Cornelias Bulldog Blog
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Mittwoch, Oktober 7, 2026

Schöne, lustige, bizarre Pilze sowie ein

Hexenei und ein Dachsbau


Besonders unter alten Nadelbäumen findet man erstaunliche Pilze. Eine Ecke des Waldes am Rande der Bleikuhlen von Blankenrode ist solch eine Stelle.

Wo ich am Waldrand alte Fichten sah, suchte ich mit Clara den Boden um sie herum ab. Clara rollte sich dabei genüßlich auf dem dicken Teppich getrockneter Nadeln herum :-)


Die Hegge, das Plateau nördlich oberhalb des Altenautals, hat auch noch kleinere Bereiche mit alten, meist gesunden Fichten. Wir hatten Gaby dorthin mitgenommen.

Wir fanden am Waldrand sogar ein paar echte und viele falsche Pfifferlinge!

Im Waldrand entdeckte ich eine große Wölbung, in der etwas wie ein Stein aussah, aus der Nähe aber als die Oberfläche eines Pilshutes erkennbar war. Dies "Hexenei" drückte sich wie bei einer Geburt aus dem Waldboden heraus.

Google Ki verriet mir, daß dies "Hexenei" genannte Ding ein sich hochdrückender Gemeiner Stinkmorchel in seinem noch geschlossenen Entwicklungsstadium ist.

Wir streiften ein wenig durch dies Waldstück und ich entdeckte ein ziemlich großes, ovales Loch im Boden. Es war ein Eingang zu einem Dachsbau. Fuchsbauten habe neben dem Eingang in aller Regel Reste von Futter und Kot herumliegen, aber dieser Eingang war völlig sauber, wie es typisch für Dachse ist.

Drei Tage später fuhr ich mit Clara zur selben Waldstelle, ging aber dann einen anderen Seitenweg bis zum wegen Bauarbeiten gesperrten, asphaltierten Heggeweg. Gut zu sehen, daß diese Arbeiten fast fertig waren.

Einen Knollenblätterpilz erkenne ich jetzt ziemlich sicher an seinen Fetzen auf dem Hut. Sie erinnern an altes, dünnes Pergamentpapier. Ich schob trotzdem etwas Erde um seinen Fuß herum beiseite, um nach seiner Knolle zu sehen.

Clara hatte Spaß auf ihre eigene Art :-)

Ich pflücke und esse aus dem Wald nur Steinpilze, weil ich diese sicher erkenne. Google informierte mich gerade auf Nachfrage, daß in deutschen Wäldern nur 1.4 % aller vorkommenden Großpilze eßbar sind! Zu den Google Pilzbestimmungen, die ich unter den Pilzen nenne, spricht seine KI übrigens grundsätzlich aus Vorsicht von "wahrscheinlich".


Sonntag, Oktober 4, 2026

Beginn der Pilzzeit im Nadelwald und

die ersten Glückspilze


Mitte September verwöhnte uns die Sonne an tieblauem Himmel. Ich hatte wieder verstärkte Probleme mit meiner etwas instabielen Wirbelsäule. Trotzdem fuhr ich mit Clara in den Wald; einmal wegen ihr, aber auch wegen meiner selbst, denn der Wald schenkt mir Wohlsein für Körper und Seele. Außerdem begann die Pilzsaison.


Zwei Tage später fuhr ich mit ihr zu einen Mischwald bei Kleinenberg, wo es einen schmalen Streifen echten, alten Nadelwaldes gibt. Auf der waldabgewandten Wegseite konnte ich einmal wieder zwei prächtige, urgestaltige Buchen bestaunen.

Es gibt dort einen alten Nadelwaldstreifen, den wir durchstreiften. Er führt im rechten Winkel vom Weg ab, das heißt irgendwann konnte ich den Weg nicht mehr sehen. In der Regel durchstreife ich wegen meiner schlechten Orientierung den Wald parallel zum Weg. Ich mußte mich hier auf Clara verlassen.

Wir fanden viele richtig hübsche Pantherpilze, auch einige Perlpilze. Beide Arten ähneln dem Fliegenpilz, denn sie tragen noch Reste der Gesamthülle des Baby-Pilzes auf Tupfen auf ihrem Hut.

Durch den Fichtennadelteppich hatten sich auch einige Sorten von Röhrenpilze, so wie die delikate Ziegenlippe und z.B. die sehr ähnlich aussehenden Bitterröhrlinge hochgedrückt.

Pilze, das heißt deren Fruchtkörper, sterben in der Regel schnell verfaulend ab. Wenn man ein echter Pilzsammler ist, muß man nach Regen gleich in den Wald raus, um sie frisch zu pflücken.


Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zu einem äüßerst dichten Fichtenforst im Gleichen Waldgebiet wie der Waldstreifen oben. Da Schneisen hinein geschlagen worden waren, konnten wir auch hinein. So viele Pilze, nahezu "Zwergensiedlungen", sah ich selten!

Clara genoß hier den dicken, weichen Fichtennadelteppich :-)


Es müßten zur Zeit auch erste Fliegenpilze zu finden sein. Am Folgetag fuhren wir - Gaby wollte gerne auch mit - zum von alten Birken gesäumten Weg zum Eselsbett-Restmoor. Ans Moor grenzt hier auch ein Birkenwald mit einem Aussichtsturm darüber.

Fliegenpillze wachen im Wurzelgeflecht von Birken und Fichten. Entlang dieser alten Birken-"Allee" fand ich in den letzten Jahren Mengen dieser so schönen, stolzen Glückspilze. In alten Zeiten wurden sie in Osteuropa/Sibirien getrocknet an Weihnachten (oder mit der zeitgleichen Wintersonnenwende im Sinn) in Tannenbäume gehängt.

Der dichte Farn, in dem die Fliegenpilze hier am Birkenweg wuchsen, war schon gemäht worden. Ein schöner Glückspilz lag abgemäht am Farnrand. Ich nahm ihn mit zum Trocknen nach Hause. (Mit dem bloginternen Suchprogramm kann man viele wunderschöne Fotos von Fliegenpilzen finden.)

Wir spazierten weiter zum Birkenwald. Gaby fand einen schon älteren Glückspilz ;-)

Ich werde mit Clara in den nächsten Wochen alle unsere alten Fundstellen einmal aufsuchen. Mit Glück sehen wir frisch aus der Erde geschlüpfte in ihrer vollen Pracht.


Donnerstag, Oktober 1, 2026

Weiße "Puffbälle", Felsklötze und

ein Knollenblätterpilz


Gegen die Septembermitte hielt sich das Wetter feucht, daß heißt wir konnten auf Pilze hoffen. Der Weg auf der Höhe des Südhangs des Altenautals oberhalb von unserem Dorf war im Frühling von hohem Gras für uns zu zugewachsen gewesen - jetzt war er sicherrlich gemäht. Wir fuhren hin.

Mir sprang ein kleiner, weiter hinten im Laub leuchtendweißer Fleck ins Auge - kein Plastikteilchen, es war ein nur daumennagelgroßer, kugelrunder Pilzwinzling. Er hatte feinste Stachelchen auf seiner Haut. Ein Stäubing, wie mir KI-Gemini erklärte.

Außer Totholzpilzen fanden wir keine weiteren. Clara freute sich natürlich trotzdem, sie rollte sich jedenfalls genüßlich im Laub. Wir spazierten nach einer Weile zurück.

Auf dem Wiesenrand kurz vor unserem Auto sah ich einen weißen Ball, ein wenig in Eiform, von altem Gras halb verdeckt. Auf dem Hinweg hatte ich ihn wohl deshalb übersehen.

Ich legte den Ball frei und versteckte für Clara ein Leckerli darunter, um sie mit diesem Ding fotografieren zu können. Es war steinhart, fest und ohne Stiel. Es sah wirklich wie ein Kürbis aus! Nun, es war ein Bovist - demnach auch ein Puffball, wenn man so will ;-)


Die kleine Straße durch die Egge nach Hardehausen war nun auch gesperrt worden, also ein Grund mal endlich wieder in die Wälder hinter Kleinenberg zu fahren. Das Felsenmeer dort ist immer eine Verlockung.

Der Abhang von Hochplateau war außerordentlich steil und tief. Die manchmal fast bis zimmergroßen Klötze waren durch Verwitterungsprozesse nach und nach herunter gerollt. Und werden das eine lange Zeit auch noch weiter tun.

Clara wirkte lustlos. Gaby war mit und ging wie gewohnt manchmal vor, um Clara zum Hin-und-Her-Rennen zu animieren. Aber sie trottete nur weiter. Arthritis hat sie gottseidank nicht, denn sie humpelt nie. Ich dachte daran, daß sie schon 8 Jahre alt ist. Sie wird mit uns alt.


Am nächsten Tag fuhren wir in die nördliche Egge, nordöstlich des Felsenmeeres. Der Wald hier war anders als gewohnt: fast horizontal verlaufende Regenwasserrinnen lagen wie in Schichten übereinander. Boden und Luft waren sehr feucht.

Der Wald hier war so, wie wir ihn lieben: alte, raumgreifende Nadel- und Laubbäume sowie junger bis mittelalter Nachwuchs immer wieder in neuen Formationen. Gaby begleitete uns wieder. Clara war trotz des sehr warmen Wetters viel lebhafter als am Vortag im Felsenmeer. Sie rannte zwischen Gaby und mir wieder hin und her, um ihr "Rudel" zusammenzutreiben ;-)

An belichteten Wegrändern im Talgrund wuchsen viele Schachtelhalme, mancher einen Meter hoch. Und an den beschatteten Wegteilen im Wald freute ich mich an den Herzförmigen Blättern des Huflattich, an deren Rändern dicke Tautropfen glänzten.

Das Highlight war für mich ein Knollenblätterpilz! Er sah so hübsch wie ein Champignon aus und ich überlegte, ihn zu essen. Aber aus grundsätzlicherr Vorsicht heraus fragte ich zuerst Google Lens, ob es wirklich ein Champignon sei. Und als Antwort kam von KI Gemini, es sei ein Knollenblätterpilz! Das ist der Giftigste unserer heimichen Pilze; über 70 % der Vergifungen mit ihm verlaufen tödlich!

Ich schob das Laub und etwas Erde um seinen Fuß herum beiseite - und die ihn kennzeichnende Knolle kam zum Vorschein! Ich entdeckte ihn hier erstmalig bewußt.


Montag, September 28, 2026

Im Birkenwald, im Eichenwald und auf

giftigen Bleiwiesen


Es war Anfang September und feuchtes Wetter, also eine Zeit um auf Pilze zu hoffen. Ich fuhr mit Clara zum Birkenwald am Rande des Moors "Eselsbett". Dort hatte ich in früheren schon mal Steinpilze gesehen.

Wir entdeckten in der Farnwildnis dort einen schönen Birkenpilz.

Der Wind bließ über das flache Tal - er brachte die Birken zu einem erstaunlich lauten, helltonigem Rauschen. Es war deutlich lauter, als ich es von unseren Buchenwäldern her kenne. Vermutlich lag das an den vergleichsweise kleinen, feinen und hoch beweglichen Birkenblättern. Kleine Birkensamen flogen in Massen durch die Luft.

Dieser Wald mit seinem taillenhohen, den Boden völlig bedeckenden Farn und seinem lichtdurchlässigen Laubdach hatte seinen ganz speziellen, zarten Charme.


Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zu einem Eichenwald, der mit nur wenigen Buchen durchsetzt war. Unter Eichen befindet sich setzs viel freier, laubbedeckter Platz. Für Clara bedeutet das immer viel Freiheit zum Rumtollen :-)

Unter einer Eiche entdeckten wir einen Spei-Täubling. Die sind zum Teil eßbar. Aber nach dem alten Motte "nomen est omen" verzichtete ich auf einen Test ;-)


Clara und ich waren länger nicht mehr bei den Bleikuhlen gewesen, einem früheren Abbaugebiet von Bleierz (Galenit). Also hin.

Die weltweit nur hier wachsenden lila Galmeiveilchen blühten seit vielen Wochen und immer noch. Die lila Lupineninseln im weitgehend giftigen Erdbereich waren dagegen bis auf eine einzige Pflanze verblüht und verschwunden.

Wir gingen über dies giftverträgliche Gras zum Waldrand. Auf manchen Grasbüscheln sackte man weich und tief ein wie in einem Moor. Dabei war hier alles trocken. An anderen Stellen sackte man genauso tief ein, aber abrupt in ein verdecktes Loch. Sogar Clara ging für ihre Verhältnisse vorsichtig voran.

An einem der großen, alten Nadelbäume hatte eine oberschenkeldicke Wurzel einen Stein hochgedrückt und teilweise freigelegt. Eine Erdhöhle war darunter entstanden; ein Schutz für Kleintiere vor Regen, Schnee oder Feinden.


Freitag, September 25, 2026

Ein neues Stück Waldpfad entlang

der renaturierten Altenau


Den Waldpfad vom Staubecken der Altenau an der Annenkapelle bis zum Überlaufteich am Dalheimer Piepenbach auf halber Höhe des Hangs entlang der mäandrierenden Altenau war/ist einer der schönsten Pfade in underer Gegend. Vor ein paar Jahren wurde er durch umgestürzte Bäume undurchgängig.

Inzwischen ist diese Blockade durch ein neues Stück Pfad weiter unten am Hang umgehbar. Und, wie ich auf der Wanderkarte entdeckte: an seiner tiefsten Stelle kann man einen Abstecher mitten hinein ins sumpfige Auental der Altenau machen! Ich fuhr mit Clara hin. Sie rannte gleich vom Parkplatz aus den schmalen Hangpfad hoch, der vom asphalierten Talweg abweicht. Sie liebt ihn. Nun, sie würde sich wundern, wenn wir diesmal an der Blockadestelle nicht umkehren würden :-)

Der neue Pfad blieb unten neben einem leeren, gerade verlaufendem Bachbett. Ich überlegte, daß dies das alte, kanalisierte Bachbett gewesen sein könnte. Viele Bäume zeigten beeinddruckende Balanceakte, um nicht von der hohen Uferkante vom Regen weggewaschen zu werden.

Dieses alte Bachbett war eine Auffangrinne für all die Bäume, die sich mit all ihren Wurzelkraft irgendwann nicht mehr gegen die Schwerkraft hatten wehren können. Ein Bild gewaltiger Kräfte...

Irgendwann bog ein Trampelpfad wieder runter zum Talgrund ab. Ein Gatter mit Schild daran war erkennbar: vermutlich der Abzweig zu der sich wieder frei windenden Altenau. Ja, "Hunde anleinen - auf dem Pfad bleiben"

Hinter dem Gatter wurde der Boden leicht sumpfig und wir mußten auf feuchte Kuhdunghaufen aufpassen. Alte, bemooste Äste lagen herum. Clara und ich stapften vorsichtig zum Bachübergang aus dicken, großen Steinen.

Clara wollte den Bach im Wasser durchqueren, die Steine erschienen unnötig dazu. Und ich hatte Sorge, mit Clara an der Leine auf diesen Brocken die Balance zu verlieren. Der Matschboden lockte mich auch nicht wirklich rüber. Ich würde für diesen Pfad auf eine trockenere Gelegenheit warten. Wir wanderten zufrieden die Wildnis genießend zurück.


Dienstag, September 22, 2026

Der Spätsommer endete zu Claras und

meiner Freude kühl


Die letzten Augusttage waren erfreulich frisch. Ich fuhr mit Clara in die Egge und sah, daß ein alter Forstweg von Gesträuch frei gemacht worden war, den ich einige Jahre wegen seiner Verwilderung nicht mehr genutzt hatte. Allerdings war er so stark von Schwarzwild aufgewühlt, daß er dadurch immer noch etwas beschwerlich war.

Aber Clara gefiel er! Sie nutze einen kleinen Wiesenfleck um sich dem Wohlgefühl des Rumrollens hinzugeben :-). Und ich sah einige Besonderheiten, so wie einen langen, blühenden Gilbweiderich in drei Meter Höhe in einer Stammgabelung!

Nach einer Weile schloß sich der Wald vor uns. Wir konnten aber noch gut ein wenig hineingehen. Ich warf einige Leckerli ins Laub, ohne daß Clara deren Landungsstelle sehen konnte. Sie war also eine Weile konzentriert und geduldig damit beschäftigt, diese in Kreisen um mich herum zu suchen.

Als Clara sich schnuppernd vergewissert hatte, daß meine Gürteltasche keine Leckerlis mehr verbarg, ging sie zufrieden mit mir zum Auto zurück.


Es regnete in den September hinein. In einer Regenpause fuhr ich mit Clara in den Meerhofer "Erlebniswald", weil ich hier schon zweimal Steinpilze gefunden hatte. Und nach Regen im beginnenden Herbst, ich machte mir Hoffnung auf diese köstlichen Pilze. Aber umsonst :-(

Die Kuhlen waren alle leer, und der Waldboden nur oberflächlich feucht. Auf Pilze mußte ich noch warten.


An einem kühlen Spätnachmittag fuhren Clara und ich mit Gaby und zwei Rosenscheren zum Puttenholz, um die im letzten Sommer vor den Vertrocknen geretteten drei Tännchen von sie völlig überwuchernden Brombeerranken zu befreien. Sie hatten unter ihnen kaum Licht zum Wachsen bekommen.

Das rack-zack Abschneiden machte riesigen Spaß. Ein sehr netter Mann mit einem Schäferhund und einem durch Arthrose invaliden, zweiten Hund begegnete uns. Er hatte für seinen alten, humpelnden Hunden einen Hundewagen dabei: wenn der sich hinlegte, wurde er in diesen Wagen gehoben, bis er wieder laufen wollte. Der Schäferhund gehorchte aufs Wort, hatte zu Claras Enttäuschung aber keine Lust mit ihr zu spielen. Er war vom herumliegnden Bruchholz so fasziniert, daß ihm alles andere um sich herum egal war :-). Der Mann fand unsere Brombeerschneideaktion einfach toll :-). Gaby machte ein Foto; ich diesmal gar keins.

Clara beobachtete unsere Schneideaktion mißtrauisch. Jedenfalls kam sie vernünftigerweise nicht auf die Idee, sich auf dem Boden rumzurollen. Sie tat es erst, als wir zurüch am Grasplatz beim Auto waren :-)


Die ersten Septembertage waren Regentage. Frühherbst eben. Stu, Clara und ich faulenzten nur im Haus :-)

Als auch ich keine Anstalten machte, mich aus meinem Sessel zu erheben, nahm Clara das Faulenzen gott- und wetterergeben hin :-)


Samstag, September 19, 2026

Naturwaldzelle im Bürener Wald


Hinter der Einsiedelei im Friedenstal (der Name wurde dem Tal wegen des großen Soldatenfriedhofs dort gegeben) gibt es einen Wanderweg entlang einer Naturwaldzelle. Clara und ich spazierten aber zunächst einen Abhang hoch, der dem Lauf eines Bachbettes weiter unten folgte.

Diese Regenwasserabflußbäche sind in unserer Gegend, da nicht wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen, naturnah geblieben. Deshalb lieben wir Wege, die ihnen folgen. Oben auf der Höhe begann ein Forst. Clara und ich erleben deren Uniformität als wenig anregend, deshalb gingen wir zurück.

Unten, wo der Weg zur Naturwaldzelle beginnt, entdeckten wir etwas seitwärts liegend ein weitgehend von steilen Steinwänden umrundetes flaches Becken. Beeindruckend, diese waagerecht liegenden Kalksteinschichtungen und die dicken Wurzeln, welche die Bäume an den Kanten aufrecht hielten.

An einer Seite war diese Steinwand von Regenwasser abgeflacht, wir konnten dort vorsichtig hinaufkraxeln und zum Naturwaldzellenweg jenseits der Höhe wieder hinunter.

Diese Naturwaldzelle schien mir noch jung zu sein, denn die meisten der herumliegenden Stämme waren von Sägen gefällt worden, nicht von Wind und Wetter. Etwas unheimlich waren die dunklen Tiefen der Bachrinne unter den quer darüber liegenden, schon bewachsenen Stämme.

Clara sprang in ein riesiges Erdloch hinein. Sie schaute sich um und überlegte, welchen Aufstieg sie nun nehmen könnte :-). Ihr gefiel es hier, sie erlebte diesen Naturwald noch intensiver als ich.

In den Bürener Waldern gibt es inzwischen mehrere solcher Naturwaldzellen. Diese Entwicklung freut mich sehr.


Der nächste Tag brachte eine drückende Schwüle, die in mir jeden Unternehmungsgeist lähmte. Auch Clara wirkte schlapp. Wir machten nur einen kurzen Rundgang im nahen Waldstreifen hinter unserer Straße.


Mittwoch, September 16, 2026

Ein blockiertes Nasenloch, Clara im

Adrenalinrausch und mehr


Die letzte Augustwoche blieb angenehm frisch und leicht regnerisch. Ich war an einem dieser Tage auf einer Geburtstagsfeier gewesen und kam erst am frühen Abend zurück. Clara hatte noch keinen Spaziergang gehabt - also ab ins Auto und los.

Wir fuhren zum nahen Muchtal, das in einer besonderen Dämmerunsstimmung dalag: tiefgraue Wolken, die in ihrem Kern rosafarbenes Sonnenlicht reflektierten. Der Mond war schon aufgegangen.

Clara war glücklich; sie hatte nicht mehr fest damit gerechnet, überhaupt noch raus zu kommen :-)


Am nächsten Tag kam Gaby mit uns. Ich wollte ihr unsere neu entdeckte, ja sogar offensichtlich neu entstandene Doline zeigen. Siehe vorvorigen Beitrag unten.

Der Weg dorthin wirkte, als hätten Waldarbeiter vor Jahren ihre Arbeit abrupt eingestellt. Gaby hat keine richtigen Outdoor-Schuhe, aber sie stieg tapfer mit ihren glattsohligen Straßenschuhen über all das manchmal auch auf dem Weg sogar gehäuft rumliegende große und kleine Gehölz herüber. Dieses riesige, offensichtlich frische Erdloch, die Doline, ließ sie dann staunen.

Nach einer Weile weiter auf dem alten Forstweg, der schon kurz vor der Doline im rechten Winkel abgebogen war, gingen wir zum Auto zurück, weil Clara uns in Schrecken versetzte. Sie nießte immer wieder gewaltig los! Ihr ganzer Körper schüttelte sich dabei.

Dies zwanghafte Nießen bedeutete, sie hatte eine Granne oder Ähnliches beim Schnüffeln ins Nasenloch bekommen. Eine Granne muß wegen ihrer Widerhaken häufig herausoperiert werden! Aber wir hatten Glück: Langsam wurden die Pausen zwischen den Nießanfällen etwas länger. Sie versuchte sich selbst zu helfen, indem sie ihre Nase in der feuchten Erde rieb, die Wildschweine aufgerissen hatten. Als wir beim Auto ankamen, hatte ihr Nießen gottseidank ganz aufgehört :-)


Am Folgetag fuhr ich mit Clara hoch zum Puttenholz. Ich wollte nachsehen, wie es den drei Tännchen geht, die nach einem Kahlschlag dort gepflanzt worden waren. Nur diese drei hatten den letzten trockenen Frühling und Sommer überlebt, weil ich sie mit Flaschenwasser versorgt hatte.

Ich war erstaunt, wie schnell dieser Kahlschlag wieder zugewachsen war. Von den Baumstümpfen war so gut wie nichts mehr zu sehen. Junge Buchen überwölbten sogar inzwischen den Pfad.

Die von den Förstern vor zwei Jahren neu gesetzten Tannen waren von ihnen sich selbst überlassen worden. An sich ist das richtig, aber dann muß man vorher genau überlegen, für welche Bäumchen man das Geld ausgibt. Und die eingepflanzten Amerikanischen Riesentannen sind an der feuchten, nördlichen Westküste der USA und Kanadas zuhause. Sie brauchen Regen, der dort hinreichend fällt - aber bei uns inzwischen kaum noch!

Unsere wilden Brombeeren sind die nächste Gefahr: Sobald sie genug Licht bekommen, überwuchern sie mit aggresivem Wachstum alle anderen Pflanzen. Die Tännchen waren mitten unter diese Brombeeren gepflanzt worden. Das nächste Mal bringe ich eine Gartenschere mit und schneide "meine" drei Tännchen soweit es geht frei.


Den nächsten Spaziergang machten Clara und ich gemeinsam mit Gaby. Wir fuhren zur alten Einsiedelei (Meinolfus Kapelle) bei Kloster Böddeken, das heute ein Internat ist.
Google KI: "Der Name rührt vom freiweltlichen adeligen Damenstift Büdiken her, das im Jahre 837 n.Chr. von Meinolph, dem Sohn eines sächsischen Edelings, gegründet worden war und dessen Mutter Wichtrud die erste Äbtissin des Stifts wurde. Die Meinolphs-Kapelle unweit des Stiftes erinnert an den Gründer und ist heute Erbbegräbnis der Familie von Mallinckrodt.")

Die uralte, aber noch voll vitale Sommerlinde vor dem Kapelleneingang beeindruckt wohl jeden mit ihren bizarren Formungen, die sie im Laufe ihres Lebens entwickelte.

Auf den Wiesen bei dieser Einsiedelei und den Grabstätten spielten Gaby und ich mit Clara Mantrailing. In ihrer Jugend hatte ich mit ihr in einer Gruppe diese Aufgabe oft mitgemacht. Ich hörte damit auf, als ich wegen meiner Rückenprobleme nicht mehr an ihrer Leine hängend ihr Tempo mitmachen konnte. Ok, Gaby versteckte sich hinter Bümen an der Waldgrenze. Clara kennt das Kommando "Such" genau. Ich hatte sie hier nicht an der Leine - und sie erstaunte mich: sie rannte etwas vor und hielt dann an, bis ich "endlich" nachkam. Sie versteht das Man-Trailing als gemeinsame, spannende Aufgabe. Bei Gaby angekommen, die sie natürlich gleich aufspürte, riß sie ihr das Leckerli fast aus der Hand. Ein Lohn gehört eben zu jedem Job :-) Auf der Wiese tollte Gaby auch noch ein wenig mit ihr herum.

Auf der Fahrt zurück nach Hause hielten wir oberhalb des früheren Klosters Böddeken an und spazierten entlang einer herrlichen Eichenalle. Solche prächtigen, freistehenden Eichen sind selten geworden.

Zuhause forderte mich Clara gleich in hochtonigem Gebell auf, mit ihr auf dem Teppich weiter zu spielen, was bei ihr rumbalgen meint ;-). Sie war definitiv noch im Adrenalinrausch! Herrlich :-)


Sonntag, September 13, 2026

Eine Steinwand, eine Wiesenquelle und

ein dornenreicher Pilgerweg


Neulich spazierte ich mit Clara (siehe Beitrag 4.8.26) durchs Waldtal bei Böddeken. Die vielen Glockenblumen am Wegrand bezauberten mich sehr. Im Wanderführer war eine Kalksteinwand als sehenswert markiert, die ich aber leider nicht gefunden hatte, obwohl ich daran vorbei gegengen sein muß. Ein Grund, noch einmal diesen Weg zu nehmen.

Der sich windende Regenwasserbach entzückte mich wieder in seiner wilden Urtümlichkeit. Wasser als Landschaft gestaltende Kraft! Diesmal aber richtete ich meine Aufmerksamkeit aber mehr auf die Steilhangseite des Weges. Eine Felswand dürfte nur dort zu finden sein. Und richtig, hinter einer Blätterwand entdeckte ich sie.

Sie erhob sich ein wenig hinter mehr als mannshohen Büschen und einem fast zugewachsenen, tiefen Bodenloch. Clara folgte mir nicht; zog es vor, auf dem Weg auf mein Wiederauftauchen zu warten ;-)

Kalkgestein trat vor und hinter dieser Wand vermehrt und verwittert an der Oberfläche des Hanges zutage. Die geduldig gestaltende Kraft des Wassers konnte ich auch hier ablesen: Risse entstanden, verbreiterten sich und sprengten schließlich das Gestein.

Leider waren alle so wunderschön blauen Glockenblumen verschwunden, denn die Ränder des Weges waren inzwischen abgemäht worden. Also freue ich auf sie im nächsten Sommer :-)


Gegen Ende August regnete es endlich. Das Land durstete. Ich fuhr mit Clara Richtung Holtheim. Wir gingen ins Tal, wo sie und ich vor Jahren eine Quelle entdeckt hatten, die aus dem Wurzelbereich einer alten Eiche entsprang. Wie ich erwartet hatte, war diese Quelle zur Zeit versiegt.

Es war keine Rinderherde auf der Weide, also konnten wir über die Wiesen zum östlichen Holtheimerbach darüber laufen. Einige Stellen waren sumpfig, denen wichen wir aus. In Anbetracht der Trockenheit der letzten Wochen floß ziemlich viel Wasser im Bach.

Wir gingen bis zu einem kleinen Zufluß aus den Wiesen am Ufer entlang. Ein Rinnsal nur, wir folgten ihm zu seiner Quelle. Diese lag vielleicht zwei Höhenmeter tiefer als die versiegte Quelle an der Eiche. Bei einem höheren Grundwasserspiegel stehen diese tieferen Stellen der Weiden im Wasser.

Es begann wieder zu regnen und wir fuhren nach Hause.


Der Regen hielt schauerweise an. Die moderaten Temperaturen von in der Spitze nur 25 Grad machten Clara und mich glücklich :-).

Der uralte und vergessene Pilgerpfad zwischen Atteln und Ebbinghausen hatte mich schon immer mal gelockt. Vom Ebbinghausener Ende war er inzwischen unzugänglich. Vom Attelner Ende waren wir ihn immer nur ein kurzes Stück spaziert, da die Brombeerbüsche ihn sich mehr und mehr einverleibten. Ich wollte es trotzdem einmal wenigstens bis zum Waldrand versuchen.

Mein Klapphöckerchen, das ich immer für kurze Geh-Pausen bei mir habe, diente mir hier auf diesem völlig unebenen Weg als durchaus wirksame "Balance-Stange". Und da dieser Weg von ihn überwölbenden Brombeerranken voll war, diente es mir auch als Mittel diese runter zu drücken oder beiseite zu halten. Ein paar Mal hatten mich solche Ranken am Sprunggelenkt wie eine Fußangel festhalten. Ich zog sie dann mit der Höckerchenstange wieder weg, um mir die Hände nicht zu verletzen. Ein echtes Mehrzweckwerkzeug!

Ich hatte mich immer gewundert, daß Clara bei unseren Abenteuern ;-) sich noch nie an Brombeerdornen verletzt hatte. Jetzt beobachtete ich warum: Sie überstieg die Ranken oder drückte sich unten drunter durch - und das ohne langsamer zu werden oder sonstwie zu zögern! Auf diesem Weg allerdings zögerte sie ein- oder zweimal vor einem dichten Dornenrankengewirr. Ich schob diese mit dem Höckerchen dann auch für sie beiseite.

Clara ging den ganzen Weg wenige Meter vor mir her. Ich war beeindruckt, wie sie aus ihrer niedrigen Sichthöhe heraus immer die manchmal sogar weggewaschene Reifenspurrinne der vor Jahren hier hergefahrenen Trecker auswählte, die im Vergleich die besser zu bewältigende war!

Clara hat noch viel Wolf in sich - außer daß ihr jeder Jagdinstinkt fehlt. (Dafür liebt sie Schaukämpfe, besonders mit mir ;-) Sie bleibt unterwegs stets bei mir. Wunderbar, denn ihre Sicherheit in der Natur ist mir so wichtig, daß ich dafür ihre Unsicherheit in der "Zivilisation" gerne hinnehme.


Donnerstag, September 10, 2026

Wir entdeckten eine neu entstandene Doline


Die Sommerhitze trieb mich morgens in den Wald. Ich packte Clara in ihr Auto und wir fuhren zum nahen Wald an unserer Autobahnauffahrt. Der neulich wiederentdeckte (siehe Beitrag 25.6.26), ziemlich verwilderte Pfad lockte mich. Und Clara sowieso ;-)

Der durch die Hitze trocknende Waldmeister verströmte seinen betörenden Duft im ganzen Wald. Ich atmete ihn immer wieder tief ein - wunderbar.

In diesem Wald standen alte Eichen und Buchen immer wieder mal frei. An anderen Stellen wies junger Buchennachwuchs auf die Beforstung hin. Die Geschichte des Waldes als früheren Fichtenforst erkannte man an jungen Fichten, die von alten Laubbäumen "adoptiert" worden waren. Es lag viel Bruchholz herum, aber auch gelegentlich gefällte dicke Stämme. Ein Wald voller Vielfalt.

Clara hatte ganz besonders gute Laune - so wie ich die immer wieder anders ge- und bewachsenen Waldszenen bewunderte, erlebte sie wahrscheinlich die Duftwelten hier.

Ich mußte nicht lange warten, bis sie ihrer Freude durch Rumräkeln im Laub Ausdruck gab. Ich schaffte es diesmal sogar scharfe Fotos davon zu machen :-). Ihre Freude erinnert daran, wie Babys herumstrampeln, wenn sie zufrieden und glücklich sind.

Nach einer Weile sah ich vor uns an der Seite einen hellen, frisch entstanden wirkenden Erdfleck. Ich dachte, da wurde ein mächtiger Baum entwurzelt oder irgend etwas Ähnliches. Hatte Waldarbeiter im Verdacht. ABER:

Als wir näher kamen erkennte ich meinen Irrtum. Wir standen vor einem symmetrischen Erdtrichter! Das ist die typische Form einer Doline! Ein Loch in einer Kalkschicht über einer unterirdischen Höhle hatte die Erde verschluckt! Wir leben ja hier in einem Karstgebiet, also war dies eine naheliegende Erklärung. Diese Doline mußte ziemlich noch frisch sein, denn es waren weder im Grund noch an den Seiten Spuren von Pflanzenwachstum zu erkennen. Spuren menschlicher Tätigkeit gab es übrigens auch nicht. Und da überhaupt kein Laub in ihr lag, kann sie erst nach dem letzten Herbst eingebrochen sein.

Ich war begeistert und nannte mich selbst einen Glückspilz, eine Doline mitten im stillen Wald entdeckt zu haben.

Clara ließ sich anstecken, sie ging nah an den Trichter heran - und warf sich hin um an der Kante ihre Faßrollen zu drehen! Aus ihrer Sicht war der Erdrichter nur eine etwas sehr groß geratene Kuhle! Also erst mal vorsichtig am Rand testen ;-)

Der Weg war schon seit einiger Zeit nicht mehr gut erkennbnar gewesen. Und bald nach dieser Doline schien er sich aufgelöst zu haben. Wir gingen beschwingt zurück :-)


Montag, September 7, 2026

Im unteren Totengrund


In der zweiten Augusthälfte wurde das Wetter für einge Tage wieder sehr heiß. Ich ging mit Clara in unteren Totengrund - dort im Wald war es vormittags noch nicht zu warm.

Der Bach hat hier mehr Regenwasser gesammelt und damit abzuführen als im oberen Totengrund, sieh vorigen Beitrag. Das Bachbett bildete deshalb viele Nebenarme, kleine Inseln und Halbinseln. Je höher das Wasser stieg, um so mehr davon. Der Totengrund zeigte sich hier leicht chaotisch.

Wir wollten zum Grund runter, mußten aber eine für mich nicht zu steile Möglichkeit erst mal finden. Manche Gradwege zwischen leeren Wasserlöchern waren echt schmal - eine spannende Herausforderung, wenigstens für mich ;-)

Es machte Spaß auf den schmalen Graden zu gehen. Clara lief sicheren Fußes vor, ich langsam und vorsichtig hinterher. Am Grund war die Erde noch leicht feucht, Clara legte sich darauf - aber rollte sich nicht darin herum. Die kühle Erde war offensichtlich für sie angenehm unter ihrem Bauch :-)

Laubkuhlen für Clara - zum Faßrollenspaß - gab es auch genug. Wir durchstreiften diesen Abschnitt des Totengrunds voller Lust und Laune. Angeschwemmtes Bruchholz umgingen oder überkletterten wir dabei.

Dieser Teil des Totengrundes liegt unterhalb des großen Picknick-Pilzes am Asphaltweg auf circa halber Höhe der Talschlucht. Hier streifen häufiger Kindergarten- und Schulgruppen durch die Natur. Um so erfreulicher, dass ich keine einzige Müll-Hinterlassenschaft sah :-)!

In solch verwildertem Gelände blühen Clara und ich auf. Jeder Schritt hält die Aufmerksamkeit fest im Hier und Jetzt. Clara genoß es sichtlich, daß ich ihre größeren Sprünge nicht mehr aus Angst um sie verbiete. Ich habe verinnerlicht, daß sie ihre Leistungsgrenzen besser kennt als ich :-)

Clara weiß, daß ich oft Leckerli im Gürtel dabei habe. So wie diesmal. Sie kam zu mir und starrte auf meinen Gürtel. Das Leckerli machte ihr Glück vollkommen ;-)


Freitag, September 4, 2026

Im oberen Totengrund


Der Totengrund am Rand unseres Dorfes ist eine bewaldete Schlucht, an deren Grund sich ein Bachbett windet. Es ist nur bei Starkregen gefüllt, je nach Dauer des Regenwetters aber so hoch, daß Inseln und Seitenarme den ganzen Talgrund beherrschen. Zur Zeit herrscht aber Regenmangel, man kann den trockenen Talgrund durchstöbern.

Clara war aus dem Häuschen vor Freude. Ein Gelände nach ihrem Power-Herzen ;-). Nach einigen Rauf-runter-Runden durch die sanften, nur alle zig Jahre mal gefüllten oberen Hochwasserrinnen schmiss sie sich in einer auf deren weich belaubten Grund und rollte sich vor Vergnügen auf dem Rücken herum. Schnelle Fassrollen beherrscht sie perfekt!

Das Gelände fiel sanft ab bis zum steinigen Bachbett. Clara liebt ihre Fassrollen, und hier konnte sie diese immer wieder üben ;-). Das eigentliche Bachbett hatte in den Zurven hohe, steile Uferkanten, wir fanden jedoch Abstiegsmöglichheiten in diesem sich selbst überlassenen Tal.

Alte, mächtige Bäume hielten mit ihrem Wurzelwerk am Ufer der Erosion durch Regen und Strömung lange Stand. Ich fand es faszinierend, wie dies hier zu beobachten war.

Clara und ich durchstreiften den Talgrund bachabwärts. Angeschwemmtes Geäst und Stämme hatten oft Hindernisse für das Wasser gebildet. Als Folge hatte es dort durch Strudeln Löcher ins Bachbett gedreht. Erstaunlich tief waren sie machmal.

Ich liebe es über natürliches Gelände zu gehen: wenn ich jeden Schritt anders als den letzten setzen muß, hält mein Rücken besser durch. Die Monotonie des Gangs auf geraden, geglätteten Wegen strapaziert meinen Rücken durch die stets gleiche Belastung deutlich mehr.

Zurück hinauf zum Auto suchten wir uns einen anderen "Weg". Wir waren beide glücklich über dieses kleine Abenteuer ;-). Am nächsten Tag fuhren wir zu der Gleichen Stelle im Totengrund. Es war einfach zu wild und schön dort :-)

Zurück gingen wir aber diesmal jenseits des Bachbettes einen alten, inzwischen ziemlich verwilderten Forstweg direkt entlang des Bachbetts.

Im ganzen Tal war es wegen durch die kühlenden Bäume nicht zu warm für uns. Zudem war uns keine einzige Zecke begegnet. Ich beschloß die nächsten Tage wieder im Totengrund zu spazieren - eigentlich spazierten wir ja nicht, wir erkundeten den Wald :-)


Dienstag, September 1, 2026

Bürgerwald Blankenrode und

Claras Traumwald :-)


Mitte August war das Wetter warm, aber wir mußten keine wirkliche Hitze durchstehen. Ich fuhr mit Clara zum Wald direkt am oberen Dorfrand von Blankenrode. Zunächst kamen wir an viele Meter langen Holzstapeln vorbei. Es waren offensichtlich in den letzten Jahren sehr viele Bäume im angrenzenden Wald gefällt worden.

Es freute mich, daß nach diesen Stapeln gleich ein Schild "Bürgerwald" stand. Die Blankenroder Jagdhornbläserschaft hatte vor 5 Jahren eine Aufforstung des unmittelbar ans Dorf grenzenden Kahlschlaggebietes initiiert :-)

Wir gingen weiter in den alten Wald hinein. Gefällte Eichenstämme säumten den Weg. Clara blieb auf dem Kiesweg, sie schnupperte rum, zeigte sich interessiert, aber keine Ausgelassenheit und Begeisterung. So wie ich ;-)

Zurück beim Auto entdeckten wir einen Trampelpfad, der versprach durch einen urigen Waldteil der Egge zu führen. Ich merkte ihn mir für ein nächstes Mal :-)


Am nächsten Tag Fuhr ich mit Clara in die Egge hinter Blankenrode, weil ich auf der Wanderkarte dort einen den Hinweisen nach besonders schönen Trampelpfad gefunden hatte. Er entpuppte sich als ein Wald, wie ihn sich Clara erträumt: weicher Laubboden und viel Platz zum Rumrollen unter den Bäumen.

Clara jubelte: alle fünf Minuten warf sie sich wieder auf den Rücken und räkelte sich streckend auf dem Rücken herum. Ich freute mich :-)

Der Pfad wurde schnell wilder. Wir kamen an beeindruckenden Wurzeldächern und Wurzeltellern vorbei.

Wir kamen bald zu einem quer über dem Pfad liegenden Stamm. Er war dich und für Clara ziemlich hoch. Sie maß ihn im Kopf ab und sprang mit Elan drüber.

Ich blieb auf dem Stamm sitzen, wollte sie zu weiteren Srungübungen animieren. Das gelang: sie sprang so dicht an mir vorbei, daß mir klar war, sie wollte mich von ihm vertreiben und weiter wandern :-)

Leider war kurz nach diesem Stamm der Pfad nicht mehr da! Ich ging noch etwas weiter, hatte aber Angst mich zu verlaufen. Ok, Clara sollte mich zurück führen, was sie auch auf meinen Ruf "Zurück" sofort tat.

Am Weg, von dem dieser schmale Pfad abbog, beschloß ich auf diesem weiter zu gehen. Er war wie ein Damm angelegt - und richtig, wir sahen Wasserlachen zwischen den Bäumen. Vermutlich waren wasserundurchlässige Bodenschichten die Ursache. Wir haben solche "Wald mit nassen Füßen"- Stellen häufiger in der Egge.

Dieser Weg lag im Sonnenschein. Es war noch Vormittag, viele Tautröpfchen auf den Blättern am Boden blitzten im Licht. Clara rollte sich nicht mehr auf dem Boden herum, sie war hier nur am Gras interessiert. Langsam wurde es wärmer, wir gingen zum Auto zurück.


Freitag, August 28, 2026

Die renaturierte Altenau in Henglarn


Am nächsten Tag gingen wir vormittags in den kleinen Park an der Altenau in unserem Dorf Henglarn. Seit die früher hier begradigte Altenau wieder natürliche Ufer bekommen hat, ist sie ein kleines Juwel unter alten Weiden.

Clara rannte nach den Steilufern gleich los ins Wasser. Ich folgte ihr, wechselte in Wassersandalen - und balancierte vorsichtig auf den Steinen im Wasser auf sie zu.

Fasziniert betrachtete ich eine alte Weide bachaufwärts. Sie streckte einen ihrer dicken Äste wie einen Drachen über den Bach. Das letzte Stück zum "Drachen" mußte ich wieder durch Wasser gehen. Langsam und vorsichig schaffte ich es ohne auszurutschen.

Clara war an meiner Seite geblieben. Direkt hinter dem "Drachen" war ein tiefes Loch im Bachbett. Wir kehrten deshalb um, nachdem ich genug fotografiert hatte ;-). Wieder an Land und zurück auf dem Parkweg machte sich Clara über das satte Gras her.

Nicht nur Clara, auch ich war durch das kalte Bachwasser gut abgekühlt :-)


Am frühen Abend fuhr ich mit Clara noch mal raus in die Egge für einen Waldspaziergang. Als wir zurückfuhren schenkte uns die Sonne eine schöne, abendliche Lichtszenerie :-)


Dienstag, August 25, 2026

Die Altenau zwischen Husen und Henglarn


Der August startete heiß. Das bedeutete, Clara brauchte zu Beginn eines Ausflugs ein Bad - ein nasses Fell schafft Kühlung. Also starteten sie und ich unseren Tagesausflug an der Altenau in Husen am Stefanssteg.

Wir spazierten dann bachaufwärts. Das Ufer war so zugewuchert, daß wir das Plätschern zwar gut hörten, aber keinen Blick auf Wasser hatten.

Wir gingen deshalb bald zurück zu Claras Badestelle am Steg. Eine Weide hatte hier einen mächtigen Ast verloren, er war knapp hinter dem Picknickplatz herunter gekracht.

Ich zog meine Wassersandalen an, weil ich mir das näher ansehen wollte. Der abgebrochene Teilstamm war hohl gefault. Klar, das war die Bruchursache; einen Sturm hatten wir ja nicht gehabt.

Ich dachte es wäre schön für Clara, wenn ich mit ihr wasserwandern würde - ein klein wenig, weil ich mit meinem Rückenproblemen längst nicht mehr so sicher auf den Beinen wie früher bin.

Die Rückfahrt unterbrachen wir an der Attelner Brücke direkt neben der Bachschwinde (Schwalgloch) der Altenau. Alles Wasser vom Boden verschluckt und das Springkraut am Ufer schlaff vom Wassermangel!

Das nächste Dorf bachabwärts ist unser Heimatdorf Henglarn mit seinem Quellteich. Wir spazierten auch noch an ihm entlang. Das Quellwasser genügte, um die Altenau wieder fließen zu lassen :-)


Samstag, August 22, 2026

Ein schöner Abendhimmel - Gutes Essen

im Gartenlokal - An der Alme in Wewelsburg


Der Juli verabschiedete sich in Schwüle. Ich ging vielleicht eine Stunde vor Sonnenuntergang mit Clara raus auf einem der Wege auf der südlichen Höhe von unserem heimischen Tal. Der Himmel zog sich immer mehr zu, einen schönen Sonnenuntergang würde es nicht geben.

Der Weg führte an Kornfeldern vorbei in den Wald. Er war geäumt, wie früher üblich, von Apfel - und Zwetschgenbäumen. Es lagen viele klein und grüne Äpfel auf dem Weg; Clara schnupperte nicht mal daran, was bei ihrer Vorliebe für Äpfel etwas heißt. Nun, wegen des bisherigen Regenmangels wunderte mich das frühe Abwerfen noch saurer Äpfel nicht.

Ich war überrascht und freute nich riesig, als ich plötzlich einen Sonnenuntergang vor mir sah. Eine Spalte war in der Wolkendecke direkt oberhalb der Waldkante aufgerissen: Aus meiner Perspektive genau vor dem hinter den Bäumen untergehenden Sonnenball!

Wir gingen von der Waldkante aus wieder zurück. Clara war gut gelaunt, sie warf sich direkt neben mir ins weiche Grasbett und rollte herum. Sie hatte aus ihrer Sicht genug gerollt, als ich die Kamera endlich auf Nahaufnahme eingestellt hatte.

Nun, ein Versuch war es wert, ich sagte "Weiter!". Und sie warf sich hin und rollte sich tatsächlich noch einmal an derselben Stelle direkt neben mir ;-)

Wir fuhren nach Hause weiter runter ins Tal. Die Wolkendecke war schwerer und dunkler geworden. Es würde bald regnen und vielleicht gewittern. Ja, und da sah ich wieder ein Wolkenloch, diesmal ein wirklich kleines. Die Sonne lugte daraus auf uns herunter - als würde sie uns zublinzeln ;-)

Das Gewitter streifte unser Gebiet: ein einzelner Donner und etwas Regen. Aber ich habe wirklich keinen Grund insgesamt nicht dankbar zu sein :-)


Am 1. August wollte ich wegen der anhaltender Schwüle mit Clara keinen Spaziergang machen. Statt dessen packten Stu und ich sie ins Auto, um in einem der Gartenlokale im Haxtergrund zu mittagessen. Alle hatten Betriebsferien, weil in Paderborn das Große Sommerfest "Libori" stattfand. Da würde wohl kaum ein Einheimischer Sinn für ein Gartenlokal haben.

Also fuhren wir Richtung "Weg-von-Paderborn" nach Dalheim ins "Gasthaus am Königsweg", es hatte immerhin auf. Das Lokal ist nur wochenends in Betrieb und ist dann meist voll ausgebucht - aber diesmal hatte Libori für viele freie Tische gesorgt.

Das Essen schmeckte (auch Clara ;-) wie immer richtig lecker und ein entspannter Spaziergang durch den kleinen Park des Gasthauses tat uns Dreien anschließend gut.


Am nächsten Tag, fuhren Stu, Clara und ich nachmittags zum Flughafen Ahden, um oben auf der Terrasse der "Air-Hangar" Kaffee und Kuchen zu genießen. Aber es war nichts los, obwohl Sonntag war. Nur drei kleine Privatflieger starteten.

In unseren 25 Fliegerjahren, die wir vor 20 Jahren beendeten, war das noch anders. Sonntags, wenn gutes Wetter war, flogen viele Piloten (PPL) ihre Runden oder auf eine der Nordseeinseln. Unsere Lieblingsinsel war Juist. Stu und ich schwärmte in Erinnerungen an unsere Abenteuer-Jahre.

Auf dem Rückweg von der "Hangar Air" fuhren wir über Wewelsburg an der Alme.

Das Bachbett war leer, sogar knochentrocken. Clara stakste über die Steine, es wirkte als würde sie nach dem Wasser Ausschau halten ;-) Für einen Spaziergang war es uns Dreien zu warm. Die beste Wahl war direkt nach Zuhause zu fahren.


Mittwoch, August 19, 2026

Sehr schöner Weg durch alten und sich neu

entwickelten Mischwald


In den letzten Julitagen wurde es wieder heiß, ich fuhr mit Clara deshalb schon vormittags los. Ich hatte als Ziel einen Wald im Sinn, den ich bisher wegen der vielen toten Fichtenstämme gemieden hatte. Aber - so meine Überlegung - die toten hohen Stämme standen da schon mehrere Jahre als Trauermal. Inzwischen dürfte vieles nachgewachsen sein.

Unweit des alten Bahndamms in der Nähe von Asseln steht unter einer alten Eiche ein Picknicktisch aus einer alten Steinplatte, sehr idyllisch (und schattig!).

Wir folgten von hier einem wirklich wunderschönen Waldweg durch einen manchmal alt, manchmal jung wirkenden Mischwald. Nur Vögel hörten wir in der abgelegenen Stille dort.

Clara untersuchte manche Duftspuren intensiver. Hier wird es reichlich Wild geben. Naja, sie würde zu dessen Schreck es zum Spielen auffordern ;-)

Der Wald war hier nicht durch Brombeerhecken abgeriegelt. An einer Stelle war der Boden eben und wir gingen, ich teilweise gebückt, ein wenig hinein.

Das Weideröschen und die Flockenblume dominierten hier die lichten Stellen. Ein Paradies für die Waldhummeln :-). Und nicht unwichtig: Keine Zecke belästigte uns!

Zu diesem so schönen, stillen Waldweg würde ich wiederkommen. Gaby wäre bestimmt begeistert, hier bei einem unserer gemeinsamen Spaziergänge mit uns zu picknicken.

Ich beschloß die Rückfahrt über das alte Moortal "Eselsbett" zu machen. Ich hatte am Tag zuvor, wie im vorigen Beitrag geschrieben, den mittleren Höhenweg des nur ganz sanft ansteigenden Hanges gewählt. Diesmal nahm ich den etwas höheren, um an der Quelle des Moorbachs vorbei zu kommen. Die Quelle spendete Wasser, war aber nicht direkt einsehbar. Ich ließ Clara aus dem Auto raus, aber sie war nicht von dem Stacheldraht und den Kühen dahinter begeistert ;-). Wir fuhren nach Hause.

Abends hatte ich Lust zum Sonnenuntergang noch einmal raus zu gehen. Der Höhenweg hinter unserem Haus führt strikt nach Westen und schenkt freie Sicht. Er ist also gut geeignet dies magisch anmutende Schauspiel zu beobachten.


Sonntag, August 16, 2026

Spaziergang bei Zwielicht -

Entlang eines traurigen Fichtenforstes -

Eine charmante Bierwerbung


Das Wetter blieb kühl und brachte endlich auch etwas Regen. Ich ging mit Clara erst zum Sonnenuntergang (und Mondaufgang) raus. Zu dieser späten Zeit reichte es nur für einen Spaziergang auf dem Südhang direkt hinter unserem Zuhause.

Clara frißt Queckengras, das zu den Süßgräser gehört, wie man sieht echt gerne. Hunde fressen es zur Darmreinigung von Würmern. Aus Instinkt: deshalb auch dann, wenn sie wurmfrei sind.


Meine Freundin Udalrike Hamelmann feierte am 27. Juli ihren 80ten Geburtstag. Ich war zum Brunch dort und fuhr nachmittags nach Hause, um noch mit Clara raus in die Natur zu gehen. Für die Rückfahrt wählte ich den Nebenweg durch das Moor NSG Eselsbett. Es blühte am Quellbach :-)

Unschlüssig welchen Wanderweg ich mit Clara gehen sollte, bog ich kurz endlich entschlossen in einen Forstweg am Nonnenbusch ein. Auf der einen Seite hatten wir einen Fichtenforst, auf der anderen eine Wildnis verschiedenster junger Bäume auf einen älteren Kahlschlaggebiet.

An einer alten Treckerspur war es möglich in den Forst hinein zu gehen. Ich wollte es versuchen. Clara ist gehorsam, zeigt aber deutlich, wenn sie meine Aufforderung für unvernünftig hält. So auch hier.

Wir gingen weiter auf dem schnurgeraden Forstweg. Die Wildblumen an den Wegrändern waren manchmal größer als ich selbst; in ihrer Üppigkeit dufteten sie würzig und süß. In den Jungwald an der anderen Wegseite war kein Eindringen - ohne Machete - möglich.

Clara schnupperte rum, aber ohne Begeisterung: Kein Laubbett zum Rumrollen und auch sonst nichts los....

Ich freute mich wenigstens über die Blumenpracht. Clara sprang für die Rückfahrt gut gelaunt ins Auto. Zuhause würde es Futter geben!


Charmante Bierwerbung aus Gotland, Schweden

Freunde aus unserer Motorradgruppe waren in Schweden unterwegs. Dort hatten sie auch ziemlich heißes Wetter, wie sie zum Foto einer Bierdose schrieben, die sie in Göteborg entdeckten. Das Bier war gut - nicht nur, weil ein "Sleepy Bulldog" das Etikett zierte :-). Übrigens ist "Ale" immer ein obergäriges Bier.

Google informiert dazu: Gotlands Bryggeri: Ursprünglich von der Ostseeinsel Gotland, hat die Brauerei ihre Bulldog-Serie (z.B. Sleepy Bulldog Pale Ale oder Brutal Bulldog Double IPA) landesweit bekannt gemacht."

Der Bulldog wird nicht als brutal-stark (wie immer noch oft in Erinnerung an seine längst vergangene Zeit als Kampfhund) sondern als gutmütig-schläfrig und verdrießlich-träge karrikiert. Das kommt seiner heutigen Natur - liebevoll, lustig, klug, wachsam, neugierig, mutig, selbstbestimmt - schon näher. (Leider kann man es bei Amazon nicht bestellen ;-)


Donnerstag, August 13, 2026

Ein Eichenwald mit

jungem Fichtenunterholz!


Mitte Juli war vorbei und das Wetter bieb zu unserer Freude moderat. Mitten im großen Waldgebiet der Egge führt ein Weg noch weiter auf die Höhe. Ich hatte ihn bislang gemieden, da mir die Steigung zu anstrengend schien. Jetzt traute ich ihn mir nach meinem großen Gewichtsverlust leistungsmäßig aber zu. Nun, er stellte sich nach der ersten Kurve als nicht weiter ansteigend heraus!

Der Wald zeigte sich hier als für mich sehr ungewöhnlich heraus: Überwiegend hochgewachsene Eichen mit Fichtennachwuchs als Unterholz! Ich vermutete, daß diese sich von der nahen, gegenüberliegenden Talseite aus hier ausgesät hatten. Meist alte Buchen und Lärchen fanden sich immer wieder dazwischen eingestreut.

Der Wald war hier oben überhaupt nicht durch Brombeerhecken und anderes Gesträuch vor (menschlichen) Eindringlingen geschützt. Der Boden war steiniger und trockener als in den Tälern. Clara fand schnell einen weichen Laubplatz zum Rückenrollen :-)

Unter den Eichen wuchen im Halbschatten Büsche von Blaubeeren, die aber noch keine Beeren trugen. Einige ganz kleine, aber gereifte Brombeeren entdeckte ich an einer Wegkante.

Clara weiß, daß mir ihr genüßliches Rückenrollen und die folgenden Faßrollen Spaß machen. Sie freut sich mit, wenn ich es tue - und umgekehrt.

Ich hatte ihr, als sie aufstehen wollte, "Weiter" zugerufen und meinen ausgestreckten Arm in der Luft gedreht. Sie tat es unmittelbar.

Dabei fiel mir ein, daß ich ihr dies Kommando bei dieser Bewegung vor Jahr und Tag einmal im Nordholz beigebracht hatte, Sie hatte es offensichtlich, anders als ich, nicht vergessen. Oder sie versteht infach intuitiv und situativ, was gemeint ist. Oder sie will uns beiden eine Freude machen. Sie stöberte ein wenig herum - und wiederholte das (gemeinsame) Spiel :-)

Der Sommer war fortgeschritten: wir sahen noch einen fast ganz verblühten Fingerhut, aber viel blühendes Johanniskraut, die Blume des Hochsommers. Einen pink leuchtenden Schimmer legten die Weideröschen über die Grasinseln am Wegrand.

Zurück fuhren wir den Talweg über Hardehausen. Hier am zur Zeit leeren Zufluß zum Schwarzbach leuchteten die Ebereschenbeeren orange über dem sonnengelben Johanniskraut. Ich ließ Clara kurz aussteigen, aber der Schlamm im Bachbett interessierte sie nicht.

Den gestauten Fischteich des trockenen Zulaufs fotografierte ich nur aus dem Autofenster. Wir wollten nach Hause zu Stu.


Montag, August 10, 2026

Rauf auf die Nordhöhe beim Piepenteich

und zu der Holtheimer gespaltenen Esche


Seit März habe ich stark abgenommen und weil ich dadurch "mehr Puste" habe, beschloß ich einmal wieder einen stetig ansteigenden Weg zu wählen: den Pfad auf den Nordhang oberhalb des Altenautals beim Piepenteich zwischen Husen und Dalheim.

Gleich hinter der Abbiegung des Wanderweges von der Kreisstraße sah ich steil unten einen alten Holzunterstand mit Sitzbänken. Vom Weg aus gab es keinen Zugang, und später sah ich auch keinen auf der Wander- und Geländekarte. Schade.

Ich hatte den Pfad steiler in Erinnerung, als er tatsächlich war. Das Licht der späten Nachmittagssonne beleuchtete den Waldhang gegenüber. Ein schöner Anblick.

Auf der Höhe hatte der Wald der Landwirtschaft weichen müssen. Ein Feld voller strohiger Rapshalme, mit Disteln durchsetzt und von Brennesseln begrenzt lag vor uns. Clara schnupperte daran herum und sofort landeten zwei Zecken auf ihr.

Wir machten kehrt und freuten uns erneut über das von Licht überflutete Grün des Waldes auf der gegenüber liegenden Talseite.


Am nächsten Tag mußte ich zu einer kleinen Imkerei nach Holtheim fahren, um Freunde wieder mit diesem wunderbaren Honig zu versorgen. Die Frühtracht war verkaufsfertig, die Sommertracht mußte noch zwei/drei Wochen lang täglich immer wieder gerührt werden.

Die Imkerin kocht, im Wesentlichen für sich privat, jedes Jahr Marmelade aus Wildkirschen, die an eingen alten Wegen dort aus ebenso alten, großen Bäumen gepflückt werden müssen. Die mühsame Ernte der wirklich kleinen, hoch in den Bäumen wachsenden Kirschen war vorbei, sie war so lieb mir drei Gläser dieser so wohlschmeckenden, hoch aromatischen Marmelade zu verkaufen :-).

Da ich Clara dabei hatte machte ich mit ihr anschließend einen Spaziergang zu einigen dieser Wildkirschenbäumen.

Dann spazierten wir weiter zu der Esche, aus deren auf dem Boden liegenden, abgerissenen Rindenteil des Stammes in Höhe der früheren Krone sich die oberseitig weiterwachsenden Äste im Laufe der letzten Jahre zu Stämmchen entwickelt hatten.

Auf dem Rückweg pflückte ich mir noch eine Sonnenblume vom Feld für Zuhause. Stu freute sich darüber :-)


Freitag, August 7, 2026

Auf dem Mittelberg bei Atteln und bei

der alten Eiche am Dalheimer Piepenbach


Das Wetter war Mitte Juli immer noch angenehm kühl. Ich fuhr mit Clara hoch zum Mittelberg bei Atteln, wo der waldige Anstieg an die Felder auf der Hochebene grenzte. Wir gingen auf einem frisch freigeschnittenen Trampelpfad in den Wald hinein.

Dieser Pfad war schön, aber nur sehr kurz: Er endete vor Brombeergestrüpp hinter einer Jagdkanzel. Also zurück!

Ich überlegte auf der Rückfahrt nach einer Möglichkeit Ausschau zu halten, in den Wald selbst hineinzukommen. Wir entdeckten schnell einen Wildwechsel, der geeignet war.

Die größen Bäume waren vor längerer Zeit "geerntet" worden, was kleine Lichtungen geschaffen hatte. Und die übrigen Bäume hatten daduch genug Licht, um ihererseits hoch zu wachsen. Der Forst hatte dadurch Waldcharakter entwickelt mit Unter- Mittel- und Oberholz.

Clara lief neugierig-aufmerksam herum. Es gefiel ihr hier offensichtlich. Und sie überraschte mich!

Vor Kurzem (Beitrag 19. Juli 26) hatte Clara am Ende ihrer Rollerei mein "Weiter" richig verstanden: sie rollte sich weiter. Ich hatte das für ein intuitives Verstehen meiner Aufforderung gehalten.

Daß sie diese Aufforderung richtig verinnerlicht hatte, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war begeistert über ihre Lernbereitschaft und Lernfähigkeit :-)


Eine der beachtlichsten alten Eichen in unserer Gegend steht in den Weiden des Piepenbachs hinter dem privaten Fischteich bei Kloster Dalheim. Wir waren lange nicht mehr dort gewesen und ich war neugierig, wie sie sich weiterentwickelt hatte.

Der Weg zu ihr hin führt zunächst den Hang hoch durch Gras, junges Gebüsch und knapp mannshohe Brennesseln etwas oberhalb des Bachs her, der hier nur ein Rinnsal war. Mein Anglerhöckerchen nutzte ich zusammengeklappt dazu, mir diese Brennesseln weg von den nackten Armen zu halten. Clara hat es da leichter :-)

Die urigen Bäume auf der anderen Wegseite regten die Phantasie an: so kamen wir sogar an einem Lindwurm vorbei ;-). Auf der Höhe endete der Wald und wir konnten weit ins Tal sehen. Clara war allerdings mehr von dem weichen, grünen Grasteppich angetan :-)

Wir sahen die alte Eiche vor uns. Sie stand allein in den Wiesen wie ein Naturdenkmal. Vor fünf Jahren waren wir zum ersten Mal hier gewesen. Ihr dicker Seitenast war als neuer Ersatzstamm deutlich gewachsen. "Selbstverjüngung" hatte ich das damals genannt, siehe Beitrag vom 7.9.2021.

Um die Eiche herum war die Wiese nicht gemäht worden. Wir mußten uns durch meterhohes Gras mit Riesen-Disteln und Rankenpflanzen durchsetzt einen Weg bahnen. Eine Ranke hatte meinen Fuß wie eine Falle umfaßt und ich fiel hin. Gottseidank aber in keine Disteln sondern weich gepolstert in trockenes Gras.

Auf dem Rückweg überraschte mich Clara böse: sie verschwand, als wir wieder nah am Bachrinnsal vorbei kamen! Ich sah und hörte sie nicht mehr! Ich rief sie wirkungslos über Minuten hinweg laut zurück. Mir blieb nichts anderes übrig als zu warten. Nach vielleicht fünf Minuten hörte ich sie jenseits des Bachbettes. Sie kam unter dem Stacheldrahtzaun im Gebüsch hervor. Offensichtlich hatte sie sich in den weiten, gemähten Talwiesen dahinter ausgetobt.

Ich dachte nur, hoffentlich wird sie in ihrem Alter (8 Jahre) nicht noch ein Wildfang! Ich beschloss dann diese Episode als Ausdruck purer Freude an diesem Ausflug abzuhaken.


Dienstag, August 4, 2026

Ein wundervoller Waldweg durch´s Bachtal

bei Kloster Böddeken


Der Juli schenkte uns erstaunlicherweise Kühle :-). Ich überlegte, wo ich mit Clara einen uns neuen Weg finden könnte. Das schöne Bachtal bei Kloster Böddeken hatten wir immer nur bachabwärts durchwandert (siehe unseren letzten Ausflug dort hin: Beitrag vom vom 7.3.26). Bachaufwärts war "nur" Wald, besser gesagt Forst, und der Forstweg führte soweit man sah strikt geradeaus. Er erschien mir immer wenig attraktiv. Aber ich kannte ihn noch nicht, also los!

Der Weg wurde beidseitig von mannshohen Brennesseln gesäumt. Wir fanden aber bald einen Wildwechsel, durch den wir unbeschadet bis zum Bachbett gehen konnten. Es war am Grunde schlammig, was mich erstaunte. Denn von unseren Spaziergängen jenseits der Straße durch dies Tal wußte ich, dass hier außer bei ungewöhnlich starken Regenphasen nie Wasser fließt.

Der Wald war bachseitig unberünrt geblieben, forstwirtschaftlich genutzt wurde er nur an der anderen Seite den Hang hoch. Doch am Wegrand hatte man dort riesige, wirklich extrem hoch gewachsene Fichten und Laubbäume stehen gelassen. Nach schon vielleicht hundert Metern war ich bezaubert von diesem Weg :-)

Die erste Glockenblume im Wald hatte ich noch für eine einsame Schöne gehalten. Je weiter wir gingen, um so mehr begleiteten sie uns an den Wegrändern. Ich liebe blaue Blumen besonders, da schlägt mein Herz noch im Zeitgeist der Romantik: Sehnsucht, Naturverbundenheit, Individualismus.

Die Bäume hier und ihr Miteinander regen wohl fast jede Phantasie an. Jeder Perspektivenwechseln läßt wieder neue Assoziationen und Gefühle entstehen. Nicht von ungefähr Haben die Worte "Wald" und "Welt" den gleichen Ursprung.

Der Weg verlief die meiste Zeit nah bis ganz nah am Bachbett entlang. Es begeisterte mich seine Windungen, Verwerfungen und die Gestaltungskraft des Wassers zu verfolgen.

Wir kamen irgendwann zu einer bachseitigen Lichtung. Und natürlich stand dort versteckt am Rand eine Jagdkanzel.

Naja, ich lasse dann doch lieber diese allen Spezies nützende Nahrungsbalance Jäger als die gleiche Anzahl Wölfe herstellen. Sonst müßte, wie in meinem Lieblingsland Alaska, jeder Wanderer mit einer Waffe über der Schulter oder mit einem bewaffneten Begleiter in den Wald gehen. Dazu leben hier, anders als in Alaska, viel zu viele Menschen.

Wir bummelten zurück die Schönheit, Stille und Vielfalt des Waldes sowie seine vitalisierende Luft genießend. Und last not least: Clara hatte keine einzige Zecke im Fell!


Samstag, August 1, 2026

Am Durchbruch der Sauer zwischen

Ebbinghausen und Grundsteinheim


Zwischen Ebbinghausen und Grundsteinheim liegt ein ganz besonders schöner Abschnitt des Sauertals. An seiner größten Wendung steht eine große Weide mittem im meist trockenen Grund des Bachbettes - siehe dazu Beitrag vom 13. Mai weiter unten.

Mitte Juli, bei erstaunenswerter angenem kühler Temperatur, fuhr ich mit Clara wieder einmal dorthin. Sie fraß begeistert das Queckengras in den Wiesen. Und ich konnte von den Blumen und dem sanften Tal nicht genug Fotos machen ;-)

Ich ließ Clara über die gemähten Wiesen donnern. Weicher Boden, freie Sicht, sie liebtes es sich mit Tempo auszutoben :-). Sie hatte sich dabei zwei Zecken eingefangen, die aber noch auf ihrem Fell rumkrochen. Das war hinnehmbar....

Der Weg führt dann sanft aufwärts in Wald hinein. Kurt bevor es auf einem Trampelpfad wieder abwärts ging, war bei einer Fortsthütte war ein wenig Platz für große Bäume direkt am Steilabhang. Dort lag viel Laub - und Clara, was tut sie in weichem Laub?

Ich hatte immer Angst um sie, wenn sie ihren "Bodensport" so nah am Abgrund genoß. Diesmal hatte ich irgendwie Vertrauen in ihre Einschätzung der Lage und ihrer selbst - zu Recht. Ich dachte, möglicherweise freut sie sich sogar über solch eine Verschärfung des Spiels!

Wir gingen weiter den Trampelpfad abwärts zum Talgrund. Hier hatte die Sauer sich einen Durchbruch durchs Kalkgestein geschaffen. Wir hatten erst einmal vor Jahren diesen Wegteil erkundet

Der Bachverlauf war hier unten an der Menge der beeindruckenden Riesen-Pestwurz Pflanzen zu erkennen. Das eigentliche Bachbett war voll davon bedeckt.

Wir gingen nur bis zu den Talweiden der Grundsteinheimer Bauern. Da kehrten wir um.

Auf diesem Pfad mußte ich alle fünf Meter einige Zecken von Claras Fell wegpflücken! Eine hatte auch mich (erfolglos) als Futterstelle gewählt :-(. Dieser Wegteil ist nur für die kalte Jahreszeit geeignet, beschloß ich.


Dienstag, Juli 28, 2026

An und in der Altenau bei Husen


Das Wetter blieb heiß, aber Clara und ich wollten doch nicht ganz auf unsere Ausflüge verzichten. Ich wählte eine Lösung nahebei: wir fuhren zum kleinen Altenaupark von Husen. Es gibt hier an jeder Uferseite einen Weg.

Wir gingen bachaufwärts den Pfad zwischen Altenau und der Dorfhaupt- und Durchfahrtsstraße. Bänke säumten ihn, die wild bewachsenen Uferhänge ließen weiter unten das Wasser in der Sonne glänzen. Es rauschte leise plätschernd, als freue es sich.

Aber Clara war ziemlich irritiert, daß der Dorf- und Durchfahrtsverkehr nur drei Meter neben ihr, wenn auch drei Meter höher, vorbeidonnerte. Als der Müllwagen auch noch direkt oberhalb von ihr zum Laden anhielt, sah sie mich vorwurfsvoll an ;-). Also gingen wir zurück, und dann beim Auto über einen Holzsteg um Weg auf der anderen Uferseite.

Ich hatte meine Schuhe beim Auto gewechselt: dort halte ich meine Wassersandalen jetzt im Sommer bereit. An dieser Bachseite war mit dicken Steinklötzen ein Einstieg in den Bach angelegt worden. Clara sprang kurz rein, wenn auch wenig begeistert. Sie bevorzugt einsame Wildbäche; und hier im kleinen Park ist oft etwas los.

Wir spazierten weiter zu einem kurzen Trampelpfad runter ans Wasser. Ich ging mit hinein, was Clara animierte im Bach weiterzuspazieren :-)

Die Steine im Wasser waren rutschig. Ich wagte mich nur ein/zwei Meter hinein. Clara ging weiter, kehrte bald aber um, weil ich stehen geblieben war.

Wir gingen weiter und kamen bald an einer Sitznische bei einem mächtigen, vierstämmigen Ahorn vorbei, der zum Beten einlud. Das Christliche Abendland ist hier in Ostwestfalen besonders auf dem Land noch sehr lebendig.

Als der Weg rechtwinklig in die Felder abbog, kehrten wir um. Wir gingen an der gleichen Stelle wieder runter zum Wasser.

Clara war auf dieser Bachseite noch zu ihrem Spaß bekommen. Geteilte Freude ist doppelte Freude :-)


Samstag, Juli 25, 2026

Im Wald unterweg - aber bei schwüler Hitze

lieber im Garten ruhen


Wir nahmen zusammen mit Gaby den Weg auf der Vienenhöhe zu den im letzten Jahr von mir mit Wasserflaschen durch den trockenen Sommer gebrachten kleinen Tännchen. Sie hatten saftige Triebe enrwickelt und waren von Gras, Büschen und Wildblumen umrankt.

Am Ende des Pfades gibt es einen meist sumpfigen Forstweg in den Wald hinein. Ich ging dort mit Clara bis zu einem Baum, der mir schon vor Jahren aufgefallen war: Im Spalt zwischen zwei Wurzeln hingen Spinnennetze voll von Holzmehl, das Insekten oder deren Larven im Stamm zermahlen hatten.

Als der Matsch begann, gaben Clara und ich nach ein paar Minuten auf, aber Gaby ging noch weiter bis weit in den Schlamm hinein. Sie hoffte vergeblich auf sein Ende. Da sie keine Outdoorschuhe an hatte, kam sie schließlich genervt zurück. Clara rannte ihr entgegen und sah danach bis zum Bauch wie eine Wildschwein aus ;-)

Zurück umging ich den matschigen Wegteil, indem ich paralell durch den Wald ging. Die Bäume hatten den Boden entwässert.

Wir fuhren nach Hause. Ich setzte Gaby ab und fuhr weiter bis zu Claras Badestelle an der Altenau. Nach einem Badegang hatte sie keine Lust auf weitere. Wir fuhren nach Hause.


An sehr schwülen Tagen Mitte Juli ging ich mit Clara nicht raus in die Natur, wir blieben im Garten. Durch unsere Bäume hatten wir reichlich Schatten.

Unser Walnußbaum trug seit Jahren einmal wieder Früchte. In den letzten Jahren hatte später Frost die Triebe zerstört. Dieses Jahr gab es keinen Frühjahrsfrost, also konnten die Nüsse reifen. Es sind allerdings nicht viele. Es ist, als hätte der Baum in Anbetracht des Wetterrisikos aufgegeben auf große Fruchtbarkeit zu setzen.

Stu erholte sich von seinem (Diabetes bedingten) Krankenhausaufenthalt. Wir hatten unseren Hochzeitstag bei tollem Mittagessen still für uns feiern können :-). Nun kam er auch in den Garten raus - mit Leckerlis für Clara in der Hand :-)

Ich legte mich in die erst in die Hängematte, schaukelte ein wenig und ließ Clara erfolglos versuchen, mich dabei an den Beinen festzuhalten ;-)

Dann legte ich mich auf meinen neuen, echt rückenfreundlichen Adirondack Gartensessel in die Gartenlaube, genoß den Sommerduft, las etwas und beobachtete Clara. Vor unserem Bulldog-Friedhof schnupperte sie besonders rum, weil ich da schon mal ein Leckerli hinlege.

In die Laube kommt Clara nicht rein. Die ist klein und dunkel - da zieht sie den freien Himmel vor :-)

Nachtrag: Einige Tage später fand ich eine grüne Walnuß in meinem Bett. Clara hatte sie rein getragen. Sie scheint verinnerlicht zu haben, daß ich diese grünen "Bälle" sammelte: Also mußten sie irgendeinen geheimnisvollen Wert haben.


Mittwoch, Juli 22, 2026

Wieder ein Stück sich selbst

überlassenen Waldes entdeckt


In den Forsten zwischen Ebbinghausen und Dörenhagen waren Clara und ich noch nie unterwegs gewesen. ich fuhr in einen Forstweg hineinen und hielt dann an einem wiederum abzweigenden, seit Jahren vergessenen und fast zugewachsenen Forstweg. Solche Pfade lieben wir.

Schon bald kamen wir an wilden Himbeerbüschen vorbei! Ich freute mich sehr, denn Himbeeren sind meine Lieblingsbeeren und sie sind hier weitgehend von Brombeerbüschen verdrängt worden.

Ich sah Huflattich erstmals bewußt als schöne Blattpflanze. Ich freue mich im frühen Frühling über seine gelben Blüten. Aber dann ist er noch blattlos, deshalb kannte seine Blätter gar nicht. Ein anderes Gewächs mit einem lila Stengel, der sich wie eine kleine Schlange am Boden wandt, konnte selbst Google Lens nicht identifizieren.

Wir folgten einem Wildwechsel in den Wald hinein. Zu meiner Überraschung und zu Claras Freude kamen wir bald zu einer Lichtung.

Clara liebt an Wäldern, wie ich glaube, den weichen Laubboden ganz besonders. Er ist ihr Wellness-Erlebnis unterwegs ;-)

Zurück zum Auto gingen wir wieder auf dem alten Forstpfad. An einer Stelle überraschte sie mich völlig: sie benahm sich wie ich es vom Man-Trailing bei ihr kenne! (Seit ich nicht mehr so gut und schnell gehen kann, machen wir diesen Sport nicht mehr.)

Zurück zum Auto gingen wir wieder auf dem halb zugewachsenen Forstweg. An einer Stelle überraschte sie mich völlig: sie benahm sich wie ich es vom Man-Trailing bei ihr kenne! (Seit ich nicht mehr so gut und schnell gehen kann, machen wir diesen Sport nicht mehr.)

Sie nahm Witterung aus der Luft. Irgendwas oder irgendjemand muß vor Kurzem hier gewesen sein. Auf unserem Hinweg hat sie ihrem Verhalten nach an dieser Stelle noch nichts Besonderes wahrgenommen. Ich vermute es muß ein größeres Tier gewesen sein. (Vielleicht sogar ein Wolf?)


Sonntag, Juli 19, 2026

Der Heggeweg war teilweise wieder offen

und zum versteckten Teich im Altenautal


Der Teil vom Eggeweg, an dem etwas Nadelwald zugänglich ist und wo sich letztes Jahr Fliegenpilze zeigten, war wieder gut erreichbar. (Siehe dazu vorvorigen Beitrag.)

Aber zunächst spazierten Clara und ich auf seinem schönen Querweg durch den wilden Nachwuchs eines abgeholzten Fichtenforstes. Dieser Nachwuchs auf den hohen Wegrändern war Weideröschen und anderen von Blumen durchzogen. Der Holunder blühte noch dahinter und rote Vogelbeeren daneben zeigten den Hochsommer an. Gottseidank war das Wetter aber nicht heiß.

Wieder auf dem Heggeweg zurück fuhren wir bis zur Stelle, wo man von einem Querweg aus in den Rest-Nadelwald hinein gelangen kann. Der Grund: Hier finden Ausstellungen der Forstwirtschaft statt und dafür werden Plätze am Waldrand für die Aussteller mit Holzspänen trocken und die Waldränder von Brombeergestrüpp frei gehalten.

Clara rannte vor, blickte sich kurz um, schmiß sich in die nächte Bodenkuhle und rollte sich begeistert darin herum! Als sie fertig damit war rief ich "Weiter" - und zu meiner Überraschung wußte sie, was ich meinte und rollte sich nochmal drin herum - Video :-)

Hier gab es mehrere Kuhlen, das sind von Wind und Wetter abgeflachte Wurzellöcher irgendwann mal gestürzter Bäume. Clara testete sie ;-)

Sie war zufrieden mit diesem Ausflug :-)


Den Teil des Waldweges entlang des renaturierten Altenautals hin zum Piepenteich war ich einige Jahre nicht mehr gegangen. Besonders der verborgene Teich war mir gut in Erinnerung geblieben. Ich beschloss wieder einmal hinzuwandern.

Wir gingen abwärts zum Talgrund und kamen bald an den so idyllischen Teich. Nah kam man immer noch nicht heran; ein alter Stacheldrahtzaun schützt ihn nach wie vor.

Wir gingen weiter und kamen bald an einem verwilderten Wehr vorbei, wo vor der Renaturierung entweder ein Seitenbach der Altenau abgezweigt oder diese selbst kanalisiert worden war. Die Altenau war nicht zu sehen, da ihr Tal hier breit ist. Sie fließt hinter dem sumpfigen Waldstreifen, an dem unser Weg entlang führte. Auf einen relativ sumpfigen Boden ließ neben dem Teich auch die Menge der ausgeschwemmten Bäume schließen.

Direkt an unseren Pfad ragten talseitig große Wurzelteller hoch. Sie hatten mit ihrem Sturz zweimal Teile des Weges mit sich gerissen und riesige Löcher dabei aufgerissen.

Als der Weg wieder auf die Höhe anstieg, kehrten wie um. Als wir fast wieder auf der Höhe ankamen, wo wir parkten, sprang Clara ins Laub, um ihrer Freude und ihrer Lust am Rücken gekratzt zu werden nachgab.

Diesmal rollte sie nur hurz herum, überlegte - und forderte mich zum Kampfspiel auf! Ja, wenn sie das macht, dann ist sie ganz besonders gut drauf :-)


Donnerstag, Juli 16, 2026

Unterwegs auf einem altem Pilgerweg


Anfang Juli blieb es kühl, wir atmeten auf. Ich fuhr mit Clara zu den Wäldern bei der Kapelle "Hillige Seele" aus der Zeit der Christianisierung unserer Gegend. Nahebei stehen wirklich uralte Linden, wie lebendige Skulpturen des Lebens.

Nahe an den dunklen Kapelleneingang in die Tiefe ging sie trotz hingeworfenem Leckerli nicht heran - das könnte möglicherweise eine Bären- oder Drachenhöhle sein ;-)

Zu meiner Überraschung kam genau hier ein früherer Kollege und Motorradkumpel auf uns zu. Ich hatte ihn Jahre nicht mehr gesehen. Er war auf seiner täglichen (Fuß!-) Wanderung von 10+ km. Clara blieb zurückhaltend ;-)

Wir gingen noch zum Eier-Verkaufswagen. (Zwei Tage später machten Clara und ich mit Gaby diese gleiche Tour noch einmal. Ich hatte leider mein Handy vergessen. Gaby knipste mich vor "Wernys Wiesenei". Mehr zu erzählen gibt es über diese Wiederholungs-Tour auch nicht.)

Dann beschloß ich ein Stück auf dem alten Pilgerpfad nach/von Paderborn ein wenig weiterzufahren und zwischendurch Spazier-Etappen einzulegen. Der Pilgerpfad entpuppte sich als kleine Allee, gesäumt von bewunderungswürdigem alten Bäumen. Wir stoppten am Bildstock der hl. Anna.

Wir fuhren weiter bis zum Haxtergrund. Der Weg belielt als alter Prozessionsweg seinen Allee-Charakter. Links am Weg alter Wald und rechts Äcker und Wiesen. Immer wieder schmückten Weideröschen den Wegrain.

Einmal spazierte ein Huhn vor uns auf dem Weg - Clara beobachtete es, aber machte keine Anstalten es sich näher anzusehen. Es hatte sich von seiner Schar auf der weiten Wiese entfernt. Vermutlich stammen die "Wernys Wieseneier" an der Kapelle von diesen glücklichen Hühnern :-)

Am Ende des Haxtergrundes hielten wir wieder an und spazierten neben den direkt aus den Stämmen geschnitzten Skulpturen weiter.

Es war inzwischen später Freitag Nachmittag und deshalb viele Fahrradfahrer auf diesem beliebten Weg unterwegs. Wir gingen bald zurück und fuhren nach Hause.


Montag, Juli 13, 2026

Fingerhüte und wieder mal unterwegs

im Nadelwald


Gaby Wunsch, Fingerhüte in Hülle und Fülle zu sehen (siehe vorigen Beitrag), konnte ich ihr erfüllen: Vor zwei Jahren sah ich am Steilufer des von der Altenau durchflossenen Auwalds auf den gerodeten Hängen Fingerhüte noch und noch. Vor einem Jahr dann gar keinen mehr.

Fingerhüte leben zwei Jahre, sie blühen erst in ihrem zweiten Jahr. Hier konnte die nächste Generation blühen, da noch nicht genug Unterholz und Buchen so hoch nachgewachsen waren, daß diese unter ihnen wegen Lichtmangels verkümmert wäre.

Dann fuhren wir hoch in die Egge. Am Wegrand standen in meist kleinen Gruppen noch viele Fingerhüte in Blüte. Gaby war begeistert.


Der Juli begann mit moderatem Wetter. Wir entspannten uns :-). Wegen monatelangen und noch weiter anhaltenden Bausperrung des Heggeweges Waren Clara und ich lange nicht mehr dort in den Restbeständen eines noch ziemlich gesunden Nadelwaldes gewesen. Ich beschloß es auf Schleichwegen zu tun.

An den Wegrändern waren vielfach junge Bäume gesetzt worden, die hier sonst nicht wachsen, wie zum Beispiel die sehr schönen Seidenkiefern und Edelkastanien mit ihren leckeren Maronen im Herbst. Viele Vögel sangen und zwitscherten in der Stille. Eine Freude.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara noch einmal hin. Ich wollte versuchen irgendwo in den Fichtenwald selbst hinein zu kommen. Wir wählten deshalb andere Wege als am Vortag.

Der Wald hatte einen Stachel-Zaun aus Brommbeerbüschen um sich herum. So erfreute ich mich erst einmal an den Blumenwiesen entlang der Wege. Viele Hummeln brummten darin herum.

Endlich fand ich einen "Eingang" in den Wald: von Forstarbeitern gemacht zum Auslichten des Bestandes. So würden die stehen gelassenen Fichten wohl nicht eingehen. Nun, im Augenblick war der Boden schlicht ein Holztrümmerlager.

Clara machte keine Anstalten rumzurennen, sich auf den Rücken zu rollen oder auch nur konzentriert herumzuschauen. Ich fühlte genauso. Also zurück auf den Weg und die wilde Blumenpracht genießen :-)


Freitag, Juli 10, 2026

Wo der Holtheimerbach sich durch

wilden Wald schlängelt


Es hatte zu unserer Freude nachts geregnet und abgekühlt. Gleich morgens holten Clara und ich Gaby ab und fuhren weiter zum Wiesental des Holtheimer Bachs. Wir wollten seinem sich im Sumpfwald frei schlängenden Lauf bis zur Furt vor der Annenkapelle folgen.

Der schöne Weg in den Wald beginnt bei den Wiesen am Holzsteg. Wir hörten das Wasser leise rauschen. Den Versuch bis hin zu gehen brach ich ab, nachdem ich in ein überwachsenes tiefes Loch getreten und fast gefallen wäre.

Das Tal war erfüllt vom süßen Duft der weißen Doldenblumen an seinen Ufern. Ein Frauenmantel hatte vom nächtlichen Regen Tropfen gefangen. Sie strahlten in der Sonne.

Als der Wald begann, freute sich besonders Gaby über zwei einsame Fingerhüte. Ich erzählte, ich hätte vor Jahren im Eselsbettwald auf einer Rodungsstelle sie dicht wie in einem Feld blühen gesehen. Da ihre Blühsaison zu Ende geht, beschlossen wir anschließend noch dort hin zu fahren. Im letzten Sommer blühten dort keine. Er ist eine zweijährige Pflanze, vielleicht blühten dort diesmal einige aus der Aussaat...

Wir hatten dieses sumpfige, geschützte Bachtal einmal von der anderen Seite aus erkundet und waren begeistert gewesen. Nun kamen wir auf dieser Seite zu einer Bachschleife, die zu wild gewesen war, um sie von der anderen Seite aus erreichen zu können.

Clara inspizierte den Bachlauf, kam zu uns hoch: "alles ok?", ich nickte ihr zu und sie sprang wieder runter ins Wasser. Wir spazierten weiter bis zur Furt. Unterwegs entdeckten wir erste Pilze. Von dort ging alt bekannter asphaltierter Weg weiter zur Annenkapelle. Wir kehrten hier um.

Wie beschlossen, fuhren wir weiter zum Wald am Eselsbett-Moor, um an der Stelle nach Fingerhüten zu sehen, wo sie vor zwei Jahren in unglaublicher Fülle blüten. (Siehe Beitrag vom 28.6.2024)

Ich fand einen offensichtlich Verwandten des Fliegenpilzes, einen Perlpilz. Aber keinen einzigen Fingerhut, so wie schon im letzten Jahr. Sie hätten auch nicht genug Licht gehabt: Der Kahlschlag am Rande eines toten Fichtenbestandes, wo sie geblüht hatten, war inzwischen unter gut zwei Metern hohen Jungbuchen, dicht an dicht, nicht mehr erkennbar.

Dafür hatte Clara hier in ihrem Lieblingsspielplatz ihr Glück gefunden :-)

Wir würden durch die Egge zurückfahren und dort noch Fingerhüte finden, da war ich mir sicher. So war es auch: mehr darüber im nächsten Beitrag.


Dienstag, Juli 7, 2026

Ende der lähmenden Juni-Hitze


Ende Juni blieb die Hitze bei 30+ Grad. Ich ging drei Tage mit Clara gar nicht raus.

Dann regnete es eine Nacht, einige Wolken gaben vormittags noch Schatten die Temperatur war auf 20+ gefallen :-). Ich fuhr mit Clara zur Altenau beim Feenbrückenweg. Vielleicht kämen wir durch die hohen Wiesen zu ihrem dort noch kleinen Quellbach.

Das Gras zeigte sich für mich als nahezu undurchdringlich und Clara verschwand ganz darin: teilweise einen Meter hoch und so dicht, daß ich hinfiel, weil es meine Füße umschlungen hatte. Wir gingen zurück und dann zum versteckten Steg unweit der Straße.

Die Ufer auf beiden Seiten sind nur am Steg frei. Schon wenig weiter sind sie wild bewachsen und ich mußte aufpassen, nicht über Äste am Boden zu stolpern. Rumspazieren ging hier nur schlecht; deshalb warf ich Leckerli auf beide Ufer, damit sie sich am Suchen erfreute.

Es ist lustig Clara beim Suchen eines Leckerli zu beobachten: Einmal stand sie mit einer Pfote drauf und schnupperte aufgeregt darum herum :-)

Clara liebt es nach von mir geworfenen Leckerli im Laub zu suchen. Sie konzentriert sich dann mit langer Nase und gerunzelter Stirn ;-)

Nachdem ich vor Jahren hier im Sommer von dicken grauen Fliegen (Bremsen) geplagt und somit verjagt wurde, hatte ich diese Bachstelle sommertags gemieden. Damals weideten Kühe auf diesen Talwiesen - aber seit einigen Jahren nicht mehr. Und mit ihnen waren auch die Bremsen verschwunden. Gut zu wissen :-)



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Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, informativen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv.

Die Links zu den Archiven sind oben rechts in der grauen Referenzspalte.

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Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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LINK HIER! --- Auch in diesem Blog finden Sie wundervolle English Bulldogs fit for function :-)


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Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'



Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit über 50 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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