Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Seit 2005 jeden 2. Tag ein Beitrag

Links zu thematisch sortierten und monatlichen Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Montag, März 30, 2015

Motoradfahrer-Gruß ;-)


Unser lieber Stu fand dieses Video: "English Bulldog 'Sweets' sieht einen Motoradfahrer winken, und sie winkt ganz allein zurück !!!"

Und in diesem Video sehen wir, wie leicht sie diesesn Gruß lernt!

Dem Sound nach fährt Sweets Frauchen eine Harley. Stu meint spöttisch "so langsam und kurventräge wie die ist, braucht Sweets wirklich keinen Schutzhelm!"

Und jetzt ein Video, wo wir miterleben, wie ein Bulldog seine 1. Fahrt im Motorrad-Seitenwagen (das ist noch gemütlicher als auf einer Harley ;-) in stoischer Ruhe zur Freude aller erledigt.


Allen Bikern einen guten Start in die Saison!


Samstag, März 28, 2015

Immer was zwischen den Zähnen...

und "Bulldog Bad Boys"


Es fasziniert mich immer wieder, wie humorvoll BulldoggerInnen ihre Lieblinge betrachten - und wie mitfühlend milde :-) Das Netz ist voll davon, besonders mit Postings aus den USA.

Ja, das Rumknabbern ist bei jungen Bulldogs üblich. Auch Kleinkinder stecken alles in den Mund - ihnen fehlen nur die Zähne zum Unheilanrichten ;-) Es gibt vereinzelt Bulldogs, die auch noch als Erwachsene stets etwas im Maul haben wollen - ich vergleiche sie mit Kaugummikauern.

Ich sprach mit Isabelle Borgert über solches "Immer-was-im-Maul-rumtragen"-Verhalten, sie sah gleich einen Zusammenhang mit dem angeborenem (oder angezüchtetem) Apportierverhalten, wie es für Jagdhunde gewünscht ist. Ihre Püppi sucht ständig irgendwas in Haus oder Hof, um es ihr zu bringen.

Sie empfiehlt solchen Dauersuchern von Kaubarem das Apportieren beizubringen - und zwar mit verzichtbaren Sachen, zum Beispiel alten Pantoffeln oder besser noch etwas aus Leder. Wenn das dann durchgekaut ist und zerfallen, ein anderes verzichtbares Spiel-Kauzeug durch Apportierübungen interressant machen. So wird deren Such- und Bringtrieb in beherrschbare Bahnen gelenkt, in denen sie ihn als Spiel - oder Aufgabe - ausleben können.

Manche Dauerkauer sind aber nur durch Langeweile dazu geworden. Es gibt Menschen, die wollen einen Bulldog, weil sie ihn für träge und körperlich wie mental pflegeleicht halten; und der dabei doch "was hermachen" soll. Für die Extrembulldogs gilt das meist: sie sehen "stark" aus, sind aber körperlich nicht in der Lage ihr Hund-Sein richtig auszuleben. Deren Rumkauen ist Selbsttrost... Auch elend gehaltene und eng eingesperrte "Zuchthunde" in Welpenfabriken neigen zum Rumkauen, mangels Alternativen z.B. an den eigenen Beinen ....


Bulldog Bad Boys

and Some Pretty Uncontrollabull Girls, Too

Es gibt ein herrlich spaßiges (englisches) Buch über all die Untaten von Bulldogs, die dokumentiert wurden ;-) Es ist erhältlich bei Amazon.de Die Verlagsinfo zum Buch:

Bulldoggen sind nicht unbedingt die süßen kleinen Vierbeiner, die sie zu sein scheinen. Erwähnt sei ihre süße Veranlagung, auch mal eine erschreckend ruchlose Natur zu zeigen. Dieses Buch veranschaulicht beispielhaft und im Sinne der Öffentlichkeit die schändlichen Eigenschaften, welche diese besondere Rasse zeigt.

Es enthält Auszüge aus dem Hunde-Strafregister des ganzen Landes, die Berichte reichen von schweren Verbrechen bis zu um kleineren Vergehen. Halten Sie Ausschau nach solch verdächtigem Bulldog-Verhalten in Ihrer Nachbarschaft. Folgen Sie diesen Bulldog-Täter mit Wort und Bild: wie sie zu schütteln, watscheln und eine Welle von Verbrechen durchrollen wie Exhibitionismus, Flucht von der Unfallstelle; Betteln; Störung der öffentlichen Ordnung, Sachbeschädigung und vieles mehr.

Wir beraten alle Bulldog-Fans und Besitzer bei der Suche nach ähnlichen Missetaten in ihren Häusern und ihrer Nachbarschaft.

Inspiriert durch dies beliebte Buch gibt es auch "Bulldog Bad Boys"- Kalender 2015.


Donnerstag, März 26, 2015

Weitere Mails von und an Evelyn


Lichtenau, 6.3.15: Gestern kam "Bofrost" wieder zu uns - mit einem neuen Fahrer.

Der frühere hatte für Kosmo immer ein Leckerli in der Tasche. Kosmo erkannte offensichtlich das Auto, rannte dem erschrecktem Mann entgegen, sprang an ihm hoch und drückte mit seiner Pfote dessen Hand herunter in Erwartung des Leckerlis.

Der arme Mann wurde kreidebleich und stotterte "Ist das ein Kampfhund?" Stu beruhigte ihn und erklärte Kosmo, dass nicht immer mit diesem Auto ein Leckerli auch für ihn dabei sei. Kosmo glaubte ihm das widerstrebend… Und der Mann glaubte genauso widerstrebend, dass Kosmo nicht hungrig auf IHN war ;-)

Witzig fand ich, dass Kosmo das Auto mit Leckerli verband, und offensichtlich nicht den jeweiligen Fahrer. Genau wie wir ;-))) Liebe Grüße, Cornelia

Mainz, 6.3.15: Herrlich, Deine Geschichte von Kosmo mit Bofrost. Klassische Konditionierung würde ich sagen! Die Bilder vor meinem geistigen Auge lassen mich laut lachen... besonders die Vorstellung des Gesichtsausdrucks des völlig enttäuschten Kosmo und gleichzeitig die Panik in den Augen des Fahrers.

Hier haben wir einen gaaaanz lieben Bofrost-Fahrer: er hat eine Schäferhündin, die vor Kurzem Welpen hatte... und er zeigte mir dann soooo stolz die Fotos auf seinem Handy - ganz herzig... Lady geht es zurzeit mit dem angehenden Frühlingswetter so gut. Sie ist manchmal richtig albern drauf ;-) Herzliche Grüße Evelyn.

Lichtenau, 18.3.15: Schön, dass Lady den Frühling so genießt... Frieda humpelte wieder etwas wegen ihres arthrotischen Ellenbogens, sie bekommt jetzt (für ältere, betroffene Hunde wird es alle 6 Monate als Kur empfohlen) eine Cartrophen-Kur.

Gestern bekam ich die Ergebnisse ihres "gerontologischen Blutbildes", sie wird Ende Mai ja 10 jahre alt. Und es stimmt schon, wenn gesagt wird: "Ab 10 wird es ernst." Nun, Herz und alles andere, was ein Blutbild so sagen kann, ist bei ihr bestens :-) Hier scheint die Sonne, herrlich, wie Frieda sich vor die Terassentür im Wohnzimmer genau im Sonnenlicht hinstreckt, sich entspannt die Lippen leckt und träumt. Liebe Grüße, Cornelia

Mainz, 18.3.15: Liebe Cornelia,... Nach Cartrophen hatte ich unsere Tierärztin auch schon gefragt - das ist schon eine Weile her - aber ich meine mich zu erinnern, dass das zu Lady´s Nierenleiden nicht passt ... also irgendetwas sprach auf jeden Fall dagegen. Das Arthro-Regén greift bei Lady aber so gut. Klar, wenn sie schnellere Schritte macht, humpelt sie auch, also passe ich unser Spaziergehtempo einfach an ihre Konstitution an. Die ganzen Grünlippmuschel-Produkte haben einen zu hohen Eiweißgehalt und fallen daher auch weg.

Fotos bekommst Du gerne bald. Meine Kamera hat leider ihren Geist aufgegeben und nur noch unscharfe und fleckige Bilder gemacht. Ich schicke Dir trotzdem mal eines davon mit, weil es so außergewöhnlich ist. Lady hatte sich gerade im Rasen den Rücken "geschubbert" und das Foto entstand im Aufstehen... und sie sieht sooo gelenkig aus, das muss man erst mal schaffen mit Arthrose und Spondylose in der kompletten Wirbelsäule, aber wenn die Stimmung gut ist, geht eben immer mehr. Ja, der Frühling, die Knospen, die ersten Blümchen, es ist so herrlich. In diesem Sinne einen schönen sonnigen Mittwoch für Euch und herzliche Grüße, Evelyn

Lichtenau, 18.3.15: Liebe Evelyn, das ist wirklich ein süßes Foto! Habe es etwas schärfer hingekriegt. (Siehe oben links.)

War gerade mit den Beiden im Wald. (Stu ist auf einer Tagesmotorradtour und glücklich über das passende Wetter dafür ;-) Frieda trottet auch ziemlich langsam daher, sie ist nicht mehr so fit wie früher, da wir wegen der Arthrose nur kurze Strecken mit ihr gehen sollen, die aber häufiger. Eine ½ Stunde vorhin, und sie humpelte nicht!! Schade, dass Cartrophen für Lady nichts ist, aber Ihr habt ja ein gutes anderes Mittel - und die Nieren sind wichtiger!

Ich liebe Wald so sehr; der wilde Rhabarber zeigt schon dicke Triebe, die Sonne wärmt ja den Boden, da die Bäume noch leer sind. Und uns flatterte der 1. Schmetterling, ein ganz gelber, auf dem Weg entgegen, da mußte ich an Lady´s zartes Spiel mit dem Zitronenfalter denken :-) Dann Spaß beim Fotografieren, Eure Cornelia

Mainz, 6.3.15: Liebe Cornelia, liebe Silvia, ich schreibe Euch Beiden einfach gleichzeitig.

Kama und Lady habe ich seinerzeit "Charakternamen" (spaßhaft) gegeben, so war Kama dann Annegret Schmelzer ... Annegret passte so gut zu ihr, sie hatte so etwas "Fräulen-Rottenmeier-mäßiges" an sich und Schmelzer, weil sie ja soooo zart war, aber nicht in der Hand geschmolzen ist, sondern vielleicht nur im Mund geschmolzen wäre (wie Smarties).

Lady dagegen schaut ja doch eher "bestimmter" in die Welt und erinnerte mich anfangs an die Figur Giesela (aus dem Werbespot von der Fa. Krüger mit Hape Kerkeling) und so bekam sie den Spaßnamen Giesela Krüger.

Nun hast Du, Silvia, bereits mehrfach erwähnt, wie sehr Du das Foto von Lady magst, auf dem sie an den Blümchen riecht. Und dieses Foto mag ich auch sooo sehr. Und es sind ja Tausendschönchen, an denen sie schnuppert.

Und nun ... we proudly present ... Lady´s new name: LADY TAUSENDSCHÖN !!!!!!!!!!

Was sagt Ihr dazu? In diesem Sinne und mit ganz vergnügten Grüßen an Euch und Eure Lieben, herzlichst Evelyn

Lichtenau, 22.3.15: Ja guten Morgen: "LADY TAUSENDSCHÖN" ist ein Name wie ein Märchen, und ihr Leben ist auch genau so, mit wunder-vollem Happy End: ... Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute :-)

Liebe Grüße, ich bin gerade aufgestanden, weil Kosmo sich auf mich warf und mein Gesicht mir seiner breiten Zunge abschrubbte - grunzend und schnaubend ;-) Das tut er, wenn er raus muß und ich deshalb aufstehen soll. Als er seine Geschäfte erledigt hatte, kam er, blieb aber vor der Tür auf der Terrasse stehen - das tut er NUR, wenn er noch einen Flocken am Popo hat - er weiß, dann kommt erst das Klopapier zum Einsatz.

Er bleibt wirklich nur dann vor der Tür stehen - wenn er einen sauberen Popo hat, weil der letzte Flocken ein Brocken war und abfiel - dann stürmt er unverzüglich wieder rein. Frieda ist eine feine Dame, ihr Popo ist immer sauber. Sie wollte auch jetzt noch nicht raus, schlummert selig in Stus Arm, und er liebt das :-) Einen schönen Sonntag für Euch, Cornelia


Dienstag, März 24, 2015

Mails von und an Evelyn


Mainz, 11.2.15: Liebe Cornelia, zunächst danke ich Dir natürlich, wie schön Du die zwei Artikel über Lady präsentiert hast. Und Deine Bildkommentare sind - wie gewohnt - einfach so gefühlvoll! Es bereitet mir große Freude, dass Lady solch wohlwollende Aufmerksamkeit zuteil wird. Silvia (mit Paula) schreibt mich auch schon sehr eifrig an.

Und nun noch zum Ultraschall von Lady´s Bäuchlein (sie ist ja nun - trotz 20 kg - optisch sehr schlank, aber es tut ihrer Arthrose ja gut... mit 23 kg ging es mit der Arthrose einfach nicht mehr): es ist alles o.k. Wie die Ärztin so nett sagte: es ist alles da, was da sein soll und nichts, was nicht da sein soll. Ja, die rechte Niere (war ja schon vor drei Jahren bekannt, dass sie geschrumpft ist) hat nur noch einen Durchmesser von 1,5 cm und die linke ist eben auch "verändert", aber so lange Lady´s Werte stabil sind, ist doch alles prima. Alles in allem zeigte der Ultraschall keine Veränderung gegenüber 2012. Das freut mich so! Also: einfach reguläre Blutkontrolle Ende April/Anfang Mai. So, dann wünsche ich Euch, dass Ihr einen schönen Urlaub habt / hattet (je nachdem, wann Du meine Mail liest) und schicke liebe Grüße, Evelyn

Lichtenau, 1.3.15: Guten Morgen Evelyn, Frieda war heute morgen lustig…. Stu war schon unten im Bad, das Badewasser lief, Frieda und Kosmo hatten draußen alles erledigt, aber ich lag noch gemütlich im Bett. Das gefiel Frieda nicht, das Rudel sollte doch - wann immer es geht - in einem Zimmer zusammen sein!

Sie kam die Treppe hochgerannt, sprang auf mein Bett, knurrte und küßte mich abwechselnd, zog an meinem Arm - ich verstand schon: "Los aufstehen!" Also stand ich auf und ging zuerst ins obere Bad - Frieda lag an der Tür, mich im Auge behaltend. Dann ging ich zur Treppe, sie hinter mir her, damit ich es mir ja nicht wieder anders überlegte. Unten dann legte sie sich entspannt auf den Teppich.

Und Kosmo? Er lag vor dem Eßzimmer - den nächsten Akt der morgendlichen Rituale schon im Sinn! Einen wunderschönen Sonntag für Euch, Cornelia

Mainz, 1.3.15 Guten Morgen Cornelia, das ist wirklich herrlich, was Du da beschreibst! Lady "erzieht" mich gerade auf ihre Art: bei dem aktuellen "Schmuddelwetter" geht sie soooo ungern spazieren. Also muss ich sie erst mit einem Stück Apfel, Birne, Karotte, Banane o.ä. in die Diele zum Anzug-Anziehen locken und dann besteht sie auf ein weiteres Stück Obst vor der Haustür ;-)

Aber dann solltest Du ihren Blick sehen, wenn wir im Regen spazieren gehen ... "vorwurfsvoll und gedemütigt" sind kein Ausdruck dafür. Wenn ich ein aussagekräftiges Foto davon habe, schicke ich es Dir noch. Zuhause aber liebt sie es, wenn ich ihr dann den Kopf und den Bauch weitestgehend trocken rubbele (durch den Anzug bleibt sie ja weitestgehend trocken).

Worüber ich mich aber sehr freue: wenn die Temperaturen bei trockenem Wetter hier mal über 6°C gehen, läuft Lady schon viel besser, als bisher in der Kälte. Und sie nutzt jeden Moment in der Sonne auf der Terrasse, es ist eindeutig, dass sie sich auch den Frühling und Sommer sehnlich herbeiwünscht. Euch auch noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Evelyn

Lichtenau, 2.3.15: Liebe Evelyn, ja, manchmal (besser gesagt oft) fühlen unsere Bulldogs wie wir - sie sind ja "auch nur Menschen" ;-) Wasser von unten macht Spaß, Wasser von oben ganz und gar nicht!... War Lady eigentlich stubenrein, als Du sie bekamst? Das soll nicht so einfach sein, habe ich gehört, mit den armen mißbrauchten Hinterhofhunden… Drück sie mal lieb, sie ist so eine feine und sanfte Persönlichkeit. Liebe Grüße, Cornelia

Mainz, 2.3.15: Liebe Cornelia,... Also Lady war in dem Sinne "stubenrein", dass sie ja direkt mit Kama zusammen lebte, die es ihr ja vormachte, wo es hin darf. Dazu muss ich sagen, dass ich zu der Sorte Hundehalter gehöre, die ihren Hunden "freie Wahl" beim Erledigen ihrer Geschäfte lasse, denn dafür habe ich ja einen Garten. Sprich: bei angenehmer Witterung steht die Terrassentür fast ausschließlich vom Aufstehen bis zum Schlafengehen auf. Meine Hunde können also jederzeit alles los werden, was sie "drückt". Die Spaziergänge haben für mich den Hauptgedanken des Bewegens und Genießens der Natur und natürlich des "Zeitungs-Lesens" meiner Schnuffel-Nasen. Und Lady kam ja Anfang April zu mir, da war das Wetter gut.

Ihr einziges "Problem" ist nachts. Da "musste" und "muss" sie eigentlich immer. Nach einem halben Jahr riet mir eine Hundetrainerin, Lady´s Schlafbox doch nachts zu zu machen, was auch gut funktionierte. Bis vor etwa drei Monaten. Da bellte sie meistens gegen 3.00 Uhr... nachdem ich dann zwei Wochen lang jede Nacht runter ging, um sie in den Garten zu lassen, war ich so kaputt von der Schlafunterbrechung, dass ich nun wieder ihre Box auf lasse, abends die Teppich-Ecken umklappe und morgens halt sauber mache. Deshalb lege ich auch immer großen Wert auf glatte Fliesen im Haus, weil die sich halt viel besser sauber halten lassen als Parkett. Und sie "praktiziert" Koprophagie, was aber meiner Meinung nach aus ihrer Vergangenheit rührt, dass sie einerseits ja ihren Käfig, so gut es ging, sauber halten wollte und aber auch Hunger damit bekämpfte. Wenn sie jetzt hier im Garten (wenn ich die "Bömbchen" nicht direkt weg geräumt habe) auf die Suche nach "Naschwerk" geht, rufe ich sie gleich zu mir und dann gibt es stattdessen eine halbe Banane, eine Karotte, einen halben Apfel oder so... halt was Leckeres, aber wenn ich es mal nicht oder zu spät mitbekomme... na, dann ist es halt so... Ich wünsche mir nur, dass sie versteht, dass sie ihre Hinterlassenschaften nicht essen MUSS, aber ob ich ihr das noch klar machen kann, wird sich zeigen. Ihre Blutwerte sind ja o.k. - an einem Mineralstoffmangel o.ä. liegt es nicht.

So, habe Lady von Dir gedrückt, drück oder knuddel oder kraule Du doch bitte auch Kosmo und Frieda mal von mir, ganz, was sie mögen. In diesem Sinne Euch Allen noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Evelyn

Lichtenau, 2.3.15: Guten Morgen Evelyn, Käthchen (Friedas Tochter) fraß ihren Kot gleich mit dem ihrer Welpen weg, wenn sie gerade nicht in den Garten kam. Lady hat ja viele Welpen gehabt, da kann das bei ihr sich genau so entwickelt haben.

Habe gerade zum Thema gegoogelt, scheinbar kommt das bei Hunden, die schlimme Haltungen durchlebten, häufiger vor. Medizinisch sei eine Pankreas-Unterfunktion manchmal die Ursache. Aber das hast Du sicher schon abgeklärt. Ich sehe das bei Lady als einen Weg in ihrer Vergangenheit, sich mit sich selbst trösten… Und ich finde es wunderbar, wie locker Du Lady so annimmst, wie sie nun mal geworden ist. Liebe Grüße, Cornelia

Mainz, 2.3.15: Liebe Cornelia, mit dem Welpenkot und Lady´s Selbst-Trost kannst Du durchaus recht haben! Die Pankreas-Unterfunktion ist auch ausgeschlossen. Ich lasse ja immer "große" Tests machen, um eben reaktionsschnell sein zu können.

Danke für Dein liebenswürdiges Kompliment, dass ich Lady als sie selbst nehme.

Das tue ich ganz sicher - sie ist für mich und mein Leben eine solche Bereicherung und wer bin ich, ihr ihre Entwicklung irgendwie vorzuwerfen? Für das, was sie durchmachen musste, erstaunt es mich ja sowieso, dass sie so freundlich und vertrauensvoll ist.

Gerade in den letzten Wochen habe ich auch eine spannende Beobachtung gemacht: in winzigen Details zeigt sie mir, dass ihr Vertrauen zu mir (trotz ihres ja schon fortgeschrittenen Alters) zunimmt!!! Beispiel: kleine, geflieste Räume (explizit in unserem Alltag halt das Gäste-WC) sind ihr ja ein Horror, aber seit Kurzem kommt sie immer wieder mal zumindest mit den Vorderpfoten hinein, wenn ich drin bin! Da werden mir gleich schon wieder die Augen feucht ... Euch einen schönen Dienstag und liebe Grüße, Evelyn

Lichtenau, 3.3.15: Ja Evelyn, das bewegt mich auch, dass Du ihr die Angst nehmen kannst, ihr passiere in solchen Räumen Fürchterliches! Sie erfährt die Welt durch Dich ganz neu. Wunderbar.

Im Alter werden unsere Bulldogs, wie ich sie erlebte, noch um einige Potenzen inniger und vertrauenvoller zu uns. Unsere Alma war zuletzt völlig taub (sie wurde 12 Jahre, 10 Monate alt), sie vertraute uns nicht nur, sie vertraute sich selbst uns vollkommen an. Das ist ein Gefühl, das ich irgendwie heilig nennen möchte. Ein Geschenk. Einen schönen Abend für Euch, Cornelia

Mainz, 2.3.15: Liebe Cornelia,... Ich bin ganz ergriffen, wie Du das Anvertrauen Eurer Alma beschreibst...

Endlich habe ich zwei Bilder gefunden, die ich Dir noch zum Thema "Bulldoggen=Kampfhunde" schicken wollte: als ich 2014 in Island war, schickte mir meine Tochter zwei Fotos per WhatsApp und zwar in genau der Reihenfolge 1. Lady und Hoppel, 2. Hoppel alleine.

Hoppel ist unser fast zehn Jahre altes Kaninchen und hier zuhause haben meine Lieben einfach mal versucht, wie Lady und Hoppel sich denn vertragen. Lady war soooo behutsam, hat nur zart geschnuppert und Hoppel ehrfurchtsvoll bestaunt. Da meine Tochter mir aber die Fotos in der genannten Reihenfolge schickte, alberte ich dann herum und meinte: "Was !!!???? Hat Hoppel jetzt die Lady verschlungen ???" Lustige Grüße, Evelyn


Sonntag, März 22, 2015

Schlammassel ;-)


Frühlingsanfang: die Bäche plätschern wieder, sie sind angeschwollen vom Schmelzwasser und Regen - und die Pfützen auch!

Einfach mal die Sau rauslassen, das denken nicht nur Menschen ;-)

Jetzt ein allerliebstes Video, (LINK HIER !!!) zu dem mir der Satz einfällt:


Freitag, März 20, 2015

Was passiert, wenn Hunde trinken?

Quelle: ScienceDaily (Nov. 25, 2014)


Wer jemals einen Hund Wasser trinken gesehen hat, weiß, dass es eine schwappende, tropfende, spritzige Angelegenheit ist - mit anderen Worten liebenswert. Hinter all dem glücklichen nassen Durcheinander steht jedoch die mechanische Logik, wie Fleischfresser mit ihren Raubtier-Wangen eben nur trinken können. Forscher kürzlich die Strömungsdynamik, wenn Hunde Wasser trinken, identifiziert und modelliert.

Hunde (und Katzen) haben als Carnivoren (Fleischfresser) unvollständiges Wangen, um das Maul zum tödlichen Zubeissen weit genug öffnen können. Aber was ihnen sie Rudeljagd ermöglicht, ein Saug-Trinken unmöglich. Sie sind unfähig, ihre Wangen vollständig abzudichten, also können sie kein Wasser einsaugen. Menschen haben "vollständige" Wangen: wir trinken, indem wir Unterdruck im Mund erzeugen, und das Wasser so in die Mundhöhle einsaugen und dann schlucken.

"Hunde schlagen ihre (nach hinten gefalteten) Zungen auf die Wasseroberfläche - sie machen dabei viele Spritzer", so Sunny Jung, Assistant Professor at Virginia Tech. Wenn sie ihre Zunge aus dem Wasser ziehen, erzeugen sie eine erhebliche Beschleunigung - etwa das Fünffache des Schwerkraft - und erzeugen so Wassersäulen, die das Maul zu füllen schaffen.

Um dies zu modellieren, stellte Jung Kameras unter der Oberfläche einer Wasserwanne, um so das gesamte Gebiet um die Zungen-Oberfläche der Hunde beim Trinken zu erfassen.

Die Forscher fanden heraus, dass schwerere Hunde mit der größeren, benetzten Fläche der Zunge Wasser trinken. Dies bedeutet, dass eine allometrische Beziehung zwischen Wasserkontaktfläche der Zunge und dem Körpergewicht des Hundes besteht - so wächst die getrunkene Wassermenge eines Hundes exponentiell im Verhältnis zu seiner Körpergröße.

Um besser zu verstehen wie die Trink-Physiologie funktioniert, konnten Jung und seine Kollegen nur trinkende Hunde beobachten und sie hatten die Möglichkeit die Parameter zu ändern um zu sehen, wie diese das Trinken modifizieren. Und da sie nicht den Hund verändern konnten, bauten sie veränderbare Modelle der Hunde- Zunge und des Mauls. "Wir mussten eine Art physisches System entwickeln", sagte Jung. Für ihr Modell verwendeten Jung und seine Kollegen Glasröhren als Simulation von Hundezungen. Das erlaubte ihnen die Beschleunigung und Wassersäulenbildung zu imitieren. Sie maßen dann das Volumen des jeweiligen Restwassers.

Sie fanden heraus, dass die Wassersäule hauptsächlich aufgrund der Schwerkraft hochschnellt und zurückfällt. Hunde sind intelligent genug, um das Maul zu schließen, kurz bevor der Wassersäule ins Becken zurück stürzt.

Um sich dies Zungen-Wasserschlagen besser vorstellen zu können, suchte ich nach Videos - und fand sie :-)


Es gibt eine faszinierende Zeitlupen-Videostudie, wie ein Schäferhund sich Wasser mit nach unten eingerollter Zunge ins Maul schöpft. LINK HIER.

Wenn man sich dies Video angesehen hat, weiß man, worauf man achten muß, um im oberen Video eines trinkenden Bulldogs die gleichen Bewegungsabläufe zu erkennen :-)

Aber: Wasser von oben trinkt sich einfacher :-) Auch das aus einem Wasserkran ;-)


Mittwoch, März 18, 2015

Spott, Neckereien und Spaß


Bulldog-Fotos sind oft herrliche Vorlagen für witzige Assoziationen dazu ;-)

oben: "Der Bulldog ohne sein typisches Rollen ist wie ein Seemann ohne seinen Rum." Der Bulldog läßt uns spontan kreativ werden! :-)

Des Bulldogs Umgang mit Tieren...

Bulldog-Rüden unter sich :


Montag, März 16, 2015

Heute erzählt Gastbloggerin Silvia Haupt

Paulas Garten -

und über Beschwerden des Älterwerdens


Berlin, 12.1.2015: Liebe Cornelia, habe vorhin den noch offenstehenden Befund der Pathologische Untersuchung von Paulas Ohr-Tumor erhalten (siehe Beitrag vom 4. Feb. 15); nur Grad 1, Prognose sehr gut und keine weitere OP erforderlich. Bin überglücklich und könnte alle Bullys nieder knutschen.

Muß noch schnell von gestern berichten, meine Paula hat ja immer Hunger. Sie bekommt zwei Dosen pro Tag - auf drei Mahlzeiten verteilt wegen der Medikamente - und noch ein klein wenig Trockenfutter als Leckerlie und Betthupferl. Letze Dosenmahlzeit 22 Uhr mit Tabletten.

Gestern Abend schaute ich mir im Bett einen Pilcher Film an, meine Paula schlafend an meiner Seite. Als es auf 21 Uhr zuging fing meine Madame an mich anzustarren. Sie schnaufte mal, dann legte sie sich anders hin. Sie überzeugte sich auch immer, dass ich es auch wahrnehme - also wieder starren, schnaufen.

Als sie feststellte, dass ich mich nicht beindrucken ließ, verließ sie das Bett und ging aus dem Zimmer. Kurz darauf vernahm ich ein Winseln, Gurren, irgendetwas. Also nichts mit entspannt Pilcher schauen, ich aus dem Bett. Meine Paula lag in der Küche und starrte hinauf zur Arbeitsplatte. Als sie mich erblickte sprang sie freudig auf und gab mir zu verstehen, dass sie keine Lust hätte bis 22 Uhr zu warten.

Ich fütterte sie also, und wir gingen in unser Bett zurück. Jetzt forderte sie noch ihr Betthupferl, sie zog alle Register von Pfote-geben über Tüten-Ohrchen machen bis hin zum "wie spricht die Bulldogge".

Als sie ihre Leckerlie bekommen hatte, drehte sie mir ihren Allerwertesten zu und schlief. Jetzt durfte ich auch wieder Fernsehen. Ganz liebe Grüße an Dich und Deinen Mann und Knutscher für die beiden Fellkinder, Eure Silvia und Paula

Berlin, 2.2.2015: Hallo liebe Cornelia, habe heute Nacht, bevor ich ins Bett gegangen bin, nochmal in deinen Blog geschaut und meine Püppi gesehen. Habe mich sehr gefreut und war ganz aufgeregt, danke für den Beitrag. Gestern hatte meine Paula wieder so Zitteranfälle und war auch sehr unruhig, aber die Nacht verlief ruhig.

Heute läuft sie wieder sehr schlecht, naja wir sind Mittwoch zur Physio, und ich werde das Zittern wieder ansprechen, eventuell wollten die nochmal einen Schilddrüsen-Check machen. Erstmal alles Liebe für Euch, seid ganz doll gedrückt von mir und Bullyschmatz, Eure Silvia und Blog Sternchen Paula

Berlin, 2.2.2015: Hallo ich bin es schon wieder, zu Deiner Frage: wir können uns ihr Zittern nicht erklären. Es ist nicht pausenlos, aber in letzter Zeit immer häufiger, auch nachts im Schlaf, dann vibriert das Bett, es ist wie Schüttelfrost. Mir fällt auch auf, dass Paula zwischendurch die Pfoten kalt hat, so dass ich mir viele Gedanken mache, ob es mit dem Kreislauf zusammen hängen könnte. Ich habe in diesem Zustand Fieber gemessen, war aber OK.

Ich stelle Sie Mittwoch bei der Physio gleich der Ärztin wieder vor, mal schauen ob sie außer der Schilddrüse noch eine Idee hat. Ich werde versuchen das mal mit der Kamera festzuhalten und der Ärztin zu zeigen. Das Schlimme ist nur, wenn man die Ursache nicht weiß, und ich mich dann hilflos fühle. Ich decke sie immer wieder schön zu und beruhige sie.

Tja, liebe Cornelia, was soll ich sagen, ich würde trotz der vielen Sorgen, der schlaflosen Nächte und sehr hoher finanzieller Belastung nie auf meine Fellrobbe verzichten wollen. Jetzt muß Paula erstmal Puschi machen, ich melde mich wieder. Bis bald alles Liebe, Eure Silvia und Paulinchen

Berlin, 3.2.2015: ... So jetzt zu meinem kleinen Sternchen. Von klein auf zieht sie mit ihrem Charme alle an. Leute aus der Nachbarschaft erzählen mir, dass sie überhaupt nichts für Bulldoggen übrig haben, geschweige sie in irgendeiner Weise schön finden können.

Paula ist da wirklich die Ausnahme. Leute, die ich noch nicht mal kannte oder nur vom Sehen sprechen mich an und fragen, "das ist doch Paula?". Ich muß jedesmal schmunzeln. Schon von Baby an hat sie, wenn jemand in Sichtweite war, gezogen oder blieb bewegungslos stehen, bis sie ihre Streicheleinheit bekam. Erst dann war sie zu bewegen. Sie ist wirklich zu allen nur freundlich, egal ob in Uniform oder Paketfahrer, ob groß oder klein, sie ist nur lieb. Zu anderen Hunden ist sie auch sehr freundlich, nur an ihre Momo läßt sie keinen Rüden. Er darf mal schnuppern, aber das war´s dann auch. Wenn sie von Rüden bedrängt wird, dann gibt es die rote Karte.

Meine Schwester und mein Schwager haben einen Garten, und wenn wir im Sommer dort sind, dann beobachten wir unsere Madame. Läuft jemand am Zaun vorbei, dann rennt sie die ganze Hecke ab, bis der außer Sichtweite ist. Sie ist dabei ganz ruhig.

Aber wir hatten im Sommer einmal die Situation, dass ein Hund am Zaun vorbei ging. Es war noch alles gut, auch hier rannte Paula nur die Hecke ab, und auch kein Bellen. Jetzt meinte der Hund, ich fange mal lautstark zu pöbeln an. Nicht nur, dass er bellte, knurte, Zähne zeigte, er stand hochkant.

Meine Paula rannte wie ein Blitz zwischen Hecke und Zaun, und als sie am Gartentor ankam zeigte sie mit fliegenden Lefzen und keifend, dass es besser wäre, wenn er sich jetzt verbrösseln würde. Die Gartennachbarn kennen Paula nicht-bellend und nicht so aufgedreht. So kam es, dass der dann seinen Streithahn nahm und verschwand. Also Cornelia, ich hatte dir ja schon von Paulis besitzergreifenden Art - mein Bett und meine Couch - berichtet. Jetzt wußten wir, der Garten ist auch ihrer. So jetzt erstmal alles Liebe sagt Silvia und Sternchen Paula

Berlin, 6.2.2015: Hallo liebe Cornelia, nachdem Paula bisher ihre täglichen Tabletten im Futter anstandslos genommen hat, muß sie wohl mal so eine Tablette zerkaut haben, die war mit Sicherheit bitter, also paßt sie jetzt auf, was ich mit ihrem Futter anstelle. Wenn ich die Medikamente heimlich reinmische und schön im Futter verstecke, dann frißt sie problemlos. Schaut sie mir beim Reinmischen zu, verändert sich Ihr Gesicht, und sie spuckt sie mir in Zeitlupe vor die Füße.

Ich habe das der Ärztin mitgeteilt, und sie hat zugestimmt, dass ich Paula Banane geben kann. Ich möchte erwähnen das Paula ein Alba Container ist, wenn sie könnte würde sie alles Fressen und den ganzen Tag nur schlemmen. Durch die Allergien sind wir ja sehr eingeschränkt, aber Banane liebt sie seit ihrer Babyzeit und würde dafür alles tun.

Aber sie ist ein charakterstarkes Mädchen, sie würde wirklich für Fressen alles tun, aber wenn ihr jemand draußen oder beim Arzt etwas geben will, verweigert sie das, das macht mich immer ganz stolz. Wenn auf der Strasse etwas Essbares liegt, und ich ihr sage "wehe, denke garnicht erst daran!", dann läuft sie wie niemals gesehen daran vorbei.

Cornelia, ich habe den Bericht von Evelyn gelesen (siehe Beitrag vom 8. Februar 15). Ich könnte ausflippen, wenn man von diesen armen Bulldoggen erfährt. Es macht ein immer wieder traurig und wütend, wenn man Sowas sieht, aber es ist gut, dass darüber berichtet wird, um dieses Problem zu minimieren. Ganz wird man das wahrscheinlich nicht in Griff bekommen, da sind auch unsere Gesetzgeber gefordert. Aber es gibt zum Glück ja doch viele Menschen, die sich diesem Problem stellen und sich für so eine Maus entscheiden. Ich finde das großartig und ziehe vor solchen Menschen den Hut.

Ich wünsche allen ganz viel Glück und viele schöne Jahre mit diesen wundervollen Sabberbacken. Und es ist großartig, dass Ihr den Blog ins Leben gerufen habt, der ja nicht nur für uns alle viel Spaß bringt, sondern ja auch mit Rat uns zur Seite steht. Und es ist toll, dass man durch den Blog erfährt, dass es so viele tolle Bulldog-Leute gibt. Macht noch ganz lange weiter so, wir brauchen Euch. Ganz liebe Grüße und Bullyschmatz von Silvia und Paula


Samstag, März 14, 2015

Heute erzählt Gastbloggerin Silvia Haupt

Paula: "Terrorzwerg" und "Frl. Klawutke"


Berlin, 3.1.2015: Liebe Cornelia, ich schreibe dir mal die Geschichte von meiner Paula und Pflegekind Tyson.

Ich hatte Dir ja berichtet, dass ich einen erwachsenen Sohn habe, der zu diesem Zeitpunkt im selben Haus eine Wohnung bewohnte. Eines Tages erzählte mein Sohn mir, dass er von einem Kumpel, der eine OP hatte, vorrübergehend einen Bulldog in Pflege nimmt. Wir waren sehr gespannt, wie das so werden würde.

Dieser Bulldog namens Tyson, damals drei Jahre alt, zog also vorrübergehend bei meinem Sohn ein. Ich möchte erwähnen, dass mein Sohn auch das Bulldog virus in sich hat, so teilten sie sich nicht nur die Wohnung, sondern Tyson setze sehr schnell seinen Bulldog-Charme ein, und so kamm es, dass er bei meinem Sohn im Bett schlief.

Mein Sohn mußte aber auch seiner Arbeit nachkommen, also komm ich mit ins Spiel. Ich kam in den Genuß einige Male zwei Bulldoggen ausführen zu dürfen. Tyson war ein Vorbild von Pflegekind, er konnte auch einige Zeit alleine bleiben. Wenn ich zu ihm rauf in die wohnung ging, begrüßte ich ihn immer mit den Worten, wo den mein dicker Junge sei.

Wenn mein Sohn arbeiten war, holte ich Tyson zum Gassigehen runter. Ich traute mich noch nicht, ihn zu Paula in die Wohnung zu lassen. Wir traffen uns abends zur gemeinsamen Gassirunde und gingen zusammen aufs Feld. Die beiden Bulldoggen liefen nebeneinander, als ob sie dieses schon immer so getan hätten. Wir wurden auf dem Feld von Leuten angesprochen, ob Paula ein Kind von Tyson sei.

Einmal war eine Situation, dass ein Paar mit seinem Hund, der meinte schon von weiten pöbeln zu wollen, auf uns zu kam. Als wir in etwa auf gleicher Höhe waren hat Tyson Ihn ganz schnell durch ein kräftiges Keifen zu verstehen gegeben, dass er sich doch lieber nicht an ihm und schon garnicht an seiner Bulldoggen-Lady Paula vergreifen sollte. Das Herrchen von dem anderen Hund war sogar, man konnte es an seinem Grinsen erkennen, irgendwie etwas faziniert. Tyson lief ganz soverän weiter, natürlich Paula immer an seiner Seite.

So, dann kam eines Tages der Moment, dass mein Sohn wieder mit Tyson vor Paulas Tür stand. Wir hatten Tyson noch an der Leine und ließen ihn in den Flur kommen. Ich brachte mal eben schnell Paulas Eigentum, also Näpfe, Spielsachen, alles außer Reichweite. Dann nahm ich allen Mut zusammen und sagte meinem Sohn, er solle den Jungen ableinen. Soooooo, und nun kommt Diva Paula wieder mit ins Spiel. Sie schoß wie ein Pfeil durch Wohnzimmer und Flur, und ich konnte nur noch sagen, alle die Füße hoch und nicht dazwischen gehen.

Paula zeigte sehr schnell das sie hier das Sagen hatte, und Tyson war total Kavalier. Also wurde erstmal das Wohnzimmer auf Bullytauglichkeit getestet. Paula immer ihre Pfote auf Tyson, der alles geschehen ließ wie ein verliebter Hahn.

Aber dann machte Tyson einen entscheidenen Fehler, er raste auf den Balkon. So, nun stand Paula, gefühlt doppelt so breit, in der Balkontür, und der Junge hatte nicht ein bißchen die Chance an meiner Madame vorbei zu kommen.

Immer wenn er meinte, er versuche es mal, drängte Paula ihn auf den Balkon in die Ecke zurück. Mir tat der Kerl schon leid, und ich mußte mit meinem Mädchen ein Machtwort sprechen. Also Tyson zurück ins Wohnzimmer, und die nächste Runde wurde eingeläutet.

Als beide Bullys schon total fertig waren, und ihre Zungen einen halben Meter raushingen, beendete ich das Toben, damit sie sich nicht verausgaben und sie sich ausruhen konnten. Beide waren nun so geschafft, dass Paula auf der kleinen Couch es sich bequem machte. Ich saß auf der großen Couch und beobachtete beide Bulldoggen, wobei mir der Junge leid tat, der zu meinen Füßen lag und mich anschaute. Also beschloß ich Tyson zu mir auf die Couch zu lassen.

Paula schaute einmal gelangweilt rüber, war aber zu müde und hatte keine Einwände, dass Tyson bei mir auf ihrer Couch Platz genommen hatte. Liebe Cornelia, Du mußt nähmlich wissen, Paula meint Kleine Couch meine, Große Couch meine, Sessel meiner, Bett meines, diverse Flauschdecken auch meine, alles meins.

Wir haben, ich glaube 30 Jahre lang, ein 160 cm breites Bett gehabt, hat auch gereicht, wenn unser Sohn kuscheln kam - bis Paula in unser Bett mit einzog. Jetzt ist unser Bett 200x200 cm breit, und ich liege öfter mal am Rand, und meine Füße schauen aus dem Bett.

So meine liebe Cornelia, das war die Geschichte mit Tyson. Alles Liebe und ganz liebe Grüße auch an Deinen Mann und natürlich dicke Knutscher auf Bullyschnauzen. Eure Silvia und Paula

Berlin, 5.1.15: Liebe Cornelia, ich möchte nur sagen, weil du geschrieben hast Paula sei etwas verwöhnt, meine Schwester sagt immer, aber natürlich ganz liebevoll gemeint, dass Paulinchen ein Terrorzwerg sei und uns alle gut im Griff hat. Um nur ein Beispiel zu nennen: wenn meine Schwester auf der Couch Platz nimmt sagt sie zu Paula "oh entschuldige, ich rutsche schon zur Seite, damit du mehr Platz hast. Mir reicht auch, wenn ich am Rand sitzen darf."

Du siehst, Paula ist an 365 Tagen die Chefin im Haus. Ich schicke Dir gleich noch ein paar Fotos von meinem Frl. Klawutke. Fehlt nur noch ein Kopftuch, und dass sie sagen könnte wann Herr Schulze zur Arbeit geht und Frau Meier nach Hause kommt.

So, bis bald alles Liebe für Euch und einen schönen Tag wünschen Silvia und Paula


Donnerstag, März 12, 2015

Neu entwickeltes Naturheilmittel

gegen Arthritis-Schmerzen

Quelle: ScienceDaily (Nov. 10, 2014)


Arthritis-Schmerzen bei Hunden können ohne Nebenwirkungen durch ein neues Produkt - auf Basis von Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel - vermindert werden. "Mit Akupunktur und elektrischer Stimulation gibt zwei Ansätze, die positive Effekte auf Hunde gezeigt haben. Es gibt bisher aber nur wenige Studien über einen pflanzlichen Therapieansatz", erklärt Professor Éric Troncy, Senior-Autor der Studie.

Troncy und sein Team arbeiteten mit 32 Hunden (und ihren Besitzern!), bei denen durch Röntgen- und orthopädischer Untersuchung Arthritis diagnostiziert worden war, und die alle mehr als 20 kg gewogen. Durch Rückgriff auf bestehende Studien an Nagetieren und auf die Arbeit von Pierre Haddad von der Universitäts-Abteilung für Pharmakologie, entwickelte Troncy zwei Mittel für seine Studie. Diese Mittel sind derzeit noch nicht im Handel erhältlich.

Das erste Mittel besteht aus Curcumin, Teufelskralle, schwarzen Johannisbeeren, indischem Weihrauch (Salai), Weidenrinde, Ananas Bromelin und Kamille. Es wurde entwickelt um Arthritis-induzierte Entzündung zu behandeln. Das zweite Mittel besteht aus den gleichen Bestandteilen, sowie Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3, Chondroitinsulfat und Glutamin. Es wurde in der Hoffnung entwickelt, dass es die Regeneration von Gelenken fördert.

Die Hälfte der Hunde erhielt das erste Mittel für 4 Wochen, und dann das zweite Mittel für weitere vier Wochen. Die andere Hälfte erhielt als Kontrollgruppe ein Placebo. Die Ergebnisse wurden unter Verwendung von drei Verfahren getestet. Zum einen wurden die Hunde gefilmt, als sie über eine spezielle Plattform, die die Stärke der einzelnen Pfote erfasst ging mit konstanter Geschwindigkeit. Zum anderen erfasst eine spezielle elektronische Kragen täglichen Aktivitäten der Hunde. Und schließlich, die Besitzer wurden gebeten, ihre eigenen Bewertungen von Verhalten ihres Hundes zu schaffen. "Nach der achtwöchigen Kur wuchs die Kraft der Hunde, welche die Behandlung hatten, im Durchschnitt entsprechend einem Kilo zusätzlicher Stärke pro Pfote. Keiner dieser Hunde erlebte einen Gesundheits-Rückgang, im Gegensatz zu 35,8% der Hunde, die das Placebo erhielten ", sagte Maxim Moreau, der Erstautor der Studie.

Bislang gebe ich meinen Bulldogs, seit sie 7 1/2 Jahre alt sind, diese Kautabletten. Es gibt aber noch reichlich mehr solcher Gelenkmittel, die alle eine ähnliche Zusammensetzung haben.

Meiner Erfahrung nach sollte man mit solchen Mitteln vorbeugen, sodass sich eine altersbedingte Arthrose in Grenzen hält und nicht in eine Entzüdung der Gelenke, die Arthritis, ausartet.

Die Verbesserungen spiegelten sich auch im täglichen Leben der Hunde wider. Die Messhalsbänder ergaben, dass die Hunde, welche behandelt wurden, ihre körperliche Aktivität erhöht hatten - im Gruppendurchschnitt von 6 Stunden auf acht. Unterdessen waren die Hunde, welche das Placebo erhalten hatten, zunehmend weniger aktiv.

"In einigen Fällen beobachteten wir die Hunde um sicherzustellen, dass das Messhalsband tatsächliche körperliche Aktivität aufzeichnete statt Bewegungen wie Kratzen usw.", erklärte Troncy. Dennoch waren die Bewertungen der Besitzer mehr gemischt. "Diese dritte Evaluierung war mehr subjektiv, und der Kontrast zwischen der Testgruppe und der Kontrollgruppe war weniger stark", sagte Troncy. "Wir vermuten, dass der Eigentümer haben vergessen, wie das Verhalten des Tieres war, bevor es Arthritis entwickelte." Die Ergebnisse erhöhen die Möglichkeit, dass diese neue Form der Behandlung Menschen angeboten werden kann. "Das Auswertungsmodell, welches wir verwendet haben, ist das beste für die Vorhersagbarkeit der Wirkung von Anti-Arthritis-Behandlungen. Deshalb sind wir der Ansicht, daß klinische Versuche am Menschen eine gute Chance wären, um positive Ergebnisse zu erhalten", sagte Troncy.


Dienstag, März 10, 2015

Gunda hütete Frieda und Kosmo - während

wir im Urlaub auf Lanzarote


Seit Jahren machten Stu und ich mal wieder Urlaub ohne unsere Hunde - wir flogen im Februar nach Lanzarote. Für diese Zeit zog meine Schwester Gunda bei uns ein, um Frieda und Kosmo zu hüten, zu unterhalten, zu füttern, auszuführen - und was ein Bulldog sonst noch so braucht :-)

Gunda mailte uns am Anfang (dann telefonierten wir nur noch); sie immer gut gelaunt:

"...Ja, trotz der Weiberfastnacht treiben Frieda und ich es nicht zu verrückt. Ich bin mit Kosmo durch den Wald gewandert und habe ihm als Ohrwurm "Einmol Prinz zo sin in Kölle am Rinn" - vorgesungen. Kosmo der Prinz, Frieda die Jungfrau, und ich dann der Bauer des Dreigestirns.

Heute ist es mir nicht gelungen, Frieda im Haus zurückzuhalten und nur Kosmo (für eine längere Wanderung, die Frieda wegen ihrer Ellenbogen-Arthrose nicht mehr machen soll) zum Auto zu bringen. Also hab ich beide ins Auto verfrachtet, bin zum Totengrund gefahren und bin da einzeln mit jedem spazieren gegangen. Das ging dann erstaunlich gut, sie einzeln rein- und rauszulassen...." Und:

Ich glaube heute Nacht haben sie im Fernsehzimmer geschlafen, da haben wir gestern abend auch lange ferngesehen.

Ja, sonst gibt es nichts Besonderes zu erzählen, alles klappt gut. Kosmo läuft mir jetzt meistens hinterher. Beide halten sich auch viel im Flur auf. Ich war heute wieder oberhalb eures Dorfes in der herrlichen Flur! Sonne pur! Bestimmt hattet Ihr auch einen tollen Tag auf eurer Vulkaninsel! Bis bald! Gunda und die schnarchenden "Kinder", die jetzt sicher von Euch träumen!..." Und:

"Beide Hunde haben gut gefressen! Jetzt liegen sie bei mir hier oben auf dem Sofa. Die halten sich den ganzen Tag eng zusammen, so süß... liebe Grüße Gunda" Und:

"Ihr Lieben, beide Hunde schlafen leise schnarchend, schön beruhigendes Geräusch. Ich war mit Kosmo ca. 1 Std im Teufelsgrund. Er war sehr lieb. Frieda auch. Beide lagen zuerst eng nebeneinander. Sie erwarten Euch, glaub ich, bald zurück, aber sie wirken nicht unruhig. Also, bisher alles bestens gemeistert, wir drei.... Alles Gute Gunda"

Jetzt ein paar Sätze über unsere Zeit auf Lanzarote:

Gleich am 1. Tag machten wir einen Ausflug hoch zu Dromedar. Der Dromedarführer hatte uns kurz angesehen und für offensichtlich robust gehalten, denn er wies uns ein Tier zu, das es in sich hatte. Es schlug bei unserem Aufsteigen seinen maulkorbgesicherten Kopf gleich gegen uns und gab Töne von sich, die an eine in der Tiefe grollende und gurgelnde heiße Schlammquelle denken ließ... Stu sagte: "Klar, wir haben den 'Bulldog' unter denen bekommen!" Naja, es war das erste Mal, dass wir auf Land seekrank wurden...

Ein zweites Tierelebnis war sehr viel stressfreier: mit einem U-Boot (Puerto Calero) sanken wir 35 Meter tief an Wracks und Schlackenspießen vorbei. Uns umkreiste dabei ein Stachelrochen, wunderschön im Wasser segelnd. Zwei Taucher der U-Boot-Besatzung fütterten ihn - so ein kleines Mündchen hatte das wilde Riesentier, und es fraß vorsichtig und anständig aus der Hand!

Wie immer hielten wir nach Bulldogs und nach Bulldoggigem Ausschau: wir fanden drei "Bulldog-Bars". Eine davon (Puerto Calero) war ok, aber die zwei anderen (Costa Teguise) "englisch-prollig". Stu versuchte sich dort an einen "full english Breakfast" - als ich ihn fragte, wie es schmeckt, meinte er lakonisch: "so enttäuschend wie erwartet."

Ansonsten: so große, weite und ungetüme Schlackenfelder wie im Süden der Insel sah ich noch nirgendwo. Im Norden der Insel war die Schlacke über 5000 Jahre schon etwas zu Erde verwittert, und wir sahen vereinzelt wunderschöne blühende Pflanzen. Wir lieben Vulkanlandschaften, da sie Erdgeschichte sozusagen im Zeitraffer erleben lassen.

Gundi, wir und die Beiden danken Dir sehr, dass Du sie solange und so liebevoll gehütet hast.


Sonntag, März 8, 2015

Ein Kopf und Herz bewegendes Buch:

"Der mit den Wölfen lebt"


Ich habe neulich ein mich in vieler Hinsicht ungeheuer fesselndes Buch gelesen (erschienen 2012): "Der mit den Wölfen lebt"

Auch ich lernte daraus noch so manches Neue über Hunde, über ihr Verhalten basierend auf der Funktion, die sie im Rudel ausfüllen würden oder könnten - und ihre individuelle Veranlagung, die sie für die jeweilige Aufgabe prädestiniert. Bei Hundewelpen zeigt sich das schon, wenn auch weniger ausgeprägt als in Wolfswelpen.

Auch wie die Ernährung Verhalten beeinflußt war mir neu: viel Muskelfleich fördert die Kampfkraft, viel Innereien das Gehirn usw.

Durch das Mitleben von Shaune Ellis in einem wilden Wolfsrudel, durch solch intime Erfahrungen IN der Familie Wolf, widerlegt er einmal mehr das Irrbild der strikt hierarchischen Wolfs-Hackordnung, denn jede(r) Einzelne erfüllt eine lebenserhaltende Funktion für das Rudel.

Das Alpha-Tier wird nur noch "Entscheider" genannt. Es ist das klügste Tier, bekommt die Innereien vom Riss und kämpft nur im Notfall mit, da es für das Rudel unentbehrlich ist, denn es entscheidet bei der Jagd. Es ist oft eine SIE, denn die Wölfin jagt meist wendiger und schneller - und sie wirft die Jungen. Die Hackordnung "DER Stärkste setzt sich immer durch" bildet sich nur in Gefangenschaft, wenn für Futter nicht selbst gesorgt werden muß.

Das Beta-Tier wird heute nur noch der "Vollstrecker" genannt. Es ist ein ER, hat das höchste Aggressionsniveau und bekommt das Muskelfleisch vom Riss. Er diszipliniert nach innen und ist der 1. Verteidiger nach außen.

Das Omega-Tier hat die Funktion des Entschärfers von inneren Konflikten, es stellt - oft als Blitzableiter - die innere Harmonie wieder her. Dann gibt es noch den Tester, der besonders nach innen sowas wie eine Kontrolle von wölfischem ‚Law and Order' im Auge behält. Die Welpenerziehung übernimmt oft eine alte Alpha-Wölfin… Ich will aber nicht zu viel vorwegnehmen :

Beeindruckend ist an diesem Buch auch, mit welch unverblümt klarer und manchmal sogar humorvoller Selbst-Reflektion Shaun Ellis seine persönlichen Entwicklungen beschreibt, und wie und warum er in tiefster Wildnis bei den Wölfen sich selbst erfährt.

Auffallend ist auch und spricht für die Lebensweisheit des Autors, dass er nie etwas verurteilt, sondern als gegeben annimmt und versucht, dies Gegebene hin zu einer besseren Situation zu beeinflussen, oft auf einem stillen Weg.

Ein Beispiel: nach seiner Rückkehr aus der Wildnis in Idaho arbeitete Shaun Ellis als Hundetrainer bei der britischen Armee. Sein Vorgesetzter praktizierte - und verlangte von ihm - den alten, mehr oder weniger auf Gewalt basierenden Trainingsstil.

Shaun Ellis rebellierte nicht dagegen (wie ich es getan hätte) - er steckte sich nur heimlich Würstchen in die Hosentasche, damit die Hunde, diesem Geruch folgend, auch ihm folgten. Und er gab sie ihnen heimlich am Ende der Übungen. Es fiel dem Trainingsleiter mit der Zeit auf, dass die Hunde der Übungsgruppe von Shaun Ellis alles viel williger, schneller und zuverlässiger lernten... Er fragte ihn nach einigen Wochen, wie er das schaffe. Jetzt erzählte er seinem Vorgesetzten die Würstchensache. Der war beeindruckt vom Ergebnis dieser Anreiz- und Belohnungsmethode und übernahm sie !

Der Hauptfokus des Buches liegt klar bei den Wölfen, auch wie man in den USA und in Europa ein Nebeneinander von Mensch und Wolf erreichen könnte. Er versucht den betroffenen Bauern und Farmern so zu helfen, dass es auch den Wölfen dient. Und aufgrund seiner intimen Kenntnis vom Wolfsverhalten hat er ganz neue Ansätze entwickelt, die in einigen Gegenden Polens schon mit Erfolg praktiziert werden.

Shaun Ellis nähert sich den Wölfen immer von der unterlegenen Position - das ist sein Erfolgsgeheimnis, dass sie ihn aufnahmen, 3 Jahre durchfütterten, auf sein langsames Tempo bei ihren Wanderungen Rücksicht nahmen und ihm sogar einmal vor einem wütenden Grizzly das Leben retteten. Nur zur Jagd durfte er nicht mit, weil völlig ungeeignet. Seine Funktion im Rudel war "der Entschärfer", und er war für das Welpenhüten zuständig, wenn Mutter Wolf, die Entscheiderin, mit den anderen jagte.

Wir Menschen sind in sozialer Hinsicht den Wölfen sehr ähnlich: Wer sich uns als der Überlegene nähert, der wird nicht geliebt und abgelehnt bis bekämpft. Wer sich aber dem herrschenden ‚Law and Order' unterordnet und integriert, der wird akzeptiert. Das ist ein Dilemma.


Freitag, März 6, 2015

Heute erzählt Gastbloggerin Evelyn Riesen

Zarte Seelen


Mainz, 10.1.15: Liebe Cornelia, Lady´s Angst durch die Silvester-Böller war ja so schlimm, dass ich ihr versuchsweise vorgestern ein Adaptil-Halsband kaufte und über Nacht anzog... und es war (juhu) die erste Nacht seit Silvester, in der sie nicht ab etwa 1.00 Uhr panisch wurde.

Jetzt geht es auch wieder mit dem Spazierengehen, besonders, als ihr Freund Olli (ein Mops) zu Besuch war, und wir einen gemeinsamen Spaziergang machten, da fasste sie wieder Vertrauen in die Natur ;-)

Weil Du es erwähntest, hänge ich auch mal ein Sonnenbad-Foto von Lady an - da ist ihr "Sonnen-Deckchen", und sobald die Temperaturen es zulassen liegt sie da, oder sogar manchmal an der Hauswand, in voller Südausrichtung und wird "gegrillt"...

Wir sagen dann immer im Spaß: "Hach ja, Lady, das ist ein Ding, was... so schön warm, aber irgendwie ist Dir ja so schlecht...!" Wenn ich ihr aber direkt sage: "Jetzt geh aber mal in den Schatten!", trollt sie sich (manchmal mit beleidigtem Gesichtsausdruck) auch unter den Gartentisch oder ins Haus. Bis bald und Euch Allen ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Evelyn

Mainz, 21.1.15: Liebe Cornelia, noch eine putzige Anekdote von Lady.

Als sie 2012 erst ganz kurz bei mir war, beobachtete ich plötzlich, dass im Garten ständig ein Zitronenfalter um sie herum flatterte. Sie sprang ihm fröhlich hinterher... wie eine Elfe in so niedlichen Zeichentrickfilmen (nur eher weniger filigran und leichtfüßig) - es war so herzig.

Leider war der Schmetterling weg, bevor ich die Kamera geholt hatte, aber ich schicke Dir ein Bildchen mit (frage mich gerade, ob nicht sogar DU es schon mal im Blog veröffentlich hattest ??), das der Szene von damals schon sehr nah kommt. Ich fand es so rührend: eines der zartesten Geschöpfe und ein doch (nun ja, sagen wir mal) "schweres" in solch zarter, verspielter Einigkeit.

In ein paar Tagen melde ich mich wieder. Hatte gerade mit Lady einen großen Nierencheck und warte noch auf ein paar zusätzliche Laborbefunde, wobei das Gros bislang gut aussieht.

Wie schön, dass Emmy so fit ist - Isabelle schreibt ja auch zu schön! (Siehe Beitrag vom 21. januar) Ich hoffe, ich lerne die Rasselbande im Mai (nächstes NRW-Treffen) dann auch persönlich kennen! Herzliche Grüße Evelyn

Mainz, 22.1.15: Liebe Cornelia,... Die Tierärztin rief mich gestern mit neuen Ergebnissen an, weil bei Lady eine Eiweiß-Elektrophorese besteht, für die wir bislang keine Erklärung haben.

Leishmaniose und Herzwürmer sind ausgeschlossen, weitere Auslandskrankheiten werden jetzt noch getestet. Es ist auch nicht fütterungsbedingt. Es ist vielleicht nur ein Infekt oder eine chronische Entzündung, deren Lokalisation erst noch gefunden werden muss. Ich habe so einen Verdacht: Lady "räuspert" sich immer wieder mal oder "hustet" kurz und trocken. Zunächst dachten wir vor ein paar Wochen an einen "normalen Husten", aber gerade kommt mir die Idee, dass es vielleicht eine durch Reflux verursachte Speiseröhrenentzündung sein kann. Ich bespreche das mal mit der Tierärztin.

Für ihre zunehmenden Arthrose-Probleme bekommt Lady jetzt erst mal Arthro-Regén und ich hoffe, es verschafft ihr Erleichterung. Novalgin darf ich ihr auch geben (ich muss ja auf ihre Nieren achten), habe das vorerst aber mal nur für den Notfall in petto. Ihre ernährungsbedingten Nierenwerte sind alle im Normbereich, ihr Kreatinin, das schon mal bei 2,1 lag, wieder zurück auf 1,9 ... freu !!! Lady bekam lange Zeit von mir Nieren-Diätfutter, aber da war etwas drin, worauf sie besonders stark "gast". Seit etwa einem Jahr füttere ich ihr nun Bio-Ente mit Süßkartoffel (Nassfutter) von Herrmanns mit zusätzlich Gemüse und Kartoffeln sowie hochwertigen Bio-Ölen (Rapsöl, Leinöl), die beiden letzteren, damit sie ihr Gewicht (etwa 20 kg) hält. Mehr soll sie wegen der Arthrose nicht zunehmen, und ohne die Extraportion Kartoffeln und Öl hatte sie zu sehr abgenommen.

Ja, sie ist so geduldig bis hin zu duldsam... aufgrund ihrer Geschichte auch gelegentlich resigniert... wenn es zu lange dauert, bis ich ihr ein Stück Obst oder Gemüse geputzt habe ;-) Und ich freue mich über jeden Moment, wo sie so tiefenentspannt ist wie z.B. auf dem anhängenden Foto (siehe oben).

Und nun ein Anekdötchen: Vor ein paar Tagen war bei uns noch heftiger Wind und Lady´s Öhrchen wurden, je nach Laufrichtung "vom Winde verweht" so kommt ein Bully auch mal zu - zumindest einem unerwarteten - Steh-Öhrchen ;-)

Ein paar Tage später wollte ich mit ihr eine etwas größere Runde in den Feldern gehen, doch etwa in der Hälfte bestand sie stur darauf, jetzt sofort abzubiegen und zum Auto zurück zu gehen (ich fahre mit ihr immer ein kurzes Stück zu den Feldern, weil es hier bei unserem Wohnviertel zwar genug Grünflächen, aber zu wenig Bereiche zum Freilaufenlassen gibt) und ich wunderte mich schon, was denn los ist, weil sie nicht humpelte...

Bis dass ein paar Minuten später der Himmel schlagartig dunkelgrau wurde und wenige Meter vor´m Auto Regen los ging, der richtig heftig wurde... schlaues Mädchen !!! Ich habe sie dann auch ganz doll gelobt !

Mainz, 1.2.2015: Liebe Cornelia,.... Lady und die Schneeflocken (heute morgen lagen hier gut 3-4 cm Schnee): ... nein, sie mag sie gar nicht, die sind nass und kalt und fliegen ihr in die Augen und die sind soooo böse und unfair :-D Einzig, wenn es um´s Essen geht ... da mag sie auch Schnee (ich habe es ihr nur kurz für das Foto erlaubt).

Aber Du hast mich damit daran erinnert, dass ich Lady ja schön längst Seifenblasen zeigen wollte, was ich jetzt auch bald machen werde ... selbstverständlich mit Fotoapparat im Anschlag ! Da bin ich ganz gespannt, ob sie interessiert oder ängstlich sein wird... Liebe Grüße, Evelyn


Mittwoch, März 4, 2015

Heute erzählt Gastblogger Stu Savory

Neue Spülmaschine erforderlich...


Neulich (Mitte Januar) gab unsere alte Spülmaschine nach über 20 Jahre den Geist auf (Danke, Miele, für deine Haltbarkeit), und es musste eine neue her.

Diese neue Spülmaschinen der Energieklasse Bulli+++ habt einen Vorwaschgang, der so gut ist, daß der Hauptwaschgang komplett ohne Wasser oder gar Spülmittel auskommt.

Das Bild verrät Euch die Wirkungsweise :-)


Montag, März 2, 2015

Heute schreibt Gastblogger Christian Schmadtke

So, mal ne kleine Geschichte

von unserem Spike


Hallo Leute, nachdem unser Ersthund !! Alfred, eine deutsche Dogge, mit 6 Jahren an Knochenkrebs verstorben war, waren wir doch alle sehr sehr traurig, besonders die kleine Lucy, die mit unserem Alfred groß geworden ist. Unser lieber Alfred liegt jetzt auf dem Tierfriedhof Sonnenblume in Mettmann. Wir besuchen ihn regelmäßig.

Nach einiger Zeit der Trauer haben wir uns doch dann entschieden, uns einen kleinen Welpen wieder ins Haus zu holen. Es sollte eine Nummer kleiner werden............ eine englische Bulldogge.....

Nun denn, nach Studium einiger Inserate im Internet hatten wir uns entschlossen, uns einen Bully ins Haus zu holen. Anruf, Termin ausgemacht......war laut Anzeige Familienzucht ohne Papiere.... egal

Als wir dann an der Villa (eine Monster Villa mit autom. Tor, Pool etc.) ankamen, wurde uns sofort geöffnet und wir wurden ins Wohnzimmer gebeten. Dort spielte schon unser Spike mit einem Ball und hob direkt zu unserer Begrüßung das Bein..... Auf unsere Frage, wo denn die Elterntiere seien, sagte man uns, sie sind gerade beim Tierarzt. Komisch !!

Naja, da wir uns in den kleinen Mann verliebt hatten, und wir mit dem Preis schnell einig wurden, haben wir ihn dann sofort mitgenommen. Am nächsten Tag (Sonntag) machten wir, wie immer, den Fernseher an, um "Tiere suchen ein Zuhause" zu gucken. Dieses Mal auch ein Thema in der Sendung: Hundehändler etc.

Uns traf der Schlag, als der Bericht über die Hundehändler begann: Ich dachte noch.....Mensch, die Villa kennste doch !! und tatsächlich.....es folgte ein Bericht über einen Hundehändler, auf den wir auch reingefallen waren.....OhSchreck OhGraus

Wie es sich später herausstellt, war unser Spike in Holland gechipt worden. Gottseidank war er nicht krank gewesen, so dass uns doch viel erspart worden ist. Im Nachhinein nur bei seriösen Züchtern, auch wenn es teurer ist.....

Zu Hause angekommen, übernahm unsere Lucy sofort das Kommando, um den kleinen Spike zu erziehen. Das macht sie auch noch heute, sie hat das Sagen !! Auch die Katze hatte kein Problem mit Spike und umgekehrt. Stubenrein war Spike dann endgültig nach ca. 8 Monaten, aber dass ist eine andere Geschichte.......

Spike wird in diesem Jahr 6 Jahre alt und bringt uns immer wieder zum Lachen, ein Scherzbold, dem man nicht lange böse sein kann.


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Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 41 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.




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Weil es sich als verwirrend heraus gestellt hat, sowohl chronologisch als auch thematisch zu sortieren, wurden die Monatsarchive vom Server entfernt. Dadurch wird wieder freier Speicherplatz für neue Projekte gewonnen.

Ich werde die Thematischen Inhaltsverzeichnisse und die dazu gehörigen Archive im Laufe des Jahres allesamt neu sortieren und erweitern. Ich bitte um Verständnis, dass dies Zeit braucht.

Manche der rund 1500 Beiträge sind inzwischen nicht mehr aktuell oder haben sich einfach überlebt, und manche der Beiträge waren schlicht Unterhaltung - ins Archiv übernommen werden deshalb nur die informativsten oder mir sonstwie wichtigen Beiträge, sowie die der akltuellen Gastblogger.


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