Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Mittwoch, Februar 21, 2018

Ein wenig Winter


Susanne Nas schickte wieder schöne Fotos von Tiffy und Muffin. Sie zeigen einen Wintertag vom Anfang des Monats, an dem es eine Andeutung von Schnee gab :-)... Der Arbeitstag war erfolgreich verlaufen. Das Wochenende stand vor der Tür.

Klar, es geht raus!

Es war ein wundervoller Spaziergang, knackig kalt und zarte Eisspitzen auf den Tannennadeln.

Ein erfolgreicher Tag, der Schlaf verdient gemacht hat. Die Arbeitswoche kann dann wieder starten...


Sonntag, Februar 18, 2018

Don Vito ist jetzt ein Junghund


Welpen wachsen so schnell - wir kennen das alle. Im Beitrag vom 12. Januar sah noch deutlich "baby"hafter aus. Don Vito rennt jetzt schon mit Keeper und Joker begeistert durch die Wälder. Stefan meint "Naja, ein bißchen unsymetrisch sieht er jetzt aus. Kennen wir ja, als nächstes wird er den Unterkiefer toll vorschieben."

Sabrina freut sich besonders für Keeper, er sei durch den kleinen Don völlig aufgeblüht, habe viel von seiner Zurückhaltung verloren. Die Beiden wären unzertrennlich. Und Joker - als der Große - "führt großzügig und liebvoll sein Rudel an". Auch er schmust gerne mit Don.

Die unterschwellige Konkurrenzsituation zwischen Joker und Keeper hat sich duch Don aufgelöst, da Keeper sich jetzt mehr mit ihm als mit seinem großen Bruder Joker beschäftigt - und auch misst.

Viel Freude weiterhin, ihr Drei Prachtjungen!


Mittwoch, Februar 14, 2018

Lächelnde menschliche Gesichter sind

attraktiv für Hunde

Quelle: ScienceDaily (Nov. 20, 2017)


Hunde sind an menschlichen lächelnden Gesichtern interessiert und drohende menschliche Gesichter machen sie selbst wenig wütend. Forscher am Forschungsprojekt "Canine Mind" der Universität Helsinki fanden heraus, dass Oxytocin dafür verantwortlich ist. Verbunden mit Zuneigung und Vertrauen ist das Hormon Oxytocin wahrscheinlich ein Schlüsselfaktor für die Interaktion zwischen Hunden und Menschen.

"Es scheint, dass das Hormon Oxytocin beeinflusst, was der Hund sieht und wie er das sieht, was er sieht", sagt Doktorand Sanni Somppi.

Die Forscher zeigten 43 Hunde auf einem Computerbildschirm Bildern von lächelnden und wütenden Gesichtern. Jeder Hund wurde zweimal getestet: einmal unter dem Einfluss von Oxytocin, das als Teil des Tests verabreicht wurde, und einmal ohne Oxytocin. Der Blick des Hundes auf die Bilder und die Pupillengröße wurde mit einem Eye-Tracking-Gerät gemessen. Emotionen und Achtsamkeit lenken den Blick und regulieren die Pupillengröße. Eye-Tracking öffnet ein Fenster in die Gefühlswelt der Hunde.

Hunde konzentrieren sich typischerweise auf den bemerkenswertesten Aspekt jeder Situation, wie zum Beispiel bedrohliche Reize in einer beängstigenden Situation. Gefahren schnell zu erkennen und zu interpretieren ist überlebenswichtig. Hunde unter dem Einfluss von Oxytocin waren mehr an lächelnden Gesichtern als an zornigen Gesichtern interessiert.

Darüber hinaus beeinflusste Oxytocin auch die emotionalen Zustände der Hunde, was sich in ihrer Pupillengröße zeigte. "Wir gehörten zu den ersten Forschern weltweit, die Pupillenmessungen bei der Bewertung der emotionalen Zustände von Hunden einsetzten. Diese Methode wurde bisher nur bei Menschen und Affen angewendet", sagt Professor Outi Vainio, der die Forschungsgruppe leitet.

Ohne Oxytocin waren die Pupillen der Hunde am größten, wenn sie wütende Gesichter sahen. Dies zeigte, dass die wütenden Gesichter die stärkste emotionale Reaktion in den Hunden verursachten. Unter dem Einfluss von Oxytocin haben jedoch Bilder von lächelnden Gesichtern den emotionalen Zustand der Hunde mehr als zornige gesteigert. Das heißt, dass Oxytocin die wütenden Gesichter wahrscheinlich weniger bedrohlich erscheinen ließ und die lächelnden Gesichter ansprechender wirken.

"Beide Effekte fördern die Kommunikation zwischen Hund und Mensch und die Entwicklung von liebevollen Beziehungen", sagt Professor Vainio.

Die Forschungsgruppe von Professor Vainio hat bereits erfolgreich Eye-Tracking und EEGs eingesetzt, um den Verstand des Hundes zu untersuchen. In dieser Studie arbeitete die Gruppe mit József Topál zusammen, einem ungarischen Pionier der Hundeforschung, der sich auf die Interaktion zwischen Hunden und Menschen und die soziale Intelligenz von Hunden spezialisiert hat.


Sonntag, Februar 11, 2018

Die Jecken sind los


Als Rheinländerin vertreibe auch ich zu Karneval die trüben Wintergeister aus Haus, Hof und Stimmung :-) Treiben wir es bunt und lachen!

Silvia Wolf fand diese Farbenfrohen in Südfrankreich ;-)

Peter Pongratz zeichnete dieses Cartoon. Ich rege an einmal in einem Türsteher-Kostüm zu feiern. Respektversprechend ;-)

Dicki Borgert erduldet den Wahnsinn... ;-)

Als gebürtiger Westfale ist Kosmo irgendwie mit Karneval überfordert ;-)


Mittwoch, Februar 8, 2018

Little feierte seinen 4. Geburtstag


Am 22. Januar wurde Little Stahl 4 Jahre alt, wir gratulieren ihm von Herzen!

Er hat nach Jack´s Tod als Einzelhund nun die volle Verantwortung für seine Menschen Roswitha und Johannes, und wie ich höre nimmt er sie mit Herz und Verstand vorbildlich bulldoggig an :-) Seine Wachsamkeit schläft nur selten - seine Liebe nie! Er steht als Einzelhund im alleinigen Focus seiner Menschen, und das läßt ihn an Bedeutung wachsen, wie er fröhlich bemerkt. Das ist so gesehen Himmel und Luxus :-)

Ein Geburtstag ist auch immer Anlaß sich an früher zu erinnern, an Jack und Baby-Little. Johannes und Roswitha schickten zauberhafte Fotos aus dieser Zeit, die das Herz erfreuen! Jack starb im letzten Frühsommer, so sind diese Fotos heute auch noch einmal ein Dankeschön an den so sanften und hingebungsvoll lieben Jack.

JacK war Little´s großer Bruder, Lehrer - eben Schutz und Vorbild :-))

Alles in der Küche ist wichtig, nicht nur gutes Benehmen ;-)

Spielen auf Sofas ist herrlich - man kann danach sofort weich in Schlaf fallen ;-)

Betten sind toll, aber am besten schläft man im Auto ;-)


Sonntag, Februar 4, 2018

Kosmo ist gewieft ;-)


Neulich brachte ich Kosmo´s häusliche Rituale durcheinander - und das mißfiel ihm! Aber der Kerl wurde kreativ und erreichte was er wolte :-)

Hier einiges zu seinen Gewohnheiten - und damit auch zu seinen Erwartungen:

Zum Beispiel Fernsehen: Das Gerät steht in einem eigenen Zimmer, dort liegen Kosmo und ich dann gemütlich auf der großen Bettliege, er meist in seine Ecke eingekuschelt. Zwischendurch kommt er immer wieder mal an und drückt sich an meine Beine. Bei Tierfilmen bleibt er auch häufiger dort liegen und sieht mit zu, bei Bären ist er sogar kurz aufgeregt.

Stu sieht wenig fern, aber wenn, dann drückt sich Kosmo oft mit dem Po an mein Bein und legt seine Pfote auf Stus´s Bein, der am anderen Liegenende sitzt. So liebt er es: das Rudel ist beisammen - das ist Kosmo´s Kosmos :-).....

(Und sind wir im Bad, so drückt er sich, bis wir fertig sind, an die Dusche oder die Wanne :-)

Ist Lesen statt Fernsehen angesagt, dann geht es ins Wohnzimmer. Stu oder ich sitzen dann auf dem Sofa, und der jeweils andere auf dem Chaiselongue, ein altes Familienerbstück, neben dem Kamin. Kosmo liegt seit eh und je entweder mit auf dem Sofa, dem Chaiselongue oder auf dem Teppich dazwischen; das Letztere hat den Vorteil, er kann auch den Garten beobachten.

Nun, neulich wollte ich mir einen Film auf meinem neuen Tablet ansehen und setzte mich dazu ausnahmsweise auf den bequemen, weil verstellbaren "Lümmelsessel" im hinteren, abgelegenen Wohnzimmerteil. (Dieser Sessel war Almas Lieblingsplatz im hohen Alter gewesen. Dort hatte sie - abseits vom häuslichem Geschehen - ihre Ruhe.)

Kosmo mag nicht besonders, wenn ich auf diesem Sessel sitze, denn er passt nicht mit drauf! Als Frieda noch lebte, legte er sich in dieser Situation mit ihr eine Weile daneben auf den Teppich, dann wurde es ihnen langweilig und sie gingen zu Stu. Aber jetzt war ihm anders zumute: "das wollen wir doch mal sehen..."

Er sprang nach vielleicht 10 Minuten, die er mich auf dem Teppich sitzend bewegungslos angestarrt hatte, auf mich drauf, das Tablet konnte ich gerade noch vor ihm retten. Er startete sein Kuss-Ritual, aber das war diesmal kein Schmusen, dazu war es zu wild; ein unterer Eckzahl zog mir ein Nasenloch lang, und seine krallenbewehrte Pfote hielt mich am Ohr fest - er wollte was! Mir war klar, ich sollte aus diesem Sessel, aus dieser "abgelegenen" Zimmerecke raus! Das war nicht im Sinne "anständigen Rudelverhaltens", meinte er :-) Aber ich rührte mich nicht weg!

Was nun? Er legte sich erst einmal auf den Teppich zwischen mir und dem Sofa, auf dem Stu saß - stand aber kurz darauf wieder auf: strategisch ungünstiger Platz: weder Stu noch mich in direktem Augenkontakt! Also erneut: was nun? Kreativität war gefragt ;-)

Er kam wieder zu mir und betrachtete meine Füße, die etwas über den Fußteil des Sessels hingen. Vorsichtig nahm er zu meiner Überraschung einen meiner Füße sanft zwischen seine Zähne und knabberte dann völlig zart an meinen Zehen herum, oh Gott - er kitzelte mir die Füße!!!!

Ich mußte lachen und lachen, und das ermunterte ihn natürlich erst recht! Er ist selbst an den Zehen kitzelig, streichel ich von unten über die Härchenenden zwischen seinen Zehen, dann zieht er genervt seinen Fuß weg. Er hatte sehr richtig von sich auf mich geschlossen! Ich zog auch meinen Fuß weg - meine Socke blieb dabei zwischen seinen Zähnen - und er machte sich gleich an die andere ran. Ich stand auf - er hatte mich überzeugt den Sessel zu verlassen ;-)

Vor Freude über meine Einsicht tanzte er glücklich um mich herum - und ich balgte mit ihm ein wenig auf dem Teppich. Nun war er zufrieden, und er störte mich nicht mehr beim Filmsehen auf dem Tablet. Allerdings hatte ich den Platz gewechselt und saß jetzt auf dem Sofa neben ihm ;-)

Körperliche Nähe ist Wölfen und Hunden wichtig. Und uns? Neulich las ich, dass das Kuscheln mit Hunden für Menschen gesundheitsförderlich und lebensverlängernd ist: unter Anderem sinkt sofort der Blutdruck!

Also verlasse ich jetzt den Rechner und schmuse mit dem gewieftem Kerl :-)


Donnerstag, Februar 1, 2018

Heute schickt Gastbloggerin Silvia Wolf

Verspätete Neujahrsgrüße von Tyson


Es ist zwar schon ein bisschen spät, aber ich will doch noch allen Bullys und ihren Lieblingsmenschen ein gutes und gesundes neues Jahr wünschen.

Mögen eure Schutzengel 24 Stunden Dienst tun, und möget ihr so viele fröhliche Momente im neuen Jahr erleben, dass ihr sie gar nicht zählen könnt.

Ich war über Weihnachten und Neujahr wieder in Südfrankreich. Nachdem hier die Sonne kaum geschienen hat, beschlossen meine Lieblingsmenschen dem Grau und der Nässe den Rücken zu kehren. Sie wollten das Licht der Provence genießen. Es war nur schön. An zwei Nachmittagen regnete es mal kurz, das war alles.

Ansonsten schien die Sonne und wir waren viel am Meer, natürlich auch an meinem Lieblingsstrand. Aber was denkt ihr, Frauchen ließ mich nicht von der Leine. Sie hatte Angst, ich könnte ins 15 Grad kalte Wasser springen.

Ehrlich gesagt und unter uns, die Angst wäre berechtigt gewesen. Ich bin zwar besterzogen, aber manchmal gehorche ich nicht, sondern entscheide. Aber daran bin ich ja nicht schuld, das ist genetisch bedingt. Und gegen die Gene kann man ja nichts machen, oder?

Die hundeverrückten, charmanten Franzosen riefen bei meinem Anblick oft "oh, un beau" oder "un bel anglais" und ich wurde wieder viel fremdgestreichelt, was ich sehr genieße. Ich stelle mich auch schon immer in die richtige Position. --- Eine Geschichte muss ich euch noch erzählen:

Wenn Frauchen zuhause ihre alte Basttasche nimmt, geht sie auf den Markt. Ich darf da nicht mit, weil der Markt bei uns für Hunde verboten ist. Auf dem großen Obst- und Gemüsemarkt in Cannes` Altstadt ist das anders. Hier gibt es kein Verbotsschild. Frauchen fragte einen Gemüsehändler danach, und der schmunzelte und meinte:

"Leute, die mit ihren Hunden auf den Markt kämen, hätten in der Regel gut erzogene Tiere. Die würden nicht auf sein Obst und Gemüse niesen oder husten und stehlen würden sie auch nichts, was man von Menschen nicht immer sagen könne." Und als er hörte, dass ich so gerne Äpfel esse, bekamen wir noch einen geschenkt. Ich ging dann immer mit auf den Markt!

Bis bald, Euer Tyson (gern auf Reisen!)


Montag, Januar 29, 2018

Heute Fotos von Gastbloggerin Susanne Nas

Ein Wortspiel und Regenspaß ;-)


Schlappi´s Schlappis ;-)

Was vorher los war: Silvesterurlaub, das war NASS !


Donnerstag, Januar 25, 2018

Toleranz und Kooperation -

Unterschiede zwischen Wolf und Hund

Quelle: ScienceDaily (Okt. 17, 2017)


Nach der Domestikation sollten Hunde gegenüber Artgenossen und Menschen toleranter und kooperativer sein als Wölfe. Dies wird zumindest oft vermutet. Aber Wölfe und Hunde in natürlicheren Lebensumständen zu beobachten und zu testen spricht für ein kooperativeres Verhalten der Wölfe.

Forscher am Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna haben nun gezeigt, dass die wilden Vorfahren ihre domestizierten Verwandten in Teamarbeit sogar übertreffen. Bei einem experimentellen Versuch gelang es Hunden nicht, zusammen die beiden Enden eines Seils gleichzeitig zu ziehen, um ein Stück Nahrung zu erhalten. Die Wölfe hingegen zeigten perfekte Teamarbeit. Sie warteten sogar darauf, dass ein Partner kam, bevor sie die Seilenden zum Essen zusammenzogen. Die Studie wurde in PNAS veröffentlicht.

Hunde wurden domestiziert, so dass der Mensch einen perfekten Begleiter an seiner Seite hatte. Daher wurde Eigenschaften wie Toleranz und kooperatives Verhalten eine große Bedeutung beigemessen. In Übereinstimmung damit gibt es viele Hypothesen, dass Hunde im Vergleich zu Wölfen auch toleranter und kooperativer mit Artgenossen geworden sind. Aber der sozial-ökologische Hintergrund der Wölfe zeigt, dass sie für viele Aspekte ihres Lebens von der Jagd bis zur Welpenaufzucht auf Kooperation angewiesen sind, und das spricht gegen diese Theorien.

Forscher des Wolfsforschungszentrums der Vetmeduni Vienna testeten nun mit einem so genannten "loose-string" Test-Setup, ob der domestizierte Hund wirklich der bessere Teamplayer ist. Die Studie zeigte, dass Wölfe perfekt zusammenarbeiten können, wenn sie für ein Stück Nahrung kooperieren müssen. Ähnlich hochgezogene und gehaltene Hunde - obwohl sie das gleiche Interesse an der Aufgabe hatten - waren dagegen nicht in der Lage zu kooperieren und versagten im Test.

Tests mit Zweierteams

Um herauszufinden, ob Wölfe oder Hunde besser zusammenarbeiten können, haben die Forscher Hunde und Wölfe, die unter gleichen Bedingungen aufgezogen und gehalten wurden, in verschiedene Zweiergruppen eingeteilt. Anschließend mussten diese zweiköpfigen Teams die beiden Enden eines Seils gleichzeitig ziehen, um ein Futtertablett zu ihnen zu bewegen. "Im Loose-String-Paradigma wird ein Seil durch Ösen in einem Tablett gezogen. Es ist nicht fixiert und kann heraus rutschen, wenn zwei Tiere nicht gleichzeitig an beiden Enden ziehen; beispielsweise wenn ein Tier einen Artgenossen daran hindert. Zieht es alleine am Seil, so zieht er es aus den Tablettöse heraus, und das Essen bleibt unerreichbar ", erklärt die Erstautorin Sarah Marshall-Pescini.

Teamwork ist eine leichtere Aufgabe für Wölfe als für Hunde

Zuerst mussten die verschiedenen Zweiergruppen eine spontane Bedingung lösen. Sie waren nicht speziell auf den Test vorbereitet, sollten aber auf eigene Initiative die Aufgabe über mehrere Versuche hinweg verstehen.

Fünf der sieben Wolfsmannschaften schafften es gleichzeitig gemeinsam zu ziehen. Bei den Hunden konnte nur eine von acht Zweiergruppen die Aufgabe lösen. In einem zweiten Test wurden vier Wolfs- und sechs Hunde-Zweiergruppen zuerst an der Seil-Ziehvorrichtung trainiert, und sie hatten dann sechs Versuche die Aufgabe richtig zu lösen. Wieder zeigten die Wölfe die bessere Teamarbeit. Drei der vier Wolfs-Zweiergruppen konnten das Tablett gleichzeitig und mehrfach ziehen. Bei den Hunden waren es nur zwei Zweiergruppen, die das Problem nur einmal gelöst haben.

Die erfolgreichen Wölfe konnten sogar schwierigere Aufgaben bewältigen. Wenn sie das Experiment einzeln begannen, warteten sie auf den Partner, bevor sie das Seil zogen. Auch wenn es zwei getrennte Geräte gab, konnten die Tiere beide Aufgaben nacheinander koordinieren und lösen. Ein wichtiger Aspekt war jedoch der Rang der Tiere iim Rudel. Tiere, die in der Rangfolge nahe beieinander waren, arbeiteten besser als ein Team, bei dem ein Tier viel höher im Rang lag als das andere.

Ein besserer Teamplayer zu sein war nicht vorrangig wichtig bei der Domestikation

Das Ergebnis dieses Experiments zeigt deutlich, dass der sozio-ökologische Hintergrund von Wölfen ihnen einen Vorteil in der Teamarbeit bringt. "Wölfe haben im Allgemeinen einen stärkeren Forschungsdrang, Dinge zu untersuchen. Sie haben jedoch die Hunde deutlich übertroffen, als Zusammenarbeit die einzige Chance auf Erfolg war", sagt die Autorin Friederike Range. In der Natur jagen und versorgen ihre Jungen gemeinsam.

Freilaufende Hunde hingegen kümmern sich selbst um ihren Nachwuchs und suchen auch einzeln nach Futter. Die Tendenz zur kooperativen Lösung eines Problems scheint eher im Blut der Wölfe zu liegen als in ihren domestizierten Nachkommen.

Die Hypothesen über den positiven Einfluss der Domestikation auf Toleranz und Kooperation mit Artgenossen sollten laut Marshall-Pescini und Range in Frage gestellt werden. "Studien mit Haushunden haben gezeigt, dass Hunde auch gut zusammenarbeiten können. In diesem Fall spielt jedoch die Erziehung der Besitzer eine entscheidende Rolle. Wer mehrere Hunde zu Hause hält, wird sie so erziehen, dass sie sich tolerieren um Zusammenarbeit zu erleichtern. Aus diesem Grund war es wichtig, Wölfe und Hunde zu testen, die auf die gleiche Weise als Rudel aufgezogen wurden ", sagten die beiden Forscher.

Anmerkung: Offensichtlich kam es den Menschen bei der Domestikation des Wolfes auf Kooperation mit ihnen selbst an.

Die Rudeltreue und die gemeinsame Arbeit bei der Jagd, dem Schafehüten oder auch bei der Bewachung des Hofes mußte primär auf den Menschen und nicht mehr dem Artgenossen bezogen sein. Und das gelang wunderbar :-)


Montag, Januar 22, 2018

Der Wolf als Spiegel der Seele

und Sinnbild der Kultur


Dem Wolf gebe ich als Stammtier unserer Hunde immer wieder gerne Platz in diesem Blog.

Nach unserer Alma Tod machten Stu und ich 1995 eine längere Reise durch den Westen der USA. Dort begegneten wir der Malerin Maggie M. Roe, die teils indianischer Abstammung war, und deren Bilder und Kultur mich zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Bedeutung der Tiere für uns Menschen in seelischer und kultureller Hinsicht inspirierten.

Ich schrieb 1996 - 1997 über viele "Tiere als Spiegel der Seele und als Sinnbild der Kultur". Unten das Kapitel über den Wolf :

Der Wolf als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur


Wolf und Mensch

Der Wolf ist wie der Mensch ein soziales Wesen, er braucht die Gemeinschaft zum Überleben. Und er ist der Jäger par exellence! Diese Eigenschaften erhöhten ihn für die frühen Menschen zu ihrem Ahnen. Im vorpatriarchalen Alteuropa wurde er zum dunklen Inbegriff von Tod und Wiedergeburt als Begleiter der "Großen Mutter".

In dem Maße, wie der Mensch seßhaft wurde und Ackerbau betrieb, wandelte sich sein Verhältnis zum Wolf: aus dem Göttlichen Jagdlehrer wurde der gefährliche Vieh- und Menschenjäger. Im 19. Jahrhundert war er in Mitteleuropa endgültig ausgerottet.

Der Wolf ist zudem das einzige Säugetier, das der Mensch "singen" hören kann. Wenn der Wolf den Vollmond anheult, dann fühlt der Mensch sich von der Kraft der Imagination, dem Animalischen und Unfaßbaren berührt.


Eltern-Wolf

Die Häufigkeit des Familiennamens Wolf und seiner Ableitungen, sowie die Beliebtheit von Vornamen, die die Silbe wolf/wulf in sich tragen, zeigt deutlich den hohen Stellenwert des Wolfs als Totemtier vieler Clans im heidnischen Europa.

Bedeutende Helden werden der Sage nach von Wolfsmüttern genährt. Die bekanntesten Beispiele dafür sind der persische Religionsstifter Zarathustra, die Gründer Roms Romulus und Remus sowie Siegfried, der einer alten Sagenfassung nach Wolfdietrich hieß. Eine Wölfin hat auch die Stammväter der Türken und der Mongolen gesäugt, wie alte Mythen erzählen. Die Südslawen zogen ein neugeborenes Kind durch ein Wolfsfell und sagten dann, es sei von einer Wölfin geboren worden. Irische Stämme glaubten, daß ein Wolf ihr spiritueller Vater sei. Das Motiv ist bis in unsere Tage erhalten geblieben: Rudyard Kiplings Mogli wächst im „Dschungelbuch" in einem Wolfsrudel auf, als Sohn und Bruder liebevoll beschützt.

Die frühen Menschen erlebten sich als dem Wolf tief verwandt. Er lebt und jagt in einem Rudel, in einer Gruppe und ist somit in seinem Überleben genauso wie sie selbst auf soziale Regeln und Ränge angewiesen. Er wurde von ihnen, ähnlich wie der Bär, als ihr Ahne verehrt.


Initiation

In ihrem Buch „Märchen lösen Lebenskrisen" schält Marcella Schäfer an Hand von verschieden alten Fassungen des Märchens „Rotkäppchen und der böse Wolf" den in diesem Zusammenhang besonders interessanten Aspekt des Wolfes als Totemtier bei Initiationsriten heraus. Bei den alten Jägervölkern Eurasiens wurde der Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen in einem dramatischen und aus unserer Sicht meist auch grausamem Einweihungsritual vollzogen. Der Junge „starb", um als neuer Mensch, als vollwertiges Stammesmitglied „wiedergeboren" zu werden. Das Totemtier spielte dabei die wichtigste Rolle, da es die Ahnen verkörperte. Es gab die Eigenschaften und die besonderen Jagdkräfte, die der Stamm zum Überleben brauchte, durch diese Riten an den Jungen weiter. Es war der Identifikationskern und der Traditionsgeber des Clans und stellte einen dämonischen Tiergott dar.

Ein Wolfsrudel ist die erfolgreichste Jagdgemeinschaft, die die Natur kennt. Die Verbreitung des Wolfs als Totemtier der alten Jägervölker liegt daher auf der Hand. Diese Initiationsriten wurden abseits des Dorflebens, im Wald vollzogen. Das Verlassen der Kindheit, das „Sterben" als Kind, wurde durch das rituelle Verschlungenwerden von einem Wolf vollzogen. Im Wolfsbauch konnte der Junge, wie in einer zweiten Schwangerschaft, die Qualitäten eines vollwertigen Mitgliedes der Stammesgemeinschaft erlangen und „wiedergeboren", aus dem Wolfsbauch herausgeholt werden. Bei diesen Riten spielte in der Regel eine Schamanin als "Hebamme" des Stammes den Wolf. Sie trug eine Wolfsmaske und ein Wolfsfell. („Großmutter, was hast du für lange Zähne!"...)

Barbara G.Walker betont, daß in „Rotkäppchen und der böse Wolf" noch die ursprüngliche, matristische Ordnung vorherrscht: Drei Frauengenerationen, Großmutter, Mutter und Tochter bestimmen das Geschehen. Diese drei Frauen stehen in jedem alten Märchen für die dreifache Göttin. Die rote Haube galt in England als Kennzeichen einer Priesterin. Sie symbolisierte das Blut, das bei Opfern und Verschlingungsritualen gewöhnlich floß. Das ursprüngliche Initiationsritual wurde an dem noch sehr jugendlichem Jäger vollzogen. Er sollte als vollwertiger „wölfischer" Jäger wiedergeboren werden. Noch heute sagt man in der Jägersprache über einen Jäger aus Leidenschaft: Er ist angewölft! Erst in späteren Zeiten wird dieses Geschehen im Märchen patriarchal umgedeutet und das Mädchen zum Opfer des Jäger-Wolfes.


Werwolf

Das Wort „Wer" (lat.vir, virtus) bedeutet tugendhafter, starker, wehrhafter Mann. Der Werwolf ist also ein Wolf, der eigentlich ein Mann ist. Vergil berichtet, der erste Mann-Wolf sei Moeris, der Gatte der dreifachen Schicksalsgöttin Moire gewesen.

Im klassischen Athen gab es einen Tempel, der dem „Apollo Lycaeus", dem „Wölfischen Apollo", geweiht war. Der Beiname „wölfisch" für Apollo zeigt wieder sehr schön den hohen Stellenwert, den der Wolf einmal gehabt haben muß. In den Vorhallen dieses Tempels lehrte Sokrates. Der Begriff „Lyceum" für Höhere Schule leitet sich davon ab. Wölfische Initiationriten gab es damals in Griechenland schon lange nicht mehr, aber das Lernen birgt mit diesem Tempelnamen, der zum Schulnamen wurde, bis heute die Erinnerung an den Wolf als „Lehrer" in sich.

Der Wolfskult hielt sich lange in Europa. Seit Alters her fanden seine Zeremonien bei Vollmond statt. In italienischen Bergdörfern heißt es noch heute: „Wenn ein Mann an einem Freitag bei Vollmond im Freien schläft, wird ihn entweder ein Werwolf angreifen oder er wird selbst ein Werwolf werden." Der Freitag war der Göttin heilig, ebenso der Vollmond, den der Wolf so gerne ansingt. Dies ist wieder ein Hinweis auf den Ursprung des Wolfskultes in matristischer Frühzeit.

Die Schamanen und Druiden praktizierten - im Verborgenen - Wolfsrituale bis ins Mittelalter hinein. Sie trugen Wolfsmasken und Wolfsfelle; sie tanzten und töteten Opfertiere bei schamanischen Heilungen und anderen Anlässen. Durch diese rituellen Verkleidungen wurden sie Vorbild der heutigen Vorstellung vom Aussehen der Werwölfe.

Die Bezeichnung Geistwolf und Werwolf wurde seit dem 10. Jahrhundert ganz allgemein für die Gegner des Christentums verwandt. Die Inquisition der mittelalterlichen Kirche verfolgte und folterte vermeintliche Werwölfe gleichermaßen wie vermeintliche Hexen. Das ist nicht erstaunlich, denn beide waren - von der Kirche ins Böse verdrehte - letzte Spuren der Religion der Großen Mutter. Der Werwolf wurde erst im frühen Mittelalter zum Symbol des zerstörerischen Außenseiters, des perversen Menschenmonsters. Bis heute lebt er so in Gruselromanen und in Hollywoodproduktionen weiter.


Fressen - Gefressen werden

Der Wolf kann tagelang unbeschadet hungern, wenn er keine Jagdbeute oder kein Aas findet. Andererseits kann er aber auch unmäßig viel auf einmal fressen, auf Vorrat sozusagen, wenn er Beute gerissen hat. Diese Eigenheit hat ihm den Ruf maßloser Gefräßigkeit eingebracht.

Mit dem aufkommendem Patriarchat wurde der Wolf, als der große Fresser und Verschlinger, zum Symboltier menschlicher Gier und Habsucht. „Homo homini lupus." (Der Mensch ist des Menschen Wolf.) Dieser berühmte Satz des Römers Plautus gibt dem Ausdruck. Und die Wölfe Odins, die ihn auf die Kampffelder begleiteten, wurden „Geri", Gier, und „Freki", Fressen genannt. Sie waren Odins Jagdhunde und fraßen die Toten.

In vielen Märchen tritt der Wolf als das „Fresstier" schlechthin auf. Sein großer, geöffneter Schlund wurde Sinnbild all der unbegreiflichen Gefahren, die einen Menschen "verschlingen" können, bis hin zu Dunkelheit, Tod und Teufel.

Die Germanen sagten von Sonnen- und Mondfinsternissen, die sie als furchterregende Vorzeichen verstanden, Sonne und Mond seinen von den Wölfen verschlungen worden, wie es auch beim Weltuntergang geschehen würde. Die Götterdämmerung, das Weltende wird in der Edda davon eingeleitet, daß Fenris, das gefesselte Wolfsuntier und Sohn des Feuergottes Loki (Lohe, leuchten, Licht), sich losreißt und Odin tötet. Jakob Grimm sieht hier Paralellen zu dem Feuer- und Kulturbringer Prometheus: Als Sohn Loki´s sei der Wolf Fenris Loki selbst in wiedergeborener Gestalt, und er sei ebenso an einen Fels gefesselt wie Prometheus es war, der alsdann Zeus töten sollte. Die Entfesselung leitet in beiden Fällen ein neues Zeitalter ein, sie bedeutet tatsächlich wörtlich eine Götterdämmerung.

Bei den frühen Germanen war der Wolf der göttliche Schamane, der das Feuer, das Licht verschlingt, damit die Welt neu geboren werden kann. Genau so wie er bei den Initiationriten der Verschlinger war, durch den jeder Junge als neuer Mensch, nämlich als Erwachsener, wiedergeboren werden konnte. Der Wolf war Sinnbild der Geheimnisses von Leben und Tod: der dunklen Aspekt der Großen Mutter-Göttin war in ihm erhalten geblieben.


Wächter-Wolf

Die achtzehnte Tarot-Karte zeigt den Mond (Bild: Waite-Rider). Der Pfad in sein Reich, ins Land der mildes Licht spendenden Mondgöttin, führt zwischen zwei Türmen hindurch, die von zwei den Mond anheulenden Wölfen bewacht werden. Der Weg führt aus dem Wasser, dessen gefährlich herabziehenden Aspekt der dunkle, spinnenartige Krebs verkörpert, in freie, lichte und weite Höhen.

Wollen wir uns in den archetypischem Bereich der Anima, wie C.G. Jung sie als Inbegriff der Seele nennt, begeben, und den die Mondin in allen alten Kulturen repräsentierte, so müssen wir uns zunächst diese Wölfe in unserer eigenen Seele zum Freund machen.

Der Wolf repräsentiert hier unser animalisches Selbst. Werden wir von unserem Über-Ich, wie Freud es nennt, beherrscht, gelten für uns die Spielregeln der Gesellschaft und der kalte Verstand als Maß aller Dinge, und klammern wir die sanfte Welt des Mondes, die Welt der Gefühle und der Intuitionen für uns aus, dann lebt der Wolf in uns als auch uns selbst gefährdendes Untier. Psychologen würden diesen Prozess die Dynamik von Verdrängung nennen.

Wagen wir es aber unser animalisches Selbst, den "Wolf" in uns in all seiner Ambivalenz zu respektieren und ihm zu vertrauen, so wird er unser Freund und wir können die "Welt des Mondes" betreten. Sie ist das Reich der Imagination, der Phantasie, der Liebe, des Spontanen, der Kreativität, des Unfaßbaren und Numinosen. Der "Wolf" in uns ist der Torwächter zum Reich des Mondes, zu unserer eigenen sowie zur Weltenseele. Ob er uns verschlingen muß, um uns wie in den alten Sagen und Ritualen erneuert wiederzugebären, das hängt individuell und auch kollektiv von uns und unserem Verhältnis zu den wölfischen Anteilen in uns selbst ab.


Ein indianisches Märchen: Die Knochenfrau

Eine alte Frau lebt irgendwo und nirgendwo in der Wüste. Sie sucht dort nach verbleichten Knochen. Alle, die sie findet, legt sie zusammen, Tier für Tier, wie sie zusammengehören. Ganz besonders gerne sucht sie nach Wolfsknochen. Wölfe sind ihre liebsten Geschöpfe. Wenn sie ein Skelett säuberlich und sorgsam zusammengelegt hat, steht sie auf und beginnt über den Knochen zu singen. Sie singt und singt, sie singt das Fleisch, sie singt das Fell, sie singt den Atem herbei. Der Wolf öffnet seine Augen und springt auf. Er läuft dem Horizont entgegen, wie es seine Natur ist. Und am Horizont verwandelt er sich in eine Frau.

Knochen galten immer und in allen Kulturen als die Bewahrer des unzerstörbaren Seins eines Lebewesens. Die Jäger der Steinzeit warfen nie achtlos die Knochen weg, sie sammelten sie nach der Mahlzeit ein und gaben ihnen einen Ehrenplatz. Nur die Bewahrung der Knochen - als Lebensessenz des erlegten Tieres - gab ihnen die Gewissheit, daß es wiedergeboren werden würde und somit der Kreislauf von Leben und Tod nicht verletzt war. Besonders dem Schädel wohnte nach ihrem Glauben die Kraft der Wiedergeburt inne. Die heutige Sitte, Jagdtrophäen mit einem Rest des Schädels stolz an die Wand zu hängen, hat in diesem Glauben an seine Wiedergeburtsmagie ihren Ursprung.

Die alte Frau des Märchen ist die Dunkle Göttin des Neumondes, die Mutter des Todes und der Wiedergeburt. Sie ist „Anima", der Archetyp des Lebendigen. Ihre Lebenskraft in diesem Märchen legt sie ins Singen. Und ihr Lieblingstier ist der Wolf. Es ist das Tier, das den Mond ansingt, und das sie damit selbst ansingt. Der Wolf ist ihr heiliges Tier, er ist eine Verkörperung ihrer selbst. Sie belebt ihn, sie belebt sich selbst in ihm! Singen ist Freude, Singen schafft Raum bis an den Horizont - und darüber hinaus.


Eine Medizinfrau lehrt:

Die Alte Knochenfrau lebt in jedem von Euch. Wenn Ihr das Gefühl habt, am Ende zu sein, dann legt Euch die Knochen Eurer Vergangenheit vor. Ihr habt die Freiheit dies zu verweigern, Euch selbst von Euren Knochen abzuwenden und in Eurer Starre zu verharren.

Aber wendet Ihr Euch der Alten Frau zu, dann wird sie Euch aus Eurer Vergangenheit heraus durch ihren Lebensgesang erwecken, und Eure wölfische Seele wird Euch zu einem neuen Horizont führen. Die Alte Frau kann gar nicht anders als lebendiges Fühlen schaffen, weil sie in jedem von Euch ist, und weil sie das Leben selbst ist.


"Lied der Dämmerung" von Maggie M. Roe

Sonnenuntergang, der Horizont liegt wie ein rosenfarbener Gürtel um die Erde geschmiegt. Die Wölfe werfen große Schatten, es muß Vollmond sein. Die Wölfe singen, sie singen zum Mond. Sie verabschieden den Tag, sie begrüßen die Nacht. Sie singen im Gleichklang. Ihre Aufmerksamkeit gilt nur ihrem Singen, es erfüllt sie ganz. Diese Wölfe sind Grenzgänger. Sie stehen am Ufer eines gefrorenen Wassers, gesäumt von Bäumen. Im Eis spiegelt sich ihre Seele.

Ein Halbkreis, die Erde unterm Himmelsgewölbe, beschreibt ihre innere Welt. Zwei Wölfe sitzen wie zwei Wächter in der Nacht dieses Gewölbes. Das Gebiß des Wolfskopfes in der Mitte ist fest geschlossen; kein Hunger, keine Jagd. Die Augen sind offen, ungerichtet. Seine Ohren lauschen ganz konzentriert nach oben. Aus seinem Scheitel wachsen Fühler: Antennen des Sinns, Antennen der Sehnsucht.



Archivierung:

Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv. Die Links zu den Archiven sind in der grauen Referenzspalte rechts.


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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LINK HIER! --- Auch in diesem Blog finden Sie wundervolle English Bulldogs fit for function :-)


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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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