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Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen
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Mittwoch, Oktober 7, 2026
Schöne, lustige, bizarre Pilze sowie ein Hexenei und ein Dachsbau
Wo ich am Waldrand alte Fichten sah, suchte ich mit Clara den Boden um sie herum ab. Clara rollte sich dabei genüßlich auf dem dicken Teppich getrockneter Nadeln herum :-)
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Wir fanden am Waldrand sogar ein paar echte und viele falsche Pfifferlinge! Im Waldrand entdeckte ich eine große Wölbung, in der etwas wie ein Stein aussah, aus der Nähe aber als die Oberfläche eines Pilshutes erkennbar war. Dies "Hexenei" drückte sich wie bei einer Geburt aus dem Waldboden heraus.
Google Ki verriet mir, daß dies "Hexenei" genannte Ding ein sich hochdrückender Gemeiner Stinkmorchel in seinem noch geschlossenen Entwicklungsstadium ist.
Wir streiften ein wenig durch dies Waldstück und ich entdeckte ein ziemlich großes, ovales Loch im Boden. Es war ein Eingang zu einem Dachsbau. Fuchsbauten habe neben dem Eingang in aller Regel Reste von Futter und Kot herumliegen, aber dieser Eingang war völlig sauber, wie es typisch für Dachse ist. Drei Tage später fuhr ich mit Clara zur selben Waldstelle, ging aber dann einen anderen Seitenweg bis zum wegen Bauarbeiten gesperrten, asphaltierten Heggeweg. Gut zu sehen, daß diese Arbeiten fast fertig waren. Einen Knollenblätterpilz erkenne ich jetzt ziemlich sicher an seinen Fetzen auf dem Hut. Sie erinnern an altes, dünnes Pergamentpapier. Ich schob trotzdem etwas Erde um seinen Fuß herum beiseite, um nach seiner Knolle zu sehen.
Clara hatte Spaß auf ihre eigene Art :-) Ich pflücke und esse aus dem Wald nur Steinpilze, weil ich diese sicher erkenne. Google informierte mich gerade auf Nachfrage, daß in deutschen Wäldern nur 1.4 % aller vorkommenden Großpilze eßbar sind! Zu den Google Pilzbestimmungen, die ich unter den Pilzen nenne, spricht seine KI übrigens grundsätzlich aus Vorsicht von "wahrscheinlich".
Sonntag, Oktober 4, 2026
Beginn der Pilzzeit im Nadelwald und die ersten Glückspilze
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Es gibt dort einen alten Nadelwaldstreifen, den wir durchstreiften. Er führt im rechten Winkel vom Weg ab, das heißt irgendwann konnte ich den Weg nicht mehr sehen. In der Regel durchstreife ich wegen meiner schlechten Orientierung den Wald parallel zum Weg. Ich mußte mich hier auf Clara verlassen.
Wir fanden viele richtig hübsche Pantherpilze, auch einige Perlpilze. Beide Arten ähneln dem Fliegenpilz, denn sie tragen noch Reste der Gesamthülle des Baby-Pilzes auf Tupfen auf ihrem Hut. Durch den Fichtennadelteppich hatten sich auch einige Sorten von Röhrenpilze, so wie die delikate Ziegenlippe und z.B. die sehr ähnlich aussehenden Bitterröhrlinge hochgedrückt.
Pilze, das heißt deren Fruchtkörper, sterben in der Regel schnell verfaulend ab. Wenn man ein echter Pilzsammler ist, muß man nach Regen gleich in den Wald raus, um sie frisch zu pflücken.
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Clara genoß hier den dicken, weichen Fichtennadelteppich :-)
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Fliegenpillze wachen im Wurzelgeflecht von Birken und Fichten. Entlang dieser alten Birken-"Allee" fand ich in den letzten Jahren Mengen dieser so schönen, stolzen Glückspilze. In alten Zeiten wurden sie in Osteuropa/Sibirien getrocknet an Weihnachten (oder mit der zeitgleichen Wintersonnenwende im Sinn) in Tannenbäume gehängt.
Der dichte Farn, in dem die Fliegenpilze hier am Birkenweg wuchsen, war schon gemäht worden. Ein schöner Glückspilz lag abgemäht am Farnrand. Ich nahm ihn mit zum Trocknen nach Hause. (Mit dem bloginternen Suchprogramm kann man viele wunderschöne Fotos von Fliegenpilzen finden.) Wir spazierten weiter zum Birkenwald. Gaby fand einen schon älteren Glückspilz ;-)
Ich werde mit Clara in den nächsten Wochen alle unsere alten Fundstellen einmal aufsuchen. Mit Glück sehen wir frisch aus der Erde geschlüpfte in ihrer vollen Pracht.
Donnerstag, Oktober 1, 2026
Weiße "Puffbälle", Felsklötze und ein Knollenblätterpilz
Mir sprang ein kleiner, weiter hinten im Laub leuchtendweißer Fleck ins Auge - kein Plastikteilchen, es war ein nur daumennagelgroßer, kugelrunder Pilzwinzling. Er hatte feinste Stachelchen auf seiner Haut. Ein Stäubing, wie mir KI-Gemini erklärte. Außer Totholzpilzen fanden wir keine weiteren. Clara freute sich natürlich trotzdem, sie rollte sich jedenfalls genüßlich im Laub. Wir spazierten nach einer Weile zurück.
Auf dem Wiesenrand kurz vor unserem Auto sah ich einen weißen Ball, ein wenig in Eiform, von altem Gras halb verdeckt. Auf dem Hinweg hatte ich ihn wohl deshalb übersehen. Ich legte den Ball frei und versteckte für Clara ein Leckerli darunter, um sie mit diesem Ding fotografieren zu können. Es war steinhart, fest und ohne Stiel. Es sah wirklich wie ein Kürbis aus! Nun, es war ein Bovist - demnach auch ein Puffball, wenn man so will ;-) ![]()
Der Abhang von Hochplateau war außerordentlich steil und tief. Die manchmal fast bis zimmergroßen Klötze waren durch Verwitterungsprozesse nach und nach herunter gerollt. Und werden das eine lange Zeit auch noch weiter tun.
Clara wirkte lustlos. Gaby war mit und ging wie gewohnt manchmal vor, um Clara zum Hin-und-Her-Rennen zu animieren. Aber sie trottete nur weiter. Arthritis hat sie gottseidank nicht, denn sie humpelt nie. Ich dachte daran, daß sie schon 8 Jahre alt ist. Sie wird mit uns alt.
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Der Wald hier war so, wie wir ihn lieben: alte, raumgreifende Nadel- und Laubbäume sowie junger bis mittelalter Nachwuchs immer wieder in neuen Formationen. Gaby begleitete uns wieder. Clara war trotz des sehr warmen Wetters viel lebhafter als am Vortag im Felsenmeer. Sie rannte zwischen Gaby und mir wieder hin und her, um ihr "Rudel" zusammenzutreiben ;-) An belichteten Wegrändern im Talgrund wuchsen viele Schachtelhalme, mancher einen Meter hoch. Und an den beschatteten Wegteilen im Wald freute ich mich an den Herzförmigen Blättern des Huflattich, an deren Rändern dicke Tautropfen glänzten.
Das Highlight war für mich ein Knollenblätterpilz! Er sah so hübsch wie ein Champignon aus und ich überlegte, ihn zu essen. Aber aus grundsätzlicherr Vorsicht heraus fragte ich zuerst Google Lens, ob es wirklich ein Champignon sei. Und als Antwort kam von KI Gemini, es sei ein Knollenblätterpilz! Das ist der Giftigste unserer heimichen Pilze; über 70 % der Vergifungen mit ihm verlaufen tödlich! Ich schob das Laub und etwas Erde um seinen Fuß herum beiseite - und die ihn kennzeichnende Knolle kam zum Vorschein! Ich entdeckte ihn hier erstmalig bewußt.
Montag, September 28, 2026
Im Birkenwald, im Eichenwald und auf giftigen Bleiwiesen
Wir entdeckten in der Farnwildnis dort einen schönen Birkenpilz. Der Wind bließ über das flache Tal - er brachte die Birken zu einem erstaunlich lauten, helltonigem Rauschen. Es war deutlich lauter, als ich es von unseren Buchenwäldern her kenne. Vermutlich lag das an den vergleichsweise kleinen, feinen und hoch beweglichen Birkenblättern. Kleine Birkensamen flogen in Massen durch die Luft.
Dieser Wald mit seinem taillenhohen, den Boden völlig bedeckenden Farn und seinem lichtdurchlässigen Laubdach hatte seinen ganz speziellen, zarten Charme.
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Unter einer Eiche entdeckten wir einen Spei-Täubling. Die sind zum Teil eßbar. Aber nach dem alten Motte "nomen est omen" verzichtete ich auf einen Test ;-) ![]()
Die weltweit nur hier wachsenden lila Galmeiveilchen blühten seit vielen Wochen und immer noch. Die lila Lupineninseln im weitgehend giftigen Erdbereich waren dagegen bis auf eine einzige Pflanze verblüht und verschwunden.
Wir gingen über dies giftverträgliche Gras zum Waldrand. Auf manchen Grasbüscheln sackte man weich und tief ein wie in einem Moor. Dabei war hier alles trocken. An anderen Stellen sackte man genauso tief ein, aber abrupt in ein verdecktes Loch. Sogar Clara ging für ihre Verhältnisse vorsichtig voran.
An einem der großen, alten Nadelbäume hatte eine oberschenkeldicke Wurzel einen Stein hochgedrückt und teilweise freigelegt. Eine Erdhöhle war darunter entstanden; ein Schutz für Kleintiere vor Regen, Schnee oder Feinden.
Freitag, September 25, 2026
Ein neues Stück Waldpfad entlang der renaturierten Altenau
Inzwischen ist diese Blockade durch ein neues Stück Pfad weiter unten am Hang umgehbar. Und, wie ich auf der Wanderkarte entdeckte: an seiner tiefsten Stelle kann man einen Abstecher mitten hinein ins sumpfige Auental der Altenau machen! Ich fuhr mit Clara hin. Sie rannte gleich vom Parkplatz aus den schmalen Hangpfad hoch, der vom asphalierten Talweg abweicht. Sie liebt ihn. Nun, sie würde sich wundern, wenn wir diesmal an der Blockadestelle nicht umkehren würden :-)
Der neue Pfad blieb unten neben einem leeren, gerade verlaufendem Bachbett. Ich überlegte, daß dies das alte, kanalisierte Bachbett gewesen sein könnte. Viele Bäume zeigten beeinddruckende Balanceakte, um nicht von der hohen Uferkante vom Regen weggewaschen zu werden.
Dieses alte Bachbett war eine Auffangrinne für all die Bäume, die sich mit all ihren Wurzelkraft irgendwann nicht mehr gegen die Schwerkraft hatten wehren können. Ein Bild gewaltiger Kräfte...
Irgendwann bog ein Trampelpfad wieder runter zum Talgrund ab. Ein Gatter mit Schild daran war erkennbar: vermutlich der Abzweig zu der sich wieder frei windenden Altenau. Ja, "Hunde anleinen - auf dem Pfad bleiben"
Hinter dem Gatter wurde der Boden leicht sumpfig und wir mußten auf feuchte Kuhdunghaufen aufpassen. Alte, bemooste Äste lagen herum. Clara und ich stapften vorsichtig zum Bachübergang aus dicken, großen Steinen.
Clara wollte den Bach im Wasser durchqueren, die Steine erschienen unnötig dazu. Und ich hatte Sorge, mit Clara an der Leine auf diesen Brocken die Balance zu verlieren. Der Matschboden lockte mich auch nicht wirklich rüber. Ich würde für diesen Pfad auf eine trockenere Gelegenheit warten. Wir wanderten zufrieden die Wildnis genießend zurück.
Dienstag, September 22, 2026
Der Spätsommer endete zu Claras und meiner Freude kühl
Aber Clara gefiel er! Sie nutze einen kleinen Wiesenfleck um sich dem Wohlgefühl des Rumrollens hinzugeben :-). Und ich sah einige Besonderheiten, so wie einen langen, blühenden Gilbweiderich in drei Meter Höhe in einer Stammgabelung!
Nach einer Weile schloß sich der Wald vor uns. Wir konnten aber noch gut ein wenig hineingehen. Ich warf einige Leckerli ins Laub, ohne daß Clara deren Landungsstelle sehen konnte. Sie war also eine Weile konzentriert und geduldig damit beschäftigt, diese in Kreisen um mich herum zu suchen.
Als Clara sich schnuppernd vergewissert hatte, daß meine Gürteltasche keine Leckerlis mehr verbarg, ging sie zufrieden mit mir zum Auto zurück.
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Die Kuhlen waren alle leer, und der Waldboden nur oberflächlich feucht. Auf Pilze mußte ich noch warten.
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Das rack-zack Abschneiden machte riesigen Spaß. Ein sehr netter Mann mit einem Schäferhund und einem durch Arthrose invaliden, zweiten Hund begegnete uns. Er hatte für seinen alten, humpelnden Hunden einen Hundewagen dabei: wenn der sich hinlegte, wurde er in diesen Wagen gehoben, bis er wieder laufen wollte. Der Schäferhund gehorchte aufs Wort, hatte zu Claras Enttäuschung aber keine Lust mit ihr zu spielen. Er war vom herumliegnden Bruchholz so fasziniert, daß ihm alles andere um sich herum egal war :-). Der Mann fand unsere Brombeerschneideaktion einfach toll :-). Gaby machte ein Foto; ich diesmal gar keins. Clara beobachtete unsere Schneideaktion mißtrauisch. Jedenfalls kam sie vernünftigerweise nicht auf die Idee, sich auf dem Boden rumzurollen. Sie tat es erst, als wir zurüch am Grasplatz beim Auto waren :-)
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Als auch ich keine Anstalten machte, mich aus meinem Sessel zu erheben, nahm Clara das Faulenzen gott- und wetterergeben hin :-)
Samstag, September 19, 2026
Naturwaldzelle im Bürener Wald
Diese Regenwasserabflußbäche sind in unserer Gegend, da nicht wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen, naturnah geblieben. Deshalb lieben wir Wege, die ihnen folgen. Oben auf der Höhe begann ein Forst. Clara und ich erleben deren Uniformität als wenig anregend, deshalb gingen wir zurück. Unten, wo der Weg zur Naturwaldzelle beginnt, entdeckten wir etwas seitwärts liegend ein weitgehend von steilen Steinwänden umrundetes flaches Becken. Beeindruckend, diese waagerecht liegenden Kalksteinschichtungen und die dicken Wurzeln, welche die Bäume an den Kanten aufrecht hielten.
An einer Seite war diese Steinwand von Regenwasser abgeflacht, wir konnten dort vorsichtig hinaufkraxeln und zum Naturwaldzellenweg jenseits der Höhe wieder hinunter.
Diese Naturwaldzelle schien mir noch jung zu sein, denn die meisten der herumliegenden Stämme waren von Sägen gefällt worden, nicht von Wind und Wetter. Etwas unheimlich waren die dunklen Tiefen der Bachrinne unter den quer darüber liegenden, schon bewachsenen Stämme.
Clara sprang in ein riesiges Erdloch hinein. Sie schaute sich um und überlegte, welchen Aufstieg sie nun nehmen könnte :-). Ihr gefiel es hier, sie erlebte diesen Naturwald noch intensiver als ich.
In den Bürener Waldern gibt es inzwischen mehrere solcher Naturwaldzellen. Diese Entwicklung freut mich sehr.
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Mittwoch, September 16, 2026
Ein blockiertes Nasenloch, Clara im Adrenalinrausch und mehr
Wir fuhren zum nahen Muchtal, das in einer besonderen Dämmerunsstimmung dalag: tiefgraue Wolken, die in ihrem Kern rosafarbenes Sonnenlicht reflektierten. Der Mond war schon aufgegangen.
Clara war glücklich; sie hatte nicht mehr fest damit gerechnet, überhaupt noch raus zu kommen :-)
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Der Weg dorthin wirkte, als hätten Waldarbeiter vor Jahren ihre Arbeit abrupt eingestellt. Gaby hat keine richtigen Outdoor-Schuhe, aber sie stieg tapfer mit ihren glattsohligen Straßenschuhen über all das manchmal auch auf dem Weg sogar gehäuft rumliegende große und kleine Gehölz herüber. Dieses riesige, offensichtlich frische Erdloch, die Doline, ließ sie dann staunen.
Nach einer Weile weiter auf dem alten Forstweg, der schon kurz vor der Doline im rechten Winkel abgebogen war, gingen wir zum Auto zurück, weil Clara uns in Schrecken versetzte. Sie nießte immer wieder gewaltig los! Ihr ganzer Körper schüttelte sich dabei. Dies zwanghafte Nießen bedeutete, sie hatte eine Granne oder Ähnliches beim Schnüffeln ins Nasenloch bekommen. Eine Granne muß wegen ihrer Widerhaken häufig herausoperiert werden! Aber wir hatten Glück: Langsam wurden die Pausen zwischen den Nießanfällen etwas länger. Sie versuchte sich selbst zu helfen, indem sie ihre Nase in der feuchten Erde rieb, die Wildschweine aufgerissen hatten. Als wir beim Auto ankamen, hatte ihr Nießen gottseidank ganz aufgehört :-)
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Ich war erstaunt, wie schnell dieser Kahlschlag wieder zugewachsen war. Von den Baumstümpfen war so gut wie nichts mehr zu sehen. Junge Buchen überwölbten sogar inzwischen den Pfad.
Die von den Förstern vor zwei Jahren neu gesetzten Tannen waren von ihnen sich selbst überlassen worden. An sich ist das richtig, aber dann muß man vorher genau überlegen, für welche Bäumchen man das Geld ausgibt. Und die eingepflanzten Amerikanischen Riesentannen sind an der feuchten, nördlichen Westküste der USA und Kanadas zuhause. Sie brauchen Regen, der dort hinreichend fällt - aber bei uns inzwischen kaum noch! Unsere wilden Brombeeren sind die nächste Gefahr: Sobald sie genug Licht bekommen, überwuchern sie mit aggresivem Wachstum alle anderen Pflanzen. Die Tännchen waren mitten unter diese Brombeeren gepflanzt worden. Das nächste Mal bringe ich eine Gartenschere mit und schneide "meine" drei Tännchen soweit es geht frei.
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Die uralte, aber noch voll vitale Sommerlinde vor dem Kapelleneingang beeindruckt wohl jeden mit ihren bizarren Formungen, die sie im Laufe ihres Lebens entwickelte. Auf den Wiesen bei dieser Einsiedelei und den Grabstätten spielten Gaby und ich mit Clara Mantrailing. In ihrer Jugend hatte ich mit ihr in einer Gruppe diese Aufgabe oft mitgemacht. Ich hörte damit auf, als ich wegen meiner Rückenprobleme nicht mehr an ihrer Leine hängend ihr Tempo mitmachen konnte. Ok, Gaby versteckte sich hinter Bümen an der Waldgrenze. Clara kennt das Kommando "Such" genau. Ich hatte sie hier nicht an der Leine - und sie erstaunte mich: sie rannte etwas vor und hielt dann an, bis ich "endlich" nachkam. Sie versteht das Man-Trailing als gemeinsame, spannende Aufgabe. Bei Gaby angekommen, die sie natürlich gleich aufspürte, riß sie ihr das Leckerli fast aus der Hand. Ein Lohn gehört eben zu jedem Job :-) Auf der Wiese tollte Gaby auch noch ein wenig mit ihr herum.
Auf der Fahrt zurück nach Hause hielten wir oberhalb des früheren Klosters Böddeken an und spazierten entlang einer herrlichen Eichenalle. Solche prächtigen, freistehenden Eichen sind selten geworden.
Zuhause forderte mich Clara gleich in hochtonigem Gebell auf, mit ihr auf dem Teppich weiter zu spielen, was bei ihr rumbalgen meint ;-). Sie war definitiv noch im Adrenalinrausch! Herrlich :-)
Sonntag, September 13, 2026
Eine Steinwand, eine Wiesenquelle und ein dornenreicher Pilgerweg
Der sich windende Regenwasserbach entzückte mich wieder in seiner wilden Urtümlichkeit. Wasser als Landschaft gestaltende Kraft! Diesmal aber richtete ich meine Aufmerksamkeit aber mehr auf die Steilhangseite des Weges. Eine Felswand dürfte nur dort zu finden sein. Und richtig, hinter einer Blätterwand entdeckte ich sie. Sie erhob sich ein wenig hinter mehr als mannshohen Büschen und einem fast zugewachsenen, tiefen Bodenloch. Clara folgte mir nicht; zog es vor, auf dem Weg auf mein Wiederauftauchen zu warten ;-)
Kalkgestein trat vor und hinter dieser Wand vermehrt und verwittert an der Oberfläche des Hanges zutage. Die geduldig gestaltende Kraft des Wassers konnte ich auch hier ablesen: Risse entstanden, verbreiterten sich und sprengten schließlich das Gestein. Leider waren alle so wunderschön blauen Glockenblumen verschwunden, denn die Ränder des Weges waren inzwischen abgemäht worden. Also freue ich auf sie im nächsten Sommer :-)
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Es war keine Rinderherde auf der Weide, also konnten wir über die Wiesen zum östlichen Holtheimerbach darüber laufen. Einige Stellen waren sumpfig, denen wichen wir aus. In Anbetracht der Trockenheit der letzten Wochen floß ziemlich viel Wasser im Bach. Wir gingen bis zu einem kleinen Zufluß aus den Wiesen am Ufer entlang. Ein Rinnsal nur, wir folgten ihm zu seiner Quelle. Diese lag vielleicht zwei Höhenmeter tiefer als die versiegte Quelle an der Eiche. Bei einem höheren Grundwasserspiegel stehen diese tieferen Stellen der Weiden im Wasser.
Es begann wieder zu regnen und wir fuhren nach Hause.
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Der uralte und vergessene Pilgerpfad zwischen Atteln und Ebbinghausen hatte mich schon immer mal gelockt. Vom Ebbinghausener Ende war er inzwischen unzugänglich. Vom Attelner Ende waren wir ihn immer nur ein kurzes Stück spaziert, da die Brombeerbüsche ihn sich mehr und mehr einverleibten. Ich wollte es trotzdem einmal wenigstens bis zum Waldrand versuchen.
Mein Klapphöckerchen, das ich immer für kurze Geh-Pausen bei mir habe, diente mir hier auf diesem völlig unebenen Weg als durchaus wirksame "Balance-Stange". Und da dieser Weg von ihn überwölbenden Brombeerranken voll war, diente es mir auch als Mittel diese runter zu drücken oder beiseite zu halten. Ein paar Mal hatten mich solche Ranken am Sprunggelenkt wie eine Fußangel festhalten. Ich zog sie dann mit der Höckerchenstange wieder weg, um mir die Hände nicht zu verletzen. Ein echtes Mehrzweckwerkzeug! Ich hatte mich immer gewundert, daß Clara bei unseren Abenteuern ;-) sich noch nie an Brombeerdornen verletzt hatte. Jetzt beobachtete ich warum: Sie überstieg die Ranken oder drückte sich unten drunter durch - und das ohne langsamer zu werden oder sonstwie zu zögern! Auf diesem Weg allerdings zögerte sie ein- oder zweimal vor einem dichten Dornenrankengewirr. Ich schob diese mit dem Höckerchen dann auch für sie beiseite.
Clara ging den ganzen Weg wenige Meter vor mir her. Ich war beeindruckt, wie sie aus ihrer niedrigen Sichthöhe heraus immer die manchmal sogar weggewaschene Reifenspurrinne der vor Jahren hier hergefahrenen Trecker auswählte, die im Vergleich die besser zu bewältigende war! Clara hat noch viel Wolf in sich - außer daß ihr jeder Jagdinstinkt fehlt. (Dafür liebt sie Schaukämpfe, besonders mit mir ;-) Sie bleibt unterwegs stets bei mir. Wunderbar, denn ihre Sicherheit in der Natur ist mir so wichtig, daß ich dafür ihre Unsicherheit in der "Zivilisation" gerne hinnehme.
Donnerstag, September 10, 2026
Wir entdeckten eine neu entstandene Doline
Der durch die Hitze trocknende Waldmeister verströmte seinen betörenden Duft im ganzen Wald. Ich atmete ihn immer wieder tief ein - wunderbar. In diesem Wald standen alte Eichen und Buchen immer wieder mal frei. An anderen Stellen wies junger Buchennachwuchs auf die Beforstung hin. Die Geschichte des Waldes als früheren Fichtenforst erkannte man an jungen Fichten, die von alten Laubbäumen "adoptiert" worden waren. Es lag viel Bruchholz herum, aber auch gelegentlich gefällte dicke Stämme. Ein Wald voller Vielfalt.
Clara hatte ganz besonders gute Laune - so wie ich die immer wieder anders ge- und bewachsenen Waldszenen bewunderte, erlebte sie wahrscheinlich die Duftwelten hier. Ich mußte nicht lange warten, bis sie ihrer Freude durch Rumräkeln im Laub Ausdruck gab. Ich schaffte es diesmal sogar scharfe Fotos davon zu machen :-). Ihre Freude erinnert daran, wie Babys herumstrampeln, wenn sie zufrieden und glücklich sind.
Nach einer Weile sah ich vor uns an der Seite einen hellen, frisch entstanden wirkenden Erdfleck. Ich dachte, da wurde ein mächtiger Baum entwurzelt oder irgend etwas Ähnliches. Hatte Waldarbeiter im Verdacht. ABER: Als wir näher kamen erkennte ich meinen Irrtum. Wir standen vor einem symmetrischen Erdtrichter! Das ist die typische Form einer Doline! Ein Loch in einer Kalkschicht über einer unterirdischen Höhle hatte die Erde verschluckt! Wir leben ja hier in einem Karstgebiet, also war dies eine naheliegende Erklärung. Diese Doline mußte ziemlich noch frisch sein, denn es waren weder im Grund noch an den Seiten Spuren von Pflanzenwachstum zu erkennen. Spuren menschlicher Tätigkeit gab es übrigens auch nicht. Und da überhaupt kein Laub in ihr lag, kann sie erst nach dem letzten Herbst eingebrochen sein.
Ich war begeistert und nannte mich selbst einen Glückspilz, eine Doline mitten im stillen Wald entdeckt zu haben. Clara ließ sich anstecken, sie ging nah an den Trichter heran - und warf sich hin um an der Kante ihre Faßrollen zu drehen! Aus ihrer Sicht war der Erdrichter nur eine etwas sehr groß geratene Kuhle! Also erst mal vorsichtig am Rand testen ;-)
Der Weg war schon seit einiger Zeit nicht mehr gut erkennbnar gewesen. Und bald nach dieser Doline schien er sich aufgelöst zu haben. Wir gingen beschwingt zurück :-)
Montag, September 7, 2026
Im unteren Totengrund
Der Bach hat hier mehr Regenwasser gesammelt und damit abzuführen als im oberen Totengrund, sieh vorigen Beitrag. Das Bachbett bildete deshalb viele Nebenarme, kleine Inseln und Halbinseln. Je höher das Wasser stieg, um so mehr davon. Der Totengrund zeigte sich hier leicht chaotisch.
Wir wollten zum Grund runter, mußten aber eine für mich nicht zu steile Möglichkeit erst mal finden. Manche Gradwege zwischen leeren Wasserlöchern waren echt schmal - eine spannende Herausforderung, wenigstens für mich ;-)
Es machte Spaß auf den schmalen Graden zu gehen. Clara lief sicheren Fußes vor, ich langsam und vorsichtig hinterher. Am Grund war die Erde noch leicht feucht, Clara legte sich darauf - aber rollte sich nicht darin herum. Die kühle Erde war offensichtlich für sie angenehm unter ihrem Bauch :-)
Laubkuhlen für Clara - zum Faßrollenspaß - gab es auch genug. Wir durchstreiften diesen Abschnitt des Totengrunds voller Lust und Laune. Angeschwemmtes Bruchholz umgingen oder überkletterten wir dabei. Dieser Teil des Totengrundes liegt unterhalb des großen Picknick-Pilzes am Asphaltweg auf circa halber Höhe der Talschlucht. Hier streifen häufiger Kindergarten- und Schulgruppen durch die Natur. Um so erfreulicher, dass ich keine einzige Müll-Hinterlassenschaft sah :-)!
In solch verwildertem Gelände blühen Clara und ich auf. Jeder Schritt hält die Aufmerksamkeit fest im Hier und Jetzt. Clara genoß es sichtlich, daß ich ihre größeren Sprünge nicht mehr aus Angst um sie verbiete. Ich habe verinnerlicht, daß sie ihre Leistungsgrenzen besser kennt als ich :-)
Clara weiß, daß ich oft Leckerli im Gürtel dabei habe. So wie diesmal. Sie kam zu mir und starrte auf meinen Gürtel. Das Leckerli machte ihr Glück vollkommen ;-)
Freitag, September 4, 2026
Im oberen Totengrund
Clara war aus dem Häuschen vor Freude. Ein Gelände nach ihrem Power-Herzen ;-). Nach einigen Rauf-runter-Runden durch die sanften, nur alle zig Jahre mal gefüllten oberen Hochwasserrinnen schmiss sie sich in einer auf deren weich belaubten Grund und rollte sich vor Vergnügen auf dem Rücken herum. Schnelle Fassrollen beherrscht sie perfekt!
Das Gelände fiel sanft ab bis zum steinigen Bachbett. Clara liebt ihre Fassrollen, und hier konnte sie diese immer wieder üben ;-). Das eigentliche Bachbett hatte in den Zurven hohe, steile Uferkanten, wir fanden jedoch Abstiegsmöglichheiten in diesem sich selbst überlassenen Tal.
Alte, mächtige Bäume hielten mit ihrem Wurzelwerk am Ufer der Erosion durch Regen und Strömung lange Stand. Ich fand es faszinierend, wie dies hier zu beobachten war. Clara und ich durchstreiften den Talgrund bachabwärts. Angeschwemmtes Geäst und Stämme hatten oft Hindernisse für das Wasser gebildet. Als Folge hatte es dort durch Strudeln Löcher ins Bachbett gedreht. Erstaunlich tief waren sie machmal.
Ich liebe es über natürliches Gelände zu gehen: wenn ich jeden Schritt anders als den letzten setzen muß, hält mein Rücken besser durch. Die Monotonie des Gangs auf geraden, geglätteten Wegen strapaziert meinen Rücken durch die stets gleiche Belastung deutlich mehr.
Zurück hinauf zum Auto suchten wir uns einen anderen "Weg". Wir waren beide glücklich über dieses kleine Abenteuer ;-). Am nächsten Tag fuhren wir zu der Gleichen Stelle im Totengrund. Es war einfach zu wild und schön dort :-) Zurück gingen wir aber diesmal jenseits des Bachbettes einen alten, inzwischen ziemlich verwilderten Forstweg direkt entlang des Bachbetts.
Im ganzen Tal war es wegen durch die kühlenden Bäume nicht zu warm für uns. Zudem war uns keine einzige Zecke begegnet. Ich beschloß die nächsten Tage wieder im Totengrund zu spazieren - eigentlich spazierten wir ja nicht, wir erkundeten den Wald :-)
Dienstag, September 1, 2026
Bürgerwald Blankenrode und Claras Traumwald :-)
Es freute mich, daß nach diesen Stapeln gleich ein Schild "Bürgerwald" stand. Die Blankenroder Jagdhornbläserschaft hatte vor 5 Jahren eine Aufforstung des unmittelbar ans Dorf grenzenden Kahlschlaggebietes initiiert :-)
Wir gingen weiter in den alten Wald hinein. Gefällte Eichenstämme säumten den Weg. Clara blieb auf dem Kiesweg, sie schnupperte rum, zeigte sich interessiert, aber keine Ausgelassenheit und Begeisterung. So wie ich ;-)
Zurück beim Auto entdeckten wir einen Trampelpfad, der versprach durch einen urigen Waldteil der Egge zu führen. Ich merkte ihn mir für ein nächstes Mal :-)
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Clara jubelte: alle fünf Minuten warf sie sich wieder auf den Rücken und räkelte sich streckend auf dem Rücken herum. Ich freute mich :-) Der Pfad wurde schnell wilder. Wir kamen an beeindruckenden Wurzeldächern und Wurzeltellern vorbei.
Wir kamen bald zu einem quer über dem Pfad liegenden Stamm. Er war dich und für Clara ziemlich hoch. Sie maß ihn im Kopf ab und sprang mit Elan drüber. Ich blieb auf dem Stamm sitzen, wollte sie zu weiteren Srungübungen animieren. Das gelang: sie sprang so dicht an mir vorbei, daß mir klar war, sie wollte mich von ihm vertreiben und weiter wandern :-)
Leider war kurz nach diesem Stamm der Pfad nicht mehr da! Ich ging noch etwas weiter, hatte aber Angst mich zu verlaufen. Ok, Clara sollte mich zurück führen, was sie auch auf meinen Ruf "Zurück" sofort tat. Am Weg, von dem dieser schmale Pfad abbog, beschloß ich auf diesem weiter zu gehen. Er war wie ein Damm angelegt - und richtig, wir sahen Wasserlachen zwischen den Bäumen. Vermutlich waren wasserundurchlässige Bodenschichten die Ursache. Wir haben solche "Wald mit nassen Füßen"- Stellen häufiger in der Egge.
Dieser Weg lag im Sonnenschein. Es war noch Vormittag, viele Tautröpfchen auf den Blättern am Boden blitzten im Licht. Clara rollte sich nicht mehr auf dem Boden herum, sie war hier nur am Gras interessiert. Langsam wurde es wärmer, wir gingen zum Auto zurück.
Freitag, August 28, 2026
Die renaturierte Altenau in Henglarn
Clara rannte nach den Steilufern gleich los ins Wasser. Ich folgte ihr, wechselte in Wassersandalen - und balancierte vorsichtig auf den Steinen im Wasser auf sie zu.
Fasziniert betrachtete ich eine alte Weide bachaufwärts. Sie streckte einen ihrer dicken Äste wie einen Drachen über den Bach. Das letzte Stück zum "Drachen" mußte ich wieder durch Wasser gehen. Langsam und vorsichig schaffte ich es ohne auszurutschen.
Clara war an meiner Seite geblieben. Direkt hinter dem "Drachen" war ein tiefes Loch im Bachbett. Wir kehrten deshalb um, nachdem ich genug fotografiert hatte ;-). Wieder an Land und zurück auf dem Parkweg machte sich Clara über das satte Gras her.
Nicht nur Clara, auch ich war durch das kalte Bachwasser gut abgekühlt :-)
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Dienstag, August 25, 2026
Die Altenau zwischen Husen und Henglarn
Wir spazierten dann bachaufwärts. Das Ufer war so zugewuchert, daß wir das Plätschern zwar gut hörten, aber keinen Blick auf Wasser hatten.
Wir gingen deshalb bald zurück zu Claras Badestelle am Steg. Eine Weide hatte hier einen mächtigen Ast verloren, er war knapp hinter dem Picknickplatz herunter gekracht. Ich zog meine Wassersandalen an, weil ich mir das näher ansehen wollte. Der abgebrochene Teilstamm war hohl gefault. Klar, das war die Bruchursache; einen Sturm hatten wir ja nicht gehabt.
Ich dachte es wäre schön für Clara, wenn ich mit ihr wasserwandern würde - ein klein wenig, weil ich mit meinem Rückenproblemen längst nicht mehr so sicher auf den Beinen wie früher bin.
Die Rückfahrt unterbrachen wir an der Attelner Brücke direkt neben der Bachschwinde (Schwalgloch) der Altenau. Alles Wasser vom Boden verschluckt und das Springkraut am Ufer schlaff vom Wassermangel!
Das nächste Dorf bachabwärts ist unser Heimatdorf Henglarn mit seinem Quellteich. Wir spazierten auch noch an ihm entlang. Das Quellwasser genügte, um die Altenau wieder fließen zu lassen :-)
Samstag, August 22, 2026
Ein schöner Abendhimmel - Gutes Essen im Gartenlokal - An der Alme in Wewelsburg
Der Weg führte an Kornfeldern vorbei in den Wald. Er war geäumt, wie früher üblich, von Apfel - und Zwetschgenbäumen. Es lagen viele klein und grüne Äpfel auf dem Weg; Clara schnupperte nicht mal daran, was bei ihrer Vorliebe für Äpfel etwas heißt. Nun, wegen des bisherigen Regenmangels wunderte mich das frühe Abwerfen noch saurer Äpfel nicht.
Ich war überrascht und freute nich riesig, als ich plötzlich einen Sonnenuntergang vor mir sah. Eine Spalte war in der Wolkendecke direkt oberhalb der Waldkante aufgerissen: Aus meiner Perspektive genau vor dem hinter den Bäumen untergehenden Sonnenball!
Wir gingen von der Waldkante aus wieder zurück. Clara war gut gelaunt, sie warf sich direkt neben mir ins weiche Grasbett und rollte herum. Sie hatte aus ihrer Sicht genug gerollt, als ich die Kamera endlich auf Nahaufnahme eingestellt hatte. Nun, ein Versuch war es wert, ich sagte "Weiter!". Und sie warf sich hin und rollte sich tatsächlich noch einmal an derselben Stelle direkt neben mir ;-)
Wir fuhren nach Hause weiter runter ins Tal. Die Wolkendecke war schwerer und dunkler geworden. Es würde bald regnen und vielleicht gewittern. Ja, und da sah ich wieder ein Wolkenloch, diesmal ein wirklich kleines. Die Sonne lugte daraus auf uns herunter - als würde sie uns zublinzeln ;-)
Das Gewitter streifte unser Gebiet: ein einzelner Donner und etwas Regen. Aber ich habe wirklich keinen Grund insgesamt nicht dankbar zu sein :-)
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Also fuhren wir Richtung "Weg-von-Paderborn" nach Dalheim ins "Gasthaus am Königsweg", es hatte immerhin auf. Das Lokal ist nur wochenends in Betrieb und ist dann meist voll ausgebucht - aber diesmal hatte Libori für viele freie Tische gesorgt. Das Essen schmeckte (auch Clara ;-) wie immer richtig lecker und ein entspannter Spaziergang durch den kleinen Park des Gasthauses tat uns Dreien anschließend gut.
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In unseren 25 Fliegerjahren, die wir vor 20 Jahren beendeten, war das noch anders. Sonntags, wenn gutes Wetter war, flogen viele Piloten (PPL) ihre Runden oder auf eine der Nordseeinseln. Unsere Lieblingsinsel war Juist. Stu und ich schwärmte in Erinnerungen an unsere Abenteuer-Jahre. Auf dem Rückweg von der "Hangar Air" fuhren wir über Wewelsburg an der Alme.
Das Bachbett war leer, sogar knochentrocken. Clara stakste über die Steine, es wirkte als würde sie nach dem Wasser Ausschau halten ;-) Für einen Spaziergang war es uns Dreien zu warm. Die beste Wahl war direkt nach Zuhause zu fahren.
Mittwoch, August 19, 2026
Sehr schöner Weg durch alten und sich neu entwickelten Mischwald
Unweit des alten Bahndamms in der Nähe von Asseln steht unter einer alten Eiche ein Picknicktisch aus einer alten Steinplatte, sehr idyllisch (und schattig!).
Wir folgten von hier einem wirklich wunderschönen Waldweg durch einen manchmal alt, manchmal jung wirkenden Mischwald. Nur Vögel hörten wir in der abgelegenen Stille dort.
Clara untersuchte manche Duftspuren intensiver. Hier wird es reichlich Wild geben. Naja, sie würde zu dessen Schreck es zum Spielen auffordern ;-)
Der Wald war hier nicht durch Brombeerhecken abgeriegelt. An einer Stelle war der Boden eben und wir gingen, ich teilweise gebückt, ein wenig hinein.
Das Weideröschen und die Flockenblume dominierten hier die lichten Stellen. Ein Paradies für die Waldhummeln :-). Und nicht unwichtig: Keine Zecke belästigte uns!
Zu diesem so schönen, stillen Waldweg würde ich wiederkommen. Gaby wäre bestimmt begeistert, hier bei einem unserer gemeinsamen Spaziergänge mit uns zu picknicken. Ich beschloß die Rückfahrt über das alte Moortal "Eselsbett" zu machen. Ich hatte am Tag zuvor, wie im vorigen Beitrag geschrieben, den mittleren Höhenweg des nur ganz sanft ansteigenden Hanges gewählt. Diesmal nahm ich den etwas höheren, um an der Quelle des Moorbachs vorbei zu kommen. Die Quelle spendete Wasser, war aber nicht direkt einsehbar. Ich ließ Clara aus dem Auto raus, aber sie war nicht von dem Stacheldraht und den Kühen dahinter begeistert ;-). Wir fuhren nach Hause. Abends hatte ich Lust zum Sonnenuntergang noch einmal raus zu gehen. Der Höhenweg hinter unserem Haus führt strikt nach Westen und schenkt freie Sicht. Er ist also gut geeignet dies magisch anmutende Schauspiel zu beobachten.
Sonntag, August 16, 2026
Spaziergang bei Zwielicht - Entlang eines traurigen Fichtenforstes - Eine charmante Bierwerbung
Clara frißt Queckengras, das zu den Süßgräser gehört, wie man sieht echt gerne. Hunde fressen es zur Darmreinigung von Würmern. Aus Instinkt: deshalb auch dann, wenn sie wurmfrei sind.
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Unschlüssig welchen Wanderweg ich mit Clara gehen sollte, bog ich kurz endlich entschlossen in einen Forstweg am Nonnenbusch ein. Auf der einen Seite hatten wir einen Fichtenforst, auf der anderen eine Wildnis verschiedenster junger Bäume auf einen älteren Kahlschlaggebiet.
An einer alten Treckerspur war es möglich in den Forst hinein zu gehen. Ich wollte es versuchen. Clara ist gehorsam, zeigt aber deutlich, wenn sie meine Aufforderung für unvernünftig hält. So auch hier.
Wir gingen weiter auf dem schnurgeraden Forstweg. Die Wildblumen an den Wegrändern waren manchmal größer als ich selbst; in ihrer Üppigkeit dufteten sie würzig und süß. In den Jungwald an der anderen Wegseite war kein Eindringen - ohne Machete - möglich.
Clara schnupperte rum, aber ohne Begeisterung: Kein Laubbett zum Rumrollen und auch sonst nichts los....
Ich freute mich wenigstens über die Blumenpracht. Clara sprang für die Rückfahrt gut gelaunt ins Auto. Zuhause würde es Futter geben! ![]()
Freunde aus unserer Motorradgruppe waren in Schweden unterwegs. Dort hatten sie auch ziemlich heißes Wetter, wie sie zum Foto einer Bierdose schrieben, die sie in Göteborg entdeckten. Das Bier war gut - nicht nur, weil ein "Sleepy Bulldog" das Etikett zierte :-). Übrigens ist "Ale" immer ein obergäriges Bier. Google informiert dazu: Gotlands Bryggeri: Ursprünglich von der Ostseeinsel Gotland, hat die Brauerei ihre Bulldog-Serie (z.B. Sleepy Bulldog Pale Ale oder Brutal Bulldog Double IPA) landesweit bekannt gemacht." Der Bulldog wird nicht als brutal-stark (wie immer noch oft in Erinnerung an seine längst vergangene Zeit als Kampfhund) sondern als gutmütig-schläfrig und verdrießlich-träge karrikiert. Das kommt seiner heutigen Natur - liebevoll, lustig, klug, wachsam, neugierig, mutig, selbstbestimmt - schon näher. (Leider kann man es bei Amazon nicht bestellen ;-)
Donnerstag, August 13, 2026
Ein Eichenwald mit jungem Fichtenunterholz!
Der Wald zeigte sich hier als für mich sehr ungewöhnlich heraus: Überwiegend hochgewachsene Eichen mit Fichtennachwuchs als Unterholz! Ich vermutete, daß diese sich von der nahen, gegenüberliegenden Talseite aus hier ausgesät hatten. Meist alte Buchen und Lärchen fanden sich immer wieder dazwischen eingestreut.
Der Wald war hier oben überhaupt nicht durch Brombeerhecken und anderes Gesträuch vor (menschlichen) Eindringlingen geschützt. Der Boden war steiniger und trockener als in den Tälern. Clara fand schnell einen weichen Laubplatz zum Rückenrollen :-)
Unter den Eichen wuchen im Halbschatten Büsche von Blaubeeren, die aber noch keine Beeren trugen. Einige ganz kleine, aber gereifte Brombeeren entdeckte ich an einer Wegkante.
Clara weiß, daß mir ihr genüßliches Rückenrollen und die folgenden Faßrollen Spaß machen. Sie freut sich mit, wenn ich es tue - und umgekehrt.
Ich hatte ihr, als sie aufstehen wollte, "Weiter" zugerufen und meinen ausgestreckten Arm in der Luft gedreht. Sie tat es unmittelbar. Dabei fiel mir ein, daß ich ihr dies Kommando bei dieser Bewegung vor Jahr und Tag einmal im Nordholz beigebracht hatte, Sie hatte es offensichtlich, anders als ich, nicht vergessen. Oder sie versteht infach intuitiv und situativ, was gemeint ist. Oder sie will uns beiden eine Freude machen. Sie stöberte ein wenig herum - und wiederholte das (gemeinsame) Spiel :-)
Der Sommer war fortgeschritten: wir sahen noch einen fast ganz verblühten Fingerhut, aber viel blühendes Johanniskraut, die Blume des Hochsommers. Einen pink leuchtenden Schimmer legten die Weideröschen über die Grasinseln am Wegrand.
Zurück fuhren wir den Talweg über Hardehausen. Hier am zur Zeit leeren Zufluß zum Schwarzbach leuchteten die Ebereschenbeeren orange über dem sonnengelben Johanniskraut. Ich ließ Clara kurz aussteigen, aber der Schlamm im Bachbett interessierte sie nicht. Den gestauten Fischteich des trockenen Zulaufs fotografierte ich nur aus dem Autofenster. Wir wollten nach Hause zu Stu.
Montag, August 10, 2026
Rauf auf die Nordhöhe beim Piepenteich und zu der Holtheimer gespaltenen Esche
Gleich hinter der Abbiegung des Wanderweges von der Kreisstraße sah ich steil unten einen alten Holzunterstand mit Sitzbänken. Vom Weg aus gab es keinen Zugang, und später sah ich auch keinen auf der Wander- und Geländekarte. Schade.
Ich hatte den Pfad steiler in Erinnerung, als er tatsächlich war. Das Licht der späten Nachmittagssonne beleuchtete den Waldhang gegenüber. Ein schöner Anblick.
Auf der Höhe hatte der Wald der Landwirtschaft weichen müssen. Ein Feld voller strohiger Rapshalme, mit Disteln durchsetzt und von Brennesseln begrenzt lag vor uns. Clara schnupperte daran herum und sofort landeten zwei Zecken auf ihr. Wir machten kehrt und freuten uns erneut über das von Licht überflutete Grün des Waldes auf der gegenüber liegenden Talseite.
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Die Imkerin kocht, im Wesentlichen für sich privat, jedes Jahr Marmelade aus Wildkirschen, die an eingen alten Wegen dort aus ebenso alten, großen Bäumen gepflückt werden müssen. Die mühsame Ernte der wirklich kleinen, hoch in den Bäumen wachsenden Kirschen war vorbei, sie war so lieb mir drei Gläser dieser so wohlschmeckenden, hoch aromatischen Marmelade zu verkaufen :-).
Da ich Clara dabei hatte machte ich mit ihr anschließend einen Spaziergang zu einigen dieser Wildkirschenbäumen. Dann spazierten wir weiter zu der Esche, aus deren auf dem Boden liegenden, abgerissenen Rindenteil des Stammes in Höhe der früheren Krone sich die oberseitig weiterwachsenden Äste im Laufe der letzten Jahre zu Stämmchen entwickelt hatten.
Auf dem Rückweg pflückte ich mir noch eine Sonnenblume vom Feld für Zuhause. Stu freute sich darüber :-)
Freitag, August 7, 2026
Auf dem Mittelberg bei Atteln und bei der alten Eiche am Dalheimer Piepenbach
Dieser Pfad war schön, aber nur sehr kurz: Er endete vor Brombeergestrüpp hinter einer Jagdkanzel. Also zurück! Ich überlegte auf der Rückfahrt nach einer Möglichkeit Ausschau zu halten, in den Wald selbst hineinzukommen. Wir entdeckten schnell einen Wildwechsel, der geeignet war.
Die größen Bäume waren vor längerer Zeit "geerntet" worden, was kleine Lichtungen geschaffen hatte. Und die übrigen Bäume hatten daduch genug Licht, um ihererseits hoch zu wachsen. Der Forst hatte dadurch Waldcharakter entwickelt mit Unter- Mittel- und Oberholz. Clara lief neugierig-aufmerksam herum. Es gefiel ihr hier offensichtlich. Und sie überraschte mich!
Vor Kurzem (Beitrag 19. Juli 26) hatte Clara am Ende ihrer Rollerei mein "Weiter" richig verstanden: sie rollte sich weiter. Ich hatte das für ein intuitives Verstehen meiner Aufforderung gehalten. Daß sie diese Aufforderung richtig verinnerlicht hatte, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war begeistert über ihre Lernbereitschaft und Lernfähigkeit :-)
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Der Weg zu ihr hin führt zunächst den Hang hoch durch Gras, junges Gebüsch und knapp mannshohe Brennesseln etwas oberhalb des Bachs her, der hier nur ein Rinnsal war. Mein Anglerhöckerchen nutzte ich zusammengeklappt dazu, mir diese Brennesseln weg von den nackten Armen zu halten. Clara hat es da leichter :-)
Die urigen Bäume auf der anderen Wegseite regten die Phantasie an: so kamen wir sogar an einem Lindwurm vorbei ;-). Auf der Höhe endete der Wald und wir konnten weit ins Tal sehen. Clara war allerdings mehr von dem weichen, grünen Grasteppich angetan :-)
Wir sahen die alte Eiche vor uns. Sie stand allein in den Wiesen wie ein Naturdenkmal. Vor fünf Jahren waren wir zum ersten Mal hier gewesen. Ihr dicker Seitenast war als neuer Ersatzstamm deutlich gewachsen. "Selbstverjüngung" hatte ich das damals genannt, siehe Beitrag vom 7.9.2021. Um die Eiche herum war die Wiese nicht gemäht worden. Wir mußten uns durch meterhohes Gras mit Riesen-Disteln und Rankenpflanzen durchsetzt einen Weg bahnen. Eine Ranke hatte meinen Fuß wie eine Falle umfaßt und ich fiel hin. Gottseidank aber in keine Disteln sondern weich gepolstert in trockenes Gras.
Auf dem Rückweg überraschte mich Clara böse: sie verschwand, als wir wieder nah am Bachrinnsal vorbei kamen! Ich sah und hörte sie nicht mehr! Ich rief sie wirkungslos über Minuten hinweg laut zurück. Mir blieb nichts anderes übrig als zu warten. Nach vielleicht fünf Minuten hörte ich sie jenseits des Bachbettes. Sie kam unter dem Stacheldrahtzaun im Gebüsch hervor. Offensichtlich hatte sie sich in den weiten, gemähten Talwiesen dahinter ausgetobt. Ich dachte nur, hoffentlich wird sie in ihrem Alter (8 Jahre) nicht noch ein Wildfang! Ich beschloss dann diese Episode als Ausdruck purer Freude an diesem Ausflug abzuhaken.
Dienstag, August 4, 2026
Ein wundervoller Waldweg durch´s Bachtal bei Kloster Böddeken
Der Weg wurde beidseitig von mannshohen Brennesseln gesäumt. Wir fanden aber bald einen Wildwechsel, durch den wir unbeschadet bis zum Bachbett gehen konnten. Es war am Grunde schlammig, was mich erstaunte. Denn von unseren Spaziergängen jenseits der Straße durch dies Tal wußte ich, dass hier außer bei ungewöhnlich starken Regenphasen nie Wasser fließt.
Der Wald war bachseitig unberünrt geblieben, forstwirtschaftlich genutzt wurde er nur an der anderen Seite den Hang hoch. Doch am Wegrand hatte man dort riesige, wirklich extrem hoch gewachsene Fichten und Laubbäume stehen gelassen. Nach schon vielleicht hundert Metern war ich bezaubert von diesem Weg :-)
Die erste Glockenblume im Wald hatte ich noch für eine einsame Schöne gehalten. Je weiter wir gingen, um so mehr begleiteten sie uns an den Wegrändern. Ich liebe blaue Blumen besonders, da schlägt mein Herz noch im Zeitgeist der Romantik: Sehnsucht, Naturverbundenheit, Individualismus.
Die Bäume hier und ihr Miteinander regen wohl fast jede Phantasie an. Jeder Perspektivenwechseln läßt wieder neue Assoziationen und Gefühle entstehen. Nicht von ungefähr Haben die Worte "Wald" und "Welt" den gleichen Ursprung.
Der Weg verlief die meiste Zeit nah bis ganz nah am Bachbett entlang. Es begeisterte mich seine Windungen, Verwerfungen und die Gestaltungskraft des Wassers zu verfolgen.
Wir kamen irgendwann zu einer bachseitigen Lichtung. Und natürlich stand dort versteckt am Rand eine Jagdkanzel. Naja, ich lasse dann doch lieber diese allen Spezies nützende Nahrungsbalance Jäger als die gleiche Anzahl Wölfe herstellen. Sonst müßte, wie in meinem Lieblingsland Alaska, jeder Wanderer mit einer Waffe über der Schulter oder mit einem bewaffneten Begleiter in den Wald gehen. Dazu leben hier, anders als in Alaska, viel zu viele Menschen.
Wir bummelten zurück die Schönheit, Stille und Vielfalt des Waldes sowie seine vitalisierende Luft genießend. Und last not least: Clara hatte keine einzige Zecke im Fell!
Samstag, August 1, 2026
Am Durchbruch der Sauer zwischen Ebbinghausen und Grundsteinheim
Mitte Juli, bei erstaunenswerter angenem kühler Temperatur, fuhr ich mit Clara wieder einmal dorthin. Sie fraß begeistert das Queckengras in den Wiesen. Und ich konnte von den Blumen und dem sanften Tal nicht genug Fotos machen ;-)
Ich ließ Clara über die gemähten Wiesen donnern. Weicher Boden, freie Sicht, sie liebtes es sich mit Tempo auszutoben :-). Sie hatte sich dabei zwei Zecken eingefangen, die aber noch auf ihrem Fell rumkrochen. Das war hinnehmbar....
Der Weg führt dann sanft aufwärts in Wald hinein. Kurt bevor es auf einem Trampelpfad wieder abwärts ging, war bei einer Fortsthütte war ein wenig Platz für große Bäume direkt am Steilabhang. Dort lag viel Laub - und Clara, was tut sie in weichem Laub?
Ich hatte immer Angst um sie, wenn sie ihren "Bodensport" so nah am Abgrund genoß. Diesmal hatte ich irgendwie Vertrauen in ihre Einschätzung der Lage und ihrer selbst - zu Recht. Ich dachte, möglicherweise freut sie sich sogar über solch eine Verschärfung des Spiels! Wir gingen weiter den Trampelpfad abwärts zum Talgrund. Hier hatte die Sauer sich einen Durchbruch durchs Kalkgestein geschaffen. Wir hatten erst einmal vor Jahren diesen Wegteil erkundet
Der Bachverlauf war hier unten an der Menge der beeindruckenden Riesen-Pestwurz Pflanzen zu erkennen. Das eigentliche Bachbett war voll davon bedeckt.
Wir gingen nur bis zu den Talweiden der Grundsteinheimer Bauern. Da kehrten wir um. Auf diesem Pfad mußte ich alle fünf Meter einige Zecken von Claras Fell wegpflücken! Eine hatte auch mich (erfolglos) als Futterstelle gewählt :-(. Dieser Wegteil ist nur für die kalte Jahreszeit geeignet, beschloß ich.
Dienstag, Juli 28, 2026
An und in der Altenau bei Husen
Wir gingen bachaufwärts den Pfad zwischen Altenau und der Dorfhaupt- und Durchfahrtsstraße. Bänke säumten ihn, die wild bewachsenen Uferhänge ließen weiter unten das Wasser in der Sonne glänzen. Es rauschte leise plätschernd, als freue es sich. Aber Clara war ziemlich irritiert, daß der Dorf- und Durchfahrtsverkehr nur drei Meter neben ihr, wenn auch drei Meter höher, vorbeidonnerte. Als der Müllwagen auch noch direkt oberhalb von ihr zum Laden anhielt, sah sie mich vorwurfsvoll an ;-). Also gingen wir zurück, und dann beim Auto über einen Holzsteg um Weg auf der anderen Uferseite.
Ich hatte meine Schuhe beim Auto gewechselt: dort halte ich meine Wassersandalen jetzt im Sommer bereit. An dieser Bachseite war mit dicken Steinklötzen ein Einstieg in den Bach angelegt worden. Clara sprang kurz rein, wenn auch wenig begeistert. Sie bevorzugt einsame Wildbäche; und hier im kleinen Park ist oft etwas los.
Wir spazierten weiter zu einem kurzen Trampelpfad runter ans Wasser. Ich ging mit hinein, was Clara animierte im Bach weiterzuspazieren :-)
Die Steine im Wasser waren rutschig. Ich wagte mich nur ein/zwei Meter hinein. Clara ging weiter, kehrte bald aber um, weil ich stehen geblieben war. Wir gingen weiter und kamen bald an einer Sitznische bei einem mächtigen, vierstämmigen Ahorn vorbei, der zum Beten einlud. Das Christliche Abendland ist hier in Ostwestfalen besonders auf dem Land noch sehr lebendig.
Als der Weg rechtwinklig in die Felder abbog, kehrten wir um. Wir gingen an der gleichen Stelle wieder runter zum Wasser.
Clara war auf dieser Bachseite noch zu ihrem Spaß bekommen. Geteilte Freude ist doppelte Freude :-)
Samstag, Juli 25, 2026
Im Wald unterweg - aber bei schwüler Hitze lieber im Garten ruhen
Am Ende des Pfades gibt es einen meist sumpfigen Forstweg in den Wald hinein. Ich ging dort mit Clara bis zu einem Baum, der mir schon vor Jahren aufgefallen war: Im Spalt zwischen zwei Wurzeln hingen Spinnennetze voll von Holzmehl, das Insekten oder deren Larven im Stamm zermahlen hatten.
Als der Matsch begann, gaben Clara und ich nach ein paar Minuten auf, aber Gaby ging noch weiter bis weit in den Schlamm hinein. Sie hoffte vergeblich auf sein Ende. Da sie keine Outdoorschuhe an hatte, kam sie schließlich genervt zurück. Clara rannte ihr entgegen und sah danach bis zum Bauch wie eine Wildschwein aus ;-) Zurück umging ich den matschigen Wegteil, indem ich paralell durch den Wald ging. Die Bäume hatten den Boden entwässert.
Wir fuhren nach Hause. Ich setzte Gaby ab und fuhr weiter bis zu Claras Badestelle an der Altenau. Nach einem Badegang hatte sie keine Lust auf weitere. Wir fuhren nach Hause.
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Unser Walnußbaum trug seit Jahren einmal wieder Früchte. In den letzten Jahren hatte später Frost die Triebe zerstört. Dieses Jahr gab es keinen Frühjahrsfrost, also konnten die Nüsse reifen. Es sind allerdings nicht viele. Es ist, als hätte der Baum in Anbetracht des Wetterrisikos aufgegeben auf große Fruchtbarkeit zu setzen.
Stu erholte sich von seinem (Diabetes bedingten) Krankenhausaufenthalt. Wir hatten unseren Hochzeitstag bei tollem Mittagessen still für uns feiern können :-). Nun kam er auch in den Garten raus - mit Leckerlis für Clara in der Hand :-)
Ich legte mich in die erst in die Hängematte, schaukelte ein wenig und ließ Clara erfolglos versuchen, mich dabei an den Beinen festzuhalten ;-) Dann legte ich mich auf meinen neuen, echt rückenfreundlichen Adirondack Gartensessel in die Gartenlaube, genoß den Sommerduft, las etwas und beobachtete Clara. Vor unserem Bulldog-Friedhof schnupperte sie besonders rum, weil ich da schon mal ein Leckerli hinlege.
In die Laube kommt Clara nicht rein. Die ist klein und dunkel - da zieht sie den freien Himmel vor :-) Nachtrag: Einige Tage später fand ich eine grüne Walnuß in meinem Bett. Clara hatte sie rein getragen. Sie scheint verinnerlicht zu haben, daß ich diese grünen "Bälle" sammelte: Also mußten sie irgendeinen geheimnisvollen Wert haben.
Mittwoch, Juli 22, 2026
Wieder ein Stück sich selbst überlassenen Waldes entdeckt
Schon bald kamen wir an wilden Himbeerbüschen vorbei! Ich freute mich sehr, denn Himbeeren sind meine Lieblingsbeeren und sie sind hier weitgehend von Brombeerbüschen verdrängt worden.
Ich sah Huflattich erstmals bewußt als schöne Blattpflanze. Ich freue mich im frühen Frühling über seine gelben Blüten. Aber dann ist er noch blattlos, deshalb kannte seine Blätter gar nicht. Ein anderes Gewächs mit einem lila Stengel, der sich wie eine kleine Schlange am Boden wandt, konnte selbst Google Lens nicht identifizieren. Wir folgten einem Wildwechsel in den Wald hinein. Zu meiner Überraschung und zu Claras Freude kamen wir bald zu einer Lichtung.
Clara liebt an Wäldern, wie ich glaube, den weichen Laubboden ganz besonders. Er ist ihr Wellness-Erlebnis unterwegs ;-) Zurück zum Auto gingen wir wieder auf dem alten Forstpfad. An einer Stelle überraschte sie mich völlig: sie benahm sich wie ich es vom Man-Trailing bei ihr kenne! (Seit ich nicht mehr so gut und schnell gehen kann, machen wir diesen Sport nicht mehr.)
Zurück zum Auto gingen wir wieder auf dem halb zugewachsenen Forstweg. An einer Stelle überraschte sie mich völlig: sie benahm sich wie ich es vom Man-Trailing bei ihr kenne! (Seit ich nicht mehr so gut und schnell gehen kann, machen wir diesen Sport nicht mehr.)
Sie nahm Witterung aus der Luft. Irgendwas oder irgendjemand muß vor Kurzem hier gewesen sein. Auf unserem Hinweg hat sie ihrem Verhalten nach an dieser Stelle noch nichts Besonderes wahrgenommen. Ich vermute es muß ein größeres Tier gewesen sein. (Vielleicht sogar ein Wolf?)
Sonntag, Juli 19, 2026
Der Heggeweg war teilweise wieder offen und zum versteckten Teich im Altenautal
Aber zunächst spazierten Clara und ich auf seinem schönen Querweg durch den wilden Nachwuchs eines abgeholzten Fichtenforstes. Dieser Nachwuchs auf den hohen Wegrändern war Weideröschen und anderen von Blumen durchzogen. Der Holunder blühte noch dahinter und rote Vogelbeeren daneben zeigten den Hochsommer an. Gottseidank war das Wetter aber nicht heiß.
Wieder auf dem Heggeweg zurück fuhren wir bis zur Stelle, wo man von einem Querweg aus in den Rest-Nadelwald hinein gelangen kann. Der Grund: Hier finden Ausstellungen der Forstwirtschaft statt und dafür werden Plätze am Waldrand für die Aussteller mit Holzspänen trocken und die Waldränder von Brombeergestrüpp frei gehalten. Clara rannte vor, blickte sich kurz um, schmiß sich in die nächte Bodenkuhle und rollte sich begeistert darin herum! Als sie fertig damit war rief ich "Weiter" - und zu meiner Überraschung wußte sie, was ich meinte und rollte sich nochmal drin herum - Video :-)
Hier gab es mehrere Kuhlen, das sind von Wind und Wetter abgeflachte Wurzellöcher irgendwann mal gestürzter Bäume. Clara testete sie ;-)
Sie war zufrieden mit diesem Ausflug :-)
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Wir gingen abwärts zum Talgrund und kamen bald an den so idyllischen Teich. Nah kam man immer noch nicht heran; ein alter Stacheldrahtzaun schützt ihn nach wie vor. Wir gingen weiter und kamen bald an einem verwilderten Wehr vorbei, wo vor der Renaturierung entweder ein Seitenbach der Altenau abgezweigt oder diese selbst kanalisiert worden war. Die Altenau war nicht zu sehen, da ihr Tal hier breit ist. Sie fließt hinter dem sumpfigen Waldstreifen, an dem unser Weg entlang führte. Auf einen relativ sumpfigen Boden ließ neben dem Teich auch die Menge der ausgeschwemmten Bäume schließen. Direkt an unseren Pfad ragten talseitig große Wurzelteller hoch. Sie hatten mit ihrem Sturz zweimal Teile des Weges mit sich gerissen und riesige Löcher dabei aufgerissen.
Als der Weg wieder auf die Höhe anstieg, kehrten wie um. Als wir fast wieder auf der Höhe ankamen, wo wir parkten, sprang Clara ins Laub, um ihrer Freude und ihrer Lust am Rücken gekratzt zu werden nachgab.
Diesmal rollte sie nur hurz herum, überlegte - und forderte mich zum Kampfspiel auf! Ja, wenn sie das macht, dann ist sie ganz besonders gut drauf :-)
Donnerstag, Juli 16, 2026
Unterwegs auf einem altem Pilgerweg
Nahe an den dunklen Kapelleneingang in die Tiefe ging sie trotz hingeworfenem Leckerli nicht heran - das könnte möglicherweise eine Bären- oder Drachenhöhle sein ;-) Zu meiner Überraschung kam genau hier ein früherer Kollege und Motorradkumpel auf uns zu. Ich hatte ihn Jahre nicht mehr gesehen. Er war auf seiner täglichen (Fuß!-) Wanderung von 10+ km. Clara blieb zurückhaltend ;-)
Wir gingen noch zum Eier-Verkaufswagen. (Zwei Tage später machten Clara und ich mit Gaby diese gleiche Tour noch einmal. Ich hatte leider mein Handy vergessen. Gaby knipste mich vor "Wernys Wiesenei". Mehr zu erzählen gibt es über diese Wiederholungs-Tour auch nicht.) Dann beschloß ich ein Stück auf dem alten Pilgerpfad nach/von Paderborn ein wenig weiterzufahren und zwischendurch Spazier-Etappen einzulegen. Der Pilgerpfad entpuppte sich als kleine Allee, gesäumt von bewunderungswürdigem alten Bäumen. Wir stoppten am Bildstock der hl. Anna.
Wir fuhren weiter bis zum Haxtergrund. Der Weg belielt als alter Prozessionsweg seinen Allee-Charakter. Links am Weg alter Wald und rechts Äcker und Wiesen. Immer wieder schmückten Weideröschen den Wegrain. Einmal spazierte ein Huhn vor uns auf dem Weg - Clara beobachtete es, aber machte keine Anstalten es sich näher anzusehen. Es hatte sich von seiner Schar auf der weiten Wiese entfernt. Vermutlich stammen die "Wernys Wieseneier" an der Kapelle von diesen glücklichen Hühnern :-)
Am Ende des Haxtergrundes hielten wir wieder an und spazierten neben den direkt aus den Stämmen geschnitzten Skulpturen weiter.
Es war inzwischen später Freitag Nachmittag und deshalb viele Fahrradfahrer auf diesem beliebten Weg unterwegs. Wir gingen bald zurück und fuhren nach Hause.
Montag, Juli 13, 2026
Fingerhüte und wieder mal unterwegs im Nadelwald
Fingerhüte leben zwei Jahre, sie blühen erst in ihrem zweiten Jahr. Hier konnte die nächste Generation blühen, da noch nicht genug Unterholz und Buchen so hoch nachgewachsen waren, daß diese unter ihnen wegen Lichtmangels verkümmert wäre.
Dann fuhren wir hoch in die Egge. Am Wegrand standen in meist kleinen Gruppen noch viele Fingerhüte in Blüte. Gaby war begeistert.
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An den Wegrändern waren vielfach junge Bäume gesetzt worden, die hier sonst nicht wachsen, wie zum Beispiel die sehr schönen Seidenkiefern und Edelkastanien mit ihren leckeren Maronen im Herbst. Viele Vögel sangen und zwitscherten in der Stille. Eine Freude. Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara noch einmal hin. Ich wollte versuchen irgendwo in den Fichtenwald selbst hinein zu kommen. Wir wählten deshalb andere Wege als am Vortag.
Der Wald hatte einen Stachel-Zaun aus Brommbeerbüschen um sich herum. So erfreute ich mich erst einmal an den Blumenwiesen entlang der Wege. Viele Hummeln brummten darin herum.
Endlich fand ich einen "Eingang" in den Wald: von Forstarbeitern gemacht zum Auslichten des Bestandes. So würden die stehen gelassenen Fichten wohl nicht eingehen. Nun, im Augenblick war der Boden schlicht ein Holztrümmerlager.
Clara machte keine Anstalten rumzurennen, sich auf den Rücken zu rollen oder auch nur konzentriert herumzuschauen. Ich fühlte genauso. Also zurück auf den Weg und die wilde Blumenpracht genießen :-)
Freitag, Juli 10, 2026
Wo der Holtheimerbach sich durch wilden Wald schlängelt
Der schöne Weg in den Wald beginnt bei den Wiesen am Holzsteg. Wir hörten das Wasser leise rauschen. Den Versuch bis hin zu gehen brach ich ab, nachdem ich in ein überwachsenes tiefes Loch getreten und fast gefallen wäre.
Das Tal war erfüllt vom süßen Duft der weißen Doldenblumen an seinen Ufern. Ein Frauenmantel hatte vom nächtlichen Regen Tropfen gefangen. Sie strahlten in der Sonne. Als der Wald begann, freute sich besonders Gaby über zwei einsame Fingerhüte. Ich erzählte, ich hätte vor Jahren im Eselsbettwald auf einer Rodungsstelle sie dicht wie in einem Feld blühen gesehen. Da ihre Blühsaison zu Ende geht, beschlossen wir anschließend noch dort hin zu fahren. Im letzten Sommer blühten dort keine. Er ist eine zweijährige Pflanze, vielleicht blühten dort diesmal einige aus der Aussaat...
Wir hatten dieses sumpfige, geschützte Bachtal einmal von der anderen Seite aus erkundet und waren begeistert gewesen. Nun kamen wir auf dieser Seite zu einer Bachschleife, die zu wild gewesen war, um sie von der anderen Seite aus erreichen zu können.
Clara inspizierte den Bachlauf, kam zu uns hoch: "alles ok?", ich nickte ihr zu und sie sprang wieder runter ins Wasser. Wir spazierten weiter bis zur Furt. Unterwegs entdeckten wir erste Pilze. Von dort ging alt bekannter asphaltierter Weg weiter zur Annenkapelle. Wir kehrten hier um.
Wie beschlossen, fuhren wir weiter zum Wald am Eselsbett-Moor, um an der Stelle nach Fingerhüten zu sehen, wo sie vor zwei Jahren in unglaublicher Fülle blüten. (Siehe Beitrag vom 28.6.2024)
Ich fand einen offensichtlich Verwandten des Fliegenpilzes, einen Perlpilz. Aber keinen einzigen Fingerhut, so wie schon im letzten Jahr. Sie hätten auch nicht genug Licht gehabt: Der Kahlschlag am Rande eines toten Fichtenbestandes, wo sie geblüht hatten, war inzwischen unter gut zwei Metern hohen Jungbuchen, dicht an dicht, nicht mehr erkennbar. Dafür hatte Clara hier in ihrem Lieblingsspielplatz ihr Glück gefunden :-)
Wir würden durch die Egge zurückfahren und dort noch Fingerhüte finden, da war ich mir sicher. So war es auch: mehr darüber im nächsten Beitrag.
Dienstag, Juli 7, 2026
Ende der lähmenden Juni-Hitze
Dann regnete es eine Nacht, einige Wolken gaben vormittags noch Schatten die Temperatur war auf 20+ gefallen :-). Ich fuhr mit Clara zur Altenau beim Feenbrückenweg. Vielleicht kämen wir durch die hohen Wiesen zu ihrem dort noch kleinen Quellbach.
Das Gras zeigte sich für mich als nahezu undurchdringlich und Clara verschwand ganz darin: teilweise einen Meter hoch und so dicht, daß ich hinfiel, weil es meine Füße umschlungen hatte. Wir gingen zurück und dann zum versteckten Steg unweit der Straße.
Die Ufer auf beiden Seiten sind nur am Steg frei. Schon wenig weiter sind sie wild bewachsen und ich mußte aufpassen, nicht über Äste am Boden zu stolpern. Rumspazieren ging hier nur schlecht; deshalb warf ich Leckerli auf beide Ufer, damit sie sich am Suchen erfreute.
Es ist lustig Clara beim Suchen eines Leckerli zu beobachten: Einmal stand sie mit einer Pfote drauf und schnupperte aufgeregt darum herum :-)
Clara liebt es nach von mir geworfenen Leckerli im Laub zu suchen. Sie konzentriert sich dann mit langer Nase und gerunzelter Stirn ;-)
Nachdem ich vor Jahren hier im Sommer von dicken grauen Fliegen (Bremsen) geplagt und somit verjagt wurde, hatte ich diese Bachstelle sommertags gemieden. Damals weideten Kühe auf diesen Talwiesen - aber seit einigen Jahren nicht mehr. Und mit ihnen waren auch die Bremsen verschwunden. Gut zu wissen :-)
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Montag, Oktober 1, 2018
Redaktionelles: Dieser Blog
Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde. Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.
Montag, Mai 11, 2015
Zehn Jahre Bulldog-Blog - und: Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.
Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend. Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.
Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-) Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern. Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.
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Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:
Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen. Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-) ![]()
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English Bulldog
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Cornelia´s Tierbuch:
Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an
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