, verzogen die Raben sich. Mich mit Frieda und Kosmo vertrieben sie damit auch.

Ende April und Anfang Mai ging ich mit Clara wieder mal dorthin um zu sehen, wie es da inzwischen ausschaut: Die mit Fichten bewachsene Hangseite war noch kahler als zuvor schon!

Unsere Spaziergänge beginnen so wie früher da, wo der das Tal durchfließende Bach, er heißt Piepenbach, den Wald hinter sich läßt und durch Wiesen und Weiden fließt, bis er vor dem alten Überlaufbecken der Altenau versickert.

Unweit hinter unserem Startpunkt liegt bachaufwärts ein Teich, der früher wegen der ihn umwuchernden und versteckenden Wildnnis sozusagen unsichtbar war. Nach diesem ganzen Bäumefällen sieht man ihn jetzt vom Weg aus. Und das ist schön für uns Naturfreunde und gefährlich für die Feuersalamander, deshalb dort am Teichrand das neue Hinweisschild.

Der Teich fließt ab ins Wiesental zur Klosteranlage Dalheim, die heute ein Veranstaltungsort mit Museum ist. Es gibt dort noch weitere Teiche, manche als Fischteiche aufgestaut. Auch zur Klosteranlage gehören einige, die aber schon länger leer gelaufen sind.

Clara und ich gingen in dem jetzt gelichteten Waldstreifen zum Bachufer. Bald wird dort allein schon wegen der dann hohen Brennesseln kein Durchkommen mehr sein.

Es war eine Freude fast wie in der Wildnis über Stock und Stein dem Bächlein bis zu seinem Beginn zu folgen. Es wurde bald zum Rinnsal und endete irgendwann in Schlamm. In seinen Anfängen scheint sich dieser Piepenbach nur aus Regenwasser zu generieren.

Clara war zufrieden mit diesen Ausflügen, und ich auch! Entfesseltes Toben über offene Wiesenflächen ist zwar ihre größte Leidenschaft, nun, das kann sie ja auch haben. Zum Beispiel Morgen :-)



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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LINK HIER! --- Auch in diesem Blog finden Sie wundervolle English Bulldogs fit for function :-)


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Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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