Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Montag, Juli 13, 2026

Fingerhüte und wieder mal unterwegs

im Nadelwald


Gaby Wunsch, Fingerhüte in Hülle und Fülle zu sehen (siehe vorigen Beitrag), konnte ich ihr erfüllen: Vor zwei Jahren sah ich am Steilufer des von der Altenau durchflossenen Auwalds auf den gerodeten Hängen Fingerhüte noch und noch. Vor einem Jahr dann gar keinen mehr.

Fingerhüte leben zwei Jahre, sie blühen erst in ihrem zweiten Jahr. Hier konnte die nächste Generation blühen, da noch nicht genug Unterholz und Buchen so hoch nachgewachsen waren, daß diese unter ihnen wegen Lichtmangels verkümmert wäre.

Dann fuhren wir hoch in die Egge. Am Wegrand standen in meist kleinen Gruppen noch viele Fingerhüte in Blüte. Gaby war begeistert.


Der Juli begann mit moderatem Wetter. Wir entspannten uns :-). Wegen monatelangen und noch weiter anhaltenden Bausperrung des Heggeweges Waren Clara und ich lange nicht mehr dort in den Restbeständen eines noch ziemlich gesunden Nadelwaldes gewesen. Ich beschloß es auf Schleichwegen zu tun.

An den Wegrändern waren vielfach junge Bäume gesetzt worden, die hier sonst nicht wachsen, wie zum Beispiel die sehr schönen Seidenkiefern und Edelkastanien mit ihren leckeren Maronen im Herbst. Viele Vögel sangen und zwitscherten in der Stille. Eine Freude.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara noch einmal hin. Ich wollte versuchen irgendwo in den Fichtenwald selbst hinein zu kommen. Wir wählten deshalb andere Wege als am Vortag.

Der Wald hatte einen Stachel-Zaun aus Brommbeerbüschen um sich herum. So erfreute ich mich erst einmal an den Blumenwiesen entlang der Wege. Viele Hummeln brummten darin herum.

Endlich fand ich einen "Eingang" in den Wald: von Forstarbeitern gemacht zum Auslichten des Bestandes. So würden die stehen gelassenen Fichten wohl nicht eingehen. Nun, im Augenblick war der Boden schlicht ein Holztrümmerlager.

Clara machte keine Anstalten rumzurennen, sich auf den Rücken zu rollen oder auch nur konzentriert herumzuschauen. Ich fühlte genauso. Also zurück auf den Weg und die wilde Blumenpracht genießen :-)


Freitag, Juli 10, 2026

Wo der Holtheimerbach sich durch

wilden Wald schlängelt


Es hatte zu unserer Freude nachts geregnet und abgekühlt. Gleich morgens holten Clara und ich Gaby ab und fuhren weiter zum Wiesental des Holtheimer Bachs. Wir wollten seinem sich im Sumpfwald frei schlängenden Lauf bis zur Furt vor der Annenkapelle folgen.

Der schöne Weg in den Wald beginnt bei den Wiesen am Holzsteg. Wir hörten das Wasser leise rauschen. Den Versuch bis hin zu gehen brach ich ab, nachdem ich in ein überwachsenes tiefes Loch getreten und fast gefallen wäre.

Das Tal war erfüllt vom süßen Duft der weißen Doldenblumen an seinen Ufern. Ein Frauenmantel hatte vom nächtlichen Regen Tropfen gefangen. Sie strahlten in der Sonne.

Als der Wald begann, freute sich besonders Gaby über zwei einsame Fingerhüte. Ich erzählte, ich hätte vor Jahren im Eselsbettwald auf einer Rodungsstelle sie dicht wie in einem Feld blühen gesehen. Da ihre Blühsaison zu Ende geht, beschlossen wir anschließend noch dort hin zu fahren. Im letzten Sommer blühten dort keine. Er ist eine zweijährige Pflanze, vielleicht blühten dort diesmal einige aus der Aussaat...

Wir hatten dieses sumpfige, geschützte Bachtal einmal von der anderen Seite aus erkundet und waren begeistert gewesen. Nun kamen wir auf dieser Seite zu einer Bachschleife, die zu wild gewesen war, um sie von der anderen Seite aus erreichen zu können.

Clara inspizierte den Bachlauf, kam zu uns hoch: "alles ok?", ich nickte ihr zu und sie sprang wieder runter ins Wasser. Wir spazierten weiter bis zur Furt. Unterwegs entdeckten wir erste Pilze. Von dort ging alt bekannter asphaltierter Weg weiter zur Annenkapelle. Wir kehrten hier um.

Wie beschlossen, fuhren wir weiter zum Wald am Eselsbett-Moor, um an der Stelle nach Fingerhüten zu sehen, wo sie vor zwei Jahren in unglaublicher Fülle blüten. (Siehe Beitrag vom 28.6.2024)

Ich fand einen offensichtlich Verwandten des Fliegenpilzes, einen Perlpilz. Aber keinen einzigen Fingerhut, so wie schon im letzten Jahr. Sie hätten auch nicht genug Licht gehabt: Der Kahlschlag am Rande eines toten Fichtenbestandes, wo sie geblüht hatten, war inzwischen unter gut zwei Metern hohen Jungbuchen, dicht an dicht, nicht mehr erkennbar.

Dafür hatte Clara hier in ihrem Lieblingsspielplatz ihr Glück gefunden :-)

Wir würden durch die Egge zurückfahren und dort noch Fingerhüte finden, da war ich mir sicher. So war es auch: mehr darüber im nächsten Beitrag.


Dienstag, Juli 7, 2026

Ende der lähmenden Juni-Hitze


Ende Juni blieb die Hitze bei 30+ Grad. Ich ging drei Tage mit Clara gar nicht raus.

Dann regnete es eine Nacht, einige Wolken gaben vormittags noch Schatten die Temperatur war auf 20+ gefallen :-). Ich fuhr mit Clara zur Altenau beim Feenbrückenweg. Vielleicht kämen wir durch die hohen Wiesen zu ihrem dort noch kleinen Quellbach.

Das Gras zeigte sich für mich als nahezu undurchdringlich und Clara verschwand ganz darin: teilweise einen Meter hoch und so dicht, daß ich hinfiel, weil es meine Füße umschlungen hatte. Wir gingen zurück und dann zum versteckten Steg unweit der Straße.

Die Ufer auf beiden Seiten sind nur am Steg frei. Schon wenig weiter sind sie wild bewachsen und ich mußte aufpassen, nicht über Äste am Boden zu stolpern. Rumspazieren ging hier nur schlecht; deshalb warf ich Leckerli auf beide Ufer, damit sie sich am Suchen erfreute.

Es ist lustig Clara beim Suchen eines Leckerli zu beobachten: Einmal stand sie mit einer Pfote drauf und schnupperte aufgeregt darum herum :-)

Clara liebt es nach von mir geworfenen Leckerli im Laub zu suchen. Sie konzentriert sich dann mit langer Nase und gerunzelter Stirn ;-)

Nachdem ich vor Jahren hier im Sommer von dicken grauen Fliegen (Bremsen) geplagt und somit verjagt wurde, hatte ich diese Bachstelle sommertags gemieden. Damals weideten Kühe auf diesen Talwiesen - aber seit einigen Jahren nicht mehr. Und mit ihnen waren auch die Bremsen verschwunden. Gut zu wissen :-)


Samstag, Juli 4, 2026

Am Silberbach im Teutoburger Wald


Die Hitzewelle schaffte uns. Im Rheintal stieg die Temperatur auf 41 Grad, und bei Bonn stieg die Wassertemperatur des Rhein auf 30 Grad!

Es war das letzte Juni-Wochenende. Ich beschloß schon früh am Morgen zum Silberbach im Teutoburger Wald zu fahren, denn ich wollte keinen Touristengruppen unterwegs begegnen. Dafür begegnete ich gleich am Parkplatz einem äußerst dicken Mann mit einem Deutsch-Drahthaar an der Leine. Ich fragte ihn, welchen Weg er nehmen wolle, ich würde dann wegen der Hunde einen anderen gehen. Er blökte mich an: "Ich will mich nicht mit Ihnen unterhalten! Unverschämt!" Sein Hund war friedlicher als er! Vielleicht war ihm auch die Hitze ins Gemüt gefahren... Er setzte sich auf einen Stamm. Wollte er etwa überhaupt nicht wandern und empfand meine Frge als Provokation?

Ich ließ Clara von der Leine, und sie ging gleich runter ans Wasser :-)

Der Silberbach führt immer Wasser und schlängelt sich durch ein enges, waldiges Tal. Dicke Sandsteinblöcke liegen hier überall herum. Früher (1710) wurde kurzzeitig Silber aus dem Wasser gewaschen. Aber es lohnte sich nicht.

Der Pfad führt auf halber Höhe durch die Schlucht. Eigentlich ist er meistens eher ein Wildwechsel zu nennen. Ich liebe solche heimlichen Wege durch die Natur.

Ein älteres, einheimisches Ehepaar kam uns entgegen. Sie freuten sich wie ich, daß auf der gegenüber liegenden Talwand seit dem Kahlschlag vor einigen Jahren wieder Bäume nachgewachsen waren. Und an Clara erfreuten sie auch :-)

Wir kamen an einem besonders mächtigem Felsbrocken vorbei. Clara interessierte sich nicht für ihn - bis ich Leckerli daraufwarf ;-)

Von diesem Pfad führten immer wieder mal noch kleinere Trampelpfade runter an den Bach, wo es ein etwas flacheres Ufer gab.

An einer dieser Uferstellen führte ein Holzsteg über den Bach und dann ziemlich steil hoch auf der dortigen, aufgeforsteten Talseite. Wir blieben auf unserer Seite mit den alten Bäumen und gelegentlichen "Wurzeltreppen", wenn es runter zum Wasser ging.

Ab ungefähr 10.30 Uhr hörten wir laute Stimmen vom Weg auf der anderen Talseite und auch vor uns. Das Tal war im Wochenendstatus. Wir kehrten langsam um.


Mittwoch, Juli 1, 2026

Die Hitzewelle dauerte an


Ende Juni, und noch kein Ende der Hitzewelle war abzusehen. Also mußte Claras und mein Ausflugsziel Wasser sein. Ich fuhr zu Claras Badestelle an der Altenau bei Husen. Dort trafen wir Gaby.

Ich hatte Wassersandalen an und ging mit ins Wasser. Der Wasserstand war stellenweise höher als ich erwartet hatte - und der Strudel am dicken Wurzelstamm sowie die Strömung ab dort sah mir für Clara zu gefährlich aus: sie würde zwar schwimmen, aber wohl weiter bachabwärts zwischen den Steilufern getrieben werden. Deshalb hielt ich sie an der Leine nahe bei mir.

Diese Badestelle ist wegen ihres gestäuchfreien Zugangs zum Wasser allgemein beliebt. Wir blieben nicht lange für uns, also beschlossen Gaby und ich zur Henglarner Furt zu fahren. Durch die Zuflüsse des Henglarner Quellbeckens war der Wasserstand so hoch, dass wir den Übergang über die Wanderer-Brücke vorzogen.

Am Ufer graste eine Schafherde, deren Einzäunung ein Weitergehen dort am Wasser entlang versperrte. Wir setzten uns in den Schatten großer Bäume am nahen Picknickplatz hin. Während Gaby und ich uns unterhielten, beobachtete Clara die Schafe. Sie bewachte uns - und womöglich auch die ;-)


Am nächsten Tag ging ich gar nicht mit Clara raus. Es war mir zu heiß, sogar in unserer schattigen Gartenlaube.

Für den übernächsten Tag hatte ich mich mit Gaby für den immer etwas kühleren Morgen verabredet. Wir fuhren zum Kirchborchener Altenaupark, der Teil eines schönen Wohngebietes ist.

Wir kamen an einer Badestelle vorbei, wo Kinder an einer alten Weide ein Schwungseil angebracht hatten. Ein Glück für Clara, daß die morgens in der Schule sind. So konnte sie den Bach hier in aller Ruhe genauer inspizieren :-)

Gaby nahm zwischendurch eine der Fußgängerbrücken und sah sich ein Stück der anderen Uferseite an. Dort gab es ein Kneipp-Tretbecken, Sportplätze und Toiletten.

Zurück nahmen wir die Parkseite. Der Duft des blühenden Hollunder erfüllte die Luft.

Ich genoß des Kneipp-Tretbecken sehr: das Wasser war eiskalt und belebte :-). Clara war nicht zu motivieren mit hinein zu gehen. Sowas "Unnatürliches" ist ihr tief suspekt.


Sonntag, Juni 28, 2026

Hitzewelle


Kurz vor der Sommersonnenwende brach eine Hitzewelle bis zu 33 Grad über uns herein. Am ersten dieser Tage fuhren Clara und ich Gaby zur im Wald verborgenen Familiengrabstätte (siehe vorvorigen Beitrag), denn Gaby interessiert sich für alte Friedhöfe. Der Weg durch den noch vergleichsweise kühlen Wald entzückte Clara:

Sie wählte eine der Erdkuhlen aus und rutschte, rollte sich selbstvergessen darin rum. Zufrieden schnupperte sie dann weiter herum, sah hoch, lief zurück und rutschte sich rollend erneut in dieser offensichtlich perfekten Kuhle :-)

Dann rannte, witterte, sprang sie weiter begeistert vor uns her. Sie hechelte glücklich ausgelastet in den Pausen, in denen sie auf uns langsamere Menschen wartete :-)

Bei der Grabstätte (siehe vorvorigen Beitrag) verhielt sie sich wie der vorbildliche Begleithund :-)

Wir gingen zum Auto und fuhren bis zur Wiese mit dem Quellbach der Altenau. Clara rannte vor, und bevor ich mich versah stand sie unter im Wasser. Es war in den letzten Tagen gefallen, nur ein freundliche plätscherndes Mini-Bächlein war noch übrig. Immerhin, Clara genoß es :-)

Clara beschloß unten im Wasser - parallel zu uns oben am Steilufer - weiterzugehen.

Ich hatte gewisse Sorgen, ob sie es mit Sprüngen nach oben schaffen würde. Naja, ich unterschätzte ihre Kraft! Sie schaffte es locker!

Clara war höchst zufrieden mit dieser Fortsetzung unseres Ausflugs :-)))


Donnerstag, Juni 25, 2026

Satte Wiesen und schattige Wälder


Das Wetter blieb gemäßigt. Die Altenau führte noch reichlich Wasser. Ich fuhr mit Clara zu den Wiesen und Weiden an ihrem Quellbach. Auf den Weiden standen diesmal keine Galloways und keine Pferde. Schade. Aber dies stille Tal erfreute schon von sich alleine :-)

Gelbe, glänzende Butterblumen und gelbe Schwertlilien am Ufer überzogen die saftigen Wiesen mit einen leichten, goldenen Hauch. Clara ignorierte das Wasser tief im Bachbett. noch kein heißes Badewetter, und durstig bin ich auch nicht, meinte sie.


Das Wetter blieb regnerisch und frisch. Ich überlegte, in welchem Waldteil ich lange nicht mehr gewesen war. Der Waldweg entlang der Tudorfer Straße neben der Autobahn fiel mir ein.

Vor über 30 Jahren spazierten Stu und ich ihn einmal mit unserer Alma (1981 - 1994). Stu ging in Gedanken versunken vor. Ich trödelte, gedankenverloren - mir manches seitlich des Weges ansehend - hinterher. Zunächst stupste Alma mich immer wieder mal an. Als ich reagierte und auf den Weg zurück ging, sah ich, daß Stu schon ganz weit vor uns war.
Alma sah, daß ich verstand, was sie mir sagen wollte. Jetzt rannte sie vor zu Stu und stupste ihn an. Ich hatte mich inzwischen hinter einem Baum versteckt: mal sehen, wann er wieder an mich denkt! Alma brachte ihn nach einer Weile dazu aus seinen Gedanken auftztauchen. Er war sichtlich irritiert mich nicht hinter sich zu sehen. Beunruhigt gingen er und Alma schnellen Schrittes zurück. Als ich mich endlich zeigte, atmete er erleichtert auf: "Gut, dir ist nichts passiert!"

Der Weg war stellenweise fast zugewachsen. Zwischen alten Fahrtrinnen von Treckerreifen wuchsen Büsche und hohes Gras. An einer Stelle wuchsen Zweige junger Buchen in Kniehöhe über ihn hinweg.

Wir kamen an urigen, alten Eichen und kleinen Lichtungen vorbei. Clara und ich lieben solche der Natur überlassenen Waldstücke :-)

Clara liebt den weichen Laubboden. "Waldbaden" ist wie so vieles wohl auch den Tieren abgeguckt :-)

Clara war hochkonzentiert. Sie liest den Wald beneidenswert gut :-)

Ich machte ihr das Aufspüren der sehr kleinen Leckerli etwas aufwendiger:

Dieser Waldweg ist besonsers schön. Damals mit Alma hier unterwegs war er weniger verwildert.


Montag, Juni 22, 2026

Kühles Sommerwetter und eine

im Wald verborgene Familien-Grabstätte


Mitte Juni hatten wir eine gute Woche lang kaltes, regnerisches Wetter. Ich fuhr einmal mit Clara hoch zu einem hinterm Südhang gelegenen Weg. Zuerst führt er entlang einer Weide und dann in einen Buchenwald.

Nun, der Weg war nicht gemäht: er war versteckt unter bis zu 1.5 Meter hohem Gras. Clara sah mich zweifend an, aber als sie sah, daß ich es ernst meinte, schlug sie sich ein paar Meter vor mir "blind" darauf durch. Dann Sie blieb sie stehen, drehte sich zu mir um und ihr Blick fragte, ob ich immer noch weitergehen wolle. Sie hatte eine Spur für mich gebahnt, aber mit sichtlichen Zweifeln an meiner Vernunft.

Der Wind war stürmisch hier auf der Höhe. Er trieb Regenwolken heran. Ich fuhr etwas weiter zu einem zwischen Feldern liegenden Asphaltweg.

Wir fuhren bald wieder ins Tal runter nach Hause.


An einem anderen dieser kühlen Tage fuhr ich mit Clara unschlüssig Richtung Blankenrode durchs Altenautal. An einem Waldweg, wo ich vor mehreren Jahren ein Himbeerparadies entdeckte, bog ich ein.

Die damals jungen Buchen bildeten jetzt eine Zweigwand, die wilden Himbeersträucher konnte ich dahinter nicht erkennen. Trotzdem parkte ich dort - wer weiß, was sich sonst noch finden läßt. Der Waldweg führte seitwärts nach oben, ich verließ ihn nach einer Weile um durch den hier lichten Wald zurück zu trödeln.

Irgendwann wurde der Wald wieder etwas dichter. Zu meiner großen Überraschung erblickte ich zwischen dem Laubwerk die Spitze eines Wegkreuzes, wie ich dachte. Ich ging darauf zu und sah, daß es eine Grabsteinspitze war.

Ich stand vor einer Familien-Grabstätte mitten im Wald! Sie war umzäunt und offensichtlich wurde sie sporadisch gepflegt.

Der hochragende Grabstein ist der älteste - der Begrabene lebte von 1768 bis 1868. Im jüngsten Grab ruht "die beste Oma der Welt" (1993 bis 2019) neben dem Opa (1950 bis 2022). Diese Familie Becker muß ihren Wald sehr geliebt haben.

Im Wald endgültig zu ruhen ist auch für mich die denkbar schönste Grablösung.


Freitag, Juni 19, 2026

Im Wald hoch auf der Egge und

hinterm Hexenplatz


Clara und ich waren viele Wochen nicht mehr auf unserem Weg hoch in der nahen Egge gewesen. Dort gibt es unter alten Buchen für Clara viel Platz zu stöbern und sich auszutöben. Also los!

Sie verfolgt Wildspuren nur ein paar Meter weit. Dann sieht sie fragend zu mir zurück und kommt zurück, wenn ich ein paar Schritte weiter in eine andere Richtung gehe. Wir vergrämen kein Wild.

Das letzte Mal hier waren die Bäume leer und ich konnte sie weit mit den Augen verfolgen. Jetzt sah ich sie zwischen all dem Blattwerk sehr schnell nicht mehr, wenn sie sich nicht oder nur sehr sachte bewegte. Sie spielte mit mir Versrecken :-)

Ein schöner, ganz verspielter Ausflug. Wir fuhren nach einer Weile zurück nach Hause.


Am Folgetag beschloß ich mit Clara zum Wald hinter dem Attelner Hexenplatz zu fahren und einen Waldweg weit hinten zu erwandern. Dieser Weg verläuft, forstmäßig geplant, geradeaus weiter... etwas langweilig, hatte ich deshalb bislang gedacht. Andererseits war er leicht zugewuchert..... das wiederum ließ auf Unerwartetes hoffen.

Das Gras am Waldrand war sehr hoch gewachsen. Es führten häufig Wildwechsel hindurch. Und dann sah ich weit vor uns die Silhouette eines Rehs mitten auf dem Weg. Es stand dort eine Weile still, bevor es in Ruhe im Wald verschwand.

Clara hatte es nicht sehen können - aber als wir an der Stelle ankamen, wo das Reh verhofft hatte, schnupperte Clara hoch neugierig am Gras und lief auf dem Wildwechsel in den Wald hinein, wo das Reh verschwunden war. Sie reagierte wohl so, weil die Duftspuren sehr frisch waren. Sie verschwand im Gebüsch, ich hörte wie Äste unter ihr knackten. Sie ging nicht weit, wie ich an den Bewegungen der Büsche sah. Nach einer Weile rief ich sie. Sie streckte den Kopf aus den Blättern raus und gab mir zu verstehen, dass sie etwas hoch spannendes entdeckt hatte und mit ihrer Untersuchung noch nicht fertig sei. Ich ließ sie gewähren, weil sie im näheren Gebüsch am Wegrand blieb.

Auf diesem mit hohem Gras bewachsenen Weg waren lange keine Trecker mehr gefahren, Wild hatte sich hierhin zurück gezogen, um Ruhe zu haben :-)


Dienstag, Juni 16, 2026

Unterwegs in einer lila Blumenpracht

und ein Helden-Bulldog


Anfang Juni regnete es immer wieder - wegen Wassermangel brauchte ich mir um die Natur zur Zeit keine Sorgen machen. Solch ein Sommer ist auch mir und Clara liebe als einer in Hitzestaus. Wir fuhren zu den Galmeiveilchen an den Blankenroder Bleikuhlen, um sie einmal in Hülle und Fülle zu erleben. In lila gibt es sie weltweit nur genau hier.

Im giftigen, bleihaltigen Boden gab es grüne Inseln, die anzeigten, daß die Erde dort bleifrei ist. Es hatten sich dort lila Lupinen angesiedelt. Intensives Lila beherrschte die Szene - ich liebe diese Farbe :-)

Ich staune immer wieder, wie sich Pflanzen und Tiere auch an eine giftige Umwelt anpassen können - und dabei noch so etwas Schönes hervorbringen, wie diese tief-lila Veilchen :-)

Die Bleiwiesen endeten an einem Abhang runter ins Tal. Dort blüten nur noch einige versprengte Galmaiveilchen am Weg durch einen gesunden Wald. /b>

Wir fuhren nach Hause. Clara war zufrieden mit unserem Ausflug: Sie liebt es über die kleinen "Hürden" am Pfad durch die Bleiwiesen hin- und her zu springen :-).
Link zum Video


"Bulldog Buddy bewachte den achtjährigen Jungen als sei dies sein Job. Er lief neben ihm her oder saß wachsam bei ihm im bergigen Gelände seines Zuhauses, als würde er auf etwas warten, das niemand außer ihm selbst sah. Dann fing die Kamera es ein:

Ein Berglöwe (Puma) schlich aus dem Gebüsch auf die Veranda zu. Buddy griff ihn ohne zu zögern an. Er wurde im Zusammenprall verletzt, aber er verschaffte der Mutter damit genug Zeit, um ihren Sohn ins Haus zu ziehen. Ihr Sohn lebte, weil Buddy nie aufhörte ihn zu bewachen und zu beschützen."

***

Wie man auf dem Bild sieht, trug Buddy nur Risse von den Pumakrallen im Hals und Gesicht davon.

Der Puma ließ offensichtlich von dem für ihn wohl überrraschend zum Kampf entschlossen Bulldog ab. Außerdem hatte Buddy Reviervorteil.

Ich habe es selbst erlebt, wie dieser dem Bulldog in Gefahrenlage völlig selbstverständliche Verteidigungswille auf Mensch wie Tier furchterregend wirkt und sie es vorziehen eine Konfrontation zu vermeiden. Seine vor Muskeln strotzende Gestalt spielt dabei sicher auch eine Rolle. Sogar unsere schüchterne Clara vertrieb einen Schlägertyp von Mann vom Waldweg in die Brombeeren, nicht durch Knurren, nur durch ihre Präsenz und völlige Klarheit, was ihm sonst passieren würde.


Samstag, Juni 13, 2026

Spaziergang zur Wüstung Blankenrode


Ende Mai nahmen Clara und ich Gaby mit zum schönen Waldweg zur Wüstung Blankenrode. Zunächst führt der schmale Pfad wie ein Laubengang durch gemischten Laubwald. Schon verrottete Baumstümpfe am Wegrand zeigen sich als guter Nährboden für Moos, Gräser und auch Baby-Bäumchern.

Wir wanderten dann weiter auf dem alten Stadtwall am tiefen Schutzgraben, der teilweiße eine natürliche Schlucht war. Der Rundweg um die Wüstung führte nach einer Weile abwärts zu einem Bächlein. Hier rastete Clara mal wieder vor Freude aus. sie wurde richtig albern vor guter Laune ;-)

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara noch einmal zum Wüstungsweg. Wir bogen diesmal aber bald ab in einen Seitenweg, den wir noch nie gegangenwaren, weil er meist ziemich vermatscht ist.

Wir kamen an einer lauschigen, bemoosten Bank vorbei. Clara witterte noch Essensreste, jedenfalls vermutete ich das. Aber ich sah keinen Müll :-)

Dieser Pfad führte duch verwilderten Wald, so wie wir es lieben.

Irgendwann wurde es uns zu matschig, wir kehrten um. In diesem Frühjahr hatte das Wetter nicht mit Wasser gespart, was uns für die Natur freute.


Mittwoch, Juni 10, 2026

Jonny Walkers Frühling, Teil 2


Fortsetzung vom Beitrag unten: Im Rotmoos, dem Moor nahe von Jonnys Zuhause, lernte er Bauwerke von Bibern zu schätzen :-).

Und ein stolzes Elternpaar von Schwänen signalisierte ihm dort, daß sie durchaus ernst zu nehmen sind.

In seinem Dorf Isny leben, wie Eva schrieb, viele Storchenpaare. Ich wurde fast neidisch um diese Tierwelt vor der Haustür ;-)

Ein paar zufällige Impressionen aus Jonnys Alltag:

Wenn mal nichts los ist, findet Jonny immer noch Untersuchenswertes; wie zum Beispiel einen Gartenstuhl.
(Unsere Clara zerbiß in seinem Alter zweimal die TV-Fernsteuerung. Ich hatte den Verdacht, sie denkt: "Langweilig heute - dann schalte ich eben den Fernseher ein!" ;-)

Jonny kann aber auch genüßlich das Leben und die Muse küssen :-)

Das Beste für Jonny und Eva sind gemeinsame Spiel- und Schmusezeiten. Ja, Ein Bulldog ist ein Hund für´s Herz :-))

Danke Eva für all die Fotos! Wir wünschen Jonny, Dir und last not least Frank noch einen schönen Nachmittag :-)


Sonntag, Juni 7, 2026

Jonny Walkers Frühling, Teil 1


Eva und Frank Schuchardt leben mit Jonny Walker in Isny (Bayrisch-Schwaben). Die Umgebung ist reich an Wiesen und Wasser, was Jonny toll findet.

Auf den Wiesen tobt Jonny sich aus, er rennt rum vor lauter Lebensfreude; gelegentlich auch ohne lange Leine. Eva sagt, er kommt noch nicht immer auf Ruf zurück. Naja, er ist ein Bulldog: "Ein Bulldog gehorcht nicht, er entscheidet", wie ich es einmal formulierte :-)

Beliebtes Ziel, besonders für Jonny, sind Spaziergänge durch das Rotmoos nahebei. Hier gibt es Kröten und noch mehr erstaunliche Wesen ;-)

Jonny ist jetzt anderthalb Jahre alt und noch ein Junghund. Der Bulldogrüde ist erst mit gut 2 Jahren ausgewachsen, besonders der sprichwörtliche Dickkopf ;-) Eva erzählt, er teste seine Grenzen, sei ein selbstbewußter Halbstarker, aber auch ein großer Schmuser.

Jonny weiß den Vorzug von Größe sehr zu schätzen. Er hofft womöglich, sich einmal wie ein Bär aufrichten zu können; seine Eltern beherrschen diese Kunst ja auch!

Auch Jonny gönnt sich Ruhe und Träume.

Soviel für heute. Fortsetzung folgt.


Donnerstag, Juni 4, 2026

Ausflug ins obere Bärlauchtal


Den Gang durch die paradisische Fülle des unteren Bärlauchtals setzten wir am nächsten Tag im oberen Bärlauchtal fort. Gaby war wieder mit dabei.

Dieser Bach fließt als Wildbach aus der steinigen Höhe. Clara ging gleich hinein. Der Forst- und Wanderweg überquert ihn hier und führte ebenfalls auf die Höhe. Wir wollten in der Bärlauchpracht des Tals bleiben.

Je näher wir dem Bach kamen, um so sumpfiger wurde es. Man mußte als Mensch genauer hinsehen, wo man auftrat. Naja; ich war einmal unvorsichig und blieb in einer Brombeerranke mit dem Fuß hängen. Aber ich fiel weich :-)

Gaby ging das Gelände erkundigend vor und Clara jagte hinter ihr her. Als ich sie rief, rannte sie zurück zu mir - sie nahm den Wasserweg als den einfacheren und schnelleren.

Wir gingen soweit, wie der Bach beidseitig durch Wald führte. Bis dorthin reichte auch die Bärlauchpracht. Das Steilufer, an dem der Weg entlang führte, blieb bewaldet, aber die anderen Uferseite war zu Weiden kultiviert worden und lag voll in der Sonne. Zu schwül für uns, entschieden wir.

Wir nahmen Bärlauchblätter für die Saltsauce nach Hause mit :-)

Am Folgetag zogen nachmittags dunkle Wolken auf, ein Gewittersturm kam auf und zu. Ich freute mich für die Natur über den Regen. Und ich liebe Gewitter. Sie energetisieren mich.

Kurz bevor das Unwetter losbrach fuhr ich mit Clara auf die Höhe hinter unserem Haus. Ein kleiner Spaziergang dort oben mußte diesmal reichen.

Clara und ich schafften es noch vor dem Regen wieder zuhause zu sein. Auch an den nächsten Tagen donnerte und regnete es immer wieder.


Montag, Juni 1, 2026

Gaby ist wieder im Land -

Ausflug ins untere Bärlauchtal


Inzwischen war Gaby von ihrem drei monatigen Familienbesuch aus den USA zurück. Unseren ersten Spaziergang machten wir ins Bärlauchtal zum Zufluß dessen Regenwasserbaches in die Altenau.

Gaby liebt Bärlauch (und Knofi :-). Er blühte Ende Mai noch, deshalb fuhr (und führte) ich sie zum Bärlauchtal. Wir wanderten zuerst durch das Altenautal. Nur vereinzelte Bärlauchbüschel säumten hier den Weg.

Wir nennen diesen Weg den Feenbrückenweg, denn zwei Buchen sind über einen "Brückenast" miteinander verwachsen. Überhaupt säumen viele ganz individuell gewachsene und/oder verwitterte Bäume diesen Weg.

Dann ging ging es quer durch ursprünglichen Wald bis zum Regenwasserbach kurz vor seiner Mündung in die Altenau. Er entwässert das streckenweise sumpfige Bärlauchtal.

Wir mußten uns hier selbst einen Weg bahnen. Clara sprang begeistert über querliegende Stämme, während Gaby und ich uns darüber hievten. Der Knoblauchgeruch verstärkte sich langsam. Clara zeigte keine Reaktion auf dessen zunehmende Dominanz.

Es war (für Menschen) etwas schwierig ans Wasser zu kommen: Bruchhölzer unter dem dichten Bärlauch-Blattwerk waren üble Stolperfallen. Wir gingen langsam und achtsam vorwärts.

Clara sah das anders, sie rannte los und rein in den Bach! Und kurz raus, um nach Gaby und mir Ausschau zu halten - und wieder rein :-)

Wir schlugen uns ein Stück weit am Ufer durch. Clara nahm den einfacheren Wasserweg!

Diesmal machte Gaby auch einige Aufnahmen. Ich freute mich zu sehen, wie Clara mich bei meinen Pausen auf meinem Höckerchen stets informierte, wie toll sie diesen Wasserspaß fand. Sie leckte mir kurz die Hand, und dann ging es weiter :-).

Clara war wirklich aufgedreht. Ausflüge mit Gaby dabei gehen in der Regel etwas weiter als mit mir alleine. Als wir auf unserem Rückweg wieder auf halber Höhe des Hangs runter zum Altenautal entlang gingen, schmiß sie sich irgendwann lustvoll auf den Rücken und rollte sich - wohl unabsichtlich - etwas über den Wegrand hinaus auf dem hier gebüschfreien Abhang runter. Sie bremste sich gleich ab. Er war nicht wirklich gefährlich steil, deshalb sagte ich nichts.

Und was tat Clara?! Sie rollte sich erneut auf der Kante und ließ sich bewußt noch einen Meter weiter runter rutschen! Dann wieder hinauf und wiederum auf der Kante rumgerollt bis sie auf dem Rücken runter rutschte. Diesmal bremste sie sich erst nach zwei Metern ab. Sie testete dies Hangstück als Rutschbahn! Wir brachen ihr Experiment ab, indem wir einfach weiter gingen. Sie folgte, wie erwartet :-)

Das Wetter war heiß geworden, Clara hatte diese Abkühlung im Bach gebraucht. Als wir zurück beim Auto waren, war sie trocken, sauber und glücklich :-)
Ach ja, Zecken gab es hier keine! Knoblauchgeruch vertreibt vielleicht auch manche nicht-menschliche Geschöpfe ;-)


Donnerstag, Mai 28, 2026

Zwei Lieblingswege zeigten wir Ulrike -

ansonsten mieden wir Zeckenwege


Ende Mai war ich wegen einer schweren Gürtelrose eine Woche im Krankenhaus. Unsere Freundin Ulrike ging wieder mit Clara und Stu nachmittags eine kleine Weile auf den Feldern hinter unserem Haus spazieren. Clara liebt sie deswegen! In dieser Woche hatte es reichlich geregnet - so gesehen hatte ich nichts verpasst ;-)

Wieder zuhause zeigten Clara und ich Ulrike einen meiner Lieblingswege, den Henglarner Nordhangweg, den sie noch nicht kannte.

Von diesem Nordhangweg hat man einen sehr schönen Blick auf Ulrikes Heimatdorf Atteln. Der Mohn blühte am Wiesenrand und rosa Lupinen versteckten sich im Gras. Leider auch richtig viele Zecken.

Auf der Rückfahrt kamen wir an einer weidenden Galloway Herde vorbei - einschließlich Bulle! Sie waren alle zurückhaltend, hoben nur ihre dicken Köpfe an.

Den Ulrike auch nicht bekannten Weg durchs Tal der "Dicken Buche" gingen Clara und ich am nächsten Tag mit ihr. Sie war bezaubert von der idyllichen, stillen Urtümlichkeit dieses kleinen Tals.

Der Tag war heiß, aber das hohe Gras hatte die Erde darunter kühl gehalten. Clara nutzte das; sie schmiß sich immer wieder mal hinein um ihren Bauch zu kühlen.

Dieses Tal hat einen großen Vorzug: solange ich es kenne gab und gibt es hier keine Zecken! Ulrike staunte. Am Talende machten sie und Clara einen kurzen Ausflug hoch in den bewaldeten Talhang. Ich blieb unten auf der Bank unter der Dicken Buche sitzen.

Als die Beiden zurück kamen, hatte Ulrike eine und Clara drei fette Zecken auf sich sitzen! Der Wald war ein Zeckenparadies, aber das Tal mit den üppigen Wiesen war nach wie vor erstaunlicherweise frei von ihnen :-)

Es wurde wieder heißer, deshalb fuhr ich mit Clara zu ihrer Badestelle in der Altnau bei Husen. Die Strömung war stark, deshalb ließ ich sie nicht von der Leine.

Die alten Kopfweiden waren neu beschnitten worden. Manche hatten jetzt einen "Krauskopf" ;-). Ein schöner Spaziergang mit der trocknenden Clara am rauschenden Bach entlang...

Clara und ich fuhren zum Totengrund, dem wild gelassenen Tal am Ende unseres Dorfes. Wir parkten am schönen Weg abwärts in den Grund selbst. Dort unten ist das Klima immer angenehm kühl. Nur selten landet ein Zecke hier auf Clara.

Der Weg am Bachbett war feucht, wogegen der Bachgrund trocken aussah. Der Abstieg zum Bachbett war mir zu steil, wir spazierten auf dem Weg weiter. Clara fand das ok, sie rollte sich nach einer Weile wieder vor Freude im lockeren Laub :-)

Clara ist dem Geheimnis des Glücks auf der Spur :-)


Montag, Mai 25, 2026

Claras 8. Geburtstag :-)

und zu den drei geretteten Tännchen


Am 14. Mai wurde Clara 8 Jahre alt. Ihr Alter zeigt sich in keinem Punkt in ihrem Verhalten oder Gesundheitszustand. Es ist wunderbar, wie sie ihre Beisterung unterwegs in der Natur ohne ein noch so kleines Wehwehchen austobt. Ohren und Augen sind scharf wie eh und je. Naja, die (manchmal heftige ;-) Schmuserei verliert wohl kein Bullgog!

Wir sind Claudia Pagels, ihrer Züchterin, sehr dankbar für ihre Mühe, ihren Einsatz und ihre Konsequenz, aus der so völlig überzüchteten und dadurch um viel Lebensqualität gebrachten Rasse English Bulldog solch vitalen Nachwuchs hervorgebracht zu haben! Sie nimmt diese Mühen und Kosten auf sich, da "der Bullgog für´s Herz ist."

Das witzige Kissen im Bild schickten ihr unsere Bulldogfreunde Eva und Frank Schuchardt aus Bayern. Über ihren herrlichen Jungrüden Jonny Walker werde ich demnächst wieder Beiträge bringen. Danke Euch, Ihr beiden Lieben :-))

An ihrem Geburtstag War das Wetter regnerich bis heiter. ich wartete bis nachmittags die Wolkendecke aufriss. Ich führ in Richtung eines einsamen Wolkenlochs. Es lag über der Musteranlage einer traditionellen Streuobstwiese bei Husen.

Nebenbei: Ihr Geburtstag fiel dieses Jahr auf den Vatertag! Stu wußte das zu würdigen ;-)

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara hoch zum alten Lieblingsweg, wo ich im letzten Frühjahr und Sommer wegen Regenmangel drei frisch gesetzte Tannen mit Wasserflaschen vor dem Vertrocknen gerettet hatte.

Alle drei geretteten kleinen Tannen hatten neue Triebe enzwickelt. Ich freute mich sehr :-)

Wir spazierten bis zum Picknickplatz unter der alten Buche. Clara war gut gelaunt, sie schnupperte herum, was es hier zuletzt an Leckerem gab. ich freute mich, daß noch niemand seine Reste hier hatte rumliegen lassen :-)

Ich mußte ein paar wenige Zecken von Claras Fell auflesen. Mal sehen, welche Wege diesen Sommer relativ zeckenfrei sein werden....


Freitag, Mai 22, 2026

Clara im Glück und eine Hummel auf

Wanderschaft


Im Nordholz gibt es viele Wege. Ich wählte wieder einen, der noch ziemlich urig ist. Clara liebt diesen Weg, vielleicht auch deshalb, weil er sich nicht durch Brombergebüsch am Wegesrand vor Eindringlingen schützt ;-)

Die großen Inseln des Waldmeisters dufteten schon, obwohl er noch nicht welkte. Und das nur noch selten bei uns zu findende, rosa und hellblau blühende Lungenkraut bezauberte mich wieder. Clara folgte ihren eigenen Interessen :-)

In diesem Frühjahr fallen mir besonders die Hummeln auf. Schwerfällig und laut schwirrten sie immer wieder um mich herum.

Aber hier beobachtete ich eine Hummel, die nur zu Fuß auf Wanderschft war! Ich folgte mit der Kamera und staunte. Sie kletterte Auf große Laubblätter herauf und wieder herunter! Viele Minuten beobachtete ich sie,... Definitiv eine Fußgängerin! Jetzt beim Schreiben habe ich Google KI befragt: Wandernde Hummeln sind sehr alt, unterkühlt, krank oder verletzt :-(

Clara wollte wissen, was ich da so ausdauernd am Boden beobachtete. Sie kam angelaufen, ich bekam Angst, sie würde diese Hummel näher untersuchen, und lief weg, da sie mir sofort folgen würde. Was sie auch tat :-)

Sie lief bis zu einer kleinen Lichtung - und schmiß sich vor Wonne grunzend ins Laub und räkelte sich wie ein Baby.

Wir folgten dem Rand der Lichtung, ja, und Clara warf sich nach ausgiebigem Bodenschnuppern begeistert erneut auf den Rücken und rollschte (rollte/rutschte) sich lustvoll grunzend wieder hin und her. An den Stellen, die sie sich aussucht, liegt nie Aas oder Kot, was speziell für Jagdhunde verlockend zum Drinrumwälzen wäre. Ihre Entscheidungsgründe sind ihr Geheimnis.

Ich bin immer glücklich, wenn sie ihren Spaß am Leben so selbstvergessen auslebt.

Wir hatten am Waldrand geparkt, Von dort sah man weit über das Altenautal hinweg auf die Felder der Hochebene. Am Weg runter ins Tal freute ich mich, daß unsere heimische Orchidee, das "Männliche Knabenkraut" an einem Hang wieder üppig blüte.


Dienstag, Mai 19, 2026

Im Nordholz und im Tal der Alten Buche


Anfang Mai, der Tag wurde sonnig. Ich fuhr mit Clara zum Norholz. Trecker hatten einen Zugang in einen noch jungen Buchenforst geschaffen. Einige ältere Buchen waren von den Waldarbeitern stehen gelassen worden - so konnten wir uns in einem Wald fühlen.

Wir genossen die frische Waldluft. Clara rannte gut gelaunt vor. Sie sah aber alle paar Meter zurück um sicher zu sein, daß ich ihr noch folgte. Wenn ich auf meinem Höckerchen eine Pause machte, blieb sie stehen und schupperte solange am Wegrand rum. Sie wirkte sehr angeregt von den Gerüchen dort ;-)

Es war eine glückliche Stunde bei Vogelgesang und Krähengezanke als Contrapunkt.

Am nächsten Tag war das Wetter etwas kühler, aber immer noch angenehm. Ich fuhr mit Clara zum Tal der Dicken Buche. Der Grund des Tals ist mit wildem, hoch wachsendem Gras bedeckt.

Beim Herumstreifen staunte ich wieder einmal über die Vielfalt der Gräser.

Bis zum letzten Jahr brachte ein Schäfer immer wieder mal seine Herde ins Tal. Sie hielten das Gras kurz. Aber immer mehr Schäfer geben auf, da es sich wirtschaftlich kaum lohnt. Daß hier das Gras jetzt so hoch wächst, ist diesem Umstand zu verdanken.

Dieses romantische kleine Tal hat viel seines Zaubers zurückgewonnen, seit der Kahlschlag des Hanges vor ein paar Jahren nicht mehr ins Auge fällt.

Clara beschnupperte einmal ausgiebig Sauerampfer, was mich erstaunte. Aber ihr Riechhirn bleibt ihr Geheimnis :-)


Samstag, Mai 16, 2026

Im Wiesental der Sauer


Der Mai wird vielfach als der Wonnemonat beschrieben. Das Wiesental der Sauer kann im Mai tatsächlich Wonnegefühle erwecken. Entzücken, Wohlbefinden, Freude.

Ich fuhr mit Clara zum Feuchtwiesental der trocken gefallenen Sauer bei Ebbinghausen. Wir pausierten bei den höhen Hängen zugewachsen mit Bärlauch. Bald wird er blühen und die Hänge in Sternenzauber einhüllen.

Das Sauerbett schlängelt sich durch das sanfte Tal. In den Wiesen dominierte der gelbe Löwenzahn. Sie war noch nicht gemäht worden: Clara pflügte sich durch das hohe Gras. Es machte ihr Spaß :-)

Nach einiger Zeit machte die Sauer einen scharfen Bogen, und dort steht auf dem Bachgrund eine alte Weide. Wir stiegen ins tiefe Bachbett runter. Das Wasser hatte sich unten im Stamm der Weide einen Durchfluß geschaffen! An den vergibten Gräsern im Geäst der Weide sah man, wie erstaunlich hoch das Wasser der Sauer steigen kann.

Während ich einige Pflanzen fotografierte nutzte Clara das Bachbett zum Rauf- und Runterrennen. Sie liebt das :-)

Nun wollte auch ich einfach durch die duftenden Wiesen streifen. Ich stieg aus dem Bachbett hoch, Clara folgte mir unternehmungslustig :-)

Vom Wiesenschaumkraut sammelte ich eine Portion für die Salatsauce. Es schmeckt zart süß und ein enig nach Senf. Eine kulinarische Delikatesse und optisch eine Zierde der Tafel :-)

Wir stöberten eine Weile ziellos-glücklich durch die weiten Wiesen. Dann ging es zurück nach Hause.


Mittwoch, Mai 13, 2026

Die Sauer und ihre Bachschwinde


Am 1. Mai spazierte ich mit Clara nördlich von Lichtenau auf dem idyllisch das Tal durchziehenden Alten Postweg Richtung Grundsteinheim. Das Bett der Sauer war nach der Bachschwinde (Schwalgloch) knochentrocken, die Furte also passierbar.

Wir kamen an dem auf der Hangwiese liegenden Apfelbaum vorbei; er blühte auch dieses Jahr wieder :-)

Das Bachbett war stellenweise noch voller als letztes Jahr von Bruchholz, das sich an einem Stein oder Stamm aufgestaut hatte. Wenn der Bach Wasser führt, müssen hier starke Strudel herrschen.

Wir spazierten bis zur Bank bei der einer alten, mächtigen Weide, die tief unten im Bachbett wurzelte. Der Weg endete hier in einer Wiese. Clara stöberte durch den wuchernden Girsch rund herum. Er ist ein altes Haudmittel gegen Gicht und wird wie Spinat zubereitet.

Wir gingen zurück zum Anfang des Weges. Dort kann man bequem bis zum Schwalgloch (Bachschwinde) an die Sauer herunter gelangen.

Wir kamen vom trockenen Bachbett aus zur Bachschwinde. Man hätte das Wasser fast für eine Pfütze halten können, wenn es nicht sanft geflossen wäre. Clara lief hin und offensichtlich war es trinkbar ;-)

Die Gesteinsbrocken im Bett machten das Vorwärtskommen schwierig, wir ließen es bald sein. Die Sauer zeigte sich nur als Bächlein.

Der Mai begann mit all den Vorzügen, wegen denen man ihn so liebt - strahlend, grün, blumig und milde.


Sonntag, Mai 10, 2026

Auf besonders schönen Pfaden an der

Altenau und am Schnittwasser


Ende April war der gesamze Wald zart ergrünt. Diese große Vielfalt an Grüntönen sieht man nur im Frühling. Ich fuhr mit Clara zum renaturierten Teilstück der Altenau hinter Husen. Auf dem schmalen Pfad auf halber Höhe der Talwand folgten wir der sich windenden, herrlich in der Sonne glänzenden Altenau eine Weile.

Vor der Altenaubrücke biegt dieser versteckte Pfad vom asphaltiereten Hauptweg nach oben ab. Clara rannte vor um gar nicht erst die Idee hochkommen zu lassen, auf dem "langweiligeren" Hauptweg weiter zu gehen ;-)

Ich hatte versäumt die im März wachsenden Prachtbecherlinge zu bewundern, die an einer Wasserrinne ins Schmittwasser leben. Siehe Beitrag 7. 4. 2025.

Schmitt war der Müller, der diesem Teil des Glasebachs den Namen gab. Die alte Mühle ist heute ein ein Gehöft, wo u.A. Wasserbüffel gehalten werden, die man im Sommer auf der weitläufigen Wiese beobachten kann. Ich fuhr mit Clara hin in der vagen Hoffnung, noch einen der knallroten Prachtbecherlinge bestaunen zu können. Aber ihre Saison war definitiv vorbei!

Das Rinnsal sah auch für Clara nicht gerade einladend aus. Ich warf trotzdem ein Leckerli rein um zu testen ob Clara es im Wasser finden würde. Sie ging am Rande einen Schritt rein, aber dann eher ziellos rumschnüffend wieder raus. Um erschnüffelt zu werden, müßte es sich wohl erst auflösen.

Clara kam mit schwarzen Pfoten und einem schwarzen Schlammkinn zu mir. Beim Weitergehen und Grasschnüffeln wurde sie ziemlich schnell wieder sauber :-)

Wir kamen an Inseln von Waldmeister vorbei, der jetzt schon schwach dufteten. Ich liebe seinen Geruch. Sauerampfer gab es hier auch reichlich.

Vor einer Holzbrücke hat das Schmittwasser eine gute Badestelle: der Grund ist aus Sand und Gestein, das Wasser reicht Clara in der Regel nur bis zum Bauch - so liebt sie es :-). Nach ihrem kurzen Wasserspaß gingen wir wieder zurück.


Donnerstag, Mai 7, 2026

Durch Frühlingswald und über

Frühlingswiesen


Der Heggeweg war gesperrt, also nahm ich den Talweg nach Lichtenau. Mein Ziel war unser kleiner Streifen Lieblings-Naturwald beim Eselsbett hinter Lichtenau.

Wir kamen zunächst hinter Husen an einem Waldweg vorbei - ich beschloß hier einen ersten Halt zu machen. Clara stürmte gleich los.

Das Waldinnere sah allerdings nicht wirklich einladend aus. Viel Bruchholz und gefällte Stämme lagen kreuz und quer herum. Wir gingen bald zurück und fuhren weiter zum Eselsbett.

In diesem Waldstück stehen alte Bäume, die Individualisten sind. Und es gibt Platz unter ihnen. Mich beeindruckte besonder einer, der eine Schlange als Vorbild gewählt hatte ;-) Ich warf Clara Leckerli ins Laub, sie liebt das "Such"-Spiel.

Ich schaue Clara gerne zu, wenn sie fast wie ein Bärchen über Stämme springt. Aber sie springt in der Regel nur, wenn eine Drunterherkriechen oder Drübersteigen nicht geht. Auf einen dicken Stamm legte ich ein Leckerli und wartete ab, was sie tun würde.

Wir schlenderten noch ein wenig im Wald rum, dann fuhren wir zufrieden nach Hause.

Am nächsten Tag hatte ich größere Rückenprobleme als gewöhnlich. Ich fuhr Clara zu den Wiesen auf der Hegge und beobachtete sie nur, wie auf die Pirsch ging ;-)

Am Folgetag blieb ich zuhause. Clara, Stu und ich lümmelten uns auf dem Sofa rum.

Gegen Abend dann stellte sie sich vor mich, wackelte mit dem Schwänzchen und bellte mich in kurzem Befehlston an! Klar, ich sollte auf allen Vieren auf den Teppich mit ihr kämpfen. Ich gehorchte, ich schuldete ihr einen Ersatz für den ausgefallenen Ausflug :-)


Montag, Mai 4, 2026

Rapsfelder, Löwenzahnwiesen und Auwald


Die Rapsfelder standen im Höhepunkt ihre grell leuchtenden Blüte. Die Löwenzahnblüte auf Wiesen und Feldrainen begann sich langsam in Pusteblumen zu verwandeln. Ich fuhr mit Clara durch das bb_Kreuz_amBachbett_apr26.jpg">Flauertwetetal bis zum Wald.

Hier grasten die ersten Rinder auf den saftigen Weiden. Und eine "bunte" Schafherde mit ihren Lämmern sahen wir: braune, weiße, schwarze und schwarze mit weißen Schwanz- und Beinenden.

Wir bis zum Wald auf der Höhe. Die Blätter der Buchen und Birken wuchen sichtbar jeden Tag. Bald würden kaum noch Lichtstrahlen den Waldboden berühren.

Der Wald war hier an manchen Stellen noch urig. Clara liebt solchen ursprünglichen Wald genau wie ich :-). Sturmschaden war liegen gelassen worden. Eine wunderbare Chance für Kleintiere einen Schlaf- oder Brutplatz zu finden.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zum Auwaldgebiet an der jungen Altenau. Der Wasserstand würde wegen des weitgehend trockenen Aprilwetters nur mäßig hoch sein.

Ich suchte mir einen möglichst trockenen Weg bis zu den Wasserinseln entlang der Altenau. Die ganz verschiedenen Gräser und Sumpfpflanzen waren meine Wegweiser.

Clara war zu einer der Wassersenken gelaufen und ging forsch hinein: sie sackte auf der Stelle bis zum Bauch ein, blieb aber völlig gelassen. "Das liegt ja noch ganz im Rahmen einer angenehmen Wasserhöhe", schien sie zu denken.

Sie stapfte ein wenig im Wasser herum und kam dann bis zum Bauch von einer schwarzen Erdhüllle überzogen an Land. Sie spazierte schnüffelnd ein wenig herum und ging an einer anderen Stelle wieder hinein. :-)

Ich überlegte, wie ich sie wieder sauber bekommen würde. Zuhause im Keller unter der Dusche? Wenig verlockend, da sie dann zuerst wieder passiven Widerstand zeigen würde. Ich beschloß zu ihrer Badestelle an der Husener Altenau zu fahren und sie dort sich selbst säubern zu lassen!

Sie ging einmal rein, kam aber schon bald wieder raus. Sie war noch nicht ganz sauber gewaschen, aber sie wollte nicht mehr rein ins Wasser. Je mehr ich drängte, um so sturer wurde sie. Mein Gesicht sah sicher nicht nach Spielen aus - das machte sie mißtrauisch.

Naja, weitgehend sauber reichte auch. Wir fuhren nach Hause. Sie legte sich gleich wohlig grunzend zu einem Schläfchen hin :-)


Samstag, Mai 1, 2026

Rapsfelder neben ergrünenden Wäldern


Im Wald zeigten die jungen, noch kleinen Buchen an allen Zweigen ihr zartes Grün. Und die älteren, großen Buchen holten auf: sie hatten inzwischen das für den Blattwuchs nötige Wasser in ihre hohen Kronen gepumt. Sie zeigten erste grüne Blatttriebe. Ich fand das Ende April etwas spät in diesem Jahr.

Ich fuhr mit Clara auf den Attelner Mittelberg. Dort oben grenzten Rapsfelder an den bis zum Tal abfallenden Buchenwald.

Es war Mitte April, der Wald war noch lichtdurchflutet, Anemonen sonnten sich immer noch. An feuchten Stellen hatten sich weiße und lila Lerchensporne breit gemacht.

Die Felder wurden weiträumig vom grellen Gelb des Raps beherrscht. Clara würde von sich aus nicht hinein gehen. Nun, der intensive Geruch des Raps war auch für mich nicht anziehend. Ich lockte sie erfolgreich durch´s Reinwerfen kleiner Leckerlis hinein - klar, Futter ist begehrenswert, egal wie die Umstände sind ;-)

Am nächsten Tag zogen immer wieder dunkle Wolken über den Himmel. Ich hoffte nicht wieder in Hagel zu geraten - wir gerieten nicht mal in Regen :-)

Wir spazierten beim Husener Feriendorf über die Hegge. Der Heggeweg war wegen Straßenbauarbeiten gesperrt. Clara fand deren brummenden Maschinenkrach besorgniserregend. Sie machte mir deutlich klar, daß wir besser in den schützenden Wald hinein gehen würden :-)

Als Clara alles erkundet hatte, warf einige kleine Leckerlis ins Laub. Eines fand sie nicht - beziehungweise sie gab auf, sah mich an und meinte "Wirf ein neues!" :-)

Wir durchstöberten den lichten Teil des Waldes und entdeckten einen abenteuerlichen Hochsitz. Die Leiter schien solide gebunden - aber durch das grobe Sitzgitter aus ein paar Ästen würde wirklich jeder durchfallen!

Ein dunkle Wolkenbank näherte sich uns bedrohlich. Nach den Hagel-Erfahrungen vor ein paar Tagen beschlossen wir rechtzeitig umzukehren.


Diensstag, April 28, 2026

Kirschblüten und die ersten Apfelblüten


Mitte April, die Obstbäume blüten in Gärten und in der Flur. Ich fuhr mit Clara zum oberen Ende der Querschlucht zum Altenautal bei uns zuhause. Nördlich des Sträßchens streckte sich die Schlucht mit ihrem umwaldeten Bachbett aus, südlich öffnete sich die Hochebene mit leuchtenden Rapsfeldern.

Wir fanden eine Stelle, an der man leicht auf die Talwiesen gelangen konnte. Clara rannte los, sie freute sich ein ihr neues Revier durchschnuppern zu können :-)

Clara nahm dieses Tal und diese Mittagsstunde konzentriert mit ihrer Nase wahr. Ich atmete tief diese Stimmung ein und und versuchte sie fotografisch einzufangen.

Ich ging zum umwaldeten, sehr schmalen und trockenen Bachbett. Durch einen Wildwechsel konnte man die andere, sanft ansteigende Hangseite gelangen. Clara verfolgte kurz eine Spur - aber das Astgewirr war nicht ihr Fall :-)

Wir gingen zurück zum Auto und fuhren ein wenig auf der Höhe weiter, bis ich am Feldrand einen Apfelbaum mit ersten weißrosa Knospen sah. Ich hielt sofort an, denn Apfelblüten liebe ich wegen ihres zarten, rosa Hauches ganz besonders.

Zurück nach Hause fuhren wir über das Landwirtschaftssträßchen durch das ganze schöne Quertal, besonders weil ich den alten, verrückten Weidenbaum dort wieder bestaunen wollte. Aus dieser Perspektive sah er wie ein Drachenmaul aus ;-)

Es war ein besonders schöner Frühlingsausflug. Clara sah sehr zufrieden aus, sie würde mir zustimmen :-)


Samstag, April 25, 2026

Die Buchenblätter lassen sich Zeit und

die zweifelhaften Freuden des Aprilwetters


Es ging auf die Aprilmitte zu; die blühenden, wilden Kirschbäume verzauberten die Landschaft. Sie säumten Wege und ihre weißen Kronen schauten über die Kanten der Talhänge hervor. Die weißen Blüten der Schwarzdornhecken taten ihr Übriges.

Ich spazierte mit Clara in den Wald nahe des Hexenplatzes von Atteln. Hier zeigten die jungen Buchen ihre allerersten Blätter. Die alten schliefen noch weiter ;-)

Ich erlebte den Frühling als einen Raum "zwischen den Zeiten".

Unseren nächsten Tagesspaziergang machten wir auf der Höhe des schärfsten Steilhangs runter zur Altenau. Vor Jahren war ich mit Clara einmal hier, und sie rollte sich direkt am Abgrund im Laub herum! Deshalb hatte ich diesen Weg seitdem gemieden. Ich hoffte, mit dem Alter ist sie vernünftiger geworden. Und sie war es :-)

Sie ging an keiner Stelle direkt bis an die Kante heran. Aber sie rollte sich auch nicht vor Glück im Laub herum. Zufrieden und konzentriert widmete sie sich den vom Boden ausströmenden Düften entlang des Pfades.

Hier oben hatte noch keiner der Laubbäume gewagt, sein erstes Blatt wachsen zu lassen. Den Frühling deuteten nur die vielen Veilchen an :-)

Amnächsten Tag zeigte der April seine sprichwörtliche Launenhaftigkeit. Ich fuhr mit Clara zu unserem Standardweg in der Hegge. Der Himmel zeigte sich heiter bis zornig.

Wir hatten gerade das Rapsfeld passiert und standen am Waldrand, als Clara mich zweifelnd ansah. Ich entschied zurück zu gehen. Schon nach 5 Minuten hagelte es auf uns herab! Die Körner trafen uns wie dicke Schrotkugeln.

Clara war "not amused". Sie lief vor zum Auto, ich kam nicht mit. Sie verlangsamte ihr Tempo, wirklich rücksichtsvoll, dachte ich. Ich strengte mich an schneller zu gehen und kam schlimm nach Luft schnappend mit ihr am Auto an. Sie mag Regen nicht, aber aggressiver Hagel, das war eine Zumutung, sagte mir ihre Miene!


Mittwoch, April 22, 2026

Einmal wieder durch´s Obere Mental


Durch das Obere Mental führt einer unserer landschaftlich reizvollsten Pfade. Ein sonniger Tag Anfang April, es lockte mich auf ihm einmal wieder durch das Wiesental und die von der Menn geschaffene Felsenge zu wandern.

Die Fahrt dorthin führte uns über einspurigen Sträßchen an Feldern und Wiesen vorbei, die von voll erblüten Kirschbäumen gesäumt waren. Und die Hecken von Schwarzdornbüschen waren dicht umhüllt von seinen weißen Blüten. Diese weiße, zarte Pracht fällt besonders auf, weil das Blattgrün erst nach der Blüte sprießt.

Das Tal wurde schon länger nicht mehr als Viehweide benutzt, denn der verrostete Stacheldraht zwichen den Pfosten lag oft als Fußfalle auf der Erde. Der Pfad führt direkt an der wild bewaldeten Steilkante vorbei.

Das Tal wurde enger und der Weg stieg sanft an. Da wir bachabwärts wanderten, wurde der Abhang zum steinigen Bachbett entsprechend tiefer und wilder.

Ich machte viele kleine Pausen auf meinem Höckerchen und beobachtete Clara. Ihr Nasenspiegel vibrierte oft sehr schnell, sie sog so immer wieder etwas Luft nach, nicht zum atmen, sondern um sie auf Geruchsspuren zu untersuchen.

Ich staunte einmal wieder, wie absolut konzentriert auf ihre Umwelt sie unterwegs ist.

Im Durchbruch des Baches durch eine Felswand sahen wir absurd abgestürzte oder abgerissene Bäume. Der Durchbruch wurde in zwei Phasen geschaffen, wie die Terrasse zum Grund hin zeigte.

Eine Steilwand zeigte das Ende des Durchbruchs an. Im Talgrund fließt der Bach, über den ich im letzten Beitrag schrieb, in die Menne aus dem Oberen Mental hinein.

Dies war unser Wendepunkt. Ab hier öffnet sich das Tal wieder bis runter nach Henglarn. Es zeigt sich stellenweise so romantisch wie ein Bild von Caspar David Friedrich (1774 - 1840). Wir gehen diese unteren Teil des Mentals von Henglarn aus. Sie können Beiträge darüber mit der blogeigenen Suchmaschine finden: Link oben in der Referenzspalte.

Wir genossen den Rückweg gleichermaßen, denn alles sieht aus der Gegenrichtung betrachtet etwas anders aus ;-)


Sonntag, April 19, 2026

Ein Wald als Anemonen Paradies und

ein anderer in Düsternis


Das Wetter war Anfang April noch erstaunlich kühl. Ich fuhr mit Clara zum Pfad des umgestürzten Baumes, der munter weiter lebt (Beitrag 10.8. 24) nahe einem Wald bei Holtheim. In diesem Wald bewunderte ich im l letzten Frühjahr ein Meer von Anemonen unter den noch kahlen Bäumen. Sie müßten jetzt wieder blühen.

Diesmal kraxelten wir direkt neben der Sitzbank vor dem bewaldeten Hang eine breite Treckerspur, die als Regenabflußrinne diente, hinauf.

Clara rannte begeistert vor. Sie liebt es sich bei auf- und abwärts Rennerei auszupowern!

Mir war das zu anstrengend. Ich machte Bilder von den Anemonen, Veilchen, dem Scharbockskraut und Bärlauch gleich um mich herum.

Es ist ein kurzes Zeitfenster, in dem man diese Blumenwiese im noch lichten Wald erleben kann. Sobald die Bäume Laub tragen, ist es mit dieser Blumenpracht vorbei.

Ich setzte mich mitten auf dem Sternenteppich hin und beobachtete Claras Lust an ihrer eigenen Kraft.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zum Bach an der Dicken Buche bei Helmern. Er führt sehr selten Wasser - und wenn, dann speist er die Menne hinter Henglarn.

Das ganze schmale Tal lag im Dunklen. obwohl die Sonne schien. Hier hatte der Winter noch das Sagen, es gab kaum Grün auf dem Boden, und erst Recht nicht an Gesträuch.

Wir kehrten bald um. Dieses sich verspätende Tal ist im Herbst sehr schön, aber im Frühling zeigt es wortwörtlich seine Schattenseite.


Donnerstag, April 16, 2026

Osterspaziergang beim Steinkistengrab


Anfang April, es war Ostern. Ich fuhr mit Clara zum Steinkistengrab aus der Jungsteinzeit (2500 - 2000) bei Etteln. Hier hatte ich schon für Frieda und Kosmo Oster-Leckerlis versteckt. Der weit reichende Blick erfreut immer wieder.

Doch zunächst spazierten wir vom circa 5000 Jahre alten Grab aus zur Kante des dahinter liegenden Tals. Weiß blühende Büsche und Bäume mitten in noch winterlicher Kahlheit erzählten vom Frühlingsanfang.

Das Tal fällt zunächst sanft ab. Clara und ich gingen auf seinen saftigen Wiesen weiter. Bevor wir an der Steilkante ankamen, machte ich eine kleine Pause auf meinem Anglerhöckerchen und warf kleine Leckerlis mitten ins Gras.

Es war für Clara nicht immer sofort klar, wo das Mini-Leckerli genau lag. Sie umkreiste den überwachsenen Fundort manchmal auch etwas länger, bevor sie das Leckerli aus Grasbüscheln rauswühlte :-)

Wir gingen zurück zum Steinkistengrab. Blühende Kirschbäume verzauberten die kleine Bauminsel mit der Grabanlage in der Mitte.

Ein schöner Ostertag. Die warme Sonne erhellte das Herz und eine leichte Brise erfrischte das Gemüt. Ich glaube Clara erlebte das ähnlich



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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LINK HIER! --- Auch in diesem Blog finden Sie wundervolle English Bulldogs fit for function :-)


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Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'



Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit über 50 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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