Cornelias Bulldog Blog
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Mai 2005 bis Mai 2015 jeden 2. Tag ein Beitrag
Ab Mai 2015 Beiträge in unregelmäßigen Abständen

Die Links zu den thematisch sortierten Archiven sind in der Referenzspalte:
Sie finden dort (fast) alles, was Sie über den English Bulldog wissen wollen.


Dienstag, Oktober 16, 2018

Gebraucht um so besser:

Spielzeug, Sofa, ... Eltern ;-)


Clara ist jetzt drei Wochen bei uns - und sie hat schon viel gelernt. Sauber und leinenführig war sie mit ihren 4 1/2 Monaten schon (das war eine große Erleichterung), aber mit Haus und Haushalt fremdelte sie. Sie wuch eben in ländlicher Stille mit großem Wiesenbereich auf. Küchengeklapper und Fernsehgeschnatter waren erst einmal im doppeltem Sinn beunruhigend für sie. Unser Garten ist ihr Wellness-Bereich :-)

Den Fernseher überhört sie inzwischen als irrelevant, aber die Küche hat immer noch ihre zwei Seiten für sie: einerseits steht da ihr Futter, andererseits ereignen sich dort aber immer wieder mal laute Knall- und Klappgeräusche.... sie meidet die Küche deshalb nach Möglichkeit. Übrigens war von allen meinen 7 Bulldoggen einzig Kosmo immun gegen Küchenkrach und Küchenhektik. Er saß dort stets zu meinen Füßen und beobachtete mein Tun hingebungsvoll :-)

Das Erdgeschoß hat Clara sich nun bis in jeden Winkel hinein vertraut gemacht. Überaus vorsichtig mit lang gestrecktem Hals und intensiv schnüffelnder Nase erkundete sie sehr gründlich Zimmer für Zimmer. Wir ließen sie nach ihrer eigenen Methode - die erstaunlich systematisch ist - vorgehen.

Ihr Erkundungstempo bestimmte sie auch weitgehend selbst. Einen sie erschreckenden großen Wäschekorb ließen wir solange im Flur stehen, bis sie keinen großen Bogen mehr um ihn machte sondern ihre Nase neugierig rein steckte. Das dauerte drei Tage ;-)

Eine große Hilfe bei der Eingewöhnung war Kosmo´s Geruch, der noch in und an den Polstern und Teppichen haftet, denn Clara hat schon bei ihrer Züchterin Claudia Pagels gernt, "Hunden kann man vertrauen"!

Im Wohnzimmer und im Fernsehzimmer steht bei uns je ein flacher Korb mit Kosmo´s und auch noch Frieda´s Spielzeugen auf dem Boden: Kauknochen, Gummiringe, Bälle, Alte Jeans-Hosenbeine, Plüschtiere. Ihre Spielsachen holte sie sich vom ersten Tag an nur aus diesen zwei Körben, so in dem Sinne: da es nach Kosmo-Hund riecht, muß es vertrauensvoll und gut sein :-)

Wir haben nichts an Kleinteilen weggeräumt wegen Clara. Einer hielt sie die erste Woche stets im Auge (geht bein Rentnern :-) und sagte NEIN, wenn nötig. Sie ließ dann sofort davon ab und wollte Friedenskuesse geben :-) - Nur alte Zeitungen wurden ausdrücklich erlaubt. Auch neues Spielzeug, wie besonders der wunderbar weiche Hundeengel, den Udalrike Hamelmann ihr nähte, begeisterte sie :-)

Ich muss auch lachen über sie: Neulich sonntags sah ich im Fernsehen den Presseclub und machte mir zwischendurch einen Kaffee. Als ich aus der Küche zurück kam lief aber ein Krimi. Ich dachte "danke Clara, das ist spannender als die Dieselsache".

Als der Krimi aus war, wollte ich den Fernseher ausstellen, fand aber die Fernbedienung nicht. Das ganze Fernsehbett räumte ich auseinander, nichts. Stunden später sah ich sie im Korb unter den Kausachen!! Clara hat dies Teil wohl auch für ein Spielzeug gehalten: das ihrer Menscheneltern ;-)

Clara handelt und denkt systematisch: so wie sie ein ihr fremdes Zimmer Planquadrat nach Planquadrat erschnüffelt, so ordentlich scheint sie zu sein. Erstaunlich. Meine Schwester Gunda hatte schon bei der Züchterin bemerkt, dass Clara ein Versteck für ihre Schätze hat. Sie meinte nun, Clara sei eine Sammlerin - so wie ich :-))

Wir taten uns schwer damit, sie endlich einmal allein im Haus zu lassen. Die Küche wäre ein geeigneter Raum, da dort nichts rumsteht, das von ihr als Spielzeug "mißhandelt" werden könnte. Aber die Küche mag sie nicht wirklich, es würde ihr Stress machen, sie dort einzusperren. Gunda ermutigte uns, sie einfach vertrauensvoll im Haus allein zu lassen mit Zugang zu allem, so wie sie es kennt: "Sie war ja noch nie an Kabeln oder sonst was dran!"

Wir legten ihr also heute morgen alle Spielsachen weit gestreut auf die Teppiche und zwischendrin wie zufällig ein paar Leckerli. Wir sagten ihr "Clara hütet das Haus!", denn diesen Satz muß sie lernen - und verließen das Haus.

Eine halbe Stunde verweilten wir beim Dorfbäcker auf einen Kaffee. Als wir zurückkamen kaute sie auf Kosmo´s altem, "gebrauchtem" Knochen herum, und die paar verstreuten Leckerli auf den Teppichen waren weg. Nichts war kaputt, alles war gut (!?!) - Nun, wir fanden Stunden später einen kleinen festen Haufen im hinteren Wohnzimmerteil. Stu meinte: "Sie fand das Scheiße!" ;-)

Also werden wir jetzt häufiger zum Bäcker Kaffeetrinken gehen (müssen :-)


Samstag, Oktober 13, 2018

Clara erkundet ihre Dorfquelle und mehr


Am unserem Henglarner Dorfrand gibt es ein kleines, vor einigen Jahren renaturiertes Naturschutzgebiet um eine Quelle und ihren Quellteich herum - "Paddelteich" genannt. Der Name leitet sich vom altdeutschen Wort "Pad" = Kröte ab. (Im Wasser "paddeln" Kröten ja tatsächlich :-)

Wir wohnen etwas oberhalb dieses Teiches, dort hin und drum herum ist seit eh und je unser "Hausspaziergang". Also mit Klein-Clara dort hin.

Mit einem Welpen entdeckt man die Welt selbst noch einmal neu. Wunderbar ist das :-))

Um den Paddelteich herum geht es an sumpfigen Stellen über kleine Holzbrücken weiter. Im ersten Moment zögerte Clara etwas, aber dann mutig weiter und erkunden, was darunter so los ist :-)

Auf dem Paddelteich leben einige Entenpaare. Plötzlich schnatterten die allesammt laut los und man hörte auch Flügel schlagen und Wasser spritzen. Sie flogen aber nicht hoch, blieben deshalb für Clara wegen der Uferbewachsung unsichtbar. Also entschied sie zunächst vorsichtig abzuwarten, was weiter passieren würde:

Nun, es passierte gar nichts! Und ich konnte ein wunderschönes Fotos von ihrer strahlenden Persönlichkeit :-) machen.

Wir gehen jeden Tag einen anderen Weg mit ihr. Inzwischen läuft sie auch sicher vor, wenn wir sie abgeleint haben. Sie läuft nicht weg, hält Blickkontakt mit uns und freut sich des Augenblicks.

Im Nachbardorf ist die Altenau völlig ausgetrocknet, leider..., ich erkundete den Absteig ins Bachbett runter, es war für mich machbar, also auch für Clara. Stu blieb wegen Knieproblemen auf einer Bank oben sitzen. Clara mag es nicht, wenn wir nicht alle drei zusammen bleiben, aber sie toleriert es, wenn man ihr gut zuspricht :-). Also folgte sie mir anschließend alleine runter ins steinige Bachbett. Man sieht ihr auf dem Foto an, dass sie es dort weniger attraktiv zum Rumlaufen findet als zum Beispiel auf weichem Waldboden :-)

Mit einem Besuch der Paderborner Innenstadt warten wir noch ein wenig. Sie soll sich erst einmal an die lauten Trecker hier auf dem Land gewöhnen, bevor sie dort zwangsläufig einem Riesen-Busungetüm begegnet :-)


Dienstag, Oktober 9, 2018

Heute schreibt Gastbloggerin Susanne Nas

Tiffy turnt


Hallo Cornelia, wie ich dir ja schon erzählt habe, gehe ich mit Tiffy seit ein paar Wochen zur Physiotherapie.

Sie wird ja in ein paar Wochen 11 Jahre alt und hat eine leichte Arthrose in den Vorderläufen. Wir möchten, dass sie so lange wie möglich Fit bleibt. Tiffy LIEBT es!

Sobald wir vor den Haus parken fängt Tiffy an zu fiepen und wird ganz aufgeregt. Es kann nicht schnell genug hinein gehen. Sobald wir den Raum betreten legt sie ganz von allein los, ich staune immer wieder.

Wir beginnen mit "Geräteturnen". Es gibt einen Hürdenparcours, Wackelbretter, Rüttelplatten, riesen TickTacks (Ei-förmige Gymnastikbälle), das Trampolin und viel andere großartige Dinge.

Tiffy macht zu meiner Überraschung alle Übungen begeistert mit. Danach geht es dann auf das Wasserlaufband und anschließend gibt es noch eine Massage. Wellness pur!

Tiffy stahlt wieder mehr Lebensfreude und Energie aus, es tut ihr einfach nur gut!
Liebe Grüße Susanne


Samstag, Oktober 6, 2018

Clara´s Reise in ihr Zuhause


Am 26. September, morgens früh, holten wir Clara bei Claudia Pagels ab. Claudia hatte am Telefon abends vorher erzählt, dass sie am Vortag Besucher im Hof an- oder weggebellt habe, nun, auf uns kam sie zugelaufen :-)). Claudia nahm Abschied von ihr, wir merkten, sie hatte die Kleine ins Herz geschlossen.

Wir hatten eine sechsstündige Fahrt vor uns, und da wir nicht wußten wie Clara sich verhalten würde, entschieden wir statt die Berliner Autobahn zu nehmen, die eh voller Baustellen ist, bis Leipzig über Land zu fahren um jederzeit anhalten zu können. Clara schlief zunächst zufrieden auf meinem Schoß, dann auf der Hinterbank. Reisetauglich ist sie in jedem Fall! Pausen brauchten wir, aber nicht sie :-)

In der Altstadt von Hann. Münden gönnten Stu und ich uns eine Pause in einer Pizzeria, die in einer ehemaligen Kirche ist. Clara ging problemlos an der Leine mit uns dorthin:-) Sie war zurückhaltend allem gegenüber - bis ein großer Hund vorbeikam. Den bellte sie grollend an, so in dem Sinn: "Ich laß mich nicht fressen!" Alle Gäste schmunzelten :-)

Am späten Nachmittag endlich zuhause! Zunächst wurde der Vorgarten von ihr inspiziert, sie schaute aber immer wieder zu uns hin um sich zu vergewissern, dass sie alles richtig machte. Die Bindung war schon da :-))

Treppen kannte sie noch nicht, es war lustig wie sie über eine Technik nachdachte, die Eingangsstufen zu überwinden ;-)

Dann ging es durch das Wohnzimmer in den eigentlichen Garten - welche Freude für sie! Und schließlich erklärte sie auch eine dunkle Ecke zu ihrem Klo! Wir ließen sie lange den Garten erschnüffeln und rumstöbern, es machte ihr so viel Freude!

Erstaunlich fand ich, dass sie auch das kleine Kräuter-Hochbeet erkletterte (Bild unten) und sich Salbeizweige abbiß :-)

Übrigens: das Holz-Wildschwein im Hintergrund des unteren Fotos bellte sie erst mal an! Und den sehr kleinen Steinbulldog links davor küßte sie, nachdem das Wildschwein still geblieben war ;-))

Im Haus fremdelte Clara ein wenig, sie ist als Sommerwelpe ein Outdoor-Hund :-)

Sie ging ins Fernsehzimmer, wir halfen ihr auf die Bett-Liege, und SOFORT nahm sie das Kissen und die Ecke in Beschlag, die alle meine Bulldogs schon als IHRE Ecke betrachtet hatten!

Ich schlief dort die erste Nach bei ihr, Stu die nächste - wir wechseln uns ab, denn die Treppen nach oben ins Schlafzimmer müssen erst von ihr noch erobert werden :-). Das Eßzimmer machte sie sich abends noch vertraut - wen wundert das ;-)

Das Wohnzimmer verstand sie dann am nächsten Tag als WOHN- und Schmusezimmer, und nicht mehr nur als Durchgang zum Garten. Übrigens: Sie ist von Anfang an sauber, geht zur Terrassentür, wenn sie rausmöchte, ich würde sagen rausmuß ;-)

Gleich am nächsten Tag fuhren wir mit ihr zum Fressnapf und kauften ihr ein kleines Geschirr, was aber zu Stu´s Erstaunen schon die Größe M hat.

Anschließend ging es weiter zur Almequelle mit ihr, jeden Tag machen wir einen anderern Spaziergang, das freut sie sehr, und sie schläft dann lange und wild träumend. Mehr darüber in einem nächsten Beitrag.


Mittwoch, Oktober 3, 2018

English Bulldog weltweit -

und Neues von Clara


Mitte September durchreisten Stu und ich die Baltischen Länder. Endlose menschenleere, rosa-gold schimmernde, von duftenden Kiefern umsäumte Sandstrände, einsame wilde Wälder,... wir fanden Ruhe und konnten von Kosmo Abschied nehmen sowie auch beginnen uns auf das neue Leben mit Clara zu freuen.

Die Reise stand ganz unter dem Zeichen der Sonne. Schon auf der Fähre nach Litauen stand sie mit einem das Blickfeld ausfüllenden Halo für Stunden über uns. Ein einzigartiges und wunderbares Himmelsauge. An den Stränden der Kurischen Nehrung begrüßte uns eine archaische Sonnengöttin, ganz aus Treibhölzern gestaltet. In Litauen, Lettland und Estland findet man überall Skulpturen zu Ehren der Natur- und Schicksalsgewalten. Eine Reise lohnt sich in vielerlei Hinsicht! Doch dies wird kein Reisebericht, es ist aber eine Reiseempfehlung :-)

Hier geht es um Bulldoggen - und wir fanden Spuren von Bulldog-Fans :-) Als wir auf einer hoch gebauten Umgehungsstraße nach Riga reinfuhren, sah ich schräg unten in einer kleinen Straße ein Bulldogwandbild! Stu schaffte es in diesem Großstadt-Starkverkehr unter der Ausfahrtstraße im Straßengewimmel dieses Wandbild tatsächlich wiederzufinden. Danke mein Liebster :-)))

Die Silhouette unten im Bild ist das Panorama der einfach nur einzigartig schön zu nennenden Altstadt von Riga. Die alles Leben bestimmende, wärmende Sonne ist links hinter und unter dem Bulldogkopf als Symbol zu sehen; und der kleine Hirsch auf dem Kopf des Bulldogs zeugt von der weiten, stillen Wildnis des Landes - ja davon kann man als Bulldog und auch als BulldoggerIn nur träumen :-)

In Tallinn, der Hauptstadt von Estland, fanden wir in der zauberhaften mittelalterlichen Altstadt einiges witzig Bulldoggiges.

Ich war erstaunt darüber, denn die Baltischen Länder standen im Laufe ihrer Geschichte unter russischer, deutscher, polnischer und schwedischer Herrschaft, aber nie unter englischer. Mit Ausnahme der Alten sprechen in allen drei Baltischen Ländern die Leute mehr oder weniger gut englisch, besser gesagt amerikanisch, offensichtlich wurde damit auch unser English Bulldog populär :-)

Auf einem Kissen fand ich in Tallinn noch ein englisches Wortspiel (auf "Kauen und Schuhe"), das mich gleich an Roswitha´s Little und seine geläuterte Liebe zu ihren Schuhen denken ließ ;-)

Stu trug in diesen Tagen oft seine Bulldogweste. In Tallinn sprach ihn sehr angetan davon eine australische Touristin an: "Waren Sie gestern in Riga? Sie sind doch der coole Bulldog-Mann! Sie fielen mit dort in der Altstadt auf, :-)" So entspann sich ein Gespräch über den Bulldog weltweit :-)

Von Zuhause bekam ich auf Whatsapp in dieser Zeit auch ein lustiges Wortspiel geschickt. Und Ina Teloudis schickte mir ein anders geartetes ;-) Bulldog"Ding":

So, jetzt gehen wir mit Clara spazieren :-))) Die Bilder unten sind von gestern. Wir spazierten morgens um den Habichtsee. Sie geht problemlos an der Leine, und kleine Hunde mag sie (große warnt sie ;-) :

Dem großen Wasser näherte sie sich vorsichtig. Und das hinein geworfene Steinchen spritzen und kleine Wellen machen, nun, das muß erst einmal verarbeitet werden ;-)

Über ihre Ankunft in ihrem neuen Zuhause und ihren ertsen Tag hier berichte ich das nächste Mal. Noch einen schönen Feiertag wünschen wir 3 Savorys :-)


Sonntag, September 30, 2018

Meine erste Begegnung mit Clara


Einen erwachsenen Bulldog hätte ich nach Kosmo´s Tod erst einmal nicht ins Herz schließen können, aber ein Welpe ist etwas anderes. Man kann und wird mit ihm im Laufe seines Erwachsenwerdens zusammenwachsen :-) Also ein Welpe.

Meine Schwester Gunda und ich fuhren ins östliche Brandenburg nach Fürstenwalde zu Clara, zu ihrer Züchterin Claudia Pagels, zu den "Bulldoggen vom Urstromtal". Ich war ziemlich aufgeregt und froh, dass Gunda sozusagen als "neutrale Beobachterin" bei mir war. Über meinen Erstkontakt mit Claudia Pagels schrieb ich schon im letzten Beitrag.

Clara ist kein aufdringlicher Welpe, sie hielt sich etwas zurück, kam nicht einfach so zu mir gelaufen, sondern erst als ich sie ansah und ansprach. Und dann mit offensichtlicher Freude, wie ihr Schwänzchen verriet. Es gab die ersten Küsschen :-) Und noch viele mehr :-))

Es gab zwischen Claudia, ihrem Lebensgefährtem Reinhard und uns viel zu erzählen und zu fragen. Wir mochten uns und hatten die gleichen Vorstellungen über Zuchtmethoden und den (nahezu ;-) perfekten Bulldog.

Claudia holte später auch die Bulldog-Mama aus den Haus, und die beschnupperte testend zu allererst meine Hosenbeine und Hände, ob ich wohl als Freund zu bewerten sein. Test bestanden, und nun kümmerte sie sich als gute Mama um den Popo ihrer Kleinen und säuberte ihn sicherheitshalber noch einmal. Dann spielte sie mit den letzten drei ihrer Kleinen :-)

Wir gingen dann mit Clara, ihren Schwestern der dunklen Ella und der hellen Erika und der Mama spazieren. Eine lebhafte Truppe :-)

Die Mama, "Baby" genannt, rannte nach einiger Spazierzeit mit Volldampf los, sie hatte irgendwas entdeckt. Und Clara hinterher... "Sie ist bindungsstark und folgt", meinte ich mit Freude.

Den Vater des Wurfes haben wir nur auf Fotos kennen gelernt. Er ist ein dunkler kastanienfarbener (maroon) starker Kerl. Schwester Ella, die für die Zucht bei Claudia bleibt, kommt nach ihm :-)

Gunda und ich verabschiedeten uns am Abend. Gunda meinte dann: "Clara ist ein guter Hund! Du hast richtig entschieden".

Claudia Pagels und ich hatten alle Kaufformalitäten erledigt, und Claudia würde Clara noch bis nach unserer Reise durch das Baltikum bei sich behalten. - Heute, Clara ist nun 4 Monate alt, kann ich sagen: sie erzog Clara gut! Die Leine wird akzeptiert und sie ist sauber!!! Danke Claudia :-)

Wieder zuhause war dann Stu durch die Fotos und meine Erzählungen auch schnell in Clara verliebt. Als wir zu unserer schon länger geplanten Reise aufbrachen meinte er, eigentlich freue er sich mehr auf Clara als auf die Reise....

Aber die Reise und all die neuen Eindrücke halfen uns unsere Trauer um Kosmo stiller werden zu lassen.


Donnerstag, September 27, 2018

Clara Lee Savory


Wo bekommen wir einen guten Bulldogwelpen her - also wurden Anzeigen und Webseiten studiert. Champion-Nachwuchs auf Linienzucht-Basis fiel sogleich wegen dadurch bedingter genetischer Verarmung aus der Auswahl raus. Zudem mußte wenigstens ein Elternteil die korrekte, gerade Standardrute haben und die korrekte feine Doppelfalte über der Nase - Korkenzieherschwanz und Nasenlappen waren nie Standard, sondern nur eine einschränkende und entzündungsträchtige Modeerscheinung. Zu billige Welpenangebote, das heißt unter 1000 Euro, kamen auch nicht in Frage, denn dahinter stehen in aller Regel die Mutterhündin quälend ausbeutende Welpenfabriken.

In nähere Betrachtung zog ich den Zwinger "vom Hörselberg". Der junge Rüde "Xantos=Erwin" kam für uns unbedingt als Vater in Betracht. Ich telefonierte mit der Züchterin Frau Gürtler, sprach mit ihr über ihre Zuchtmethoden und gewann einen guten Eindruck von ihr. Aber: der Wurf mit Erwin als Vater würde erst um die Jahreswende fallen. Und dann noch 8/9 Wochen bis zum Abholen des Welpen. Langes Warten...

Also weitersuchen. Eine Anzeige sprang mir dann ins Auge: alle Welpen des Wurf hatten ganz unterschiedliche Farben (maroon, gold, rot, falb), und das sprach für Vermeidung jeder Verwandschaftszucht. Außerdem warb die Züchterin Claudia Pagels nicht mit Championtiteln, denn diese Art der Anpreisung riecht für mich primär nach Geschäfts- und Gewinninteresse. Zudem sind Champions in Bezug auf ihre äußeren Merkmale gezüchtet - uns geht es aber um das so mutige wie seelenvolle Bulldoggemüt. Es wurde auch gar kein Preis angegeben, all das machte mich neugierig.

Im Internet fand ich die Züchterin Claudia Pagels auch als Züchterin von Rennpferden. Gut, dachte ich, also spielt Leistung und Gesundheit für sie eine Rolle. Ich rief sie an, fragte einiges und stellte fest, Frau Pagels versteht wirklich viel von Genetik. Und sie erschien mir zudem bodenständig und ihre direkte Berliner Art etwas anzusprechen gefiel mir.

Dann stellte sich heraus, dass die Welpen am 14. Mai 2018 geboren wurden - das war der Geburtstag meiner ersten Hündin Ziska: 14. Mai 1972 :-) Ein Wink des Schicksals: meine erste und (in Anbetracht meines Alters) meine letzte Bulldogge hätten dann am gleichen Tag Geburtstag, wie schön :-). Wir machten einen Besuchstermin aus.

Stu und ich hatten entschieden, dass die neue Hündin Clara heißen soll. Frau Pagels mailte uns Fotos und Videos von ihrer kleinen "Elisa vom Urstromtal", es war sehr schnell klar, dass sie Clara sein wird :-) Bei ihr tritt belegbar 4 Generationen zurück kein Vorfahr doppelt auf, das verspricht eine hohe Vitalität.

Sie hat eine gerade Standardrute, feine Ohren, Nasenlöcher statt nur Nasenspalten, geschlossene Pfoten und ist im Körper, so wie ihre Mutter, eine Spur länger als nur gedrungen. Und zudem finden wir sie richtig hübsch :-)

Zum verabredeten Besuchstermin fuhr ich mit meiner Schwester Gunda. Stu blieb zuhause, er war noch nicht bereit für einen neuen Bulldog, wurde es aber ganz schnell, als ich ihm danach von Clara erzählte :-) Im Wesen ist sie zutraulich, aber nicht aufdringlich. Ihre Bewegungen sind wunderschön fließend und in ihren Augen sitzt der Schalk :-) Als ich sie nach dem Spiel mit ihren Geschwistern auf den Schoß nahm, schlief sie unmittelbar entspannt und selig ein :-). Mit ihr liegt eine schöne Zukunft vor Stu und mir. Wir konnten enspannt in Urlaub fahren, Claudia Pagels hält Clara noch bis zu unserer Rückkehr bei sich.

Mehr über Clara und Claudia Pagels im nächsten Beitrag :-)


Donnerstag, September 21, 2018

DANKE und Redaktionelles


So viele Menschen kannten Kosmo über diesen Blog, und manche auch persönlich. Stu und ich sind sehr gerührt über die Anteilnahme, die sein Tod und die Trauer darüber fand. Wir danken Euch allen von Herzen. Euer Mitgefühl half und hilft.

"Eng vertraute Lebensgefährten wie Kosmo sterben nicht von uns weg, sondern in uns hinein." G.B.G.

Stu und ich brauchen jetzt eine Zeit des Rückzuges und der Stille.
Die Blog-Beiträge, die ich schon fertig hatte, findet Ihr unten.
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Seid gut zu Euren Hunden, wir haben sie nur kurz.



Archivierung: Die Bulldog-Blog-Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite. Danach kommen die wichtigen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv. Die Links zu den Archiven sind in der grauen Referenzspalte rechts.


Montag, Oktober 1, 2018

Redaktionelles: Dieser Blog


Dieser Bulldog-Blog startete 2005 mit underer Hündin "Gombas Happy Miss Frieda" und ist unter Anderem ihr und ihres Sohnes "Kenai Kosmo Floral Garden" Tagebuch geworden.

Nachdem auch Kosmo gestorben ist, überlegte ich zunächst den Blog zu schließen, aber er ist mir selbst und vielen Anderen doch solch eine Freude, dass ich ihn etwas reduziert weiter führen werde.

Er ist nun neben Frieda und Kosmo auch unserer neuen Hündin Clara "Elisa Clara vom Urstromtal" gewidmet :-) Und - GastbloggerInnen sind nach wie vor herzlich willkommen.


Unser Kosmo (2007 - 2018)

Unsere Frieda (2005 - 2017)


Montag, Mai 11, 2015

Zehn Jahre Bulldog-Blog - und:

Die wichtigsten Schritte für das Überleben des Englischen Bulldogs sind getan.


Liebe Leserinnen und Leser, heute feiern wir ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen dieses Bulldog-Blogs. Der 1. Beitrag erschien am 11. Mai 2005.

Es wurde über diese 10 Jahre jeden zweiten Tag ein Beitrag veröffentlicht, das heißt 1815 Beiträge insgesamt - lustige, besinnliche, spannende, warnende, informative und, mir die wichtigsten, aufklärende Beiträge. Aufklärung über den besonderen Zauber des Bulldogwesens, Aufräumen mit Vorurteilen über ihn, das war und ist mir wichtig :-).

Im Blog wurde auch immer wieder über das Elend informiert, welches dem Englischen Bulldog Zucht, Mode und Geldgier antaten und auch noch antun. Die Aufklärung über rasseschädigende, den Genpool ausdünnende Züchtungs-Methoden tut Not, einmal im Sinne der gezüchteten Hunde selbst, aber auch für ihre Käufer ist sie wichtig. Züchter setzten oft wirtschaftliche Zucht-Prioritäten, deshalb ist der "Druck des Marktes" entscheidend.

Und Aufklärung über die sadistische Quälerei, die Massenzüchter ihren "Zuchthunden" antun, ist noch wichtiger. Nicht gerade wenige Menschen entscheiden über den Preis und ahnen nicht, was hinter "Billigwelpen" für ein grausames, verzweifeltes Elend steht.

Zu diesem Jahrestag möchte ich mich bei allen Gastbloggern von Herzen bedanken, denn sie trugen wesentlich dazu bei, dieses Bulldog-online-Magazin, das es der Sache nach ist, abwechslungsreich zu gestalten.

Insbesondere danke ich Isabelle Borgert für ihre spannenden, so informativen wie humorvollen Beiträge. Sie ist unsere aktivste Gastbloggerin: seit September 2007, also schon 7 1/2 Jahre lang, können wir regelmäßig circa zwei Beiträge pro Monat von ihr genießen :-)

Danken möchte ich auch allen Leserinnen und Lesern, die mit oft einzigartigen Fotos, Witzen oder auch Links diesen Blog wesentlich bereichern.

Danke auch an meinen lieben Stu, der mir immer technisch zur Seite steht, und ohne den dieser Blog gar nicht erst begonnen worden wäre.


Die wichtigsten Schritte

für das Überleben des Englischen Bulldogs sind inzwischen getan:

  1. Der Standard wurde (2009) geändert, um ihn wieder "fit for function" werden zu lassen. Der deutsche Zuchtverein ACEB, die hiesige Speerspitzen der Zucht des atmungsbehinderten Extrem-Bulldogs, wurde u.A. als eine Konsequenz dieser Änderungen aufgelöst.
  2. Über ein Dutzend bulldogartiger Rassen wurden neu gezüchtet, und diese erzeugen den nötigen Markt-Druck auf die Züchter des Originals.
  3. Welpenhändler und Welpen-Fabriken werden, auch dank der Medien, gesellschaftlich zunehmend geächtet. Der Gesetzgeber wird dem früher oder später folgen.

Auf diesem Hintergrund nehme ich dies 10-jährige Blog-Jubiläum zum Anlass, ihn in Zukunft nur noch in reduzierter Form weiterzuführen, es wird mittelfristig auf vielleicht 2 Beiträge pro Woche hinauslaufen.

Das Meiste über den Bulldog aktuell und über seine Vergangenheit ist gesagt - und in den Blog-Archiven zu finden :-)

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Stus Blog

Cornelia´s Tierbuch:
'Tiere als Spiegel der Seele und Sinnbild der Kultur'


Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 1971 Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)".

Seit Mai 2005 haben die Bulldogs hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein unwiderrufbares Nutzungsrecht für Veröffentlichungen in diesem Blog.



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Neue Beiträge bleiben circa 4 Wochen auf DIESER Seite.
Danach kommen die wichtigen, besonders lustigen und die Gastblogger-Beiträge ins jeweils entsprechende Archiv:

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