Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Montag, März 30, 2020

Heute freut sich Gastbloggerin Zsuzsa Feldenkirchen

Sherlock: "Ich bin 9 Jahre alt geworden."


Liebe Bulldogfreunde nah und fern, liebe Cornelia!
Ich, der Sherlock (geborener Jamiroquai vom Georgshof, am 22.Maerz 2o11) bin heute stolze 9 Jahre alt geworden.

Mir geht gut, ich habe (bisher mindestens) keine gesundheitlichen Problemen, kurz: ich bin fitt wie ein Turnschuh! Mir würde sehr interessieren, wie es meinem Geschwister geht? Ich habe leider längere Zeit gar nichts über sie gehört.

Cornelia: "Sherlock, deinem Wurfbruder Joker geht es echt gut. Er hat immer noch das Sagen seinen beiden jüngeren Hausgenossen, Keeper und Don, gegenüber! - Von deinen anderen Geschwistern habe ich auch nichts gehört... So ist das leider oft. Lieber Sherlock, du bist eben ein besonders liebenswürdiger Junge :-) UND: HAPPY BIRTHDAY FOR YOU!!!"

Sonst ist bei uns alles beim Alten: die Csöpke geht auf meinen Nerven rum, mit ihr kann hund nichts machen, die will nur fressen und schlafen, und das wieder von vorne. (Na gut, ich bin ungerecht, weil sie grosse Schmerzen hat wegen ihrer Arthrose. An schlechten Tagen kann sie kaum noch gehen.)

Jetzt sind die Tage für mich einwenig langweilig geworden, weil Frauchen - zwar ist sie zu Hause - aber sie geht immer allein mit mir spazieren und nur in den Wald. Sie spricht immer von irgendwelchen Viren, was sehr gefährlich sei. Aber ich finde, im Dorf ist es viel interessanter: da findet hund Kumpane, Schulkinder, die mich lieben und immer streichen wollen (ich mag es sehr-sehr). All dass gibt es nicht, seit Wochen. Als wäre das nicht genug, mein Harem ist auch ziemlich leer: die Hundedamen von Frauchens Sohn dürfen auch nicht kommen. Wobei, das war lustig im Winter, als sie lange Zeit bei uns waren. Wir haben soviel gespielt, toll war das! Na ja das Bulldogge leben ist hart, aber ich bin es auch im Nehmen.

Frauchen liest mir immer vor, wie die tolle Bulldog-Dame Clara geworden ist : schick-schick. Sie gefällt mir sehr, sowas darf ich doch sagen, oder?

Habt ich schon mal meine Geburtstagstorte angeschaut? Schmeckt köstlich, und ausnahmsweise darf ich so viel essen, wie ich will! Na gut, ein kleines Stückchen lasse ich übrig für die Nervensaegerin, sonst im Monat Mai, wenn sie 1o Jahre alt wird, gibt sie mir keines ab.

Ich habe ein paar schöne Fotos von mir als Welpe, als junger Kraftsprotz und als eleganter alternder Hundeherr rausgesucht. Oder guckt auch mal in mein Archiv!

Seid munter und gesund, haltet Abstand und passt gut auf Euch! Sherlock


Donnerstag, März 26, 2020

Bulldogweisheit: "Alles geht vorbei !"

und Corona-Galgenhumor


Sat1: Frühstücken mit Kurz, (3.2.2020). Quelle: "Heute", Österreich
Den Bericht habe ich auf die zwei Fotos gekürzt, der Bulldog-Weisheit wegen ;-)

Die Bulldogge heißt Lotte und gehört dem SAT1-Kameramann Stefan Pulvermüller. Mehr über Lotte im Beitrag vom Samstag, Februar 9, 2008, zu dem Sie weit runter scrollen müssen. Lotte ist jetzt 12 Jahre alt. Glückwunsch liebe Lotte :-)

NACHTRAG: Christian Schmadtke mailte uns gerade einen Link, in dem der Tod von Lotte bekannt gegeben wird (16.3.2020). Der Auftritt oben war einer ihrer letzten. Lotte war eine wundervolle, so ganz typische Bulldogge, die von allen geliebt wurde. Wir drücken ihrem Besitzer, Stefan Pulvermüller, unser tiefes Mitgefühl aus.

Die Coronavirus Pandemie - Covid19

Hoffen wir, dass diese Zeit der Gefährdung und des "Social Distancing" bald vorbei ist.

Gut, dass die Menschen Humor entwickeln, und sei es Galgenhumor! Neben den Klopapierwitzen kursieren im Netz auch viele Witze über das notwendige Gassigehen, dieser gefällt mir besonders gut ;-)))

Ihr lieben Freunde, seid wachsam, geduldig und handelt bedacht. Auch leichte Covid-19 Fälle lassen verklebte Lungenbläschen zurück... Und wer immer noch rauchen sollte, ja wem diese Pandemie kein Grund ist, es zu lassen, nun, dem ist nicht mehr zu helfen. Ansonsten: vertragt Euch mit Euch selbst und mit Anderen. Das hilft :-)

Wir wohnen in einem kleinen Dorf, das ist ein Glück in dieser Zeit der räumlichen Distanzsuche, denn hier ist dies leichter zu realisieren. Ich gehe mit Clara nur noch einsame Wege, und die Hundeschule lassen wir zur Zeit. Zum Ausgleich wird mehr mit Clara rumgebalgt - und häufiger telefoniert und das Internet genutzt :-)


Montag, März 23, 2020

Winter, auf Wiedersehen !


Dieser Winter war lau, ich fand das traurig. Im Januar war eine hauchdünne Schneedecke für 3 Tage und im Februar für anderthalb Tage alles, was Clara und ich von ihm hatten. Und das auch nur im circa 10 km weiter, aber 50 Meter höher gelegenem Dorf Blankenrode. Ansonsten dominierten Stürme das Winterende.

Dieser eine Schneetag am Ende des Februar war etwas kalt, und deshalb hatte ich Clara vorm Losfahren Frieda´s wattiertes Mäntelchen übergezogen.

Sie rannte vom Wander-Parkplatz aus schnurstraks vielleicht 100 Meter durch den Matschweg, den Waldarbeiter mit ihrem schweren Gerät geschaffen hatten, bis sie in den unberührten Schnee kam. Wie ich sehr schnell merkte, hatte sie ein spezielles Vorhaben dabei im Kopf, und das war nicht Schneespielen!

Und dann ging es los:

Im schön sauberem Schnee - Matsch mag sie nämlich nicht, ist ihr zu naß - wälzte sie sich nur noch rum, um dieses Mäntelchen los zu werden. Sie hasste es, so wie schon den Body nach ihrer Kastration! Ich hätte es mir eigentlich denken können, denn allein schon wie lustlos sie darin rumguckte, als wir ins Auto stiegen wollten um nach Blankenrode loszufahren...

Durch ihre wild entschlossene Beharrlichkeit schaffte sie es schließlich ihre Vorderbeine daraus zu befreien - klar, da zog ich es ihr (aus ihrer Sicht endlich) ganz aus. Welch dankbaren Blick schenkte sie mir!

In der Folgenacht schneite es sogar leicht in unserem Dorf, und am Morgen machte Stu schnell ein paar Fotos im Garten, denn bis Mittag würde aller Schnee bei diesen Positivgraden getaut sein... auch auf dem Höhenweg oberhalb unseres Hauses, wie wir auf unserer Mittagsrunde sahen... Aber Clara liebt auch Tauwasser :-)

Claras Autositz war in diesem Winter immer wieder neu verdreckt, denn Schlammpfoten waren die Regel! Es gab nur wenige Frostnächte, die Boden- und Wassersenken bis Mittag festgefroren und ihre Pfoten somit sauber hielten.

Ihre bevorzugte Spiel- und Rennwiese geriet über die Winterwochen zu ihrem Staunen immer mehr unter Wasser. Und zu unserer Freude führte der sonst immer ausgetrocknete Menbach im Februar Regenwasser ab in die Altenau. Dort ist 3 km hinterm Dorfende eine unserer Lieblingsecken. Dies noch streckenweise wilde hintere Menthal läßt mich mit seiner bemossten, einsam stehenden alten Bank an Bilder der Romantik denken.

Dann gab es noch nächtliche Gewitterstürme und Hagelschauern. Clara bellte warnend, als das Gebälk vom Haus mal knarrte, sonst blieb sie wie auch schon bei der Silvesterknallerei völlig ruhig. Nur die Hagelkörner fand sie am Morgen befremdlich ;-)

Dieser Winter ließ vermissen, was ich an Wintern so liebe: Licht und Schnee.

Trotzdem hatten wir drei Savorys Freude: Das viele Wasser - ohne die sommerlichen Mücken - war auch sehr schön. Und ab jetzt werden die Tage wieder länger als die Nächte! Unsere Clara ist voller Energie, der Winterschlaf ist vorbei :-)


Donnerstag, März 19, 2020

Der alten Römer Schrecken


Wie viele von Euch wissen, wohnen wir hier am Rande des Teutoburger Waldes dort, wo einst Hermann der Cherusker (von den Römern Arminius genannt) mit seinen Stammeskriegern die Römer unter ihrem Feldherrn Varus vernichtend schlug.

Wikipedia: "In der Varusschlacht (auch Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht, von römischen Schriftstellern als clades Variana, als „Varusniederlage“ bezeichnet) in der zweiten Hälfte des Jahres 9 n.Chr. erlitten drei römische Legionen samt Hilfstruppen und Tross unter Publius Quinctilius Varus in Germanien eine vernichtende Niederlage gegen ein germanisches Heer unter Führung des Arminius („Hermann“), eines Fürsten der Cherusker.
Die Schlacht, in der ein Achtel des Gesamtheeres des Römischen Reiches vernichtet wurde, leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens bis zur Elbe (Fluvius Albis) zu einer Provinz des Römischen Reiches zu machen (Augusteische Germanenkriege). Sie gehört daher zu den wichtigsten Ereignissen in der Geschichte der Römer in Germanien und der Entwicklung Germaniens."

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Sein Sieg war möglich, da er eine Art Guerillakampf in unwegsamem Gelände führte. Die Römer kannten nur die offene Feldschlacht.

Cassius Dio, Geschichtsschreiber und Römischer Konsul um 205 n.Ch.: „Denn das Gebirge war voller Schluchten und Unebenheiten, und die Bäume standen so dicht und waren so übergroß, dass die Römer auch schon ehe die Feinde über sie herfielen, sich, wo nötig, abmühten, die Bäume zu fällen, Wege zu bahnen und Dämme zu bauen. Und wenn dazu noch Regen und Sturm kam, zerstreuten sie sich noch weiter. Der Boden aber, schlüpfrig geworden um die Wurzeln und Baumstümpfe, machte sie ganz unsicher beim Gehen, und die Kronen der Bäume, abgebrochen und herabgestürzt, brachten sie in Verwirrung. […] [Da] umstellten die Germanen sie plötzlich von überall her gleichzeitig durch das Dickicht hindurch, da sie ja die Pfade kannten, und zwar schossen sie zuerst von fern, dann aber, als sich keiner wehrte, doch viele verwundet wurden, gingen sie auf sie los. Es war unmöglich, 1. in irgendeiner Ordnung zu marschieren […], 2. konnten sie sich auch nur schwer zusammenscharen, und waren Schar für Schar immer weniger als die Angreifer, […] Daher schlossen sie die Römer mühelos ein und machten sie nieder, so dass Varus und die Angesehensten aus Furcht, gefangen genommen oder getötet zu werden – denn verwundet waren sie schon – sich zu einer furchtbaren, aber notwendigen Tat entschlossen. Sie töteten sich selbst. Als dies bekannt wurde, wehrte sich auch keiner mehr, auch wenn er noch kräftig war, sondern die einen taten es ihrem Anführer nach, die anderen warfen die Waffen weg und überließen sich dem, der sie töten wollte. Denn fliehen konnte keiner, wenn er es auch noch so gerne wollte.“
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Dieser so nasse und warme Winter 2019/20 ließ mich an diese Schlacht denken, denn unsere Wälder hier können sich dort, wo man sie läßt, auch heute noch als sumpfige Wildnis zeigen, durch die man kaum durchkommt.

In den oft nur kurzen Regenpausen zog ich mit Clara los, frisches Regenwasser schmeckt ihr! Ich dachte, wenn das überall hier im Wald damals so ähnlich aussah, dann war es kein Wunder, dass das Römische Heer hilflos unterging.

Ich selbst schlug mich oft gebückt mit ihr durchs Unterholz. Zunächst folgte sie mir, später ich ihr ;-) Kleines Abenteuer für uns beide, freute ich mich :-) Clara und mir gefiel diese kleine Wildnis so sehr, dass wir wieder und wieder hier spazierten und explorierten.

Am Rande unseres Dorfes Henglarn, 12 km von diesem Wald entfernt, soll sich im Januar morgens früh in der Dunkelheit einmal ein Wolf mit glühenden Augen gezeigt haben - wenn es denn stimmt. Ich halte diese Behauptung viel wahrscheinlicher für einen Angstreflex des frühen Joggers...

Ein Wolf würde aber in diesen Wald passen :-) Wölfe sind schlau und scheu, ich befürchte wirklich nicht von einem gefressen zu werden - (eher umgekehrt :-) Und Clara würde wie stets auf Zuruf zu mir kommen - auch wenn sie lieber unterwürfig und höflichst um Freundschaft anfragen würde, so wie ich sie kenne ;-)

Ganz heimlich wünsche ich mir sogar einmal eine Wolfssichtung - wenn auch nicht hautnah. Ich würde ihn nicht verraten!


Samstag, März 16, 2020

Clara wurde kastriert -

was meint Kastration genau?


Es herrscht insbesondere bei Laien oft eine Verwirrung der Begriffe Kastration und Sterilisation sowie der Fakten dahinter. Deshalb zunächst eine Klarstellung:

Kastration:

Es werden bei Hündin und Rüde die Keimdrüsen entfernt, das heißt die Eierstöcke bzw. die Hoden.

Nicht entfernt wird eine gesunde Gebärmutter bzw. gesunde Prostata!
Schlagen Tierärzte eine gleichzeitige Mitentfernung dieser Organe vor, so ist das Profitgier oder Ahnungslosigkeit:

Die Mitentfernung einer gesunden Gebärmutter bedeutet ein deutlich größeres OP-Risiko, und zusätzlich besteht danach eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Hündin früher oder später inkontinent wird, da das ganze Muskelzusammenspiel in der Scheide verändert ist.

Verbleibt die Gebärmutter in der Hündin, dann atrophiert sie, das heißt sie verkleinert sich im Laufe der Jahre, weil sie nicht mehr hormonabhängig zyklischen Veränderungen unterworfen ist. Sie ist deshalb auch nicht mehr krebs- oder entzündungsgefährdet als jedes andere Organ der Hündin.

Die Mitentfernung einer gesunden Prostata ist genau so unsinnig. Bei fast allen unkastrierten Rüden vergrößert sich die Prostata mit zunehmendem Alter, nicht aber bei kastrierten, da dafür das in den Hoden produzierte Testosteron verantwortlich ist. Deshalb wird bei Prostataproblemen in der Regel kastriert, also die Hoden als Verursacher entfernt.


Sterilisation:

Die Eierstöcke bzw. Hoden werden nicht entfernt, sondern nur deren Leiter in die Gebärmutter bzw. in den Penis unterbunden.

Der Sexualtrieb bleibt somit erhalten, und die diesen steuernden Hormone mit allen Wirkungen und Nebenwirkungen ebenso.

Ebenso bleibt der im Vergleich zu kastrieren Hunden höhere Stoffwechsel-Grundumsatz erhalten. Sterilisierte Hunde neigen deshalb weniger zu Gewichtszunahme als die kastrierten.

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Eine Hündin sollte immer in ihrer Zyklusmitte kastriert werden, also wenn die alten Schleimhäute abgebaut und die neuen für den nächten Fruchtbarkeits-Zyklus noch nicht aufgebaut sind. Das heißt ein schon natürlich gegebener hormoneller Produktions-Tiefstand ist der den Körper am wenigsten irritierende Zeitpunkt für die Kastration.

Mitte Januar war bei unserer Clara nach ihrer 2. Läufigkeit die Zyklusmitte: ihre Zitzen waren entsprechend ganz zurückgebildet, wie auf dem Bild zu sehen.

Und mental war sie nun erwachsen. Ihre Welpen-Schüchternheit hatte sich zu einer zurückhaltenden Freundlichkeit entwickelt :-) Sie war sich über ihre Erwachsenenrolle im Klaren!

Naja, ein klein wenig nervös ist man als Besitzer wohl immer, wenn der Hund operiert wird. Kim Söhl, der Sohn unseres verstorbenen Tierarztes und Freundes Peter Söhl operierte sie.

Er ist jetzt der Tierarzt unseres Vertrauens :-) Nach zwei Stunden konnten wir Clara bei ihm abholen. Es ging ihr gut - bis sie sicherheitshalber einen Body angezogen bekam...

Ich schlief bei ihr unten im Fernsehzimmer, wir wollten sie noch keine Treppe steigen lassen.... Nun, wir beide schliefen so gut wie gar nicht! Clara rutschte ständig rum und sprang vom Bett, bevor ich eingreifen konnte. Da nahm ich sie an die kurze Leine und zog das Ende um mein Handgelenk... jetzt tat sie so, als müßte sie ständig pinkeln, also ich mit ihr immer wieder in den Garten raus... Aber nichts mit Pinkeln, sie zog mich zu jedem Baum und Zaunpfahl, um sich den Rücken zu reiben... der Body hing schließlich um ihre Hinterbeine rum....

Am nächsten Morgen wieder zu Kim Söhl: sie bekam ein Aqua-Pflaster aus Plastik und der Body verschwnd in der Ecke. Die Wunde sah gut aus, also verzichteten wir auf alles weitere, zumal auch Clara trotz ihres etwas längeren Rückens nicht mit der Zunge an die Wunde heran reicht.

Clara fühlte sich wie aus einer Zwangsjacke befreit! Beim Spaziergang und Zuhause ließen wir sie selbst entscheiden, ob sie Schonung braucht. Ihre Entscheidung war glasklar: "Ich bewege mich wie immer!" Das bedeutete, dass wir auf dem Rückweg von Kim Söhl einen schönen Spaziergang bei Sonne und klarer Kälte machten. Und wir alle Drei hatten eine ruhige Nacht im großen Schlafzimmerbett vor uns. Herrlich :-)

Toll, dass der Bulldog solch eine robuste Natur hat :-)


Donnerstag, März 12, 2020

Östrogen fördert Krebsentstehung und

hemmt zugleich einen Krebsfortschritt

Quelle: ScienceDaily (Nov. 1, 2019)


Neueren Forschungen zufolge ist die Rolle von Östrogen bei Brustkrebs bei Hündinnen komplexer als bisher angenommen. Die nuancierten Ergebnisse könnten erklären, warum Hündinnen, die in jungen Jahren kastriert wurden, mit größerer Wahrscheinlichkeit aggressivere Krebsarten entwickeln, so das Team.

Hündinnen, die in jungen Jahren kastriert werden, haben ein geringeres Risiko Brusttumore (Mammatumore) zu entwickeln. Frühe Kastration reduziert die Östrogenproduktion, was viele Tierärzte und Wissenschaftler dazu veranlasst, Östrogen bei Brustkrebs in ein negatives Licht zu rücken.

Laut einer neuen Studie, die von Forschern der Penn's School of Veterinary Medicine durchgeführt wurde, sind die Auswirkungen von Östrogen auf das Krebsrisiko bei Hündinnen jedoch nicht einfach. Zwar ist klar, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, bei kastrierenden Hündinnen sehr gering ist, doch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass diese Praxis das Risiko für aggressivere Krebsarten erhöhen könnte. Und bei kastrierten Tieren mit Mammatumoren stellte das Team fest, dass höhere Östrogenspiegel im Serum tatsächlich schützend waren, mit längeren Metastasierungszeiten und verbesserten Überlebenszeiten einhergingen.

Trotz des Zusammenhangs von Östrogen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Brusttumoren stellten die Forscher fest, dass höhere Östrogenspiegel im Serum auch Hündinnen helfen, einige der riskantesten Aspekte ihrer Krankheit zu vermeiden. Unerwarteterweise dauerte die Entwicklung einer metastasierenden Erkrankung bei Hündinnen mit Östrogenrezeptor-positiven Tumoren, bei denen die Tumoren entfernt wurden, länger als bei Hunden mit niedrigeren Östrogenspiegeln.

Sorenmo spekuliert, dass in diesen Fällen die Wirkung von Östrogen nuanciert werden könnte. "Es treibt den Krebs an, aber es scheint ihn auch zu kontrollieren oder zu modulieren, um ihn einzudämmen", sagt sie, weil die meisten Hunde mit hohen Östrogenspiegeln niedriggradige und Östrogenrezeptor-positive Tumoren aufwiesen. Dies bestätigt, dass sie durch kastrationsbedingten Hormonmangel gefährdeter waren.

Die Schutzfunktion von Östrogen war auch bei Hündinnen mit Östrogenrezeptor-negativen Brusttumoren überraschend ausgeprägt. Bei diesen Krebsarten mit höherem Risiko war hohes Serumöstrogen mit verzögerter oder fehlender Metastasierung verbunden. Ergänzend zu diesen Erkenntnissen und zur Unterstützung eines potenziell breiteren, von Tumorrezeptoren unabhängigen, durch Östrogen getriebenen Antikrebseffekts hatten Hündinnen mit niedrigem Serumöstrogen ein signifikant erhöhtes Risiko, während ihrer Nachsorge nach einer Brusttumoroperation andere, nicht-mammäre aggressive tödliche Tumoren wie Hämangiosarkome zu entwickeln .

Einige der Ergebnisse widersprechen dem, was bei Frauen mit Brustkrebs festgestellt wurde. Zum Beispiel wurden höhere Östrogenspiegel im Serum bei Frauen nach einer Brustkrebstherapie mit höheren Rezidivraten in Verbindung gebracht. Sorenmo stellt jedoch auch fest, dass viele Brustkrebsfälle bei Frauen unmittelbar nach den Wechseljahren auftreten, wenn der Östrogenspiegel sinkt. Es kann also auch eine komplexere Rolle für Östrogen beim Krebsrisiko von Menschen geben.

Die Arbeit zeigt neue Möglichkeiten zur Untersuchung der Rolle von Östrogen bei der Krebsentstehung und -progression auf. Sorenmo und Kollegen, darunter Susan Volk von Penn Vet und Ellen Puré, untersuchen bereits, wie sich das Hormon auf die Tumor-Mikroumgebung auswirkt. Dabei handelt es sich um Zellen, die selbst nicht krebsartig sind, aber möglicherweise das Wachstum und die Ausbreitung eines Tumors hemmen oder fördern.

"Ich denke, diese Studie wirft einige wirklich komplizierte Fragen auf", sagt Sorenmo. "Wenn wir genau untersuchen, was Östrogen tut, mit welchen Genen oder Immunzellen es interagiert, können wir die Kraft von Östrogen nutzen, um unsere Behandlungsstrategien cleverer zu gestalten."

Zur Komplexität der Wirkungsweisen von Östrogen siehe auch Beitrag vom 13. März 2019.
Zitat daraus:

"Es ist heute Alltagswissen, dass bei unkastrierten Hündinnen eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit besteht an Brustdrüsenkrebs zu sterben. Weniger bekannt ist, dass dies nicht für alle unkastrierten Hündinnen gilt, sondern nur für solche, die zu ausgeprägten Scheinschwangerschaften neigen."


Montag, März 9, 2020

Die virtuelle und die faktische Leine


Die virtuelle Leine ist für all unsere Bulldogs zwingender gewesen als die faktische. Clara nimmt sie auch sehr ernst, meint aber, wir täten es nicht genug: sie erinnert Stu und mich immer wieder durch strengen Blick, Hin- und Herlaufen oder im Notfall durch Anstupsen daran, nah bei einander zu bleiben :-)

Gelegentlich spazieren Stu und ich ja gemeinsam mit ihr, dann ist das anstrengend, meint sie: Entweder bleibt einer von uns zum Fotografieren oder wegen eines Päuschens auf einer Bank zurück. Und sie muß wieder für angemessenes Rudel-Beieinandersein sorgen - und das mit 2 !! virtuellen Leinen gleichzeitig: an der einen hat sie Stu und an der anderen mich!

Wenn ich mit ihr alleine unterwegs bin, ist der Job für sie dagegen einfach, denn ich folge ihr brav, und sie mir auch.

Neulich fotografierte ich den Eingang zu einem Fuchsbau - nun, das dauerte Clara mal ausnahmsweise nicht lang genug: sie verfolgte höchst interessiert seiner Spur den Hang hoch. Dann kam sie mir aber rasch nach und überholte mich in froher Erwartung neuer Dinge.

An die faktische Leine nehmen wir Clara nur, wo Verkehr oder andere menschliche Unwägbarkeiten herrschen; und in Tierparks (wie im Beitrag unten zu sehen), wo es gefordert ist. ABER: Clara nimmt MICH an die faktische Leine, wenn sie vor Energie platzend weiter laufen will, weil sie vom Rundenrasen genug hat.

Sitze ich ihr nämlich zu lange auf einem Baumstumpf, z.B. wenn mir der Rücken etwas weh tut, dann beißt sie mir in die Hosenbeine und zieht wie verrückt daran. Durch Worte bekomme ich sie in diesen Situationen nicht gemäßigt.

Entweder ich halte sie angestrengt am Halsband von meinen Füßen fern, oder ich stehe auf und nehme sie an die Leine, um sie zu bändigen. Das Rumzerren an Hosenbein und Schnürsenkeln hört nämlich, zunächst zu meiner Überraschung, in diesem Moment sofort auf! Jetzt weiß ich warum: Sie will vorwärts den Weg weitergehen - wörtlich weiterziehen! Sie behandelt mich, als wäre ICH ein bockige Bulldog!

An der faktischen Leine muß ich ihr schließlich folgen. So kehrt sie den Spieß um :-)



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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