Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Sonntag, Juli 25, 2021

Funde im Netz: Kurioses rund um´s Fressen


Bulldoggen sind ob ihrer Verfressenheit berüchtigt ;-)

Bulldoggen sind berühmt für ihre kognitive Intelligenz. Link zum Video

Bulldoggen bringen uns zum Lachen :-))

Einen absolut kuriosen Fund - der vom anderen Ende her gedacht auch mit Fressen zu tun hat - machte Alice von Evelyn Riesen. Sie schrieb zum Foto davon: "So ein Glück beim Abendspaziergang.... endlich mal eine anständige Toilette für Alice ;-)"


Donnerstag, Juli 22, 2021

Eine dicke Freundschaft: Clara und Teddy


Sommertags lese ich gerne in der Gartenlaube und Clara döst oft unterm Hollunderbaum im Gebüsch hinter den Gräbern. Welche Freude, wenn dann Teddy zu Besuch kommt!

Teddy ist ja noch ein Welpe, Clara läßt ihn also geduldig und mit Freude auf sich rumhopsen. Und wir Menschen lachen dazu aus vollem Herzen, besonders als Teddy begeistert entdeckt, dass er ein Junge ist ;-)

Nach solchen Spielstunden sind beide nur noch müde. Das sind dann die ruhigsten Nächte für uns Menschen ;-)


Montag, Juli 19, 2021

Clara´s Trink- und Badestellen


Direkt bei unserem Dorf Henglarn gibt es eine für Clara (und meine Füße) gut geeignete Badestellen in der Altenau: weitgehend frei von Zecken und Bremsen. Übrigens geht sie in Seen nicht hinein, nur in Bäche, wo sie das gegenüberliegende Ufer GUT sehen kann ;-)

Als ganz kleine (von Anglern ausgesetzte) Forellen vor ihrer Nase rumflitzten war sie nur erstaunt. Nun, die waren auch schon wieder weg, bevor sie zu einem Einschätzung gekommen war, was mit Fischen gemacht werden könnte ;-)

Clara geht nie weiter als bis maximal zum Bauch ins Wasser. Das reicht als Abkühlung, gibt sie mir zu verstehen ;-). Und sie trinkt daraus auch nur bei echt heißem Wetter.

In der Regel reicht ihr eine Pfotenkühlung, so wie hier (Bild oben) in der Altenau bei Husen.

An einem sehr schwülen Tag Anfang Juli fuhr ich mit ihr einmal wieder in den Glasebruch. Schattiger Wald, kühler Bach, herrlich, denn nicht nur nebenbei gesagt: hier gibt es ebenfalls keine Zecken- und Bremsenkolonien. Fingerhüte und Brombeerblüten schmückten den Wald mit kühlem Lila und Pink.

Clara kühlte sich bei dieser Hitze tatsächlich bis zum Bauch. Und sie fand das Wasser im Schatten der Holzbrücke besonders erfrischend :-)

Am Ende des Weges kamen wir an Weiden mit prächtig gehörnten Rindern vorbei. Und sofort bedrohte mich dort eine Bremse... ab zum Auto, dachte ich nur noch!


Freitag, Juli 16, 2021

Sommer - Wasser - Bremsen & Co


Dieser Sommeranfang brachte auch Regen; gut für Felder, Gärten und die Bäche. Ich freute mich für Clara, dass sie nicht alle trocken fielen, so wie in den letzten Jahren. ABER: ich hatte vergessen, dass viel Wasser auch vielen Mücken das Leben erleichtert... und schlimmer: den Bremsen (Blinde Fliegen) auch!

Am ersten heißen Junitag fuhr ich mit Clara zum Lichtenauer Dorf Blankenrode, und dort zu meiner Lieblingsweg im Altenautal. An vielen Stellen war der direkte Zugang zum Bach allerdings frisch zugewachsen...

Ich hatte Wassersandalen an und ging mit Clara bei einer kleinen Wandererbrücke sogleich in den kleinen, plätschernden Bach hinein. Der Spaß war für mich nach 5 Minuten vorbei:

Diese Riesenstecher - und Borreliose übertragenden Bremsen - kamen im Schwarm aggressiv blutdürstig zielsicher auf mich geflogen... eine stach mich sogar durch die Jeans! Ich schlug um mich und sprang so schnell ich konnte beiseite ans Ufer... Clara wunderte sich über mich, aber ging ein Stück vor mir auch gleich zurück an Land...

Hier weiden gelegentlich Kühe weiter unten im Tal, von dort kommen diese Viecher wohl her, dachte... Arme Kühe... Im Wald sind die selten, also gehen wir jetzt weiter durch´s Tal und dann tiefer in den hinein, beschloß ich!

Dies ist ein schöner Weg vorbei an filigranen Gräser zwischen Brombeergebüsch und leuchtenden Waldblumen. Und tatsächlich waren hier im Buchenwald keine jagenden Bremsen, sondern nur wenige, rumschwirrende Mücken unterwegs. Die sind vergleichsweise harmlos...

Ein paar Kilometer weiter bachabwärts gingen Clara und ich von einer zur Zeit leeren Weide aus wieder ans Wasser. Clara verlustierte sich hingebungsvoll im und am Ufergras ;-)

Wenn auch zur Zeit nicht als Rinderweide genutzt, so kam nach vielleicht 5 Minuten die erste Bremse "angedrohnt" und wir flohen fort ;-)

In der Nähe von Bächen sind Rinder oder Pferde "Blutbanken" für Bremsen & Co. Wir werden deshalb Gewässer in Weiden den Sommer über meiden!


Dienstag, Juli 13, 2021

Im Wald


Bei uns im Paderborner Land gibt es kleine, geschützte Waldstriche, meistens wachsen sie auf steilen Hängen, die wirtschftlich eh nicht auf einfache, billige Art genutzt werden können. Mein Lieblingswaldpfad ist der Hainberg-Kammweg von der Kahlen Platte aus:

Gelbe Blumen beherrschten Ende Mai / Anfang Juni den Saum der schmalen Pfade durch den Wald - neben Waldmeister noch und noch. Eine Freude sie alle zu fotografieren :-)

Clara mag solche Waldpfade, denn die Sicht und die Erkundung nach rechts und links in den Wald hinein ist ihr nur gelegentlich durch Brombeergestrüpp versperrt oder besser gesagt verwehrt. Oder durch das Gelände, wie eben auf dem Kamm des Hainberges.

In diesem naturbelassenen Buchenwald kann man erstaunliche bis groteske, sogar lustige, die Phantasie beflügelnde Baumgestalten entdecken. So ähnlich muß das ganze "Paderbörner Land" noch bewaldet gewesen sein, als die Gebrüder Grimm hier einge ihrer Märchen von einer alten Frauen erzählt bekamen.

Dann gibt es hier bei uns auch noch ganz unwirtliche Waldwege. Den "Pfad" im Totengrund direkt am meist trocken gefallenen Bach entlang entdeckte ich als solch einen. Wenn ich nicht an einem Sonntagmittag eine Reitergruppe da heraus hochkommen gesehen hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen dort einmal herzugehen, denn aus Sicht von oben endete dieser Weg nach vielleicht schon 50 Metern.

Fast 2 km weiter die Straße hoch gab es einen ähnlichen Kurzweg abwärts zum Talgrund. Ich war ihn mit Clara schon mal gegangen, bis er sehr bald nur noch Reifenmatsch war; er war eigentlich nur eine mehr oder weniger lange Treckerspur, die keinen Wanderspaß hergab. Nun, die Reiter hatten eine Verbindung dieser zwei Stichwege zum Talgrund bewältigt, also würde mir das mit Clara auch gelingen. Kleine Abenteuer sind ja manchmal ein Vergnügen :-)

Wie stets lief Clara vor und wartete alle Nase lang geduldig auf mich. Wenn ich ihrer Meinung nach zu lange Blumen oder Bäume fotografierte, lief sie auch wie immer zurück um mich ans Wandern zu erinnern ;-)

Wir gingen den von Treckern geschaffene Schlammweg diesmal weiter, aber der endete auch nach einer Weile, und zwar in hohem Gras.

Dieser Grasweg hatte seine Tücken: wir stolperten gleich in alte Reifenfurchen, sie waren vom hohen Gras völlig überwachsen und nicht erkennbar. Das wirklich Schwierige war aber, dass über die tiefsten Furchen irgendwann einmal Stöcke quer gelegt worden waren, um sie zu überbrücken. Die waren ebenso wenig im hohen Gras sichtbar wie die Furchen selbst. Ich geriet mit einem Fuß dazwischen und hätte ihn mir wohl ohne meine hohen Wanderschuhe verrenkt.

Clara ging nach einer ähnlichen Erfahrung auch sehr vorsichtig, sie bedachte ihre Schritte genau dort, wo der Boden weicher und matschiger wurde und sie also wieder mit solchen Stöcken rechnen mußte. Dann trat sie gezielt auf diese drauf oder umrundete die Stelle.

Der Weg änderte sich irgendwann einmal mehr: vor uns öffnete sich überraschend eine Lichtung voller Wildrhabarber. Der Weg war hier kaum noch ein Wildwechsel zu nennen, höchstens für Kaninchen... Aber es gab keine zugewucherten Furchen mehr!

Clara versankt im Rhabarber und war froh, als sich am Ende der Lichtung wieder ein ganz normaler Waldweg vor uns auftat. Und wir sahen gleich dahinter die Brücke und etwas weiter die schmale Strasse an der Stelle, wo wir zwei Wochen vorher die Reiter aus dem Grund herauskommen gesehen hatten!

Zurück gingen wir über die Straße hoch zum Auto. Das ging viel schneller als abwärts den Wildpfad entlang :-)


Samstag, Juli 10, 2021

Mit Clara im Frühsommer unterwegs

in Feld und Flur


Hier im Paderborner Land sind nahezu alle Feldwege asphaltiert und somit auch schlechtwetter-geeignet. Zur Zeit mag Clara diese Wege nicht so gerne: sie kann nämlich durch das hoch stehende Getreide ihre nähere Umgebung nicht einsehen.

Spaß machen ihr jetzt auf diesen Asphalt-Feldwegen nur die kleinen Wiesenflecken an den wenigen Sitzbänken unterwegs.

Alte, ausgefurchte Feldwege sind schon spannender für Clara und mich, denn diese wenigen durchziehen in unserer Gegend nur sehr abgelegene Fluren - so wie in der Nähe des jungsteinzeitlichen Steinkistengrabes bei Etteln.

Dies ist die einzige mir bekannte Stelle des Dorfverbundes "Stadt Lichtenau", von wo aus über 180 Grad des Horizontes windradfrei ist. Ich erlebe diesen weiten Blick als uneingeschränkte Freude.

Anders als die Felder sind die Wiesen und Weiden im Frühsommer schon gemäht, das Heu eingefahren. Hier kann Clara nun nach Herzenslust rumrennen, und sie genießt es!

An diesen abgelegenen, unplanierten Feldwegen sind meist die Hecken erhalten geblieben und eine Vielfalt von Blumen, die den Begriff "Flur(=Flora)" noch rechtfertigen.

Außer Mohn und Kamille fand ich hier Ackerwinden und Kornblumen sowie Johanniskraut und Klee. Jetzt zum Mittsommer wechselten sich entlang des Weges der Duft der Hollunderblüte mit dem der Wildrosen ab.

Noch mehr als Slalom- liebt Clara das Hürdenlaufen. Und dies wiederum ganz besonders bei den Galmeiveilchen im NSG Blankenrode.

Das letzte Mal waren wir Anfang Juni dort, um uns an den in diesem Jahr ersten dieser weltweit nur hier auf dem Schwermetallboden wachsenden Violetten Galmeiveilchen zu erfreuen.

Es herrschte im Juni über mehrere Tage eine ausgeprägte Hitzwelle. Da zog es Clara und mich nur noch in die stets etwas kühleren Wälder. Darüber erzähle ich im nächsten Beitrag.


Mittwoch, Juli 7, 2021

Hunde handeln eifersüchtig, auch wenn sie

ihren Rivalen nicht sehen

Quelle: ScienceDaily (Apr. 8, 2021)


Hunde sind einer der beliebtesten tierischen Begleiter der Menschheit. Sie teilen unser Zuhause und scheinen unsere Zuneigung zu erwidern. Aber könnte sich diese emotionale Bindung in Eifersuchtsgefühle ausweiten? Um diese Frage zu beantworten, maß ein Forscherteam die Reaktionen einer Gruppe von Hunden, als ihre Besitzer ihre Aufmerksamkeit auf einen wahrgenommenen Rivalen lenkten. Die ganze Geschichte:

Frühere Umfragen haben gezeigt, dass mehr als 80% der Hundebesitzer angeben, eifersüchtiges Verhalten ihrer Hunde zu beobachten – Lautäußerungen, aufgeregtes Verhalten, An-der-Leine-ziehen – wenn sie anderen Hunden Aufmerksamkeit schenken. Neue Forschungsergebnisse, die in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht wurden, unterstützen diese Beobachtungen und stellen fest, dass Hunde auch eifersüchtiges Verhalten zeigen, wenn sie sich nur vorstellen, dass ihr Besitzer mit einem potenziellen Rivalen interagiert, in diesem Fall einem sehr realistischen künstlichen Hund.

ANMERKUNG

Auch bei Hunden ist meiner Erfahrung nach das Maß ihrer Eifersucht von ihrem Umfeld und ihrer frühen Prägung abhängig.

Zum Beispiel war Kosmo äußerst eifersüchtig: er lebte ja mit seiner Mutter Frieda zusammen und mußte sich seinem Gefühl nach von klein an bemühen neben ihr eine wichtige Rolle zu spielen. Er verdrängte sie aber stets sehr sanft - emotional durch ihre mütterliche Autorität gebremst - von unserer Seite auf dem Sofa, indem er sich einfach mit Hilfe der Schwerkraft dazwischen sacken ließ. Andere Hunde bekamen aber all seinen gestauten Eifersuchts-Unmut ab, wenn wir diese nur ansahen!

Frieda dagegen zeigte kaum Eifersucht. Sie hatte gelernt, dass nicht mal ihr Sohn ihrer alten Stellung und unserer Liebe zu ihr etwas anhaben konnte. Wie sollte das dann je einem fremden Hund gelingen?

„Die Forschung hat bestätigt, was viele Hundebesitzer fest glauben – Hunde zeigen eifersüchtiges Verhalten, wenn ihr menschlicher Begleiter mit einem potenziellen Rivalen interagiert“, sagte Amalia Bastos von der University of Auckland und Hauptautorin des Papiers. "Wir wollten dieses Verhalten genauer untersuchen, um festzustellen, ob sich Hunde wie Menschen mental eine Situation vorstellen können, die Eifersucht hervorruft."

Hunde scheinen eine der wenigen Arten zu sein, die eifersüchtiges Verhalten zeigen können, ähnlich wie ein menschliches Kind, das Eifersucht zeigt, wenn seine Mutter einem anderen Kind Zuneigung entgegenbringt. Beim Menschen ist Eifersucht eng mit Selbstbewusstsein verbunden, was ein Grund dafür ist, dass Forscher der Tierkognition so daran interessiert sind, Eifersucht und andere sekundäre Emotionen bei Tieren zu untersuchen.

Um zu testen, wie und wann Hunde eifersüchtiges Verhalten zeigen, stellten die Forscher 18 Hunden Situationen vor, in denen sie sich eine soziale Interaktion zwischen ihrem menschlichen Begleiter und entweder einem realistischen falschen Hund oder einem Vlieszylinder vorstellen konnten. Der falsche Hund diente als potenzieller Rivale um Aufmerksamkeit, während der Zylinder als Kontrolle diente.

Im Experiment beobachteten die Hunde den Fake-Hund-Rivalen neben ihrem Besitzer. Dann wurde eine Barriere zwischen dem Hund und dem potenziellen Rivalen angebracht, die ihm die Sicht versperrte. Obwohl die Sicht blockiert war, versuchten die Hunde gewaltsam ihre Besitzer zu erreichen, als sie den rivalisierenden falschen Hund hinter der Absperrung zu streicheln schienen. In einem Wiederholungsversuch mit einem Vlieszylinder anstelle eines falschen Hundes zogen die Hunde mit viel weniger Kraft an der Leine.

Durch ihre Studie fanden Bastos und ihre Kollegen heraus, dass Hunde drei menschenähnliche Signaturen für eifersüchtiges Verhalten zeigten. Eifersüchtiges Verhalten trat nur auf, wenn ihr Besitzer mit einem wahrgenommenen sozialen Rivalen und nicht mit einem leblosen Objekt interagierte; als Folge dieser Interaktion und nicht aufgrund der bloßen Anwesenheit eines potenziellen Rivalen zeigten sie Eifersucht; und sogar auch dann, wenn die Interaktion zwischen ihrem Besitzer und einem sozialen Rivalen außerhalb ihrer Sichtweite geschah.

„Diese Ergebnisse unterstützen die Behauptung, dass Hunde eifersüchtiges Verhalten zeigen. Sie liefern auch den ersten Beweis dafür, dass Hunde eifersüchtige soziale Interaktionen mental repräsentieren können“, sagte Bastos. "Frühere Studien verwechselten eifersüchtiges Verhalten mit Spiel, Interesse oder Aggression, weil sie nie die Reaktionen der Hunde auf die Anwesenheit des Besitzers und des sozialen Rivalen im selben Raum getestet haben und beide miteinander interagieren."

„Es gibt noch viel zu tun, um das Ausmaß der Ähnlichkeiten von dem, was in den Köpfen von Menschen und anderen Tieren geschieht, festzustellen. Insbesondere im Hinblick auf das Verständnis der Natur der emotionalen Erfahrungen nichtmenschlicher Tiere“, sagte Bastos. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob Hunde Eifersucht wie wir erleben, aber es ist jetzt klar, dass sie auf eifersüchtige Situationen reagieren, auch wenn diese außer Sichtweite auftreten."

Frieda´s und Kosmo´s Leben ist in ihrem Archiv dokumentiert. Es war eine erfüllte Lebensphase, die schöne Zeit mit den Beiden. So fing diese Zeit an: Beiträge 2005


Sonntag, Juli 4, 2021

Hunde im Antiken Griechenland


Stu fand diese Seite im Netz:

"Die alten Griechen hatten wirklich Gräber für Hunde. Und sie schnitzten Sätze in den Stein wie „Ich habe dich hierher getragen, ich empfinde jetzt genauso viel Kummer wie ich Freude empfand, als ich dich (als Welpe) nach Hause getragen habe“ und „Du hast nie ohne Grund gebellt, aber jetzt bist du still“.

Der menschliche Drang, eine Geschichte zu erzählen, erstreckt sich über Jahrhunderte und Jahrtausende, und der Verlust eines wirklich guten Hundes lässt sie den Menschen - auch Jahrhunderten in der Zukunft, die seinen Namen nie kennen werden - erzählen, dass es einmal einen Hund gab, der ein sehr gutes Mädchen war, aber jetzt ist sie nicht mehr und du weißt nicht, was du mit all diesem Kummer anfangen sollst.

Das ist meine allerliebste Inschrift: Letztes Jahr fand ich diese versteckt in einer Ecke des archäologischen Museums in Istanbul. Sie lautet:

„Sein Besitzer hat den Hund Parthenope, mit dem er gespielt hat, als Dank für dieses Glück begraben. [Gegenseitige] Liebe ist lohnend, wie die für diesen Hund.

Da ich ein Freund meines Besitzers war, verdiene ich dieses Grab. Wenn du dies siehst, finde einen einen würdigen Freund, der bereit ist, dich zu Lebzeiten zu lieben und sich [nach deinem Tod] um deinem Körper zu kümmern.“

-
Bei so vielen anderen Grabschnitzereien ging es im Text oft mehr um die Person, die die Schnitzerei in Auftrag gegeben hat, als um die Person, für die die Schnitzerei in Auftrag gegeben wurde. Diese, die für einen Hund ist, identifiziert nicht einmal seinen Besitzer – es geht ausschließlich um einen sehr, sehr guten Hund namens Parthenope, der so geliebt wurde, dass er für immer in Erinnerung bleiben wird.

Gott das ist so berührend

Noch eine Sache – Parthenope ist ein weiblicher Name, also war dieser Hund tatsächlich ein sehr, sehr gutes Mädchen!"

Einen guten Eindruck über den persönlichen und gesellschaftlichen Stellenwert von Hunden im antiken Griechenland gibt Homer in der Odysse, Gesang 17:

Es hat sich bis heute nicht viel geändert: Hunde werden von einzelnen Menschen als ihre Freunde geliebt, aber gesellschaftlich links liegen gelassen - damals auf dem Misthaufen, heute auf der Straße.

Tierschutz als Lebensrecht des Hundes und als Pflicht der Allgemeinheit gibt es bis heute in den Mittelmeerländern so gut wie nicht. Ihr Wohlergehen hängt von ihrem Besitzer und von einzelnen, sich in der Verantwortung fühlenden Menschen im privaten Tierschutz ab.


Donnerstag, Juli 1, 2021

Clara drängt sich nie Hunden oder

anderen Tieren (inklusiv Menschen) auf


Clara kann man nicht provozieren. Ich schrieb schon einige Male darüber, dass Clara Hunde, die ihr begegnen, je nach deren Verhalten und Signalen ignoriert und umgeht - oder freundlich beschnuppert und mit ihnen zu spielen beginnt. Wir mußtenh ihr das nicht beibringen; wie unsere Freundin Ulrike sagt: "Clara kam schon erzogen auf die Welt :-)"

Ihr Verhalten anderen Tieren gegenüber ist auch immer angepasst an deren Stimmungen. Deshalb sind Spaziergänge und Wanderungen mit ihr auch so entspannt.

Anfang Juni, noch vor der Hitzewelle, wanderte ich mit Clara einmal wieder durch das Wildgehege Hardehausen. Ich hoffte, dass inzwischen die Bergwisente und die Wildpferde wieder auf den Weiden wären. Sie waren es :-)

Als Ein- und Zweijährige zog Clara mich schwanzwackelnd hier an der Leine zum Zaunrand in der Hoffnung, diese Pferde kämen (so wie Kühe) neugierig an um sie zu begrüßen. Diese Tarpane sahen zwar zu ihr hin, wohl weil sie direkt am Zaun stand - aber gelangweilt wandten sie sich gleich wieder dem Gras zu. Das hat sie sich gemerkt!

Jetzt, 3 Jahre alt und erfahren, blickte sie nur kurz prüfend auf die Pferde, und als diese wieder keine Anstalten machten sie auch nur wahrzunehmen, ging sie jetzt ihrerseits uninteressiert den Weg ohne Unterbrechung weiter. So im dem Sinne: "Ich dränge mich nie auf!"

Weiter ging es zu den Wildschweinen, aber die waren im Gelände unterwegs oder hielten Mittagsschlaf. Clara war enttäuscht, denn Schweine kennt sie als verspielt und an ihr interessiert. Ihr Schwanzwackeln beendete sie nach einiger Zeit: "Heute sind die langweilig!"

Wir gingen weiter durchs Tal bis zu der großen Herde der Bergwisente. Wir rochen sie schon von Weitem - sie rochen wie Kühe!

Clara mag ja Kühe, sie lief etwas schneller voraus zum Geruch hin. Und die ganze Herde Bergwisente trottete zum Zaun zu Clara hin. Die Alten voran, die Kälber hinterher.

Clara hüpfte vor ihnen am Zaun in und her und wieder weg und wieder hin. Aber diese Art "Kühe" waren Stoiker, sie ließen sich nicht zu - aus ihrer Sicht sinnlosen - Jagdspielchen verführen. Ich freute mich, dass sie immerhin zu Clara an den Zaun gekommen waren.

Wir spazierten weiter auf die Höhe der gegenüber liegenden Talseite zum offenen Gelände der riesigen Flachlandwisente. Sie grasten, rieben sich in einem Sandloch die Zecken aus dem Fell und dösten, alles nicht weit hinterm Zaun:

Diese kolossalen Wisente übersahen Clara wie gewöhnlich. Sie fraß vom hohen Gras am Zaun und sagte mir so: "Sonst ist bei denen nichts los. Lohnt nicht zu bleiben, die kommen doch nicht nah!"

Clara differenziert auch innerhalb einer Art. Zum Beispiel ist Pferd nicht gleich Pferd, trotz des wohl gleichen Grundgeruchs. So wie sie diese Tarpane ignoriert, eben weil die sie ignorieren, so ist sie interessiert an den Pferden im Glasebruch, denn die zeigten sich interessiert an ihr.

Menschen gegenüber ist sie besonders abwartend, die müssen sich bewähren. Leckerli werden erst mal abgelehnt! Vertrauenswürdig von Anbeginn sind nur Menschen mit einem Hund dabei :-)


Montag, Juni 28, 2021

Das obere Menthal und ein altes Märchen


Seit bestimmt über 7 Jahren bin ich nicht mehr durch das untere und dann gleich weiter durch das obere Menthal gelaufen, weil mein Rücken das nicht zuließ. Nun, seit einiger Zeit ist mein instabiler Rücken erstaunlich stabil, und ich wagte Ende Mai diesen langen Weg einmal wieder. Clara´s Wanderlust wirkt zudem sehr motivierend auf mich :-)

Der Aufstieg Richtung Hengler Berg ging zunächst durch ein Holzfällergebiet, aber Clara störte das nicht so wie mich ;-)

Eine ganze Weile wanderten wir dann auf dem flachen Kamm des Höhenzuges weiter. Der lichte Buchenwald im Fühlingszauber läßt Herzen singen :-)

Der Abstieg zum unteren Menthal führt durch eine Schlucht mit der meist trockenen Men im Grunde. Immer wieder umwehte uns betörender Waldmeisterduft.

Kurz bevor diese Schlucht sich zu einem Wiesental weitet, führt der Weg am Bachufer an einer uralten, heute fast völlig verrotteten Eiche vorbei.

Welch besonders prächtige Eiche sie einmal war erkennt man noch an ihrem verrotteten Stamm. Sie war die Inspiration zu einem Märchen gewesen: "Die goldene Spinnerin" LINK.

Einerseits gehört dies Märchen in die Kategorie der erzieherisch konzipiertenten Märchen in der Tradition von Hans Christian Andersen (1805-1875). Andererseits zeigt es einen uralten Animistischen Kern: auch ein Baum und Sonne wie Mond in seinem Wipfel sind belebt. Die "Goldene Spinnerin" ist die Licht- und Glücksspinnerin des Schicksals wie der Natur, die sich nicht einfangen und nicht bändigen läßt.

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Am Grund der Schlucht rannte Clara gleich auf den ihr vertrauten Platz mit der bemoosten Bank zu. Bislang erreichten wir diese immer auf dem direkten Weg und nicht über den Umweg über den Höhenzug des Hengler Bergs. Sie war erfreut, aber nicht bemerkbar überrascht hier gelandet zu sein :-)

Clara untersuchte den Steinturm und ich beobachtete ihren neugierigen Eifer von der alten Bank aus. Dies ist ein schöner Platz um die Gedanken treiben zu lassen, sich der Muße und Freude zu überlassen.

Zurück zum Parkplatz ging es dann durch´s untere Menthal. Den Weg spazieren Clara und ich oft. Und wie immer ließ ich ihr am alten Pferdestall Zeit durch die Wiesen zu rennen. Sie liebt es sich auf diese Art auszutoben :-)



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'


Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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Cornelia Savory-Deermann


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