Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Dienstag, September 22, 2020

Stilleben mit Stu :-)


Als Kontrast zum vorigen Beitrag über "MAN-TRAILING" fällt mir zu diesem Foto (beide merkten nicht, dass ich sie fotografierte) gleich der Kommentar ein:

"MAN-STAYING" beherrscht der Bulldog von Natur aus ;-)


Samstag, September 19, 2020

Clara lernt Man-Trailing


Seit einger Zeit lernt Clara Man-Trailing bei ihrer Trainerin Sabine Schnapp, die sie noch aus "Grundschulzeiten" liebt (siehe Beitrag vom 2.1.2020).

Da Clara sehr zurückhaltend fremden Menschen gegenüber ist, schlug mir Sabine dieses Training vor, denn so lernt sie es als Freude zu erfahren auf fremde Menschen zuzugehen - über ihren ausgeprägten, ihr Freude machenden Sinn der Spurenverfolgung. Und das ist auch noch mit Belohnungen verbunden.

Wir treffen uns zu diesem Training als Gruppe alle 4 Wochen. Und es geht immer durch ein Wohngebiet, da hier mehr Menschengerüche unterschieden werden müssen als in der Natur. Und darauf kommt es hier an.

Damit Hund lernt, dass dies kein lockerer Spaziergang sondern ein Job ist, wird Hund vom Halsband los und ins Geschirr gespannt.

Nun nimmt Clara zuerst die Witterung eines Menschen aus dessen getragenem TShirt oder Ähnlichem auf. Dieser Mensch hat sich zuvor ein paar Straßenecken weiter z.B. hinter einer Mülltonne oder einer Vorgartenhecke versteckt. Ich selbst weiß nicht wo, Clara übernimmt souverain die Führung mit mir an der Leine.

Sie zieht sofort, nachdem sie das Kleidungsstück des zu Suchenden beschnuppert hat, in schnellem Tempo vorwärts, konzentriert, den Kopf leicht nach vorne hoch gestreckt, gelegentlich ihn auch kurz nach rechts und links wendend. Besonders bemerkenswert schien mir, dass sie sogar einmal dafür ganz nah an ihr normalerweise unheimlichen Mülltonnen nebst Fahrrädern und Kinderwagen vorbeizog.

Sie weiß, woher auch immer, dass dies Man Trailing ein ernster Job ist. Und das schon seit dem ersten Mal! Bislang hat sie den gesuchten Menschen jedesmal aufgespürt. Ich bestaune sie. Sie macht mich stolz :-)

Clara liebt es Gerüche auf dem Boden und in der Luft zu untersuchen, sozusagen zu analysieren und in ihrer Bedeutung für sich abzuwägen. (Aas ist für sie ein Schatz :-) Das wissen wir aus ihrem Verhalten in freier Natur. (Und ihre etwas längere Bulldognase ist dabei wohl nicht ganz unwichtig ;-) Clara zeigt diese hundetypische Veranlagung - verbunden mit bulldogtypischer Entschlossenheit und Zielstrebigkeit - als Talent für diesen Job. Sabine: "Sie macht es sehr gut!"

Das Wichtigste für mich: Clara liebt diese Treffen über alles!
Sie bedeuten ihr Aufregung - Aufgabe - ERFOLG - Anerkennung - Belohnung!


Mittwoch, September 16, 2020

Frauen und ihre Hunde: zwei Aspekte


Frauen lieben ihre Hunde oft mütterlich, und umgekehrt schätzen sie den zweifelsfreien Schutzinstikt des Hundes. Darauf geht der erste Beitragsteil ein.
In jedem Fall ist der eigene Hund / die eigene Hündin eine Projektionsfläche eigener Tugenden und Vorlieben, wie der zweite Beitragsteil etwas selbstironisch zeigt ;-)

Frauen schlafen besser mit einem Hund neben sich im Bett

In einigen Zeitschriften (z.B. Ze.tt) wurde Ende 1918 von einer Studie berichtet, die die Schlafqualität von Frauen in Abhänigkeit von ihren Mitschläfer untersuchte.

Uns Bulldoggerinnen überrascht das Ergebnis nicht: Frauen schlafen besser, wenn ein Hund neben ihnen liegt.

Ob Männer einen Hund im Bett als ähnlich entspannend erleben, soll noch untersucht werden.

Die Studie leitete Christy L. Hoffman, Professorin für Tierverhalten, Ökologie und Naturschutz am Canisius College in Buffalo, New York. Insgesamt nahmen 962 Frauen an der Studie teil. Davon schliefen 55 Prozent mit mindestens einem Hund im Bett, 31 Prozent mit mindestens einer Katze und 57 Prozent teilten sich ihr Bett mit einem menschlichen Partner. Hunde sind laut dieser US-Studie die angenehmeren Mitschläfer. Die Probandinnen an, sich neben einem Hund geborgener zu fühlen als neben einem Mensch oder einer Katze.

Mir geht es auch so: Auch wenn eine Bulldogge nicht schnarcht, so sind ihre sanften, langsamen Atemzüge doch deutlich hörbar, und dieser ruhige Rhythmus entspannt Stu und mich. Außerdem sind sie wachsam auch noch im Tiefschlaf, das gibt auch Geborgenheit. Besonders entspannend wirkt auf uns allerdings ihr liebevolles Andrücken, ihr entspanntes Räkeln und ihr selbstverständliches "wir gehören zusammen".

Jeder dritte Deutsche erlaubt einer Umfrage von TNS Infratest zufolge dem Hund im eigenen Bett zu schlafen. Ich nehme an, Tendez steigend : der Hund wird in unserer immer naturferneren Kultur immer mehr zu einer heilsamen Rückbindung an diese, und das heißt ganz praktisch gesehen, er wird zum engen Familienmitglied :-)

Zurück zur Studie: Die Frauen, die ihr Bett mit einem Hund teilten, berichteten von einem besseren, erholsameren Schlaf und einem stärkeren Gefühl von Geborgenheit. Sie gaben zudem an, dass ihre Hunde weniger störten, als ein menschlicher Partner es tun würden. Die Studie zeigte auch, dass die Teilnehmerinnen Katzen als ebenso störend empfinden wie Menschen, und diese zudem ein schwächeres Gefühl der Geborgenheit erzeugen würden.

Es gibt weiter Studien die belegen, dass Haustiere die Schlafqualität ihrer Menschen verbessern. Eine Studie der Mayo-Schlafklinik in Scottsdale, Arizona USA ergab, dass 41 Prozent der Befragten besser einschlafen, wenn ihr Haustier neben ihnen liegt. Die SchlafforscherInnen befragten dazu 150 PatientInnen der Klinik, von denen 74 ProbandInnen angaben, ein Haustier zu besitzen. Fast alle sagten, dass ein Haustier im Bett ihnen das Gefühl von Sicherheit, Trost und Geborgenheit vermittle.

ABER: Menschen und Katzen schaffen das nach dieser Studie weniger als der Hund.

"Dame und Hündin"

In Anlehnung an "Herr und Hund" heute ein Beispiel von "Dame und Hündin" ;-)

Man beachte die Prioritäten:

Kommentar einer Freundin: "Passendes Halsband zum Hut :-)"

Kommentar einer Bulldog-Freundin: "Passender Hut zum Halsband :-)"

Kommentar meiner Schwester Gunda: "Mutig! Nur weiß Clara das nicht ;-)"


Sonntag, September 13, 2020

Clara hilft - oder: natürliche Empathie


Gestern kam Clara aus dem Garten herein gerannt mit etwas Großem im Maul, sie sprang auf die Familien-Sofaliege zu mir hoch und ließ eine schockstarre Taube fallen.

Mit sowas Irrsinnigem hatte ich nicht gerechnet, ich schrie vor Schreck auf, Clara sprang vom Sofa und Stu kam von oben angerannt. Die Taube bewegte nur ihre Füße in der Luft, die Schwingen waren angelegt, kein Blut war zu sehen. Clara sah gespannt zu uns auf... Wir würden der Taube sicher helfen! Diese schien außerlich unverletzt. Stu nahm die Taube und trug sie nach draußen, unter einem schützenden Busch setzte er sie ihrem Bauch ab. Wir hofften sie würde fortfliegen, aber als ich nach kurzer Zeit nachsah, saß sie dort mit offenen Augen, ein wenig gespreizten, leicht zerzausten Schwingen - immer noch völlig bewegungslos. Ich hielt sie für tot. Traurig, Claras Hilfeversuch hatte sie nicht gerettet.

Etwas später ging ich noch mal heraus - Sie war weggeflogen! Ja! Sie war nicht tot, die Schockstarre hatte sich gelöst! Stu und ich küßten Clara jetzt vor Freude und bejuchzten sie, welch ein mitempfindendes, sanftes Wesen sie ist! Da wir ihr immer helfen, war sie sicher, wir würden auch der Taube helfen!

Was war geschehen? Eine wilde Katze strich nachmittags durch den Garten. Clara verjagt Katzen immer. Das Wahrscheinliche ist, dass Clara die Katze jagte als die sich die Taube schnappte und bei der Flucht fallen liess. Clara trug die schockstarre Taube ins Haus zu mir. Die immer wieder vielen Federn gefressener Tauben auf unserem Rasen stammten wohl von den Opfern dieser Katze. Falken usw schlagen ihre Beute in der Luft und nicht auf dem Boden.

Clara wollte der hilflosen Taube helfen und brachte sie mir. Vertrauen und Empathie als Grundgefühle :-)


Donnerstag, September 10, 2020

Neue Tierschutzverordnung geplant


Mitte August ging innerhalb von zwei Tagen fast die ganze deutsche Presse auf geplante Neuerungen der Tierschutzverordnung bezüglich Hunden ein.

Manche Zeitungen zitierten nur die "zweimal tägliche Gassi-Pflicht". Dies wäre eine auch aus meiner Sicht unsinnige Vorschrift. Nach meinem Verständnis des Entwurfs bezieht sie sich allerdings auf Zwingerhunde - und da macht diese Vorschrift großen Sinn. Andere Presseorgane erwähnten wenigstens auch das wichtige Verbot der Kettenhaltung. Jedenfalls veranlaßte mich dieser Presse-Hype in den Webseiten des Bundeslandwirtschafts-Ministerium nach dem Verordnungsentwurf im Original zu suchen.
Die Links zu deren PDF-Dateien: HIER

Die Verschärfungen des §3 betreffen Züchter, und zwar gewerbsmäßige. Denn kaum ein/e Privatmann/frau wird 3 Würfe gleichzeitig planen.

Ich höre immer wieder, was soll das alles bringen, denn es wird kaum bestraft, schlimmer noch, es wird erst gar nicht kontrolliert. Es stimmt, so einiges liegt hier im Argen. Aber machen wir uns nichts vor: es wird immer Tierquäler geben, so wie es immer Mörder und Kinderschänder geben wird. Wir sollten kein Wunder erwarten. Immerhin ist diese Verschärfung der Verordnungen und Gesetze zum Tierschutz doch deutlicher Ausdruck, dass Tierleben nach und nach ernster genommen werden. Sie zeugen von einem langsamen kulturellen Bewußtseinswandel.

Dass Tiere - zumindest Säugetiere - keine Gefühle hätten, das wagt heute kein ernst zu nehmender Wissenschaftler mehr zu behaupten. Die Neuro-Forschung hat diese noch vor 30 Jahren gängige These längst überholt. Wir sind gesellschaftlich gesehen auf dem Weg Gewalt gegen Schutzlose generell zu ächten.


Ein Fortschritt in der Bekämpfung der Welpenfabriken !

Lest Euch diese Änderungen in Artikel 1, §3 (Seite 3) bitte einmal durch.

Ich fand es wieder einmal erschreckend und unglaublich erbärmlich, dass für diese Szene sogar z.B. verlangt werden muß, dass Mutterhündinnen nicht nur Platz zum Liegen eingeräumt werden muß, sondern zum AUSGESTRECKT liegen!

Insgesamt haben die kontrollierenden Veterinär-Behörden damit etwas mehr in der Hand, um Zuchtverbote zu erteilen. Und Welpenkäufer haben eine präzisere Richtlinie zu beurteilen, ob ein Züchter tierschutzgerecht arbeitet.

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Problematisch bleibt der Billigkauf von Welpen speziell aus Osteuropa. Je patriarchaler eine Kultur, um so mehr Gewalt und um so weniger Mitgefühl ist kollektiv betrachtet zu finden. Frauen, Kinder und Tiere können ein Trauerlied davon singen.


Ein kleiner Fortschritt in der Bekämpfung von Qualzucht !

Lest Euch diese Änderungen in Artikel 1, §10 (Seite 4 unten) bitte einmal durch.

Es wird ein Ausstellungsverbot geplant für alle Hunde, die qualzuchtrelevante Körper- oder Verhaltensveränderungen aufweisen. Für den English Bulldog ist dieser Unterpunkt relevant: wenn "Erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten."

Wichtig ist die Kommentierung (Seite 10) zu den geplanten Änderungen. Ein Auszug:
"Das Verbot gilt auch dann, wenn die Qualzuchtmerkmale nicht gezielt herausgezüchtet worden sind.

Durch das Verbot entfällt der Zuchtanreiz, Hunde, die Qualzuchtmerkmale aufweisen, auszustellen und dabei gegebenenfalls auch Preise gewinnen zu können. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass diese Hunde von einem Publikum wahrgenommen werden und dadurch die Nachfrage nach ihnen steigt. Von dem Ausstellungsverbot erfasst werden auch Hunde, die nach Deutschland verbracht oder eingeführt worden sind und Qualzuchtmerkmale aufweisen."

Ich stimme dem zu: Auf Ausstellungen finden viele den Bulldog verführerisch niedlich oder beeindruckend stark und sie überlegen sich deshalb einen zu kaufen. Dabei haben sie in der Regel keine Ahnung von der Rasse und den Folgen der Linieninzucht auf äußere Merkmale. Und es ist ihnen auch nicht klar, dass der Wettbewerbsdruck Ausstellungspreise für´s Welpengeschäft zu gewinnen, diese äußeren Rassemerkmale ins immer Extremere getrieben hat.

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Die hohe Verantwortung der Ausstellungsrichter !

Der Gesetzgeber hält sich aus den Zuchtvorschriften der Zuchtvereine heraus - das Thema Genetik / Populationsgenetik ist meines Erachtens auch zu komplex dafür.

Die Gesetze und Vorschriften beziehen sich nur auf die Gesundheit der "Zuchtergebnisse", also auf die Hundenachzucht. Das heißt, ob der English Bulldog gesundet oder er als Rasse verboten werden wird, hängt nicht nur vom einzelnen Züchter, sondern in hohem Maße von den Zuchtvereinen und Ausstellungsrichtern ab.

Da die Zuchtwarte und Ausstellungsrichter oft selbst Züchter sind, stellt sich immer noch die Frage nach "Bock und Gärtner". Es wäre deshalb sinnvoll gesetzlich verpflichtend einen Amtsveterinär oder einen von ihm beauftragten Tierarzt oder Biologen zur Festlegung von Zuchtregeln und Ausnahmegenehmigungen hinzu zu ziehen. Diese Regeln werden je nach Rasse und Populationsdichte sicherlich sehr unterschiedlich sein.

Mit dieser neuen Verordnung zum Ausstellungsverbot liegt eine außerordentlich große Verantwortung bei den Ausstellungsrichtern. Sie müßten jetzt (endlich!) die besonders kurzatmigen und riesenköpfigen Exemplare bei Ausstellungen disqualifizieren. So kann nach und nach der Bestand auf ein nicht mehr qualzuchtrelevantes Niveau gehoben werden.

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Ich bin dankbar, dass nicht gleich die Zucht des English Bulldog grundsätzlich verboten wurde. So haben die Bulldogzüchter und ihre Zuchtvereine noch eine Chance durch Zurückzüchtung der Extremmerkmale den English Bulldog als Rasse zu erhalten.


Der praktische Nutzen dieses Ausstellungsverbot:

Diese neue Verordnung gibt den Hundeliebhabern und Tierschützern einen neuen gesetzlicher Hebel gegen die Qualzucht in die Hand!

Jeder Tierschützer kann Ausstellungen besuchen und dann auf Grund des neuen Ausstellungsverbotes für durch ihre Zucht behinderte Rassehunde - wie z.B. schlechte Atmung oder Korkenzieherschwanz - den Richter sowie den Veranstalter verklagen! Da Ausstellungen öffentlich sind, kann der Tierschützer mit Videoaufnahmen alles dokumentieren, was für seine Klage relevant ist.

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Das haben noch nicht alle Züchter und Bulldog-Fans verstanden, aber dieses Ausstellungsverbot dürfte ihnen (hoffentlich!) zu Einsicht verhelfen. Die Züchter trifft es in ihrem Geschäft, und wenn es um´s Geld geht, reagieren Menschen in der Regel! Und die unbelehrbaren Fans des traurigen "Schnauf-Monsters" geraten mehr und mehr ins gesellschaftliche Abseits.


Montag, September 7, 2020

Im August:

schon ein erster Hauch von Herbst


Über den Sommer hat sich das Grün der Äcker und Fluren langsam zu fahlem Beige und zu sonnigem Gelb hin entwickelt. Es gab heiße, faulmachende Tage und Gewitternächte, doch der Herbst ließ sich im wilden Blumenmeer und auf den Weiden schon früh erahnen.

An einem schwülen Abend spazierten Clara und ich auf unserem Dorf-Höhenweg und bestaunten ein wunderschönes Wildblumenfeld. Die Bauern säen sie immer wieder einmal (auch) als Stickstofflieferant aus, damit die Böden sich erholen können.

Clara fühlte sich verloren in dieser wilden Pracht, aber sie folgte mir, als ich zum Bewundern und Fotografieren von unserer unter Birken versteckten Lieblingssitzbank aus hinein ging.

Der Weizenfelder waren schon zu Stoppelfeldern abgemäht, die Roggen- und Haferfelder standen kurz davor. Wir folgten einer schmalen Treckerspur hinein. Nach dem Blumenmeer ging es jetzt für sie in ein Ährenmeer. Sie sah mich an, als würde sie an meiner Weisheit zweifeln ;-)

Begeistert war Clara definitiv nicht... Rumrennen unmöglich! Sie sollte ihren Spaß haben, also ging ich mit ihr nach diesen kurzen Abstechern auf dem "anständigen" Weg am Feldrand weiter, bis es wieder zu regnen begann.

Wegränder sind für Clara immer spannend: da hinterlassen wohl nicht nur Hunde, sondern auch andere Tiere ihre Duftmarken. Clara beschnüffelt nicht nur Gräser, sondern auch immer gerne die Blütenvielfalt am Acker- oder Wegrain :-)

Wieder Zuhause sah ich an unserer Garageneinfahrt in Nachbars schöner Rose dort eine Grille, bewegungslos ruhte sie im Duft. Dieses Foto möchte ich Euch LeserInnen nicht vorenthalten.

An einem der folgenden Tage wanderte ich mit Clara nach längerer Zeit einmal wieder den langen Rundweg zur und um die Wüstung selbst, eine alte, verfallene Siedlung: sie machte ihrem Namen diesmal alle Ehre, der Kahlschlag hat hier gewüstet....

Einschub zur Borkenkäferplage der Kiefern: Nur in wenigen, wirtschaftlich ungenutzten Waldecken wurde auf den totalen Kahlschlag verzichtet, die noch gesunden Kiefern durften auf gelichtetem Gelände weiterleben, so wie in einem kleinen Tal bei unserem Nachbardorf Helmern...

Dieser wild belassene Wanderweg durch alten Buchenwald hinter der Wüstung führt zu Claras Freude oft wörtlich über Stock und Stein.

Die Farben waren wie auf den Feldern: Gelb-brauner Boden, statt Getreidestoppeln Trockenlaub. Auch hier ließ sich schon den Herbst erahnen. Wir sahen viele geplatzte Boviste, die erinnerten an Roggenbrötchen. Clara ignorierte sie, die dufteten wohl uninteressant für eine Carnivorin ;-)


Freitag, September 4, 2020

Die Hitzewelle - ab ins Wasser


Diese August-Hitzewelle (siehe Beitrag unten) blieb eine Woche, aber ein wenig Wind war aufgekommen, der die Lebensgeister wieder leicht erweckte. Morgens gleich lud ich Clara ins Auto und führ mit ihr - bei schon 27 Grad - zur alten Altenau-Furt am Dorfende.

Ich erzählte schon, dass Clara kein echter Fan von Wasserspaß ist. Nun, abwarten!...

JA !! Sie ging tiefer hinein, auch ohne mich! Und sie erinnerte sich an ihren Lieblings-Wasserpfad (Siehe Beitrag vom 3. Oktober 2019), der fast eine Furt bildet.

Sie wagte sich sogar ein wenig weiter bachaufwärts an eine wild bewachsene Engstelle heran. Dann explorierte sie das gegenüber liegende Ufer eine Weile. Sie entdeckte auf dem Wasser ein wegfließendes großes Laubblatt, Jep!, das mußte sie fangen :-)

Jetzt kam sie wieder zu meiner Bachseite zurück, klatschnaß und um mir zu auf ihre Art zu sagen, wie zufrieden sie sei :-)

Clara entschied nach einer Schmuseminute: wieder ab in den Bach! Ich setzte mich auf einen dicken Stein am Ufer und beobachtete sie mit stiller Freude. Ohne sie säße ich nicht an diesem Bächlein, ohne sie wäre ich längst nicht so viel in der Natur draußen. "Hund statt Handy", den Tipp sollte man schon in der Schule propagieren :-)

Im Wasser sah sie sich nach möglichen neuen Unternehmungen um. Und zu meiner wirklich großen Überraschung tauchte sie irgendwann nach Steinchen!

Von allen unseren Bulldogs hatte bislang nur Alma (1981 - 1994) diese Herausforderung geliebt - bis zur Perfektion brachte sie uns Steine aus dem Wasser als Geschenke! Ich habe davon ausführlich im Beitrag von 7. August 2017 erzählt. Ihr müßt zum Lesen weiter nach unten scrollen.

Wir spielten lange, ich ging auch mit den Beinen ins Wasser - aber sehr wachsam um nicht auszurutschen und zu fallen. Das kalte Wasser, nur 2/3 km weiter wird es aus der Tiefe gepumpt, speist dort zunächst die Kneippanlage und füllt dann den im Mini-Naturschutzgebiet daneben liegenden "Paddelteich" - ja, es tat auch mir herrlich gut. Klar, wir gehen jetzt jeden weiteren Hitze-Vormittag dorthin :-)

Clara schüttelte sich immer wieder mit Begeisterung das Wasser aus dem Fell, manchmal soagar schon beim Hineingehen. Ich lachte, sie ist einfach herrlich.

Wieder Zuhause wollte sie ins Dachgeschoß auf ihr geliebt-gewohntes Blaues Sofa im Arbeitszimmer. Aber ich wollte das nicht, da sie noch sehr nass war, und stellte ein "Ding" (einen Platikkorb) auf die untere Stufe, ging aber selber hoch. Nicht lange und ein Poltern unten, sie hatte das "Ding" weggestoßen und kam rauf!

Das war das erste Mal, dass sie den Respekt vor solch "unnatürlichem Menschenzeugs" verloren hatte. Toll, kleine Clara !

Am nächste Tag der Hitzewelle fuhren wir wieder zur alten Altenau-Furt. Diesmal wanderten wir gemeinsam ein wenig durch den Bachlauf abwärts, denn das Wasser war ganz klar, ich konnte den Grund sicher abschätzen. Trübe machten wir selbst es nur :-)

Wir wanderten weiter den Bach abwärts. Sein Bett wurde breiter und flacher, das gefiel uns beiden. Wenig später war eines der Ufer mit hohen, mir undurchdringlich erscheinendem Sumpfgras bewachsen.

Wie wir wissen liebt Clara seit eh und je wildes Gras, und dieses Riesengras interessierte sie besonders! Zu meinem Schrecken verschwand sie kurz darauf darin!

Sie kam erst nach vielmaligem Rufen von weiter oben zu mir zurück - ich war inzwischen auch durchs Sumpfgras hoch geklettert. Es muß da irgendwo verführerisch nach Aas gerochen haben, denn sie hatte mir bislang nur ein einziges Mal nicht gehorcht: ich war ihr nachgelaufen und hatte sie bei einem trocken verwesten Waschbären in der Nähe einer Jagdkanzel gefunden!

Clara hält Hitzewetter jetzt für toll. Wenigstens einer der Familie Savory, der das so sieht!



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'


Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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