Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Mittwoch, Januar 13, 2021

Ein Hauch von Schnee


Der letzte Sonntag im Alten Jahr brachte mit stürmischem Wind einen Hauch von Schnee. Ich freue mich riesig und fuhr gleich morgens mit Clara in den etwa 30 Meter höher gelegenen Nebelwald, denn bei uns im Garten blieb keine Schneeflocke liegen.

Clara staunte und lauschte dem Sturm. Ich machte ein kleines Video, um diesen Sound einzufangen :-)

Clara beschloß sich weiter mit der Nase zu orientieren. Und ich hoffte auf eine Waldstelle mit ein wenig mehr Schnee - und fand sie auch im Meerhofer Wald nahebei.

Ich genoß diesen stürmigen Tag mit seinem Schneegestöber sehr - er war ein Energiebad. Clara hielt ihre Nase unterwegs gespannt, konzentriert und erwartungsfroh in den Wind hinein. Wir hofften auf mehr Schnee im Januar/Februar :-)


Sonntag, Januar 10, 2021

Winterliche Regenzeit


Bis auf einen einzigen Tag, an dem eine stürmische Kaltfront durchzog, war das Wetter im Dezember feucht und milde. Es nieselte manchen Tag lang. Die Sonne leuchtete immer nur mal kurz zwischenzeitlich auf, wie um zu zeigen, dass sie es noch kann :-)

Das Herbstgold hatte sich zu nassem Rostbraun entwickelt, dass von frischem Grün durchbrochen wurde. Auch das Moos leuchtete satt in frischem, nassen Grün an Baumstämmen und Wurzeln.

Die durch Corona bedingte Mobilitätseinschränkungen lenkten und hielten den Fokus auf das nahe Gelegene, im Sommer hinter dichtem Grün Versteckte - sowie auf das Kleine, auf Details. Erstaunliche Gebilde, Schönes und auch traurig Stimmendes sahen wir auf unseren Wegen.

Durch das nasse Wetter hatten sich einige Bäche und Lachen wieder gefüllt. Aber Füße naß machen, dazu sah Clara definitiv keine Veranlassung ;-)

An einem sonnigen Nachmittag "Zwischen den Jahren" fuhren wir einmal wieder zum Tierpark Willebadessen.

Der Park war voller Besucher. Geschätzt jedes 2. Paar hatte einen Hund dabei - dort herrscht Leinenpflicht, was ich gut fand, denn der Kontakt war manchmal stressig: Wir hörten Entschuldigungen wie "der ist noch jung, deshalb bellt er so doll", oder: "der ist aus dem Tierheim, der knurrt nur vor Angst". Clara blieb wie immer gelassen unaufdringlich, aber: circa jedes 2. Paar der Hundehalter hatte Hund UND (nicht an der Leine rumlaufende ;-) Kleinkinder dabei. Das war für Clara zu viel Krach und Unberechenbarkeit, sie hatte keine wirkliche Freude an diesem Ausflug und wir fuhren in unsere Wälder zurück.

Einmal an einem richtig warmen Tag begleitete uns Stu. Er ist herzkrank und darf sowie kann sich nicht mehr anstrengen. Er setzte sich in die Sonne auf eine Bank, um auf meine und Clara´s Rückkehr zu warten.

Aber Clara wollte nicht ohne ihn weiter! Ich bekam fragende und dann auch vorwurfsvolle Blicke von ihr, wie ich überhaupt auf so eine unsolidarische Idee kommen könnte! Also fuhren wir zurück nach Hause. Sie ist eine so liebevolle Seele :-)


Donnerstag, Januar 7, 2021

Feenhaar im Nebelwald


Auf einigen wenigen Totholzzweigen im Totengrund an unserem Dorfrand hatten sich Anfang Dezember nachts vereinzelt Eisfädenbündel gebildet, die sich trotz der mittäglichen Positivtemperaturen noch immer hielten.

Ich war nicht sicher, ob das Gespinst Eis oder Eis auf Pilzfasern war. Wikipedia bestätigte mir dann die zweite Vermutung. Es entsteht bei geringen Minusgraden durch das Wasser aus dem Totholz nach außen verdrängende Schlauchpilze.

Diese feinen Eisfäden sind so schön und so hauchzart, dass es fast nicht zu glauben ist. Dies Feenhaar, auch Engelshaar genannt, ist selten zu finden. Es ist das Vorbild des es aus Glasfasern imitierenden Tannenbaumschmuckes, den ich aus meiner Kindheit kenne.

Ungefähr 15 Kilometer weiter Richtung Ostens ins Hochsauerland hinein fanden wir abseits eines Forstweges einen ganzen Feenhaar-Märchenwald.

Nun, zuerst mußten wir durch ein Kahlschlaggebiet gehen. Es hatte ein paar Tage geregnet und dort waren die Furchen, welche die Trecker aufgerissen hatten, zugefroren. Clara untersuchte Gras und Laub am Boden genau. Sie roch sicherlich die Wildschweine, die hier mit ihren Rüsseln den weichen Matschboden des Waldweges aufgebrochen hatten.

Der leichte Nebel gab dem Wald die Unschärfe des Geheimnisvollen, und das Feenhaar den Charme des Zauberhaften. Ich konnte gar nicht aufhören diese feinen Eishaare aus der Nähe zu fotografieren. Hier einige Beispiele: Bild 1 * Bild 2 * Bild 3 * Bild 4

Clara war zuerst nur neugierig fasziniert. Bald übernahm sie meine Begeisterung - und versuchte mir die Eishaar-Nester immer häufiger mit Begeisterung vor der Kamera wegzuschlecken. Herrliches Spiel :-)

Clara liebt dieses Stiefeln durch das Unterholz sehr. Schöneres scheint es für sie kaum zu geben! Sie dreht hier wirklich durch, rennt und springt sicher über alles Totholz am Boden - und beißt mir in die Schuhe, um mich an ihrem Glück teilhaben zu lassen - wunderbar :-)


Montag, Januar 4, 2021, 2021

Abenteuer: Quer durchs Gelände


Nach den ersten Frosttagen wurde der Dezember bei uns zunehmend feucht und matschig. Der leere Bach im Totengrund war zwar immer noch leer, aber unter seiner Laubdecke versteckte sich vielfach Schlamm. Wir sahen dort reichlich Wilschweinspuren, gute Gelegenheit für diese sich zu suhlen!

Freundin Gaby begleitete Clara und mich einmal: Für Clara bedeutete das "Rudel beisammen halten!", tolle Sache !

Es ging über Stöcke, Steine und durch Matschmulden unterm Laub. Clara machte als geländesicherer "Scout" die Vorhut.

Blieb Gaby mal etwas weiter zurück, so machte sie kehrt um zu kontrollieren, ob mit ihr alles in Ordnung ist. Und dann wieder vor und an mir vorbei. Sie entschied sich immer für ein möglichst trittsicheres Wegstück, gut für uns Zweibeiner in ihrem Gefolge! Abseits der sicheren Wege fühlt sie sich als Wolfsabkömmling uns zu Recht überlegen - und somit verantwortlich!

Dieser Ausflug war ein Riesenspaß, auch für mich. Der glücklichen Clara sich immer wieder an Ästen festhaltend zu folgen ist bei meinem lädierten Rücken eine Herausforderung. Deshalb war es sicherer, dass Gaby dabei war.


Freitag, Januar 1, 2021

Haustiere, Berührung und COVID-19:

Warum unsere pelzigen Freunde

Lebensretter sind

Quelle: ScienceDaily (Dez. 1, 2020)


Lockdowns, Arbeitsplatzverluste und soziale Isolation waren die Markenzeichen des Jahres 2020, als COVID-19 die Welt fester in den Griff bekam, nicht nur Millionen Infizierte und eine steigende Zahl von Todesopfern hinterließ, sondern auch den Menschen den grundlegendsten Sinn verweigerte - Berührung.

In Ermangelung eines Kontakts von Mensch zu Mensch sind in Millionen von Haushalten weltweit Tiere für viele Menschen in die Bresche getreten und bieten den dringend benötigten Komfort durch Kuscheln, Streicheln und ständige körperliche Präsenz. Eine neue Studie, die von Forschern der University of South Australia veröffentlicht wurde, weist auf die lebensrettende Rolle hin, die Haustiere im Jahr 2020 gespielt haben, und warum Regierungen aufhorchen und aufmerksam werden müssen.

Das Papier des Journal of Behavioral Economics for Policy (JBEP) beschreibt, wie Haustiere in einer Zeit, in der der Kontakt zwischen Mensch und Mensch lebensgefährlich sein kann, eine entscheidende Rolle spielen. Die Hauptautorin Dr. Janette Young sagt, körperliche Berührung sei ein Gefühl, das für selbstverständlich gehalten - sogar übersehen - wurde, bis uns COVID-19 Anfang dieses Jahres besuchte. "In einem Jahr, in dem der menschlicher Kontakt so begrenzt war und den Menschen die Berührung entzogen wurde, waren die gesundheitlichen Auswirkungen auf unsere Lebensqualität enorm", sagt Dr. Young. "Um die Lücke der Einsamkeit zu schließen und einen Puffer gegen Stress zu schaffen, hat die Zahl der Menschen, die Hunde und Katzen während der Sperrung aus Tierheimen adoptieren, weltweit zugenommen. Die Züchter wurden ebenfalls überschwemmt, und die Nachfrage nach Welpen vervierfachte einige Wartelisten."

Die Ausgaben für Haustiere erreichten bereits ein Rekordniveau und lagen 2020 in Australien bei über 13 Milliarden US-Dollar und im Jahr 2020 weltweit bei 260 Milliarden US-Dollar. Dies müsste jedoch noch übertroffen werden. Schätzungen zufolge teilt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ihr Leben mit einem oder mehreren Haustieren. Über die gesundheitlichen Vorteile wurde vielfach berichtet, es liegen jedoch nur wenige Daten zu den spezifischen Vorteilen vor, die Haustiere für den Menschen in Bezug auf die Berührung bringen.

"Haustiere scheinen besonders wichtig zu sein, wenn Menschen sozial isoliert oder ausgeschlossen sind und Komfort, Kameradschaft und Selbstwertgefühl bieten", sagt Dr. Young. "Berührung ist ein unterbesetzter Sinn, aber vorhandene Beweise zeigen, dass sie für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit sowie für die Reduzierung des Spiegels des Stresshormons Cortisol im Körper von entscheidender Bedeutung ist. Es wird auch angenommen, dass Berührung für ältere Menschen als besonders wichtig sein kann, wenn andere Sinne in ihrer Leistung abnehmen. " In Interviews mit 32 Personen gaben mehr als 90 Prozent an, dass das Berühren ihrer Haustiere sie sowohl tröstete als auch entspannte - und die Haustiere schienen es auch zu brauchen. Beispiele für Hunde und Katzen, die ihre Besitzer berührten, wenn diese verzweifelt, traurig oder traumatisiert waren, wurden angeführt.

Viele Menschen verwiesen auf die angeborene Fähigkeit von Haustieren zu "wissen", wann sich ihre menschlichen Kollegen nicht gut fühlten, und sie ihnen physisch dann nahe kommen wollen. "Das Feedback, das wir erhalten haben, war, dass Haustiere selbst genauso viel Freude an der taktilen Interaktion zu haben scheinen wie Menschen", sagt Dr. Young.

Nicht nur Hunde und Katzen. Die Befragten erwähnten Vögel, Schafe, Pferde und sogar Reptilien, die sich gegenseitig berühren. "Tiere leben wie Menschen mit individuellen Interessen, Stilen und Vorlieben. Während Tiere kulturell nicht als 'menschlich' angesehen werden, werden sie immer noch als Individuen mit Vorlieben und Abneigungen angesehen. "In Zeiten von COVID-19, sozialer Distanzierung, plötzlichen Blockaden und gesellschaftlichen Umwälzungen sind unsere Haustiere möglicherweise die einzigen Lebewesen, die viele Menschen berühren und trösten können.

"Menschen haben ein angeborenes Bedürfnis sich mit anderen zu verbinden, aber ohne menschliche Berührung helfen Haustiere, diese Lücke zu füllen. Sie müssen daher aus politischer Sicht betrachtet werden, um einige der mentalen und physischen Stressfaktoren, die Menschen haben, abzumildern erleben während dieser Zeit. " Dr. Young sagt, Krankenhäuser, Hospize und Altenpflegeeinrichtungen sollten die Verbindungen von Haustieren zu Bewohnern fördern.

"Altenpflege in Wohnheimen muss noch den Wert von Mensch-Tier-Beziehungen erkennen. Hätten bei Anwendung der COVID-19-Beschränkungen mehr Haustiere mit ihren Besitzern in der Altenpflege gelebt, hätte dies den Menschen unermesslich helfen können", sagt sie.

Schmusen senkt den Blutdruck und entspannt das Herz :-)

Stu fand diese zum Thema passende Empfehlung im Netz :-))


Dienstag, Dezember 29, 2020

Happy New Year


Dieses Jahr 2020 endet nicht schlecht: Die Covid-19-Impfung ist da und Trump ist weg. Wir können für das Neue Jahr optimistisch sein, wenn wir uns nur selbst in die Pflicht nehmen.

Nun, was auch immer 2021 im Einzelnen bringen mag, auf alle Fälle wünschen wir :

Am Jahresende rekapituliert man gerne das letzte Jahr und auch weiter zurück. Clara ist erwachsen geworden! Ihre Züchterin Claudia Pagels schickte uns vor Kurzem eine Reihe Babyfotos von ihr, die wir noch nicht kannten. Sie sind wertvoll für uns, danke Claudia

Als letzten Beitrag des Jahres zeige ich jetzt endlich noch die restlichen Bilder von Alexandra Bombek´s Fotoserie von Ende Februar.

Kleine Anmerkung: Dieser Blog hat sich ein wenig zu einem "Clara-Tagebuch" entwickelt. Es gab so viel zu erzählen - oder auch allgemein zu informieren - dass ich diesen schon lange fertigen Beitrag immer wieder hinausschob. Aber ich meine, er muß noch gebracht werden, denn Alex´ Fotos sind einfach zu schön :-)

Clara ist eine sanfte, Küßchen gebende Schmuserin. Sie drückt sich nachts im Schlaf gerne an, rollt sich manchmal auf den Rücken... und schnarcht mal mehr, mal weniger :-)

Sie kann aber auch ganz anders, ihr Kampfhunderbe wie Vollkörpereinsatz - sich wenden schneller als man gucken kann - Arme, Hände und Beine bis hart an die Blauer-Fleck-Grenze gepackt halten - anspringen, dass man fast den Halt verliert...

Einmal am Tag müssen Stu oder ich an solchen Sportspielen mitmachen. Dann ist sie "unter Gleichen" und einfach happy :-) Zu solchem Spiel war sie aber bei Alexandras Besuch zu abgelenkt.

Ich schätze Alexandras Fotokunst sehr! Hier ihre Email Adesse, wenn Ihr sie für Fotos eures Hundes kontaktieren wollt :-)


Freitag, Dezember 25, 2020

Clara, Stuart und Cornelia wünschen Allen


Genießt Euer Zuhause, gutes Essen, geht spazieren, spielt mit Eurem Hund, erinnert Euch an alles, wofür ihr dankbar seid und denkt an alle Eure Lieben :-)
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Dienstag, Dezember 22, 2020

Winterbeginn


Nun ist Winter, er bescherte uns gestern zu seinem Beginn einen besonders prächtigen Sonnenuntergang. Aber der erster Frost erfreute uns schon gleich zu Monatsanfang.

Eine Zauberwelt von mit Kristalsäumen geschmückten Gräsern hatte sich nachts auf der kleinen Blankenroder Hochfläche bei den Bleikuhlen gebildet.

Märchenschöne Eiskristalle auf dieser der kalten Nachtluft ausgesetzten offenen Fläche und traumhaftes Engelshaar in baumgeschützten Flecken in der Nähe schmückten für drei Tage alles Kleine und Zarte in der Natur. Je nach Kristallisationskern bildeten sich flach gestapelte, strahlen- und sternartige oder auch verbackene Strukturen, wie zum Beispiel um Moos herum. Die Winternacht hatte diese Eisschönheiten ausgehaucht. Vielleicht war es auch Frau Holle.

Clara liebt diese offene Fläche sehr, auch wegen der so zum Überspringen aufrufenden Weglatten :-)

In Kälte läßt es sich auch viel ausgiebiger austoben als in allem anderen Wetter !

Clara und ich gingen noch ein wenig im angrenzenden Wald spazieren. Ein Wegstück roch ganz intensiv nach Waldmeister, da hatte ich nicht mehr mit gerechnet. Er sah wunderschön aus in seiner Glitzerpracht, die ihn antrocknete. Deshalb duftete er so stark.


Samstag, Dezember 19, 2020

Alles trocken...


Der November brachte kaum Regen. Die Altenau bei uns ist leer, der Dorfteich ist leer, sogar das Überlaufbecken der Altenau bei Husen ist leer. Dafür blühten Ende November vereinzelt noch Kornblumen. Clara schnupperte an allem noch Grünen nach Spuren, welchen auch immer. Das ist wichtig für sie, sich ein "Bild" des Geschehens vor Ort zu machen :-)

Die andere Medaillenseite des regenarmen Wetters: Spaziergänge waren eine trockene Unternehmung; die Wolken regneten sich nur selten aus.

Zur Insel im Becken gelangte ich erstmalig hin, denn sie war keine Insel mehr. Früher lebten hier ein Schwan und viele Enten. Inzwischen sind alle verschwunden...

Der Bach im Talgrund unseres derzeitigen Lieblingswalds im Totengrund war auch knochentrocken. Clara stöberte begeistert durch die von ihr selbst hochgewirbelten Blätter.

Sie liebt es - so wie ich - die Wege zu verlassen und durchs Gelände zu stöbern.

In Lichtungen flippt sie stets aus, rast Runden und zieht mich nach einer Weile, weil ich nicht mitrenne, fest an meinem Hosenbein: "lauf mit, das ist irre schön!" Sie kann sehr genau dosieren wie fest sie zieht: es war noch nie ein Riss in der Jeans. Wohl aber schafft sie es regelmäßig in solch einem Glücksrausch meine Schnürsenkel trotz Doppelknoten zu lösen - gute Feinmotorik, schmunzel ich dann :-)!

Zuhause überraschten mich, anders als dieses Jahr im Wald, immer wieder Pilze in feuchten Ecken. Clara findet sie nur untersuchenswert, wenn ich mich für eine Nahaufnahme hinkniee. Sie nimmt geduldig hin, dass ich eben manchmal "anders ticke", denn Pilze sind einfach langweilig, meint sie! Dann entscheidet sie: lieber ab in die Lieblingsecke und träumen :-)


Mittwoch, Dezember 16, 2020

Hunde und Wölfe sind gleich gut

in ihrer Zusammenarbeit

Quelle: ScienceDaily (Jan. 6, 2020)


Ein Forscherteam hat herausgefunden, dass Hunde und Wölfe gleichermaßen gut mit Partnern zusammenarbeiten können, um eine Belohnung zu erhalten. Bei Tests an Paaren derselben Art erwiesen sich Hunde und Wölfe als gleichermaßen erfolgreich und effizient bei der Lösung eines bestimmten Problems. Dieser Befund legt nahe, dass grundlegende Kooperationsfähigkeiten bei einem gemeinsamen Vorfahren von Hunden und Wölfen vorhanden waren und bei der Domestizierung nicht verloren gegangen sind.

Es wird geschätzt, dass Hunde vor 30.000 bis 40.000 Jahren domestiziert wurden und in dieser Zeit viele Veränderungen gegenüber ihren wilden Verwandten, den Wölfen, erfahren haben. In einer im Journal of Comparative Psychology veröffentlichten Studie testeten die Forscher Hunde und Wölfe auf ihre Fähigkeit, ihre Handlungen mit einem Partner derselben Art zu koordinieren, um Belohnungen zu erhalten. Die Wölfe in der Studie stammten aus dem Tierpark Petersberg und dem Wolfcenter Dörverden (Siehe Beitrag vom 22. November 2017). Die Forscher des Max-Planck-Instituts für die Wissenschaft der Menschheitsgeschichte, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und weitere Kollegen stellten fest, dass Hunde und Wölfe bei dieser Aufgabe gleich gut abschnitten, was darauf hindeutet, dass diese Fähigkeit vor der Domestizierung von Hunden in einem gemeinsamen Vorfahr vorhanden war.

Die Forscher gehen davon aus, dass Hunde, die speziell aufgrund ihrer Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Menschen ausgewählt wurden, möglicherweise eine noch höhere Erfolgsquote haben, wenn Menschen der Kooperationspartner sind.

Das Testszenario: Große Beute jagen

Um die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu testen, erstellten die Forscher ein Testszenario, das eine Jagdsituation nachahmen sollte, in der mehrere Tiere versuchten, einen größeren Pflanzenfresser wie einen Elch oder eine andere gehörnte Beute zu töten. Das Konzept war, dass in freier Wildbahn eines der Tiere die Aufmerksamkeit - und die gefährlichen Hörner - der potenziellen Beute auf sich ziehen musste, damit das andere von hinten angreifen und die Beute stürzen konnte. Daher musste das Tier, das bei der Jagd das größte Risiko einging, auch darauf vertrauen, dass es am Ende einen Teil der Belohnung erhalten würde. Die Testapparatur umfasste eine Barriere, die die Teilnehmer von einer Lebensmittelbelohnung trennte, mit zwei Öffnungen an gegenüberliegenden Enden, die von einem Forscher kontrolliert wurden. Wenn sich das erste Tier einer Öffnung näherte, schloss sich die Tür vor dem Öffnen, während die gegenüberliegende Tür offen blieb, sodass der Partner zuerst eintreten und auf das Futter zugreifen konnte. Die Tür blieb dann offen, so dass andere Tiere eintreten konnten. Daher mussten die Tiere auf zwei Arten zusammenarbeiten - zuerst indem sie sich an entgegengesetzten Enden der Barriere positionierten und dann ihre Annäherungen an die Barriere zeitlich festlegten und koordinierten.

Die Forscher fanden heraus, dass die Hunde und Wölfe gleichermaßen erfolgreich waren und durchschnittlich drei von vier Versuchen bestanden. "Hunde wurden von Wölfen bei der Koordinierung ihrer Aktionen, der Häufigkeit des Erfolgs oder der Dauer der Aufgabe nicht übertroffen", erklärt Juliane Bräuer vom Max-Planck-Institut für Wissenschaft der Menschheitsgeschichte, Hauptautorin der Studie und Leiterin der DogStudies-Gruppe am Institut. "Dies ist etwas überraschend, da es den jüngsten Erkenntnissen anderer Forscher im Zusammenhang mit komplexeren Kooperationsaufgaben von Hunden und Wölfen widerspricht." Die Forscher nehmen an, dass dies auf die einfache Art der Aufgabe in der vorliegenden Studie zurückzuführen sein könnte, für die möglicherweise nur grundlegende Fähigkeiten zur Zusammenarbeit erforderlich sind.

Das Teilen von Nahrungsmitteln hängt von der Dynamik des Paares ab, nicht von der Art

Nach dem Lösen des Tests teilten die Paare im Allgemeinen die Essensbelohnung, aber das Teilen war wahrscheinlicher, wenn das dominierende Mitglied des Paares das zweite war, das zur Belohnung kam. "Die Wahrscheinlichkeit einer gemeinsamen Fütterung während erfolgreicher Versuche war höher, als die Dominanten sozusagen das Risiko eingingen, sich zuerst zu bewegen und die geschlossene Tür zu ziehen, weil ihr höherer Rang ihnen eine höhere Chance gab, ihren Anteil trotzdem zu bekommen, selbst wenn sie es taten." wenige Sekunden nach dem Untergebenen auf die Essensbelohnung zugegriffen ", erklärt Bräuer. Während die Forscher die Zusammenarbeit testen wollten, stellte sich heraus, dass der Wettbewerb innerhalb des Paares ebenfalls ein Faktor war.

Interessanterweise schienen sich Hunde und Wölfe darin zu unterscheiden, welches Tier in dem Paar bereit war, sich zuerst zu bewegen, die geschlossene Tür zu ziehen und somit hinter dem Futter an zweiter Stelle zu stehen. Dominante Wölfe schienen eher bereit zu sein, diese Aufgabe im Allgemeinen zu übernehmen als dominante Hunde, und dies umso häufiger, je öfter das Paar Futter teilte. Dominante Hunde hingegen scheinen es anscheinend vorzuziehen, darauf zu warten, dass ihr Partner die geschlossene Tür zieht. Wie zu erwarten war, war es umso wahrscheinlicher, dass sich das untergeordnete Mitglied des Paares zuerst bewegte und die geschlossene Tür zog, je öfter Hunde Futter teilten.

Eine komplexere Zusammenarbeit muss noch untersucht werden

Die Forscher weisen darauf hin, dass die in der vorliegenden Studie gezeigte Art der Koordination zwar auf einfacheren Mechanismen als auf einer vollständigen, bewussten Zusammenarbeit beruht, uns jedoch darüber informieren kann, wie sich das kooperative Verhalten während des Domestizierungsprozesses möglicherweise geändert hat oder nicht. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fähigkeiten zur Koordinierung von Aktionen bereits beim Vorfahren der Hundewölfe vorhanden waren", bemerkt Bräuer. "In zukünftigen Studien wäre es interessant sich auf die Frage zu konzentrieren, wie genau Faktoren wie soziale Dynamik, Lebensbedingungen, Art der Aufgabe und möglicherweise auch Rassenunterschiede das kooperative Verhalten von Hunden und Wölfen beeinflussen."

FOTOS: Drei von Clara´s Wurfbrüdern; E-Wurf "vom Urstromtal" - Claudia Pagels. Ihr 4. Bruder ist hell wie sie: LINK HIER

EIN YOUTUBE-TIPP: ARTE brachte unlängst eine einstündige, ganz gute Doku heraus
"VOM WOLF ZU UNSEREM BESTEN FREUND - WIE DER HUND DIE WELT EROBERTE",
Link hier!

Von spätestens der Jüngeren Steinzeit bis heute sind Mensch und Hund ein Gespann. Dies war und ist möglich, weil der Hund auch genetisch an die jeweiligen menschlichen Kulturgedingungen so höchst anpassungsfähig war und ist. Heutzutage spielt weniger die Jagd- oder sonstige Arbeit des Hundes die Hauptrolle, sondern seine soziale, emotionale Bindungsfähigkeit - oder auch Bindungsbedürfnis - an uns Menschen. Und umgekehrt :-)



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'


Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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